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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: El God am 23.04.2013 | 20:17
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Ok, schwierige Frage, weil ich vermutlich in ein Wespennest aus persönlicher Vorliebe, Rollenspielsozialisierungsgeschichte und Bauchgefühl steche. Vielleicht könnt ihr aber diese ersten Regungen übergehen und doch von ein paar konkreteren Entscheidungskriterien berichten.
Stellt euch vor, ihr wollt in zwei Wochen eine Rollenspielrunde organisieren. Ihr wisst noch nicht, wen ihr dazu als Spieler einladet bzw. sollte das vorerst keine Rolle für die Entscheidung spielen. Ihr bekommt die Spieler, die ihr euch für eine Runde der ausgewählten Setting-System-Kombination am besten vorstellen könnt. Nach was für Kriterien sucht ihr euch Setting und System aus? Zuerst Setting, dann System? Anders herum? Spielt ihr eh immer das gleiche?
PS: Ich bitte darum, Systembashing ("Ich weiß schonmal, dass ich kein DSA spiele, höhöhö"), so verführerisch es sein mag, außen vor zu lassen.
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Worauf ich Lust habe! Wenn ich gerade ein System richtig super finde, dann wird das gespielt. Wenn ich gerade ein Szenario (bzw. ein Setting) richtig klasse finde, dann wird das gespielt. :)
Nichts reißt die Spieler mehr mit als ein begeisterter Spielleiter. Deshalb leite ich das, was mich gerade begeistert. Egal, ob es das Setting oder die Regeln sind!
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Ich nehme das neuste in meinem Regal oder auf meiner Festplatte.
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Hm, irgendwie ist bei mir die Reihenfolge nw. anders:
Zuerst einmal würde ich abchecken, auf was die Spieler Lust haben. Lieber Fantasy, lieber SF? Oder doch eher Horror? Und danach aus den mir bekannten Settings wählen, was am Besten passt - vorausgesetzt dass ich mir vorstellen kann, in dem Setting mit Spaß auch zu leiten.
Als nächstes würde ich klären, ob sie lieber ein "klassisches" System wollen oder auch für Indie zu begeistern sind. In ersterem Falle würde ich zu Savage Worlds greifen, in zweitem Falle zu Fate2Go, ev. auch FreeFate.
Insgesamt gesehen ist MEINE Anforderung an das Regelwerk, dass es übersichtlich, leicht verständlich und kurz ist. Mir fehlt mittlerweile einfach die Lust (und die Zeit) mich in umfangreiche neue Regelwerke einzulesen. Bedingt trifft das auch auf neue Settings zu, aber da kann mich ein gut geschriebenes Setting - ganz abseits der Regeln - auch mal wieder mitreißen.
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Bei mir geht es in der Regel folgendermaßen:
1. Auf welches Setting habe ich richtig Lust
2. Welche Regeln gefallen mir dafür am besten.
Das wars schon.
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Ich würde das in der Runde zur Diskussion stellen. Und ob ich der Runde ein Setting oder ein System ist, hängt davon ab ob ich Grade Lust auf ein Setting habe oder auf ein System. Oder auf das eine Setting und das andere System aber nicht kombiniert. Oder.
Generell würde ich aber eine Methode bevorzugen bei der alle gemeinsam Brainstormen was gespielt werden soll (was mit Zombies! kein Fäntelalter! Pulp! 80s! -> Zombies in Miami Vice) und dann ein passendes System wählen (SaWo! Afmbe! Fate! Funky Colts!). Wobei auch dabei einer reinrufen kann "Ich hab mir kürzlich Reign geleistet und würde das gerne mal testen!" und man sich dann gemeinsam für ein System entscheidet...
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Wenn ich leite, dann weiß ich vorher, was ich leiten will, insofern versteh ich die Frage nicht ganz.
Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, wie es zur Situation kommt, in der ich leiten will und zwar "irgendwas" und "mit irgendwem".
Bei mir ist es immer so, dass ich eine Idee in einem Setting habe (und fast immer auch ein Regelwerk dazu) und dann Spieler dazu suche.
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Schade. Das klingt bisher doch irgendwie nur nach Bauchgefühl. Am konkretesten war bislang Auribiel.
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Der Fall liegt schon so ähnlich, wenn es z.B. darum geht, ein one-shot auf einer Con anzubieten, von daher - berechtigte Frage.
Ich denke, bei mir fängt es eher mit einer vagen Grundidee an. Ich schaue z.B. Game of Thrones und beschließe: Cool, so was will ich spielen! Die Spieler sollen ein adliges Haus durch die Wirren eines Thronfolgekrieges führen.
Im Zweifel gibt's dann ja auch ein Rollenspiel, das passt (SIFRP) oder annähernd passt (Hellfrost, Houses of the Blooded).
Wenn das nicht der Fall wäre, mir das Naheliegende nicht gefällt, vergriffen oder zu kompliziert ist, würde ich erst mal unabhängig voneinander überlegen, welches Setting und System evtl. sinnvoll wäre - Aventurien in der Kaiserlosen Zeit mit REIGN? Renaissance Italien mit S7S?
Am Ende hängt es wahrscheinlich dann doch wieder davon ab, was die Spieler wollen?
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Ich kenne es eher so, dass jemand Lust hat, dieses oder jenes Rollenspiel zu spielen und dann selbst etwas vorbereitet oder jemanden sucht, der das leiten will. Und aus dem großen Pool möglicher Spieler finden sich dann die, die Interesse und Zeit haben. Das läuft so im Freundeskreis, das läuft so auf Cons. Wenn jemand eine Runde anzubieten hat, finden sich auch die Leute dafür.
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dass jemand Lust hat, dieses oder jenes Rollenspiel zu spielen
Warum hat er Lust?
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Wenn ich es selbst aussuchen kann, dann würde ich zu Fate Core als System greifen und das Setting den Spielern überlassen. Fate Core ist da schnell und sehr anpassungsfähig, und so kann ich letztlich mit den Spielern genau das spielen, worauf sie Lust haben. Das Setting muss ja nicht exakt ausgearbeitet sein, es reicht, wenn man sich auf ein paar Stichpunkte einigt ("High Fantasy", "Knight Rider", "Was mit Drachen", "Märchenwelt", "Cyberpunk", usw) und loslegt, die Details füllt man dann aus, wenn es notwendig ist.
Wenn ich weiß, dass die Spieler wenig Lust haben sich selbst ein Setting auszudenken, oder zumindest als Backup-Plan, würde ich ein Standard Setting nehmen, das mir selbst gut gefällt, und von dem ich ausgehe, dass es dem Großteil der Gruppe gefallen wird. In meinem Fall würde ich da wohl entweder Cyberpunk oder High Fantasy nehmen. Eine kurze Story würde ich mir ebenfalls ausdenken, zumindest um einzusteigen, vermutlich etwas, das in beide Welten passt (Ob ich einen Konzern ausraube oder eine Magiergilde ist ähnlich genug). Die Details kann ich dann spontan an die Gruppe anpassen.
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Schade. Das klingt bisher doch irgendwie nur nach Bauchgefühl. Am konkretesten war bislang Auribiel.
Ja, aber was hast du denn erwartet?
Andere Entscheidungsgründe werden doch erst interessant, wenn es darum geht, die Mittel zu wählen. Ich kann darüber nachdenken: "Wie komme ich günstig zu meinem Urlaubsort", und mir mehr oder minder sinnvolle Verfahren überlegen, die Frage sytematisch zu beantworten. Das funktioniert aber nicht für die viel grundlegendere Frage: "Will ich in Urlaub und wenn ja wohin?" Du kannst Ziele nicht wie Mittel behandeln.
Der vorliegende Gegenstand macht es noch schlimmer: Es gibt kaum einen Begriff, der sich wie Spielen und Spiel dagegen sträubt, sich als Mittel benutzen lassen. Sich selbst Ziel zu sein ist für Spiel konstitutiv.
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Ich begeistere mich immer zuerst fürs Setting. Erst wenn ich das klar vor Augen habe, wenn es mich begeistert und ich auch eine Idee habe, was ich damit anstellen will, verschwende ich überhaupt einen Gedanken an das Regelwerk. Und dann gilt: Wenn das mitgelieferte Regelwerk mindestens mal erträglich ist (für mich), dann benutze ich es. Wenn nicht, ersetze ich es.
So, und wenn ich jetzt konkreter werden soll: Settings, die mich begeistern, müssen mir zunächst einmal einen gewissen Reiz des Neuen bieten, sie müssen Bilder in meinem Kopf heraufbeschwören, und sie müssen eine bestimmte, konsistente Stimmung transportieren. Außerdem müssen sie einen gewissen positiven Grundton haben (als bekennender Eskapist mag ich Helden und Happy-Ends, dazu stehe ich). Auch neige ich stark Richtung Fantasy, meine damit aber weniger die 08/15-EDO-Fäntelaltersettings, sondern Sachen wie Alternative History, Science Fantasy, Steam Fantasy etc. Ach ja, und es muss genug weiße Flecken für neue Ideen geben - ein Kernelement meines Spiels ist das Entdecken von Neuem, und für dieses Neue muss halt noch Platz sein. In der Weltbeschreibung, aber auch in den Köpfen der Spieler.
Da die Regeln bei mir nur ein Hilfsmittel sind, lege ich Wert darauf, dass sie sich nicht zu wichtig nehmen. Sie sollten nicht zu viele Seiten füllen, sich relativ leicht lernen lassen und im Spiel möglichst die immer gleichen Mechanismen benutzen. Auch sollen sie dem Spiel nicht im Weg stehen, den Spielern eher Aktionen ermöglichen statt sie zu verbieten und dem Spielleiter noch etwas Entscheidungsspielraum lassen (und sei es nur, um seinen SCs bei Bedarf den A*** zu retten). Einen gewissen Rest-Crunch weiß ich aber trotzdem zu schätzen - ab und zu sollen die Spieler das Recht haben, sich mal die Fingernägel abzukauen, ob sie den nächsten Kampf überleben. Player Empowerment spielt bei mir dagegen für gewöhnlich nicht die ganz große Rolle (und wenn ich es brauche, kann man es eigentlich relativ leicht "nachrüsten").
Bisher ist es mir übrigens noch immer gelungen, meine Begeisterung auf eine Handvoll Versuchskaninchen Spieler zu übertragen und sie dafür zu gewinnen, sich mit mir auf die Reise zu machen... :D
@Dolge: Keine Ahnung, ob es nun das war, worauf du hinauswolltest... ;)
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Ich suche im Wesentlichen das Setting aus, da ich in den meisten Fällen das gleiche System verwende. Welches Setting ich wähle, hängt von meiner derzeitigen Allgemeinlage ab; so alle paar Wochen hab ich Bock auf etwas anderes/eine neue Idee. Meistens landet das mehr oder weniger fertig in einer Ideenablage für zukünftige Spiele. Vielleicht würde ich ein aktuelles Thema anhand eines guten Filmes oder Buches wählen oder aber ich greife einfach blind in meine Ideenkiste und ziehe solange, bis etwas Ansprechendes hervorkommt.
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Zuerst Setting, dann System?
Jap.
Das Setting muss sexy sein, mich anmachen, in mir die Lust erwecken, darin Charaktere zu spielen oder Geschichten zu erschaffen. Das System folgt dem Setting. Wenn das Originalsystem was taugt, nehme ich es auch gerne. In den meisten Fällen suche ich aber nach einem einfachen, cruncharmen, universellen System, dass die gewünschte Spielart unterstützt und sich ohne größere Aufwände konvertieren lässt.
Die einzige Ausnahme ist DnD 4. Das spiele ich tatsächlich wegen der Regeln. Es unterstützt meinen sonst bevorzugten Spielstil aber auch nicht wirklich und fällt für mich unter eine andere Kategorie von Spiel.
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"hmmmm... which itch do I want to scratch?"
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Nach was für Kriterien sucht ihr euch Setting und System aus? Zuerst Setting, dann System? Anders herum? Spielt ihr eh immer das gleiche?
Häufig habe ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen, von dem ich fasziniert war. Als Setting nehme ich dann dieses Buch/Film.
Und als Regeln verwende ich ein System, mit dem man die Atmosphäre davon am besten umsetzen kann.
Manchmal schwebt mir auch ein Gedanke im Kopf herum. (z.B.: "Was macht einen Menschen zum Menschen?" oder "Was wäre, wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte, um mein eigenes Leben zu ändern?")
In diesem Fall schaue ich nach, ob es bereits ein Setting/Regelwerk gibt, das dieses Thema behandelt. (Im ersten Fall z.B. Transhuman Space, im zweiten Fall Continuum)
Wenn so ein System nicht existiert, denke ich mir ein Setting aus und nehme ein Regelwerk, das dem gewünschten Genre entspricht. (Meistens ein Universalregelwerk.)
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Systeme bzw. Settings auf die ich selber keine Lust habe fliegen ohnehin schon von vornherein raus...bleibt aber meistens noch bißchen was über... ;)
Zunächst Setting, das wäre in letzter Instanz Spielerentscheidung (wobei ich die Auswahl bereits auf eine überschaubare Anzahl eingrenze, da ich auch Böcke haben muss das Ganze dann zu leiten). So ich die Runde nicht kenne (z. B. Con One-Shot), würde ich etwas wählen worunter sich die meisten ohne große Hirnwindungsverknotung was vorstellen können... (evtl. Star Wars, Western/Deadlands, Pulp Adventure).
Das System sollte zum Setting passen und das Spielgefühl unterstützen (etwa kampfschnelle u. heroische Systeme für Hack & Slay).
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Warum hat er Lust?
"Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will."
Bei mir ist es so, dass ich durch irgend etwas zu einem bestimmten Setting, einer bestimmten Stimmung oder einer bestimmten Situation inspiriert werde, die ich im Rollenspiel umsetzen will. Dann schaue ich, ob ich das mit Savage Worlds, Traveller oder FATE umgesetzt kriege, oder ob ich mich nach einem passenderen System umschauen muss.
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Im Grunde beschreibst Du eine Con-Situation, denn dort kann man theoretisch alles anbieten, was man will, und hat bei einem ausreichend großen Con sogar eine realistische Chance auf interessierte Teilnehmer.
Bei den Kriterien würde ich mich einfach fragen: Was wollte ich schon immer mal ausprobieren und hat die geringsten Chancen, in absehbarer Zukunft in meinen normalen Gruppen realisiert zu werden?
Generell bevorzuge ich persönlich Regeln vor Setting, deswegen würde ich zuerst mal schauen, welches Regelweg mir eine Spielweise vorschlagen würde, die ich so nicht hatte (und von der ich trotzdem glaube, sie aus Selbststudium erlernen zu können).
Danach würde ich nach einem Genre/Genremix schauen, das noch innerhalb meines Geschmacks liegt, aber abseits dessen ist, was ich normalerweise spiele. Wenn es dazu bereits entwickelte Settings des Genres gibt, nehme ich mir ein beliebiges. Wenn mich gerade kein Genre oder Genremix besonders interessiert, nehme ich ein Standardfantasysetting nach den Vorbildern von Midgard oder der Alten Welt (oder direkt Midgard bzw. die Alte Welt).
Spannend ist aber für mich, ob die Regeln etwas herausreißen. Kann ich damit etwas tun, was ich in anderen RSPs nicht spielen kann? Gibt es Szenen, die ich so auf diese Art noch nicht ausspielen konnte? Was ändert sich dann am Spielerlebnis?
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Meistens entscheide ich mich für ein Setting/System, wenn es sich in einem kurzen, knackigen "Elevator-Pitch" zusammenfassen lässt.
Artesia: "Was wäre, wenn die hellenische Kultur nie untergegangen wäre, sondern sich stattdessen eine Lehensgesellschaft, ähnlich dem Mittelalter, entwickelt hätte." (oder noch kürzer: "Fäntelalter - done right!" :D ).
Leverage: "Einbrüche und waghalsige Diebstähle ohne stundenlange Planungsorgien und Buchführung"
Slipstream: "Pulp-SciFi im Stile von Flash Gordon"
usw.
Meistens bezieht sich der "Pitch" auf das Setting, in einigen Fällen (etwa bei Cortex+, DC Heroes oder Empire of Dust) ist aber auch das System das, was mich an dem Spiel reizt.
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Ich überlege mir zum einen was ich schon länger nicht mehr gemacht habe. Vorzug gebe ich den Spielen bei denen ich von Spielern Feedback bekomme das sie gefallen daran gefunden haben, bzw. das sie mal wieder Lust drauf hätten oder welche bei denen ich gerade sehr motiviert bin. Wenn ich von einem Spiel begeistert bin und es nicht leiten kann dann fällt zudem meine Begeisterung für andere Sachen in Keller, weshalb ich das einfach auch von Zeit zu Zeit brauche.
Viel wichtiger ist aber ob ich die Regeln halbwegs in Griff bekomme in der Zeit bis zum Spieltermin. Wenn das nicht hinhaut dann mache ich lieber was anderes.
Was mich an einem Spiel motiviert ist unterschiedlich. Bei Technoir waren es die Regeln und ich würde mir wünschen mal eine kleine Kampagne recht regelmäßig damit leiten zu dürfen. Bei Legends of the 5 Rings war es in erster Linie das Setting.
Wobei ich mir angewöhnt habe Sachen zu spielen bei der mir Regeln und/oder Setting gegen den Strich geht, vielleicht mal wegen den Leuten die mitspielen.
EDIT: Ich nutze normalerweise die Regeln die für das Spiel gemacht sind. Die müssten mir schon sehr gegen den Strich gehen das ich mir die Mühe mache, wenn mich das Setting begeistert, da andere Regeln für anzupassen.
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Im Normalfall wähle ich zuerst das Setting und dann das System - es sei denn, ich habe gerade ein System gefunden, das ich unbedingt ausprobieren will, weil es neu ist und mir irgendwas daran total gefallen hat.
Wenn ich gerade in einer Phase bin, wo ich mich gerade mal wieder mit einem meiner eigenen Settings beschäftige und ich damit mehr machen will, dann nehme ich normalerweise das.
Wenn gerade ein Setting rausgekommen ist, das mir total gefällt, dann nehme ich das.
Wenn mich gerade ein Film oder ein Buch total geflasht hat, dann würde ich irgendwas in der Richtung machen wollen.
Das gewählte System ist entweder eins, mit dem ich gut klarkomme, oder eins, das ich ausprobieren will, oder eins, das beim Setting dabei war und das gut klingt.
Ansonsten würde ich, sobald ich ein ungefähres Bild habe, worauf ich Lust habe, die Mitspieler fragen, ob sie das auch spielen wollen und was ihnen für Ideen kommen. Daraus wird dann das Szenario / Abenteuer ausgewählt und abgestimmt. Manchmal mache ich auch Vorschläge, was man tun könnte, wenn das Setting den Spielern noch nicht so vertraut ist.
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Im Normalfall wähle ich zuerst das Setting und dann das System - es sei denn, ich habe gerade ein System gefunden, das ich unbedingt ausprobieren will, weil es neu ist und mir irgendwas daran total gefallen hat.
Genau so.
Nachdem ich zumindest die grobe Kategorie von Systemen gefunden habe, die ich freiwillig und mit Spaß leite, wissen meine Spieler auch meist recht genau, was auf sie zukommt - egal, was ich konkret an Setting und System anbiete.
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PS: Ich bitte darum, Systembashing ("Ich weiß schonmal, dass ich kein DSA spiele, höhöhö"), so verführerisch es sein mag, außen vor zu lassen.
...Das ist schade, weil das für mich eigentlich das einzig wichtige Kriterium ist: Ich kann mit jedem System Spaß haben, solange es keine Elemente enthält, die ich scheiße finde.
Meine Vorgehensweise sieht daher wie folgt aus:
-> Erstelle Liste aus verfügbaren/bekannten Systemen.
-> Streiche alle Systeme, die ich nicht spielen will.
-> Wähle aus den verbliebenen Systemen das, was der Rest der Gruppe am liebsten spielt.
Ansonsten entscheide auch ich hauptsächlich nach Bauchgefühl. Ich mag die Abwechslung.
Andere allgemeine Sachen:
-> System ist mir deutlich wichtiger als Setting. Es gibt nahezu kein Setting, das ich grundsätzlich nicht spielen will (zumindest fällt mir spontan keins ein), aber es gibt einen Haufen Systeme, die ich grundsätzlich nicht spielen will.
-> Für das System ist mir wichtig, dass es ausbalanciert und in sich schlüssig ist. "In sich schlüssig" heißt hier, dass es das erreicht, was es verspricht. Ich bevorzuge zwar Systeme mit einem eher "realistischen" Anstrich, habe aber auch nichts gegen abgedrehteres Zeug, solange ich vorher weiß, worauf ich mich da einlasse. Wenn ich vorher weiß, worauf ich mich da einlasse, habe ich auch nichts gegen Systeme, die das Balancing vernachlässigen... Hier muss dann aber der SL auch entsprechend drauf einsteigen (funktioniert erfahrungsgemäß selten, daher meine Vorliebe für ausbalancierte Systeme).
-> Für ein Setting ist mir wichtig, dass es mir interessante Charakter- oder Plotideen gibt... Ist allerdings wie gesagt kein so wichtiges Kriterium wie das System.
EDIT:
Noch was vergessen:
-> Ein System sollte mir darüber hinaus möglichst wenige Vorschriften bei der Darstellung meines Charakters machen. Regelungen für Furcht beispielsweise finde ich meistens eher dämlich, weil sie mir als Spieler die Entscheidung abnehmen, ob mein Charakter aufgrund der aktuellen Situation vor Angst davonläuft oder eben nicht. Das möchte ich als Spieler entscheiden dürfen... Daher: Wenn sowas wie Angst fix verregelt ist, dann höchstens in Form von Abzügen oder ähnlichem, nicht in Form von "Dein Charakter rennt schreiend weg!".
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Okay, wenns kein Zwischenhappen / One-Shot wird, sondern länger dauern soll:
1) Ich habe Bock auf ein Thema (Palastintrige, Verschwörungstheorie), oder ein Leitmotiv (Macht und Ohnmacht) oder einfach darauf, das zu emulieren, was ich letzt im Kino so doll fand (wobei mir das seit zehn Jahren oder mehr nicht mehr passiert ist). Daraus forme ich ein Kurzexposé für ein Setting, etwa 300 bis 500 Wörter kommen da i.d.R. raus.
2) Ich stells in unserem Forum der Gruppe vor. Wenns keine Standardfantasy ist, lehnen sie's ab.
3) Ich überzeuge die Gruppe. Oft krieg ich doch grünes Licht. Begeisterung ist eben ansteckend.
4) Es beginnt die Konvertierung, d.h. eines unserer Systeme wird an das Setting angepaßt. Haussystem für Fantasy, Renaissance und Artverwandte, SaWo für alles Moderne (ab Schießpulver) ohne Magie mit Actionfokus, im erweiterten Baukasten sitzen noch cTraveller, BRPS, BEAM-D&D und AD&D 2.
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Von der Reihenfolge wähle ich zuerst das Setting und dann ggf. das System.
Das System steht meist aber erst dann zur Disposition, wenn ich gewisse Spielelemente nicht mit den in meinen Runden gängigen Systemen umsetzen kann (oder glaube zu können) oder die Gruppe unbedingt etwas Neues ausprobieren möchte. Meistens ist es aber ein Anreiz, sich nicht von einem System zu einem Spielstil drängen zu lassen, sondern die Grenzen eines Systems auszuweiten oder einzureißen. So ist die dritte Edition Dungeons&Dragons eigentlich ewig das System der Runde gewesen, obwohl schon seit dem Jahr 2002 oder 2003 keine typischen Dungeons mehr gespielt werden, der Gruppe aber für den Fall der Fälle die Kampfregeln ganz gut gefielen und wir die vielen sozialen Dinge immer relativ regellos ausgespielt haben und Würfe und dergleichen als Topping genutzt haben. Nach Jahren kam es dann doch dazu, dass neue Systeme mit wehenden Fahnen Einzug hielten und mit ebenso wehenden Fahnen untergingen bis wir von sehr regelintensiven Systemen zu möglichst modularen Settings kamen, in denen Regeln schneller und auch für meine bescheidenen Fähigkeiten einfacher angepasst werden können. So wechselte die Spielgruppe in die Fate-Richtung im letzten Jahr und es ist das erste Rollenspiel, welches länger als eine handvoll Spielabende im Gruppenkatalog blieb. Allerdings werden manche Systeme als sehr mit dem Setting verknüpft wahrgenommen und die Spielgruppe möchte dann das auch selten trennen. Shadowrun bspw.
Das sind aber seltene Ausnahmen, meist bleibt es doch beim d20-System (vorzugsweise D&D) oder bei Fate.
Zwar denke ich bei jedem neuen Setting über systemische Fragen nach, dennoch bleibt diese Frage bei mir häufig zweitrangig.
Mein Augenmerk liegt auf der Auswahl des Settings. Lange Zeit habe ich meine Themen wie bereits im Thread genannt gewählt, also je nachdem, ob ein Buch oder ein Film auf mich interessant wirkten oder aus einem Grundinteresse an einem Thema, für mich in dem Fall immer unter dem Leitstern, den ich als Geschmack empfand. Zweifelsohne sind Geschmäcker verschieden und man streitet trotzdem darüber. Letztendlich führte das aber dazu, dass ich meine Runden anders gestaltete. Wann immer ich oder ein anderes Mitglied der Gruppe seine Runde nach Geschmack einrichtete und dies den Geschmack der Mitspieler nicht traf, entstanden daraus nicht nur kurzlebige, sondern vor allem sehr anstrengende Runden. Der Grund lag häufig darin, dass der Spielleiter seinen Geschmack verteidigt sehen wollte und so bei zentralen Fragen deutlich uneinsichtiger war in Sachen der Settingfrage oder meinetwegen auch beim Nutzen von NSCs, die der Spielleiter gerne mochte. Das führte immer zu Problemen am Spieltisch. Dementsprechend fing ich an meine Runden antithetisch aufzubauen und die Settings vor allem um zentrale Inhalte zu gliedern, die mir entweder zutiefst zuwider sind oder deren häufige Darstellung in Literatur, Kunst, Politik usw. mir schwer auf die Nerven fällt.
Sobald ich ein solches Thema gefunden habe, versuche ich Stereotypen zu finden, die sich mit diesem Thema verbinden lassen, um den Spielern so ein grobes Gefühl für das Thema bekommen zu lassen und im Laufe des Spiels geht es dann für mich als Spielleiter auch darum, nicht nur Geschichte und Erleben etwas zu koordinieren (obwohl die Spieler dort bei mir sehr viel Einfluss haben), sondern eben auch diese Stereotypen kritisch zu hinterfragen und so gegebenenfalls meinen Ärger über dieses Thema oder diese Topos zu lindern, mir das Thema greifbarer zu machen oder meinen Argwohn gar zu schüren. Genauso halte ich das bei plot- oder storyrelevanten NSCs mit zentraler Bedeutung. Nie nehmen, was man am Besten findet. Das kann man sich für seine eigenen Spielcharaktere aufbewahren.
Dem Ganzen geht aber eine gewisse Informationsgeschichte voraus. Ich spiele viel mit historischen Ereignissen (ich bin Historiker und Archäologe und kann das schwer ad acta legen) und lehne viele meiner Runden, wenn das Thema keine eigene Geschichte aufzwingt, an irgendwelche historischen Ereignisse an (die nie 1 zu 1 nachgespielt werden, das ist auch nicht der Sinn für mich, sondern es geht mir eher um einen Leitfaden für mich, wenn ich mal Improvisationsprobleme habe). Der Beginn wird dabei eng mit den Spieler abgestimmt, auch speziell mit der Aufgabe für die Spieler, was sie in so einem Setting verpackt sehen wollen und welche Fragen sie an ein solches Setting hätten. Das versuche ich mit aufzunehmen und ihre Vorlieben mit meinen speziell ausgesuchten "Ekel"themen zu verbinden.
Dann werden die Spieler darüber unterrichtet, in welche Richtung das Setting gehen wird und erst dann wird geschaut, ob ein gewisses System dafür zu bevorzugen ist, oder ob es mit unseren gängigen Systemen gespielt werden kann.
Bewusst entscheide ich mich gegen meine "Vorlieben", weil sie häufig keine Vorlieben in dem Sinne sind, sondern einfach das Verbauen von spontanen, positiven Eindrücken. Diese finden sich im Spiel auch wieder, bspw. durch ein gutes Buch oder einem interessanten Zeitungsartikel oder oder oder, aber niemals sind sie tragenden Säulen. Viel häufiger wird dies von mir unbequemen Themen eingenommen oder auch von Themen, von denen ich weiß, dass ich mich in sie hineinbeißen muss im Laufe der Zeit. Diese Bekämpfen des mir Unbequemen ist ein sehr zentraler Punkt und ein ganz wichtiger Punkt für meine Spielmotivation, da ich ungern viel Mühe in Setting stecke, welches ich nur ein- oder zwei Spielabende beacker und ich mich gut genug kenne, dass so positive Eindrücke aus Literatur, Film und Kunst nicht so lange anhalten wie jene, die mich aufwühlen, provozieren oder anekeln.
Ich bin in dem Punkt vielleicht also ein Konzeptspielleiter. Einem Konzept der Eigenprovokation. ;)
Damit ich mich nicht überplane und ein Chaoselement dazukommt (Ich mag das Chaos, wie es im grotesken Theater Dürrenmatts zu sein hat ;)), werden nach der Groberstellung des Settings Wörterbücher gezückt und dort durch Zufall Worte bestimmt, welche eine tragende bis wichtige Rolle in dem Setting zu spielen haben. Meist sind das 5-10 Worte, die per Würfelwürfe oder andere Methoden bestimmt werden. Dies sorgt dann noch für Abwechselung und man muss sich meist hinter diese Wörte klemmen, um sie kreativ im Setting zu verpacken. Das gibt dem Ganzen dann für mich noch eine kleine Würze. Die Spieler nehmen an diesem Prozess des Zufalls teil und werden über die Worte informiert und habe dann häufig die Aufgabe zu überwachen, ob die Worte im Spiel verbaut sind.
Viele dieser Konzepte verschwinden aus Zeitgründen in der Schublade oder ich habe sie bis letztes Jahr dann verkürzt und in play-by-post-Rollenspielen verbaut, aber häufig werden diese Konzepte am Spieltisch durch mich als Spielleiter eingeführt. Das ist so ein Erfahrungsding geworden. Wenn der Spielleiter sein Spielthema zu sehr mochte, schlief die Runde bei uns immer schnell ein, weil häufig der SL des Themas müde wurde oder es zu energisch verteidigte wider die Gruppenhoffnungen oder Wünsche. Wenn der Spielleiter sein Thema selbst erkämpfen muss, liefen die Runden länger und am Ende hatten alle mit diesem scheinbaren Kampf ihren Spaß, da die Spieler ja durchaus ihre Vorlieben einsetzen sollen und dürfen. Das wird aber vom Ansatz her von SL zu SL sehr unterschiedlich sein und für viele auch eher ein nicht wünschenswerter Ansatz sein.
Sollte klar sein, dass es nur One-Shots sind, dann erlaube ich mir auch spontane, positive Eindrücke zu verwursten und auch viel in Systemen rumzurprobieren. Für einen Spielabend ist das in Ordnung für mich.
Edit: Und zu guter Letzt stelle ich dann philosophische Fragen ein, die mit dem Setting zusammengehen. Meist Fragen des Existenzialismus.
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2) Ich stells in unserem Forum der Gruppe vor. Wenns keine Standardfantasy ist, lehnen sie's ab.
3) Ich überzeuge die Gruppe. Oft krieg ich doch grünes Licht. Begeisterung ist eben ansteckend.
You are not alone! :d
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Ihr bekommt die Spieler, die ihr euch für eine Runde der ausgewählten Setting-System-Kombination am besten vorstellen könnt.
Durch diesen "Freibrief" läuft es letztlich darauf hinaus dem Anfallsleiden nachzugeben. - Noch nicht einmal Bauchgefühl würde ich sagen, da das für mich einen gewisse Stetigkeit, vielleicht eine schleichende Anbahnung impliziert, sondern die plötzliche Inspiration, wenn der Blick ins Regal (zu Hause, in einem Laden, oder anderswo) an etwas haften bleibt, oder irgendein anderer Eindruck eine spontane Assoziation mit einem existierenden Setting oder Regelwerk auslöst (oder die Idee für einen Eigenbau (Setting und/oder Regeln) anstößt).
Wenn mir dann tatsächlich immer beliebige "passende" Spieler ohne weiteres Zutun in den Schoß fallen würden, wäre die Sache schon an der Stelle abgeschloßen.
mfG
jdw
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Zuerst gucke ich, mit wem ich spiele.
Wenn es eine Gruppe ist, die ihr Lieblingssystem, spezielle Vorlieben etc. hat, stelle ich schon mal meine Ansprüche zurück und mache mich mit der Realität vertraut. Wenn es unerfahrene Spieler sind, mache ich mir sehr deutlich, was sie wollen - wollen sie "einfach mal ausprobieren"? Dann wäre wohl ein simples, kleines System eine Idee wert, oder auch gar kein System bzw. was spontan Hingeworfenes. Wenn sie aber schon direkte Vorstellungen haben und "auch mal rollenspielen" wollen, tendiere ich eher zu etwas Archetypischem (D&D, nWoD). Hängt essentiell davon ab, wie die Erwartungen sind. "Profi-Rollenspiele" (interessanter Begriff - wäre einen Thread wert), die ganz bewusst darauf ausgelegt sind, besser als andere Systeme zu sein, wie etwa Savage Worlds, vermeide ich dabei. Beim Setting nehme ich entweder was ganz Simples, Zugängliches (bspw. Fantasy in der echten Welt, die nWoD oder mein Los Muertos), oder ich nehme was wirklich Abgefahren-Spezielles (etwa Changeling oder die Chroniken der Engel). Ersteres ist nun mal zugänglich, zweiteres kann leichter faszinieren.
Wenn ich tatsächlich mal mit erfahrenen Leuten spiele, haben wir bisher immer geguckt, worauf wir Bock haben und es dann mit der Praxis abgeglichen. Also, dass man eventuell keine Riesenkampagne startet, wenn man sich nur einmal im Jahr sieht, oder dass man nicht unbedingt D&D-Regeln für ein Setting ohne Kämpfe benutzt. Anders ausgedrückt: Mit erfahrenen Leuten geht es nach Bauchgefühl. Warum auch nicht? Dafür haben sie ja ihre Erfahrung. ^^
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Wenn ich die idealen Spieler habe?
Dann würde ich ähnlich wie 1of3 vor allem "was neues" ausprobieren.
Also in kurzer Folge viele Indy usw. Systeme (und dazu passende/gehörende Settings) anspielen.
Wenn wir allerdings von einer langen Kampagne reden?
Je nachdem was ich gerade möchte wahlweise Savage Worlds oder FATE Core. Also erst einmal das System auswählen.
SW wäre hier für eine eher actionlastige Prügelrunde aus Fun und FATE eher für Charakterspiel mit tiefer Story.
Erst danach würde ich mich um ein Setting bemühen. Ich würde mit 90% Sicherheit ein Homebrew spielen und nichts fertiges.
Ich denke was ich machen würde ist ein Setting zu 70% oder so ausarbeiten (wieviel das auch immer gerade ist) und die restlichen 30% am Spielabend von den Spielern festlegen lassen. So ist es immer noch "meine" Welt, aber jeder der Spieler konnte in bißchen nachwürzen so dass es uns allen schmeckt.
Konkret könnte das sowas bedeuten wie:
Wir spielen in einer vorindustriellen Zeit (think 1600) mit hermetischer Magie. Durch eine magische Katastrophe wurde einer der drei Kontinente versetzt und liegt jetzt als Landbrücke zwischen den beiden anderen. Auf allen drei Kontinenten lebt eine eigene humanoide Spezies. Die beiden äußeren Kontinente sind von Völkern bewohnt die einander hassen und jetzt durch die Landbrücke gegenseitig umbringen wollen. Ihr seid aus der Spezies in der Mitte, die von den anderen Kontinten nichtmal was wusste vorher.. Aus irgendeinem Grund müsst oder wollt ihr die beiden anderen Kontinente erforschen.
Und die Spieler sagen dann welche Spezies, wie genau die Kulturen aussehen (am besten nach irdischen Vorbilder nach dem Muster: So wie Engländer nur dass...), was die Katastrophe war, warum sie überhaupt lossziehen (Abenteurer? Diplomaten? Auf der Suche nach dem McGuffin?) usw.
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Stellt euch vor, ihr wollt in zwei Wochen eine Rollenspielrunde organisieren. Ihr wisst noch nicht, wen ihr dazu als Spieler einladet bzw. sollte das vorerst keine Rolle für die Entscheidung spielen. Ihr bekommt die Spieler, die ihr euch für eine Runde der ausgewählten Setting-System-Kombination am besten vorstellen könnt. Nach was für Kriterien sucht ihr euch Setting und System aus? Zuerst Setting, dann System? Anders herum? Spielt ihr eh immer das gleiche?
Definitiv zuerst das Setting. Beim System entweder etwas das ich sehr gut kenne oder etwas das ich noch gar nicht kenne. Aber das Setting steht im Mittelpunkt und die Überlegungen dazu nehmen gut 90% der Zeit ein.
Erst recht bei einem (und das wäre sehr wahrscheinlich) selbstgebautem Setting.
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Hm, ich finde es etwas merkwürdig, dass man erst das Setting sucht und dann nochmal ein passendes System sucht. Sind das Settings, für die es kein System gibt? Wenn es für ein Setting, das ich spielen will, ein System gibt, dann nehme ich das fast immer.
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Hm, ich finde es etwas merkwürdig, dass man erst das Setting sucht und dann nochmal ein passendes System sucht. Sind das Settings, für die es kein System gibt? Wenn es für ein Setting, das ich spielen will, ein System gibt, dann nehme ich das fast immer.
Zum einen: Für viele mögliche Settings (Filme, Serien, Bücher) gibt es kein Rollenspielmaterial.
Zum anderen: Oft genug passt mir das "native" Regelsystem eines Settings nicht, weil mir z.B. Setting-Flair und System-Flair komplett auseinander gehen.
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Hm, ich finde es etwas merkwürdig, dass man erst das Setting sucht und dann nochmal ein passendes System sucht. Sind das Settings, für die es kein System gibt? Wenn es für ein Setting, das ich spielen will, ein System gibt, dann nehme ich das fast immer.
Mhh...ich spiele zu gut der Hälfte der Spiele Settings die ich selbst oder der Spielleiter erdacht habe. Und beim Rest der Settings gibt es oft mehrere verschiedene Systeme oder Editionen die große Unterschiede aufweisen.
Das ich also mal ein Setting spiele zu dem es genau ein System gibt das genau auf dieses Setting zugeschnitten worden ist ist selten.
Hinzu kommt dass mir die Zeit um das System zu suchen eher nebensächlich ist, sprich es auch vorkommen kann das ein Setting ist welches zwar ein System hat, ich aber dann dennoch lieber mit einem System spiele das ich gut kenne.
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Warum hat er Lust?
Aus komplexen, psychosozialen individuellen Ursachen heraus, die mir egal sind. Ob ich jetzt ein Rollenspiel spielen will oder ein Brettspiel, ob ich ins Kino gehen will oder Eis essen, dann frage ich alle möglichen Leute, ob sie Lust haben, mitzumachen und dann sagen manche ja oder nein. Ist mir egal, ob die dabei sind, weil sie Heißhunger auf Eis haben oder die nette Gesellschaft suchen.
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Hm, ich finde es etwas merkwürdig, dass man erst das Setting sucht und dann nochmal ein passendes System sucht. Sind das Settings, für die es kein System gibt?
Nein, aber Settings, deren Default-Regeln ich nicht mag... ;)
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Stellt euch vor, ihr wollt in zwei Wochen eine Rollenspielrunde organisieren. (...) Nach was für Kriterien sucht ihr euch Setting und System aus?
Für Cons nehme ich Traveller, meine laufende Kampagne ist D&D, für One-Shots zu Hause nach Bauchgefühl Cthulhu (BRP), Labyrinth Lord oder Star Wars d6.
Das Kriterium ist dabei, ob ich die Regeln für geeignet halte und worauf ich Bock hab bzw. welche Ideen mir gerade kommen.
Für den sechsjährigen Neffen war LL sehr geeignet, mit dem SW-verrückten anderen Neffen gabs wenig zu wählen und zu einem Sylvester hatte ich Lust auf was Gruseliges.
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Gewöhnlich habe ich was Neues entworfen, und will das auch spielen (und leiten).
Oder aber ich habe ein Setting entdeckt, dass mich genug fasziniert, um es leiten oder spielen zu wollen.
Dann will ich aber lieber spielen, möglichst beim Erschaffer der Welt, und nicht leiten.
Hier interessieren mich Ideen die auch wirklich durchgezogen werden, was ich meist bei selbstentwickelten Settings finde, die nicht für den Markt gemacht wurden, sondern bei denen jemand eine Idee hatte und umgesetzt hat.
Auf jeden Fall steht für mich das Setting im Fordergrund
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Ok, schwierige Frage, weil ich vermutlich in ein Wespennest aus persönlicher Vorliebe, Stellt euch vor, ihr wollt in zwei Wochen eine Rollenspielrunde organisieren. Ihr wisst noch nicht, wen ihr dazu als Spieler einladet bzw. sollte das vorerst keine Rolle für die Entscheidung spielen. Ihr bekommt die Spieler, die ihr euch für eine Runde der ausgewählten Setting-System-Kombination am besten vorstellen könnt.
[Utopiemodus] Das waere dann DSA, am ehesten in einem DSA1 / DSA2 Regelmix. [/Utopiemodus] Grund? Das kenne ich, damit bin ich aufgewachsen. Meine Faehigkeit, neue Systeme und / oder Settings zu lernen, ist mit den Jahren sehr zurueckgegangen, daher spiele ich mir Unbekanntes nur mit jemandem, der es besser kennt und mich gegebenenfalls an der Hand fuehren kann.
Grundsaetzlich mag ich Systeme, die einen Spielleiter vorsehen, mit einer klaren trennung von Spieler und Spielleiter. Will heissen: Der Spieler spielt seinen Charakter, der Spielleiter den Rest der Welt. Player Empowerment ist nicht so mein Ding. Ebenso mag ich Systeme, die mir ein klares Geruest fuer meinen Charakter vorgeben. Sowas wie FATE, wo man den Char durch frei waehlbare Aspekte definiert, sind mein Ding nicht. Sprich: Eher klassisch.
Ich mag High-Fantasy-Settings und klassisches EDO. Je magielastiger, desto besser. Ich habe keine Schwierigkeiten mit nicht hartem Science-Fiction. Horror und Aehnliches mag ich gar nicht.
Ich hoffe, ich habe den Eingangspost zur Zufriedenheit des Erstellers beantwortet.
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Zur Eingangsfrage...
Prinzipiell hab ich einen gewissen Fundus an Settings mit tauglichen Systemen, die für mich in Frage kommen.
Entscheidend ist für mich das Setting. Das System muss nur hinreichend tauglich sein.
(Es gibt natürlich auch eine Menge Systeme, die ich für mich (subjektiv) als nicht tauglich bewertet habe)
Wenn ich dann etwas spielen möchte, lasse ich mich meistens von außen inspirieren.
Zuletzt habe ich Cyberpunk geleitet aus der Konsequenz, dass ich es auf dem Wintertreffen selbst spielen durfte. Gleiches passierte auch mit Engel.
Ansonsten können Inspirationen aus Filmen, Büchern, Hörbüchern oder guten Gesprächen kommen oder einfach weil mir ein Regelwerk mal wieder aus dem Regal in die Hand gerutscht ist und ich zu lesen begonnen habe.
In letzter Zeit kommt auch die Anekdote als Quelle hinzu durch "weißt Du noch, die Sitzung wo wir..." Erwähnungen.
Und zu guter Letzt hab ich auch hin und wieder die Nase voll von dem aktuellen Genre und greife ganz bewusst zu etwas Gegebsätzlichem, was dann natürlich sofort viel interessanter erscheint...
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Ok, insgesamt kommt hier natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte - ich bin auch nicht wirklich davon ausgegangen, dass wirklich harte Kriterien kommen. Man spielt, worauf man Lust hat bzw. wovon man seine Gruppe überzeugen kann. Das ist also letzendlich doch genau die wilde Mischung aus Sozialisation und Bauchgefühl, die zu benennen ich erst vermeiden wollte.
Ich habe übrigens gefragt, weil ich 1) hoffte, Tendenzen zu entdecken, die ich wiederum nutzen kann, um Leute von dem zu begeistern, was *ich* spielen möchte und 2) weil ich selbst oft eher unschlüssig bin, was genau zu spielen ist und vor einem Berg von Ideen sitze und nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll.
Nichtsdestotrotz waren natürlich viele interessante Ansätze dabei. :)
Eventuell muss ich mit meiner Frage doch etwas zeitiger ansetzen, denn es scheint, die meisten Rollenspieler haben i.d.R. einen (eher begrenzten) Fundus an Systemen (mehr oder weniger jeweils eins für ein bestimmtes Spielgefühl/ für einen groben Spielstil, der sich von dem, was die anderen Systeme im Fundus bieten deutlich unterscheidet) aus denen sie auswählen und mit deren Hilfe sie die gewünschten Settings (ich erkenne die Tendenz, bei der Planung vom Setting als Grundlage auszugehen) umsetzen. Mich würde ja interessieren, wie man als Systemautor in diesen kleinen Fundus hereinkommt ;-)
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Mich würde ja interessieren, wie man als Systemautor in diesen kleinen Fundus hereinkommt ;-)
Ohne dich jetzt direkt persönlich anzusprechen, sondern eher im Allgemeinen:
1) Den aktuellen Fundus nicht kleinreden/als schlecht darstellen/verurteilen.
2) Das eigene System nicht als das non-plus-Ultra verkaufen, denn das ist es höchst wahrscheinlich nicht.
3) Sachlich die Vorzüge des Systems darstellen und ein lesbares und verständliches Lite-/Einstiegsregelwerk zum freien Download anbieten, so dass man es mal antesten kann.
Das wären meine 2 Cent dazu. :-)
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Meine 2 Cents würden eher in Richtung Community-Arbeit und/oder Vermarktung gehen. Ich behaupte mal, die wirklich verbreiteten System waren entweder kommerziell erfolgreich oder aber sie haben eine beinah fanatische Fan-Front. ;)
Die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment sollte man aber auch nicht unterschätzen, sei es jetzt d20, Pathfinder oder Fate.
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Oh, ich ging jetzt eher von Hobby-Bestrebungen aus - ich wusste nicht, dass Dolge das beruflich oder zumindest professionell macht.
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Das muss nicht auf mich als Person gemünzt sein, das kann genausogut professionelle Anbieter angehen.
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Dann führe ich mal Savage Worlds an, das hat es in meinen Fundus geschafft und zwar NICHT wegen der Fan-Gemeinde oder der Community, sondern wegen der Probefahrtregeln.
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Ja, aber ohne die Fan-Front hättest du vielleicht gar keine deutsche Version oder Probefahrt bekommen. ;)
(So war das auch gemeint.)
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Ah, ja, da magst du recht haben. ;D
EDIT: Aber das ist ja wie mit der Henne und dem Ei... Wie komme ich in den Fundus? Mit der Fan-Front. Wie komme ich an die Fan-Front? In dem du in den Fundus kommst. Hm. ~;D
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Ich habe übrigens gefragt, weil ich 1) hoffte, Tendenzen zu entdecken, die ich wiederum nutzen kann, um Leute von dem zu begeistern, was *ich* spielen möchte und 2) weil ich selbst oft eher unschlüssig bin, was genau zu spielen ist und vor einem Berg von Ideen sitze und nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll.
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Mich würde ja interessieren, wie man als Systemautor in diesen kleinen Fundus hereinkommt ;-)
Das sind jetzt aber gleich drei Wünsche (und keinen davon hast du so im Ursprungsposting geäußert) ;)
Zur 1. Frage (wie bekehre ich meine Gruppe) vielleicht ein Trick, der bei mir geklappt hat - ob er dir nützt oder nicht kommt dann ganz auf deine Umstände an. Ich hatte mit meiner RS-Gruppe vor einigen Monaten ein großes Besprechungstreffen, habe ihnen ein Dutzend verschiedene, total coole Sachen vorgestellt, nur um mich am Ende mit "och nö, lieber einmal Fantasy wie immer" abfertigen zu lassen. So klappt es also nicht.
Was hat dann geklappt? Ich habe mir in den kommenden Wochen angeschaut, wie die Gruppe spielt und was zu ihr passen könnte und was zugleich mir Spaß machen würde (in dem Fall: Hollow Earth Expedition). Schließlich fand ich, es sei an der Zeit, einen neuen Anlauf zum Bekehren zu machen. Diesmal habe ich auf Youtube einen Fan-Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=Uoax8B0JCts) gefunden (aus Spielfilmen zusammengeschnippelt). Und den habe ich ihnen dann mal in der Pizzapause vorgespielt - mit großem Bildschirm und voll aufgedrehten Lautsprechern. Anschließend habe ich noch ein paar sachliche Argumente nachgeschoben, aber die hätte ich mir eigentlich schon schenken können - sie hatten den Köder längst geschluckt, und zwar hook, line and sinker...
Die Lektion hier ist vermutlich, dass Bilder manchmal mehr bewirken als 1000 Worte. Wenn man denn gute Bilder finden kann.
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Das sind jetzt aber gleich drei Wünsche (und keinen davon hast du so im Ursprungsposting geäußert) ;)
Mit Absicht - weil ich mir eigentlich andere/ allgemeinere Aussagen erhofft hatte als ich sie bekomme, wenn man diese Fragen/Wünsche direkt beantwortet ;-)
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Also ich spiele/leite in letzter Zeit eigentlich nurnoch FATE und Savage Worlds (einfach weil mir der Nerv und die Zeit fehlt mich ständig in neue Systeme einzuarbeiten). Je nachdem worauf das Setting mehr den Fokus legt wird dann FATE oder SW verwendet.
An Settings bevorzuge ich jene, die Abwechslung und vor Allem Platz für bunte Charaktere bieten. Zur Zeit bin ich etwas auf einem Steampunk & Pulp (oder Steampulp!? ;D ) Trip.
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Bei uns läuft das ganze meistens nach dem Schema ab, dass wirklich das gespielt wird, was angeboten wird, ohne groß zu diskutieren.
Da der allergrößte Teil unserer Runde nicht leiten will, sind wir zu diesem stillen Konsens gekommen. Beispielsweise habe ich gesagt,
ich möchte die Lamea-Kampagne leiten. Damit ist dann festgelegt, das wir DSA 4.1 spielen, mit Aventurischen Helden, die Myranor erforschen, zack bumms aus. :d
Bei Shadowrun lief es ähnlich. Ein Kollege meinte er wolle Shadowrun leiten und das war okay so. Er hat sich dann für SR4A entschieden, und dafür das die Runner anfangs lediglich
nur mit dem GRW erstellt werden. Die einzige Entscheidung die wir in ca. 5 sec einstimmig in der Gruppe getroffen haben war der Shadowrunner-Hotspot: Seattle, UCAS oder Rhein-Ruhr-Plex, ADL. Die Wahl fiel diesesmal ganz klassisch auf Seattle. :d
Klingl vielleicht alles komisich oder gegängelt, aber ist bei uns ganz normal und führt auch zu keinerlei Unzufriedenheiten (vermutlich weil alle insgeheim froh sind um den SL-Posten drumrumzukommen ;D)
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Da alle meine Spieler auf die ich "Zugriff" habe lesefaul sind und (genau wie ich) einen Haufen anderer Hobbys neben dem RPG haben, läuft es meistens auf Settings/Systeme heraus die jeder kennt. Großgeworden sind wir nunmal mit DSA/Shadowrun, d.h. diese beiden könnte ich zu jeder Zeit anbieten.
Da wir seit 3 Jahren SW und etwas kürzer Fate spielen ist das System normalerweise auch schnell gefunden. Wenig Vorbereitungszeit für Spieler/SL, jeder weiß wie die Grundmechanismen funktionieren --> ein flüssiges und intensives Spielerlebnis ist vorprogrammiert.
Sollte es mich mal wieder gepackt haben was neues ausprobieren zu wollen (wie zur Zeit z.b. Wh40k Black Crusade), dann schick ich halt kurz ne Mail über den Verteiler, frag nachwer Bock hat und ab 2 Spielern biete ich es halt mal 1-2 Abende lang an. Wenn es dann wirklich gut ist (vor allen Dingen im mechanischen Bereich, Settings können konvertiert werden), dann wird es auch den Weg in unsere reguläre Runde finden, die lesefaulen Leute nehmen die Regeln dann halt durch Osmose am Tisch auf :D.
Schwieriger als das Ausprobieren eines neuen Systems/Settings ist bei uns aber eher die Terminfindung ... Solange ich den SL-Job macht hat eigentlich fast jeder Interesse an was Neuem (wohl weil man sich an den Tisch setzen kann und die Arbeit nicht bei einem selber liegt^^) wenn halt auch Zeit dafür ist...
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Ich versuche mal, sowas wie Kriterien fuer meine Setting-Vorlieben zu formulieren: Weit genug weg von unserer Realitaet, um mich zu interessieren, aber zugleich nahe genug dran, um es mir noch vorstellen zu koennen. Grenzen fuer "zu nahe an Realitaet": CyberPunk2020, magiearmes Harnmaster. "Zu weit weg" habe ich noch nicht erlebt, vom Durchlesen der Diaries hier scheint Itras By das aber zu schaffen. Eberron, Planescape, Spelljammer (vielleicht, das kenne ich nur von einer Con-Runde) und Synnibarr sind so in etwa mein "Sweet Spot".
Was Regeln angeht, habe ich bisher keine Kriterien, weil ich schlicht zu wenige davon kenne.
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Unter der Annahme, dass ich die Leute nicht kenne und akut Leiten anbieten will, gehe ich auf Nummer sicher und wähle das System, mit welchem ich aus Erfahrung am Besten zurecht komme.
Wird es ein Einzelabend könnte auch etwas einfacheres und altes werden.
Das Setting ist auf jeden Fall hausgemacht.
Sind experimentelle Oneshots und ganz wichtig entsprechende Zielgruppenbereitschaft abzusehen, könnte das alles sein, was mal in die Hände fällt.
Davon ganz unabhängig wäre die Frage, ob ich mir ein neues System holen und ggf mich darin einlesen würde, um es dann mal zu testen. Ist das vielleicht eher die eigentliche Frage?
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Ich habe übrigens gefragt, weil ich 1) hoffte, Tendenzen zu entdecken, die ich wiederum nutzen kann, um Leute von dem zu begeistern, was *ich* spielen möchte und 2) weil ich selbst oft eher unschlüssig bin, was genau zu spielen ist und vor einem Berg von Ideen sitze und nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll.
Zu 1.: Wenn Deine Spieler Dich für einen guten SL halten, kommen die dann nicht sowieso? Meiner Erfahrung nach steht und fällt es mit dem SL. Wenn Du den Leuten sagst, dass Du eine abgefahrene Idee für einen Rosamunde Pilcher Oneshot hast und die genau wissen, dass Deine Runden rocken, dann sehe ich so gar kein Problem.
Zu 2.: Genau das! Man muss sich ja nur ein paar Filme, Bücher und Settingbände angucken und schon will man in alle Richtungen gleichzeitig. Und zwar mit dem ganz großen Ding, Geländekarten, Feldzügen, Planetenbesiedelung, Generationenspiel etc ... aber am Ende muss man dann doch einfach nur mal spielen. Und dann passiert eben, was passiert. ;)
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Da eine unserer Runden vorläufig auf Eis liegt (weil der SL nicht mehr so viel Zeit hat), habe ich mich bereit erklärt stattdessen eine Runde anzubieten und habe das einfach folgender maßen gemacht:
Meine Bedinungen:
- Regelsystem ist Fate (Freefate oder Malmsturm, weil wir darauf Zugriff haben ohne neue Bücher kaufen zu müssen)
- Keine Fantasyrunde, weil das haben wir schon 2 mal^^
- ansonsten: freie Settingwahl - sucht euch was aus
Dann hat es nicht lange gedauert, bis man fast einstimmig beschloss es sollte Shadowrun werden. Da einer sich das aber partout nicht mit Fate vorstellen konnte ging es zurück an den Diskussionstisch (äh in die Skypekonfi :D ) und dann beschloss man es solle so eine Art Shadowrun in Space werden, also ein Sci-Fi Setting. Als Grundlage wurde dann eine Eigenkreation an Setting gewählt und dann haben wir uns zusammen gesetzt und das zusammen näher ausgearbeitet und definiert.
Es hieß dann: wir hätten gerne düster, dreckig, gritty
Dementsprechend habe ich dann Vorschläge für(s) Setting(regeln) gemacht, die wir auch gemeinsam durchgesprochen haben.
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Ich wähle zuerst ein Setting aus, das mich reizt (ich habe derzeit nicht weniger als drei selbstgebastelte Settings auf der Pfanne, eins davon schon fast spielbereit), und verwende Regeln, die dazu passen und mir liegen (in der Praxis läuft das auf GURPS Lite mit ein paar Hausregeln hinaus).
Dann muss ich nur noch die passenden Spieler finden - und das ist das größte Problem ;)