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Pen & Paper - Spielsysteme => Systemübergreifende Themen => Thema gestartet von: Xemides am 24.05.2013 | 17:15
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Wir nähern und sowohl bei der G7-Kampagne und dem Jahr des Feuers den epischen Enden der Kampagnen.
Ich möchte nun nicht über die Qualität und Ausgestaltung der Kampagnen reden, sicherlich gibt es ähnliche, vielleicht sogar bessere auch bei anderen Fantasysystemen (Earthdawns VOrboten des Krieges etwa).
Aber wie sieht es außerhalb der Fantasy aus ? Sind solche epischen Geschichten da auch denkbar, oder paßt das da nicht ? Gibt es gar welche, die ich nur nicht kenne ?
CoC mit der Nyarlathotep fiele mir ein. Aber kann man sich sowas bei Traveller vorstellen ?
Belehrt mich eines besseren, das sowas nicht nur bei Fantasy funktioniert !
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Traveller/Star Wars/Robotech, hallo?! ;D
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Star Wars, okay.
Traveller kenne ich kaum, und nur aus den Fanpro-Tagen, Robotech gar nicht.
Genau deshalb frage ich ja,ob man da auch sowas plant.
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Ich weiß jetzt nicht worauf du hinaus willst. Willst du konkrete Abenteuer, Szenarios? oder lieber Ideen, wie sowas aussehen könnte?
Bei Sci-Fi ist das ja recht simpel, eine Spezies die das Planetensystem/Galaxie/Universum langsam überrollt und an sie anpasst (Borg bei Star Trek z.B., Magog bei Andromeda, Tyraniden bei WH40k, usw.)
In Erdsettings (so ab 1800) bieten sich die verschiedensten Agentenszenarios mit Weltvernichtungsmaschienen, Welterobern, Diktatoren, usw. an (hier wird verfügbare Technik eben gesteigert)
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Bei der cWoD gabs sowas,... auch wenn es weniger Weltrettung als "Alles in die Binsen" war.
James Bond macht es doch auch immer mal wieder [die Welt retten]
Nu und wie hieß es bei Buffy? "She saved the world,... alot" Oder so?
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Ich glaube, dem Threadtitel fehlt ein "?". :)
Ich denke nicht, das sich epische Geschichten nur auf Fantasy beschränken müssen. Meist lassen sich doch Weltrettungsplots in irgendeiner Weise auch auf andere Welten/Genres übertragen.
Beispiel Invasoren: Das funktioniert nicht nur bei Fantasy. Ob die Invasoren jetzt Borbaradianer, Monster, Aliens oder sonstwie geartete Kreaturen der Dunkelheit sind.
Alieninvasionen z.B. kann man recht gut für Gegenwart oder SciFi hernehmen. Oder nimm (mMn recht aktuell) eine eventuelle Bedrohung durch Zombies.
Mit den o.g. kann man denke ich schon recht gut versuchen, eine Weltrettungsgeschichte zu erzählen, auch ohne zu sehr in die Postapokalyptik abzurutschen.
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Nicht zu vergessen G.I. Joe: G.I. Joe is the code-name for America's daring, highly-trained special mission force. Its purpose: to defend human freedom against Cobra, a ruthless terrorist organization determined to rule the world!
Würde man die Cartoonfolgen, Comicausgaben, Kinofilme und Computerspiele auflisten, bei denen _nicht_ das Schicksal der Welt (oder zumindest der USA) auf dem Spiel steht, wäre man sehr schnell fertig.
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Gerade Cthulhu und weite Teile der WoD (alt wie neu) bieten sich für solche Geschichten durchaus an:
Meist gehört man dort ja zu einer eher kleinen Gruppe von "Eingeweihten" oder "Auserwählten", die sich gegen eine Bedrohung stemmen, von der die wenigsten auf der Welt überhaupt etwas ahnen.
Als Sterblicher gegen die Cthuloiden Götter und Kreaturen, Vampire, Werwölfe, Dämonen.
Als Vampir gegen das Erwachen der Vorsintflutlichen Urahnen.
Als Werwolf gegen die Bedrohungen der (oder auch aus der) Geisterwelt oder die Ränke des Wyrm.
Wenn man da den Rahmen jeweils etwas epischer anlegt, steht eben nicht nur das Schicksal der lokalen Heimatstadt oder Gemeinde auf dem Spiel, sondern (vll. auch nur indirekt) das der ganzen Welt/Menschheit.
Da geht eigentlich fast alles, wenn man es will.
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Fragezeichen hinzugefüht :D
Konkrete Beispiel sind sicher auch nett, aber das war mehr ein Gefühl, das solche Geschichten eher zur Fantasy passen und nicht zu tachnischen-sachlichen SF zum Beispiel.
Aber ja, ihr habt ja schon Beispiele genannt. Teilweise immer noch bodenständiger, aber trotzdem ähnlich episch.
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Die Mass Effect Computerspielserie zeigt deutlich, dass Weltenrettung nicht nur für Fantasy da ist. Bei ME steht nicht nur das Schicksal einer Welt auf fem Spiel, sobdern das Schicksal (fast) der ganzen Galaxis auf dem Spiel. Retten tut im Endeffekt ein einziger, einfacher Soldat. Geht es epischer?
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Naja, bei Traveller gibt es natürlich Abenteuer, in denen Du eine Welt retten kannst. >;D (Klassisches Beispiel: Horde.)
Aber soweit ich weiß keine, bei denen Du den ganzen bekannten Weltraum oder auch nur einen der größeren interstellaren Staaten rettest. Das ist auch schwer, weil das klassische Traveller-Universum a) riesengroß ist, b) nicht durch universumserschütternde Magie beeinflusst werden kann, die bei vergleichbaren Fantasy-Geschichten immer eine große Rolle spielt.
Wobei es settingerschütternde Ereignisse auch bei Traveller gibt, und in der Theorie nichts dagegen spricht, diese durch SC herbeiführen oder verhindern zu lassen. Ich hatte bei einer frühen, leider durch Wegzüge etc. eingeschlafenen Kampagne langfristig geplant, die SC irgendwann in die MegaTraveller-Zeitlinie vorstoßen zu lassen und ihnen auch Gelegenheit zu geben, die "Rebellion" und den Bürgerkrieg im Imperium zu verhindern, das in dieser Zeitlinie kanonisch ist.
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Gehen wir mal durch.
Damit die man die Welt retten kann muss sie erstmal untergehen.
Damit scheidet alles was einfach nur historisch ist aus. Denn selbst wenn man die Geschichte nicht nachspielt, war die Welt nie wirklich in Gefahr. Zumindest in keiner an der die Menschheit etwas hätte drehen können.
Vielleicht könnte man das ganze nicht so wörtlich nehmen und die "Barbaren" davon abhalten Rom zu besiegen oder die Pest ausrotten oder so.. klingt aber alles weniger nach etwas das eine Spielergruppe erreichen kann.
Also historisch: Eher nein.
Gehen wir in die Gegenwart ohne Magie. Was könnte heute passieren? Da wären durchaus Storys denkbar. Man denke an Armageddon oder Deep Impact. Man packe unsere Helden auf ein Raumschiff, lasse sie unterwegs Abenteuer erleben usw. und dann einen Asteroiden schrotten. Fertig Welt gerettet. Oder man macht es wie James Bond und hindert einen Bösewicht oder Terroristen daran seinen neuen Supervirus rauszulassen. Wir kratzen hier zwar schon merkbar an der Realität, aber das ist alles noch möglich alles kein Fantasy in dem Sinn. Von mir aus Pulp.
Also mundane Gegenwart: Sollte klappen!
Gehen wir in eine mundane Zukunft. Also erstmal klappt hier natürlich alles was schon in der Gegenwart erlaubt war. Was noch mehr? Gesteigerte Technik lässt auch mehr Gefahren zu. Die Naniten sind außer Kontrolle und der grey Goo (http://en.wikipedia.org/wiki/Grey_goo) droht alles zu schlucken. Kein Problem! Unsere Feinde, die sich das Zeug erst ausgedacht haben, haben auch einen Comoutervirus für die Naniten. Da müssen wir uns nur hin kämpfen. Allgemein sind das vergleichbare Storys wie eben in der Gegenwart nur eben mit dem Technikcounter hochgedreht bis zum geht nicht mehr.
Zukunft: Check!
Gehen wir in eine mundane Endzeit. Unserer Barbaren leben zwischen den Ruinen der Technik. Roboter und Laserwaffen neben Pferden und Keulen. Was auch immer alles hat kaputt gehen lassen könnte immer noch teilweise da sein und die Welt erneut bedrohen. Sicher, die Sachen die jetzt so bedrohlich sind kommen genau wie die Lösungen aus der Zeit davor und damit haben wir am Ende doch wieder die Plots aus der Zukunft nur eben mit einem anderen Flair, aber im Grunde sind alle Weltrettungsplots gleich. (Geh dahin, finde den McGuffin/besiege den Gegner)
Endzeit: Geht sehr gut!
So.. was bleibt?
Achja. Magie.
Wenn ich der Vergangenheit Magie geben sind wir im Fantasy, oder Steampunk oder ... oder ... Bereich. Wenn ich sie der Gegenwart gebe sind wir in der urban Fantasy oder Superhelden und in der Zukunft kommt Science Fantasy oder sowas wie Shadowrun raus. Magie für sich allein kann auch sehr krasse Settings hervorrufen (New Weird beispielsweise) oder zusammen mit einem andern Genre (oft Horror) daherkommen.
Was bleibt ist aber eins: Es gibt Wesen, die Magie beherrschen. Magie ist in irgendeiner Form mächtig, umfassend oder gefährlich (sonst wäre sie für das Setting nicht so relevant). Diese Wesen haben also mehr Potential die Welt zu zerstören als wir es im selben Setting ohne Magie vorfinden würden. Gleichzeitig brauchen sie dafür wahrscheinlich eben nicht 1000 Wissenschaftler oder Glück, sondern können das irgendwie mit relativ wenig Hilfe aus sich heraus.
Auf der anderen Seite sind die Lösungen um eben genau das Weltende zu verhindern auch persönlicher. Wenn nur ein paar Leute dahinter stecken können auch ein paar (notfalls ebenso mächtige) Spielercharaktere das verhindern. Ideal für Weltrettungsplots.
Also ?+Magie: Auf jedenfall und noch leichter als sonst.
Schlussendlich sind Weltrettungsplots immer persönlich. Desto mehr Macht du einzelnen Personen auf beiden Seiten des Konfliktes in die Hand geben kannst (sei es in Form eines Raumschiffes oder eben eines dunklen Rituals), desto leichter der Plot.
Fantasy im eigentlichen Sinne braucht man dafür aber nicht.
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Theoretisch wäre Eclipse Phase ein beispiel - die Menschheit befindet sich dermaßen knapp an der grenze zum Exitus das es eine Verschwörung gibt um Auslöschungsereignisse im Keim zu ersticken...
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Lensman
nuff said
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Lensman
nuff said
Nö, auch als SF-Leser habe ich die nie gelesen.
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Nix verpaßt. Auch die Skylark ist... öh... naja, ebenso der Weltraumzirkus D'alambert. Fand ich alles cool, als ich zehn war, die alten, schwarzen Heyne-Ausgaben.
@OP
Vorausgesetzt, du beharrst nicht auf zeitgenössischem oder historischem Realismus, läßt sich jedes Genre mit jedem Topos in jede Epoche und in jedes Setting transformieren. Mal mit weniger Arbeit, mal mit mehr, aber es geht. Und das gilt dann auch für Epen.
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Engel - ...
Gib mir ne Stunde, im Regal zu stöbern, Dann find ich bestimmt noch mehr.
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Kubakrise - rettung vor dem Atomkrieg.
Gerade im kalten Krieg kann man mit Weltuntergangsszenarios arbeiten.
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Btw. Perry Rhodan macht seit über 50 Jahren nichts Anderes als die Welt immer wieder auf epische Weise zu retten.
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also wir haben in unserem eigenen Setting a la WoD auch schon ganz episch die Welt gerettet und zwar 2012 vor der Apokalypse.
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Nö, auch als SF-Leser habe ich die nie gelesen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Lensman_series
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Bei Shadowrun hab ich folgende Beobachtungen machen können:
Hinsichtlich der Romane und der RPGbespielten Zockrealität tun sich gewisse ästhetische Dissonanzen auf.
Die Bücher handeln fast immer vom Weltenretten, am Spieltisch scheinen die meisten Kampagnen eher Richtung Reichtum anhäufen zu tendieren.
D.h. das Potential für WR-Plots scheint vorhanden, grösstenteils (meine Beobachtungen) aber ungenutzt.
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Auch da gibt es mit "Harlekins Rückkehr" zumindest ein Weltrettungs Abenteuer (ich glaub jedenfalls das es eins war, meine Runde hat es entnervt auf der Hälfte Angebrochen).