[..] Die Frage ist, warum nicht? Meiner persönlichen Wahrnehmung nach, hat die Szene eine gewisse Mitschuld daran. Einerseits liegt diese in der persönlichen Empfindung (RPG soll nichts mit dem Kultur-/Kunstbereich zutun haben) und andererseits auch in Meinungsströmungen die das offensichtlich für begrüßenswert halten (Autoren sollen gefälligst nichts verdienen, höchstens die Zeichner). In Deutschland scheint das Autoren eher abzuschrecken. Beispiel: Ob er als Autor etwas taugt kann ich nicht beurteilen, aber warum ist David Grasshoff nicht mehr im Rollenspielbereich aktiv? Ratten und andere Projekte liefen gut. Ohne seine genauen Gründe zu kennen stelle ich mal die Vermutung in den Raum, dass er keine gute Aussicht auf Verdienst im RPG-Bereich hatte. Anders ist es in der Belletristik. RPG ist (sollte :( ) nicht als Kunstform zu betreiben (sein), Belletristik schon.
Das Autoren im Rollespielbereich doch sehr gut verdienen können, scheint Kickstarter zu beweisen. Monte Cooks Numenera hat eine halbe Million plus aus dem Nichts generiert (Kosten für Stretchgoals abgesehen). Cook ist ein bekannter RPG-Autor, aber ich glaube nicht, dass er hierzulande diesen Erfolg erzielt hätte. Schade eigentlich. Ist die englischsprachige Szene nicht nur größer sondern auch gefälliger?
Man sollte auch immer im Kopf behalten, dass der Markt für deutschsprachige Produkte einfach viel, viel kleiner ist als der für englischsprachige. Das ist sicher nicht der einzige Grund, aber schon ein gewichtiger. Sieht man übrigens auch in der Belletristik, wo die allerwenigsten Autoren auch nur ansatzweise von ihren Honoraren leben können - und das gilt auch für die, die bei großen Verlagen wie Heyne oder Piper sind.
Ja, aber warum ist das so? Warum lesen wir denn auch lieber englischsprachige Fantasy als deutsche? Oder andersrum, warum können auch die Autoren nicht von ihrer Arbeit leben? Ich bin mir sicher, die Leserschaft wäre da, wenn ich mir angucke, wieviele amerikanische Twilight-Epigonen auf den Markt geworfen wurden, da müsste doch auch das Geld für deutsche Schriftsteller drin sein.
Ob er als Autor etwas taugt kann ich nicht beurteilen, aber warum ist David Grasshoff nicht mehr im Rollenspielbereich aktiv? Ratten und andere Projekte liefen gut. Ohne seine genauen Gründe zu kennen stelle ich mal die Vermutung in den Raum, dass er keine gute Aussicht auf Verdienst im RPG-Bereich hatte.Ganz genaues weiss ich natürlich nicht, da ich ihn seit Jahren nicht mehr gesehen habe, aber als ich noch mit ihm zusammengespielt habe, war mein Eindruck, dass "Schreiben" sowieso eher seine Passion war.
Ja, aber warum ist das so? Warum lesen wir denn auch lieber englischsprachige Fantasy als deutsche? Oder andersrum, warum können auch die Autoren nicht von ihrer Arbeit leben? Ich bin mir sicher, die Leserschaft wäre da, wenn ich mir angucke, wieviele amerikanische Twilight-Epigonen auf den Markt geworfen wurden, da müsste doch auch das Geld für deutsche Schriftsteller drin sein.
@Slayn: Das ist mir schon klar, dass amerikanische Autoren nicht den deutschen Markt im Hinterkopf haben. Ich dachte jetzt auch eher an deutschsprachige Autoren für den deutschsprachigen Markt. Vielleicht mit der Option, das die Bücher übersetzt werden und im angelsächsischen Sprachraum dann auch ankommen. Ich weiss jetzt nicht, wie gut sich "Die Zwerge" von Markus Heitz verkauft hat auf englisch, aber es ist übersetzt worden. Immerhin.
(http://www.smileyvault.com/albums/userpics/10172/smiley-face-popcorn.gif) (http://www.smileyvault.com/)Schaut, Patric konnte sich immerhin Popcorn leisten! So schlimm kann es nicht sein!
@Zwiebel:
Der Punkt dabei ist doch: Was verstehen wir unter "Geld verdienen"?
Belletristik ist dabei ein spannendes Betrachtungsfeld. Ich lese gerne Krimis und da ist es auffällig, das "Regionale Krimis" sich weitaus besser verkaufen als "Deutsche Krimis". Betrachte mal, wie gut sich die div. "bayerischen Krimis" verkaufen, im Vergleich zum Rest. Drei "Bayerische" Krimi-Autoren führen hier die Bestseller-Listen an.
Weil es die Einwohnerzahl der USA (laut wiki) ca 315 Millionen und die Englands ca. 63 Millionen und die Australiens ca. 22 Millionen beträgt.
Bei einem Hobby, dass man eigentlich - in aufsteigender Reihenfolge - auch nur im Kopf, mit ein paar Würfeln oder mit einem einzigen Buch für JAHRE spielen kann, sollten wir froh sein, dass überhaupt eine Industrie existiert, die das Ganze unterstützt.
Ich verstehe darunter, dass man davon leben kann, wenn man es 40 Stunden die Woche macht.
Wie könnte denn ein "bayerisches Rollenspiel" aussehen? Ernsthaft jetzt.
Wie könnte denn ein "bayerisches Rollenspiel" aussehen? Ernsthaft jetzt.
Weil es die Einwohnerzahl der USA (laut wiki) ca 315 Millionen und die Englands ca. 63 Millionen und die Australiens ca. 22 Millionen beträgt. Und weil es auf der Welt ansonsten auch noch sehr viel mehr Leute gibt, die Englisch als Fremdsprache beherrschen als Deutsch.
@Niniane:
Was ist denn das M-Wort?
Wenn man nicht davon leben könnte würde ja der deutsche Staat oben drauf legen, bis man es kann.
In den 80ern wurde DSA aber noch ins Niederländische und Französische übersetzt und man konnte es dort im Laden kaufen. Die Franzosen haben dann ihre eigene Rollenspielszene hochgezogen (kann man in Frankreich davon leben? Das wäre doch interessant zu wissen!) und die Niederländer kaufen nur englischen Kram, die übersetzen nicht mal in ihre eigene Sprache. In Schweden gibt es diverse originär schwedische Rollenspiele, und das in einem Land, dessen Sprache nur ca. 10 Millionen Sprecher hat, also nur ein Bruchteil des potentiellen deutschsprachigen Marktes (und auch nur halb so klein wie der potenziell niederländischsprachige Markt). Es kann also nicht allein an der Größe des Marktes liegen.
Ich meine ja, das ist ein spezifisch Deutsches Problem. "Spielen" war bei uns halt eine ganze Weile lang verpönt und "Gute Freizeitgestaltung" sah anders aus. In anderen Ländern wird eine positive Freizeitgestaltung halt weitaus höher geschätzt, als bei uns.Das deckt sich aber nicht mit der Fülle an Brettspielen, die es hier gibt und mit der bloßen Existenz der Spielemesse in Essen. Außerdem kenne ich niemanden, dessen Eltern schief geschaut haben. Vielmehr hatten schon zu meiner Kinder- und Jugendzeit die meisten Familien Schränke voller Brettspiele.
Wer von uns kennt das nicht, wenn er seinen Eltern mal erzählt hat, was er als Hobby macht und dafür mehr als skeptische Blicke bekommen hat?
Marketing
Das Ideal wäre aber doch, dass wir uns Vollzeit dem Hobby widmen könnten.
UND DAS dürfte mMn sehr genau erklären, warum 8unter anderem) ein deutscher verlag, ein deutsches Rollenspiel NIEMALS so erfolgreich werden kann, wie ein amerikanisches.
UND DAS dürfte mMn sehr genau erklären, warum 8unter anderem) ein deutscher verlag, ein deutsches Rollenspiel NIEMALS so erfolgreich werden kann, wie ein amerikanisches.
Auch typisch deutsch (und typisch Forum, vor allem dieses Forum): ich sehe dann mal eure generelle Zustimmung als gegeben an, da ihr ja auf quasi kein Postulat meines Posts einzugehen wagt, außer auf dem Umstand, dass DSA mit seinen derzeit einem Fünfzehntel der Ursprungssumme entsprechenden Verkaufszahlen etwa genau so gut dasteht wie die AD&D-Derivate. Damit kann ich leben.
Ich persönlich habe ja immer noch den Eindruck, dass der finanzielle Misserfolg daran liegt, dass man sich in Präsentation und Inhalt völlig auf die eigene Nische eingeschossen hat.
Ja, aber warum ist das so? Warum lesen wir denn auch lieber englischsprachige Fantasy als deutsche? .Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Das konnten damals auch nur Schmidt Spiele und Klee, und davon zehrt DSA noch heute.
Bei den damaligen Verkaufszahlen (100.000 Boxen) dürfte jeder RPG-Verlag heute Pipi in die Augen bekommen.
Aber wie gesagt: Die heutigen (viel kleineren) RPG-Verlage können das unmöglich bezahlen.
oh ich achte schon auf Namen:
Auf der anderen Seite hat sich bei uns nie der Personenkult etablieren können, der bei den "Amis" einen großen Teil des Geldes ausmacht.
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Auch typisch deutsch (und typisch Forum, vor allem dieses Forum): ich sehe dann mal eure generelle Zustimmung als gegeben an, da ihr ja auf quasi kein Postulat meines Posts einzugehen wagt, außer auf dem Umstand, dass DSA mit seinen derzeit einem Fünfzehntel der Ursprungssumme entsprechenden Verkaufszahlen etwa genau so gut dasteht wie die AD&D-Derivate. Damit kann ich leben.
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
1. Übersetzung englischsprachiger Romane:In der Belletristik gab es 2012 ca. 10000 deutschsprachige Neuerscheinungen gegenüber ca. 4300 Übersetzungen, was nicht gerade dafür spricht, dass deutsche Verlage "lieber" Übersetzungen machen oder es "unmöglich" sei, als deutschsprachiger Autor was zu werden. Und das ist der Bereich, in dem der Anteil der Übersetzungen mit Abstand am größten ist. Bei den Sachbüchern ist er erheblich geringer.
Deutsche Verlage übersetzen lieber Bestseller anderer Länder,
2. Deutschland ist eine Neid-Gesellschaft:Ohne Witz jetzt: Gefühlsmäßig "wahre" Behauptungen sind keine tragfähige Erklärungsgrundlage.
Ohne Witz jetzt.
3. Deutsche sind geizig:Das belege doch mal bitte mit Zahlen: Wie sehen denn Preisentwicklung und Kaufverhalten in D und in anderen Ländern jeweils aus?
4. wir sein ein Volk von Experten:(http://thechive.files.wordpress.com/2013/06/14459-nathan-fillion-speechless-gif-egov.gif)
4. wir sein ein Volk von Experten:Quod demonstratum est.
(Expertenmeinung)
Da gibt es durchaus welche: Heitz, Holbein... und sie können davon leben!
Da wird an Traveller-Pocketeditionen rumgemäkeltBedaure aber mein Mitgefühl für 13Mann hält sich in sehr engen Grenzen,
Da gibt es durchaus welche: Heitz, Holbein... und sie können davon leben!Hohlbein mit denen auf eine Stufe zu stellen :Ironie:
Wieviel Deutschsprachige Fantasy, die was taugt gibt es denn?Okay, Howard und Tolkien lasse ich jetzt mal außen vor, weil seit Jahrzehnten tote Autoren recht wenig über den Buchmarkt von heute aussagen. Hohlbein wird nicht gewünscht, also nennen ich mal drei andere Namen: Moers, Funke, und als Zugeständnis an die Scheuklappen des Rollenspielers Heitz.
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Lebt ihr in eurer schönen Welt - ich bleibe dann lieber in der Realität. Die sit zwar nicht so schön, dafür aber realistischer.Nein, die Realität ist nicht realistisch, sondern real. Um realistisch zu sein, müßte sie fiktiv sein. :P
Holbein. Klar. Und wann und wie er dazu kam - das interessiert mal wieder keinen. Darüber denkt niemand nach. Beratungsresistent. Quod erat demonstrandum.
Moers, Funke, und als Zugeständnis an die Scheuklappen des Rollenspielers Heitz.
Ich finde es halt schon Wahnsinn, wenn ein Kerl, nur weil er als Blogger bekannt ist, für ein echt popeliges Mega-Dungeon Projekt bei KS fast 50K einfährt, ein Mark Rein*Hagen nur durch seinen Namen und Hintergrund ein vollkommen beknacktes Projekt finanziert bekommt, ebenso wie ein Monte Cook, der einen so teils hochgejubelten Namen hat, wofür ist mir Heute noch nicht klar, so etwas lätschertes wie Numerdingda mit den Summen finanziert bekommt.
Unterschreib!
@Deutsche Literatur: Michael Ende sollte nicht unterschlagen werden.
Mir ging es um die Qualität!
Und da können weder Heitz noch Hohlbein mit genannten mithalten.
Mir ging es um die Qualität!Das ist Geschmackssache. Aber in diesem Thread ging es ja um die Behauptung, man könne mit deutschen Rollenspielen kein Geld verdienen, und genau dafür sollte die Belletristik als Analogie herhalten. Was aber nicht funktioniert, weil "Geld verdienen" sich nun mal an Verkaufszahlen zeigt, die keine Geschmackssache sind. (Hohlbein ist ganz nebenbei nicht nur in Deutschland, sondern in absoluten Zahlen erheblich erfolgreicher beispielsweiste George R.R. Martin.)
Und da können weder Heitz noch Hohlbein mit genannten mithalten.
50K werden besagtem Blogger gerade mal reichen, die Unkosten zu decken. Gewinn ist da wahrscheinlich wenig bis keiner drin.
Mark Rein Hagen wäre um ein Haar gescheitert. Der KS ist er ist in letzter Minute erfolgreich gewesen. Und hier gibt es noch kein Produkt.
Numenera ist genial. Aber (Post-)Apokalypse verkauft sich in Deutschland nicht ohne Werwölfe.
Monte hat sich mit D&D 3 und danach Malhavoc Press einen Namen gemacht. Er hat als einziger mir bekannter Kickstarter pünktlich geliefert! Das muss ihm erstmal jemand nachmachen. Zu einem genial erfolgreichen KS gehört nicht nur der Name, sondern auch: Geschäftssinn zum Ausrechnen der Kosten, Marketing damit die Backer kommen und ein gutes Produkt. Das hat in meinen Augen außer Cook nur Evil Hat in der Form geschafft. Alle anderen "großen" RPG-Kickstarter sind nicht halb so durchdacht vorgegangen.
ja deshalb wird er auch seit Jahrzehnten neu aufgelegt.
Aber Howard war ein Vielschreiber (alla Heitz und Hohlbein), .
@Deutsche Literatur: Michael Ende sollte nicht unterschlagen werden.Auf jeden Fall, den hatte ich nur nicht genannt, um in der Gegenwart zu bleiben. Aber Ende ist natürlich sowohl vom wirtschaftlichen Erfolg als auch von der literarischen Geltung her ein absolutes Schwergewicht der Phantastik.
ja deshalb wird er auch seit Jahrzehnten neu aufgelegt.Wenn Du das von Deinem persönlichen Qualitätsempfinden her meinst, ist das natürlich Dein gutes Recht. Aber was den wirtschaftlichen Erfolg angeht, kann ich Dir garantieren, dass Howard weit hinter Tolkien steht. Und auch ohne genaue Zahlen zu haben, würde ich mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, dass Howard überhaupt keine nennenswerte Rolle auf dem deutschen Buchmarkt spielt (ganz im Gegensatz zu Tolkien.)
Ich finde Howard auf einem Level mit Tolkien, im Original und nicht de Crrap und Co
Sorry, unwichtige Details in dem Falle. Es geht um Gerede, Begeisterung und Zugkraft, das am besten mit einem Namen verknüpft.
50K werden besagtem Blogger gerade mal reichen, die Unkosten zu decken. Gewinn ist da wahrscheinlich wenig bis keiner drin.
@Deutsche Literatur: Michael Ende sollte nicht unterschlagen werden.
Gar nicht unwichtig. Namen fallen ja nicht vom Himmel. Namen sind das Ergebnis von gutem Marketing, vorangegangener solider Arbeit und bereits vorhandenem wirtschaftlichen Erfolg (mal mit Ausnahme des Bloggers).
Eben. All diese Elemente sind "bei uns" auch vorhanden, nur niemand wird so sehr hochgejubelt. Unsere Verlage machen einen guten Job, die Autoren dort arbeiten schon lange Grund-solide. Werden die Leute, die etwas bei uns geschafft haben so gehandelt? Nein.
Mal so betrachtet, wo ist denn der Unterschied zwischen einem Monte Cook und einer Lena Falkenhagen?
Gewissermaßen ist unsere Gesellschaft fast schon als kulturfeindlich zu bezeichnen.
Mal so betrachtet, wo ist denn der Unterschied zwischen einem Monte Cook und einer Lena Falkenhagen?
Das zumindest ich keine Ahnung habe wer Lena Falkenhagen ist?
Das ist angesichts des Molochs öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit mehr Zwangsgebührenfinanzierung als das gesamte Kirchensteueraufkommen ein Witz, oder?Damit bezahlt man aber nicht die echten Kulturschaffenden, sondern eine kafkaeske Kulturbürokratie und ein Heer von systemkonformen Pseudointellektuellen.
Für echte Künstler gab und gibt es früher wie heute nur drei Möglichkeiten: Massengeschmack, reicher Mäzen oder Hungertuch.
Lena Falkenhagen macht sich nicht mit einer eigenen Firma selbständig und veröffentlicht dann Spielmaterial zu DSA, das besser ist als alles was Ulisses rausbringt.Und das hat Monte Cook genau wann gemacht?
Zum anderen sind Rollenspielbücher ziemlich aufwendig in der Herstellung, wenn man es richtig machen möchte. Nicht nur die Konstruktion eines soliden Regelsystems (nicht einfach und überraschend komplex, wie jeder weiß, der sich mal an mehr als einem Minimalsystem versucht hat) und der in der Regel damit einhergehende Hintergrund, sondern auch das Buch an sich: Tabellen, Karten, Illustrationen (teuer!), andere graphische Elemente – all das erfordert einiges an technischem Können und Aufwand, um daraus ein brauchbares und attraktives Buch zu produzieren. Dazu kommt noch, daß so ein Buch zugleich als Lehrbuch, Nachschlagewerk und technisches Handbuch dienen muß – für sowas werden auf anderen Gebieten separate Werke veröffentlicht. Eine beachtliche Aufgabe für den Redakteur, und vor allem für den Layout-Menschen (um das Lektorat und alles andere mal ganz außen vor zu lassen).
Hohe Kosten in der Herstellung bei kleiner Auflage wegen kleinem Markt … da ist die Gewinnspanne meist nicht groß.
Und das hat Monte Cook genau wann gemacht?
Abgesehen davon ist das vermeidliche Fehlen guter deutscher Fantasyliteratur halt kein auf diesen Bereich begrenztes Phänomen. Generell ist der Kulturoutput der Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten nicht mehr mit dem zu vergleichen was das Volk der Dichter und Denker früher mal hervor gebracht hat. Warum?Bitte? War es den "früher" zur "guten" Zeit des hehren Zeitalters der Dichter und Denker so, dass jeder Philosoph oder Dichter reich und berühmt wurde? Auch damals schon stammte ein Großteil dieser Kulturschaffenden aus "gutem Hause" und hat als Sohn-von-Irgendwem sein Studium und späteres Leben durchlebt. Das ist ebenfalls eine Art des Mäzenatentums, wenn man so will.
Weil Ingeneur ein guter deutscher Beruf ist. Mit Aufstiegschancen, fettem Gehalt und sicherem Job. Oder man wird Beamter, vielleicht Lehrer. Oder Arzt. Und wenn es für all das nicht reicht, reicht es ja meist noch fürs Handwerk, dass ja laut dem Volksmund einen goldenen Boden hat.
Aber wer Regiseur, Schriftsteller, Poet oder bildender Künster werden möchte, der wird doch bestenfalls belächelt. Philosoph? Wofür brauchen wir das denn? Literaturwissenschaftler? Dann sorg aber dafür, dass Du Dir einen Beamten als Partner suchst! Und von Spieledesigner wollen wir gar nicht erst anfangen... ;-)
Keine Ahnung ob das in anderen Ländern besser ist, aber in Deutschland wird man nicht gerade ermutigt seine eigenen Träume abseids des Bruttosozialprodukts zu leben. Gewissermaßen ist unsere Gesellschaft fast schon als kulturfeindlich zu bezeichnen.
Okay, das war zu jener Zeit, als es in jedem Taschenbuch auch Reklame für Tütensuppen gab. Die Älteren werden sich erinnern.
Denn bei angemessenen Preise dafür wären wir schnell im Bereich wissenschaftlicher Fachliteratur, wenn man sich Aufwand und Auflage ansieht. Und die Teile sind richtig teuer.Was ein angemessener Preis ist, entscheidet nicht der Verlag, sondern "der Markt" über Angebot und Nachfrage.
In Deutschland leben vielleicht ein Dutzend Leute komplett vom Tischrollenspiel, ohne andere Einkünfte. Das wars.
[...]Viele Menschen leben z.T. vom Rollenspiel - nur eben nicht ausschließlich davon (s. mein Post weiter oben zur Wertschöpfungskette mit Rollenspielprodukten).
Wenn ich dann nur grob weiterrechne, merke ich doch ganz schnell, dass es sehr eng wird mit dem "davon leben können". [...]
Was für eine These wird denn nun überhaupt diskutiert?
"Mit Rollenspiel kann man kein Geld verdienen"?
Die ist ja sofort widerlegt, sobald es einen Menschen gibt, der das doch tut.
Geht es eher um "Mit Rollenspiel kann man nicht reich werden?" (eine sagen wir.. erweiterte Definition von Geld verdienen) - da würde ich sofort zustimmen, einfach weil es kein Beweisbeispiel gibt.
Und das hat Monte Cook genau wann gemacht?
Ich würde sagen es wird diskutiert, wie einfach oder schwer es ist in Deutschland mit Rollenspielen Geld zu verdienen - nicht ob es überhaupt geht.
Ich würde sagen es wird diskutiert, wie einfach oder schwer es ist in Deutschland mit Rollenspielen Geld zu verdienen - nicht ob es überhaupt geht.
Ich würde sagen es wird diskutiert, wie einfach oder schwer es ist in Deutschland mit Rollenspielen Geld zu verdienen - nicht ob es überhaupt geht.
Ich finde es ziemlich mittel. Schwerer als mit Bankgeschäften, leichter als mit Ohrstöpseln für Gehörlose.
Abseits von massiver Selbstdarstellung und Hype: Nie.
Was genau der Punkt ist, auf den ich mit dem Lena Falkenhagen Beispiel hinauswollte.
Was ein angemessener Preis ist, entscheidet nicht der Verlag, sondern "der Markt" über Angebot und Nachfrage.
Ich bin Neugierig. mal du als "Betroffener": Warum kann man bei uns so schwer einen "Super-Star" Status erreichen?
Was für eine These wird denn nun überhaupt diskutiert?
"Mit Rollenspiel kann man kein Geld verdienen"?
Die ist ja sofort widerlegt, sobald es einen Menschen gibt, der das doch tut.
Geht es eher um "Mit Rollenspiel kann man nicht reich werden?" (eine sagen wir.. erweiterte Definition von Geld verdienen) - da würde ich sofort zustimmen, einfach weil es kein Beweisbeispiel gibt.
Ich weiß nicht wo und wann Du Monte Cook als Selbstdarsteller erlebst? Wenn als Selbstdarstellung gilt, einen eigenen Verlag zu gründen, dann sind die Frankes auch Selbstdarsteller.
Und warum verurteilst Du Hype als wenn es was schlechtes wäre? Numenera ist erfolgreich. Die zugehörigen PDFs bei DriveThru verkaufen sich durchweg gut. Erfolg hat was mit Marketing zu tun, wenn gutes Marketing für Dich Hype ist, dann bist Du dabei die oben geäußerten Thesen über Deutschland zu bestätigen.
Darüber kann man trefflich streiten, ist hier aber nicht Thema.
Brrr, Krähenschwarm, brrrr.
Ich habe früher tatsächlich im Marketing gearbeitet und zwar in einem schrägen, bunten, schrillen und verdammt finanzstarken Bereich und habe deswegen diesbezüglich eine sehr abgeklärte Einstellung.
Monte, James & Co. machen es richtig, auf unserer Seite hakt es fürchterlich.
Jain. Eigentlich geht es genau darum:
(...)
[Nachtrag] Ich hatte, als Spaß, den Eismann in einem anderen Faden mal gefragt, warum er keinen Shadowrun Kickstarter startet. Lassen wir mal die Lizenz-Sache außen vor, ok? Der Eismann hat viel für SR(D) gemacht und jetzt auch was für DSA und Niemand kennt ihn, daher würde das nichts werden. Personenkult = Marketing = Geld.
Watt??? Ich hatte mal Groupies, als SR3 lief.
Zwischendurch:
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_________________________Eine heiße Tasse von Maggie
Deine Mudda zählt nicht ;)
Wieso hat das eigentlich aufgehört?
die ein Produkt kaufen, bloß weil Römer,hm wie sehr wirkt sich das auf meine Kaufbereitschaft aus?
Geht es hier um Marketing oder Selbstmarketing? Ich hab nämlich im Studium gelernt, dass Marketing neben der Bunt-und Blink-Seite durchaus etwas mit nackten Zahlen, Vertriebsstrategien und Absatzmärkten zu tun hat. Von Personenkulten war da nie Rede..
Watt??? Ich hatte mal Groupies, als SR3 lief.
Nein, Jens, hattest du nicht. Weil du nicht genug Bohei darum gemacht hast, genau so wenig wie jetzt auch.
Ich glaube, das Regionalkrimi-Prinzip könnte bei Rollenspielen (EDIT: nicht) funktionieren. Romane sind als Kulturgut tendenziell für jeden zugänglich, Rollenspiele nur für eine kleine Szene. Auch leute, die normalerweise keine Romane lesen, kaufen sich Regionalkrimis, weil sie es reizvoll finden, eine Geschichte in ihrer Region zu lesen - der Kauf eines Romans stellt für praktisch niemanden eine kulturelle Hürde dar, man weiß, was ein Roman ist und wie er funktioniert, kann ihn lesen und wieder weglegen und gut ist. Bei einem Rollenspiel muss man erst mal kapieren, womit man es zu tun hat und dann noch Leute finden, die es mit einem Spielen. Da kann der Mitnahme-Effekt des Regionalen nicht wirken.
Ist das so, Hans Peter? Dann hab ich das wohl geträumt.
[...] weil sowas "bei uns" nicht als Handelsware gilt. Nur, warum nicht?Ich denke schon, dass der Autorenname auch "bei uns" ein Erfolgsfaktor ist. Aber 50% mehr Umsatz als ohne diesen Namen machen dennoch nicht zwangsläufig reich.
Weil wir vernünftig sind und Personenkult was affiges ist.
Warum gibt es bei uns keine feuchten Unterhosen, wenn jemand, der aus der SR oder DSA Redax geht, etwas eigenes auf den Markt bringt?
Ich hatte ja schon mal angeregt, über eine entsprechende Kampagne und ein angemesseneres Design Synergien mit der wachsenden - nein, explodierenden - Bevölkerungsschicht der Senioren zu erschaffen.
Hier (https://www.dropbox.com/s/8t49fv4pd7pzc52/Splittermond.jpg)mein erster Designvorschlag, der zugegebenermaßen noch Arbeit braucht.
Nun, eigentlich ist ja in der Aufbruchphase von Splittermond etwas in der Richtung passiert. Da waren auf einmal Thomas Römer, Chris Gosse, Uli Lindner als Ex-DSA-Redakteure sowie Tobi Hamelmann, den man von SR her kennt, und versuchen etwas Neues auf die Beine zu stellen. (Okay, Tilmann Hakenberg und Adrian Praetorius sollte man aus dem Team nicht vergessen, aber die haben halt nicht die "Namen" wie die anderen.)
Das hat schon einiges an Interesse generiert.
Okay - ich habe beim Schreiben des Postings gedacht: "Damn! Bei Schwerttänzer klappt das nicht!" ;-)wenn du mir so eine Steilvorlage lieferst
Hier (https://www.dropbox.com/s/8t49fv4pd7pzc52/Splittermond.jpg)mein erster Designvorschlag, der zugegebenermaßen noch Arbeit braucht.
Weil wir vernünftig sind und Personenkult was affiges ist.
ui, hart an El Godwins Law vorbeigeschrammelt.
ui, hart an El Godwins Law vorbeigeschrammelt.
Soweit zurück habe ich gar nicht gemeint... es reicht, wenn man ungefähr 2 Monate zurückblickt.
Wir könnten aber an der Stelle auch die Betrachtung erweitern: Warum werden z.B. in Amiland die Ersteller und Betreiber von Fanzines so hoch gelobt? Warum hätte ein kommerzielles Produkt, das von denen kommt, später mehr erfolg?
Wenn ich es richtig sehe, ist Niniane z.B. bei so einer Fanzine beteiligt. Warum würde sie in den US of A weit mehr Anerkennung dafür bekommen als hier?
Das sind kulturelle Fragen, die hier wichtig sind.
Warum also, im Spaß gesagt, kein "Heil Niniane"?
Mit Hitler ist das Argument aber ein ganz kleines Bisschen weniger komplett schräg.
Warum also, im Spaß gesagt, kein "Heil Niniane"?
Wir könnten aber an der Stelle auch die Betrachtung erweitern: Warum werden z.B. in Amiland die Ersteller und Betreiber von Fanzines so hoch gelobt? Warum hätte ein kommerzielles Produkt, das von denen kommt, später mehr erfolg?
Wenn ich es richtig sehe, ist Niniane z.B. bei so einer Fanzine beteiligt. Warum würde sie in den US of A weit mehr Anerkennung dafür bekommen als hier?
Das sind kulturelle Fragen, die hier wichtig sind.
Nicht nur Fanzines. Da drüben gibt es ernstzunehmende RPG Blogger, deren Meinung durchaus Gewicht hat und die hunderte von Followern haben und im Anschluss daran auch ein hochgelobtes Supplement herausbringen (Zak S. "Vornheim").*hust*Glgnfz*/hust*
Weil die Amis oberflächliche kulturlose Einfaltspinsel sind und wir nicht? >;D
Weil das überhaupt nicht witzig ist und ich meinen (Nick-)name nicht in so einen Zusammenhang gestellt wissen will.
*hust*Glgnfz*/hust*
Und das bei "nur" 4x so großer Bevölkerung wie hier. Hm....
Müsste da ein einzelner Blogger nicht eher untergehen? Einfach weil mehr Leute bloggen? In einer kleineren Population ist es eigentlich einfacher sich hervor zutun.
Aufmerksamkeit unter 100 Menschen zu erregen ist schwieriger als unter 10 Menschen.
Sorry, wenn ihr über Personenkulte reden wollt, dann macht das bitte in einem eigenen Thread. Aber ich finde, diese Diskussion nimmt jetzt Formen an, die mir persönlich überhaupt nicht gefallen.
Müsste da ein einzelner Blogger nicht eher untergehen? Einfach weil mehr Leute bloggen? In einer kleineren Population ist es eigentlich einfacher sich hervor zutun.
Aufmerksamkeit unter 100 Menschen zu erregen ist schwieriger als unter 10 Menschen.
Entschuldige dich, ändere deine Posts und hör auf.
Das vorhin von mir war halb als Witz gemeint, was du hoffentlich so verstanden hast, halb aber auch eine reale Aussage, denn wenn Menschen präsent sind, kann man darauf aufbauen.
Nein. Du hast hier den gleichen Effekt wie in Frankreich. Wer im Rampenlicht stehen will, der macht das.
Das war ganz früher zu Zeiten von OD&D und DSA1 anders, aber damals war die Situation auch noch komplett unterschiedlich. Da ist kein sinnvoller Vergleich drin.
Entschuldige dich, ändere deine Posts und hör auf.
Das war genug Fettnäpfchen für eine lange, lange Zeit
Wie gesagt, kleiner Markt. Zum anderen sind Rollenspielbücher ziemlich aufwendig in der Herstellung, wenn man es richtig machen möchte. Nicht nur die Konstruktion eines soliden Regelsystems (nicht einfach und überraschend komplex, wie jeder weiß, der sich mal an mehr als einem Minimalsystem versucht hat) und der in der Regel damit einhergehende Hintergrund, sondern auch das Buch an sich: Tabellen, Karten, Illustrationen (teuer!), andere graphische Elemente – all das erfordert einiges an technischem Können und Aufwand, um daraus ein brauchbares und attraktives Buch zu produzieren. Dazu kommt noch, daß so ein Buch zugleich als Lehrbuch, Nachschlagewerk und technisches Handbuch dienen muß – für sowas werden auf anderen Gebieten separate Werke veröffentlicht. Eine beachtliche Aufgabe für den Redakteur, und vor allem für den Layout-Menschen (um das Lektorat und alles andere mal ganz außen vor zu lassen).
Hohe Kosten in der Herstellung bei kleiner Auflage wegen kleinem Markt … da ist die Gewinnspanne meist nicht groß. Ausnahmen sind dann so Sachen wie das neue SR-Regelwerk; da kann man sich das überdurchschnittliche Interesse für die neue Edition eines der Marktriesen zunutze machen und mit großer Auflage den Markt
Bei einem Hobby, dass man eigentlich - in aufsteigender Reihenfolge - auch nur im Kopf, mit ein paar Würfeln oder mit einem einzigen Buch für JAHRE spielen kann, sollten wir froh sein, dass überhaupt eine Industrie existiert, die das Ganze unterstützt.
Ok, ich versuche mal, es neutral zu fassen. Verkaufszahlen basieren auf Marketing und dieser oft auf Persönlichkeiten.
Ein Kampagne mit einem starken "Anker" verkauft also wesentlich mehr Einheiten als eine ohne. Offensichtlichkeit passt es mit Deutschen nicht, diese "Anker" zu sein und diesen "Persönlichkeitskult" zu betreiben um das Geschäft anzukurbeln.
Wo sind die deutschen Äquivalente zu Howard, Tolkien, Kaye, Martin, Erikson?
Entschuldigt habe ich mich, auch nebenbei per PM, nur habe ich zumindest mit dem Marketing in einem gewissen Bereich mehr als genug Erfahrung,also solltest du gelernt haben und es wissen
da hier de crap und co übersetzt wurden...,
Howard ist in D. mehr oder weniger nicht (mehr) existent.
Das die Erikson-Reihe in Deutschland zu Ende gebracht wird ist ein halbes Wunder. (Ja, Verkaufsschlager sehen anders aus.)bei keinem genannten interessiert mich die deutsche Übersetzung auch nur das geringste.
Martin hat sich auch nicht verkauft wie geschnitten Brot.
Qualitätmir ging es um die Qualität
Führt letztlich zur wichtigsten Frage:
Was ist da eigentlich der effektive Gegenwert (bzw. Mehrwert bei bestehenden Spielern bzw. im Vergleich zur <bekannteren Mainstream?>-Konkurrenz), welcher entsprechende Zahlungsbereitschaft auslösen könnte/sollte?
mir ging es um die Qualität
Was ist denn das wieder für eine pauschale Aussage, die völlig falsch ist. In jeder anderen Branche (und auch in der RSP-Szene) gibt es auch in Deutschland die "großen Namen", die vielen Leuten, die mit dem Thema etwas zu tun haben, auch etwas sagen.
Wenn aber z.B. 25% aller deutschen Rollenspieler DEN(tm) deutschen Autor/Blogger/Entwickler Friedrich Hartwurst kennen, dann ist das immer noch eine ziemlich keine Grundgesamtheit.
M.a.W. was hilft ein Bekanntheitsgrad von 100% unter allen männlichen Avon-Beraterinnen? Da sind vielleicht 0,01% aller Fußballfans deutlich relevanter.
Und ohne großes Marktpotentzial (Rollenspiel-Käufer) wird niemals ein großer Umsatz daraus.
Das ist ganz einfach. Wir reden doch hier darüber, ob man mit Rollenspiel in D-Land sein Geld verdienen kann. Rumpel hat ganz gut eingeworfen, das es einen "normalen" Job ersetzen muss.
Wir sind, wie es scheint, von unserer Kunden-Mentalität Systemgebunden, anstatt Autoren-gebunden. Den Punkt gilt es da kritisch zu betrachten, in beide Richtungen, Verlag und System.
[..]es gibt wohl einige Personen, die einen Teil ihres Geldes mit Rollenspiel verdienen: sei es direkt als z.B. Geschäftsführer eines Verlages, der u.A. auch Rollenspiele führt, als Steuerberater, der einen solchen Verlage als Klienten betreut, als Illustrator, als Mitarbeiter einer Druckerei, der Rollenspiele-Werke herstellt, als Briefträger, der die bestellten Bücher zu einem Spieler nach Hause bringt.
Die gesamte Wertschöpfungskette umfasst mehr als einfach "nur" die Bücher und viele Leute sind daran beteiligt, die einen Teil des Geldes mit der Branche RPG verdienen.[..]
Warum es einfach nicht geht, dass hunderte von Menschen vollberuflich davon leben können, hat imho einen ganz einfach Grund:
Der Markt und die Branche ist zu klein, da er sich tatsächlich nur auf die Grundgesamtheit der deutschen Rollenspieler beschränkt, die auch deutsch spielen.
Auch dafür gibt es natürlich Gründe:
Es liegt am Image des Hobbies an sich. Dann ist die Einstiegshürde relativ hoch (man braucht z.B. Freunde, die ebenfalls Lust darauf haben). Die Langzeitmotivation ist aufgrund der hohen subjektiven Erwartungen an das "Erlebnis Rollenspiel" nur schwer wach zu halten. Das Hobby ist intelektuell relativ anspruchsvoll und erfordert hohen Vorbereitungsaufwand auch zwischen den eigentlichen Sitzungen.
Insgesamt ist aber ganz einfach mit dem wenigen Geld, das durch den deutschen RP-Markt bewegt wird, nicht viel mehr drin. Der Umsatz der Branche ist zu gering, als dass etliche Familien gut davon ernährt werden könnten.
*hust*Glgnfz*/hust*Das mit dem Blog ist in dem Fall nicht ganz korrekt. Zuerst waren "Fortress of the Mountain King" und "Dolm River". Zwei Abenteuer für LabLord, die bei Brave Halfling erschienen. Dann das Blog. Dann das deutsche LabLord, dann Dungeonslayers-Abenteuer und DSA-Rezensionen, ...
Weiterentwicklung. Rein theoretisch könnte man sonst heute ja noch DSA 1, D&D und Midgard 1 spielen.
Rollenspiel entwickelt ja ungefähr alle 10 Jahre interessante neue Strömungen und Ideen, die z.B. in Systeme wie DSA, Splittermond und Midgard keinen Eingang gefunden haben.