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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Sehen => Thema gestartet von: ManuFS am 14.11.2013 | 08:51

Titel: Starshp Troopers
Beitrag von: ManuFS am 14.11.2013 | 08:51
Starship Troopers wird neu aufgelegt?? Wann, wo, wie??
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: 6 am 14.11.2013 | 08:59
Hier (http://screenrant.com/starship-troopers-reboot-sandy-142000/) sind Infos zum Starship Troopers Reboot, für den wohl schon gedreht wird.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.11.2013 | 12:06

... Mittlerweile kann einem der arme Verhoeven nur noch leid tun. Da erschafft der Mann drei absolute Klassiker des Science Fiction Kinos (Robocop, Total Recall und Starship Troopers) und
für seine Schändung von Starship Troopers gehört diese Lebensform durch alle Kinos der Welt gepeitscht!
MINDESTENS!

Tu die Hand an die Wand

Kick, Kick in the shiny parts kick,kick
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: 6 am 14.11.2013 | 12:16
Also mir hat der Film Starship Troopers sehr gut gefallen...
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 12:23
Mir auch. Hat mit dem Buch nichts zu tun, aber war unterhaltsam und erstaunlich subversiv.
Top.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Thandbar am 14.11.2013 | 12:46
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt, indem er gleichzeitig perfekt gemachtes Popcorn-Kino liefert.


(Und ja, ich hab das Buch gelesen.)
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 12:47
für seine Schändung von Starship Troopers gehört diese Lebensform durch alle Kinos der Welt gepeitscht!
An dem Buch gibt´s nix zu schänden.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Talasha am 14.11.2013 | 12:51
Also mir hat der Film Starship Troopers sehr gut gefallen...

Mir ebenfalls.

Aber die Fortsetzungen, und die 3D animierte Serie... Oh bitte nehmt eine Axt und hackt mir das aus dem Kopf!
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Pyromancer am 14.11.2013 | 12:52
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt, indem er gleichzeitig perfekt gemachtes Popcorn-Kino liefert.


(Und ja, ich hab das Buch gelesen.)

Das Buch ist antiliberal und eine Ode an den Konformismus, zum Faschismus fehlen aber noch mehrere große Schritte.

Was Robocop angeht: Ein Remake ergibt da überhaupt keinen Sinn. Klar, man kann eine akutell relevante Geschichte erzählen, mit einem Polizisten, der in einen Cyborg umgebaut wird, als Protagonisten. Aber warum muss man diese Geschichte dann "Robocop" nennen, ein Titel, den beim Original schon jeder extrem dämlich fand?
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Uebelator am 14.11.2013 | 13:23
Aber warum muss man diese Geschichte dann "Robocop" nennen, ein Titel, den beim Original schon jeder extrem dämlich fand?

Weil bekannte Namen Kinokarten besser verkaufen als jeder Trailer.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.11.2013 | 13:37
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt,
Welche?
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 15:15
Das Buch ist antiliberal
Naja...jein. Heinlein war eigentlich bekennender Libertarianer...Libertarist...Libertärer...Anhänger des Libertarismus halt.

Und in dem Buch geht es vor allem darum, Entscheidungen zu treffen, und die Konsequenzen bis zum Ende zu tragen. Allerdings setzt Heinlein da noch eine weitere Grundprämisse - nämlich dass nur die Entscheidung für den Militärdienst von Verantwortungsbewusstsein zeugt und nur Armeeveteranen am politischen Prozess mitgestalten dürfen. Und das zieht er dann ähnlich kompromisslos durch wie Rand ihren Objektivismus - und ähnlich wie Rands Objektivismus wird's durch diese Starrheit dann doch ziemlich krude.

Aber die Grundidee - mach was Du willst, aber entscheide Dich verdammt noch mal und beschwer Dich hinterher nicht über das Ergebnis - find ich eigentlich bestechend attraktiv.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 15:21
Allerdings setzt Heinlein da noch eine weitere Grundprämisse - nämlich dass nur die Entscheidung für den Militärdienst von Verantwortungsbewusstsein zeugt und nur Armeeveteranen am politischen Prozess mitgestalten dürfen.
Der Aspekt ist auch sehr stark im Film vertreten. Wenn euch das aber unbekannt vorkommt dann solltet ihr den Film mal auf Englisch schauen - die deutsche Fassung ist nämlich massiv in den Dialogen zensiert. (http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=1547)
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Horatio am 14.11.2013 | 15:23
@ Ranor
Ranten wir und "diskutieren etwas erhitzt" oder möchtest du meine Ansicht lieber größenteils sachlich präsentiert? Die Argumente bleiben gleich :P. Persönlich hätte ich gerade mehr Lust auf ersteres und du bist ja auch gerade etwas plakativ unterwegs, aber möchte natürlich nicht, dass sich jemand persönlich angegriffen fühlt, gerade da die Stimmung im Forum gerade ja auch etwas mies ist :).
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 15:25
Der Aspekt ist auch sehr stark im Film vertreten.
Ja, ich weiß. Ich hab den auf englisch gesehen. Was mir da "unbekannt vorkommen" sollte versteh ich gerade nicht recht.

Zwischen Buch und Film - die ich beide mag - bestehen trotzdem noch massive unterschiede. Und der Film bedient sich wirklich deutlich der Bildsprache und Ästhetik des Faschismus. Ist für mich aber eindeutig unter Satire einzuordnen.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Pyromancer am 14.11.2013 | 15:32
Naja...jein. Heinlein war eigentlich bekennender Libertarianer...Libertarist...Libertärer...Anhänger des Libertarismus halt.

Und in dem Buch geht es vor allem darum, Entscheidungen zu treffen, und die Konsequenzen bis zum Ende zu tragen. Allerdings setzt Heinlein da noch eine weitere Grundprämisse - nämlich dass nur die Entscheidung für den Militärdienst von Verantwortungsbewusstsein zeugt und nur Armeeveteranen am politischen Prozess mitgestalten dürfen. Und das zieht er dann ähnlich kompromisslos durch wie Rand ihren Objektivismus - und ähnlich wie Rands Objektivismus wird's durch diese Starrheit dann doch ziemlich krude.

Aber die Grundidee - mach was Du willst, aber entscheide Dich verdammt noch mal und beschwer Dich hinterher nicht über das Ergebnis - find ich eigentlich bestechend attraktiv.

Da interpretierst du das Werk diametral anders als ich: Jonny Rico trifft keine einzige wichtige Entscheidung selbst, andere treffen diese Entscheidungen, und er zieht sie durch. Und immer stellt sich am Ende heraus, dass er genau das getan hat, was die Gesellschaft von ihm erwartet - und das wird als gut dargestellt. Ode an den Konformismus, wie gesagt.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 15:33
Ja, ich weiß. Ich hab den auf englisch gesehen. Was mir da "unbekannt vorkommen" sollte versteh ich gerade nicht recht.
Deshalb habe ich ja "euch" und nicht "dir" geschrieben. Ich kann mir gut vorstellen das einige den Film nur in der deutschsprachigen Fassung kennen und ihnen daher einiges entgangen ist.
@ Ranor
Ranten wir und "diskutieren etwas erhitzt" oder möchtest du meine Ansicht lieber größenteils sachlich präsentiert? Die Argumente bleiben gleich :P. Persönlich hätte ich gerade mehr Lust auf ersteres und du bist ja auch gerade etwas plakativ unterwegs, aber möchte natürlich nicht, dass sich jemand persönlich angegriffen fühlt, gerade da die Stimmung im Forum gerade ja auch etwas mies ist :).
Bitte was? Du kannst von mir aus schreiben wie dir der Schnabel gewachsen ist.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 15:40
Da interpretierst du das Werk diametral anders als ich: Jonny Rico trifft keine einzige wichtige Entscheidung selbst, andere treffen diese Entscheidungen, und er zieht sie durch. Und immer stellt sich am Ende heraus, dass er genau das getan hat, was die Gesellschaft von ihm erwartet - und das wird als gut dargestellt. Ode an den Konformismus, wie gesagt.
Hm. Beispiel: Er geht zur Armee. Wer fällt denn diese Entscheidung für ihn? Sein Vater will nicht, dass er geht. Sein Lehrer empfiehlt es ihm. Er ist heiß auf die Mitschülerin die sich meldet.
Wer soll die denn gefällt haben, wenn nicht er? Klar, dass andere Personen und äußere Gegebenheiten die Entscheidung beeinflussen - aber er trifft sie.

Dass sie sich am Ende meistens dann doch als die Konsenslösung herausstellen ist wahr - und das meinte ich mit dem Rand-Vergleich: In Heinleins Gedankenwelt wird alles gut, wenn man zu seienn Entscheidungen steht und Verantwortung übernimmt. Wenn das jeder konsequent macht, dann kommt man zum Konsens, weil es quasi unvermeidlich ist.
Das ist natürlich so nicht richtig, und in dieser absolut kompromisslosen Weise ist das mit Rands Philosophie durchaus vergleichbar.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Pyromancer am 14.11.2013 | 15:54
Hm. Beispiel: Er geht zur Armee. Wer fällt denn diese Entscheidung für ihn? Sein Vater will nicht, dass er geht. Sein Lehrer empfiehlt es ihm. Er ist heiß auf die Mitschülerin die sich meldet.
Wer soll die denn gefällt haben, wenn nicht er? Klar, dass andere Personen und äußere Gegebenheiten die Entscheidung beeinflussen - aber er trifft sie.
Es ist eben keine Entscheidung, sondern eine Laune. Sein Kumpel verpflichtet sich aus Überzeugung, die Tussi, auf die er scharf ist, hat sich die Sache lange überlegt, und er? Er macht halt mit. Und am Ende kommt dann das Schulterklopfen von seinem Papa: Junge, hattest ja recht, Soldat sein ist toll!

Und das zieht sich durch's ganze Buch: Er lässt sich belabern, gibt dem Gruppendruck nach, und wird am Ende dafür gelobt bzw. bekommt von "der Gesellschaft" zu hören: Guter Junge, wir wussten von Anfang an, dass du dich richtig entscheiden würdest!

Eine Ode an den Konformismus.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Urias am 14.11.2013 | 15:55
Ich kannte bis jetzt nur die geschnittene Fassung und hab das Buch nicht gelesen, muss ich zugeben. Aber wenn ich mir das so durchlese scheint mir Heinleins Welt eine Art Hardcore-Kommunitarismus zu sein (Fällt mir vor allem in dem Zitat "A citizen accepts personal responsibility for the safety of the body politic, defending it with his life. A civilian does not." auf)

Zum Vergleich ein Zitat aus ner Kurzbeschreibung des Kommunitarismus:
"Kommunitaristische Ansätze legen eine ausgesprochene Skepsis gegenüber den universalistischen Ansprüchen liberaler Gerechtigkeitstheorien an den Tag. Insbesondere der darin zelebrierte Individualismus wird mit Argwohn betrachtet. Ihm liege ein falsches Bild der Person zugrunde, die, isoliert auf sich bezogen, immer nur versuche ihre individuellen Interessen durchzusetzen und sich so primär in Opposition zu ihren Mitmenschen und zur gesamten Gemeinschaft sehe. [...] Der Kommunitarismus zeichnet ein Kontrastbild: Personen sind eingebettet in die staatliche Gemeinschaft, der zentrale Wert ist Zugehörigkeit und Patriotismus ist die entsprechende Tugend. Alle sollen mit vereinten Kräften an der Gemeinschaft bauen, die ihnen ganz zu Recht auf Pflichten auferlegt, die sich aus geteilten Vorstellungen des guten Lebens ergeben. Gemeinschaft bedarf für deren Aufrechterhaltung der Pflege und bisweilen auch der Opfer. Das kann bis zum eigenen Leben gehen, wenn es gilt, die Heimat mit Waffengewalt zu verteidigen." (aus: "Gerechtigkeit" von Elisabeth Holzleithner)

Trifft denk ich die Starship Troopers Welt ganz gut.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Sir Mythos am 14.11.2013 | 16:02
Zum Vergleich ein Zitat aus ner Kurzbeschreibung des Kommunitarismus:
"Kommunitaristische Ansätze legen eine ausgesprochene Skepsis gegenüber den universalistischen Ansprüchen liberaler Gerechtigkeitstheorien an den Tag. Insbesondere der darin zelebrierte Individualismus wird mit Argwohn betrachtet. Ihm liege ein falsches Bild der Person zugrunde, die, isoliert auf sich bezogen, immer nur versuche ihre individuellen Interessen durchzusetzen und sich so primär in Opposition zu ihren Mitmenschen und zur gesamten Gemeinschaft sehe. [...] Der Kommunitarismus zeichnet ein Kontrastbild: Personen sind eingebettet in die staatliche Gemeinschaft, der zentrale Wert ist Zugehörigkeit und Patriotismus ist die entsprechende Tugend. Alle sollen mit vereinten Kräften an der Gemeinschaft bauen, die ihnen ganz zu Recht auf Pflichten auferlegt, die sich aus geteilten Vorstellungen des guten Lebens ergeben. Gemeinschaft bedarf für deren Aufrechterhaltung der Pflege und bisweilen auch der Opfer. Das kann bis zum eigenen Leben gehen, wenn es gilt, die Heimat mit Waffengewalt zu verteidigen." (aus: "Gerechtigkeit" von Elisabeth Holzleithner)

Oder kürzer gefasst mit den Worden von John F. Kennedy: "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!"
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 16:08
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt, indem er gleichzeitig perfekt gemachtes Popcorn-Kino liefert.

Genau so isses. Ich habe mich damals schon dauernd gefragt, wie die Leute zu einer anderen Interpretation gelangen können. Mir war das sonnenklar und ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie anders gemeint gewesen sein könnte - zumal Robocop ganz ähnlich vorgeht.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 16:10
Es ist eben keine Entscheidung, sondern eine Laune.
Trotzdem ne Entscheidung. Wenn auch keine wohlüberlegte und gut begründete.
Belabern und Gruppendruck sind doch immer Einflussfaktoren für Entscheidungen - wo steht denn geschrieben, dass man sowas alleine im stillen Kämmerlein durchdenken muss?

Letztlich ist das Gemeinwohl tatsächlich das, was in dem Buch zählt. Aber ich denke, Du verkehrst da Ursache und Wirkung: Es ist nicht "Tu was man Dir sagt, dann ist es das richtige" sondern "wenn alle nur Verantwortungsvoll handeln, dann kommt es automatisch zum Konsens".
So gesehen wird Konformismus tatsächlich als etwas gutes dargestellt, aber eben aus anderen Gründen.#
Individuelle (Entscheidungs-)Freiheit ist ein wichtiges Thema - ganz allgemein bei Heinlein.

Heinlein war tatsächlich glühender Individualist und Libertarianer...Libertärer...Libert...Libertarismus-Fan halt. Und das sehe ich auch in dem Buch eindeutig. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr das missverstanden wird.

Edit:
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt, indem er gleichzeitig perfekt gemachtes Popcorn-Kino liefert.
Genau so isses. Ich habe mich damals schon dauernd gefragt, wie die Leute zu einer anderen Interpretation gelangen können. Mir war das sonnenklar und ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie anders gemeint gewesen sein könnte - zumal Robocop ganz ähnlich vorgeht.
Mag an der Oberfläche so wirken, aber wenn man ein zweites mal hinschaut kann man da hintersteigen. Da muss man gegebenenfalls auch noch etwas Kontext zum Autor und dessen Einstellungen mitnehmen.
Patriotismus und einen gewissen Militärfetisch kann man da nicht abstreiten. Aber Faschismus ist da einfach nicht drin. Kommt aber auch daher, dass viele Leute allem, was Patriotismus oder Militarismus gleich fälschlicherweise der Faschismus-Stempel mitgegeben wird - aber da gehört dann doch noch ein bischen mehr rein.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.11.2013 | 16:14
Allerdings setzt Heinlein da noch eine weitere Grundprämisse - nämlich dass nur die Entscheidung für den Militärdienst von Verantwortungsbewusstsein zeugt und nur Armeeveteranen am politischen Prozess mitgestalten dürfen.
Laut Aussage des Autors betreffs des Romans, galt das für jeden Dienst an der Gesellschaft auch Feuerwehrleute und Krankenschwestern z.b. und der Roman soll ne Reaktion auf irgendwas aus Kongress bzw Senat gewesen sein.
Ist für mich aber eindeutig unter Satire einzuordnen.
mag sein, aber als Satire auf ein Buch das Verhoeven angeblich nicht mal gelesen hat?
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 16:19
Patriotismus und einen gewissen Militärfetisch kann man da nicht abstreiten. Aber Faschismus ist da einfach nicht drin

Hm, das sind zwischen unseren Deutungen dann vermutlich vor allem semantische Unterschiede. Autoritär geprägter Patriotismus mit Militärfetisch steht für mich ziemlich nah am Faschismus. Ich bin aber schlicht zu wenig in solchen Debatten drin, um die Nuancen berücksichtigen zu können. Insofern schließe ich mich Dir an: wenn sich ein autoritär geprägter Patriotismus mit Militärfetisch tatsächlich vom Faschismus abgrenzen lässt, dann geht das in Ordnung. Weitermachen. Der Film ist jedenfalls geil.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Pyromancer am 14.11.2013 | 16:32
Trotzdem ne Entscheidung. Wenn auch keine wohlüberlegte und gut begründete.
Belabern und Gruppendruck sind doch immer Einflussfaktoren für Entscheidungen - wo steht denn geschrieben, dass man sowas alleine im stillen Kämmerlein durchdenken muss?

Letztlich ist das Gemeinwohl tatsächlich das, was in dem Buch zählt. Aber ich denke, Du verkehrst da Ursache und Wirkung: Es ist nicht "Tu was man Dir sagt, dann ist es das richtige" sondern "wenn alle nur Verantwortungsvoll handeln, dann kommt es automatisch zum Konsens".
So gesehen wird Konformismus tatsächlich als etwas gutes dargestellt, aber eben aus anderen Gründen.#
Individuelle (Entscheidungs-)Freiheit ist ein wichtiges Thema - ganz allgemein bei Heinlein.

In "Starship Troopers" gibt es eben keine Entscheidungsfreiheit für den Protagonisten, es gibt keine verschiedenen Optionen mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen, sondern es gibt immer nur eine richtige und eine falsche Option. Und der Protagonist wählt die richtige, in dem er das tut, was die Gesellschaft von ihm verlangt.

Mir fällt genau eine einzige Entscheidung ein, die der Protagonist im Buch selbst, ohne Gruppendruck und Belaberung durch andere, trifft: Die, in der Grundausbildung den Dienst zu quittieren, nachdem ein Kamerad ausgepeitscht wird. Die hält dann auch genau so lange, bis ihm "die Gesellschaft" mit einem: "Junge, ich bin ja so stolz, dass du Soldat geworden bist." (in Form eines Briefes seines Lehrers, der sich als Ex-MI-Offizier outet) wieder auf den rechten Pfad zurückholt.

Diese konformistische Botschaft ist nicht typisch für Heinleins Werke, aber in Starship Troopers ist sie zentral.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.11.2013 | 16:40
Autoritär geprägter Patriotismus mit Militärfetisch Hm, das sind zwischen unseren Deutungen dann vermutlich vor allem semantische Unterschiede.
Nein, das wäre ziemlich nahe am deutschen Kaiserreich oder der populären Vorstellung davon, nur wählen darf man erst nachdenm es vorbei ist.
Vergleicht man andere Stories, dann ist ST das Gegenstück zu der freien Gesellschaft mit bewaffneten Bürgern, die sich entscheiden müssen für die Gesellschaft einzustehen oder sie untergehen zu lassen, bzw zu bekämpfen.

Im Buch wird immer wieder gezeigt, wie sich die Ausbilder bemühen zu erklären, warum was wie gemacht wird Kein Tu die Hand an die Wand, sondern warum Atomwaffen nicht die Lösung für alles sind.
In einem Fall bemüht sich ein Ausbilder um den Rekruten in der Ausbildung zu halten, weil er ein guter Politiker gewesen wäre, kein guter Soldat.

Man kann auch jederzeit aus dem Dienst ausscheiden

Ähnlich auf der Akademie, Okay Rico beweisen sie, das die Kreuzzüge aus Idealismus geführt wurden.

Wenn dann ist der Film zum Buch, was das Imperium in 40k zum 3 Imperium in Traveller ist.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 16:58
Autoritär geprägter Patriotismus mit Militärfetisch steht für mich ziemlich nah am Faschismus.
Achtung: Autoritär geprägt ist das bei Heinlein nicht - das ist ja der Knackpunkt. Autorität ergibt nur sich aus der Funktion des Vorgesetzten - immerhin sind wir bei beim Militär - und aus nichts anderem. Ein Vorgesetzter der nicht zum Wohle seiner Untergebenen handelt wird auch zur Rechenschaft gezogen.

Aber es gibt keinen "starken Führer", keine Verfolgung anderdenkender, keine Unterdrückung abweichender Meinungen und es wird allgemein kein Mensch wird zu irgendwas gezwungen. Jedem steht es offen, politisch gestaltend mitzuwirken - sofern man Militärdienst geleistet hat. Wer nicht zum Militär geht hat keine Nachteile hinsichtlich persönlicher Freiheit oder wirtschaftlicher Privilegien zu befürchten - man darf dann halt nicht wählen oder sich wählen lassen. Das ist die Konsequenz aus der Entscheidung gegen das Militär.
Wie schon gesagt gibt es auch keine Führerfigur, niemanden der sagt, wo es langgeht Richtung vorgibt - es ergibt sich einfach aus dem moralisch verantwortungsvollen Handeln aller ein gemeinsames Ziel. Aber letztlich beruht das auf der Summe der individuellen Entscheidungen für das Gemeinwohl.

Ich wiederhole mich: Heinlein war glühender Liberaler und überzeugter Individualist. Aber gleichzeitig ist auch gerade in Starship Troopers die Idee, dass Gemeinwohl Vorrang hat sehr stark, und dass jeder, der verantwortungsvoll und vernünftigTM handelt auch zu diesem Schluss kommen muss.

Das Gesellschaftsbild das da entworfen wird muss man nicht mögen (leben würde ich da auch nicht wollen), aber von Faschismus ist das weit entfernt. Beim Faschismus geht es ja gerade um Ent-Individualisierung, um das Aufgehen in der Masse. Das ist im Buch eher bei den hierarchisch-antiindividualistisch organisierten Bugs der Fall. Bei den Menschen wird als besondere Stärke herausgehoben, dass jeder eine individuelle Persönlichkeit ist, und dass diese sich gegenseitig ergänzen und stärken.

mag sein, aber als Satire auf ein Buch das Verhoeven angeblich nicht mal gelesen hat?
Ich hab das nie als Satire auf das Buch direkt aufgefasst, sondern auf Militarismus und Herrschaftsansprüche im allgemeinen - im Film haben die Menschen ja auch zuerst die Bugs angegriffen, indem sie ihren Lebensraum besiedelt haben.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Horatio am 14.11.2013 | 17:00
@ Ranor
Hab mich doch dagegen entschieden :P; ich glaube das hier ist größenteils sachlich:

Heinlein Faschismus vorzuwerfen ist, wenn man sein Gesamtwerk betrachtet, sehr schwierig. Das Werk Starship Troopers kann man eigentlich nicht im Vaccum betrachten, gerade da es nicht hm.. „offen faschistisch“ ist. Setzt man sich mit Heinlein auseinander, so erkennt man lediglich eine gewisse Skepsis der Vorstellung der Demokratie als beste und unkritisierbaren Staatsform; eine Haltung die ihn in der Zeit der „Greatest Generation“ sicherlich keine Freunde gemacht hat; heute ist das bei der breiten Amerikakritik natürlich anders.

Kritik wird dabei in vielen Werken eher am Rande deutlich, wie bspw. in den Lazarus Long Geschichten, allerdings auch sehr deutlich in Coventry oder Stranger of a Strange World. Dies ist das zweite Werk von Heinlein das man kennen sollte. Hier „propagiert“ er quasi eine kommunistische Lebensweise als demokratische Alternative. Auch als Antiliberal kann man Heinlein nicht begreifen; wer sich bspw. Utopia 2300 ansieht wird auch seine Interpretation einer liberalen Gesellschaft zu sehen bekommen.

Tatsächlich ist der Film von Verhoeven weniger ideologisch geprägt als das Buch. Die Szenen in denen Ideologie diskutiert wird, also seine Offiziersausbildung, seine zweite Begegnung mit dem verkrüppelten Beamten („Die mobile Infantrie hat das aus mir gemacht, was ich heute bin!“) oder die Szene in der er seinen Ausbilder belauscht, gegen den er eigentlich Beschwerde einreichen wollte, der seinem Vorgesetzten sein „hartes“ Verhalten erklärt, fehlen. Wobei es hier auch nicht um „Faschismus“ geht, sondern eher um das begründen und loben von Soldatentugenden; wenig verwunderlich in einem Werk, welches Soldaten explizit als Helden hat und vermutlich das Buch ist, welches das Genre des Military SF begründet hat. Die Geleichung, Militär = Faschismus finde ich auf jeden Fall sehr diskussionswürdig.

Dagegen erstaunt es mich etwas, dass du die satirischen und überzeichneten Obertöne in Verhoevens Verfilmung – die eine Interpretation von Heinleins Materials ist und ich freue mich natürlich auf weitere – nicht wahrnehmen konntest; auch der von dir verlinkte Artikel betont das nochmal. Man kann nicht Dinge diskutieren – auf welche Weise auch immer - ohne sie zu zeigen.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 17:01
Im Buch wird immer wieder gezeigt, wie sich die Ausbilder bemühen zu erklären, warum was wie gemacht wird Kein Tu die Hand an die Wand, sondern warum Atomwaffen nicht die Lösung für alles sind.
Der Film ist natürlich sehr überzeichnet - wie im übrigen fast alle Filme von Verhoeven - funktioniert aber gerade durch diese Überzeichnung ganz hervorragend.

Am besten wir lassen den Mann höchstselbst zu Wort kommen: (http://www.avclub.com/articles/paul-verhoeven,14078/)

"If you were very nice to the movie, you would call it prophetic. But we never thought of Starship Troopers as a warning, or something like that. When we were working on the [Robert] Heinlein book, we felt like we had something that was pretty militaristic, pretty right-wing, and you could even say had a tendency to be fascist. We felt we should counter that with irony and other means to make it interesting to ourselves."
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 17:04
Vielen Dank, Ranor. Genauso und nicht anders habe ich den Film auch verstanden - insbesondere auch in Abgrenzung zum Buch. Ich hatte much schon gewundert.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Sir Mythos am 14.11.2013 | 17:04
Wikipedia führt zu den Unterschieden übrigens folgende Begründung aus:

Zitat von: Wikipedia.de
Die Gegner, die in Heinleins Roman zwar als weder humanoid noch sonderlich human, aber dennoch intelligent beschrieben werden, ähneln im Film eher einer Horde von riesigen Killerinsekten. Ursprünglich sollte der Film Bug Hunt heißen, weil man die Rechte für Starship Troopers erst im letzten Moment erwerben konnte. Daraus erklären sich auch die offensichtlichen Veränderungen, die nötig waren, um einem Rechtsstreit keine Grundlage zu bieten.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 17:05
Noch als Ergänzung, da es ja bis heute Menschen gibt die dem Film ernsthaft faschistische Tendenzen zuschreiben:

"It was terrible, and quite punishing. There was an article in the Washington Post—the editorial, not the review—that said the movie was fascist, and the writing and directing were neo-Nazi, or whatever they wrote, that was extremely punishing to us, because that article was picked up, before the film came out, by the whole European press. The movie was introduced to the Europeans as a fascist movie, as a neo-Nazi movie. Which it was not, of course, it was the contrary of that. When we came on our promotion tour to these countries that had been fascist, notably Germany and Italy, and France to a certain degree, it was a continuous fight with the journalists, explaining to them that the movie basically used fascist imagery, and was using images of Leni Riefenstahl to point out a fascist situation."


(aus dem oben verlinkten Interview)
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 17:07
Vielen Dank, Ranor. Genauso und nicht anders habe ich den Film auch verstanden - insbesondere auch in Abgrenzung zum Buch. Ich hatte much schon gewundert.
Tja, dann hat auch Verhoeven das Buch missverstanden. Er hat iirc ja sogar mal zugegeben, es nicht bis zum Ende gelesen zu haben.

Zur Abgrenzung zum Faschismus verweise ich auf meinen obigen Post.

Noch als Ergänzung, da es ja bis heute Menschen gibt die dem Film ernsthaft faschistische Tendenzen zuschreiben:
Hab ich auch nie verstanden...
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 17:09
Tja, dann hat auch Verhoeven das Buch missverstanden. Er hat iirc ja sogar mal zugegeben, es nicht bis zum Ende gelesen zu haben.

DAS wiederum kann durchaus sein. Das Buch habe ich in meiner SF-Hochphase mal verschlungen. Ist rund 25 Jahre her. Ich würde auf keinen Fall meine Hand für irgendeine Interpretation des Buches ins Feuer legen. Aber der Film: naja, da finde ich die Interpretation so eindeutig wie Verhoeven das im Interview darstellt.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 17:10
Tja, dann hat auch Verhoeven das Buch missverstanden. Er hat iirc ja sogar mal zugegeben, es nicht bis zum Ende gelesen zu haben.
Missverstanden oder nicht, der Film ist jedenfalls eines der definitiven filmischen Werke der Science Fiction.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 17:14
Aber der Film: naja, da finde ich die Interpretation so eindeutig wie Verhoeven das im Interview darstellt.
Missverstanden oder nicht, der Film ist jedenfalls eines der definitiven filmischen Werke der Science Fiction.
Da bin ich bei Euch - hab auch nie was anderes behauptet.

Ich sage nur: Auch das Buch wird hier missverstanden.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Ranor am 14.11.2013 | 17:17
Ich sage nur: Auch das Buch wird hier missverstanden.
Mag sein, ich müsste das mal wieder lesen (ist mindestens 12 Jahre her das ich es zuletzt gelesen habe). Ich hatte aber schon damals den Eindruck das Buch und Film massiv weit auseinanderliegen und der Film sich nur vom Buch hat inspirieren lassen.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Horatio am 14.11.2013 | 17:20
So wie ich es im Kopf habe, wurde nur das Geschlecht einiger Charaktere angepasst und die Ganzen hm.. "Zwischenszenen" rausgelassen; alle "Actionanteile" sind drin und die Chronologie der Ereignisse sind auch in Buch und Film weitesgehend gleich.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 20:07
So wie ich es im Kopf habe, wurde nur das Geschlecht einiger Charaktere angepasst und die Ganzen hm.. "Zwischenszenen" rausgelassen; alle "Actionanteile" sind drin und die Chronologie der Ereignisse sind auch in Buch und Film weitesgehend gleich.
Nein, Film und Buch unterscheiden sich massiv. Außer den Namen einiger Protagonisten ist quasi nichts gleich geblieben.
Alleine schon die Kampfanzüge und damit einhergehend die gesamte Taktik der mobilen Infanterie ist ganz anders. Im Buch sind die Bugs auch nicht als Spinnenwesen beschrieben sondern bleiben amorpher, haben aber Städte etc.


Ich würde auf keinen Fall meine Hand für irgendeine Interpretation des Buches ins Feuer legen.
Huh? Jetzt bin ich verwirrt, ich habe das hier
Der Film verhält sich satirisch zum Buch, dessen faschistischen Kern er entblößt, indem er gleichzeitig perfekt gemachtes Popcorn-Kino liefert.
Genau so isses. Ich habe mich damals schon dauernd gefragt, wie die Leute zu einer anderen Interpretation gelangen können.
so verstanden, dass Du Thandbar beipflichtest, dass der "faschistische Kern" des Buchs entblößt wird. Ich sage ja: Das Buch hat keinen faschistischen Kern. Dann hab ich ja die ganze Zeit an Dir vorbeigeredet ;)
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 14.11.2013 | 20:42
Das ist ein Film über die Imperiale Armee in 40k
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 20:56
Huh? Jetzt bin ich verwirrt, ich habe das hier
so verstanden, dass Du Thandbar beipflichtest, dass der "faschistische Kern" des Buchs entblößt wird. Ich sage ja: Das Buch hat keinen faschistischen Kern. Dann hab ich ja die ganze Zeit an Dir vorbeigeredet ;)

Jau, haste. Ich habe mich doof ausgedrückt. Was ich sagen wollte: der Film parodiert offensichtlich faschistische Strukturen. Wenn das Buch einen solchen Kern hat, und das hatte ich im Hinterkopf, trifft Thandbar mit seinem Post deshalb den Nagel auf den Kopf.

Das ist ein Film über die Imperiale Armee in 40k

Das Imperium von 40k ist doch ebenso offensichtlich eine Parodie auf faschistische Strukturen.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 14.11.2013 | 21:06
Ach so, ok.

Wenn das Buch einen solchen Kern hat
Ich sage: Hat's nicht. Weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe ;D
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Vash the stampede am 14.11.2013 | 21:06
Das Imperium von 40k ist doch ebenso offensichtlich eine Parodie auf faschistische Strukturen.

Ich bin offensichtlich zu doof, um den Humor in WH40K (außer bei den Orks) zu erkennen. ;D
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Wellentänzer am 14.11.2013 | 21:15
Ich bin offensichtlich zu doof, um den Humor in WH40K (außer bei den Orks) zu erkennen. ;D

Ach wat. Schau Dir einfach mal die Merksätze des Imperiums an, die immer unten auf den Seiten abgedruckt sind. Wenn das keine gelungene Parodie ist, weiß ich es auch nicht.
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Slayn am 14.11.2013 | 21:18
Ich bin offensichtlich zu doof, um den Humor in WH40K (außer bei den Orks) zu erkennen. ;D

Also komm, ist doch die gleiche Klasse wie Charlie Chaplin in "Der große Diktator".
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: Thandbar am 14.11.2013 | 21:44
Heinleins Buch ist ein Thesenroman, dessen Grundargumente durch verschiedene Lehrerpersönlichkeiten vertreten und vermittelt werden und die durch den Verlauf der Geschichte als "wahr" bestätigt werden.

Verhoeven begreift Heinleins These bereits als Teil einer allgegenwärtigen Propaganda, die schon immer dazu verwendet wird, junge Menschen in Kriegen zu verheizen und das Recht des Stärkeren, der den Schwächeren in den Staub tritt, zu glorifizieren.

Ideologisch sind die beiden Perspektiven so unterschiedlich, dass man meiner Meinung nach nicht einfach sagen kann, Verhoeven habe Heinlein schlichtweg nicht "verstanden". Verhoeven arbeitet sich in "Starship Troopers" vornehmlich an seinen eigenen Themen ab; es geht ihm nicht darum, die Argumente Heinleins in filmischer Gestalt noch einmal zu abzuwägen. Das interessiert ihn schlichtweg nicht.

Da er als Künstler und nicht als Literaturkritiker operiert, ist das meiner Meinung nach auch voll in Ordnung. 
Titel: Re: Starshp Troopers
Beitrag von: YY am 17.11.2013 | 21:57
Missverstanden oder nicht, der Film ist jedenfalls eines der definitiven filmischen Werke der Science Fiction.

Auf mich hat man ja lange eingeredet, dass ich den Film getrennt vom Buch betrachten sollte.
Dann finde ich ihn aber richtig furchtbar und nicht mehr nur misslungen  :P