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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: JS am 9.05.2014 | 12:25
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Moin!
Ich brenne gerade mächtig für Traveller und habe daher auch Lust, einen passenden SciFi-Roman (oder eine Reihe) zu lesen. Leider ergeben meine bisherigen Recherchen jedoch, daß sich viele SciFi-Geschichten trotz aller Raumfliegerei zu lokal abspielen und daher nicht interessant für mich sind; sie sind "zu klein".
Ich suche:
- Eine Geschichte, in der "groß" gedacht und gehandelt wird: zahlreiche Planeten, Völker, Spezies, Konflikte auf allen Ebenen, mächtige Raumschiffe... das volle Programm, welches nicht schnell auf ein paar Intrigen oder Schießereien in irgendeiner Stadt reduziert wird.
- Keine altbekannten Serien (Star Trek, W40K, Star Wars, Wüstenplanet usw.).
- Deutsche Sprache/Übersetzung. Englisch wäre zwar kein Problem, aber ich schätze nun mal meine Muttersprache.
- Vernünftiger Verlag oder Korrektor, der ein lesbares Buch publiziert hat.
- Möglichst eine Kindle-Edition verfügbar.
Alles in allem wohl Star Trek, Star Wars, Mass Effect oder Wüstenplanet, aber eben (für mich) neu und unverbraucht.
Fallen euch dazu ein paar Tips ein?
:)
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Im Moment höre ich gerade die "Krieg der Klone"-Reihe von Scalzi. Die haben einen fürchterlichen deutschen Titel und noch grausamere Buchcover abbekommen, aber die Bücher taugen schon was.
Der erste Band kommt noch als Military Sci Fi daher. Ich bin jetzt im zweiten Band und es blittz immer mal wieder durch, dass man bald ein größeres Universum aufmacht und die Rassen etwas intensiver beleuchtet werden und sie nicht bloß als Kanonenfutter darstellt.
Inweit diese Vermutungen stimmen, kann ich nicht sagen, aber bislang gefallen mir die Bücher gut.
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Mike Resnick und Traveller ist irgendwie ... wie Rotwein und guter Käse, das passt zusammen.
Die "Cormack"-Reihe von Neal Asher ist ebenfalls einen Blick wert, auch wenn es für meinen Geschmack schon zu sehr Transhumanistische Fragen angeht.
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Da ich Hamilton Fan bin, mag ich an dieser Stelle den Armageddon Zyklus, und die Commenwealth-Saga von ihm empfehlen. Auch wenn der Mann einen Gewissen hang dazu hat seine Storries eigentlich immer auf die selbe weiße ab zu schließen. ^^
Hat beides alles, Große Konflikte, mächtige Raumschiffe, Aliens (naja okay nicht all zu viele aber es gibt sie).
Deutsche Version, gibt es auch wenn ich Lübbe dafür erschießen mag, das sie aus 3 Englischen Büchern immer Mindestens 6 machen.
Verlag, naja wie gesagt Bastei Lübbe halt.
Kindle Version, weiß ich nun nicht.
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- Scalzi fiel mir auch ins Auge, ist aber noch zu menschenzentriert und militärisch, daher "zu klein".
- Resnick streifte ich auch, aber an der Cole-Reihe schaute ich bisher vorbei. Sie scheint jedoch genau in mein Suchschema zu passen. Leider nicht Kindle, aber dafür gebraucht günstig.
- Hamilton sieht auch gut aus. Sind denn Commonwealth und Armageddon unabhängig voneinander?
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Der Kultur-Zyklus von Iain Banks sollte deine Anforderungen auch ganz gut erfüllen.
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- Resnick streifte ich auch, aber an der Cole-Reihe schaute ich bisher vorbei. Sie scheint jedoch genau in mein Suchschema zu passen. Leider nicht Kindle, aber dafür gebraucht günstig.
Die Cole-Reihe steht bei mir rum und ich würde mich von ihr trennen wollen (kann ich mittlerweile auswendig runterbeten). Also wenn du Interesse hast, schick ne PM.
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Asimovs "Foundation"
Banks "Culture"
Alastair Reynolds "Revelation Space"
Dazu von Vernor Venge "Ein Feuer auf der Tiefe".
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Simon R. Green "Deathstalker" - im wesentlichen lässt sich das Buch beschreiben als "Star Wars, wenn es von G.R.R. Martin geschrieben worden wäre". Epische Space-Opera auf hunderten von Planeten. Wechselnde Erzählperspektive (ähnlich den "viewpoints" bei der ASoIaF-Reihe), welche die Riesenhaftigkeit des Settings gut rüberbringt.
Deutsche Übersetzung (von Heyne) existiert, kann leider nichts zur Qualität sagen (habe die Bücher auf Englisch gelesen).
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Piper z.b. Space Viking(Inspiration für die Sword Worlds IIRC)
Poul Anderson Nicholas van Rijn(Freetrader) und Dominic Flandry
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Vielen Dank, es sind schon einige vielversprechende Kandidaten genannt worden, mit denen ich mich nun mal näher beschäftigen werde.
Slayn: Danke für das Angebot, mein Interesse hängt allerdings vom Zustand der Bücher (bin pingelig) und von deinen Preisvorstellungen ab. Die Bücher sind ja über Amazon spottbillig zu bekommen.
:)
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"Revelation Space" möchte ich gerne sekundieren. Das empfehle ich zwar grundsätzlich immer wenn jemand nach SciFi fragt, aber auf deine Anforderungen passt es zufällig auch noch genau.
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Hm, es liest sich in den Rezis aber gar nicht so klar als Space Opera, daher bin ich unentschlossen.
Hat denn jemand schon ein Band der "Verschollenen Flotte" oder "Heliosphere" gelesen?
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Lost Fleet ist schön, hat einige Unlogik(aber das könnte später erklärt werden)
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"Verschollenen Flotte"
Hauptserie und die Nebenserien.
Der technische Ansatz ist gut, der soziale Ansatz sogar weitestgehend glaubwürdig, ein paar Dinge sind wirr, wobei die Serie zumindest den Anschein erweckt diese Dinge unterwegs klären zu wollen.
Was mich persönlich stört sind die immerwährenden Wiederholungen von einigen Dingen, die zwar innerweltlich einen Sinn machen, als Leser aber irgendwann nerven. (Beispiel: Ich mag nicht wissen wie oft in Tarnished Knight der Gedanke ausgeschrieben wird "Wenn ich ihm/ihr nur vertrauen könnte...")
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Dann werde ich diese Serie auch mal näher berücksichtigen.
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"Hyperion" (Dan Simmons)
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Dann werde ich diese Serie auch mal näher berücksichtigen.
Ich würde es machen. Die Serie hat ein paar Ansätze, die mich wirklich überrascht hatten:
- Die Erde ist egal, Sol ist zwar etwas das man ehrfürchtig betrachtet, aber einfach unter normalen Umständen kein Thema.
- Ganz andere Religionen. Was man als Leser so mitbekommt ist eine wirre Art von Ahnenkult, die sich entwickeln wird.
- Recht gut extrapoliert wie lange und anhaltende Konflikte sich auf die Bevölkerung auswirken können
- Spannende Raumschlachten zwischen mehreren hunderten Teilnehmern.
Logiklücken:
Die Menschheit hat eine Art von FTL entwickelt und hat sich trotzdem von Aliens eine Art von FTL+ aufschwatzen lassen.
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Prima.
Ich fange mal mit Heliosphere an und werde mal gucken, wohin mich eure Empfehlungen dann führen werden. Cole besorge ich mir auch, der scheint mir ähnlich gut für Traveller passen, ebenso Verschollene Flotte.
:)
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Cole besorge ich mir auch
Mach mal. Sei nur kurz vorgewarnt das die Wilson Cole Reihe auf ein paar Fakten aufbaut die schon in der laufenden Serie etabliert wurde und man manchmal etwas doof dasteht wenn erklärt wird warum ein "Klopfer Mark III" ein anderes Raumschiff nicht mal ankratzen kann.
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Ich würde noch die "Honor Harrington"-Romane ins Rennen werfen. Das ist allerdings eher SciFi durch die eher militärische Brille, quasi "Hornblower im All".
Ich suche:
- Eine Geschichte, in der "groß" gedacht und gehandelt wird: zahlreiche Planeten, Völker, Spezies, Konflikte auf allen Ebenen, mächtige Raumschiffe... das volle Programm, welches nicht schnell auf ein paar Intrigen oder Schießereien in irgendeiner Stadt reduziert wird.d unverbraucht.
check, bis auf die verschiedenen Spezies. Die Handelnden sind alles Menschen in unterschiedlichen und verfeindeten Sternenreichen.
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Ich kann dir die "Eroberer" (Timothy Zahn) Trilogie voll und ganz empfehlen:
-Ernsthafter, durchdachter und dichter Plot mit vielen Facetten und Twists.
-Das Gefühl einer plausiblen, seeeehr weiten, und vor Konflikten brodelnde Welt vor sich zu haben.
-Große Schiffe, kleine Schiffe, große Waffen, kleine Waffen, große Imperien, kleine "Helden".
Was ich auch großartig fand, war Barrayar, wobei Barrayar sehr stark von den eingängigen Figuren und ihren Konflikten lebt, wohin "Eroberer" sich mehr nach "intergalaktisches Geschehen" anfühlt.
Problem bei ersterem könnte die Beschaffung werden, ist mWn out of print, und ich habe sie auch nur leihen können.
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Honor Harrington und von Zahn "Ikarus" sind ebenfalls auf meiner Liste gelandet.
Vielen Dank für alle Tips, dieser Thread war extrem hilfreich und wird mich mächtige auf das Traveller RPG einstimmen.
Nun beginne ich mit Heliosphere, aber der erste Band hat ja nur 92 Seiten.
:)
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- Hamilton sieht auch gut aus. Sind denn Commonwealth und Armageddon unabhängig voneinander?
Ja, sie sind von einander unabhängig, und spielen in völlig unterschiedlichen Universen mit anderer Technologie und Vorraussetzungen.
An Commenwealth hängt noch eine weitere Reihe dran. (Muss man nicht lesen, wenn mans tut sollte man Commenwealth erst lesen). Außerdem gibt es noch ein einzelnes Buch, auf dessen Ereignisse in der Commenwealth-Saga angespielt wird. Muss man aber auch nicht gelesen haben, führt nur an einer Stelle zu einem kleinen Schmunzeln.
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Ich würde noch die "Honor Harrington"-Romane ins Rennen werfen. Das ist allerdings eher SciFi durch die eher militärische Brille, quasi "Hornblower im All".
Nicht nur quasi. Das ist mehr oder weniger explizit als "Hornblower im All" angelegt.
check, bis auf die verschiedenen Spezies. Die Handelnden sind alles Menschen in unterschiedlichen und verfeindeten Sternenreichen.
Und Baumkatzen.
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Dann empfehle ich mal Larry Niven.
Ringwelt und alle Nachfolger: Menschen und Aliens erkunden eine, erst kurz davor entdeckte, Ringwelt.
Oder die Romane aus dem Bekannten Weltraum (Known Space).
Irgendwie habe ich den Eindruck, die Kzin und die Aslan sind eins zu eins Kopien >;D