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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Supersöldner am 19.05.2014 | 11:38

Titel: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Supersöldner am 19.05.2014 | 11:38
Wiso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit? hab das zwar selber noch nicht erlebt aber dafonn gehört das es kaum frauen beim PuP giebt.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Das Grauen am 19.05.2014 | 11:44
Schon einmal die Suchfunktion genutzt?

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http://www.tanelorn.net/index.php?topic=7853.0
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Luxferre am 19.05.2014 | 11:46
Völlig OT:

Allgemein    Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?    Das Grauen    Heute um 11:44

Irgendwie lustig  >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Vling am 19.05.2014 | 11:46
Also - ich leite mehrere Runden (Cthulhu, DSA, Starwars, ...) und habe 20 Spieler - davon sind knapp die hälfte Frauen. Eine meiner DSA Runden bestand nur aus Spielerinnen  8)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Infernal Teddy am 19.05.2014 | 11:51
Wiso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?

Sind sie? Hm.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Weltengeist am 19.05.2014 | 12:39
Ich finde, es ist deutlich besser geworden.

In den 80er Jahren musste man Mädchen in Rollenspielgruppen noch mit der Lupe suchen. Aber damals gab es auch noch kaum Mädels, die z.B. Computerspiele gespielt oder in Fußballvereinen gekickt haben. Beides hat sich mittlerweile geändert. Ich spiele immer mal wieder in wechselnden Konstellationen, und da kommt es eher selten vor, dass keine Frauen dabei sind.

Ich hab mal durchgezählt, mit wem ich in den letzten 4 Wochen gespielt habe, und bin auf 19 verschiedene Männer und 6 verschiedene Frauen gekommen. Und auch sonst sind gefühlt ca. ein Drittel der Spieler in meinen Runden weiblichen Geschlechts. In der Community insgesamt liegt der Anteil allerdings meines Wissens etwas niedriger; auf der Drachenzwinge beispielsweise ist nur etwa jeder siebte registrierte Spieler weiblich.

Warum das so ist? Ich finde, das beantwortet sich von selbst, wenn man genügend Gruppen beim Spielen zuschaut. Klar, theoretisch ist das Medium Rollenspiel ganz toll für vieles, was so als "typisch weibliche Interessen" wahrgenommen wird. Nur wird es meist nicht so gespielt - oft wird eben doch der Ork geschnetztelt, bis der Arzt kommt, und da ist die Zahl weiblicher Interessenten dann eben doch etwas geringer... ;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: ComStar am 19.05.2014 | 12:49
Ich hab auch nicht den Eindruck, dass sie eine Minderheit sind.
Eine wirkliche Minderheit sind meiner Einschätzung nach Senioren und das obwohl die doch soviel Zeit haben.
Vielleicht sollten wir mal lieber darüber reden, wieso unser Hobby alte Menschen so diskriminiert!  ::)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Teylen am 19.05.2014 | 13:11
(http://www.dorktower.com/files/2014/02/DorkTower1181.gif)

^_^
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Maarzan am 19.05.2014 | 13:23
Ich hab auch nicht den Eindruck, dass sie eine Minderheit sind.
Eine wirkliche Minderheit sind meiner Einschätzung nach Senioren und das obwohl die doch soviel Zeit haben.
Vielleicht sollten wir mal lieber darüber reden, wieso unser Hobby alte Menschen so diskriminiert!  ::)

Weil die vermutlich nichtkörperliche Attribute lieber ausspielen würden und ihre überlegene Intelligenz, Weisheit und Charisma auch so rüber bringen können, aber durch die Abzüge auf Körperkaft , Geschicklichkeit und Konstitution ungerechtfertigt eingeschränkt, wenn nicht gar diskriminiert werden. Als wenn die Jugend von heute da wirklich mehr zu bieten hätte ... .   >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: ComStar am 19.05.2014 | 13:24
Öhm, hier geht es doch noch um die Spieler und nicht um die Charaktere, oder?
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Maarzan am 19.05.2014 | 13:25
Es will nach einschlägigen Vermutungen ja jeder sich selbst in den Spielen angemessen repräsentiert sehen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: BeePeeGee am 19.05.2014 | 13:27
Also, als Minderheit würde ich weibliche Spieler nicht mehr bezeichnen.

Was ich eher erschreckend finde: Wie wenig es jüngere Spieler es gibt. Ich habe den Eindruck, die meisten stürzen sich auf Online/PC-Rollenspiele und lassen Pen&Paper links liegen...
Eine Schülerin, die selber Online-RPG spielt, meinte bei ihr in der Schule würden nur die "Kellerkinder" Pen&Paper spielen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Kardinal am 19.05.2014 | 13:36
G spielt, meinte bei ihr in der Schule würden nur die "Kellerkinder" Pen&Paper spielen.

d.h. die geeks & nerds - also wie in alten Zeiten  >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Slayn am 19.05.2014 | 13:36
So wie ich das bisher erlebt habe kommt es einfach sehr auf die Art des Rollenspiels an und für sich an. Die WoD hat damals eine Menge Mädels ins Hobby geschwemmt die weder was mit Wargaming am Hut hatten, noch jemals in diese Ecke wollten.
Daher nehme ich an das in bestimmten Bereichen (SaWo, Superhelden, etc.) die Quote stark in Richtung Männer kippt, der Mainstream (DSA und Co.) recht ausgeglichen ist, usw.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Wawoozle am 19.05.2014 | 13:44
Eine Schülerin, die selber Online-RPG spielt, meinte bei ihr in der Schule würden nur die "Kellerkinder" Pen&Paper spielen.

Das war doch noch nie anders.

Man kann übrigens auch schön hier im Forum sehen was passiert wenn man die Kellertür offen lässt :D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Hewisa (gone for good) am 19.05.2014 | 13:58
Man kann übrigens auch schön hier im Forum sehen was passiert wenn man die Kellertür offen lässt :D
Statt wie früher einfach einmel die Woche einen Eimer Fischköpfe durch die Luke zu kippen ;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: BeePeeGee am 19.05.2014 | 14:05
Ich muss sagen, dass die "weiblicheren" Rollenspiele heutzutage durchaus meiner Spielweise sehr zusagen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 19.05.2014 | 14:07
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http://www.tanelorn.net/index.php?topic=7853.0

10 Jahre später darf man durchaus mal wieder einen neuen Thread aufmachen.

Zum Thema:
Ja, Spielerinnen sind imE immer noch eine Minderheit. Nicht mehr so extrem wie früher, aber "Minderheit" heisst ja angesichts der eher kompakten Auswahl nur "spürbar weniger als 50%". Ich hatte zwar auch schonmal eine Gruppe mit ~75% Frauenanteil, aber das war doch stark die Ausnahme.

In meiner einen aktuellen Stammgruppe haben wir 40% Frauenanteil (2 von 5), in einer anderen 28% (2 von 7). Bis vor kurzem war ich ja auch noch in Narubias Gruppe, die sich durch exakt 0,00% Frauenanteil als Ausreißer hervorhob. In den meisten meiner Gruppen seit Schulzeiten waren 1-2 Mädels dabei. Auch in den meisten Gruppen aus meinem Bekanntenkreis schaut es so ähnlich aus. Wobei ich jetzt keinen exakten Überblick darüber habe, wie es bei WoD aussieht, weil ich sowas eben nicht spiele.
Also im Schnitt würde ich sagen: in meinem mittelbaren Umfeld ca 25%. Das ist dann schon eine Minderheit.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Chiungalla am 19.05.2014 | 14:13
Wobei ich mich frage in wie weit das explizid am Rollenspiel liegt. Irgendwie scheinen mir Frauen in fast allen Bereichen die etwas mit Spielen zu tun haben unterrepräsentiert. Seien es Computerspiele, Tabletops (Frauenquote deutlich kleiner als 10% meiner Erfahrung nach), Brettspiele, Kartenspiele... vielleicht ist der Spieltrieb bei Frauen nicht so stark ausgeprägt oder einfach gesellschaftlich nicht so stark gefördert. Für letzteres würde ja sprechen das die Frauen in allen Spielarten des Spiels  8) aufzuholen scheinen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 19.05.2014 | 14:41
Wobei ich mich frage in wie weit das explizid am Rollenspiel liegt. Irgendwie scheinen mir Frauen in fast allen Bereichen die etwas mit Spielen zu tun haben unterrepräsentiert. Seien es Computerspiele, Tabletops (Frauenquote deutlich kleiner als 10% meiner Erfahrung nach), Brettspiele, Kartenspiele... vielleicht ist der Spieltrieb bei Frauen nicht so stark ausgeprägt oder einfach gesellschaftlich nicht so stark gefördert. Für letzteres würde ja sprechen das die Frauen in allen Spielarten des Spiels  8) aufzuholen scheinen.

Danke, darauf wollte ich später noch zu sprechen kommen: ich sehe das genauso -- also, das ist nicht auf RPGs beschränkt, sondern zieht sich durch so ziemlich alle Spielgenres. Mädels scheinen ihren Spieltrieb (den sie als Kinder ja genauso haben wie Jungs) viel eher und gründlicher zu verlieren (oder ausgetrieben zu bekommen). Keine Ahnung, ob das genetisch bedingt ist oder eine Ausprägung gesellschaftlicher Konditionierung.

Man sagt ja auch nicht von ungefähr "Männer werden nicht erwachsen, nur die Spielzeuge werden teurer".

Jedenfalls ist das z.B. auch bei der Familie meines Bruders so: er zockt gerne (v.a. Rennspiele), die Kinder zocken gerne (v.a. Handy-, Flash- und Facebookspiele), aber seine Frau hat keinerlei Ambitionen in die Richtung und ist auch eher genervt vom Spieltrieb ihrer Familienmitglieder. Lediglich ein Brettspiel oder Quiz dann und wann ist für sie gerade noch so akzeptabel.

Auch wenn ich mir so meine Exen anschaue, waren da nur relativ wenige Zockerinnen irgendeiner Couleur dabei.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Ucalegon am 19.05.2014 | 16:46
Warum ergreifen immer noch weniger Frauen als Männer technische Berufe? Ich denke heutzutage sind diejenigen, die behaupten, Frauen seien daran eben "normalerweise" oder "naturgemäß" nicht interessiert bzw. nicht dafür geeignet, deutlich in der Minderheit. Stattdessen bemüht man sich, stereotype Rollenbilder zu vermeiden und Chancengleichheiut herzustellen.

Dementsprechend finde ich die Idee von "weiblichen" versus "männlichen" Rollenspielen, von WoD versus Wargaming oder einer grds. geringeren Veranlagung zum Spielen bei Frauen nicht überzeugend. Im Gegenteil wird das eher zur self-fulfilling prophecy.

Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 19.05.2014 | 17:13
Warum ergreifen immer noch weniger Frauen als Männer technische Berufe? Ich denke heutzutage sind diejenigen, die behaupten, Frauen seien daran eben "normalerweise" oder "naturgemäß" nicht interessiert bzw. nicht dafür geeignet, deutlich in der Minderheit

...und werden von der Realität bestätigt. In Ländern wie Norwegen gilt seit den 70ern eine offizielle Doktrin der geschlechtsneutralen Erziehung ohne vorgegebene Rollenbilder, aber mit massivem Gender Mainstreaming. Dort kann wirklich jeder ohne gesellschaftlichen Druck oder wirtschaftliche Zwänge alles werden. Und was tut Gott? In Norwegen werden _noch weniger_ Frauen Techniker bzw Männer Krankenpfleger als in anderen Ländern. Diesen Effekt bezeichnet man in Norwegen als "das Gleichstellungsparadox".
Dazu empfehle ich gerne eine norwegische Reportage, die es auf YT auch mit deutschen Untertiteln gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=mguctw0i-rk
welche seinerzeit große Wellen geschlagen und maßgeblich dazu beigetragen hat, diese sogenannten Gender Studies als ideologisch verbrämte Pseudowissenschaft zu enttarnen.

Das ist jetzt hier ein recht schmaler Grat, da das :T: keinen Raum mehr für politische Diskussionen bietet, aber ich beziehe mich hier auch ausdrücklich auf den wissenschaftlichen Ansatz und die Studien, auf die sich obiger Film beruft. Nichtsdestotrotz sollten wir das vielleicht in diesem Thread lieber nicht weiter auswalzen -- ich empfehle lediglich, sich mal die Reportage reinzuziehen und die eigenen Schlüsse daraus zu ziehen, um eventuelle Transferleistungen auf das Threadthema zu erzielen.

Edit: Sinnfehler ausgebessert.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: JS am 19.05.2014 | 17:29
Sehr guter Beitrag, Feuersänger. Gleiches zeigte sich ja auch bei der freiwilligen Wahl von Spielzeug bei kleinen Jungs und Mädchen; da offenbarten sich auch unvermutete - nämlich die üblichen - Tendenzen, ohne daß es gezielte Manipulation durch Erwachsene gab. (Ich las das mal im Wissenschaftsteil der SZ, aber fragt mich nicht, wann.)

Aber zurück zum Thema: Ich überlege vielmehr, ob das eine Frage zwecks theoretischer Durchdringung ist oder zwecks möglicher Handlungsüberlegungen. Theoretisch finde ich es nämlich auch spannend, geschlechterspezifische Vorlieben zu analysieren, aber praktisch - also am Spieltisch - halte ich Frauen weder für eine Bereicherung noch für einen Störfaktor. Ob sie nun rollenspielen oder nicht, ist mir (fast) herzlich egal.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 19.05.2014 | 17:49
Wiso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit? hab das zwar selber noch nicht erlebt aber dafonn gehört das es kaum frauen beim PuP giebt.

Weil Rollenspieler viel zu oft peinliche Typen sind.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 19.05.2014 | 17:58
geschlechterspezifische Vorlieben

Nun, zumindest mögen alle Kinder gerne "play pretend" (wie nennt man das eigentlich auf deutsch?), und irgendwie ist RPG ja auch nicht viel anderes.
Was geschlechterspezifische Vorlieben beim Rollenspiel angeht, gibt es hier im Forum garantiert schon Umfragen zu Fragen wie bevorzugte Genres (Stichwort Vampire und so), evtl auch zum Spielstil an sich. Aus der Hüfte kann ich grad wieder nur persönliche Erfahrungen anbieten: die meisten rollenspielenden Mädels, die ich kenne, sind weniger die Optimierer, sondern mehr so Method Actors, Storyteller und Konsorten bis hin zu Bauergamern. Ich kenne _deutlich_ mehr bauergamende Mädels als Jungs!
Aber auch hier gilt wieder, das sind nur Tendenzen und weißgott keine klaren Mehrheiten. Es gibt auch Mädels, die optimieren bis der Arzt kommt. Und dann wieder welche, die sich mit Regelkorsetts gar nicht anfreunden können sondern lieber mehr oder weniger Freiform erzählen wollen.

Nebenbei hatten wir erst vor ein paar Monaten einen Thread zur geschlechterspezififischen Klassenwahl; ich hatte nämlich den Eindruck, dass Mädels tendenziell lieber Sneaky-Charaktere spielen. Was daraus geworden ist, könnt ihr hier nachlesen:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=87882.0

Weil Rollenspieler viel zu oft peinliche Typen sind.

xD
/thread
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Bad Horse am 19.05.2014 | 18:03
Als ich angefangen habe, war die Quote so gefühlt zwischen 1 und 10%. Heute sind es zwischen 20 und 30%. Das sind doch schon mehr. :)

Insofern sind wir eine Minderheit, aber keine so winzig kleine mehr. Ich habe sogar eine Runde, in der es keine Männer gibt, aber das ist schon eine Ausnahme - normalerweise liegt unser Prozentsatz so zwischen 2/7 und 3/6.

Wobei wir schon festgestellt haben, dass wir auch in der 100%-Frauenrunde darauf achten müssen, dass wir genug weibliche Charaktere haben. In der 50%-Frauenrunde haben wir gar keinen.  wtf?
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Vling am 19.05.2014 | 18:12
... Wobei wir schon festgestellt haben, dass wir auch in der 100%-Frauenrunde darauf achten müssen, dass wir genug weibliche Charaktere haben. In der 50%-Frauenrunde haben wir gar keinen.  wtf?

Das Problem kenne ich - meine ehemalige DSA 1 Runde (4 Frauen) hatte 3 männliche Chars ... :headbang:
(Und ja - die nettesten und auch attraktivsten Frauen - waren die mit abstand brutalsten Weibleins die ich je erleben durfte. Zb. "Huch ein Ork - Ich hau den so lange bis das blut ....", danach Schnitt sie ihm dem Kopf ab und schüttete etwas Laub über den toten Ork ...) - (aber - sobald sie einen Hund oder Pferd sahen "Huhu Hund ... ähm - kann ich eine Pferdezucht aufmachen?")
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: BeePeeGee am 19.05.2014 | 18:17
Mädels scheinen ihren Spieltrieb (den sie als Kinder ja genauso haben wie Jungs) viel eher und gründlicher zu verlieren (oder ausgetrieben zu bekommen). Keine Ahnung, ob das genetisch bedingt ist oder eine Ausprägung gesellschaftlicher Konditionierung.
Das nennt man dann Erwachsen werden - während Männer oft Kinder bleiben  >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Ucalegon am 19.05.2014 | 18:23
Diesen Effekt bezeichnet man in Norwegen als "das Gleichstellungsparadox".
Dazu empfehle ich gerne eine norwegische Reportage, die es auf YT auch mit deutschen Untertiteln gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=mguctw0i-rk

Da ich daraus auch keine politische Diskussion machen will und mir dieser Herr Eia bisher nicht bekannt war, sage ich dazu nur Folgendes:

 
maßgeblich dazu beigetragen hat, diese sogenannten Gender Studies als ideologisch verbrämte Pseudowissenschaft zu enttarnen.

klingt für mich deutlich nach den üblichen Verschwörungstheorien vom rechten Rand (Ich unterstelle dir damit nichts und interpretiere deinen Kommentar so, dass du dich im Sinne der Wissenschaftlichkeit gerade von denen distanzieren willst). 

Edit: Für weitere Ideen noch zwei interessante Artikel:
http://www.taz.de/Rollenbilder-im-Kinderfernsehen/!120432/ (http://www.taz.de/Rollenbilder-im-Kinderfernsehen/!120432/)

http://howtonotsuckatgamedesign.com/2013/12/marketers-fear-female-geek-2/ (http://howtonotsuckatgamedesign.com/2013/12/marketers-fear-female-geek-2/) (auch mal in die Kommentare schauen, da wird durchaus kontrovers diskutiert)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Dr.Boomslang am 19.05.2014 | 21:02
Mädels scheinen ihren Spieltrieb (den sie als Kinder ja genauso haben wie Jungs) viel eher und gründlicher zu verlieren (oder ausgetrieben zu bekommen). Keine Ahnung, ob das genetisch bedingt ist oder eine Ausprägung gesellschaftlicher Konditionierung.
Beides schließt sich ja keineswegs aus. Zumindest scheint der Spieltrieb von Frauen wie der von Männern kulturellem Wandel zu unterliegen, das kann man meine ich die letzten Jahrzehnte sehr gut beobachten. Frauen scheinen in den letzten Jahrzehnten generell weniger "Geeks" gewesen zu sein, also Leute mit einem Nischenhobby. Das mag z.B. wirtschaftliche Gründe haben. Um ein Geek zu sein braucht man Freizeit ein gewisses freies Einkommen und darf keine anderen primären Interessen haben die obligatorisch sind und die Zeit in Anspruch nehmen. Das traf auf Frauen womöglich weniger zu.
Außerdem ist Fantasy und Spielen in den letzten 10 Jahren deutlich mehr Mainstream geworden. Das Vorurteil Frauen spielen keine Computerspiele hat sich z.B. mit der Verfügbarkeit von Konsolen und Smartphones komplett aufgelöst. Frauen orientieren sich also eventuell in diesem Fall mehr am Mainstream als Männer, obwohl das in anderen Subkulturen (Musik z.B.) nicht der Fall zu sein scheint.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: AcevanAcer am 20.05.2014 | 03:44
Intressant finde ich bei dieser Diskussion, das das verhältnis zwischen Männern und Frauen auf der Facebookseite der Heidelcon bei evtl. Teilnahme und Teilnahme 33 zu 19 ist. Personen zweifelhaftem geschlechts habe ich zu den Männern gezählt.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Praion am 20.05.2014 | 07:07
Spielen wird bei Frauen aus gesellschaftlicher Sicht noch weniger akzeptiert als bei Männern nehme ich mal an.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Oberkampf am 20.05.2014 | 07:30
Also ich glaube schon, dass RSP ursprünglich ein Männerhobby war, weil es jede Menge Jungsträume bedient hat. Man kann ja auch unterschiedlichen Geschmack der Geschlechter feststellen, wenn es um Filme oder Bücher geht. Frühe Fantasy, Moorcock & Co., waren zum Großteil Abenteuerbücher für Jungs, außer vielleicht sowas wie Marion Zimmer Bradley. Kein Wunder, dass dann die meisten Interessanten für Fantasy-Rollenspiele auch Jungs sind. Erst mit der WoD sind "typische" Mädchenthemen ins Rollenspiel eingeflossen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Exilant am 20.05.2014 | 07:46
In meinen Gruppen waren meist 1-2 Frauen dabei, also ca 25% Frauenanteil, mal mehr, mal weniger. Ich nehme bei Frauen leider sehr oft eine "mal komm ich, mal komm ich nicht"-Mentalität wahr, während man sich auf die meisten Männer in Sachen Anwesenheit verlassen kann.
Das hat nun - nachdem sich der Spielerpool in ganz süddeutschland zum Studieren verteilt hat - dazu geführt, dass wir in reiner Männerrunde spielen.

Gibts bei euch ähnliche Beobachtungen, oder liegt das einfach an unseren Mädels im Speziellen?
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Hellstorm am 20.05.2014 | 07:51
Meine 2 Cent

1. Wie schon erwähnt wurde ...es ist eigentlich ein "Männerhobby" gewesen bzw die Zielgruppe waren herranwachsende jungen.

2. Viele Settings usw bedienen auch heute noch zum großen Teil dieses Klischee und wollen, das auch beibehalten.

3. Erfolgreiche Rollenspielsysteme haben oft auch eine TT Element innerhalb ihrer Regelstruktur. Es gibt einfach nicht soviele Damen, die an taktischen Spiel interressiert sind.

4. Wie jedes Hobby zieht es "komische" Leute an. Ich meine nicht "Hehe ich renne mit einem Gummischwert über die Wiese und rufe FEUERBALL" sondern...so richtig komische Leute. Da unser Hobby einen hohen kommunikativen Anteil hat, kann man sowas schwerer umschiffen. So etwas fürt dann häufig zu Gruppenbildung und wenig öffentlichen Interresse.


Abschließend möchte ich sagen das der Frauenanteil in dem Hobby stark unterschätzt wird. Viele der Damen die ich kenne sind einfach glücklich in ihrer Runde und suchen keinen Kontakt zu Foren/Cons usw weil sie garnicht den Drang verspühren sich auszutauschen. Jedenfalls sind das die Beobachtungen als Leipzig.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: 6 am 20.05.2014 | 07:54
Gibts bei euch ähnliche Beobachtungen, oder liegt das einfach an unseren Mädels im Speziellen?
Das liegt nur an Euren Mädels im Speziellen. ;)
Bei uns sind die Frauen meistens diejenigen, die pünktlich und verlässlich sind, während die Unzuverlässigen oder die Zuspätkommer meistens Männer sind.
Einen Trend würde ich da aber nicht ablesen wollen. Es kommt halt immer auf die Persönlichkeit an. Da ist das Geschlecht weniger ausschlaggebend.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Narubia am 20.05.2014 | 08:04
Personen zweifelhaftem geschlechts habe ich zu den Männern gezählt.
;D ;D Made my day!
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Chiungalla am 20.05.2014 | 08:32
Personen zweifelhaftem geschlechts habe ich zu den Männern gezählt.

Wie viele waren das denn? Nur um die Messunsicherheit zu kennen...  >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Weltengeist am 20.05.2014 | 09:26
Das liegt nur an Euren Mädels im Speziellen. ;)

Würde ich auch sagen. Als jahrelanger Bewohner gemischter WGs sagt meine Erfahrung: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit etc. sind nicht sonderlich mit dem Geschlecht korreliert.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Trichter am 20.05.2014 | 09:59
Meiner Erfahrung nach sind Frauen bei P&P Spielen wirklich eher die Ausnahme. Meine erste D&D/SR Runde in der Schule bestand nur aus Männern (... ok, wir waren 14-15, also eher Jungs als Männer ;) ). Später war auch mal ab und zu eine Frau dabei, aber eher weil sie die Freundin von XY war, der immer mitgespielt hatte und mal mitmachen wollte. Im Studium hatte ich dann eine Gruppe aus 5-6 Leuten, davon 1 Frau. In meiner letzten Cthulhu-Runde waren wir dann wieder nur Männer.
Das waren die regelmäßigen Runden.
Eine Freundin dazu mal gesagt:
"Ich les' doch kein ganzes Buch nur um ein Spiel zu spielen!"

Interessanterweise war der Frauenanteil bei den unregelmäßigen Barbaren!-Runden viel höher.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Teylen am 20.05.2014 | 10:22
Nur ein paar Gedanken meinerseits. Ich glaube nicht das Frauen einen geringeren Spieltrieb haben.

Einerseits kann ich, innerhalb meiner Nicht-Geekigen Verwandschaft, durchaus beobachten das sich ältere weibliche Personen durchaus spielen widmen.
Das reicht über Kegelklubs bis hin zu diversen Kartenspielen. Wobei es durchaus weniger angesehen ist als bei Männern. Das heißt es gilt halt das Frau sich um den Haushalt, Ordnung und Erziehung/die Kinder kümmern sollte. Da bleibt nicht allzuviel Zeit um zu sagen: Jetzt gehe ich aber mal in einen Spielverein.
Das befindet sich mittlerweile im Wandel, ist jedoch, nach meinem Eindruck, durchaus noch etwas das vermittelt wird.

Andererseits ist da der ... ich nenne es mal die Facebook-Offenbarung. Wenn ich ein neues Facebookspiel spielen mag und dafür Mittäter brauche (yk weil es einen gängelt) ist der Grossteil der Adressaten weiblich. Das heißt soweit spielen sämtliche meiner Tante fB Spiele. Nachdem was ich da sehe intensiv. Wohingegen keiner meiner Onkels spielt.
Zwar ist da die Gewichtung auf den sozialen Spielen oder Arkade Spielen, aber auch so in Taktik-fB-Spielen scheint das Verhältnis fast ausgeglichen.

Das heißt imho gibt es noch ein paar kulturelle Prägungen und Vorbehalte, jedoch bessert es sich.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 20.05.2014 | 11:04
Hatten wir da nicht mal einen Thread hier zum Thema geschlechterspezifisches Computerspiel-Verhalten? Ich meine mich daran zu erinnern, dass da zwar laut einer Umfrage/Studie heutzutage auf den ersten Blick ca 40% der "Gamer" weiblich wären -- aber wenn man etwas genauer hinsah, stellte sich heraus, dass der Großteil dieser Spielerinnen quasi ausschließlich so Browsergames à la Farmville bedienen, bei denen man nicht wirklich gut oder schlecht spielen, gewinnen oder verlieren kann -- man schlägt halt einfach seine Zeit tot.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Teylen am 20.05.2014 | 11:09
Es gibt einen Thread im Computerspiele Forum.
Was die Schlussfolgerung betrifft mag es eine sein die ein paar für sich gezogen haben. Ich halte sie dennoch nicht für Allgemeingültig.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Slayn am 20.05.2014 | 11:14
Die Schlussfolgerung ist schon ok, die Wertung dahinter nur nicht. Spielen um zu Gewinnen ist auch nur eine Subkategorie von Spielen um zu Spielen, also eine andere Spaß-Quelle am Spiel. Und hier muss man einfach nur betrachten wie man sozialisiert wurde.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Chiungalla am 20.05.2014 | 11:24
Vor allem sollte man dabei nicht übersehen, dass in vielen Runden Rollenspiel auch so praktiziert wird, dass es eher nicht um gewinnen oder verlieren geht. In vielen Runden werden ja sowohl das scheitern in Abenteuern als auch der Charaktertot bewusst oder unbewusst so weit ausgeklammert, dass nur noch die Art und Weise des Erfolges überhaupt fraglich ist.

Und ich meine das durchaus nicht negativ wertend, auch wenn das nach dem nächsten Halbsatz schwer zu glauben sein wird, aber viele spielen Rollenspiele wie Farmville.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Teylen am 20.05.2014 | 11:34
Die Schlussfolgerung ist schon ok, die Wertung dahinter nur nicht.
Aufgrund des Umstandes das die Aussage - 40% der weiblichen Spieler spielen größtenteils fB/Casual-Spiele, die 60% der männlichen Spieler spielen größtenteils keine fB/Casual-Spiele - m.E. mehr auf persönlichen Eindrücken basiert als auf Fakten finde ich bereits die Schlussfolgerung nicht in Ordnung.
Ungeachtet des Umstands das fB durchaus auch taktische Browserspiele bietet respektive das die Spiele stark kompetitive Elemente haben.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Slayn am 20.05.2014 | 11:39
Aufgrund des Umstandes das die Aussage - 40% der weiblichen Spieler spielen größtenteils fB/Casual-Spiele, die 60% der männlichen Spieler spielen größtenteils keine fB/Casual-Spiele - m.E. mehr auf persönlichen Eindrücken basiert als auf Fakten finde ich bereits die Schlussfolgerung nicht in Ordnung.
Ungeachtet des Umstands das fB durchaus auch taktische Browserspiele bietet respektive das die Spiele stark kompetitive Elemente haben.

Und da machst du vollkommen unnötig ein Fass auf das nicht geöffnet werden muss. Das wäre erst relevant, wenn man über "richtige" Spiele redet um andere Leute auszugrenzen oder zu diskriminieren. Das geschieht hier aber nicht.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Auribiel am 20.05.2014 | 16:54
In meinen bisherigen Runden waren eher die Männlein die Minderheit (und aus den befreundeten Runden weiß ich auch nichts anderes zu berichten).

Ehemalige Runde hatte 60-80% Frauenanteil, baldige Runde wird auch mindestens 50% Frauenanteil haben, wo verstecken sich die Jungs denn eigentlich? ;)

Was die gefühlte Minderheit angeht: Ich als Frau vertrete schon lange die Meinung, dass frau im Spiel - wie bei vielen anderen Gelegenheiten auch - einfach gerne Klüngel und sich frau ungern allein in eine nur von Männern besetzte Runde traut. Was dann offenbar dazu führt, dass sich der Frauenanteil in manchen Runden bis auf über 50% häuft und andere Runden ganz leer ausgehen. Hat sicher auch damit zu tun, WIE diese Runden spielen (tendenziell interessieren sich doch weniger Frauen für's Figuren schubsen als für Soap-Adventures).

Insgesagt liegt also der Frauenteil sicher bei 25% Prozent (was ich nur bedingt als Minderheit empfinde o.O), aber das verteilt sich sehr ungleich über die Runden.


In einer Runde mit 80% Frauenanteil haben einmal alle Frauen gespielt (auch der Herr), es war das GRAUEN, nie wieder.  >;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Teylen am 20.05.2014 | 17:01
Ich persönlich wäre ja mal gespannt was passieren würde wenn der Animexx ( http://www.animexx.de ) in seinem RPG-Bereich eine Statistik macht welche die Spieler nach Geschlecht aufschlüsselt. ^^
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Bad Horse am 20.05.2014 | 21:18
In einer Runde mit 80% Frauenanteil haben einmal alle Frauen gespielt (auch der Herr), es war das GRAUEN, nie wieder.  >;D

In einer unserer Runden hatten wir mal einen männlichen Char zwischen vier weiblichen. Das war mein Char, und der geht nie, nie, wirklich gar nie wieder mit lauter Frauen los.  ;)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Weltengeist am 20.05.2014 | 21:41
In einer unserer Runden hatten wir mal einen männlichen Char zwischen vier weiblichen. Das war mein Char, und der geht nie, nie, wirklich gar nie wieder mit lauter Frauen los.  ;)

Ich hab mal in IRL in einer reinen Frauen-WG gewohnt.
Und es gab echt Leute, die waren neidisch auf mich - zeigt mal, dass manche Leute echt keine Ahnung haben... ;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Auribiel am 21.05.2014 | 08:52
In einer unserer Runden hatten wir mal einen männlichen Char zwischen vier weiblichen. Das war mein Char, und der geht nie, nie, wirklich gar nie wieder mit lauter Frauen los.  ;)

Mein Beileid an deinen armen Charakter, ich kann ihm soooo gut nachfühlen!  ;D


Ich hab mal in IRL in einer reinen Frauen-WG gewohnt.
Und es gab echt Leute, die waren neidisch auf mich - zeigt mal, dass manche Leute echt keine Ahnung haben... ;D

*heiße Schokolade zur Beruhigung dalass* Wie man sieht, hast du es ja (mehr oder weniger?) heil überstanden. ;)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Weltengeist am 21.05.2014 | 09:13
*heiße Schokolade zur Beruhigung dalass* Wie man sieht, hast du es ja (mehr oder weniger?) heil überstanden. ;)

Ich hab den ältesten Trick der Welt benutzt: Ich habe eine davon geheiratet ;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Auribiel am 21.05.2014 | 09:37
Ich hab den ältesten Trick der Welt benutzt: Ich habe eine davon geheiratet ;D

O.O Cheater! Ninjalooter!  ~;D

Nein: Gratulation!  :d
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: AcevanAcer am 21.05.2014 | 09:45
Wie viele waren das denn? Nur um die Messunsicherheit zu kennen...  >;D

Ich glaube 3-4  =)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 21.05.2014 | 10:04
Ich hab den ältesten Trick der Welt benutzt: Ich habe eine davon geheiratet ;D

Dann kanns ja so schlimm nicht gewesen. sein.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Weltengeist am 21.05.2014 | 11:21
Dann kanns ja so schlimm nicht gewesen. sein.

Als Rollenspieler sollte dir "Divide and Conquer" ja was sagen... ~;D
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Zarathustra am 21.05.2014 | 12:01
Also auf der RPC liefen dieses Jahr gefühlt mehr Frauen rum als Männer. Natürlich habe ich keine Volkszählung veranstaltet, aber es war mein eindruck. Gibt genug geekige Ladies, die mit dem Hobby was anfangen können. Ich habe auch selten mal ne Runde ohne Frau gespielt, erstrecht nicht im Hangout. Da werde ich für eine zukünftige Runde sogar eventuell mehr Frauen als Männer haben.

Ich kann da kein Problem entdecken, ich finde eher die Gesamtspieleranzahl in unserem Land zu niedrig, egal was da zwischen den Beinen baumelt oder eben nicht.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: fuchsgesicht am 21.05.2014 | 12:12
Ich hab mir da bisher weniger Gedanken darüber gemacht. Klar, sie sind kleiner in der Zahl, aber dann ist das halt so. Man darf nicht vergessen, dass man auch da generell nochmal die Damen abziehen muss, die auf Drängen ihres Partners mitspielen. Das hab ich auch schon erlebt und musste dann in den unmöglichsten Settings mit herrenlosen Chars rechnen und da ich manchmal feste NSCs in bestimmten Settings habe, muss dann wieder ein Spielercharakter sterben, da ich keine Lust habe noch mehr NSCs zu spielen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Nocturama am 21.05.2014 | 12:48
Es ist generell so, dass in klassischen "Männer-Nerd-Hobbies" der Frauenanteil in den letzten Jahr(zehnten) ziemlich gewachsen ist - seien es Rollenspiele, Comics, Videospiele oder Fantasyromane. Horrofilme werden inzwischen überwiegend von Frauen konsumiert (inklusive Gore und Torture Porn) und auf der diesjährigen Emerald City Comicon waren mehr Frauen als Männer (http://emeraldcitycomicon.tumblr.com/post/85161983740/as-you-may-remember-we-asked-emerald-city-comicon) - und einige Glow Clouds, die ausnahmsweise mal keine toten Tiere herabregnen ließen.

In Deutschland würde ich den Frauenanteil in Rollenspielen ähnlich wie Bad Horse auf ca. 30% schätzen, was jetzt nicht schlecht ist. Und da sich Nerdthemen sowieso gerade tief in den Mainstream begeben haben, schätze ich mal, dass die Zahl in Zukunft eher zunehmen wird (so nicht der lange prophezeite Tod des Tischrollenspiels demnächst eintritt) - einfach weil mehr kleine Mädchen mit Herr der Ringe-Lego spielen, Superheldenfilme schauen oder Hunger Games lesen, ohne schräg angeschaut zu werden.

Klar, Interesse an Nerdthemen macht einen noch nicht zum Rollenspieler, aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man davon hört und neugierig wird. Es ist allerdings noch immer so, dass Teenager gerne Sachen nach Geschlecht getrennt unternehmen - Jungs haben vor allem Jungs im Freundeskreis, Mädchen vor allem Mädchen. Meine erste Rollenspielrunde habe ich aus meinen fantasy- und mysteryaffinen Freundinnenkreis rekrutiert, Jungs wollte ich erstmal nicht fragen. Um es mal mit Business-Sprech zu sagen: man braucht Multiplikatoren. Wenn kein Mädchen in deiner Umgebung sich für Rollenspiele oder Nerdthemen allgemein interessiert, ist es unwahrscheinlicher, dass man selbst damit anfängt.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Shadom am 21.05.2014 | 14:16
Bedenkt auch, dass wir hier im Forum eine doppelte Filterung haben.
Wir haben weibliche Rollenspieler mit von mir aus 30%, die zudem noch Internetaffin (also in Foren unterwegs) sind. Ich denke unter allen Forennutzern unabhängig vom Thema sollte sich durchschnittlich auch eher eine (wenn auch etwas größere) weibliche Minderheit finden. Sagen wir mal wir haben also Anzahl der Rollenspieler * 30% * 70%.

Jeder kann zwar aus seinem Freundeskreis berichten, aber auch da gilt: Wenn man selber ein Mann ist, dann ist die wahrscheinlichkeit vor allem männliche Freunde zu haben und damit männliche Mitspieler einfach statistisch höher. (gleichgeschlechtliche Freundschaften sind nunmal soziale Norm)

Insoweit ist das Forumsbild von Runden evtl. etwas in Richtung Männer verzerrt.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Swafnir am 21.05.2014 | 15:39
Also ich find es immer schade, wenn es in einer Runde keinen weiblichen Mitspieler gibt. Ich versteh mich mit Frauen einfach besser...aber meine mag ja nicht zocken.

Aber ich glaub in jeder meiner festen Runde haben wir mindestens eine Frau. Generell hat sich das schon gedreht und es gibt gefühlt deutlich mehr rollenspielende Damen. auf der RPC ist der Eindruck natürlich nochmal höher, aber Cosplay und sowas kann man halt nicht auf P&P umlegen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Feuersänger am 21.05.2014 | 16:18
Insofern hat sich die Situation schon deutlich gebessert: Spielerinnen heutzutage sind meist engagiert und involviert. Früher war es oft nur die von jemandem mitgeschleppte Freundin, der das ganze auch iwo am Arsch vorbeiging, und die auch nach dem 100. mal noch fragte "was muss ich jetzt würfeln?". Das sogenannte Rollenspielbaby.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Mann mit Ukulele am 21.05.2014 | 17:34
Ich genieße aktuell den Luxus, mit drei weiblichen Mitspielern zu zocken.
Drei Spielerinnen, zwei Spieler, ein Spielleiter. Also ziemlich gut gegendert, meine Runde. ;)
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Chiungalla am 21.05.2014 | 20:04
Wobei sich dann gleich die Frage stellen ließe, wie viele weibliche Spielleiter es denn so gibt...
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: BeePeeGee am 21.05.2014 | 20:25
Inspiriert von diesem Thread habe ich einen Satz "Frauenwürfel" (Valentine Dice) für FATE gekauft.  :)
http://www.evilhat.com/home/fate-dice/
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Conan der Barbier am 21.05.2014 | 22:02
...dass frau im Spiel - wie bei vielen anderen Gelegenheiten auch - einfach gerne Klüngel und sich frau ungern allein in eine nur von Männern besetzte Runde traut. Was dann offenbar dazu führt, dass sich der Frauenanteil in manchen Runden bis auf über 50% häuft und andere Runden ganz leer ausgehen...

Sehe ich ähnlich. In vielen meiner früheren Runden lag der Frauenanteil mit üblicherweise nicht mehr als einem Mädel meist um die 15%. In meinen momentanen festen Runden liegt er zwischen 50% und 75% - und 2/3 der Spielleiter sind ebenfalls Weiblein.

Wobei ich dazu sagen muss, dass es uns über weite Strecken gelingt, das Geschlecht der Spieler auszublenden. In einer Runde spielen zwei von vier Frauen und einer von zwei Männern Charaktere des anderen Geschlechts, und es gibt zwei feste Pärchen innerhalb der Gruppe. Das macht das Umdenken Spieler <-> Charakter manchmal recht herausfordernd  ;) Aber es funktioniert, und das ist das schöne. Letztendlich finden sich wirklich lange bestehende, feste Gruppen nach meiner Erfahrung nach der präferierten Spielweise zusammen. Die kann wiederum mehr oder minder ans Geschlecht gekopelt sein, das will ich gar nicht beurteilen.
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Quill am 21.05.2014 | 22:18
Ich bin die einzige Frau in meiner aus insgesamt 5 Leuten bestehenden Rollenspielrunde und total glücklich drüber, weil ich mit anderen Frauen - auch welchen, die nerdig sind und/oder RPG spielen - meist auf Dauer nicht klarkomme. [/senf]
Titel: Re: Wieso sind weibliche spieler eigendlich so eine minderheit?
Beitrag von: Bad Horse am 21.05.2014 | 22:24
Das hab ich auch mal gedacht, aber dann hab ich die richtigen Frauen getroffen und siehe da, es ging. :)