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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: Wisdom-of-Wombats am 9.08.2014 | 12:10
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Nachdem ich ja beim Sphärenmeister Thema die Veröffentlichungen von Goodman Games und Necromancer Games als "halbseiden und ohne Lizenz" bezeichnet habe, mache ich hier mal ein eigenes Thema dafür auf.
Der einzige Rechtsexperte im Team von Necromancer Games hat zum laufenden Kickstarter ja einen Kommentar (http://froggodgames.org/blog/about-legal-questions) abgegeben.
Goodman Games hat meines Wissens noch nix verlauten lassen.
So wie es aussieht, versucht man, sich der OGL zu bedienen und geschützte Wörter und Begriffe nicht zu erwähnen.
Außerdem verlässt man sich wohl drauf, dass WotC anwaltlich still hält, um es sich nicht mit den Spielern zu verderben.
Nach eigener Aussage widmet sich WotC erst 2015 dem Thema Lizenzen (anscheinend beides Fan- und Geschäftslizenzen).
Den ersten Testballon gab es mit The Wizard's Amulet (http://froggodgames.com/sites/default/files/promos/The%20Wizards%20Amulet%20(5E).pdf), auf das scheins keine Reaktion erfolgt ist. Okay, war auch kein Geld im Spiel.
Ich bin gespannt auf die Reaktion von WotC. Ich vermute, eine Reaktion wird wenn dann von Hasbro direkt ausgehen. Sie wird erst eintreten, wenn gedruckte Produkte da sind und kann potentiell ziemlich heftig ausfallen (Worst Case: einstweilige Verfügung gegen den Verkauf/Versand der gedruckten Bücher. Dann gucken die Kickstarter Backer ziemlich in die Röhre und die Verlage stehen mit einem Lagerhaus vorerst unverkäuflicher Güter da. Danach jahrelange Gerichtsschlacht... Glaube nicht, dass das passiert, weil WotC damit einen Teil der Kunden verärgern wird.)
Ich persönlich kann sehr gut auf nicht-WotC Produkte verzichten, weil ich von 90% der damals angebotenen Produkte einfach nicht überzeugt bin. Da war so viel Schund dabei... Deswegen hoffe ich, dass WotC weiterhin eine restriktive Lizenzpolitik für kommerzielle Veröffentlichungen fährt. Es scheint ja bei WotC deutlich Richtung Qualität und nicht Quantität zu gehen. Von daher kann ich mir ein Lizenzmodell alla D20 nicht mehr vorstellen.
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Das ist ein komplexeres Thema. Grob gesagt gibt es (in den USA) ein Referenz-Urteil das besagt das Regeln und Mechaniken nicht geschützt werden können und nicht als Teil der IP zu werten sind (Mayfair Games Urteil).
Das bedeutet das ich, sofern ich will, jede Mechanik eines jeden Systems aufgreifen und selbst nutzen kann, so lange ich die IP dahinter nicht verletzte indem ich z.B. die Beschreibungen und Erklärungen dahinter einfach 1zu1 kopiere und benutze.
Konkret gesagt bedeutet es das man (in den USA) keine besondere Lizenz benötigt um etwas für ein System zu erschaffen wenn man nicht besagte IP verletzt, was gerade bei Wizards Amulett nicht der Fall ist.
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Ich persönlich kann sehr gut auf nicht-WotC Produkte verzichten, weil ich von 90% der damals angebotenen Produkte einfach nicht überzeugt bin.
Ich warte da mal ab.
Obwohl mich der Necromancer-Kickstarter momentan nicht sonderlich anspricht, waren sie es in der Vergangenheit (3.0/3.5), die in bestimmten Bereichen insbesondere Abenteuer wesentlich mehr überzeugen konnten als WotC.
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Obwohl mich der Necromancer-Kickstarter momentan nicht sonderlich anspricht, waren sie es in der Vergangenheit (3.0/3.5), die in bestimmten Bereichen insbesondere Abenteuer wesentlich mehr überzeugen konnten als WotC.
Die Abenteuer sind ja diesmal nicht von WotC... sondern nur von ihnen beauftragt :)
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Was genau stört denn an Drittanbietern? Ich finde eine größere Auswahl an Produkten grundsätzlich sehr begrüßenswert. Und was die Qualität angeht: wer zwingt einen Schrott zu kaufen?
Und haben nicht Drittanbieter so coole Settings wie Midnight (FFG), The Known Realms (Goodman Games), The Kingdoms of Kalamar (Kenzer) und noch einige weitere entworfen? Und profitiert nicht noch heute das Gesamtangebot erwerbbarer Titel von den Verlagen, die sich während des D20-Goldrausches etabliert haben? Gehört zu denen nicht sogar Paizo?
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Ich finde den ganzen Schrott auch immer etwas nervig, was aber glaub ich auf meine "Perfektionismuskappe" geht. Eine Reihe fühlt sich im Gesamtbild einfach nicht mehr so "sauber" an, wenn im Rollenspielladen neben den tollen WotC-Dingern irgendwelche Heftchen mit Kinderillustrationen oder 200 Talenten für Kleriker stehen. Das ist genau wie wenn eine Reihe ganz offiziell ein unwichtiges, schlechtes Buch hervorbringt (Coteries für Vampire comes to mind) ... ich könnte es wunderbar ignorieren, aber es stört mich trotzdem.
Ist für mich also eine Gefühlssache, objektiv gesehen habe ich keine Einwände. ^^''
Und dass die offiziellen Produkte keine größeren Ausrutscher haben, ist mir da auch erheblich wichtiger.
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Was genau stört denn an Drittanbietern? Ich finde eine größere Auswahl an Produkten grundsätzlich sehr begrüßenswert. Und was die Qualität angeht: wer zwingt einen Schrott zu kaufen?
Und haben nicht Drittanbieter so coole Settings wie Midnight (FFG), The Known Realms (Goodman Games), The Kingdoms of Kalamar (Kenzer) und noch einige weitere entworfen? Und profitiert nicht noch heute das Gesamtangebot erwerbbarer Titel von den Verlagen, die sich während des D20-Goldrausches etabliert haben? Gehört zu denen nicht sogar Paizo?
Zersplitterung der Zielgruppe und unnötige Konkurrenzsituation.
Das kann dann dazu führen das Produktlinien deswegen eingestellt werden, weil potentielle Fans sich bei Drittanbietern rumtreiben und ihr Geld dort lassen.
Dazu kann kommen dass die Produkte von Drittanbietern besser/innovativer ausfallen als diejenigen des Ursprungsanieters.
Kurzum: Es läuft auf Protektionismus hinaus.
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Das ist ein komplexeres Thema. Grob gesagt gibt es (in den USA) ein Referenz-Urteil das besagt das Regeln und Mechaniken nicht geschützt werden können und nicht als Teil der IP zu werten sind (Mayfair Games Urteil).
Das bedeutet das ich, sofern ich will, jede Mechanik eines jeden Systems aufgreifen und selbst nutzen kann, so lange ich die IP dahinter nicht verletzte indem ich z.B. die Beschreibungen und Erklärungen dahinter einfach 1zu1 kopiere und benutze.
Konkret gesagt bedeutet es das man (in den USA) keine besondere Lizenz benötigt um etwas für ein System zu erschaffen wenn man nicht besagte IP verletzt, was gerade bei Wizards Amulett nicht der Fall ist.
Nicht nur in USA. Spielregeln sind in D auch kein schützenswertes Gut.
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Protektionismus ist schlecht. :q
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Was genau stört denn an Drittanbietern?
Was die Vorredner gesagt haben. Ich finde Settings und Abenteuer voll okay, aber die Flut an Klassen, Feats etc - also Regelelemente, die teilweise sau schlecht waren, braucht keiner.
Und haben nicht Drittanbieter so coole Settings wie Midnight (FFG), The Known Realms (Goodman Games), The Kingdoms of Kalamar (Kenzer) und noch einige weitere entworfen? Und profitiert nicht noch heute das Gesamtangebot erwerbbarer Titel von den Verlagen, die sich während des D20-Goldrausches etabliert haben? Gehört zu denen nicht sogar Paizo?
Ich bin kein Paizo/Pathfinder Fan. Von daher: so viel gutes kam da nicht raus. Vieles (auch von größeren Settings) war Fan-Abzocke.
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Protektionismus ist schlecht. :q
Wenn er Qualität sichert, ist er gut. :d
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Ich finde den ganzen Schrott auch immer etwas nervig, was aber glaub ich auf meine "Perfektionismuskappe" geht. Eine Reihe fühlt sich im Gesamtbild einfach nicht mehr so "sauber" an, wenn im Rollenspielladen neben den tollen WotC-Dingern irgendwelche Heftchen mit Kinderillustrationen oder 200 Talenten für Kleriker stehen. Das ist genau wie wenn eine Reihe ganz offiziell ein unwichtiges, schlechtes Buch hervorbringt (Coteries für Vampire comes to mind) ... ich könnte es wunderbar ignorieren, aber es stört mich trotzdem.
Ist für mich also eine Gefühlssache, objektiv gesehen habe ich keine Einwände. ^^''
Und dass die offiziellen Produkte keine größeren Ausrutscher haben, ist mir da auch erheblich wichtiger.
Ich finde deine Aussage hierzu _extrem_ überraschend.
Gerade in Bezug auf d20 konnten die 3PP, die stabil genug geblieben sind um im herkömmlichen Handel zu bleiben später eine unglaublich gute Qualität auf die Beine stellen und dabei eine eigene Identität aufbauen.
Material wie etwa von Necromancer Games, der Judges Guild oder FFGs Midnight brauchen sich da tendenziell gar nicht zu verstecken und der Schuber mit den 3.3E Core Büchern wirkt daneben eher etwas deplatziert.
Nicht nur in USA. Spielregeln sind in D auch kein schützenswertes Gut.
Ich habe mit Absicht nur die USA-Regelung dazu erwähnt weil gerade bei TSR vs. Mayfield zum ersten mal auch das Gesetz an sich angefochten wurde (erfolglos) und somit klar ist wie der Stand der Dinge ist.
Meines Wissens nach wurde das Gesetz bei uns noch nicht angefochten, daher möchte ich keine Aussage darüber treffen ob es bei uns auch so bleiben wird oder nicht,
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Protektionismus ist schlecht. :q
Das sehen die hier: www.zoll.de (http://www.zoll.de) wohl etwas differenzierter ;).
Aber im Ernst: Was soll das hier werden? Geschmackszensur?
Dabei ist es so einfach, Sachen, die einem nicht gefallen, einfach mal nicht zu kaufen.
Geht doch um Spielkram, und nicht um verdorbene Lebensmittel.
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Und genau da ist doch die Frage: tut er das? Nach den gängigen Theorien von freien Märkten tut er das nämlich gerade nicht. Konkurrenz ist ein entscheidender Faktor zur Überprüfung/Bewertung der Produktqualität. Aber lassen wir es gut sein, ich hoffe auf viele (gute) Drittanbieterprodukte, freue mich insbesondere auf die Sachen von Necromancer Games und wundere mich über die Präferenzen und Ansichten anderer Foristen. Das Originalprodukt ist nicht mehr so "sauber", wenn Drittanbieter was veröffentlichen. Nee, ist klar.
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Paizo (über den DUNGEON) und Necromancer Games haben während 3.0/3.5 hervorragende Produkte herausgebracht. Alles, was WotC dagegen selbst veröffentlicht hat, war so lala, abgesehen von Red Hand of Doom evtl.
Kenzer, übrigens als offizielles D&D-Produkt, hat mit Kalamar eine Lücke halbwegs geschlossen, die WotC durch die mangelnde Aufmerksamkeit an Greyhawk aufgerissen hat. Und wer nicht Kalamar wollte, nahm Wilderlands (Judge´s Guild). Nicht jeder will die Forgotten Realms oder Eberron bespielen oder selber Welten bauen. Außerdem waren auch Produktlinien wie Ravenloft und Dragonlance ausgegliedert; müssen nicht jedem gefallen und auch nicht alle Produkte waren besonders herausragend, aber es gab sie.
Midnight sollte man ebenfalls nicht vergessen, für alle diejenigen, die mal Grim&Gritty spielen wollten. Gut, ich bin nach anfänglichem Hype abgesprungen, weil es mir zu düster und damit fast unspielbar war.
Ändert nichts dran, dass ich es sehr begrüße, wenn Drittanbieter etwas produzieren. Natürlich wird da auch evtl. grober Schund bei rumkommen, aber eben auch Perlen. Und egal, ob WotC jetzt die Abenetuer von Kobold Press machen lässt...auf die Qualität bin ich gespannt. Ehrlicherweise sage ich jetzt schon, dass ich aufgrund des Drachen-Themas mehr als skeptisch an die Abenteuer rangehen werde.
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Das sehen die hier: www.zoll.de (http://www.zoll.de) wohl etwas differenzierter ;).
Aber im Ernst: Was soll das hier werden? Geschmackszensur?
Dabei ist es so einfach, Sachen, die einem nicht gefallen, einfach mal nicht zu kaufen.
Geht doch um Spielkram, und nicht um verdorbene Lebensmittel.
Och, ich kann die grundlegenden Gedanken dahinter schon verstehen und auch absolut befürworten:
Wir haben zwei Hüte auf - "Fan" und "Kunde". In dieser Hinsicht können wir uns schon entscheiden was wir mit unserem Geld machen und auch ein wenig darauf Einfluss auf die Arbeit von Verlagen nehmen und noch mehr, auf den Erfolg von einem Produkt.
Als "Fan" betrachtet bin ich bereit mit meinem Geld ganz anders zu agieren als wenn ich "Kunde" bin, einfach weil hier unterschiedliche Interessen dahinter stehen.
Ich hoffe, es wird aus der Art wie ich Argumentiere meist recht klar welchen "Hut" ich jetzt genau aufhabe und welche Position ich somit vertrete.
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Was Rhyltar zur Produktvielfalt sagt. Ist aber kein Wunder, als alter D20- Welten-Hase (denn Du bist doch Speren in dem leider untergegangenen Forum gewesen, oder Rhyltar?) mochte man eben gerade die Vielfalt der Erscheinungen. So schöne Sachen und MoC hat die alle verpasst oder sich nicht richtig angeschaut: Arcanis und Dragonlance und Warlords of the Accordlands und Dark Legacie und....
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Och, ich kann die grundlegenden Gedanken dahinter schon verstehen und auch absolut befürworten:
Wir haben zwei Hüte auf - "Fan" und "Kunde". In dieser Hinsicht können wir uns schon entscheiden was wir mit unserem Geld machen und auch ein wenig darauf Einfluss auf die Arbeit von Verlagen nehmen und noch mehr, auf den Erfolg von einem Produkt.
Als "Fan" betrachtet bin ich bereit mit meinem Geld ganz anders zu agieren als wenn ich "Kunde" bin, einfach weil hier unterschiedliche Interessen dahinter stehen.
Ich hoffe, es wird aus der Art wie ich Argumentiere meist recht klar welchen "Hut" ich jetzt genau aufhabe und welche Position ich somit vertrete.
Hm, was willst Du mir damit jetzt sagen?
Das ich als Bananenfan gezwungen bin, vergammelte Chiquitas zu kaufen? Und als Obstkunde nicht?
Ich verstehe glaube ich gerade Deinen Punkt nicht.
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Hm, was willst Du mir damit jetzt sagen?
Das ich als Bananenfan gezwungen bin, vergammelte Chiquitas zu kaufen? Und als Obstkunde nicht?
Ich verstehe glaube ich gerade Deinen Punkt nicht.
Komm, das ist doch nicht schwer, oder?
Als "Fan" erhoffe ich mir eine Marktdominanz meiner/s Lieblingsfirma/Lieblingsprodukts, einfach weil ich mir mehr davon erwarte und indirekt sichergestellt ist dass meine erhoffte Produktqualität gleich bleiben wird.
Konkreter ausgedrückt: Als "Fan" bin ich happy wenn bei D&D die Verkaufszahlen so gut sind das die Autoren und sonstigen beteiligten gut bezahlt werden und motiviert an der Sache weiter arbeiten, die Produktqualität also gleich bleibt.
Konkurrenz ist dann pfui, weil sie genau das in Gefahr bringt.
Als "Kunde" betrachte ich nur das Preis-Leistungs-Verhältnis und kaufe die Produkte, bei denen ich akut das finde was ich brauche, zum besten Preis.
Konkreter Ausgedrückt: Wenn die Wizards beschissene Abenteuer schreiben und ich wirklich geiles Zeugs woanders bekomme, dann geh ich woanders einkaufen.
Die Konkurrenz sorgt dann dafür das man bei WotC (mal wieder) keine Abenteuer mehr erstellt und genau die Kohle woanders hin wandert.
Natürlich vermischen sich hier Sachen und Bewertungen, ganz klar, so gibt es etwa den reinen Homo Oeconomicus in der freien Wildbahn praktisch nicht, aber man kann die Aussage von MoV Dann verstehen, wenn man sich auf die reine "Fan"-Sichtweise einlässt.
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O.k., diese Art von "Fandom" ist dann 'ne Sichtweise, die mir fremd ist.
Ich bin Fan von guten Rollenspielprodukten und glaube, dass man die bekommt, wenn die Hersteller aufgrund von Konkurrenz es sich nicht leisten können, schlechte Qualität zu liefern.
Auf die Idee zu kommen, Fan einer Firma zu werden, liegt mir irgendwie fern (schon gar nicht der Tochterfirma eines Multis). Vielleicht Fan eines bestimmten RPG-Systems, aber da: siehe oben.
Edit: Tja, die Grammatik.
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Was Rhyltar zur Produktvielfalt sagt. Ist aber kein Wunder, als alter D20- Welten-Hase (denn Du bist doch Speren in dem leider untergegangenen Forum gewesen, oder Rhyltar?) mochte man eben gerade die Vielfalt der Erscheinungen. So schöne Sachen und MoC hat die alle verpasst oder sich nicht richtig angeschaut: Arcanis und Dragonlance und Warlords of the Accordlands und Dark Legacie und....
Eben jener. ;)
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O.k., diese Art von "Fandom" ist dann 'ne Sichtweise, die mir fremd ist.
Ich bin Fan von guten Rollenspielprodukten und glaube, dass man die bekommt, wenn die Hersteller aufgrund von Konkurrenz es sich nicht leisten können, schlechte Qualität zu liefern.
Auf die Idee zu kommen, Fan einer Firma zu werden, liegt mir irgendwie fern (schon gar nicht der Tochterfirma eines Multis). Vielleicht Fan eines bestimmten RPG-Systems, aber da: siehe oben.
Edit: Tja, die Grammatik.
Schau dich doch mal um. Es gibt extrem viele Fans die mit einem Fanatismus an die Sache heran gehen, das ist schon fast unheimlich.
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Schau dich doch mal um. Es gibt extrem viele Fans die mit einem Fanatismus an die Sache heran gehen, das ist schon fast unheimlich.
Hast nicht Unrecht. Mit dem teilweise auch im Tanelorn anzutreffenden Nerdtum kann ich aber so gar nichts anfangen.
Btw.: Ich bin mit jeder Faser Borussia-Mönchengladbach-Fan, aber auf die Idee, dass deswegen kein anderer Verein mehr Fußball spielen sollte, bin ich trotzdem nie gekommen ;).
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Hast nicht Unrecht. Mit dem teilweise auch im Tanelorn anzutreffenden Nerdtum kann ich aber so gar nichts anfangen.
Btw.: Ich bin mit jeder Faser Borussia-Mönchengladbach-Fan, aber auf die Idee, dass deswegen kein anderer Verein mehr Fußball spielen sollte, bin ich trotzdem nie gekommen ;).
Hm. lass uns mal die Tangente wechseln und rüber zu etwas gehen das wir schon im "Autorenhonorar"-Faden angesprochen hatten.
Kollektiv können Kunden, mehr noch, Fans, einen enormen Einfluss auf den Markt (und somit auf die Hersteller) ausüben und hier einen bestimmten Zugzwang erzwingen. Ob der jetzt gut oder schlecht für den Hersteller ist, lass mal dahingestellt sein.
Wenn so eine kollektive Bewegung zielgerichtet beeinflusst wird, dann sind die Ergebnisse, wenn man so will, einfach nur verheerend und können all jene "natürlichen" markt-beeinflussenden Entscheidungen, die durch die Kunden (und ihre Kaufkraft) getroffen werden jederzeit aushebeln und über Bord werfen.
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In so einem kleinen Markt wie dem Rollenspiel ist 'ne Unterscheidung zwischen Fan und Kunde fast schon obsolet. Hier sind fast alle Kunden Fans. Und die Firmen haben, glaub ich, auch gut erkannt, das es sind macht, die Kunden/Fans in die Produktentwicklung vorab einzubinden. Siehe die ganzen Beta-Playtests, die in den letzten Jahren in Mode gekommen sind.
Und da die Mehrzahl der Rollenspiel-Fans ihre Sinne beisammen haben und eben keine Nerds, ist das auch nicht das Problem (noch 'ne Analogie zum Fußball: 98 % Sportfans, 2 % Hools :)). Von daher finde ich 'ne gute Kommunikation schon clever und zielführend.
Schwierig würde es, wenn die Companies den Reaktionen im Internet zuviel Gewicht beimessen würden. Was ich aber nicht glaube, die sind ja auch nicht alle doof. So'n Forum wie das Tanelorn ist - bei allem Respekt - für z. B. die meisten DSA-Spieler weit außerhalb der Wahrnehmungsgrenze.
Das Beispiel 4E ist für mich auch kein Gegenbeweis für diese These. Da wurde vielmehr lustig am Bedarf des normalen Fan/Kunden vorbei produziert, daher der Edition War (das war, denke ich, weniger 'ne Nerd-Reaktion, das ging deutlich weiter). Interessanterweise hat sich nach der ganzen Aufregung ja dann doch bei vielen die Erkenntnis durchgesetzt, dass das Spiel schon das macht, was es soll. Ob man als D&D 3-und-davor-Spieler das, was es soll, auch will, ist dann nochmal 'ne andere Frage.
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Also auf die Slayer's Guides von Mongoose halte ich heute noch große Stücke. Zumindest auf einige davon. Insofern finde ich, ist es für mich als Kunde gar nicht schlecht, wenn noch ein paar Anbieter ihre Ideen publizieren können, ohne dass man sie vor den Kadi zerrt.
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Ehrlicherweise sage ich jetzt schon, dass ich aufgrund des Drachen-Themas mehr als skeptisch an die Abenteuer rangehen werde.
Bei einem Rollenspiel, das Verließe & Drachen heißt, bist Du über "Drachen" als Thema skeptisch? :o
Und nicht zu vergessen, eine der erfolgreichsten Abenteuer-Kampagnen war "Dragonlance" - erklärtes Thema: ein Modul pro Drache...
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So schöne Sachen und MoC hat die alle verpasst oder sich nicht richtig angeschaut: Arcanis und Dragonlance und Warlords of the Accordlands und Dark Legacie und....
Ähm... Dragonlance war gut. Wurde ja auch von den Originalautoren mitbetreut.
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Hier sind fast alle Kunden Fans.
Kommt halt drauf an, von was man Fan ist. Ich bin bekennender Fan der OGL und war sowohl zu 3E/3.5-Zeiten wie auch jetzt bei Pathfinder ziemlich froh mit der Menge an 3PP-Material, dass mir dort zur Verfügung gestellt wurde bzw. wird. Und ja, da ist auch Schrott dabei, aber mal ehrlich, WotC bzw. Paizo haben auch schon Mist produziert, das ist ja auch nicht alles Weltklassematerial. Während umgekehrt mehr als ein Drittverlag schon richtige Perlen veröffentlicht hat, die es ohne die OGL nie gegeben hätte, weil die Großen 2 so etwas nie veröffentlicht hätten.
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Während umgekehrt mehr als ein Drittverlag schon richtige Perlen veröffentlicht hat, die es ohne die OGL nie gegeben hätte, weil die Großen 2 so etwas nie veröffentlicht hätten.
Beispiele?
Und vergiss nicht: Malhavoc Press von Monte Cook hat tatsächlich auch gute Sachen veröffentlicht. Da war viel cooles bei.
Die Sachen von White Wolf (Scarred Lands) fand ich eher mäh. Necromancer Games hatte einige passable "1st Edition feel" Abenteuer. Gute Regeln habe ich von denen aber nicht in Erinnerung.
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Zählt Paizo dazu?
Dann sprengt meine Antwort die Zeichenzahl. ;)
Ich rede erstmal nur von Abenteuern. Regeln nutzte ich meist nur die speziellen der Abenteuer, wobei mein Charakter schon die PrC Darkwood Stalker hatte, bevor sie im Complete Warrior auftauchte.
Warum ich bei den beiden 5E-Abenteuern skeptisch bin?
Weil hier mächtig auf die Pauke gehauen wird, da es nicht nur um Drachen, sondern gleich um Drachengötter geht. Und die FR sind eben nicht DL...wobei die DL-Serie heute wohl eher schlecht ankäme, Drachen hin oder her.
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Warum ich bei den beiden 5E-Abenteuern skeptisch bin?
Weil hier mächtig auf die Pauke gehauen wird, da es nicht nur um Drachen, sondern gleich um Drachengötter geht.
Also die beiden Abenteuer sollen insgesamt von Stufe 1 auf Stufe 16 führen. Haben damit dem Levelanstieg nach den gleichen Umfang wie DL 1 bis DL 16.
Am Ende von Dragonlance kommt es zur Konfrontation mit Takhisis (Tiamat). Warum soll das nicht auch heute funktionieren?
Und die FR sind eben nicht DL...wobei die DL-Serie heute wohl eher schlecht ankäme, Drachen hin oder her.
DL müsste heute so aussehen wie die 25th Anniversary Edition. Das war ein einziges Buch mit der gesamten Kampagne.
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Dragonlance ist DIE Drachenwelt. Es dreht sich fast nur um sie. Die FR nicht bzw. hätte viel mehr zu bieten.
Und die DL-Kampagne ist mehr Zugfahrt als alles andere.
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Dragonlance ist DIE Drachenwelt. Es dreht sich fast nur um sie. Die FR nicht bzw. hätte viel mehr zu bieten.
Da stimme ich dir zu. Sachen mit so einem starken Fokus auf Drachen möchte ich auch lieber in einem Setting mit starken Fokus auf Drachen sehen.
Und die DL-Kampagne ist mehr Zugfahrt als alles andere.
... und wäre heute immer noch gutes Material für einen Adventure Path.
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Nicht in seiner Ursprungsform....vom Tenor schon. :)
Und da wären wir wieder beim Thema: AP 5E...egal von wem. ;)
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Beispiele?
-Midnight (wurde bereits genannt)
-Conan D20
-Iron Kingdoms: Die Monsternomicons von Privateer Press zählen für mich noch zu den besten Monstermanuals der 3.0/3.5 Ära
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Stimmt, Iron Kingdoms habe ich komplett vergessen...und das sollte eher nicht passieren.
Es war schon eine Menge guter Werke dabei, gerade zu einer Zeit, in der WotC gefühlt ein Splatbook nach dem anderen (und kaum etwas anders) auf den Markt geworfen hat.
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... und wäre heute immer noch gutes Material für einen Adventure Path.
Also zwei Abenteuer, die von der ersten bis zur sechszehnten Stufe führen, würde ich als Abenteuerpfad bezeichnen (nur preisgünstiger als von Paizo) und auch Dragonlance war ein Abenteuerpfad!
Ich hatte bei den 3rd Party Monster Manuals immer das Problem, das die Werte einfach nicht 100% mit den D&D Monstern ausbalanciert waren (z.B. Creature Collections, Monsteronomicon für IK, oder das Tome of Horror). Und das hat mir absolut nicht gefallen.
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Zwei Abenteuer als Pfad...hm, kann man so nennen, ich würde es nicht tun.
Einfach, weil ich mir schwer vorstellen kann, dass in 2 Handlungssträngen so viel Abwechslung drinsteckt wie in 6 Werken.
Aber wir werden sehen. Ich gehe eher von 2 Mini-Kampagnen mit Sandboxeinlagen aus.
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Also zwei Abenteuer, die von der ersten bis zur sechszehnten Stufe führen, würde ich als Abenteuerpfad bezeichnen (nur preisgünstiger als von Paizo) und auch Dragonlance war ein Abenteuerpfad!
Da warte ich, bis ich es sehe. Auch ein Mega-Dungeon wie Return to the Temple of Elemental Evil führt von Stufe 1 bis 20, ist aber nicht wirklich das selbe.
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Ein Abenteuerpfad ist an sich eine gigantische und hübsch angemalte teure Eisenbahnlinie.
Wenn die beiden Tyranny of the Dragons Abenteuer eher als Sandbox aufgemacht sind, fände ich das besser.
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Zum Thema Railroading gibt es einen anderen Thread. ;)
Und auch bei den beiden Abenteuern wird es letztendlich nur um eins gehen: Kultisten verhauen, damit Tiamat nicht kommt. :D
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Und auch bei den beiden Abenteuern wird es letztendlich nur um eins gehen: Kultisten verhauen, damit Tiamat nicht kommt. :D
Ist das nicht die Kurzbeschreibung jedes D&D/Pathfinder Abenteuers: X verhauen, damit Y nicht eintritt?
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Ist das nicht die Kurzbeschreibung jedes D&D/Pathfinder Abenteuers: X verhauen, damit Y nicht eintritt?
Jetzt hast Du mir alle Abenteuerpfade verspoilert :P
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Ist das nicht die Kurzbeschreibung jedes D&D/Pathfinder Abenteuers: X verhauen, damit Y nicht eintritt?
Nein. Nicht zwangsläufig. ;)
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Gegenbeispiel?
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Vault of Larin Karr
The Bonegarden
The Ebon Mirror
Diverse Abenteuer im DUNGEON.
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Ähm... Dragonlance war gut. Wurde ja auch von den Originalautoren mitbetreut.
Sorry, mit das schlechteste was es an Abenteuer Produktion je gegeben hat. Railroadiger geht es schon garnicht mehr. Es gab eine Ausführliche Geschichte, und vorgefertigte Chars mit denen man das Abenteuer gefälligst zu erleben hat, es gab keine Ausführung darüber wie man das Abenteuer gestalten soll, wenn man von der Geschichte auch nur marginal abgewichen ist.
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Sorry, mit das schlechteste was es an Abenteuer Produktion je gegeben hat. Railroadiger geht es schon garnicht mehr. Es gab eine Ausführliche Geschichte, und vorgefertigte Chars mit denen man das Abenteuer gefälligst zu erleben hat, es gab keine Ausführung darüber wie man das Abenteuer gestalten soll, wenn man von der Geschichte auch nur marginal abgewichen ist.
Ich glaube, er meint in dem Fall Dragonlance 3.0/3.5.
Wobei ich da bei den Abenteuern nicht ganz firm bin.
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Laut Wikepedia gab es für DnD 3.0 nur ein aktualisiertes Sourcebook für die Dragonlance, die Module blieben die von der 2nd Edition. Natürlich war nicht alles schlecht an den Modulen, aber es hatte einfach zu viele , lies das jetzt vor Momente, was meiner Meinung nach eher Schlecht ist, weil es kreativität aus einem SL rausnimmt, anstatt sie zu fördern.
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Hm...also ich dachte, das hier wäre z. B. "neu":
(http://cf.geekdo-images.com/images/pic777059_md.jpg)
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Die 25th Anniversary Edition war verhältnismäßig gut. Das Original stammt aus den 80ern! Um Himmelswillen, das kann man doch nicht mehr
motorigen mit (doofe Autovervollständigung) heutigen Maßstäben messen!
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Um mal auf den Kern zurückzukommen:
Ich hoffe (und warte gespannt), dass der ein oder andere Drittanbieter vernünftige Produkte auf den Markt bringt. Geschmäcker, was nun vernünftig ist, sind da sicherlich verschieden.
Necromancer Games, mein heimlicher 3.5-Favorit, lockt mit seinem Kickstarter nun nicht gerade. Monster Manual, Spellbook und Short Adventures...
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Necromancer Games, mein heimlicher 3.5-Favorit, lockt mit seinem Kickstarter nun nicht gerade. Monster Manual, Spellbook und Short Adventures...
Warten wir es mal ab. Razorcoast von ihnen ist ein ziemliches Schwergewicht geworden, den ich auch gerne empfehle.
Wenn sie eine Version davon auf 5E umsetzen, huijuijui.
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Ich hatte bei den 3rd Party Monster Manuals immer das Problem, das die Werte einfach nicht 100% mit den D&D Monstern ausbalanciert waren (z.B. Creature Collections, Monsteronomicon für IK, oder das Tome of Horror). Und das hat mir absolut nicht gefallen.
Und das war inwieweit das Problem? Ging es Dir um abweichende CRs?
Zum Topic:
Ein Kingdoms of Kalamar oder auch ein neues Conan Setting wären fein. Allerdings halte ich beides, insbesondere letzteres für unwahrscheinlich.
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Das mit Dragonlance und den neuen Abenteuern habe ich mir auch gedacht.
An die Forgotten Realms denke ich nicht als erstes wenn ich Tiamat lese...
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Ich freu mich auf die Module von Goodman Games! Supersach für junge Leut! :d
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Razorcoast von ihnen ist ein ziemliches Schwergewicht geworden, den ich auch gerne empfehle.
Razorcoast? Hast Du da ein Link? Ich kann das gerade nicht einordnen. Ich erinnere mich nur an die Abenteuer im Misty Vale (?). Da gab es einiges gutes Zeug.
Und das war inwieweit das Problem? Ging es Dir um abweichende CRs?
Eher um den teils eklatanten Bruch zwischen angegebenem CR und tatsächlicher Monsterstärke (wich sehr häufig in beide Richtungen ab). Und das ist gerade bei einem präzisen Encounter Building System wie bei 3e ärgerlich bis tödlich...
An die Forgotten Realms denke ich nicht als erstes wenn ich Tiamat lese...
Tiamat wird ja in den Realms eher nur am Rande verehrt? Unten in den "Old Empires" oder?
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Tiamat wird ja in den Realms eher nur am Rande verehrt? Unten in den "Old Empires" oder?
Die es so gar nicht mehr gibt. :D
Ansonsten natürlich noch der gute alte Cult of the Dragon.
Ansonsten:
Razor Coast (http://froggodgames.org/razor-coast)
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Die es so gar nicht mehr gibt. :D
Ansonsten natürlich noch der gute alte Cult of the Dragon.
Verehrt der Cult of the Dragon denn Tiamat?
Dachte immer die sind die große Dracolich-Fan-Bude..
Ist aber auch schon lange her, dass ich was drüber gelesen hatte, und irgendwie fand ich den CotD eh immer ein bisschen beknackt.
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Er veehrt alle Drachen. Dass Dracolich-Ding ging meist auf Sammaster zurück, aber der ist ja nun aus der Welt.
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Der Drachenkult wollte eine alte Prophezeiung erfüllen, hat diese aber falsch interpretiert. =)
Und ja, sie verehren Tiamat.
jetzt wissen sie es richtig und geben in der 5E richtig Gas =)