Eher zum Verzweifeln waren die kläglichen Versuche meines Klerikers, selbst kleinste Zauber zu wirken. Es brauchte sechs oder sieben Versuche, bis ich beide Zwerge, die zwischenzeitlich blutig zu Boden geschickt worden waren, erfolgreich heilen konnte. In-Game schlossen wir daraus, dass entweder die Goldene Rüstung des einen eine magische Resistenz erzeugte oder schlicht die gesamte Ruinenstadt ein von den Göttern verlassenes Gebiet sein musste.
Als Kleriker-Spieler muss man bei DCC echt leidensfähig sein, aber letzten Endes hat's gerade rechtzeitig zum Finale geklappt. :P
Mach dir keinen Kopf, bei mäßig guten Attributen ist das normal auf Stufe 1, wenn du nur die Mods aus Luck und Personality und das +1 von der ersten Klerikerstufe hast.
Empfehlenswert ist der Blesszauber auf sich selbst als Gambit, sobald man zuverlässig DC14+ erreichen kann (notfalls mit großem lila W30 für Spielberichte und/oder SL-Pizza :P ). Ein 10-Minuten-Turn reicht für jeden Kampf, und die +1 bis +2 (bzw. fette +W3 + Klerikerlevel ab DC20) machen sich schnell bezahlt wenn man laufend handauflegt.
Da wir keine feste Initiative hatten, wurde out-game ausgewürfelt, wer sich versuchen sollte - von jenen, die wollten. Das Glück erwählte Skyrocks Warlock-Elfe. Doch die Zauberprobe misslang
>mfw
(http://i57.tinypic.com/1220p5f.jpg)
Beim Stöbern fällt mir auf, dass ich noch gar nicht Ariellas POV gepostet habe, von dem ich dachte dass ich ihn schon eingestellt hätte.
Comtesse Ariella III. Esgourdons du Port-A-Lucine (von Braskilus - sehr zu ihrem Leidwesen - nur "Tessi" und "Püppchen" genannt) ist gar keine Einheimische der Homebrew-Kampagnensettings, sondern kommt aus dem barocken pseudofranzösischen Dementlieu (http://www.fraternityofshadows.com/wiki/Dementlieu) in Rabenhorst. Sie kreuzte die Wege mit der Gruppe in einer Alternativdimension, die Querverbindungen zum Tomb of Horrors, Rabenhorst, dem Limbo und dem Kreuzfahrerstaat Umbrien aufwies. Mindestens. (Lange Geschichte.)
Nach einem 5e/DCC-Flegelschnecken (http://jrients.blogspot.de/2011/08/flailsnails-conventions.html)-Experiment ist sie der einzige noch bestehende 5e-Charakter in der Runde - eine Elfen-Warlockeuse und enterbte Adelige, die im Namen ihres teuflischen Patrons Lord Soth ( :headbang: ) neue Länder zum erobern und leichte Wege zu einem standesgemäßen Leben sucht.
Ansonsten ist sie furchtbar arrogant, hochnäsig und eingebildet - und immer noch davon überzeugt, sich in einem noch unerforschten Cluster von Rabenhorst zu befinden :P
Cité de la "Dictionnaire Faltinée" de la Comtesse Ariella III. Esgourdons du Port-A-Lucine:
* * *
Ville de la Tour, Désert Grand;
Jonquille du Germinal, l'Année quatre-vingt-quinze du Triomphe de la Brillance:
Les personnages:- Braskilus
- Ariella
- Skorri
- Boram
- Jeff, ein fassrunder, sehr stämmiger Halblingbettler mit Keule
- Rouven, ein Priester des Lior den wir unterwegs aufgabelten und der das Imkerhandwerk gelernt hatte
Was für eine bleiche und unertragbare Welt es doch ist, ohne meine geliebte Lucille! Doch ich greife voraus. Lass mich alles der Reihe nach vortragen.
Votre patience, le courage que vous montrez au milieu de ces roches sont admirables - mais il ne vous procure aucune gloire
Nachdem wir tagelang dem Fluss gefolgt waren, ergab es sich, dass wir drei Routen hatten:
1. Nordroute an Turmstadt vorbei durch die Berge zu ehemaliger Hafenstadt
2. Ostroute am Fluß entlang durch die Klippen
3. Südroute durch die Berge
Unseren Zwergen mißfiel der weitere Weg entlang der Oberwelt - zu sehr fürchteten sie die Vogelritter (auch wenn ich sie problemlos mit meinen Höllenketten herunterreißen und bekämpfen konnte). Ich wies auf das Problem der Wasserversorgung hin, aber nachdem wir feststellten dass wir nur zwei Tage nur Zugang zum Fluss zu überbrücken hatten, entschlossen wir uns der nördlichen Route zu folgen.
Auf unseren Reisen entlang des Flusses gabelten wir Rouven auf, einen Mönch eines örtlichen Gottes namens Lior, der von einem südwestlich gelegenen Kloster auf Pilgerfahrt in Richtung Meer war. Da sich unser Weg überschnitt und er vertrauenswürdig wirkte, beschlossen wir zusammen zu reisen. Unterwegs zeigte er uns seine Kenntnisse mit einem guten Rezept für Riesenvogel an Honigsoße. (Trotz allem kein Vergleich zu meiner heimatlichen Küche aus Dementlieu - sobald wir die Zivilisation erreichen, werde ich das Wunder von Volatile Grand au Vin vorführen müssen!)
Tout d'un coup, on fait silence,
On fait silence… ah! Que se passe-t-il?
Plus de cris, c'est l'instant!
Plus de cris, c'est l'instant!
Schließlich erreichten wir den auf der antiken Karte verzeichneten Turm. Um ihn herum lag eine Stadt von alten Ruinen und neuen Zeltplanen, mit unbekannten Bewohnern. Der Turm wirkte ungut auf mich. Er war eine sehr steil aufragende Pyramide aus Sandsteinen, und seine exakte Ausrichtung entlang der Himmelsrichtung war fast so unheilverkündend wie das 16 Meter breite Vogelskelett an seiner Spitze, oder die ständig von ihm ausgehende ionisierende Spannung. Trotzdem entschlossen wir uns, lieber durch die Stadt zu gehen, als einen Umweg zu suchen.
Sobald wir in der Stadt waren, wurden wir von den Dächern mit kurzen Speeren und Wurfpfeilen beschossen. Meine Schilde konnten einen Teil abwehren, aber meine weniger geschützten Gefährten wurden von ihnen böse zerschnitten. So begaben wir uns in einen Hauseingang - und konnten dort unsere Angreifer genauer in Augenschein nehmen. Es war eine Horde von buckeligen, primitiven Humanoiden, mit durchscheinender, die Organe offenlegender Haut gleich dem gemeinen Grottenolm. Für unsere nichtmenschlichen Sinne waren sie trotzdem sichtbar wie der Tag in den klammen Ruinen, und so bekämpften wir sie so gut wir konnten. Skorri und Boram gingen voraus als Wirbel aus Schilden und Klingen, während Lucille und ich aus der Entfernung mit unseren Höllenketten aushalfen. Der Priester Rouven zog es vor, sich mit einem Gebet unangreifbar zu machen und mit Handauflegen auszuhelfen.
Wir hielten blutige Ernte unter den Monstren, aber sie schafften es meine geliebte Lucille niederzustechen und von mir zu trennen, ehe ein Deckeneinsturz sie von mir trennte... Ich werde dich finden, ich werde dich retten und ich werde deiner Nase neuen Atem geben, das steht fest! Deine Herrin wird für dich sorgen!
Mais malheur! Malheur à ceux qui s'armeront pour les mamelouks et combattront contre nous! Il n'y aura pas de porte de salut pour eux, ils périront et leurs traces disparaîtront.
Braskilus und der Halbling zogen es unterdessen vor, sich mit dem Schwingenmantel außerhalb des Hauses nützlich zu machen. Ein mumienhafter "Priester" mit einem goldenen Stab trat aus dem Pyramidenturm hervor, während das Vogelskelett zum Leben erwachte und die Lüfte beherrschte.
Ein Aufeinanderprallen zwischen den Pyramidenblitzen und Braskilus' Schwert Mondfackel resultierte in arkanen Interferenzen, die das Vogelskelett in einen Vogelgott aus Fleisch und Blut verwandelten. Welch Verbesserung der Lage.
Der Vogelgott ging daran, uns mit paralysierenden Schreien und schockwellenhaften Flügelschlägen zuzusetzen, während Boram den Mumienpriester mit seiner Axt zerteilte und seinen Stab erbeutete. Unfähig, das arkane Wunder des Stabes zu begreifen, ergriff ich ihn schließlich und rieb ihn, um seinen goldenen Translokationsstrahl wider den Vogelgott zu richten, um ihn erneut an seinen Turm zu ketten. Der Halbling Jeff rannte unterdessen mit dem abgetrennten Mumienkopf herum, um ihn schließlich wider den Vogelgott zu schleudern.
Im Verlauf dieser Schicksalsschlacht, in der u.a. Skorri und Boram fielen und via Handauflegen revitalisiert wurden, opferte Braskilus sein Zauberschwert an seine Göttin, wodurch der Vogelgott alle Farbe verlor und furchtbar müde wurde. Schließlich wurde er durch eine konzertierte Aktion von Axthieben, Klingenhieben und Höllenketten niedergemacht. Sein vergossenes Blut verlieh dem Wüstenboden neues Leben, und ich fing so viel als möglich auf. Es wird einem Zweck dienen, das verspreche ich...
Oh? Braskilus hat sein Augenlicht wiedergefunden? Durch das Opfer? Durch das Gottesblut? Dazu muss ich später genauer berichten, sobald ich mehr weiß...