Tanelorn.net
Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Blechpirat am 17.06.2015 | 10:16
-
Der DRP 2015 wurde verliehen (http://www.deutscher-rollenspielpreis.de/2015/06/15/die-sieger-des-deutschen-rollenspielpreises-2015/). Aber wie man so schön sagt: Nach dem Preis ist vor dem Preis. Deshalb denke ich jetzt schon über 2016 nach und würde dazu gerne Meinung einholen.
Bisher gibt es ja zwei Kategorien: GRW und Zubehör. Ist das sinnvoll? Sollte man Zubehör aufteilen? Wenn ja in was? Sind die Kategorien dann überhaupt noch "voll" - es müssen schon mehr als fünf Nominierungen zu erwarten sein, damit sich eine Kategorie lohnt - oder ist das zu kurz gedacht?
-
Vielleicht eine Unterteilung in Abenteuer und Quellenmaterial bei Zubehör. Der Name ist ja ehh etwas unglücklich, da man an Würfel und Battlemaps denkt.
Was es ist bei mischprodukten, würde ich danach beurteilen, wo es den größeren Anteil hat. (Ein Buch mit 100 Seiten Setting und 50 Seiten Abenteuer zz.B. Quellebuch).
Ansonsten löblich, dass ihr bereit seid, Euch zu hinterfragen, gute Einstellung!
-
Ich halte die aktuelle Zweiteilung für ideal.
mfG
jdw
-
Ich finde GRW etwas unglücklich, weil z.B. ein Setting für ein Universalsystem (z.B. was für Savage Worlds oder Fate) dann in Zubehör fällt. Ich finde, die Unterteilung sollte mehr am englischen "Core Book" und "Accessory" orientieren, und nicht, ob es "Regeln" enthält. Sonst finde ich diese Zweiteilung aber gut.
-
Ich finde GRW etwas unglücklich, weil z.B. ein Setting für ein Universalsystem (z.B. was für Savage Worlds oder Fate) dann in Zubehör fällt. Ich finde, die Unterteilung sollte mehr am englischen "Core Book" und "Accessory" orientieren, und nicht, ob es "Regeln" enthält. Sonst finde ich diese Zweiteilung aber gut.
Wie unterscheidet man denn die Kategorien? Bisher gilt: Enthält das Buch alles, was man zum Spielen braucht, ist es ein GRW. Alles andere nicht. (So kam die ungewohnte Zuordnung von "schwarze Reiter" in GRW zustande: Es war selbständig spielbar). Gibt man das auf, braucht man ein anderes Kriterium, aber welches? Ist das Faerun-Quellenbuch zu D&D3 dann ein Corebuch, oder Accessory?
Die aktuelle Zweiteilung scheint mir zu Lasten von Abenteuern zu gehen. In der Regel ist ein Settingband irgendwie "mehr" als ein Abenteuer. Ich tippe mal, dass es in der Kategorie Abenteuer immer schwer haben, wenn sie gegen Settingbände antreten.
-
GRW benachteiligt eigentlich alle Universalsystem, und das sind ja eben nicht nur Savage Worlds und Fate, sondern auch DnD.
Hier wäre eine sinnvolle Trennung schon irgendwie gut.
-
Vielleicht eine Unterteilung in Abenteuer und Quellenmaterial bei Zubehör. Der Name ist ja ehh etwas unglücklich, da man an Würfel und Battlemaps denkt.
Hmm ... Eine weitere Unterscheidung würde ich auch hilfreich finden.
Abenteuer separtat.
Quellenbücher und Zubehör (wie Fate-Chips, Karten, ...) evtl. gemeinsam als Spielhilfen?
Klar: Zubehör ist meist nicht so notwendig und wird kaum mal gegen QB gewinnen. Andererseits sind QB jetzt auch nicht so essentiell.
Um Rollenspiel spielen zu können brauche ich: Regeln und ein Abenteuer (plus ggf. Zufallsgeneratoren wie Würfel oder Karten).
Was die Kategorie "Abenteuer" evt. bewirken könnte: Dass die Verlage vielleicht mehr verstehen, dass Abenteuer-Support das ist, was ein System populär macht und am Leben erhält. (L5R dt. ist mMn genau an der Stelle eingegangen.)
Was Mischformen (Abenteuer & Quellenbuch in einem) angeht: Ich hätte nix dagegen, wenn ein Produkt in beiden Kategorien antritt. Die Chancen so gut zu sein, dass ein Sieg in beiden Kategorien denkbar ist, sind mMn gering. Und wenn vorhanden, dann wäre das - ob der Konkurrenz - wahrscheinlich sogar verdient.
-
Vielleicht eine ganz andere Einteilung abseits des Inhalts in Gewichtsklasse? 1-32 Seiten, 33-128 und Schwergewichte 128+?
-
Auch nicht unspannend. Wobei ich dann eher auf die Skala gehen würde: 0-32, 32-64, 64-128, 128-256, 256+
Gerade weil ich Fiasko mit seinen 144 Seiten A5 jetzt nicht unbedingt als Schwergewicht verstehen würde.
Andererseits: Mir gefällt die reine Buchpublikations-Politik im Rollenspielbereich nicht besonders.
Ich finde, dass Boxen wie die Pathfinder Einsteigerbox durchaus einen Mehrwert haben. Auch Fiasko würde mMn davon profitieren, wenn das Regelbuch mit 100 Seiten auskäme und die Kulissen - zusätzlich zu Wendepunkt und Nachspiel als A4 (bzw. auf A5 gefalzte) Spielpläne auf dünner Pappe daher kommen würden. Das Ganze in einer schmalen Box.
Und da wäre dann die Frage: Wo packt man das rein? Die PF Einsteigerbox könnte man mMn gut als Grundregeln ansehen.
-
Die Skala war auch nur ein Beispiel, mir gings mehr ums Umfang-Denken, statt einer Inhaltskategorie. Boxen kann man imho auch auf Seiten runterrechnen, indem man die enthaltenen Heftchen alle zusammenzählt.
Ich muss zugeben, dass ich einen RSP-Preis für reines Zubehör (Spielkarten, Spielsteine, Würfel, Battlemaps ...) für weniger sinnig halte.
-
Die Skala war auch nur ein Beispiel, mir gings mehr ums Umfang-Denken, statt einer Inhaltskategorie. Boxen kann man imho auch auf Seiten runterrechnen, indem man die enthaltenen Heftchen alle zusammenzählt.
Mehr oder weniger. Das Interessante an der Einteilung nach Umfang ist ja, dass der Blick darauf gelenkt wird, wie RSP ihren Seiten nutzen, bzw. ob sie ihn sinnvoll nutzen.
Ich muss zugeben, dass ich einen RSP-Preis für reines Zubehör (Spielkarten, Spielsteine, Würfel, Battlemaps ...) für weniger sinnig halte.
Sehe ich etwas anders. Diese Dinge können extrem hilfreich für's Spiel sein. Und bei mir bekommen Spiele, die hunderte GRW-Seiten für die Darstellung von Zaubern verbraten, mittlerweile deutliche Punktabzüge in der Benutzbarkeit.
OK - genauer betrachtet sollte es vielleicht keinen Preis für Zubehör geben, sondern einen (offenen) Design-Preis, der insbesondere einen prüfenden Blick auf die Benutzerfreundlichkeit der eingereichten Produkte für den Spieltisch wirft. Und in der Kategorie kann ich mir schon vorstellen, dass Dinge wie der Universal-Spielleiterschirm oder die PF-Zustandskarten was gewinnen können.