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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: eldaen am 21.07.2015 | 16:14

Titel: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: eldaen am 21.07.2015 | 16:14
Hallo liebe :T: ies!

Um mal aus meinen eigenen überkommenen Dogmen auszubrechen: Welche guten würfellosen RPG-Systeme gibt es, wie laufen sie grob und was sind für euch die jeweiligen Stärken und Schwächen? Bin sehr neugierig!

Edit: Ich beziehe mich dabei auf Spiele, die ohne Zufallselement auskommen, also nicht die Würfel durch was anderes zufälliges ersetzen.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Eulenspiegel am 21.07.2015 | 16:34
Dread (https://en.wikipedia.org/wiki/Dread_RPG): Ein Horror-RPG.

Anstatt zu würfeln, werden Steine aus einem Jenga-Turm gezogen.

Du stehst dabei vor folgender Wahl:
1) Keinen Stein aus dem Jenga-Turm ziehen: Dann misslingt deine Aktion, aber du bleibst am Leben.
2) Einen Stein ziehen: Bei Erfolg gelingt deine Aktion und du bleibst am Leben. Bei Misserfolg misslingt deine Aktion und du stirbst*.
3) Den Jenga-Turm umwerfen: Du opferst dich: Deine Aktion gelingt glorreich, aber du stirbst bei der Aktion*.

*Anstatt zu sterben kann auch ein anderer Umstand passieren, der dich dauerhaft aus der Geschichte rausnimmt.

Der Vorteil ist, dass die Regeln extrem simpel sind.
Außerdem hängt es nicht so sehr vom Zufall ab, sondern stärker von den eigenen Fähigkeiten, ob man etwas schafft oder nicht.
Dies erhöht die Immersion ungemein.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: D. M_Athair am 21.07.2015 | 16:39
Everway. Umfangreiche Beschreibung gibts hier (http://www.rpg.net/reviews/archive/12/12722.phtml).

Vorteile: Viel Platz für freiformiges Charakterspiel. Das fängt bei der Charaktererschaffung schon an. Story/Plotentwicklung kann ganz nach den Wünschen der Runde ablaufen. Das Spiel hat da ganz wenige Strukturvorgaben. Ein gewisses Maß an Freiform muss man wohl mögen. Ansonsten kann das Spiel mit Metaplot-Highlord, Sandbox-Referee, Drama-SL, ... gespielt werden.

Nachteile:
Am besten funktioniert es, wenn man in Bezug auf die Auswertung von Fortune-Cards die Spieler mit einbindet.
Wenig Powergaming geeignet. Wer auf detailierte Regeln steht und mehr als einen Rahmen braucht, wird wohl nicht glücklich werden.
Freiform sollte man schon mögen. Ausdifferenzierte vorgefertigte Spielwelten gibt es nicht.



Theatrix und Amber Diceless (sowie dessen Nachfolger Lords of Olympus und Lords of Gossamer and Shadow) haben ebenfalls einen guten Ruf.

Zu allen Dreien gibt es eine autobiographische Notiz (http://www.tanelorn.net/index.php?topic=25300.0) von Norbert Matausch/Mann ohne Zähne.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: 1of3 am 21.07.2015 | 16:43
With Great Power

Es hat keine Würfel, sondern verwendet Standardspielkarten. Da man die auf der Hand hat und nach bestimmten Regeln umverteilt, würde ich sagen, dass sich das hinreichend von typischem Würfeln unterscheidet, so dass ich das hier aufführe.

WGP ist ein Superheldenspiel. Die SL spielt die Schurken und ihren Plan, jeder Spieler spielt einen Superhelden. Der Plan ist immer darauf ausgerichtet bestimmte Spielwerte der Helden zugrunde zu richten. Die Geheimidentität von Batman, die Superkräfte von Superman, das ungeborene Kind von Orrin, die Grundsätze von Black Canary usw. Spielwerte sind entsprechend Identitäten, Superkräfte, Beziehungen und Motivationen.

Es gibt zwei Arten von Szenen: Enrichment Scenes benutzen Stake Resolution. SL und Heldenspieler spielen eine Karte von der Hand. Der Verlierer kriegt beide Karten. In Conflict Scenes werden die Karten Rundenweise gespielt. Hier kommt es darauf an die richtige Farbe zu bedienen.

Helden und Schurken können Karten nachziehen, indem sie ihre Spielwerte belasten.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: eldaen am 21.07.2015 | 16:44
Ah, sorry - meine unpräzise Fragestellung! Ich meinte Spiele ohne Zufallselement (also nicht Würfel durch irgendwas anderes ersetzen).

Trotzdem Danke schonmal euch dreien - die Spiele klingen ...interessant! :)
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: 6 am 21.07.2015 | 16:57
Amber Diceless ist sehr stark an den Amber-Büchern (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Chroniken_von_Amber) von Zelazny angelehnt. Um es zu leiten sollte man den ersten Zyklus gelesen haben. Du spielst dabei Familienangehörige einer (ich nenns mal) Götterfamilie, die entsprechend starke Rivalitäten untereinander pflegen. Dafür gibt es einige Spielmechaniken, die diesen intrigenreichen Spielstil Rechnung tragen. Im Prinzip hast Du da Game of Thrones mit Superhelden und der Gegner ist das Chaos und nicht der Winter aus dem Norden. Allerdings ziehen alle Charaktere durchaus an einem Strang. Die Stärken sind meiner Meinung nach die Mechaniken, die für den Wettkampf untereinander sorgen. Die Schwächen sind, dass Du als SL aufpassen solltest, dass der Wettkampf nicht zu blutig wird. Bei einer Runde konnten nach der ersten Session 2 Spieler einen neuen Charakter bauen, weil sie sich gegenseitig zerhäckselt hatten... unschön...

Puppetland ist ein Puppentheatermärchen-RPG. Die Stärken: die absolute starke Immersion. Die Schwäche: Nach der einen Stunde Spielzeit (ja. Spielzeitlimit: 1 Stunde!) fühlst Du Dich, als hättest Du nen Zehnkampf hinter Dir.

Beide Spiele arbeiten komplett ohne Zufallselemente.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Boba Fett am 21.07.2015 | 19:59
Es gibt ein Marvel Superhelden RPG, das komplett ohne Zufallselemente auskommt.
Die Charakteren haben verschiendene "Power"-Ausprägugen und gummipunkte zum Verteilen für ihre Aktionen.
Ich hab eszu Hause, Hexer, falls ich es Sir mal borgen soll...
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: D. M_Athair am 21.07.2015 | 20:23
Es gibt ein Marvel Superhelden RPG, das komplett ohne Zufallselemente auskommt.
Das ist: Marvel Universe (http://www.rpg.net/reviews/archive/9/9432.phtml).

Zu Theatrix: Eine Übersicht (https://analogkonsole.wordpress.com/2013/08/20/konfliktauflosung-im-wurfellosen-spiel-theatrix/) über den "zentralen Proben/Entscheideungsmechanismus".
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Tyloniakles am 21.07.2015 | 20:40
Hillfolk hat nur einen kleinen Anteil an zufallsabhängigen Mechanismus, denn es nutzt Karten für "procedural scenes", also Problemlösung, Action-Sequenzen usw. - der Fokus liegt aber absolut auf den "drama scenes" zwischen den Charakteren, die nur über ein Punkte-Gebots-System abgehandelt werden. http://www.gnomestew.com/gming-advice/you-pick-it-review-hillfolk/ (http://www.gnomestew.com/gming-advice/you-pick-it-review-hillfolk/)
Ich würde das Spiel grob mit Fiasko vergleichen, nur bietet es sich für viel längeres Spiel an, ein narratives System mit Fokus auf Drama, Charakterspiel und Beziehungen.

Spark und Microscope müssten auch so gut wie ohne Zufall auskommen. Bei beiden geht es um kooperativen Weltenbau und narratives Spiel.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Selganor [n/a] am 21.07.2015 | 20:53
Amber Diceless ist sehr stark an den Amber-Büchern (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Chroniken_von_Amber) von Zelazny angelehnt. Um es zu leiten sollte man den ersten Zyklus gelesen haben. Du spielst dabei Familienangehörige einer (ich nenns mal) Götterfamilie, die entsprechend starke Rivalitäten untereinander pflegen. Dafür gibt es einige Spielmechaniken, die diesen intrigenreichen Spielstil Rechnung tragen. Im Prinzip hast Du da Game of Thrones mit Superhelden und der Gegner ist das Chaos und nicht der Winter aus dem Norden. Allerdings ziehen alle Charaktere durchaus an einem Strang. Die Stärken sind meiner Meinung nach die Mechaniken, die für den Wettkampf untereinander sorgen. Die Schwächen sind, dass Du als SL aufpassen solltest, dass der Wettkampf nicht zu blutig wird. Bei einer Runde konnten nach der ersten Session 2 Spieler einen neuen Charakter bauen, weil sie sich gegenseitig zerhäckselt hatten... unschön...
Bei Lords of Gossamer and Shadow (http://www.tanelorn.net/index.php/topic,86766.0.html) (dem "Nachfolger") wurde etwas am System gedreht (der neue Autor hat inzwischen jahrelange Erfahrung mit dem Amber-System gemacht) sowie auch am Setting etwas geschraubt (z.B. keine "ihr seid alle Mitglieder derselben Familie - die sich gegenseitig hassen"-Default-Praemisse mehr), wobei z.B. durch den neuen Mechanismus des Weltenwandels (alles geht ueber die "Grand Staircase", ein RIESIGES Treppenhaus mit unzaehligen Tueren in alle moeglichen Welten) das Ganze schon etwas einfacher zu handeln ist als frueher wo man nahezu jederzeit und an jedem Ort von dieser Welt in eine beliebige andere Welt wechseln konnte.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: 1of3 am 21.07.2015 | 20:58


Das ist: Marvel Universe (http://www.rpg.net/reviews/archive/9/9432.phtml).

Die Frage ging nach GUTEN Spielen. MU ist super unbalanciert. Weiße Steine schlagen alles.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Anastylos am 21.07.2015 | 21:57
Ich werfe noch Pace in den Raum. Das ist äußerst simpel und noch dazu kostenlos:
http://www.evilhat.com/pace/ (http://www.evilhat.com/pace/)
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Turning Wheel am 21.07.2015 | 22:16
Idee! - Das Universalrollenspiel von Daniela Nicklas (FlyingGames.de)

Es basiert auf einem Kartendeck, das dem Tarot ähnlich ist.
Es gibt zwei Editionen: AdAstra liefert Sternbildnamen und Adjektive, Szenario liefert ikonenhafte Fantasykonzepte und Sprichwörter.

Dabei sind die Karten keine zufällige Entscheidungsinstanz sondern eine Anregung für das assoziative Erzählen.
Es gibt allerdings zwei Karten im Spiel (Zenit und Nadir), die etwas sehr Gutes bzw. sehr Schlechtes bedeuten, aber
auch die sind nur eine Hilfe zur eigentlichen Erzählung, die letztlich vom Kartenzieher selbst kommt und so viel
Interpretationsspieraum hat, wie die Anwesenden ihm zubilligen (z.B. durch Einspruch bzw. Übereinkunft).

Der Vorteil der Karten ist die inhaltlich substantielle Unterstützung für die Erzählung. Man bekommt keine Zufallszahl geliefert.
Man bekommt ein literarisches Konzept, das nicht die Auflösung der Szene selbst darstellt, sondern eine Hilfe bei der Lösung sein
soll und oft (obwohl es konkrete Dinge sind wie z.B. "Die Burg") abstrakt oder symbolhaft interpretiert werden sollen.
Das Kartenziehen selbst ist natürlich schon zufällig, aber die Erzählung selbst unterliegt nicht diesem Zufallselement. Die Erzählungshoheit
über Fakten im Spiel bleibt zu jeder Zeit bei den Spielern.

Der Anspruch bzw. der Spaß am Spiel liegt darin, möglichst unterhaltsame und dramatisch interessante Ideen zu assoziieren, die den
Erzähler oft selbst überraschen.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Anastylos am 21.07.2015 | 22:50
Es gibt auch noch zwei Rollenspiele von mir die ohne Würfel auskommen. Ich habe sie für den 24h-contest von 1km1kt.com in 24 Stunden entwickelt.
Das erste ist Prophecy und verwendet zwei verschiedene Chiparten und Tarotkarten. man gibt Chips aus um zu gewinnen (oder zu verlieren) und nutzt die Tarotkarten als Joker falls man keine passende Fähigkeit hat.
Das zweite ist Dwarven Veterans, ein Rollentrinkspiel. Man braucht Bierkrüge aus Glas und Bier. Wenn zwei Spieler einen unterschiedlichen Handlungsverlauf wollen trinken sie, wer anschließend weniger Bier im Glas hat darf erzählen. Es gibt auch eine alkoholfreie Variante für Elfen.

Ich muss unbedingt mal zum Tanelorntreffen fahren und Dwarven Veterans anbieten >;D

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Doomprayer am 22.07.2015 | 11:55
Das zweite ist Dwarven Veterans, ein Rollentrinkspiel. Man braucht Bierkrüge aus Glas und Bier. Wenn zwei Spieler einen unterschiedlichen Handlungsverlauf wollen trinken sie, wer anschließend weniger Bier im Glas hat darf erzählen. Es gibt auch eine alkoholfreie Variante für Elfen.
Coole Idee.
Sowas Ähnliches spielen auf Parties meistens. Nur machen da mehr Leute gleichzeitig mit und alle erzählen dann Geschichten, aber der mit dem wenigsten Bier am lautesten. ;)
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: D. M_Athair am 22.07.2015 | 14:23
Es gibt auch eine alkoholfreie Variante für Elfen.
Aber, aber ... Elfen trinken Wein! Die alkoholfreie Variante müsste für Halblinge sein, wobei der Alk durch Pasteten ersetzt wird.  >;D
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: eldaen am 22.07.2015 | 14:53
Aber, aber ... Elfen trinken Wein!

Traubensaft ist das Wort, dass du eigentlich suchst... ;)
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Vargy72 am 22.07.2015 | 14:56
Traubensaft ist das GETRÄNK der Klingonen!  ~;D
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 22.07.2015 | 14:59
Quatsch nur
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Li Wangs Jasminblütentee
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Mondsänger am 23.07.2015 | 12:37
Fiasco funktioniert auch ohne Würfel. Jeder Spieler kann entweder eine Szene für sich vorschlagen, über deren "guten" oder "schlechten" Ausgang dann die anderen Spieler entscheiden. Alternativ kann sich ein Spieler eine Szene von den anderen Spielern vorgeben lassen, über deren Ausgang er dann entscheiden kann.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Bad Horse am 24.07.2015 | 23:15
Fiasco funktioniert ohne klassische Würfelwürfe. Sowohl für die Aufstellung als auch für den Wendepunkt als auch für das Nachspiel wird definitiv gewürfelt!
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: alexandro am 25.07.2015 | 07:39
Die Frage ging nach GUTEN Spielen. MU ist super unbalanciert. Weiße Steine schlagen alles.

Sehe ich nicht so.

Zum einen ist Health verdammt teuer (effektiv ist bei 8 Schluss). Zum anderen nützt der große Action Pool nichts, wenn die Werte der anderen Attribute und Kräfte (wenn man überhaupt noch Stones für Kräfte übrig hat) nur höchstens 3 oder 4 betragen - da muss man schon ziemlich viel "turtling" betreiben (sobald die Scheiße gegen den Ventilator fliegt, macht man keinen Stich mehr) und steht trotzdem ziemlich doof da, sobald Widerstandswerte im Spiel sind.

Ebenso könnte man sagen, dass bei Amber "Personal Shadow" alles schlägt (weil man eine eigene Parallelrealität hat, die man beliebig formen und somit auch beliebig an die Schwächen potentieller Gegner anpassen kann) - das ist im Prinzip richtig, geht aber von Idealbedingungen aus, welche im realen Spiel fast nie gegeben sind.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Chiarina am 30.07.2015 | 12:46
Ich bin ja ein kleiner Tarkowski-Fan. Und eben stolpere ich über ein Rollenspiel namens "Stalker". Und siehe da, es bekommt eine wirklich gute und interessante Kritik bei RPGnet...

http://www.rpg.net/reviews/archive/15/15588.phtml

...und auch die Kritiken bei drivethrurpg klingen nicht schlecht...

http://www.drivethrurpg.com/product/100243/STALKER--The-SciFi-Roleplaying-Game

...und dann ist das Ganze auch noch würfellos. Das zugrundeliegende Spielsystem nennt sich FLOW. Ich kenne es nicht. Und ich kenne auch "Stalker rpg" nicht. Gibt es jemanden, der mehr erzählen kann?
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Chiarina am 4.08.2015 | 16:56
Hm. Offensichtlich kennt es noch keiner... außer dem Gentleman Gamer natürlich. Der hält große Stücke darauf.

https://www.youtube.com/watch?v=qi4m1Nijy1c

Vielleicht brüllen ja jetzt ganz viele: Oh, wie toll, lasst uns das ausprobieren... ach nee... eher unwahrscheinlich.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Supersöldner am 4.08.2015 | 17:19
Engel KANN Mann ohne Würfel oder mit W20 Spielen. Wobei das erst wohl beliebter ist.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Achamanian am 4.08.2015 | 23:36
Stalker kenne ich und habe es auch schon mal gespielt, allerdings habe ich Würfel reingebaut, weil mir der Würfellos-Mechanismus gar nicht gefiel. Er bestand, soweit ich mich erinnere, daraus, dass man einen Wert für die Plausibilität der Aktion mit einem Wert, den die SL für "gutes Rollenspiel" vergibt, multipliziert, und an der Summe sieht, ob die Schwierigkeit erreicht wird. Und da ich gar keine Lust hatte, Noten für gutes Rollenspiel zu vergeben, habe ich den letzteren Wert halt einfach auswürfeln lassen.
Ansonsten: Als Settingbuch finde ich Stalker großartig!
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Chiarina am 4.08.2015 | 23:53
Ja, sowas in der Richtung habe ich jetzt auch schon zweimal gehört. Erfolgreicher Fertigkeiteneinsatz aufgrund von gutem Rollenspiel, über das dann auch noch der Spielleiter entscheidet geht natürlich nicht. Schade. Angeblich ist aber die Regelabteilung von Stalker sowieso relativ klein, im Verhältnis zur Settingbeschreibung. Kannst du dich daran noch erinnern?  Bei 2/3 zu 1/3 würde ichs wahrscheinlich aufgeben. Bei 9/10 zu 1/10 würde ich mir eine Anschaffung eventuell überlegen und dann einen Versuch mit Archipelago Karten wagen... vielleicht auch einen Fate Hack.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: Nick-Nack am 5.08.2015 | 02:30
Derzeit arbeite ich an einem würfellosen Rollenspiel namens Dystopia. Das Setting ist eine dystopische Zukunft, wrd aber am Anfang von den Spielern und dem Spielleiter gemeinsam genauer definiert.
Die Regelmechanik basiert darauf, dass der Spielleiter geheim einen Zielwert festlegt, und die Spieler einen Pool mit Willenskraftspunkten zur Verfügung haben, um diese zu erreichen. Dabei gelingen Aktionen aber so oder so - die Probe ist dafür da, um negative Nebeneffekte zu verhindern.
Wenn Du zum Beispiel das Schloss der Hintertür vom Fernsehsender knacken möchtest, um einen Propaganda-Clip der Rebellion senden zu können und prinzipiell Schlösser knacken kannst, dann wird die Tür aufgehen. Wenn Du aber zu wenig Willenskraft investiert hast, kann es sein, dass genau in dem Moment ein Wachsoldat durch die Gasse patroulliert und dich entdeckt, oder die Tür zusätzlich zum mechanischen Schloss noch elektronisch gesichert ist, oder, oder, oder...

Weitere Informationen findet ihr auf http://www.dystopia-rpg.de (http://www.dystopia-rpg.de) sowie aktuelleres auf http://www.facebook.com/dystopia-the-rpg (http://www.facebook.com/dystopia-the-rpg), wobei die Homepage gerade in Überarbeitung und daher leicht veraltet ist. Außerdem biete ich regelmäßig Runden in Berlin oder online über Google Hangout an.
Titel: Re: Gute Würfellose RPG-Systeme
Beitrag von: LushWoods am 5.08.2015 | 07:41
Sieht interessant aus, halte uns doch mal ein bißchen auf dem Laufenden.
Mit dem Namen aber würde ich vorsichtig sein. Es gibt bereits ein Rollenspiel namens Dystopia und eines namens Dystopia rising. Letzteres ist zumindest in den USA sogar recht bekannt.