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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: palagyn am 9.10.2015 | 23:11
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Ich hab mal ne Petition für die Wiederaufnahme der D&D-Übersetzungen aufgesetzt. Falls bei jemandem da Interesse besteht:
https://www.change.org/p/wizards-of-the-coast-translate-dungeons-and-dragons-5th-edition
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Bringt derartige Petitionen überhaupt was?
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Bringt derartige Petitionen überhaupt was?
Nein. Sie taugen nicht einmal zur Abschätzung der Nachfrage, da die E-Petition nur von einem Bruchteil der potentiellen Kundschaft wahrgenommen wird und unklar ist, wie viele der Unterschreibenden sich zusätzlich eine Übersetzung besorgen würden.
Die Konzern-Overlords von Hasbro werden sich wenn, dann wohl eher an historischen Verkaufszahlen, dem historischen Verhältnis englische:deutsche Bücher in D/CH/A/+ und den Verkaufszahlen von 5e im deutschsprachigen Raum orientieren. (Soweit die paar potentiellen Peanuts überhaupt eine Rolle bei Hasbros Entscheidung spielen - was man finanziell im P&P-Markt rausholen kann ist nur ein Bruchteil dessen, was die IP für die Benutzung in anderen Bereichen wie Computerspielen wert ist.)
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Was Skyrock sagt.
Außerdem: So sehr ich eine deutsche Ausgabe begrüßen und auch (zusätzlich zu den englischen Büchern, die ich schon besitze) auch kaufen würde, so wenig werde ich ein amerikanisches (oder türkisches, oder nordkoreanisches, oder deutsches ..) anbetteln, doch bittebittebitteschön mein Geld zu nehmen und eine Übersetzung auf den Markt zu bringen.
Findet sich für die ein deutscher Verlag, der das machen will zu den Bedingungen (und dem Preis), den Hasbro erwirtschaften will, dann sagen die ja. Ansonsten interessiert die D&D wegen der Markenvermarktung und sonst gar nichts:
TSR war im Rollenspielgeschäft und machte noch Kriegsspiele im Nebengeschäft.
WotC machte erst in Rollenspielen, dann Karten (Magic) und Rollenspielen und dann DEM Kartenspiel (Magic) und DEM Rollenspiel (D&D).
Hasbro macht in Spiele und Spielwaren aller Art. Die haben damals selbst die in ihrer Sparte große und beliebte Kriegsspielfirma Avalon Hill aufgekauft und fast keines der Spiele wieder aufgelegt, sondern sitzen da drauf und tun - nichts. Ist einfach nicht profitabel genug.
Für D&D-Fans heißt es also: Jammern einstellen und - "Lang lebe Pons und Duden!"
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Wobei GUTE Übersetzungen halt auch teuer sind. Und SCHLECHTE ein echter abtörner sein können. Von den Zeiträumen die es braucht selbst schlecht zu übersetzen mal ganz abgesehen. Und D&D 5 ist jetzt nicht gerade hohe Literatur was die Schwierigkeit angeht.
Dazu kommt das die größeren Verlage (die am ehesten flott und gut übersetzen würden) ja schon Fantasy-Systeme im Programm haben die zT (Pathfinder) in direkter Konkurenz zur 5e stehen
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Gibt's da überhaupt noch genug Nachfrage und damit Aussicht auf Gewinn? Jetzt, wo sich wohl fast jeder Interessierte schon die englische Version gekauft hat, weil Wizards Übersetzungen eine Absage erteilt hat? Gut, 13th Age ist jetzt auch lange nach der Originalversion noch auf Deutsch rausgekommen, aber ein Gigant wie Hasbro hat viel größere Gewinnerwartungen als das kleine Unternehmen Pelgrane bzw. der Uhrwerk-Verlag. Und wenn Hasbro schon beim Herauskommen des Produkts entschieden hat, dass Übersetzungen wohl nicht profitabel genug sind, dann stehen die Chancen jetzt noch viel schlechter.
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Schaden denn solche Petitionen irgendjemanden? ~;D
Stimmt wohl schon, der Zug ist vielleicht abgefahren, aber vielleicht rafft irgendwer bei Hasbro das es eine gute Idee wäre, gerade wegen der Konkurrenz ein deutsches D&D5 aufzulegen... oder D&D6, irgendwann... :P
Denn "Pons und Duden" ist wohl kaum eine Alternative zu muttersprachlichen Texten, vor allem was den Nachwuchs angeht. wtf?
Übrigens sollte jemand mit den entsprechenden Sprachkenntnissen und/oder Kontakten die Petition mal auf Französischen, Japanischen Boards etc. publik machen...