Ich war gerade drin. Die Besetzung ist erstklassig wie ueblich, die Actionszenen standardmaessig ein Knaller, aber es fehlt irgendwie irgendwas. Das letzte Quentchen Salz ist nicht da.
Ok, definitiv hat mich die Folterszene gestoert. Da wird in James Bonds Kopf rumgebohrt mit Ansage, was nun kaputt gemacht wird, aber ausser Schmerzen waehrend des Eingriffs hat er keine Probleme.
Wenn man wenigstens im Film eine Erklaerung abgeliefert haette, waere das ok. Nun bleibt es bloss bei irgendwelchen merkwuerdigen Erklaerungsversuchen der Fans.
Hallo zusammen,
ich habe mich auf diesen Film gefreut aber leider hat man meiner Meinung nach Chancen vertan.
Wer Spectre noch aus den früheren Filmen und vor allen aus dem Romanen kannte der wunderte sich darüber was die Geschichte mit der Lawine sollte. Im Film stirbt Blowfeld indem Bond ihn in einen Kamin schmeißt. Von einer persönlichen Bekanntschaft wird Nichts erwähnt. Hier hätte es mit der richtigen Einbindung sicherlich zufriedene Gesichter bei den Fans gegeben. So kratzt man sich nur etwas am Kopf.
Die böse Tat des Oberschurkens ist zwar eine böse aber eben auch eine unpersönliche. Wenn ein kriminelles Kartell die Datenbanken von neun Geheimdiensten anzapfen kann sind die Möglichkeiten vielfältig. Hier hätte man indem man die Anschläge die diesen Plan hervorgerufen haben mehr in den Mittelpunkt stellen können. Etwa indem man im Vorspann die Anschläge zeigt und dann die Geschehnisse in Mexiko Stadt folgen lässt. Die Misserfolge wären auch ein solider Aufhänger zum Abschaffen der 00 Abteilung geboten. So hatte der Geheimdienst in Skyfall gerade seine Daseinsberechtigung gezeigt und stand schon wieder unter Beschuss
Mich persönlich hat noch gestört das Bond am Ende zwar gegen den Hauptbösewicht kämpft aber die Beiden eben eine persönliche Sache ausfechten und nicht um die böse Tat kämpfen. Das stört natürlich vor allen wenn man diese persönliche Sache eben nicht nachempfinden kann.
Schon in Skyfall benötigte Bond ja Hilfe. In Spectre spielt am Ende aber direkt ein ganzes Team mit. Das ist zwar logisch, soweit ein Bond Film logisch sein muss, aber nachdem in Casino Royal, Ein Quantum Trost und schließlich Skyfall der Mythos Bond erst demontiert und dann wieder zusammen gefügt wurde hätte ich mir mit Spectre die Rückkehr des etwas klassischeren Bonds, kühl, den meisten Menschen überlegen und nicht persönlich insolviert gewünscht. Nette Ansätze dafür fanden sich ja schon in ein Quantum Trost und dem Ende von Skyfall.
Gruß Jochen
Ich hab ihn auch gerade gesehen und fand ihn nicht so gut. Der Plot war völlig Banane, und dafür hat sich der Film einfach zu ernst genommen.
Negativ:
- die Trulla steht größtenteils nur herum und guckt. Außerdem ist sie ein wankelmütiges Plotopfer.
- Christoph Waltz soll einen durchgeknallten Oberschurken spielen und darf nicht. Das laste ich nicht Waltz an, der kann deutlich irrer spielen, sondern dem Drehbuch und dem Regisseur.
- das neue Geheimdienst-Hauptquartier hat leider noch keinen Wachdienst. Und Resolutionen von Vertretern von 9 Nationen werden von ein paar markigen Worten über Demokratie weggewischt. Aha.
- die Augen-ausdrück-Szene war ja wohl von Game of Thrones geklaut, und das nicht mal gut. :P
- außerdem war das alles extrem voraussehbar und hat sich gegen Ende ziemlich gezogen.
- besonders gruselig war der Song zur Intro. Wer hat dem Mann eingeredet, dass er so hoch singen kann?
- Daniel Craig hat sein Hemd nicht ausgezogen.
Positiv:
-Tolle Bilder: Die Alpen, der Dia de los Muertes... klasse!
- das Lied von dem Contratenor in dem italienischen Palazzo. Der kann hoch singen.
- die Action war ganz okay, wenn auch einige Explosionen ein bisschen unmotiviert waren. Aber hey, Feuer!
- viel mehr fällt mir jetzt leider nicht ein. Aber er ist hübsch anzusehen.
Sind Bond Schurken ,,echte,, Superschurken ?
Das ist natürlich Definitionssache.
So richtige Superkräfte haben sie nicht, aber zumindest in Spectre geht es um den Chef des Dachverbands der fiesen Bösewichte (DFB?). Das kann man als Superschurken durchgehen lassen. ;)
Ich fand ihn gut.
Der zweitbeste Bond (nach Casino Royal). Tolle Bilder, guter Spannungsbogen (der - trotz der Länge - durch zahlreiche Teil-Höhepunkte bei der Stange hält) und ein rapide abstruser werdender (aber durch den Aufbau immer noch glaubwürdiger) Masterplan.
Waltz spielt seine übliche Rolle (manischer Psychopath mit guten Manieren), die er mittlerweile sicherlich im Schlaf beherrscht. Das Team war gut, aber nicht allzu präsent (ich hatte gehofft dass Moneypenny gegen Ende auch ein paar Ärsche treten darf; nachdem Skyfall sie ja als krasse Agentin eingeführt hat wäre eine "Hey, dass ich jetzt hauptsächlich am Schreibtisch sitze, heißt nicht, dass ich alles von meiner Ausbildung vergessen hätte"-Szene cool gewesen). Naja, man kann nicht alles haben.
Die Referenzen auf frühere Filme sind gut gemacht und ich bin gespannt wo sich die Bond-Filme (jetzt wo dieser Handlungsbogen abgeschlossen ist) hinentwickelt.
P.S.: hätte eigentlich erwartet, dass Bautista
am Ende eine Melone aufsetzt. >;D
War als Unterhaltungsfilm noch annehmbar, hat aber die klassische Messlatte "Unterhaltsam, während man im Kino war, und erst hinterher merkt man, wie dämlich der Film ist" nicht ganz geschafft.
Logikschwächen und Plot Holes im Dienste des Filmablaufs sind okay, wenn der Film es schafft, sie zu überspielen. Hier wurde ich mehrmals durch "Wait, what?"-Momente aus dem Film gerissen.
Blofeld war die größte Enttäuschung.
1.) Die persönliche Verbindung zu Bond wurde a.) im Film durch praktisch nichts aufgebaut, ergibt b.) nicht den geringsten Sinn und wurde c.) offensichtlich auf die anderen Craig-Filme rückprojiziert, ohne einen Gedanken darauf zu verwenden, wie das hätte funktionieren sollen.
2.) Blofelds Motivation ist Neid auf Bond, seinen adoptierten Bruder... und dass er offensichtlich schon als Jugendlicher ein gefährlicher Geisteskranker war, der in Behandlung gehört hätte. Schwach.
3.) Spätestens nach dem zweiten Mal, als James Bond problemlos aus einer offensichtlich unentkommbaren Situation entkommen ist, obwohl er sehenden Auges und ohne Not hineingetappt ist, konnte man Blofeld nicht mehr ernstnehmen. Einmal im Film kann man sowas machen, das ist James Bond. Dreimal ist Austin Powers.
Was mich auch enttäuscht hat, war "Mr. Hinx". Ich hätte es ja erfrischend gefunden, wenn man die Erwartungshaltung "brutaler Muskelberg, der während des ganzen Films nur ein Wort sagt", nicht bedient hätte. Und man behaupte bitte nicht, Dave Bautista könne gar nicht schauspielern - Guardians of the Galaxy hat gezeigt, dass er das zumindest in dem für einen solchen Film nötigen Maße kann.
Bei Spectre müssen wir da gar nicht diskutieren, da find ich sowohl den Bösewicht, als auch die überflüssige - weil a) an den Haaren herbeigezogene und b) verschenkte - Verbindung zu Bond als Adoptivbruder
als auch seinen Plan als auch den Showdown doof.
Ich find allerdings nicht alle Bond-Filme mit Craig schlecht - sondern finde im Gegenteil deren durchschnittliches Niveau sehr hoch, wenn man auch die anderen Bonds mal wirklich objektiv betrachtet.
Es steht natürlich jedem frei, das anders zu sehen.
Edit: Satzbau - ergab vorher irgendwie keinen Sinn.