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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Glühbirne am 8.11.2015 | 22:02

Titel: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 8.11.2015 | 22:02
Ich finde die Welt der Tribute von Panem so verdammt inkonsistent. Ich könnte es mögen, aber ich sitze die ganze Zeit davor und finde die Welt ... fehlerhaft...
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Grey am 8.11.2015 | 22:07
Ich finde die Welt der Tribute von Panem so verdammt inkonsistent. Ich könnte es mögen, aber ich sitze die ganze Zeit davor und finde die Welt ... fehlerhaft...
Das liegt daran, dass beim schamlosen Abkupfern bei der Anregung durch den japanischen Roman "Battle Royale" einfach ein dystopisches Japan 1:1 in ein dystopisches Amerika übertragen wurde.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 8.11.2015 | 22:11
Geschichte ist bekannt. Hab ich meiner Freundin schon erzählt als sie Fangirl wurde weil ich ihr da Höhrbuch geschenkt habe. Aber: War bei Battle Royale die Welt auch inkonsistent?

Außerdem: Hat noch jemand die gewisse Ironie bemerkt, das Pro7 erst einen Tribute von Panem Fim zeigt, und dann eine Spielshow namens "wild island" in der Laut trailer "die Teilnehmer um ihr überleben kämpfen"?
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Feuersänger am 8.11.2015 | 22:25
Das muss Absicht sein. xD
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 8.11.2015 | 23:31
Die Tribute von Panem ist deswegen inkonsistent, weil sie im Gegensatz zu Battle Royal überhaupt versucht eine ganze Welt aufzubauen. Und dabei einfach auf ganzer Linie so gnadenlos scheitert, dass es mir die komplette Trilogie verhagelt hat. Mit der Liste ihrer Fehler könnte ich Seiten füllen, was mir bei einem so gehypten Produkt gleich doppelt sauer aufstößt.
Und gefühlt 2/3 davon hätte sie durch minimale Recherche vermeiden können.
Naja, und von den narrativen Fehlern (gerade) im dritten Buch will ich gar nicht erst anfangen.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Feuersänger am 8.11.2015 | 23:48
Die Hunger Games sind ja auch so ein Franchise, wo anscheinend (hab ich schon oft gelesen) die Filme besser sind als die Bücher. Ich werd mir den letzten Teil jdf auch noch anschauen.

Da haben wir aber doch bestimmt einen eigenen Thread dazu? Hm, find ich grad nicht.

Seltsam find ich da z.B., als ich gerade eine Karte von Panem suchte, dass es zwar X verschiedene Versionen gibt, aber alle davon fast ganz Nordamerika einnehmen. In meiner Vorstellung sind die 12/13 Distrikte nur eine Handvoll Bezirke an der Ostküste der USA. Das würde jdf wesentlich besser passen.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 9.11.2015 | 06:30
Karten/Aufbau des Staates ist so ein Thema. Warum zur Hölle ist ein totalitärer Staat mit so wenigen Einwohnern auf einen ganzen Kontinent Verteilt. Und als Verbindung dienen Eisenbahntrassen. Man kann den gesammten Transport an Rohstoffen und Truppen unterbrechen indem man die Bahnstrecken angreift.  Oder sie können dazu auf ihren Flugzeuge, die Hovercrafts heißen, zurückgreifen, aber warum betreiben sie dann noch ein wartungsintensives Bahnnetzt über abertausende von Kilometern? Ok, es mag einige Rohstoffe nur Ortsgebunden geben aber die meisten Distrikte kann man einfach in Reichweite der Haupstadt ansiedeln.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 9.11.2015 | 17:03
Man sollte einfach nicht darüber nachdenken. Sonst fragt man sich sowieso, wieso jeder Distrikt für die Produktion EINER Ware zuständig ist. Damit hat jeder Distrik eigentlich ein absolutes Marktmonopol und KANN gar nicht angegriffen und vernichtet werden. Woher zur Hölle bekommt denn z.B. das Capitol nach der Vernichtung von Distrikt 12 seine Kohle? Ist ja auch nur ein Basisarbeitsmaterial für die Produktionsprozesse anderer Waren. Egal! Macht sie platt!!!
Dazu die vollkommen sinnbefreite politische Situation mit Distrikt 13. Die haben denen die ATOMWAFFEN abgenommen und das führt nicht in ein Cold-War-Szenario, sondern die lassen die Tyrannen fröhlich weiter ihre Terrorherrschaft ausleben, ziehen sich unter die Erde zurück und alle tun so, als ob Distrikt 13 vernichtet worden wäre. Nein. Einfach Nein. So funktioniert sowas einfach nicht. Nie.
Dann kommt es tatsächlich zu einem Krieg, der von Distrikt 13 auf konventionelle Weise geführt wird, anstatt wenigstens einmal die Atomdrohung noch einmal auszupacken. Nooooooooo!
Nachdem man dann das Capitol von ALLEN Ressourcen abgeschnitten hat und sie über nahezu keine Militäreinheiten verfügen, belagert man die Stadt nicht etwa und hungert sie aus, sondern führt einen Häuserkampf, den Kleintrupps führen. NACHDEM man festgestellt hat, dass die ganze Stadt ein einziges Minenfeld mit tödlichen Fallen á la Hunger Games Arena ist.
Auch diese Verminung der Stadt mit diesen völlig unberechenbaren und unkontrollierbaren Megafallen. Laut Geschichte leben in der Stadt immer noch die Bürger des Capitols. Das ist mir schon einfach zuviel Wahnsinn in den Reihen der Regierung.
Und das sind nur die Dinge im Hintergrund, die mich einen Facepalm nach dem Anderen machen lassen. Von der Katniss-Story will da gar nicht erst anfangen.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Bad Horse am 9.11.2015 | 18:07
Wollt ihr das nicht vielleicht in Lesen diskutieren? Oder Sehen?
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 9.11.2015 | 18:47
Ich glaube nicht das der Thread über eine Seite hinauskäme. Es ist ja alles gesagt. Ok, wir könntent uns vermutlich noch lange auslassen, aber...

Lustig ist übrigens, das ich normalerweise viel leichter Plot und oder Logikfehler in Filmen verzeihe als meine Freundin. Sie mosert bei Aktion & Abenteuerfilemen/Büchern sehr viel eher rum wenn sie nicht gut gestrickt sind. Hier akzeptiert sie alles wärend ich rummosere, obwohl ich mir Zeitweise echt mühe gegeben habe Filme oder Bücher zu mögen.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: YY am 9.11.2015 | 18:58
Und vor allen Dingen mit Spoilerwarnungen, ich würde die Bücher nämlich tatsächlich noch gerne lesen  :P

Aber warum?  ;D
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 9.11.2015 | 18:58

Dazu die vollkommen sinnbefreite politische Situation mit Distrikt 13. Die haben denen die ATOMWAFFEN abgenommen und das führt nicht in ein Cold-War-Szenario, sondern die lassen die Tyrannen fröhlich weiter ihre Terrorherrschaft ausleben, ziehen sich unter die Erde zurück und alle tun so, als ob Distrikt 13 vernichtet worden wäre. Nein. Einfach Nein. So funktioniert sowas einfach nicht. Nie.
Dann kommt es tatsächlich zu einem Krieg, der von Distrikt 13 auf konventionelle Weise geführt wird, anstatt wenigstens einmal die Atomdrohung noch einmal auszupacken. Nooooooooo!

Wenn ich das Richtig verstanden habe hat das Capitol auch Atomwaffen (Von vor dem Krieg aufgehoben), aber keine Ressourcen um Neue zu bauen. Kann mich aber irren.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 9.11.2015 | 19:39
Wenn ich das Richtig verstanden habe hat das Capitol auch Atomwaffen (Von vor dem Krieg aufgehoben), aber keine Ressourcen um Neue zu bauen. Kann mich aber irren.
Das kann ich weder bestätigen noch widerlegen, aber das würde halt auch rein gar nichts an der Situation ändern.

Ein einfaches Gespräch mit jemandem, der den Kalten Krieg live erlebt hat, hätte der Autorin wahrscheinlich schon ihre Denkfehler aufgezeigt. Aber ist halt nicht passiert und jetzt haben wir ein schönes Scheißbuch als Trilogie-Ende.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 9.11.2015 | 19:49
Ich verstehe außerdem den Technologielevel der Welt nicht. Auf der einen Seite massive Fantasy-Technologie, auf der anderen Rohstoffgewinnung wie vor 100 Jahren. 50 Ausgebildete Bergleute mit adäquatem Werkzeug könnten vermutlich den gesamten Distrikt 12 ersetzen.
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Grey am 9.11.2015 | 23:10
Lustig ist übrigens, das ich normalerweise viel leichter Plot und oder Logikfehler in Filmen verzeihe als meine Freundin. Sie mosert bei Aktion & Abenteuerfilemen/Büchern sehr viel eher rum wenn sie nicht gut gestrickt sind. Hier akzeptiert sie alles wärend ich rummosere, obwohl ich mir Zeitweise echt mühe gegeben habe Filme oder Bücher zu mögen.
Den ersten Film habe ich mir noch gefallen lassen, einfach weil die schauspielerische Leistung von Jennifer Lawrence vieles wieder rausriss. Die Logiklöcher haben meine Frau und mich zwar trotzdem angesprungen und wir haben sie auch hinterher diskutiert, aber auch wenn unsere Suspension of Disbelief schwer wackelte: Bis dahin hielt sie.

Nach dem zweiten Film war aber auch bei uns Schluss. Eine brillante Darstellerin allein kann auf Dauer keinen grottigen Gesamteindruck retten.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 10.11.2015 | 04:26
Bei mir kam der endgültige Zusammenbruch tatsächlich erst mit Buch 3.
Allerdings da direkt mit der Einführungsszene. ;D
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: pharyon am 10.11.2015 | 05:39
Wo sind denn Logik-Löcher in der Handlung?

Ernsthaft gefragt, ist schon länger her, dass ich Teil 1, 2 und 3.1 gesehen habe und mein Gedächtnis vergisst Logik-Löcher ganz schnell wieder (dank Star Trek-Sozialisierung  ;)), daher meine Frage.

p^^
Titel: Re: Re: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 10.11.2015 | 09:34
Die Tribute von Panem ist deswegen inkonsistent, weil sie im Gegensatz zu Battle Royal überhaupt versucht eine ganze Welt aufzubauen.

Nicht komplett richtig, die Dystopie "Großostasien" wird vom Roman 1984 (George Orwell) adaptiert. Koushun Takami verweist selbst im Vorwort auf ihn.

Ich empfehle hier dringend beide Bücher zu lesen.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Feuersänger am 10.11.2015 | 09:40
Da ist dann aber schonmal der erste Unterschied, dass Orwells Ostasien ca 1 Milliarde Einwohner hat und Panem... sowas um 2-6 Millionen?

Ich kenne allerdings Battle Royale nicht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 09:46
Battle Royal (der Film) taugt auch nicht als Beispiel für Logik. Zumindest gibt es keinen Hinweis, dass das Spiel dort medial übertragen wird, also wie funktioniert das mit der pädagogischen Wirkung (außer bei den Teilnehmer, was naheliegender Weise nicht sehr effizient ist) ?

@Feuersänger. Vielleicht war gemeint, dass die Dystopie in Battle Royal Großostasien entspricht? Die Panemese sehen überwiegend nicht asiatisch aus.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Feuersänger am 10.11.2015 | 10:31
Äh ja, _das_ ist schon klar. Ich denke da eher an die Grundprämissen des Settings.

Natürlich ist Panem in Nordamerika und die Bewohner sind Amerikaner.
Das gibt mir mal Gelegenheit, bzgl des Namens nachzuhaken:
In sowohl der deutschen wie der englischen Wiki wird behauptet, "Panem" leite sich her von panem et circenses, also der Brot-und-Spiele-Politik von Rom. Das kann aber imho nur Sekundärbedeutung sein. Das heisst, ich war auch davon ausgegangen, bis ich zum ersten Mal einen der Filme auf Englisch gesehen habe. So wie "Panem" da ausgesprochen wird, wurde mir schlagartig klar, dass es sich um eine verballhornte Version von "Pan Am[erica]" handeln muss. So wie man da halt auch Peeta statt Peter schreibt und Haymitch statt Hamish. Wer nichtmal mehr weiß, wie man seinen eigenen Namen schreibt, der weiß auch nicht mehr was "Pan" heisst, und schreibt "Pan Am " dann eben früher oder später "Panem".

Darum wollte ich mal hier nachfragen, kann jemand der die Bücher gelesen hat sagen, ob der Bezug auf den lateinischen Spruch tatsächlich "offiziell" ist? Oder ist da uU nur mit übereifrigen Wikia-Editoren der Gaul durchgegangen?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 10.11.2015 | 10:37
Battle Royal (der Film) taugt auch nicht als Beispiel für Logik. Zumindest gibt es keinen Hinweis, dass das Spiel dort medial übertragen wird, also wie funktioniert das mit der pädagogischen Wirkung (außer bei den Teilnehmer, was naheliegender Weise nicht sehr effizient ist) ?

Das vom großen Diktator seit 1947 eingeführte Programm Nr. 68 (also das Gemetzel selbst) wird sehr wohl medial verbreitet. Aufgrund der pädagogischen Wirkung wurde das Programm Nr. 68 überhaupt begründet.

Nochmal: Ich empfehle dringend das Buch zu lesen.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 10:38
Äh ja, _das_ ist schon klar. Ich denke da eher an die Grundprämissen des Settings.

Natürlich ist Panem in Nordamerika und die Bewohner sind Amerikaner.
Das gibt mir mal Gelegenheit, bzgl des Namens nachzuhaken:
In sowohl der deutschen wie der englischen Wiki wird behauptet, "Panem" leite sich her von panem et circenses, also der Brot-und-Spiele-Politik von Rom. Das kann aber imho nur Sekundärbedeutung sein. Das heisst, ich war auch davon ausgegangen, bis ich zum ersten Mal einen der Filme auf Englisch gesehen habe. So wie "Panem" da ausgesprochen wird, wurde mir schlagartig klar, dass es sich um eine verballhornte Version von "Pan Am[erica]" handeln muss. So wie man da halt auch Peeta statt Peter schreibt und Haymitch statt Hamish. Wer nichtmal mehr weiß, wie man seinen eigenen Namen schreibt, der weiß auch nicht mehr was "Pan" heisst, und schreibt "Pan Am " dann eben früher oder später "Panem".

Darum wollte ich mal hier nachfragen, kann jemand der die Bücher gelesen hat sagen, ob der Bezug auf den lateinischen Spruch tatsächlich "offiziell" ist? Oder ist da uU nur mit übereifrigen Wikia-Editoren der Gaul durchgegangen?
Ich würde sagen, klarer Fall von "beides", sieht jedenfalls so aus. In der Buch-Geschichte hat es sich so entwickelt, wie du beschreibst, der Meta-Grund ist, dass die Autorin die Anspielung auf Brot und Spiele drin haben wollte.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 10:39
Das vom großen Diktator seit 1947 eingeführte Programm Nr. 68 (also das Gemetzel selbst) wird sehr wohl medial verbreitet. Aufgrund der pädagogischen Wirkung wurde das Programm Nr. 68 überhaupt begründet.

Nochmal: Ich empfehle dringend das Buch zu lesen.
Danke für die Information. Dann ist halt nur der Film unlogisch :)
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 10.11.2015 | 10:44
Danke für die Information. Dann ist halt nur der Film unlogisch :)

Inwieweit?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 10.11.2015 | 11:26
Inwieweit?
Insofern, als das ganze Spiel ohne Ausstrahlung maximal für eine Person pädagogischen Wert hat. Unlogisch, weil die Motivation ja das respektlose Verhalten von Schulkindern war, und nicht biblische Vergeltung für Idi Amin oder so.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 10.11.2015 | 20:26
Darum wollte ich mal hier nachfragen, kann jemand der die Bücher gelesen hat sagen, ob der Bezug auf den lateinischen Spruch tatsächlich "offiziell" ist? Oder ist da uU nur mit übereifrigen Wikia-Editoren der Gaul durchgegangen?

Meine Freundin befragt: Die Bedeutung des Staatsnamens wird Welt intern nicht geklärt. Das das Wortspiel zwischen Panem et Circencis und Pan American ist aber gewollt.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sin am 10.11.2015 | 20:45
Wir wollens ja jetzt auch nicht übertreiben und behaupten, dass einzige intelligente an der Reihe wäre unbeabsichtigt.  :'(
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 10.11.2015 | 20:57
Insofern, als das ganze Spiel ohne Ausstrahlung maximal für eine Person pädagogischen Wert hat. Unlogisch, weil die Motivation ja das respektlose Verhalten von Schulkindern war, und nicht biblische Vergeltung für Idi Amin oder so.



Mediale Verbreitung in BR durch...

- Televisor (eine Art Zwangsradio)
- Zeitung
- Bericht durch den jeweiligen Klassenlehrer vor Schulbeginn
- Morgennachrichten im Fernsehen

Natürlich bekommt man in dem Film das nicht mit, da dieser aus der Perspektive der Teilnehmer des Programms erzählt wird. Allerdings ist BR keine Live-Übertragung. Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 10.11.2015 | 21:12
Ich verstehe außerdem den Technologielevel der Welt nicht. Auf der einen Seite massive Fantasy-Technologie, auf der anderen Rohstoffgewinnung wie vor 100 Jahren. 50 Ausgebildete Bergleute mit adäquatem Werkzeug könnten vermutlich den gesamten Distrikt 12 ersetzen.

Warum sollte man?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 10.11.2015 | 22:25
Warum sollte man?
Massive Ressourcenersparnis.
Aber das wäre ja logisch und würde vor allem voraussetzen, dass die Autorin sich eine halbe Minute mit dem Kram beschäftigt, den sie da als Hintergrund für ihre dramatische Hauptstory niederkritzelt.
Man muss es ja nicht gleich einem Eco oder Schätzing gleichtun, aber so ein bißchen Recherche hätte Panem ziemlich gut getan.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 10.11.2015 | 22:46
Massive Ressourcenersparnis.

Warum sollte man? Man hat doch tausende Sklaven die beschäftigt und unter Kontrolle gehalten werden wollen. (Nach dem Sieg wird  ja der Bergbau nicht mehr aufgenommen wenn ich recht erinnere also scheint der Kohlebergbau ohnehin nur ein Proxy gewesen zu sein, oder er wird tatsächlich nur noch von ein paar Dutzend Leuten erledigt.)
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Bad Horse am 10.11.2015 | 22:47
Ausgebildete Leute sind teuer. Adäquates Werkzeug ist teuer. Wartung ist teuer.

Arme Leute sind billig.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Bilwiss am 10.11.2015 | 22:54
Dass es bei Tribute von Panem vor allem darum geht wie man Massen kontrolliert (Kastensystem, Propaganda, Brot und Spiele etc.) und nicht um eine postapokalyptische Wirtschaftssimulation ist euch schon klar ?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 10.11.2015 | 22:56
Dass es bei Tribute von Panem vor allem darum geht wie man Massen kontrolliert (Kastensystem, Propaganda, Brot und Spiele etc.) und nicht um eine postapokalyptische Wirtschaftssimulation ist euch schon klar ?

Klar, aber das sollte nicht daran hindern logisch zu sein.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Grey am 10.11.2015 | 23:02
Dass es bei Tribute von Panem vor allem darum geht wie man Massen kontrolliert (Kastensystem, Propaganda, Brot und Spiele etc.) und nicht um eine postapokalyptische Wirtschaftssimulation ist euch schon klar ?
Nur dass auch dieses System zur Kontrolle der Massen vorne und hinten nicht funktionieren würde. Pausenloses "den Leidensdruck erhöhen und dann mit Gewalt den Deckel draufhalten" ergibt als Gesellschaft eine Bombe, die nur darauf wartet, zu explodieren. Und bei den Hungerspielen arbeiten zwei verschiedene Zielsetzungen gegeneinander: Sollen die Massen jetzt durch Unterhaltung beschwichtigt oder durch eine Drohkulisse eingeschüchtert werden? Beides gleichzeitig bringe ich beim besten Willen nicht unter einen Hut.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 10.11.2015 | 23:03
Die einen Massen(Panem) sollten unterhalten werden, die anderen Massen(Distrikte) Eingeschüchtert werden, und uhm... funktionieren? Ehm.... wie geht die Reihe nochmal zu Ende?  ;)
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Thandbar am 10.11.2015 | 23:08
Puh ... dann kann man ja mit den gleichen Gründen über die 'Bauvorhaben' der Sowjetunion drübergehen und sagen: Boah, wie unlogisch!

Ich finde auch nicht, dass Literatur ökonomisch durchgerechnet sein muss. Die Dinge, die viele von euch zu stören scheinen, sind für mich hauptsächlich starke Metaphern, und es vereinfacht einem als Leser bzw. Zuschauer die ganze Sache, wenn man zB die Distrikte anhand ihrer vorherrschenden Berufsfelder leicht zuordnen kann.
Ähnlich wie in Snow Piercer macht es keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, wenn diese Elemente - die in meinen Augen einfach Teil der 'artistic license' sind - einem nicht realweltlich plausibel genug vorkommen.

Gestört hat mich eher, dass vor allem in Teil 1 sich die Heldin eigentlich nie *richtig* die Hände schmutzig machen muss. Aber ich kenne die ganze Reihe auch noch nicht, vielleicht werde ich ja noch überrascht. ;)

Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 10.11.2015 | 23:10
Nun, ganz zum Schluß ist da so eine üble Szene mit Katniss und den Kindern der Spielmacher.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Bad Horse am 10.11.2015 | 23:37
Puh ... dann kann man ja mit den gleichen Gründen über die 'Bauvorhaben' der Sowjetunion drübergehen und sagen: Boah, wie unlogisch!

Ich finde auch nicht, dass Literatur ökonomisch durchgerechnet sein muss. Die Dinge, die viele von euch zu stören scheinen, sind für mich hauptsächlich starke Metaphern, und es vereinfacht einem als Leser bzw. Zuschauer die ganze Sache, wenn man zB die Distrikte anhand ihrer vorherrschenden Berufsfelder leicht zuordnen kann.
Ähnlich wie in Snow Piercer macht es keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, wenn diese Elemente - die in meinen Augen einfach Teil der 'artistic license' sind - einem nicht realweltlich plausibel genug vorkommen.

Gestört hat mich eher, dass vor allem in Teil 1 sich die Heldin eigentlich nie *richtig* die Hände schmutzig machen muss. Aber ich kenne die ganze Reihe auch noch nicht, vielleicht werde ich ja noch überrascht. ;)

Danke. Das trifft es auf den Punkt.  :)

Bis vielleicht auf den letzten Teil. Ich hab alle drei Romane gelesen, und mich hat lange gestört, dass Katniss eigentlich eher ein Spielball ist, der von anderen gelenkt wird - bis mir klar wurde, dass es eigentlich genau darum geht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Grey am 10.11.2015 | 23:47
Naja, ich will jetzt hier auch weder Leuten die "Tribute" madig machen noch eine Realismusdebatte führen. ;D Und ein Vergleich Panem/Sowjetunion würde zudem Tür und Tor in Richtung SC öffnen, also verkneife ich mir auch das. In diesem Sinne: Meinen Senf habe ich hiergelassen, euch noch viel Spaß mit den Würstchen.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 11.11.2015 | 00:58
Ich hab alle drei Romane gelesen, und mich hat lange gestört, dass Katniss eigentlich eher ein Spielball ist, der von anderen gelenkt wird - bis mir klar wurde, dass es eigentlich genau darum geht.
Ehrlich gesagt macht mir genau das das Buch so madig. Sie trifft in der ganzen Trilogie genau drei Entscheidungen wirklich selber und davon wird eine schlußendlich torpediert, eine endet in einem absoluten Desaster und eine wird von der Autorin ohne Konsequenzen für Katniss abgehandelt.

Ist (für mich) halt einfach Scheisse.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 11.11.2015 | 06:44
Ausgebildete Leute sind teuer. Adäquates Werkzeug ist teuer. Wartung ist teuer.

Arme Leute sind billig.

Sind sie nicht. Man muss hunderte Wächter mit Waffen beschäftigen. Und das sie mit Über-Technologie um sich werfen werden sie sie ja wohl auch das Geld für ein paar moderne Werkzeuge haben. Ich meine mich zu erinnern, das sie wärend der Hungerspiele Genmanipulierte Klone auf die Kinder gehetzt haben, sie betreiben Kraftfelder und VTOL Transportflugzeuge. Und viel. Also müssten auch modernere Werzeuge kostengünstig verfügbar sein.

Aber das ist ja nur ein Auschnitt.

Ich finde die ganze Welt wirkt nicht wie entwickelt, sondern als hätte jemand verschiedene Settings zusammengeschraubt, ohne zu achten das sie auch zusammen arbeiten. Das ist vor allem ärgerlich weil ja alles funktionieren könnte, wenn man nur einmal ein paar Tage das designen der Welt gesteckt hätte.

Die Story um Katniss finde ich ok. Auch wenn ich sie gerne als Teenager Liebesdreieck ala Twilight verspotte ist das nicht wirklich so schlimm. Auch die ernsteren Themen der Geschichte funktionieren so. Nur die Welt eben für mich gar nicht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Nebula am 11.11.2015 | 07:11
Aber die Trilogie ist ja Wahnsinns erfolgreich? Die Masse scheint's zu mögen?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 11.11.2015 | 08:39



Mediale Verbreitung in BR durch...

- Televisor (eine Art Zwangsradio)
- Zeitung
- Bericht durch den jeweiligen Klassenlehrer vor Schulbeginn
- Morgennachrichten im Fernsehen

Natürlich bekommt man in dem Film das nicht mit, da dieser aus der Perspektive der Teilnehmer des Programms erzählt wird. Allerdings ist BR keine Live-Übertragung. Ich sehe da jetzt keinen Widerspruch.
Häh? Also ich sage "Der Film ist unlogisch" und du "Ja, im Film bekommt man das nicht mit, aber das Buch erklärt das" und deswegen verstehst du mich nicht?
Nochmal, es ist mir egal wie es gerechtfertigt ist, dass man im Film nichts von einer Verbreitung sieht, weil mein Aussage sich darum dreht dass man es nicht sieht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Feuersänger am 11.11.2015 | 10:02
Aber die Trilogie ist ja Wahnsinns erfolgreich? Die Masse scheint's zu mögen?

Und was die Massen mögen, kann ja gar nicht schlecht sein, gell? ;D
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 11.11.2015 | 10:19
Sind sie nicht. Man muss hunderte Wächter mit Waffen beschäftigen.
Warum sollte man seine Armee abschaffen?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 11.11.2015 | 10:21
Häh? Also ich sage "Der Film ist unlogisch" und du "Ja, im Film bekommt man das nicht mit, aber das Buch erklärt das" und deswegen verstehst du mich nicht?
Nochmal, es ist mir egal wie es gerechtfertigt ist, dass man im Film nichts von einer Verbreitung sieht, weil mein Aussage sich darum dreht dass man es nicht sieht.

Die Quintessenz deiner Aussage ist. "Ein Film ist unlogisch, weill man bestimmte Buchszenen im Film nicht sieht"

Damit hätte Hollywood  bei Buchverfilmungen jeglicher Art hinsichtlich der Logik einen sehr schweren Stand bei dir.  8)

Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: 6 am 11.11.2015 | 10:25
Die Quintessenz deiner Aussage ist. "Ein Film ist unlogisch, weill man bestimmte Buchszenen im Film nicht sieht"
Also das lese ich da nicht als Quintessenz.
"Der Film ist unlogisch, weil er manche Sachen nicht erklärt." lese ich da als Quintessenz.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 11.11.2015 | 10:27
Also das lese ich da nicht als Quintessenz.
"Der Film ist unlogisch, weil er manche Sachen nicht erklärt." lese ich da als Quintessenz.

Mit der Aussage kann ich leben.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: KhornedBeef am 11.11.2015 | 10:31
Danke, 6. Und das wird ja eher noch schlimmer dadurch dass die Buchvorlage das erklärt. Sonst könnte ich mir ein einreden, dass das nur irgendwie metophorisch ist :)
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Dash Bannon am 11.11.2015 | 11:01
Und was die Massen mögen, kann ja gar nicht schlecht sein, gell? ;D

Wenn du mit einem Produkt Geld verdienen willst, ja dann ist das was die Masse mag (kauft) sehr sehr gut.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Nebula am 11.11.2015 | 16:21
Ich glaube dass es kaum jemanden gibt, der was ohne Gegenleistung macht. Eine Firma will Geld verdienen. Und es. Ist auch eine Art Erfolg den Gewinn zu optimieren.

Welchen Sinn hätte es fürs Unternehmen gemacht, wenn sie alles logisch und nachvollziehbar gemacht hätten. 30% weniger Einnahmen und 5% mehr glückliche Fans? Dafür 30% Fans die es nicht kapieren?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: YY am 11.11.2015 | 17:16
Wenn du mit einem Produkt Geld verdienen willst, ja dann ist das was die Masse mag (kauft) sehr sehr gut.

Das war ja auch eher auf die Konsumentenseite bezogen, und da wird man je nach Geschmack mit der Massenware nicht sonderlich glücklich.

Pauschal kann man ja sogar sagen, je massentauglicher ein (Unterhaltungs-)Produkt ist, um so weniger bedient es "abweichende" Geschmacksrichtungen.

Sehe ich z.B. jedesmal beim Thema Musik. Ich brauche mir eigentlich gar nichts anhören, was in den aktuellen Popcharts ist, weil mir das zu 99,x % nicht gefällt - weil eben der Kram, der mir gefällt, nicht massentauglich genug ist, um in den Charts zu landen.


Dazu auch:
Welchen Sinn hätte es fürs Unternehmen gemacht, wenn sie alles logisch und nachvollziehbar gemacht hätten. 30% weniger Einnahmen und 5% mehr glückliche Fans? Dafür 30% Fans die es nicht kapieren?

Keiner von uns hat die Filme gemacht. Einige finden sie aus diversen Gründen schlecht, und dafür spielt es keine Rolle, wie vielen anderen sie wie sehr gefallen oder wie sinnvoll die Produzenten hinsichtlich ihrer Gewinnmaximierung dabei vorgegangen sind.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Dash Bannon am 11.11.2015 | 17:42
okay.
da stimme ich natürlich zu :)

Für den persönlichen Geschmack ist es natürlich irrelevant ob es der Mehrheit gefällt. Da hörst du keinen (weiteren) Wiederspruch von mir
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Antariuk am 12.11.2015 | 00:29
Dazu auch:
Keiner von uns hat die Filme gemacht. Einige finden sie aus diversen Gründen schlecht, und dafür spielt es keine Rolle, wie vielen anderen sie wie sehr gefallen oder wie sinnvoll die Produzenten hinsichtlich ihrer Gewinnmaximierung dabei vorgegangen sind.

Wobei es manchmal schon so klingt als wenn sie die Filme schlecht finden eben weil sie allgemein populär sind. Kulturpessimismus ist immer noch schwer in Mode ;)

Ich selbst finde die Panem Filme leider auch zu handzahm und hätte mir gewünscht dass die etwas düsterer als die Romanvorlage ausfallen und gerne auch mal vom Plot abweichen (ein bißchen wie der dritte Harry Potter Film vielleicht?). So bleibt es für mich bei Popcornkino für zwischendurch wo ich nicht traurig bin wenn ich es erst 1 Jahr später auf Scheibe sehe.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Thandbar am 12.11.2015 | 12:50
Wobei es manchmal schon so klingt als wenn sie die Filme schlecht finden eben weil sie allgemein populär sind. Kulturpessimismus ist immer noch schwer in Mode ;)

Ich denke schon, dass die Tribute von Panem durch und durch "Mainstream" sind, aber es ist doch interessant, dass so - ich sag mal frech: klassenkämpferische - Filme wie Panem, Elysium, Snowpiercer etc. heute so leicht diesen Status erreichen können.
Interessant gegenüber "Running Man" ist, meiner Meinung nach, dass die Tribute von Panem zeigen, dass es gar nicht so einfach möglich ist, die Ebene der Inszenierung zu verlassen. Schwarzenegger kann den Showmaster killen, und er zerstört damit im gleichen Augenblick die Propagandamaschine selbst. Katniss kann das nicht. Sie hat nur die Wahl, von welcher Seite sie sich zu welcher Art von Johanna von Orléans aufbauschen lassen möchte.
Ich kenne die Panem-Welt nur sehr oberflächlich und nur durch die Filme, aber was ich ziemlich gut finde ist, dass es eben nicht nur darum geht, dass das blöde Volk durch martialische Unterhaltung bei Laune gehalten wird. Für die Bewohner der meisten Distrikte sind die Hungerspiele ja kein Spaß, sondern eine Einübung von Ohnmacht. Es wird den Leuten gezeigt, dass die herrschende Gewalt ihnen alles nehmen kann - auch ihre Kinder -, und dass in einer solchen Welt keine Allianz zwischen den ökonomisch benachteiligten Distrikten möglich ist, da sie doch stellvertretend in der Arena sich gegenseitig zerfleischen.
Diese ganzen Aussagen in einem All-Age-Mainstream-Film unterzubringen ist in meinen Augen schon beachtlich, und deshalb finde ich Panem bisher besser als die Harry-Potter-Reihe (gegen deren Magiesystem ich übrigens immer zu nerdragen anfange, wenn man mich drauf anspricht  ;)). 
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Jiba am 12.11.2015 | 16:29
Danke Thandbar, same here.

Und danke für alles, was du davor gesagt hast: Nicht jeder Roman kann und muss eine Weltsimulation sein, damit er funktioniert... und ich gehe so weit zu sagen: Die wenigsten sind es, selbst innerhalb der großen Kanon-Literatur nicht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Gorbag am 12.11.2015 | 18:17
Also ich muss gestehen, die Welt von Panem war für mich nie das Problem an der Serie. Klar funktioniert sie nicht, aber das ist eigentlich relativ unerheblich für die Geschichte die die Bücher erzählen sollen und fällt bestenfalls unter "Beiwerk".

Der folgende Text kann euch milde den letzten Film spoilern, aber wer den Trailer kennt, dürfte sicher sein.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 12.11.2015 | 18:21
Stadtkampf, Minen, Booby Traps usw
Capitol scheint nicht sehr viele Security Kampfeinheiten zu haben, macht also Sinn  und die Rebellen keine Artillerie, müssen also die Armen Teufel ran und da sie keine Erfahrung / Ahnung haben bzw keine Besatzung da ist benutzen sie die Straßen...
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 12.11.2015 | 19:14
Warum sollte man seine Armee abschaffen?

Wir können ewig so weiter machen  8]

Warum produzieren sie Lebensmittel wie im 19 Jahrhundert, wenn sie Gentechnologie und Maschinenbau beherrschen. Sie könnten die Menschen mit mehr Lebensittel versorgen und das Risiko eines Aufstandes sinkt. Gleichzeitig kann man die Ex-Bauern als Soldaten einsetzen.

Mich überzeugt die Welt nicht. Und eigentlich überzeugen mich Welten leicht und ich sehe gerne über humbug hinweg.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 12.11.2015 | 19:16
Danke Thandbar, same here.

Und danke für alles, was du davor gesagt hast: Nicht jeder Roman kann und muss eine Weltsimulation sein, damit er funktioniert... und ich gehe so weit zu sagen: Die wenigsten sind es, selbst innerhalb der großen Kanon-Literatur nicht.

Und warum stört es mich in diesem Buch/Film so sehr? Weil es noch schlechter Simuliert ist? Weil irgendwas andere fehlt? Keine Ahnung... wtf?
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Bad Horse am 12.11.2015 | 19:20
Warum produzieren sie Lebensmittel wie im 19 Jahrhundert, wenn sie Gentechnologie und Maschinenbau beherrschen.

Warum machen das die Leute in ländlichen Gebieten in Indien und China noch? Ich fürchte, deine Vorstellung von Realismus ist eher Idealismus...
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Glühbirne am 12.11.2015 | 19:32
Warum machen das die Leute in ländlichen Gebieten in Indien und China noch? Ich fürchte, deine Vorstellung von Realismus ist eher Idealismus...

Das ist ein Punkt. 

Aber mir fehlt da halt die Erklärung. Warum machen die das nicht anders? Was hindert sie daran? Auch in Indien produziert fast jeder mit den modernsten Mitteln die er in die Hände bekommt/kennt.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 12.11.2015 | 19:49
Unterdrückung durch Arbeit?
bzw. durch Nicht zur Verfügung stellen von Tech, da gab es doch ne Folge von Star Trek TOS
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Thandbar am 12.11.2015 | 20:08
Und warum stört es mich in diesem Buch/Film so sehr? Weil es noch schlechter Simuliert ist? Weil irgendwas andere fehlt? Keine Ahnung... wtf?

Das ist so, wie wenn man mit Leuten Star Wars guckt, die damit nix anfangen können. Da wird man auch alle fünf Minuten unterbrochen, wenn wieder etwas technisch unmöglich ist, keinen Sinn ergibt oder ein Plothole ist etc.
Die meisten hacken ja auf den Fehlern der Prequel-Episoden herum, aber nicht deshalb, weil die Originalteile "fehlerfreier" wären (das sind sie nämlich nicht), sondern weil sie von der Geschichte und den Charakteren nicht gefangen werden.

Das ist ein Punkt. 

Aber mir fehlt da halt die Erklärung. Warum machen die das nicht anders? Was hindert sie daran? Auch in Indien produziert fast jeder mit den modernsten Mitteln die er in die Hände bekommt/kennt.

Arbeit dient in der Panem-Welt nicht der Selbstverwirklichung, sondern ist ein Mittel der Herrschaftsausübung. Die Massen sollen beschäftigt und durch die Arbeit erschöpft werden. Sozialer Aufstieg durch Arbeit, Wirtschaftswachstum und Innovation etc. sind offenbar in dem System gar nicht vorgesehen.
Das wird ja oft von linken Kritikern bemängelt an dem Film, denn es wird ja nicht der Kapitalismus in dem Film dargestellt, sondern ein Orwell'scher Phantasiestaat irgendwo zwischen römischem Reich, Nordkorea und American Idol.

Präsident Snow symbolisiert diese "eingefrorene Gesellschaft", die offenbar seit fast hundert Jahren in diesem Zustand konserviert wird. Snow ist ja gewissermaßen ein Untoter, der seinen unerfreulichen Geruch durch Rosendüfte übertüncht. Nicht umsonst sieht man ihn auch selber an diesen Gewächsen herumknipsen: Die Rose als Kulturpflanze muss ständig gehegt, aber auch zurückgeschnitten werden. Nur so kann sie ihre Blüten entfalten. Durch diese Metapher wird - vermute ich - sein Staatsverständnis ausgedrückt.
Katniss mit ihrem Spotttölpel hat hingegen ein ganz klassisches Freiheitssymbol zugesteckt bekommen, dem durch seine Zuchtgeschichte gleichwohl die Geschichte der Unterdrückung eingeschrieben ist. 

Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Sashael am 12.11.2015 | 20:22
Arbeit dient in der Panem-Welt nicht der Selbstverwirklichung, sondern ist ein Mittel der Herrschaftsausübung. Die Massen sollen beschäftigt und durch die Arbeit erschöpft werden. Sozialer Aufstieg durch Arbeit, Wirtschaftswachstum und Innovation etc. sind offenbar in dem System gar nicht vorgesehen.
Das wird ja oft von linken Kritikern bemängelt an dem Film, denn es wird ja nicht der Kapitalismus in dem Film dargestellt, sondern ein Orwell'scher Phantasiestaat irgendwo zwischen römischem Reich, Nordkorea und American Idol.
Meine politische Überzeugung hat mit meiner Kritik überhaupt nichts zu tun, aber genau dieser Phantasiestaat stört mich gewaltig. Das ganze System fährt halt im Capitol mit Nitrobooster und in den Distrikten mit Diesel und angezogener Handbremse. Das passt einfach hinten und vorne nicht.

Und im dritten Buch kam dann noch die hanebüchene Kriegsführung hinzu. Plus die sinnbefreite politische Situation mit Disktrikt 13. Plus dann noch die komplette Dekonstruktion von Katniss. Plus
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
. Auch die Entscheidung der Regierung
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passt hinten und vorne nicht.

Bis zum zweiten Teil war ich eigentlich noch ganz zufrieden mit der Geschichte, aber der Abschlussroman hat keine Logiklöcher, sondern er IST ein Logikloch. Und da kann man mir noch so sehr mit Erklärungen kommen, ich finde den dritten Teil einfach so grundsätzlichen Murks, dass es mir die komplette Trilogie verleidet hat.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Just_Flo am 12.11.2015 | 20:33
Da haben halt ein paar mächtige Leute bzw. Strippenzieher Angst gehabt, dass entweder was rauskommt, was nicht rauskommen darf oder dass bei einem Vorgehen gegen Kat gleich der nächste Bürgerkrieg hinterher kommt.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 12.11.2015 | 20:40
Auch die Entscheidung der Regierung
A Katniss war die Ikone der Rebellen
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Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: Talasha am 12.11.2015 | 22:51

Warum produzieren sie Lebensmittel wie im 19 Jahrhundert, wenn sie Gentechnologie und Maschinenbau beherrschen. Sie könnten die Menschen mit mehr Lebensittel versorgen und das Risiko eines Aufstandes sinkt. Gleichzeitig kann man die Ex-Bauern als Soldaten einsetzen.

Dann hast du tausende bewaffneter Söldner die nichts zu tun haben, keine gute Idee wenn du selbst in extremen Luxus lebst und alle andere nicht.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: AzTech2064 am 7.12.2015 | 07:00
ok, nachdem ich mich laaaaaange geweigert habe mir das ganze anzutun, habe ich mich schließlich entschlossen das ganze erst zu lesen, dann zu höhren, und schließlich als abschluss mir die ganzen filme reinzuziehen....... und ich bin schlicht und einfach enttäuscht von diesem haufen unfug. ich hab nichs gegen lovestorys oder psychisch kaputte chars, ich finde das macht bücher teilweise überhaupt erst interessant, aber hier wurde das ganze so dermaßen in den dreck katapultiert, das ich nach dem lesen schon keine lust mehr hatte, aber erstaunlicherweise war die hörbuchfassung in diesem fall tatsähclihc angenehmer als die buch fassung (das ist mir bisher echt selten untergekommen)... und die filme... dazu kann ich nur sagen: größtenteils beschissen gewählte schauspieler, mit einigen wenigen extrem guten besetzungen, extrem abgespeckte story zugunsten von twilight: "uuuuuuuh welche sahneschnitte soll ich jetzt nehmen ich kann mich nich entscheiden" mist... und grundsätzlich fehlender erklärung... minutenlanges dialogloses rumgestehe ohne sichtliche handlung, nur zu dem zweck den letzten teil in zwei teile aufzuspalten und der übliche müll. nach der hälfte des ersten teils des dritten teils hab ich angefangen mich mit dem genuss eines 16 jahre alten single malt scotch abzulenken, da hatte das wenigstens etwas angenehmes...

ich möchte übrigens darauf hinweisen das dies meine meinung ist, bezüglich auf erzählstiel, sowie alles andere... da wäre mir ne neu auflage von battle royal lieber gewesen... da haben sich die kinder noch gegenseitig umgebracht, und wurden nich größtenteils offcam gekillt^^


EDIT:
Ok, da ich jetzt mal nachgelesen habe was der rest hierzu geschrieben hat (zumindest teilweise^^) is mir mal aufgefallen das battle royal schon öfters genannt wurde ebenso wie die vorlage/inspiration aus 1984... zu battle royal kann ich nur sagen, zeiht euch erst den film als trashigen japano slasher rein, zusammen mit nen paar kollegen und ner menge schnapps, am besten mit streifen wie tokyo gore police oder brain dead hinterher^^ (und last blos die finger vom zweiten teil, hahnebüchender unsinn! wenn ihr das komplett paket wollt, inklusiver abstruser morde, vollkommen durchgeknallter kinder und einer der abgefucktesten mordszenen die ich je gelesen/gehört/gesehen habe, lest den gleichnamigen manga, am besten auf englisch als fan übersetzung online (jaja ich weiß, aber falls das teil überhaupt übersetzt wurde is es mit sicherheit bescheiden und zensiert^^) und wenn euch das immer noch nich zusagt, lest den manga an dem sich battle royal sehr stark inspiriert hat, zumindest was einige dinge angeht, welchjer da ist: akumetsu. beide gibbet soweit ich mich erinnern kann nicht in animierter form, was heutzutage ja schon fast ne seltenheit ist, aber das is nen anderes thema^^
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: LeoNiceland am 7.12.2015 | 08:25

Deine Orthographie finde ich auch ziemlich trashig. Wenn man keinen Bezug zum Thema hat, wieso zieht man sich Buch, Hörbuch und Filme rein.
Titel: Re: Tribute von Panem, war: Der Einfach-So-Thread
Beitrag von: AzTech2064 am 7.12.2015 | 10:57
hmmm warum habe ich mir das angetan? ganz einfach, mir war abgrundtief langweilig. ich hatte noch 2 wochen bis fallout 4 rauskahm, keine bücher oder filme in aussicht, keinen bock auf iein anders game und rp runden waren vorerst abgesagt, daher habe ich nen kollegen gefragt ob er nen zeitfüller hat... das war dann dieser ^^