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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Boba Fett am 14.03.2016 | 14:30

Titel: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Boba Fett am 14.03.2016 | 14:30
"Früher war nicht alles besser. Aber es gibt Dinge, die waren früher gut und sind es heute noch!" - frei nach Jochen Malmsheimer...

Früher hatte jedes Fantasy-Setting eine Stadt der Abenteuer.
Midgard - Tidford
Midgard - Corrinis
Aventurien - Havena
Shadowrun - Seattle
Earthdawn - Kratas
D&D - Greyhawk - City of Greyhawk
D&D -  vergessene Reiche - Tiefwasser
Lankhmar
Mos Eisley
...

Und heute?
Heute sind fast alle diese Städte nur eine Stadt unter vielen in ihrem spezifischen Setting.

Wo sind sie hin, die Abenteuer-Städte, in der jeder Held rumlungert und von dem die Abenteuer ausgehen?
Sind das alles olle Relikte, die zu Recht ausgestorben sind? Dinosaurier aus den 80ern und 90ern?

Oder vergessen die Autoren da was, nämlich die Tatsache, dass eine solche Stadt auch eine Identität schafft?
Und irgendwie das Selbstbewustsein, in einer anrüchigen Stadt ("der Diebe") zu existieren und von dort aus auf Abenteuer zu ziehen?

Wo sind all die schönen Städte hin?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: KhornedBeef am 14.03.2016 | 14:32
Was ist denn so schlimm an mehreren schönen Städten?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: alexandro am 14.03.2016 | 14:35
Eberron - Sharn
Ptolus - Ptolus
Confrontation - Cadwallon
Game of Thrones - Braavos
Vampire:Die Maskerade - Gary, Indiana

Mal ein paar Beispiele für Abenteurer-Städte der jüngeren Vergangenheit.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Hector am 14.03.2016 | 14:41
Sollte es in Beitrag 1 nicht DSA - Havenna heißen?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Achamanian am 14.03.2016 | 14:50
Sollte es in Beitrag 1 nicht DSA - Havenna heißen?

Havena, würde ich sagen!
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Boba Fett am 14.03.2016 | 14:51
Sollte es in Beitrag 1 nicht DSA - Havenna heißen?
Ja, sollte es...
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Luxferre am 14.03.2016 | 14:55
Aktuelle Städte aus dem Stegreif:

Pathfinder:
Kaer Maga
Korvosa
Magnimar

Splittermond:
Ioria (kommt bald)

DSA:
Gareth Box

D&D:
Niewinter/Neverwinter
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Chiungalla am 14.03.2016 | 14:56
Kratas hat in unserem Earthdawn nie eine so übergroße Rolle gespielt. Natürlich ist Kratas cool. Aber sie ist auch sehr extrem und einseitig. Bestimmte Abenteuer(-Typen) haben uns immer wieder nach Kratas geführt aber unsere Stadt der Abenteuer war Kratas.

Grundsätzlich habe ich es gerade bei Earthdawn nie so empfunden, dass es nur einen zentralen Anlaufpunkt gibt. Es gibt viele Vorschläge. Mehrere sind gut ausgearbeitet. Und jede Gruppe sucht sich ihren Favoriten heraus.

Und ich denke das ist der Weg den heute immer mehr Rollenspiele gehen.

Je nach Gruppe kann es bei DSA Kunchom (!), Havenna, Gareth, Punin, Al'Anfa oder Thorwal werden.
Bei Shadowrun ist dann die Wahl ob es Seattle, Berlin, Hamburg, der Rhein-Ruhr-Metroplex oder was in Asien wird.
Bei Star Wars gibt es jetzt ja auch die eine oder andere besser ausgearbeitete Raumstation und den einen oder anderen Planeten der Tatooine Konkurrenz macht.
Natürlich ist eh keine der Listen vollständig.

Und all das ist doch eigentlich gut. Natürlich geht ein wenig Identität verloren, aber dafür heißt es dann nicht "Mos Eisley mochte ich noch nie, also spiele ich kein Star Wars" oder "Havenna mochte ich schon immer, und etwas vergleichbares bietet mir kein anderes System". Okay, anders herum wahrscheinlicher...
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Boba Fett am 14.03.2016 | 15:01
Was ist denn so schlimm an mehreren schönen Städten?

Was ist so schlimm an Diversifikation?
Dass es keine Identifizierungsmöglichkeiten verschafft...
Havena hatte bei uns einfach einen Coolness Faktor.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: D. M_Athair am 14.03.2016 | 15:12
Es gibt sie noch, die Städte:

L5R 4th - Second City (Box)
LotFP - Vornheim
TOR - Laketown
Judges Guilds "City State of the Invincible Overlord" hat eine 3.X-Ausgabe und die Realisierung des PF-Kickstarters läuft gerade.

Andere Spiele haben Städte als "Default Setting" eingebaut. Beispiel wäre hier "Dark Streets 2nd" (London) zu dem auch noch"Five Points NY" erscheinen wird.


Ob und inwiefern man Urban Shadows als Weiterführung des Gedankens verstehen kann, wäre mMn auch überlegenswert.



Als Beobachtung kann man aber sicher festhalten, dass Städte momentan gegenüber der Wiederentdeckung des Dungeons etwas im Hintertreffen sind.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Chiungalla am 14.03.2016 | 15:15
Was ist so schlimm an Diversifikation?
Dass es keine Identifizierungsmöglichkeiten verschafft...
Havena hatte bei uns einfach einen Coolness Faktor.

Den hat Havena aber vermutlich deshalb bekommen, weil ihr es auf eine bestimmte Art und Weise bespielt habt.
Und nicht weil es anders/cooler im Setting dargestellt wurde als früher.

Da liegt eben ein bisschen der Reiz von (semi-)sesshaften Kampagnen. Da gelingt es einem natürlich viel besser NSCs einzubinden, man hat mehr Wiedererkennungswert und irgendwann ein viel detailierteres Bild von "seiner" Stadt.

Das kannst Du immer noch haben. Nur musst Du halt der Versuchung der seriellen Monogamie oder Polygamie entsagen und Dich bewusst für die klassische Monogamie entscheiden die Du Dir (aus guten Gründen wie ich finde) wünschst.  >;D
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Hector am 14.03.2016 | 15:20
Der Sentimentalfaktor mag daher rühren, dass zu der Zeit, als Havena und Corinnis rauskamen, fast alle Gruppen überwiegend untertage herumkrabbelten und man die neuen Stadtabenteuer wie das fünfte Evangelium willkommen hieß. So war es zumindest in unseren damaligen Runden. Heute sind Stadtabenteuer ja doch eher normal :D
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Deep_Impact am 14.03.2016 | 15:22
Den hat Havena aber vermutlich deshalb bekommen, weil ihr es auf eine bestimmte Art und Weise bespielt habt.
Und nicht weil es anders/cooler im Setting dargestellt wurde als früher.

Havena war einfach die erste Ihrer Art. Damals gab es noch keine Boxed-Sets zu jeder Ecke. Die Havena-Box war was völlig neues für uns Spieler der 80er. Dutzende vollausdefinierte NSC, etliche Karten für einen einzige Stadt, Abentuerideen, und und und.
Heute ist das Standard bei DSA, was ich so höre. Aber Havena ist eben die erste Liebe der deutschsprachigen Rollenspieler.

Die FR haben sich übrigens ja genau dieser Stadt-Setting-Idee verschrieben. Die ganze Kampagne spielt sich anders, ob ich nun in Baldurs Gate, Niewinter, Calimport, Tiefwasser oder Phlan spiele. Natürlich davon ausgehend, dass ich die nicht nur benutzte, um mal eben meine Tränke aufzufüllen und in der Schänke NSCs zu belästigen. Diese Stadt sind das Abenteuer.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Hector am 14.03.2016 | 15:36
Ist Havena echt älter als Corinnis?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Deep_Impact am 14.03.2016 | 15:43
Corronis (http://www.midgard-wiki.de/index.php/Publikation:Corrinis_-_Stadt_der_Abenteuer,_1._Auflage) - Stadt der Abenteuer 1986
Havena (http://www.wiki-aventurica.de/wiki/Havena_%281985%29) - Die große Stadt für Fantasy Rollenspiele 1985

Davon ab, glaube ich nicht, dass man diskutieren kann, ob DSA oder Midgard die junge deutsche Szene damals mehr geprägt hat :)
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: KhornedBeef am 14.03.2016 | 15:45
Was ist so schlimm an Diversifikation?
Dass es keine Identifizierungsmöglichkeiten verschafft...
Havena hatte bei uns einfach einen Coolness Faktor.
Sorry, verstehe ich immer noch nicht. Wenn es mehrere Städte gibt, bin ich damit überfordert, mich nur mit einer zu identifizieren? Natürlich bei gleich ausführlicher Beschreibung der "Newcomer".
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Luxferre am 14.03.2016 | 15:52
Boba: wohin soll dieser Thread führen?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: eldaen am 14.03.2016 | 15:53
Jalizar - City of Thieves (http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15455106/Products/S2P30004) für Beasts & Barbarians (den neuen heißen ScheißTM, wenn man sich den "ich konnte nicht widerstehen" Thread so ansieht...)
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Boba Fett am 14.03.2016 | 16:40
Boba: wohin soll dieser Thread führen?

Erstmal würde ich gern wissen, ob da wirklich ein Trend "weg von den Abenteuerstädten" ist,
ob ich den alleine wahrnehme oder nicht.
Und dann würde ich gern wissen, ob dem gut so ist, oder ob wir dem verdammen tun sollen...
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Aylaschijian am 14.03.2016 | 16:47
Ich halte freie Wahl und Vielfältigkeit besser als das je System im Prinzip nur eine Stadt prominent ist.
Daher halte ich, falls man das wirklich als absichtige Entwicklung auffassen kann, da ja Hintergrund-Beschreibungen/Abenteuer nur mit der Zeit entstehen können, dies für gut.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Grandala am 14.03.2016 | 16:50
Also von früher darf man Tiefwasser auf Faerun sicher nicht vergessen.... Das war zumindest bei uns mal der Hit wie auch Sharn (Ebberon)

Wenn man sich Nerdarchy (https://www.youtube.com/user/Nerdarchy (https://www.youtube.com/user/Nerdarchy)) anguckt wird da grade in einem Internetspiel interaktiv Griffingav (oder wie auch immer es geschrieben wird) als Setting entwickelt und von einer größer werdenden Gemeinde auch bespielt.

Das L5R Second City Box Set ist auch eine Hausnummer für sich und die Städte von DarkSun (D&D) haben wohl auch einiges an Aufmerksamkeit bekommen.

Chroniken der Engel: Himmel über Aachen ist auch ein hammer Ding, das als Städtekampange daher kommt.

Wenn man denn so will ist Ratten! ein eigenes Städtesettingrollenspiel im Rattenformat.

Also ich sehe die Coolness und beliebtheit der Städteabenteuer und Settings ungebrochen.

Und wenn man es genau nimmt erwecken bei Star Wars die Planeten ja auch eher das Feeling einer Stadt mit nur einer Klimazone und so....

Regionalbänder aus der WoD in alt und neu sollte man auch noch dazu nennen und die sind wirklich ohne Zahl....
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: TeichDragon am 14.03.2016 | 17:05
Wo sind sie hin, die Abenteuer-Städte, in der jeder Held rumlungert und von dem die Abenteuer ausgehen?
Sind das alles olle Relikte, die zu Recht ausgestorben sind? Dinosaurier aus den 80ern und 90ern?

Also, für ausgestorben würde ich die nicht halten.
Gegenbeispiele hat Luxferre ja schon weiter oben genannt.

Mit der Gareth-Box kannst Du theoretisch jahrelang DSA spielen, ohne die Stadt auch nur einmal zu verlassen.
Und da gibt es noch genug andere aktuelle Beispiele.
Freeport (https://greenronin.com/freeport/) z.b.
The Great City (http://www.f-shop.de/rollenspiele/pathfinder-dt./quellenbuecher/36927/the-great-city-kampagnenschauplatz)
Zobeck (http://www.drivethrurpg.com/product/97910/Zobeck-Gazetteer-Pathfinder-RPG)
just to name a few... :)

Die Frage ist eher, WILL ich mit meinem Charakteren solange in einer Stadt spielen heutzutage?
Wo doch die Freiheit der Schauplätze in wirklich fast jedem Rollenspiel-Setting inzwischen quasi unüberschaubar ist.

Damals, als diese ersten Stadt-Beschreibungen rauskamen war das Hintergrund-Material oft noch dünn gesäht und auch Abenteuer waren eher wenige erhätlich.
Da konnte man sich mit so einer Stadt natürlich noch richtig austoben (zwischen anderen Abenteuern).
Aber heute? Püühhh...... schwierig.
Ich könnte mir schon vorstellen das eine Stadt-zentrierte lange Kampagne Spaß macht.
Aber es gibt halt auch noch so viel andere was lockt. ;)
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Hector am 14.03.2016 | 17:14
In meiner letzten laufenden Fantasy-Runde haben wir uns bewusst für ein Großstadt-Setting entschieden, da unser Hauptproblem ständig ausfallende Mitspieler sind (scheint ü40 eine Berufskrankheit für Rollenspieler zu sein) und es einfach praktisch ist, dass man alle potentiellen Ersatz- und Einspringcharaktere immer griffbereit im Gasthaus um die nächste Ecke sitzen hat bzw. Spontanausfälle in selbigem abladen kann, ohne die laufende Handlung fürchterlich verbiegen zu müssen. Lange Reisewege entfallen, was für eine Verschlankung der Gruppenadministration geführt hat. Kurzum: Für Gelegenheitsspieler für meinen Geschmack ungeheuer praktisch. Und Stadtabenteuer zieht man auch an jeder Ecke schnell mal aus dem Hut.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Rhylthar am 14.03.2016 | 17:15
Hat hier keiner von Euch Noobs Sigil erwähnt, eine Stadt, von der das ganze Setting quasi ausgeht?  8] ~;D
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Chiungalla am 14.03.2016 | 17:18
Die Frage ist eher, WILL ich mit meinem Charakteren solange in einer Stadt spielen heutzutage?

Für Dich kann ich das natürlich nicht beantworten, aber für mich wäre die Antwort: JA!

Die regelmäßige Verfügbarkeit von NSCs (Connections, Antagonisten, u.s.w.) und die Vorteile bei einer langfristigen Synchronisation des gemeinsamen Erzählraums wiegen für mich (also IMHO) die Vorzüge der Abwechslung mehr als auf. Und wenn es gar zu langweilig wird kann man die Helden ja auch immer noch auf eine Exkursion schicken auf der sie lernen, dass es zu Hause doch am schönsten ist.

Tatsächlich muss ich sagen, dass das wohl der entscheidende Punkt war, weswegen ich Shadowrun so gut fand (und irgendwie auch immer noch finde):
Ein (mehr oder weniger) fester Spielort mit regelmäßig widerkehrenden NSCs und (egal wie rudimentär) einem sozialen Umfeld für den Charakter.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: 1of3 am 14.03.2016 | 17:27
In Cadwallon ist das Spiel ja sogar mit der Stadt identisch. Und das ist echt gut gemacht. Die SCs sind so genannte Free Leaguers und damit Vasallen des örtlichen Herrschers. Sie müssen die Stadt verteidigen, wenn sie angegriffen wird, und haben dafür das Recht in den alten Ruinen nach Schätzen zu suchen. Feudalismus auf Fantasy.

Es ist auch das einzige Spiel, wo der Kalender relevanter Teil des Spiels ist, denn als Teil der örtlichen Aristokratie hat man natürlich gewisse Verpflichtungen.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Weltengeist am 14.03.2016 | 18:18
Ich versteh es auch nicht.

Wenn es jetzt so wäre, dass die vielen Städte heutzutage schlechter ausgearbeitet wären als die wenigen Städte damals, okay. Aber dem ist ja nicht so. Es gibt heute massig Städte, die so ausgearbeitet sind, dass man ein ganzes Abenteurerleben darin zubringen kann. Es gibt ganze Abenteuerpfade, die ihre Stadt gar nicht erst verlassen. Es gibt Städte wie Ptolus, zu denen es mehr Material gibt als zu ganzen Rollenspiellinien anderer Verlage. Ich sehe daher wirklich nicht, wo das Problem sein soll.

Havena war cool? Fein. Aber ganz ehrlich: Für mich sind (um im Setting zu bleiben) Mengbilla oder Al'Anfa zehnmal cooler. Da hab ich auch genug Material für eine jahrelange Kampagne. Und von der Gareth-Box will ich mal gar nicht anfangen...

Jalizar - City of Thieves (http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15455106/Products/S2P30004) für Beasts & Barbarians (den neuen heißen ScheißTM, wenn man sich den "ich konnte nicht widerstehen" Thread so ansieht...)

Du Sack. Jetzt ist mir wieder eingefallen, dass der GM's Day Sale bei drivethru am Donnerstag ausläuft. Und dass ich vorher noch die fehlenden Beasts&Barbarians-Sachen abgreifen wollte. Mein Konto gibt jetzt dir die Schuld, dir allein!
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Der Nârr am 14.03.2016 | 18:24
Iron Kindgoms: Corvis (durch die Witchfire-Kampagne) und Five Fingers (Quellenband)

Der Thread zeigt eindrücklich, dass auch viele neuere Rollenspiele einzelne Städte fokussiert darstellen. Außerdem konnten für einzelne Settings ganz unterschiedliche Städte als maßgeblich gelten. Kratas spielte bei uns damals in Earthdawn nur eine untergeordnete Rolle, dafür waren Haven und Märkteburg wichtig. In DSA waren bei uns Gareth, Punin und Khunchom die wichtigsten Städte. Usw.

Ich persönlich mag die Vielfalt. Ich habe lieber drei mittelschwer beschriebene Städte als eine eine episch beschriebene Stadt.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: bobibob bobsen am 14.03.2016 | 19:02
Ich fand Sigil bei D&D auch immer sehr ansprechend.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Weltengeist am 14.03.2016 | 19:03
Ich persönlich mag die Vielfalt. Ich habe lieber drei mittelschwer beschriebene Städte als eine eine episch beschriebene Stadt.

Zumal es ja ein Gerücht ist, dass diese frühen Städte "episch beschrieben" gewesen wären. Die hatten weniger Beschreibung als heute für eine Stadt wie Angbar vorliegt. Sie waren halt nur die einzigen und daher irgendwie besonders.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: D. M_Athair am 14.03.2016 | 19:26
Hat hier keiner von Euch Noobs Sigil erwähnt, eine Stadt, von der das ganze Setting quasi ausgeht?  8] ~;D
Stimmt. Von der "Sorte" gibts noch mehr:
Everway City (Everway), Gloomwrought (Shadowfell, D&D4), Manifest (Ghostwalk, D&D 3).
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Rhylthar am 14.03.2016 | 19:31
Wobei Gloomwrought, im Vergleich, eher spärlich beschrieben wurde. Aus der 4E würde ich da eher zu Neverwinter tendieren, das gilt ja auch als Setting.

Waterdeep (AD&D 2nd) ist aber mit 7(?) Supplements (auf die schnelle gezählt) schon ganz vorne dabei.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Haukrinn am 14.03.2016 | 21:22
Also zumindest D&D4 kam noch mit Sigil, Neverwinter und Menzoberranzan (letzteres schon beim Übergang auf D&D5) um die Ecke. Aber danach, hmmm...
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Xemides am 14.03.2016 | 22:40
Lankhmar ist gerade neu aufgelegt worden.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: D. M_Athair am 14.03.2016 | 23:31
Lankhmar ist [wird] gerade neu aufgelegt worden.
Goodman Games hat die Box noch nicht rausgebracht.  ;) >;D
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Skyrock am 15.03.2016 | 00:37
(Advanced) Fighting Fantasy - Blacksand!

Nicht mehr ganz taufrisch, aber erst in den 2010ern frisch neuaufgelegt. Und welcher von uns alten Säcken hat nicht wehmütige Erinnerungen an das FantasyAbenteuerSpieleBuch Stadt der Diebe?
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: blut_und_glas am 15.03.2016 | 03:20
Und welcher von uns alten Säcken hat nicht wehmütige Erinnerungen an das FantasyAbenteuerSpieleBuch Stadt der Diebe?

Kharé war einfach besser. :P

mfG
jdw
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Xemides am 15.03.2016 | 05:34
Goodman Games hat die Box noch nicht rausgebracht.  ;) >;D

Pinnacle Games für SW aber schon.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: D. M_Athair am 15.03.2016 | 16:41
Pinnacle Games [Mongoose] für SW [MRQ] aber schon.
Fixed it for you!  ;) ~;D :ctlu:
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: alexandro am 15.03.2016 | 19:07
Heute sind fast alle diese Städte nur eine Stadt unter vielen in ihrem spezifischen Setting.

War das nicht (ab einer bestimmten Publikationsdichte) teilweise früher schon so?

Ich sehe jedenfalls keinen signifikanten Unterschied zwischen Tiefwasser, Niewinter und Baldurs Tor (und das ist nur die Schwertküste).
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Rhylthar am 15.03.2016 | 19:26
War das nicht (ab einer bestimmten Publikationsdichte) teilweise früher schon so?

Ich sehe jedenfalls keinen signifikanten Unterschied zwischen Tiefwasser, Niewinter und Baldurs Tor (und das ist nur die Schwertküste).
Ich schon. Kommt natürlich drauf an, auf was man achtet.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Infernal Teddy am 15.03.2016 | 19:34
Kharé war einfach besser. :P

mfG
jdw

Aber nicht so ikonisch.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Haukrinn am 15.03.2016 | 20:00
Ich schon. Kommt natürlich drauf an, auf was man achtet.

Ich auch. Insbesondere wenn ich jetzt zum Beispiel so ein Monstrum wie die City of Splendors Box mit dem Niewwinterbuch oder dem Baldur's Gate Büchlein vergleiche. Tiefwasser war beispielsweise ein Spielplatz für Spieler und SLs. Du konntest (selbst ohne Undermountain) ganze Kampagnen spielen ohne die Stadt zu verlassen. Und selbst wenn du alles nur auf Aufhänger aus dem offiziellen Waterdeep-Material gestützt blieb immer noch ganz viel cooles Zeug links liegen. (und bevor das jetzt kommt, ja auch das AD&D1 Waterdeep Supplement war schon cool).

Mit der Havena-Box war es übrigens ähnlich. Solche Sachen (voller Sense of Wonder) findet man heute tatsächlich gefühlt eher selten.

Aber es stimmt auch, diese Dinger sind austauschbar. Waterdeep nach Greyhawk? Havena in die Forgotten Realms? Geht alles, und ist auch alles irgendwie ähnlich - Viele Häuser, viele NSC, viele Organisationen, viele Intrigen. Wie Dieter Nuhr schon bemerkte (in übertragenem Sinne), Schienennetzplan für Koblenz - Gilt auch für Dortmund.
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Rhylthar am 15.03.2016 | 20:02
Waterdeep hat(te) ja auch noch Skullport. Wird gerne mal vergessen.

Edit:
Raven´s Bluff als Stadt total vergessen.  :o
Titel: Re: Fantasy-Städte für Abenteurer - ein Relikt?
Beitrag von: Xemides am 15.03.2016 | 20:22
Fixed it for you!  ;) ~;D :ctlu:

Dann halt beide.