Umfrage

Kopftheater oder Kampfkarten/Minis - wie spielt ihr eure Kämpfe aus?

Alles im Theater of Mind
12 (15%)
Nahezu alle Kämpfe auf Battle-Maps
24 (30%)
Grundsätzlich Theater of Mind aber Bosskämpfe auf Maps
4 (5%)
Ganz anders und zwar:
7 (8.8%)
Mal so mal so/kommt auf das System an
33 (41.3%)

Stimmen insgesamt: 77

Autor Thema: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?  (Gelesen 1822 mal)

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Online Hereagain

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #50 am: 20.02.2025 | 11:14 »
Für den Tisch finde ich folgende Seite sehr spannend: https://www.beta.arkanatools.com/papermap/

Map mit Tool erstellen oder aus dem Internet dort hochladen, ausdrucken, laminieren und schon geht es los.

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #51 am: 20.02.2025 | 11:33 »
Nach fast 24 Stunden Umfrage bin ich ehrlich gesagt doch sehr überrascht über das Ergebnis. Dass das so klar für Battle-Maps und Co ausgeht hätte ich nicht erwartet. Sehr interessant.

Mag mit daran liegen, daß die Umfrage ja fast nur die zwei Extreme präsentiert: entweder Komplett-TotM oder Vollzock-Battlemap mit allen Schikanen. ;) Formen dazwischen werden praktisch nicht angesprochen und ansonsten nur noch zweimal "keins von beidem"...was für ein Ergebnis soll da schon groß herauskommen? Vor allem, wenn die Leute bis zu vier Punkte ankreuzen können und also jemand, der sich vielleicht gar nicht allzusehr festlegen will und die Möglichkeit, vier Häkchen zu verteilen, tatsächlich voll ausnutzt, sich schnell in erster Linie als Hardcore-Unterstützer der "Gewinnerseite" interpretieren läßt?

Selbst die "Boßkämpfe auf der Battlemap"-Option ist noch potentiell mehrdeutig. Je nachdem, ob ich das beispielsweise mehr als "Bosse auf die Map und dann wieder die volle Dröhnung!" oder "Mehr als die simpelste Skizze lohnt sich überhaupt nur, wenn der Kampf an sich interessant genug ist, und selbst dann muß man nicht übertreiben..." lesen will, schwankt meine Motivation, wenigstens das zu wählen, schon recht deutlich. :think:

(Tatsächlich habe ich einfach noch gar nicht abgestimmt, weil ich mich auf der Liste schlicht nicht klar wiederfinde.)

Offline flaschengeist

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #52 am: 20.02.2025 | 11:46 »
Mag mit daran liegen, daß die Umfrage ja fast nur die zwei Extreme präsentiert: entweder Komplett-TotM oder Vollzock-Battlemap mit allen Schikanen. ;) Formen dazwischen werden praktisch nicht angesprochen und ansonsten nur noch zweimal "keins von beidem"...was für ein Ergebnis soll da schon groß herauskommen? Vor allem, wenn die Leute bis zu vier Punkte ankreuzen können und also jemand, der sich vielleicht gar nicht allzusehr festlegen will und die Möglichkeit, vier Häkchen zu verteilen, tatsächlich voll ausnutzt, sich schnell in erster Linie als Hardcore-Unterstützer der "Gewinnerseite" interpretieren läßt?

Selbst die "Boßkämpfe auf der Battlemap"-Option ist noch potentiell mehrdeutig. Je nachdem, ob ich das beispielsweise mehr als "Bosse auf die Map und dann wieder die volle Dröhnung!" oder "Mehr als die simpelste Skizze lohnt sich überhaupt nur, wenn der Kampf an sich interessant genug ist, und selbst dann muß man nicht übertreiben..." lesen will, schwankt meine Motivation, wenigstens das zu wählen, schon recht deutlich. :think:

(Tatsächlich habe ich einfach noch gar nicht abgestimmt, weil ich mich auf der Liste schlicht nicht klar wiederfinde.)

Deine methodische Kritik wundert mich:

1. Wenn jemand alles ankreuzt, soll es das Ergebnis verzerren? Das gewichtet doch alle Optionen gleich und eben nicht unterschiedlich.
2. Die Auswahlmöglichkeiten decken beide "Extreme" ab, eine Zwischenposition und es gibt auch noch ein offenes Item (da scheinst du reinzupassen). Die Items sind zudem neutral und nicht suggestiv formuliert. Kurzum: Die Methodik der Umfrage wirkt recht valide - insofern ist also nicht von vorneherein klar, was rauskommt.

Ich bin übrigens auch überrascht wie eindeutig das Ergebnis bislang ist. 
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #53 am: 20.02.2025 | 12:13 »
Ich hatte früher Kopfkino bei den Kämpfen, dann eine Battlemap Phase und bin mittlerweile wieder bei Theater of mind angekommen.
Aktuell bastel mir grad an ein paar Dungeon Tiles aus Pappe und hab Material von printable Heroes und angemalten Minis.
Da möchte ich in Zukunft die Möglichkeit haben kämpfe auf Battelmap oder Dungeonszenen an den Tisch zu bringen. In der Regel bin ich aber da doch immer noch ein Fan des Kopfkinos.
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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #54 am: 20.02.2025 | 12:19 »
Ich bin übrigens auch überrascht wie eindeutig das Ergebnis bislang ist. 

Ich eigentlich nicht...

Damit Theatre of the Mind nicht mehr funktioniert, braucht es ja nur einen einzigen Spieler am Tisch, der Beschreibungen einfach nicht in Kopfkino übersetzen kann (oder gerade am Handy rumgemacht oder was auf dem Charakterbogen gesucht oder die Chipstüte aufgerissen oder was im Heldenjournal notiert hat). Und den hat man nach meiner Erfahrung ziemlich häufig...

P.S.: Die Erklärung von oben, dass es wohl daran liegen müsse, dass die SL nicht gut genug beschrieben habe, verweise ich hiermit mal ins Land der Fabel ;)
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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #55 am: 20.02.2025 | 12:29 »
Damit Theatre of the Mind nicht mehr funktioniert, braucht es ja nur einen einzigen Spieler am Tisch, der Beschreibungen einfach nicht in Kopfkino übersetzen kann (oder gerade am Handy rumgemacht oder was auf dem Charakterbogen gesucht oder die Chipstüte aufgerissen oder was im Heldenjournal notiert hat). Und den hat man nach meiner Erfahrung ziemlich häufig...

Da stimme ich zu. Mich wundert es, weil im Tanelorn in meiner Wahrnehmung relativ häufig Leute schreiben, Kämpfe nerven sie, seien zu lange, etc.
Aber vielleicht spielen viele davon ja trotzdem mit Battlemap. Wäre auch irgendwie konsequent ~;D, weil Kämpfe mit Battelmaps ceterius paribus natürlich schneller gehen, da man sich viele Aushandlungsprozesse mit einem Blick auf die Karte spart.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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Online Hereagain

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #56 am: 20.02.2025 | 12:30 »
Ich eigentlich nicht...

Damit Theatre of the Mind nicht mehr funktioniert, braucht es ja nur einen einzigen Spieler am Tisch, der Beschreibungen einfach nicht in Kopfkino übersetzen kann (oder gerade am Handy rumgemacht oder was auf dem Charakterbogen gesucht oder die Chipstüte aufgerissen oder was im Heldenjournal notiert hat). Und den hat man nach meiner Erfahrung ziemlich häufig...

P.S.: Die Erklärung von oben, dass es wohl daran liegen müsse, dass die SL nicht gut genug beschrieben habe, verweise ich hiermit mal ins Land der Fabel ;)

Ich finde es liegt auch sehr am System.
D&D ist immer noch oben auf und das System verlangt nach einer Battlemap. Ja man kann es ohne spielen aber die Regelstruktur ist dafür nicht gedacht.
Wenn ich Gumshoe spiele dann nutze ich maximal abstrakte Karten und es wird kein Grid gezählt.

Offline Arldwulf

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #57 am: 20.02.2025 | 13:07 »
In den meisten Fällen nutze ich Kopfkino - quasi überall dort wo ich das entscheiden kann.

Aber ich mach das auch von der Runde abhängig und davon was Mitspieler wollen.

Offline Streunendes Monster

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #58 am: 20.02.2025 | 13:47 »
Ich habe das Glück, mit 21/2 Erzählonkeln am Tisch zu spielen.
Wir spielen recht immersiv, sind viel in-character und bisher haben uns Kämpfe auf einem Grid, egal in welchem System ((A)D&D 2e, 3e, 4e, 5e, PF1, SpliMo und Co) grundsätzlich aus dem erzählerischen Spiel gerissen. Es "verkommt" zu einem Spiel im Spiel. Plötzlich spielen da 3-4 Jungs ein taktisches Brettspiel, keine Aktion wird beschrieben, es zählt der regelseitige Auswurf.

move action - attack - AC24 - 35 Schaden - disengage - opportunity attack - AC 96 - 2 Schaden - poisioned - slowed - con save - reicht 4?  ::) 8]

Nö. Ich mag das nicht.

Und (seltsamerweise?) ist das bei uns mit etwas spielerbegünstigten Handwedelei gar nicht (!) der Fall.

Und meine Erfahrung als Testspieler in anderen Runden war die gleiche.
Nur das viele Spieler/innen da total Bock drauf hatten. Und DARAN gibt es nichts zu kritisieren.
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Offline Raven Nash

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #59 am: 20.02.2025 | 14:00 »
Eine Sache sollte man vielleicht auch noch hinterfragen: Wie groß und detailliert sind denn die jeweiligen Battlemaps?
Ich sehe da oft Bilder von ganzen Dungeonkomplexen, die vollständig aufgebaut am Tisch stehen - ja, sieht geil aus, aber das ist dann der Punkt, wo's für mich nur noch HeroQuest ist.
Das Extrem ist der eine YTber, der ein Mischpult hinterm SL-Schirm hat, mit dem er Licht/Sound und Nebelanlage seines Aufbaus steuert.

Meine Szenen sind maximal A2 groß (weil ich auch nicht mehr Platz habe), oft nur A3.
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Offline Arldwulf

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #60 am: 20.02.2025 | 14:07 »
Kopfkino hat halt viele Vorteile. Der Spieler wird stärker ins Kampfgeschehen hineingezogen, Beschreibung wird wichtiger und generell ist es auch zumeist schneller etwas mit Worten zu erläutern als Miniaturen zu platzieren. Selbst das man nicht immer alles weiß kann ein Vorteil sein wenn man beispielsweise sich Diskussionen spart bei denen Spieler A Spieler B erzählt warum der Feuerball noch ein Kästchen weiter links denn noch etwas besser platziert wäre.

Aber man muss sich natürlich auf diese Spielweise vorbereiten, sich überlegen mit welchen Mitteln man selbst die Übersicht wahrt und wie man diese für die Spieler wahren will.

Persönlich nutze ich dafür Ablaufzeichnungen hinterm Spielleitertisch in unterschiedlichen Farben je Kampfrunde, möglichst beschreibungsfreundliche Umgebungen die sich leicht vorstellbar sind und vor allem Regelwerke mit einfachen Bewegungsregeln, individuellen Monstern die leicht wiedererkennbar sind und viel Bewegungsfreiheit für die Charaktere.

Es klingt vielleicht paradox, aber Mobilität bevorteilt Kopfkino. Einfach weil es wenn alle nebeneinander stehen viel wichtiger ist wo genau sie stehen als wenn prinzipiell in vielen Situationen die Möglichkeit besteht heran zu kommen.

Online Weltengeist

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #61 am: 20.02.2025 | 14:10 »
bisher haben uns Kämpfe auf einem Grid, egal in welchem System ((A)D&D 2e, 3e, 4e, 5e, PF1, SpliMo und Co) grundsätzlich aus dem erzählerischen Spiel gerissen. Es "verkommt" zu einem Spiel im Spiel. Plötzlich spielen da 3-4 Jungs ein taktisches Brettspiel, keine Aktion wird beschrieben, es zählt der regelseitige Auswurf.

move action - attack - AC24 - 35 Schaden - disengage - opportunity attack - AC 96 - 2 Schaden - poisioned - slowed - con save - reicht 4?  ::) 8]

Nö. Ich mag das nicht.

Und (seltsamerweise?) ist das bei uns mit etwas spielerbegünstigten Handwedelei gar nicht (!) der Fall.

Wobei das nach meiner Erfahrung eher am System als am Grid liegt (und gerade die von dir oben genannten Systeme tendieren stark in Richtung Brettspiel, ja). Oder kriegt ihr das mit dem "Wegerzählen der Mechanik" beispielsweise bei Pathfinder hin, nur weil ihr die Battlemap weggelassen habt? Wenn ja, bin ich beeindruckt.
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Offline Arldwulf

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #62 am: 20.02.2025 | 14:13 »
Wobei das nach meiner Erfahrung eher am System als am Grid liegt (und gerade die von dir oben genannten Systeme tendieren stark in Richtung Brettspiel, ja). Oder kriegt ihr das mit dem "Wegerzählen der Mechanik" beispielsweise bei Pathfinder hin, nur weil ihr die Battlemap weggelassen habt? Wenn ja, bin ich beeindruckt.

Kann da den Eindruck nur bestätigen, mit und ohne Grid zu spielen macht einen großen Unterschied in der Frage wie stark Dinge beschrieben und ausgespielt werden.

Offline tartex

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #63 am: 20.02.2025 | 14:18 »
Online eher mit Battlemap, offline sehr selten mit Battlemap.
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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #64 am: 20.02.2025 | 14:21 »
Wobei das nach meiner Erfahrung eher am System als am Grid liegt (und gerade die von dir oben genannten Systeme tendieren stark in Richtung Brettspiel, ja). Oder kriegt ihr das mit dem "Wegerzählen der Mechanik" beispielsweise bei Pathfinder hin, nur weil ihr die Battlemap weggelassen habt? Wenn ja, bin ich beeindruckt.

Rein persönlich-anekdotisch kann ich bestätigen, daß ich selbst mit D&D3 besser klargekommen bin, als die SL mal ihre Battlemap samt Figuren schlicht vergessen hatte. Also, ja, da mag zumindest in meinem Fall tatsächlich mehr das Grid selbst verantwortlich zeichnen.

Offline Streunendes Monster

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #65 am: 20.02.2025 | 14:49 »
Wobei das nach meiner Erfahrung eher am System als am Grid liegt (und gerade die von dir oben genannten Systeme tendieren stark in Richtung Brettspiel, ja). Oder kriegt ihr das mit dem "Wegerzählen der Mechanik" beispielsweise bei Pathfinder hin, nur weil ihr die Battlemap weggelassen habt? Wenn ja, bin ich beeindruckt.

Tatsächlich ist das gar nicht so beeindruckend  ;D und es wurde auch gar nicht so viel wegerzählt.
Anhand einer vernünftigen Skizze (okay, ich kann passabel flott zeichnen) konnten wir die Entfernungen und Co recht gut abschätzen.

Das lässt aber mit anderen regellastigen Systemen (RoleMaster, HârnMaster, RuneQuest, HARP, NOVUS, und Co) nochmals besser umsetzen, wo die Mechaniken zur Nutzung einer Battlemap nicht ganz so sakrosankt verwurzelt, und ein freieres (urgs) Spiel möglich ist.

Bei Pathfinder hat es ab einem gewissen Charakterlevel dann auch nur noch schwer geklappt. Diese Regionen (ca. 11+) haben wir aber sehr selten erreicht.
Was dann auch zu einem Bruch mit dieser Systemfamilie geführt hat.

Die 4e haben wir übrigens ums Verrecken nicht ohne Maps spielen können. Wie Arldi das macht ist mir ein Rätsel, welches er seit 2008 für mich nicht plausibel auflösen kann  >;D
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Offline Raven Nash

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #66 am: 20.02.2025 | 15:11 »
Moooment - Battlemap ungleich Grid.
Ich hab auf meinen eigenen Maps überhaupt keinen Grid mehr. Die (Dungeons & Lasers) Dungeon-Tiles haben einen eingebaut, als Bodenfliesen, aber ansonsten verwende ich schon lange keinen Grid mehr.
Entfernungen lassen sich mittels 1"-Base recht flott abzählen, wenn nötig. Und wenn's längere Distanzen sind, hab ich die SAGA-Messtäbe. Der Grid versaut eh nur die Optik.  ;)
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Offline unicum

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #67 am: 20.02.2025 | 15:44 »
Und letzteres sorgt dann dafür, dass ich "plötzlich" eine schicke neue Figur habe, und schauen muss, wie die ins Spiel kommt
...
Das ist eine zusätzliche Quelle für Inspiration!

Ja, allerdings! Da bei uns kein Laden mehr in der nähe ist vermisse ich das ziemlich, sicher ich könnte auch im Netz stöbern - derzeit mache ich das vieleicht noch bei Bildern für Charactere in Deviant Art etwa, aber da hab ich dann eben meistens schon einen Begriff eingegeben - ich vermisse es halt unvorbereitet mit neuem konfrontiert zu werden.

Geht auch mit "Gelände" so, ich hab etwa das große LaserCut Fantasy Gasthaus von 4Ground und das hat mich dazu motiviert ein kleines Szenario zu schreiben das in diesem Gasthaus spielt.

Also ja ich kann auch durchaus mir eine Battelmap, eine Figur (Oder ein Bild) nehmen und mir sagen "Was könnte dort passieren?" oder "Wer bist du?" lezteres habe ich auch bei "Character Interview" aus einigen Büchern wie man romane schreibt. Triggert jedenfalls meine Kreativität mehr.

Ich sehe auch keine wirkliche Einschränkung der Spieler durch eine Battelmap. Da geht man dann eben auf details ein. Sicher ich kenn das auch so das man im Theater of the Mind als Spieler sagen kann "ich schwinge mich am Krohnleuchter von hier nach dort" - auch wenn bisher noch nie ein Krohnleuchter erwähnt wurde. Aber auf einer guten Battelmap kann man auch Krohnleuchter eingezeichnet haben.

ps: Ich benutze oft ein Witheboard auf welche ich eine Battelmap lege, ein Raster drauf (Hex oder Quadrate) und dann eben mit Whiteboard Stiften drauf male und für die SC / NSC gibts eben farbige Magnete. (Mein Tabeltop Zeug ist mir meistens zu schwer es durch die Gegend zu tragen).

Offline Mouncy

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #68 am: 20.02.2025 | 15:50 »
Ich habe über die Jahre festgestellt, dass es bei detailreichen Battlemaps und hübschen Minis oft dazu kommt, dass das Theater of Mind unterdrückt wird, und nur noch bzw. vermehrt auf Battlemap Ebene gedacht wird. Ganz ohne ist aber auch doof, das frisst mehr Zeit weil dauernd jemand nachfragt wer denn jetzt wo steht usw. Deshalb mit Matte aber ohne irgendwelchen Schnick Schnack und neutrale Marker. Bewusster Verzicht auf hübsche Minis. Kronkorken sind super als Gegner-Marker. Gelände wird spontan improvisiert mit Zeug das aufm Tisch liegt  (Kippenschachtel, Pringelsdosendeckel, Radiergummie...) oder sehr grob eingezeichnet. Kästchen werden eher geschätzt als präzise gezählt, immer schön 2 Augen zu drücken, das passt schon.
Owlbear Rodeo auf einem großen Tablet das dann kollektiv benutzt wird und in der Tischmitte liegt funktioniert auch wunderbar. Oder am Wohnzimmer den Eulenbär auf den Fernseher gepackt und ne Funkmaus zum rumreichen. Aber auch hier, ganz wichtig: Das mit den Kästchen nicht so genau nehmen, ist nur Hilfsmittel kein vollständiger Theater of Mind Ersatz.

Online schneeland

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #69 am: 20.02.2025 | 16:03 »
Ich habe über die Jahre festgestellt, dass es bei detailreichen Battlemaps und hübschen Minis oft dazu kommt, dass das Theater of Mind unterdrückt wird, und nur noch bzw. vermehrt auf Battlemap Ebene gedacht wird.

Ja, das entspricht auch meiner Wahrnehmung: je konkreter und detaillierter die Karte wird, desto eher orientiert man sich an den Dingen, die dort dargestellt sind. Hat man dagegen nur eine grobe Skizze, dann lässt das Raum für spontane Ideen a la "ist da auf dem Tisch irgendein Werkzeug, dass ich dem Ork über den Kopf ziehen könnte?".

Owlbear Rodeo auf einem großen Tablet das dann kollektiv benutzt wird und in der Tischmitte liegt funktioniert auch wunderbar.

Benutzt Ihr dann auf dem Tablet irgendeine Art von Stift zum Zeichnen? (ich hatte immer mal wieder das Gefühl, dass es doch nett wäre, direkt mit dem Apple Pencil auf die Karte zeichnen zu können, hatte aber bisher den Eindruck, dass das nicht unterstützt wird)
All good things come to those who wait! ... like beer and dual flamethrowers.

Offline Arldwulf

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #70 am: 20.02.2025 | 16:06 »
Die 4e haben wir übrigens ums Verrecken nicht ohne Maps spielen können. Wie Arldi das macht ist mir ein Rätsel, welches er seit 2008 für mich nicht plausibel auflösen kann  >;D

Ich denke ein wenig kann man das auflösen durch ganz allgemeine Tipps für das Spielen ohne Map welche bei jedem System sinnvoll sind.

Vorbereitung ist wichtig (wie kann ich das Kampfgebiet beschreiben, wie unterscheiden sich die Gegner, welche Unteraktionsmöglichkeiten sind plausibel).

Beschreibung und Aktualisierung der Beschreibung ist wichtig. Am Anfang jedes Zugs eines Charakters gebe ich kurz mit einem Satz eine Beschreibung was dieser sieht. Bezugspunkte wie "an der Tür", "beim Tisch" oder dergleichen sind dabei immer hilfreich.

Willkür vermeiden ist wichtig - auch ohne Battlemap sollte zumindest der Spielleiter immer wissen wo jemand steht. Ich persönlich nutz dafür bunte ablaufzeichnungen, geht aber sicher auch anders.

Wenn man sich darüber vorab ein paar Gedanken macht ist es in den meisten Systemen möglich ohne Battlemap zu spielen. Die 4e nutze ich dafür gern wegen der vereinfachten Bewegungsregeln und Regeln für Gelegenheitsattacken und der individueller gestalteten Gegner. Diese Dinge sind z.B. in 5e unvollziehbarerweise wesentlich komplizierter und unfreundlicher für Leute ohne Battlemap geregelt. Aber ich hab auch schon 5e ohne Map gespielt, das geht auch.
« Letzte Änderung: 20.02.2025 | 16:09 von Arldwulf »

Offline Smoothie

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #71 am: 20.02.2025 | 16:21 »
Ich bin auch bei der "hängt vom System ab" Fraktion.
Bei DnD erfreue ich mich an den taktischen Möglichkeiten, aber bei Gumshoe oder PBTA käme ich nie auf die Idee Battle Maps auszupacken.
(Umgebungskarten sind was anderes)

Bei Shadowrun tendiere ich inzwischen auch zu Maps. Wir hatten einfach zuviele Sessions wo SCs im Theatre of the Mind die Orientierung verloren haben (und das war sicher nicht ihr Fehler!)  und dann einfach immer sowas gesagt haben, wie "ich schieße auf den nächsten Gegner"
Das macht auch keine Freude. Ausserdem finde ich auch, dass gute Battlemaps, die 3-Dimensionalität und Umgebung gut abbilden, Leute auf wunderbare Handlungsideen bringen.

Hier noch ein interessantes Video von Ginny Di zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=eQ0dnY-6rqg

Inzwischen bin ich geneigt zu glauben, dass an der DnD Satanic Panic in den 80ern was dran war. Allein, es waren nicht die Inhalte. Es waren die Regeln, die aus der Hölle kommen...

Offline Namo

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #72 am: 26.02.2025 | 16:11 »
da die Firma aber aus Ami Land ist, ist der Kram immer ziemlich teuer.

Ich habe daher n paar Tokens von Loke Battle Maps... die bekommt man auch über Amazon einfacher https://www.amazon.de/Loke-Add-On-Scenery-Town-Trimmings/dp/B08LMJ8Z8S/ref=pd_bxgy_d_sccl_1/260-5857509-9431053?pd_rd_w=3sBK4&content-id=amzn1.sym.c90b469b-76a4-4929-ad48-0676b96c75a5&pf_rd_p=c90b469b-76a4-4929-ad48-0676b96c75a5&pf_rd_r=G2KBQB6REFY2RF74G71C&pd_rd_wg=0beo7&pd_rd_r=eab0358e-aa10-4eba-b2b3-ec6da938929f&pd_rd_i=B08LMJ8Z8S&psc=1

Danke für den Tip. Ich habe mir mal zu Ansichtszwecken die Town Scenery bestellt, da ich am Samstag einen größeren Kampf in einem Dorf haben werde und das mal ausprobieren wollte. Der Ersteindruck ist tatsächlich hervorragend muss ich sagen.  :d

Offline Ainor

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #73 am: 26.02.2025 | 17:05 »
Ausserdem finde ich auch, dass gute Battlemaps, die 3-Dimensionalität und Umgebung gut abbilden, Leute auf wunderbare Handlungsideen bringen.

Genau das ist auch meine Erfahrung. Eine gute Battlemap kommuniziert einfach viel mehr Details über die Umgebung als man mit Worten rüberbringen kann. Anhöhen, Deckung, Lichtquellen, und vieles mehr. Ich glaube Battlemaps lohnen sich auch dann wenn man
garnicht Kästchen abzählen will sondern nur grob die Positionen festhält.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Quaint

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Re: Theater of Mind oder Battle-Maps/Miniaturen für Kämpfe?
« Antwort #74 am: 26.02.2025 | 17:15 »
Ich finde es kommt auch auf die Situation an. So ein kleines Kämpfchen zwischendurch, drei Orks kaputt schlagen oder so, da brauch ich nicht unbedingt ne Map. Aber nen großer Kampf mit vielen Beteiligten, da hat ne Map schon oft nen Mehrwert.
Besucht meine Spielkiste - Allerlei buntes RPG Material, eigene Systeme (Q-Sys, FAF) und vieles mehr
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