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Die gröbsten Eigenartigkeiten von Ur-D&D

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Selganor [n/a]:

--- Zitat von: ErikErikson am 26.10.2016 | 20:21 ---Es gab sehr abstruse Aufstiegsregeln. Teils durfte man je nach Klasse nur bis zu ner bestimmten Stufe aufsteigen, und dann hatte man ausgeschissen. Also du warst dann irgendwann Stufe 10 Schurke, und bliebst das auch , und dein Kriegerkumpel war Stufe 20.  Schlimmer war der Druide, der ab bestimmten Stufen in Highlandermanier seine Kollegen besiegen musste, um ne Stufe aufzusteigen.

--- Ende Zitat ---
Verwechselst du das nicht mit AD&D 1st?

Dieb (Schurke kam erst in AD&D2) stieg in allen Editionen schneller auf als jede andere Klasse (wenn es unterschiedliche XP/Stufe gab), war dafuer aber auch lange Zeit ein Fall von "you get what you pay for" (sprich: so wirklich konnten die nicht viel im Vergleich zu den anderen Klassen)
Maximale Stufen in einer Klasse je nach (Nicht-Menschen)Rasse gab es auch nur in AD&D, in D&D1 war man zwar als Elf, Zwerg oder Halbling bei Stufe 10, 12 oder 8 (iirc) "am Ende", aber dafuer wurden dann in einem spaeteren Set (Ausbauset oder doch schon Experten-Set) die "Angriffsraenge" reingebracht, die ihnen zumindest noch weitere Angriffe/Runde und andere Faehigkeiten gebracht haben (wenn auch keine weiteren HP/HD mehr)

Und der Druide kam auch erst im Ausbauset (als "Spezialisierung" fuer neutrale Kleriker ab Stufe 9)

Und wenn ich mir den Rest so anschaue... teils gilt das fuer fast alle Editionen von (A)D&D oder ist spezifisch zu AD&D (Elminster hatte z.B. erst ab der 3rd Edition - als das "A" von AD&D verschwunden ist - was mit D&D zu tun gehabt)

Da frage ich mich doch... Welche Erfahrungen hast du denn ueberhaupt mit "Ur-D&D"?
Wobei ja das in Deutschland bekannte "Basis-Set und andere Boxen"-D&D im Prinzip ja nicht das "Ur-D&D" ist sondern nur fuer wohl die meisten "alten Saecke" D&D-Spieler (zu denen ich mich auch zaehle) als "1. D&D" gilt weil sie den Vorgaenger nie zu Geischt bekommen haben

1of3:

--- Zitat von: Antariuk am 27.10.2016 | 04:13 ---Je nach Version gab es XP entweder für Gold und Schätze (1 GP = 1 XP) oder bei Begegnungen mit Monstern direkt so beim Anblick, ohne dass vorher gekämpft werden musste (die Idee dahinter war, dass die Gruppe sich eh irgendwie mit dem Monster auseinandersetzen muss wenn sie tiefer in den Dungeon will, insofern gleich direkt XP und dann schauen was die Spieler draus machen).*

--- Ende Zitat ---

Die Idee gefällt mir. Das ist ein wunderbares Balancing zwischen Monstern und SCs. Da sind fiese Monster und hier hast du die Methoden, um dich ihnen zu stellen. Modifiziert könnte man vielleicht noch die XP provisorisch vergeben. Wenn die SC doch nicht weiter gehen, haben sie quasi XP-Schulden.

ErikErikson:

--- Zitat von: Selganor am 27.10.2016 | 10:09 ---Verwechselst du das nicht mit AD&D 1st?

Dieb (Schurke kam erst in AD&D2) stieg in allen Editionen schneller auf als jede andere Klasse (wenn es unterschiedliche XP/Stufe gab), war dafuer aber auch lange Zeit ein Fall von "you get what you pay for" (sprich: so wirklich konnten die nicht viel im Vergleich zu den anderen Klassen)
Maximale Stufen in einer Klasse je nach (Nicht-Menschen)Rasse gab es auch nur in AD&D, in D&D1 war man zwar als Elf, Zwerg oder Halbling bei Stufe 10, 12 oder 8 (iirc) "am Ende", aber dafuer wurden dann in einem spaeteren Set (Ausbauset oder doch schon Experten-Set) die "Angriffsraenge" reingebracht, die ihnen zumindest noch weitere Angriffe/Runde und andere Faehigkeiten gebracht haben (wenn auch keine weiteren HP/HD mehr)

Und der Druide kam auch erst im Ausbauset (als "Spezialisierung" fuer neutrale Kleriker ab Stufe 9)

Und wenn ich mir den Rest so anschaue... teils gilt das fuer fast alle Editionen von (A)D&D oder ist spezifisch zu AD&D (Elminster hatte z.B. erst ab der 3rd Edition - als das "A" von AD&D verschwunden ist - was mit D&D zu tun gehabt)

Da frage ich mich doch... Welche Erfahrungen hast du denn ueberhaupt mit "Ur-D&D"?
Wobei ja das in Deutschland bekannte "Basis-Set und andere Boxen"-D&D im Prinzip ja nicht das "Ur-D&D" ist sondern nur fuer wohl die meisten "alten Saecke" D&D-Spieler (zu denen ich mich auch zaehle) als "1. D&D" gilt weil sie den Vorgaenger nie zu Geischt bekommen haben

--- Ende Zitat ---

Ich habe bereits gestanden, das AD&D für mich Ur-D&D ist, da mein zweites Rollenspiel. Schreibt doch lieber mal was zum echten, anstatt dauernd meins zu zerpflücken.

Achamanian:
Als Urheber der eingangs zitierten Bemerkung und als jemand, der D&D zugegebenermaßen immer im Vorbeigehen gespielt hat, sage ich mal kurz, was ich als besondere Eigenartigkeiten empfinde - wobei ich mich gerne korrigieren lasse, falls ich welche davon fälschlich D&D in seiner OSR-Vorlagenform zurechne:

THACO und absteigende AC: Ich habe das immer als um drei Ecken gerechnet empfunden und nie wirklich anhand der Zahlen kapiert, was jetzt gute und was schlechte Werte sind. Entsprechend haben ja auch fast alle moderneren Folgespiele eine nachvollziehbare Bonus/Mindestwurf-Sache daraus gemacht.

Verschiedene Probentypen für verschiedene Klassenfähigkeiten: Evtl. werfe ich da einiges mit AD&D 2nd durcheinander, das ich länger gespielt habe als die rote Box - aber war es nicht auch in letzterer schon so, dass es irgendwelche Diebesfertigkeiten gibt, die ganz anders geprobt werden als alles andere in den Regeln?

Rettungswürfe: Ja, ich finde sie immer noch absurd. Bzw. fände ich es nach Contains' Anmerkung sogar irgendwie logisch, wenn es einfach nur THACO und Rettungswürfe gäbe und keine Attribute. Aber DEX und CON und INT und WIS zu haben, die dann aber nicht zu nutzen, um Gefahren zu widerstehen, sondern stattdessen einen zusätzlichen Wert, der nach ziemlich willkürlich herausgepickten Spezialbedrohungen benannt ist (Odemwaffen?), eigentlich aber ein viel breiteres Feld abdecken soll, erscheint mir schon ziemlich ... speziell.

Und so am Rande und eher eine sehr persönliche Geschmacksanmerkung: Ich ertrage diese Beipackzettel-Ästhetik der Klassen-Level-Tabellen irgendwie nur ganz schlecht. Wenn ich mir das so in Labyrinth Lord oder auch Whitehack ansehe, gibt es einfach nichts, was mir mehr vermittelt: "Dein Charakter ist eine Reihe von 8-10 Zahlen, je nach Klasse. Du entscheidest hier GAR NICHTS. Lies die Tabelle ab und sei froh, dass du überhaupt etwas können darfst."
Ich weiß, dass ist ungerecht, weil es überhaupt nichts mit den Spieleigenschaften von D&D/OSR zu tun hat, sondern nur irgendein Eindruck ist, den ich aus dem Ansehen solcher Tabellen gewinne. Aber es ist einfach unglaublich deprimierend für mich, so was anzugucken und mir vorzustellen: "Ich habe einen Dieb, und das ist sein vorgezeichneter Weg bis zur Stufe 20 in Zahlen. Das und nichts anderes."

Viral:
Gab es nicht auch irgendwie schwer nachvollziehbare Initiativefaktoren für Waffen und auch so Zeug, dass es ne eigene Initiativerunde für Fernkämper gab? Kann aber auch Ad&d1 sein ...

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