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Rumpels dumme Fragen zur OSR
Achamanian:
Aus gegebenem Anlass will ich jetzt endlich mal die OSR verstehen ... deshalb mache ich mal einen Thread zum Nachfragen auf. Kurz zur Einordnung: Ich kenne diesen ganzen Kram nur oberflächlich und fand ihn bisher immer sperrig; gleichzeitig haben Sachen die DCC und LotFP einen großen Charme für mich, und das "irgendwie muss doch was dran sein"-Gefühl verstärkt sich für mich stetig.
Ich lese jetzt gerade an der deutschen Ausgabe von Labyrinth Lord; demnächst geplant ist Crypts & Things remastered.
Also, erste Frage zu LL:
Ich lese gerade die Charaktererschaffung. Zwei Dinge irritieren mich:
Was soll der XP-Bonus für hohe Haupteigenschaften? Für mich sieht das nach dem Prinzip "Der Teufel scheißt auf den größten Haufen" aus - wer bei der Erschaffung Würfelglück hatte, wird noch durch Bonus-XP belohnt. Gibt es da auf Spiel- oder Spielweltebene irgendeine Erklärung für? In LL habe ich erst mal nichts entdeckt ... für mich wäre sogar auf beiden Ebenen wenn überhaupt das Gegenteil einleuchtend: XP-Boni für besonders niedrige Haupteigenschaften würden sowohl ein bisschen für Ausgewogenheit sorgen als auch einer gewissen Spielweltlogik folgen. Wer mit schlechteren Voraussetzungen an seine Herausforderungen herangeht, muss mehr und schneller lernen ...
Dann einer meiner ständigen Haupt-Beefs mit der OSR: Gibt es einen Grund für die verschiedenen Probentypen? Diebesfertigkeiten gehen auf % unterwürfeln, mit Ausnahme von Geräusche hören, das auf W6 unterwürfeln geht ... hat das vom Regeldesign her irgendeine innere Logik? DCC erklärt ja zum Beispiel gut, was das mit den tausend verschiedenen Würfeltypen soll und ist da auch recht konsistent (obwohl ich es immer noch eher als Gimmick denn als einleuchtend empfinde ...)
Das klingt jetzt vielleicht schon wieder etwas zu meckerig, aber die Fragen sind ernst gemeint: Irgendwer muss sich irgendwas dabei gedacht haben, was ich evtl. nicht kapiere. Oder sind das Überbleibsel aus Kontexten wie Chainmail, die man heute als Neueinsteiger so nicht mehr nachvollziehen kann?
Deep_Impact:
--- Zitat von: Rumpel am 1.11.2016 | 09:21 ---Was soll der XP-Bonus für hohe Haupteigenschaften? Für mich sieht das nach dem Prinzip "Der Teufel scheißt auf den größten Haufen" aus - wer bei der Erschaffung Würfelglück hatte, wird noch durch Bonus-XP belohnt. Gibt es da auf Spiel- oder Spielweltebene irgendeine Erklärung für?
--- Ende Zitat ---
Ich kenne LL nicht, aber das scheint 1:1 aus den Ur-Versionen von D&D übernommen worden zu sein. Gibt es dafür eine innerweltliche Errklärung? Nein gibt es nicht, oder mir ist keine bekannt. Lediglich der XP-Malus für sehr geringe Werte ließe sich noch irgendwie erklären.
Der Sinn war (damals) glaube ganz einfach, dass man wollte, dass die Charaktere maximal genretypisch sind. Ergo: Der Krieger ist maximal stark und der Magier maximal intelligent. Aus heutiger Sicht ist das natürlich maximaler Quark, weil es maximal weit von ausgewogenen Charakteren und Rollenspiel entfernt ist. Das sind die Anfänge unseres Hobbies aber vermutlich auch gewesen.
Mehr dazu unter: http://rpg.stackexchange.com/questions/14311/why-do-characters-with-a-high-prime-requisite-gain-bonus-xp
bobibob bobsen:
Deine Herangehensweise an eine Erklärung ist Logisch, leider hat man vor 30+ Jahren wenig auf so etwas gegeben. Uns hat es aber auch gestört und wir haben ohne XP bonus gespielt.
Die OSR will aber das Spielgefühl von damals wiederaufleben lassen und da gehört so was vielleicht dazu.
Tatsächlich habe ich auch nie eine Begründung für Bonus XP oder unterschiedliche Probentypen.
Wenn man teenager ist hat man sich darüber wenig gedanken gemacht.
Antariuk:
--- Zitat von: Rumpel am 1.11.2016 | 09:21 ---Das klingt jetzt vielleicht schon wieder etwas zu meckerig, aber die Fragen sind ernst gemeint: Irgendwer muss sich irgendwas dabei gedacht haben, was ich evtl. nicht kapiere. Oder sind das Überbleibsel aus Kontexten wie Chainmail, die man heute als Neueinsteiger so nicht mehr nachvollziehen kann?
--- Ende Zitat ---
Das mit Sicherheit auch, vor allem aber stammen diese Regeln von Leuten die, anders als wir, nicht mit Rollenspielen großgeworden sind und schon gar nicht die heutige extreme Vielfalt an Systemen und Designphilosophien zur Auswahl hatten. Für die waren die Bonux-XP wahrscheinlich eine Art Ansporn, möglichst gut bei der Charaktererstellung zu würfeln.
YY:
--- Zitat von: Antariuk am 1.11.2016 | 09:54 ---Für die waren die Bonux-XP wahrscheinlich eine Art Ansporn, möglichst gut bei der Charaktererstellung zu würfeln.
--- Ende Zitat ---
~;D
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