Dir ist schon klar, wie George Martin angefangen hat, oder? 
Ja, es spricht ja nichts dagegen, dass jemand mehrere Sachen machen kann.
Es gibt ja auch viele Rollenspieler, die als Spieler angefangen haben und später nur noch SL machen. Und es gibt Rollenspieler, die sowohl als Spieler als auch als SL tätig sind.
In der Literatur ist das nicht großartig anders.
Und mal eine Gegenfrage: wieviele (unveröffentlichte) Fanfiction-Autoren kennst du persönlich, dass du derart pauschale Aussagen machen kannst?
Ich kenne etwa ein halbes Dutzend Autoren, die ihre Fanfiction nicht veröffentlichen.
Und dann noch zahlreiche weitere Autoren, die ihre Fanfiction veröffentlichen, die aber hauptsächlich darüber schwärmen, wie sie die Fanfiction geschrieben haben.
Ist aber auch Belanglos, da du ja bestätigst, dass es für das Rollenspiel keinen Unterschied gibt: denn jede Spielrunde entsteht durch das Feedback, welches die Spielteilnehmenden geben. Selbst wenn der SL nur eine Situation beschreibt und der Spieler darauf sagt, was seine Figur machen würde, ist das Feedback. Folglich können (nach deiner Definition) Rollenspielrunden gar nicht wie Romane sein.
Wieso? Inwiefern ist Feedback relevant? Nochmal, DU warst derjenige, der Feedback angesprochen hatte.
Um es deutlicher zu machen: Der Autor eines Romanes veröffentlicht seinen Roman
nicht um Feedback zu bekommen. Nichtsdestotrotz bekommt der Autor hin und wieder natürlich Feedback. Aber dieser Feedback ist nicht der
Zweck des Romans. Und der Roman hört auch nicht auf, ein Roman zu sein, nur weil der Autor Feedback bekommt.
Aber nochmal: Es ging mir nie um Feedback. Ob sich Romane und Fanfictions nun im Feedback unterscheiden oder nicht, ist vollkommen nebensächlich.
Es geht um die Wahrnehmung und den Zweck:
Bei einer Fanfiction ist der Fan derjenige, der die Geschichte
schreibt. Er schreibt die Geschichte, weil es ihm Spaß macht.
Bei einem Roman ist es der Fan, der die Geschichte
liest. Er liest die Geschichte, weil ihm das Lesen Spaß macht. Der Autor schreibt die Geschichte, damit andere diese Lesen können.