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[Coriolis] Fragen & Antworten

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Camouflage:

--- Zitat von: Boba Fett am 31.05.2019 | 17:03 ---Gedanke: Fading Suns müsste 1:1 adaptierbar sein

--- Ende Zitat ---
Außer vielleicht sowas wie die "War in Heaven"-Plots, die zu sehr am FS-Hintergrund hängen. Aber sonst sollte das passen.

Sarastro:
Hallo,
wie kann man sich eigentlich den Verlust der "Urgeschichte" vorstellen ? Laut Regelwerk (und Atlas Kompendium) gab es ja zwei Stränge, wenn man so will:
1.) Die Zenith, die vor über 1.000 Jahren die Erde / Terra / Al-ardha verließ.
2.) Die Portale, die vom ersten in den zweiten und (später) in den dritten Horizont führten, als die Zenith schon längst unterwegs war.

Wie kann es sein, daß so fortschrittliche Kulturen, die mit oder ohne Portale den Weltraum beherrschten, nicht in der Lage waren, so etwas wie Wikipedia oder eine ähnliche Datensammlung zu transportieren ? Selbst wenn die Menschen von damals nur eine 20 bändige Brockhaus Sammlung oder einen DTV Atlas zur Weltgeschichte (2 Bände plus X) mitgenommen hätten, müßte es doch eine Art Urgeschichte gegeben haben, die digital und/oder schriftlich archiviert wurde.

Hat jemand Ideen ?
::)

LushWoods:
Es ist ja nicht gesagt das es so etwas nicht gibt.
Vielleicht hat man ein derartiges Speicherobjekt einfach noch nicht gefunden. Oder jemand hat so etwas gefunden, rückt damit aber nicht heraus?
Ich könnte mir vorstellen das z.B. Intelligences bzw. True Intelligences (Coriolis - Artifacts) solche Datenspeicher sein könnten. Oder die Urne aus dem Intro-Abenteuer.

Gumbald:
Das mit dem Fortschritt ist eh so eine Sache.
Im Regelwerk wird erwähnt, dass es in Randsystemen auch noch primitive Computer mit Lochkartensystemen geben soll.
Wenn man das wirklich als gesetzt ansieht, dann muss man sich ohnehin von Logik und Realismus verabschieden, und alles eher mit der 70er Star-Wars/Alien Brille sehen.

Ich finde es auch problematisch, dass so gar nichts über die Welten vor 1000 Jahren (Aufbruch der Zenith), bzw. vor 500 Jahren (Kolonisierungswelle über die Portale) erwähnt wird. Somit muss man sich da selbst etwas zu ausdenken.

Ich habe dazu mal etwas im Uhrwerk-Forum geschrieben, was ich mal hier per Copy&Paste reinklatsche. Das ist aber alles eher so spontan aus dem Ärmel geschüttelt. Also bitte nicht als Doktor-Arbeit nach Logik-Lücken abklopfen, sondern eher als Inspiration sehen (wer denn Bedarf hat):


--- Zitat ---Mich würde interessieren, wie der erste Horizont wohl etwa -1000 CZ aussah. Das Imperium scheint es da noch nicht gegeben zu haben.

Vermutlich war es eine Welt, in der der Kampf um Ressourcen noch erbitterter geführt wurde, weil er auf ein Sonnensystem begrenzt war.
Eventuell gab es dort noch Strukturen von konkurrierenden Mega-Konzernen. Möglicherweise waren die Nadir und die Zenith auch Schiffe von konkurrierenden Konzernen, die nicht zusammen sondern beinahe zeitgleich auf die Reise geschickt wurden um den dritten Horizont für den jeweiligen Konzern zu sichern (aber hier begibt man sich wieder in Überlegungen, die später eventuell vom offiziellen Meta-Plot aufgegriffen werden...)
Eine Welt von alles beherrschenden Mega-Konzernen im Jahr -1000 CZ stände dann im Kontrast zum späteren Imperium, das aus der Asche eines Sonnensystem-weiten Krieges entstanden sein könnte.
Es wäre auch eine schöne Erklärung, warum mit dem Konsortium dann wieder sehr schnell ähnliche Strukturen geschaffen werden wie "damals" auf der Erde: Man fällt in alte Denkmuster zurück und baut die den Zenithern bekannte Welt im dritten Horizont nach.

--- Ende Zitat ---


--- Zitat ---Während der ersten Kolonisierungswelle bestand ein Großteil der Erstsiedler aus unteren Schichten: Einfache Arbeiter, die sich im dritten Horizont ein neues und besseres Leben erhofften, da sie keine Perspektiven für sich im ersten Horizont sahen. Dementsprechend war die Zahl der Akademiker im dritten Horizont eher gering. Der Kampf um das nackte Überleben auf den neu besiedelten Planeten war hart, somit wurden die Ressourcen für Forschung & Entwicklung in erster Linie auf Bereiche fokussiert, welche die Lebensbedinungen der Kolonisten möglichst schnell und praxisnah verbesserten. Dies führte unter anderem durch Genmanipulation zur Erschaffung von diversen Humaniten-Arten.
Die technische Entwicklung im dritten Horizont verlief eventuell eher schleppender, weil eine sehr konservative Religion in Form der Verehrung der Ikonen schnell einen zentralen Lebensmittelpunkt einnahm. Organisationen wie der Orden des Paria sorgten für die Einhaltung einer Vielzahl von Regeln und erklärten diverse kulturelle oder technologische Fortschritte als Frevel gegenüber den Ikonen.
Ein großer Teil von technolgischer Entwicklung fand in den ersten Jahrhunderten über Importe aus den anderen beiden Horizonten statt, welche über de Portale erreichbar waren.
Im großen Portalkrieg wurde dann ein Großteil der fortschrittlichen Technologie vernichtet. Vieles von dem, was überlebte, kann nicht nachgebaut werden, weil das Wissen darum häufig aus dem ersten oder zweiten Horizont stammte.
Mit der Ankunft der Zenith verschiebt sich somit das Kräfteverhältnis abrupt.

Die Zenith, welche 500 Jahre zuvor als gewaltiges Generationenraumschiff aufbrach, war die Krone der technologischen Schöpfung. Ausgestattet mit dem Besten, was im ganzen heimischen Sonnensystem zu finden war. Der Start der Zenith und der Nadir waren ein Jahrhundert-Ereignis. Vor der Entdeckung der Portale war es die erste und einzige Möglichkeit, das heimische Sonnensystem zu verlassen und neue unbekannte Welten zu entdecken. Ein nicht unbedeutender Teil der Kolonisten bestand aus der Elite der menschlichen Gesellschaft, die sich in Kälteschlaf versetzen ließen um bei der Ankunft eine neue Welt zu erschaffen.
Während der Reise wachten die Kapitänsfamilien über die Generationenraumschiffe. Sie hatten sich nur der Mission der Kolonisierung verschrieben. sie wurden auf den Schiffen geboren und sie starben auch hier. Ihre einzige Lebensaufgabe konnte es sein, die Kolonisierung bei Ankunft der Schiffe zum Erfolg zu führen und das Schiff am Leben zu erhalten. Somit verbrachten diese Familien neben der Wartung der Schiffe auch viel Zeit mit Forschung und Entwicklung. Der Technologie-Stand an Bord der riesigen Generationenschiffe entwickelte sich also auch weiter.

Als die Zenith im dritten Horizont auftauchte, erwacht eine gewaltige Zahl von fähigen und motivierten Kolonisten aus dem Kälteschlaf. Im Chaos des Aufwachens bildet sich eine Vielzahl von Gruppierungen, greift auf die gewaltigen Ressourcen des Generationenschiffes zurück und breitet sich im dritten Horizont aus, der sich immer noch von den vernichtenden Portalkriegen erholt. Schnell werden die Zenither daraufhin zu einer dominierenden Fraktion in vielen Gebieten des dritten Horizionts.

--- Ende Zitat ---

Sgirra:
Ich habe mir schon ähnliche Fragen gestellt. Dabei finde ich es durchaus nachvollziehbar, dass über mehrere hundert Jahre sehr viel Wissen verloren gegangen ist. Es sind aber die Zenither aus dem Kälteschlaf, die der Logik das Genick brechen. Denn während die wache Mannschaft über die vielen Generationen so einiges vergessen, umgedichtet oder manipuliert haben kann, haben jene, die von den späteren Drakonitern aufgeweckt wurden, subjektiv ›gerade erst‹ Al’Ardha verlassen. Auch wenn ihr Aufwachen schon 60 Jahre her ist, sollten diese noch ein deutlich lebendigeres Wissen gehabt haben, das sie überliefern konnten.

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