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Editionsgeplauder
Arldwulf:
--- Zitat von: Rhylthar am 10.06.2020 | 13:00 ---Nein, aber die 4E hat es komplett durchgezogen und den Spielern gesagt: So, das war es mit den Realms und allem, was bisher war.
Und das kam sehr offensichtlich nicht besonders gut an.
--- Ende Zitat ---
Puh, aber woran machst du das fest? Immerhin sind ja viele der 4E Änderungen Weiterführungen der vorherigen 3E und 3.5E Geschichten und vieles an Material was man veröffentlicht hatte ist für die Verwendung zusammen mit altem Material gedacht. Wenn ich an meine FR Abenteuer zurückdenke die ich in der 4e gespielt habe so war da eigentlich immer eine Mischung aus 4E Veröffentlichungen und älterem Material für den Hintergrund verantwortlich. Viele der im D&D Insider veröffentlichten Artikel z.B. von Greenwood aber auch anderen Autoren sind ohne das was früher kam zu kennen wesentlich weniger nützlich und auch die veröffentlichten Settingbücher gehen natürlich an vielen Stellen auf frühere Ereignisse ein.
"So, das war es mit den Realms und allem, was bisher war" trifft dies eigentlich nicht wirklich.
Versteh mich nicht falsch - du bist ja nicht der einzige der mit den Änderungen ein Problem hat, und gerade was die (gefühlte) Attitüde von WotC angeht ist dies ja ein oft geäußertes Argument. Was den Bereich "wie kann man die Änderungen welche wir gemacht haben den Spielern als sinnvoll verkaufen und erklären warum wir sie gemacht haben" betrifft hat WotC einfach keinen guten Job gemacht. Weder bei den Realms noch bei dem Regelwerk. Was schade ist, denn viele der Änderungen sind ja durchaus sinnvoll und wenn man sie heute Spielern mal wirklich im Detail darlegt bekommt man auch heute noch durchaus positive Reaktionen.
Aber das ist halt Marketing. Und im damaligem Kontext, mit all den Flame-Wars und aufgebrachten Gemütern war es sicherlich auch nicht leicht das ganze zu schaffen.
Und sicherlich wäre auch bei einer neuen Version (um den Bogen dahin mal wieder zu spannen) genau hier auch wieder die große Herausforderung.
Rhylthar:
Wenn ich eine gewachsene Welt quasi "abreisse" (ohne eben genau zu benennen, warum und was danach besser sein soll), dann stosse ich Leuten damit vor den Kopf.
Und Nein, so richtig in der 3E darauf hingearbeitet haben sie nicht. Ich habe ja alle FR-Produkte der Ära hier; in der drastischen Art war nichts zu erkennen. Da ist es nämlich auch vollkommen ohne Belang, ob Neuspieler mit dem Insider (oh, noch etwas Neues...nur noch häppchenweise Digitales...) objektiv besser bedient waren oder die Umwälzungen z. B. in Thay eigentlich Sinn machen und grandiose Abenteuer liefern könnten (ebenso Neverwinter).
Nochmal:
Ich bin sehr sicher, dass WotC daraus für sich den Schluss gezogen hat, das meiste einem Retcon/Reroll zu unterziehen und insgesamt bewusst schwammig zu bleiben, was die FR angeht. Und das wird sich wohl auch in zukünftigen Editionen nicht (mehr) ändern.
@nobody@home:
WotC hat allerdings nur in der Zeit der 4E die Marktführerschaft im RPG-Bereich verloren, aber mit der 3E den d20- und jetzt mit der 5E den 5E-Hype ausgelöst. Gab wohl Gründe dafür. ;)
Arldwulf:
--- Zitat von: Rhylthar am 10.06.2020 | 13:31 ---Da ist es nämlich auch vollkommen ohne Belang, ob Neuspieler mit dem Insider (oh, noch etwas Neues...nur noch häppchenweise Digitales...) objektiv besser bedient waren oder die Umwälzungen z. B. in Thay eigentlich Sinn machen und grandiose Abenteuer liefern könnten (ebenso Neverwinter).
--- Ende Zitat ---
Ich stimm dir nicht zu was das "abreißen angeht", aber das obige ist in etwa worauf ich hinaus wollte. Viele der Änderungen sind natürlich sinnvoll und bieten tolle Möglichkeiten für neue Abenteuer. Und das gilt auch für das Regelwerk, wenn ich heute in einen der vielen Threads gehe in denen in Foren z.B. über 3.5 oder auch 5E Probleme gesprochen wird ist die Chance recht hoch das eine aus der 4E geklaute Regel oder generelle Designidee dort als Hausregel für diese Editionen gut ankommt.
Aber wie du schon sagst: Damit das die Leute nicht vor den Kopf stößt muss man benennen warum diese Änderungen sinnvoll wären. Auf konkrete Details eingehen und diese erklären. Und dort hat WotC eben keinen guten Job gemacht (und zugegebenermaßen die Flamewars nicht geholfen).
Und ja, ich sehe auch die Konsequenzen genau wie du: WotC wird wohl noch für eine ganze Weile eher vorsichtig agieren und Vorschläge nach dem Motto "Wollen wir nicht dies ändern, es würde den Spielern viel bringen!" ziemlich skeptisch betrachten.
nobody@home:
--- Zitat von: Rhylthar am 10.06.2020 | 13:31 ---@nobody@home:
WotC hat allerdings nur in der Zeit der 4E die Marktführerschaft im RPG-Bereich verloren, aber mit der 3E den d20- und jetzt mit der 5E den 5E-Hype ausgelöst. Gab wohl Gründe dafür. ;)
--- Ende Zitat ---
Klar, und einer davon war Pathfinder. Wenn Paizo nicht den ganzen 3E-Grognards eine (meiner dunklen Erinnerung nach von der 3E-Lizenz sogar gedeckte) Spielwiese geboten hätte, auf der sie bequemerweise weiter genau so herumgrognarden konnten wie zuvor, wer weiß, wie die Sache mit dem Editionswechsel bei der Kernmarke D&D selbst dann abgelaufen wäre...
Rhylthar:
--- Zitat von: nobody@home am 10.06.2020 | 13:46 ---Klar, und einer davon war Pathfinder. Wenn Paizo nicht den ganzen 3E-Grognards eine (meiner dunklen Erinnerung nach von der 3E-Lizenz sogar gedeckte) Spielwiese geboten hätte, auf der sie bequemerweise weiter genau so herumgrognarden konnten wie zuvor, wer weiß, wie die Sache mit dem Editionswechsel bei der Kernmarke D&D selbst dann abgelaufen wäre...
--- Ende Zitat ---
Wie YY sagte: Sie hätten weiter D&D 3.5 gespielt oder wären zur OSR gewechselt (was ja auch nicht wenige getan haben).
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