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Rochefort und Gwynneth - (GM only)

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Kardinal Richelingo:

--- Zitat von: Rraurgrimm am 15.10.2004 | 11:03 ---Da Dumas ohnehin gefaellt und ein Begriff ist - koennte man versuchen, Rochefort zu Anfang wie den Kardinal Richelieu wirken zu lassen. So etwas erfordert natuerlich Vorarbeit - damit die "Plaene" des Herren Rochefort auch tatsaechlich die Fruechte tragen und - fuer die Augen der Spieler - mehr Redundanz und verborgene Ziele aufweisen als man auf den ersten oder auch zweiten Blick dachte. Ob er dann mit der Zeit wahnsinniger und fanatischer in seinen Taten wird - liesse sich bei der Frage, ob er selbst auch dem Dunkel anheim faellt, klaeren.

Mein mentales Bild ist derzeit das des Charlton-Heston-Richelieu aus der Lester-Verfilmung der Musketiere: charismatisch, ein wenig unnahbar und manchmal ueberraschend vertraulich - doch stets mit einem Plan im Hinterkopf.

--- Ende Zitat ---

auch ne super Idee !

 aber ich habe für Rochefort schon ein paar eigene Ideen entwickelt. Er ist ein Proto-krieger und Kreuzritter, der eine Faszination für die Artussage entwickelt hat. Er sieht sich als eine Art modernen Artus, der Gwynneth einen will und die Heiden konvertieren bzw. auslöschen will. Er ist liebt die Sage und hat tatsächlich auch Ritter bei sich, die um einen runden Tisch herum sitzen ;)

Er hat sogar aus Urth Grundsteine einer Burg importieren lassen, die seiner Meinung von Camelot stammen. (Tintagel)

Auch sonst sieht er sich als Auserwählten, der versucht sich über die widrigen Gegebenheiten zu stellen. Für ihn ist Gwynneth ein Sündenpfuhl, weil der Planet selbst das Heidentum fördert.

und das stimmt auch, dieser Planet hat etwas ganz seltsames, mystisches, ur- und erdverbundes. Viele hören dort Stimmen, haben Visionen oder erleben sonst seltsame Geistwesen. Es gibt dort Bäume, die vor Geomantischer Energie regelrecht leuchten und eine Art Sathrasbaum, der exkatische Kommunionen ermöglicht.

Rochefort ahnt dies, und will es stoppen. Sein langfristiges Ziel ist eine Reinigung des Planeten, im schlimmsten Falle mit einer Totalrohdung der Wälder.


Kardinal Richelingo:
wow, das war eine echt heftige Session, gestern !


Meine Spieler, ein Eskatonier, eine berühmter Urthischer Schruftgelehrte der orthodoxen Kirche und ein Brother Battle sind in Gwynneth gelandet und haben sogleich einen Angriff des "The Wake" auf den Raumhafen überlebt, mit dem sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten.

Ein ziemliches Gemetzel, dem die Brüder hilflos gegenüber standen !

Ausserdem haben sie dann das Kloster Cardarus kennengelernt, das einzige Domizil des Ordens der Cardariten, einem Schutzheiligen Gwynneths. Die Mönche waren voller Geheimnisse, wie auch der Planet, den es noch zu ergründen gilt. So etwa Geheimnis warum vor 15 Jahren alle Mönche ausgetauscht wurden, warum sie bei ihren Chorälen eine solch mächtige theurgische Macht prodzuzieren können, oder warum auch sie für Häresie so deutlich anfällig sind.

Während des Überfalls wurden 6 Gefangene des Wakes, also des Häretischen Widerstandes genommen, die die Spieler dann als Test ihrer Loyalität zu Rochefort "ausfragen" durften. Das war sauhart, immerhin sind meine Spieler Sesselpupermönche, die auf einmal die "Ehre" hatten zum Teil offenkundig Unschuldige zu foltern. So mussten sie das sPiel also bis zum bitteren Ende spielen.

Sie durften gleich 6 Leute befragen, darunter 2 Frauen. Stets war dabei Deacon Marion des Tempel Avesti anwesend, die die Befragung observierte. Problematisch war es für die Spieler, das ein Opfer dabei war, das Augenscheinlich mit dem Imperial Eye zusammen arbeitete und die Spieler, die auch für das Synecullum und dem IE arbeiten,  bei der Folter auffliegen lassen würde.
Gleichzeitig gab die Befragung Anlass für ausführliche theologische Diskussionen mit den Ketzern, sowie echt grausame und zähneknirschende Brutalität. Etwas was ich eigentlich vermeide, bei einer solchen Szene aber unerlässlich ist und den Spielern noch einmal die Härte des Kampfes gegen die Ketzer verbildlicht. Und vor allem das auf Gwynneth nicht alles schwarz-weiss ist.

Fazit: spannend. Eine Session die so schnell wohl niemand vergisst, die Spieler waren zwischendurch richtig bleich. ;) Ich war nach dem 5ten Opfer auch gut ausgelaugt.

Kardinal Richelingo:
und hier das Kurzlog des Spiels, keine Ahnung ob ihr was damit anfangen könnt.Falls nicht, bitte ich um gepflegte Ignoranz.

 Bruder Gelasius ist der Erzähler und Verfasser vieler berühmter theologischer Schriften, Bruder Uriel der Brother Battle und Ludovico ein Eskatonischer Mönch mit Decados Blut ;)

-   Landung auf dem Planet Gwynneth im Raumhafen von Londinium auf dem Kontinenten Tolth

-   Überfall der Terrorgruppe „the Wake“ auf dem Raumhafen, wodurch das Leben von Bischof Gelasius durchaus in Gefahr gebracht wurde, auch wenn kurz vor der ersten Explosion eine kurze Warnung ausgesprochen wurde.


-   Die Soldaten des erzbischöflichen Duke (deren Zeichen scheint ein brennendes Sprungtorkreuz zu sein) schlagen den Aufstand nieder und bringen uns mittels eines schwer gepanzerten Truppentransporters durch Londinium (wobei der Fahrer hier herzlich wenig Rücksicht auf die Zivielbevölkerung nimmt), vorbei an einer großen Festung, zum Cardarus Kloster welches nach einem hlg. von Gwynneth benannt wurde.

-   Begrüßung durch den Abt Cyrillius, wobei diese nur oberflächlich Freundlich ausfiel. Bischof Gelasius kennt den Abt irgendwo her. Während der Begrüßung landet ein Flugzeug das uns Bruder Uriel bringt, der zum Geleitschutz für Bischof Gelasius abkommandiert wurde


-   Nach der Begrüßung gibt es eine kurze Vesper im Speisesaal, wobei Bruder Ludoviko auffällt, daß er den Koch des Klosters kennt, wenngleich ihm auch nicht einfällt woher.

-   Abt Cyrillius teilt uns Bruder Paulus als Klosterführer zu, der uns unsere Zimmer zuteilt und dann den Garten zeigt. Während des Spazierganges durch den Park entdeckt Bruder Uriel in einem Busch eine Art menschlichen Schatten. Als er jedoch darauf zuläuft verschwindet dieser im Boden
-   Bruder Ludoviko schafft es noch einen Tropfer der Flüssigkeit sicherzustellen die dort in den Boden versickert wo eben noch dieser Schatten war. Die Flüssigkeit riecht seltsam, aber dennoch sehr gut.

-   Bei der anschließenden Messe stellt Bruder Ludoviko fest, daß eine gewaltige Kraft zwischen den dort versammelten Mönchen schwingt, wie wenn dort eine große Menge Theurgen versammelt wären.


-   Wieder draußen im Garten (der übrigens ein sehr fernöstliches Flair besitzt) berichtet Bruder Uriel, daß auch er einen der Mönche glaubt zu kennen, wenngleich er überhaupt nicht sagen kann welchen und woher.

-   Bruder Ludoviko hat einer Art Vision: Der Busch, in dem kurz vorher der Schatten entdeckt wurde, nimmt kurzfristig die Form des Kopfes von Doramos dem großen Terraformer an. Allerdings beobachtet keiner der beiden anderen das Phänomen


-   Abt Cyrillius informiert uns, daß in kürze Dekanin Marion vom Tempel Avesti eingtrifft. Selbstverständlich sind wir an einem Gespräch mit der Dekanin interessiert, wenngleich Bruder Ludoviko das zusammenzuckens des Kampfesbruders nicht entgeht.
-   Auf dem Weg zum Skriptorium versucht Bruder Ludoviko das Verhältnis Bruder Uriels zu den flammenden Brüdern zu ergründen, dieser jedoch schweigt eisern und läßt nur durchblicken, das es wohl kein Problem geben würde


-   Die Mönche des Skriptoriums kopieren Bischof Gelasius zu ehren alle die gleiche Abhandlung (natürlich eine Abhandlung des Bischofs). Bruder Mantak, der Bibliothekar und Gärtner des Klosters ist ein sehr faszinierender Mensch.
-   Während des Besuches im Skriptorium dröhnt ein Gong durch das Gemäuer welcher wohl den Besuch des Dukes ankündigt. Dieser will wohl den Bischof sehen und so eilen wir durch das Kloster in die Kapelle wo der Duke, umgeben von 12 gerüsteten Rittern und in Begleitung von Dekan Marion, uns schon erwartet.

-   Der Duke weist den Bischof kurz in seine Aufgabe ein und berichtet auch von 6 Gefangenen des Überfalls auf den Raumhafen die der Bischof zusammen mit Dekan Marion verhören soll.

-   Wir ersparen uns die Einzelheiten der Folterungen und Beschränken uns auf das nötigste:

-   Der Überfall auf den Raumhafen sollte dazu dienen, mit dem Bischof in Kontakt zu treten. Der Anführer von „the Wake“ will mit Gelasius sprechen
-   Eine der Gefangenen war die Kontaktperson zum imperialen Auge (erkennbar am roten Hahn der auf die Schulter tätowiert war). Sie informierte uns, daß man bald mit dem Bischof Kontakt aufnehmen würde
-   Einer der Gefangenen griff während des Verhörs den Bischof mit einer langen, dornigen Zunge an und trotz des flammenden Eingriffs von Dekan Marion dauerte es eine Ewigkeit diese Monstrosität zu Fall zu bringen.
-   Bruder Ludoviko erfuhr im Gespräch mit Bruder Mantak daß das Kloster ein sehr besonderer Ort sei. Es steht auf einem der Kreuzungspunkte der Erdlinien und zur Erbauung sind viele Steine aus verschiedenen heiligen Klöster der bekannten Galaxis als Grundsteine verwendet worden

-   Bruder Ludoviko trifft sich Abends mit Bruder Paulus zum Schachspiel (das er haushoch verliert) und erfährt dabei, daß Bruder Paulus wohl nicht ganz mit der harten Linie des Duke einverstanden ist. Bruder Paulus ist auch ein in Sühne befindlicher Mystiker
-   Bischof Gelasius erhält an sein Fenster hlografisch die Informationen für ein Treffen mit den Agenten des imperialen Auges projeziert.
-   Nach einigem hin und her überläßt uns der Abt seine Kutsche für eine Fahrt in die Stadt.

Kardinal Richelingo:
Auszug aus dem persönlichen Tagebuch Bischof Gelasius’

Wie der Apostel Horatius im zweiten apokryphen Buch der Weisheit schreibt: 3,12: Vernunft aber gab der Pancreator den Seinen, auf dass sie vernünftig denken; 13: Vernünftig denken aber bedeutet, wie ich Euch oft belehrte, ( andere Lesart: wie ich unermüdlich unter Euch verteilte) langsam denken, schnell handeln und gnädig urteilen.
Langsam denken ist in der Tradition unseres Ordens seit den Tagen des Heiligen Carlos die Trennung von Fakt, Mutmaßung und Ergebnis. Auf denn und möge der Pancreator mir Hilfe schicken:

Fakten:
1.   Zunächst eine knappe Chronik der letzten Ereignisse:
- Wir erreichten den Treffpunkt mit dem imperialen Auge, es war eine alte Universität. Rook stellte mal wieder seine Vorliebe für exotische Treffpunkte unter Beweis und schickte uns mit einer unterirdischen Maschine, die ganz Londinium zu bereisen scheint zu einem gewissen Jacques. Er zeigte sich uninformiert über den Tod seiner Agentin, die in den Anschlag am Raumhafen verwickelt war. Offenbar arbeitet das Auge mit „the wake“ zusammen, eine Zusammenarbeit die ein dunkles Licht auf die verwickelten Geheimdienste wirft. Rook selbst brachte sich mit seiner Anwesenheit in Gefahr. Mittlerweile haben sich die Callinthi eingeschaltet und wir lernten den Agenten Bruder Gauguin kennen. Rook beeinflusste meinen Geist technisch und ich befinde mich seit dem in dem Besitz ellenlanger Zahlenkolonnen, als hätte ich nichts besseres zu tun als diese aus meiner Konzentration zu verdrängen.

- Jacques erzählte, dass Rushfore seine Truppen aus dem Planeteninnere zurückziehe und vermutete, dass ein großflächiges Bombardement bevorstehe.(Vorsicht: nur Vermutung!) Außerdem zeigte er Gauguin ein altes Foto und fragte, ob darauf ein Geist abgebildet sei, eine wohl eher persönliche Frage. Er übergab Gauguin ein Stück Technik, das wohl dazu dienen soll technisch verschlossene Türen zu öffnen.

- Trotz aller Versteckspiele hat uns jemand entdeckt und Jacques schickte uns in einen Keller. Wir hörten Schüsse und suchten einen Ausgang. Wir fanden aber lediglich eine Art Silo mit in Gläsern aufbewahrten Pflanzenresten, die in chronologischer Reihenfolge aufbewahrt wurde. Die Reihe brach im Jahr 4824 ab.

- Zurückgekehrt zeigt sich, dass Jacques erschossen und sein Konterfei auf der Photographie auftauchte.

- Ohne weiter Zwischenfälle erreichten wir das Kloster per unterirdischer Technik-Kutsche. Gauguin sollte erst im Morgengrauen auftauchen und zwar in der Rolle eines Wanderpredigers

- Man hielt uns für tot, unsere Kutsche war in einem Unfall völlig zerstört worden. Wie ich später von Rushfore erfuhr, handelte es sich um einen geplanten Anschlag auf mein Leben. (Von wem?)

- In der heutigen Frühmette erschien Gauguin und faselte von einem Tagtraum, in dem er Abt Cyrillius gesehen hätte. Ich nahm mich später offiziell seiner an, um ihn auf den rechten Weg zu führen.

- Offenbar habe ich Bruder Ludovico beleidigt, als ich ihn auf die Schweigepflicht während der Mahlzeiten hinwies und ihn nicht mit zu meinem Auftrag nahm. Ich werde in Zukunft etwas sensibler mit diesem Eskatonier umgehen müssen.

- Mittags wurde ich von zwei Elitesoldaten abgeholt und ins Schloss Macolet gebracht, wo mir Duke Rushfore von dem morgigen Fest zu meinen Ehren informierte (zu dem ich meine Mitverschwörer mitbringen werde). Außerdem will er mich offenbar auch noch zum Erzbischof machen.

- Die junge Molina Rushfore zeigte sich als erstaunlich feste und entwickelte Persönlichkeit. Wie sich zeigte war mein Vorgänger im Tutoren-Amt Dekanin Marion, die wohl mit ihren am Rande der Häresie befindlichen Ansichten nicht zurecht kam und öfters in Wut geriet. Sie deutete an, dass ihr Onkel sie zwar politisch einzusetzen gedenkt, aber nicht indem er sie verheiraten wird. Sie verfügt über solide Lateinkenntnisse und aufbaufähige Geschichtskenntnisse. Ich erfuhr, dass der Duke erst seit ein paar Monaten von mir und meinen Traktaten spricht. Sie schien fast in der Position zu sein ihrem Onkel Befehle zu erteilen.

- Heute Abend unterhielt ich mich mit Dekanin Marion, die eine wesentlich subtilere Person ist, als es zunächst schien. Sie hat erkannt, dass ich die Agentin des imperialen Auges nicht geschändet habe und vermutet einen Zusammenhang mit dem Tatoo des roten Hahns auf ihrer Schulter. Sie scheint Visionen zu haben und meint deshalb einer Art Berufung auf Gwinneth nachzugehen. Sie scheint nicht gerade aus persönlicher Vorliebe inquisitorisch tätig zu sein. (Warum ist sie dann überhaupt Templerin Avesti geworden?). Sie ist überzeugt, dass Molina einen (geheimen) Mentor besitzt und von ihm beeinflusst wird. Sie erzählte mir von einer Seltsamkeit der rechten Hand Molinas.

2.   Folgende Parteien sind in diesem Puzzle vertreten:
- Synecullum
– Imperiales Auge
- Callinthi
- Brother Battle
- Duke William Rushfore
- The Wake
- Das Kloster (Abt, Mönche)
- Molina Rushfore
- Dekanin Marion
- Ur’Uka?
- Vuldrok-Barbaren?

3.   Drei Geheimdienste arbeiten zusammen, um nähere Informationen aus dem engeren Dunstkreis um Rushfore zu erhalten!

4.   Wenn es stimmt, dass ein Anschlag auf mich die Kutsche zerstört hat, dann fragt sich wer, bzw. in wessen Auftrag. Höchstens der Duke käme in Frage, allerdings spricht dagegen: die Reaktion des Abtes, der wohl vom Duke getadelt wurde, der Zeitpunkt, welcher irgendwie nicht stimmig ist (er hat ja noch genug Zeit mich in aller Öffentlichkeit ermorden zu lassen und dann „publikumswirksamer“)

5.   Abt Cyrillius scheint in einem krassen Abhängigkeitsverhältnis zum Duke zu stehen, dass mir seltsam erscheint.

6.   Im Kloster leben nur ca. 60 Mönche, diese aber scheinen von einem Geheimnis umgeben zu sein und extrem ausgesucht worden zu sein. Offenbar sind viele Mönche mit hohen geistigen und spirituellen Fähigkeiten dabei. Allesamt wurden sie ins Kloster geholt, nachdem vor 15 Jahren ein Häresiebefall das Kloster heimsuchte. Das Kloster Caderus scheint auf einem für die Ur’Uka heiligem Platz zu stehen, der eine spirituelle Bedeutung hat (Erdlinien?).



Mutmaßung:

1.   Der Duke will seine Macht ausbauen und will deswegen diesen geheimnisvollen Planeten in die Knie zwingen. Vielleicht will er auch die planetaren Kräfte nutzen, die zweifellos vorhanden sind (und wahrscheinlich nicht gerade das Licht des Pancreators widerspiegeln). Um eine aggressive Politik zu rechtfertigen führt er einen Krieg unter der Fahne der Kirche gegen Häresie und dergleichen. Seine Nichte spielt in diesem Zusammenhang irgendeine mir noch unbekannte Rolle, da er Pläne mit ihr hat, die über eine adelige Heiratspolitik hinausgehen. Er scheint sie unbedingt streng orthodox kirchlich erziehen zu wollen, evtl. spürt er den Einfluss des mysteriösen Mentors und kann aber nichts dagegen unternehmen, was für einen Mann seiner Macht doch recht ungewöhnlich ist. Also findet er, nachdem so viele Tutoren scheiterten mich und verbindet so zwei Ziele: Die kirchliche Rechtfertigung für sein Tun und die Erziehung seiner Nichte. Mit großem Aufwand versucht er mich durch seine Ehrungen zu blenden und für sich einzunehmen und bietet mir sogar den Posten des Erzbischofs an, als hätte er die kirchenrechtliche Position dazu!

2.   Vielleicht versucht der Duke eine Art Elitetruppe aus psychisch, theurgisch und sonst wie übersinnlich begabten Leuten aufzubauen und setzte sie im Kloster Caderus ein. Mit großem Aufwand holte er sich Reliquien aus dem ganzen All und setzte ausgerechnet Abt Cyrillius ein.

3.   Je mehr ich darüber nachdenke, desto deutlicher scheint mir zu sein, dass der Duke etwas, dass auf diesem Planeten außerhalb seiner Reichweite existiert in seinen Besitz zu bekommen. Ich erinnere mich, dass ich spontan an eine alte urthische Legende dachte, als ich den Duke das erste Mal in Begleitung seiner 12 Ritter sah: Die Legende von König Arthus und seiner Tafelrunde. Ich habe diese Legende als Novize einmal als (verbotene) belletristische Lektüre in den Händen gehalten und erinnere mich, dass es eine krude Geschichte war von Anhängern des Propheten Jesus und älteren heidnischen Kulten (hieß nicht der Magier in der Geschichte Merlinus und war eher keltisch?) Vielleicht sieht sich der Duke als Arthus, nennt seine Burg ähnlich, wie dessen Burg und sehnt sich, wie Arthus nach einer großen Macht. In der Legende handelte es sich merkwürdiger Weise um ein Trinkgefäß, um was handelt es sich für den Duke?

4.   Der Anschlag auf unsere Kutsche könnte natürlich auch vom imperialen Auge durchgeführt worden sein, um unsere Spuren zu verwischen. Dann wären wieder ein paar mehr Seelen für mich gestorben.

5.   Die seltsamen Gestalten, die wir im Garten des Klosters gesehen haben, können von a) den außergewöhnlichen Fähigkeiten der Mönche stammen, b) mit dem Geheimnis des Planeten zu tun haben, c) optische Täuschungen von Ludovico, Uriel und Gauguin sein oder d) irgendeine Technik-Sache sein, dann vom imperialen Auge, vom Duke, von the wake, oder von sonst irgendjemandem

6.   Bis 4824 zeichnete jemand, bzw. eine Reihe von aufeinander folgenden Personen genau auf, wie sich die Pflanzen des Planeten veränderten und legte eine lebende Bibliothek an. Offenbar gibt es Zeiten, in denen die Bäume auf Gwinneth Licht absondern und Zeiten, wo dies nicht der Fall ist. 4824 hörte man damit auf. Vielleicht gibt es eine Art Zyklus auf dem Planeten und vielleicht will der Duke so etwas nutzen. Hat der Zyklus einen besonderen Punkt erreicht und hat der Duke deshalb ausgerechnet jetzt etwas besonderes in den Wäldern vor? Was passierte 4824?

Ergebnis:

1.   The Wake wird weiter versuchen mit mir in Kontakt zu treten. Der Aufwand des Anschlag auf den Raumhafen zeigt deutlich wie wichtig es diesen Rebellen ist.

2.   Das imperiale Auge, oder das Synecullum wird mit mir in Kontakt treten. Nachdem bisher alle Kontaktpersonen getötet wurden, wird es aber wohl etwas dauern.

3.   Der Duke will mich benutzen und da ich das nicht ändern kann, werde ich diese Rolle weiter spielen. Meine Position ist für die beteiligten Geheimdienste sicherlich als Informationsquelle wichtiger, als mein Bemühen aktiv auf diese Geschichte einzuwirken. Außerdem habe ich viel zu wenige Informationen und mache evtl. nur alles noch schlimmer.

4.   Ludovico und Gauguin werden sich bemühen die Geheimnisse dieses Klosters zu ergründen.

5.   Ich werde versuchen die Geheimnisse Molinas zu ergründen.

6.   Uriel ist da, wenn es brenzlig wird:
Uriel, auch als Phanuel bekannt, gilt als einer der Erz-Engel neben Gabriel, Michael und Raphael und als einer der Seraphim, die ständig den Pancreator umgeben, obwohl er nicht namentlich im Omicron-Gospel vorkommt. Er bestraft der Überlieferung nach die Ungerechtigkeit bei den Menschen und ist der Vorsteher Gehennas. Oft wird er als der Engel angesehen, der nach dem Sündenfall den Eingang ins Paradies bewacht (1. Mose 3, 24). Oft wird er auch als der betrachtet, der Noah die Sintflut ankündigte (1. Mose 6)) oder der im Namen des Pancreators mit Jakob stritt (1. Mose 32, 24).

7.   Dekanin Marion könnte eine wichtige Verbündete, ein gefährlicher Feind, oder irgendetwas dazwischen werden. Hier sollte vielleicht mal Ludovico seine sozialen Fertigkeiten nutzen.
8.   Der Pancreator schütze uns!

Jemand scheint an mein Fenster zu klopfen! Oder Steine zu werfen. Was soll das?

Nachtrag: Langsam werde ich müde, was ich eben erlebte verdient dennoch aufgeschrieben zu werden: Eine Art zweidimensionaler Anti-Paulus erwürgte Ludovico fast und erst Uriels Eingreifen schien ihn in die Flucht zu schlagen.

Kardinal Richelingo:
hände reib, am Sonntag geht es nun endich weiter, ich freue mich riesig drauf. liest und verfolgt das hier jemand ?

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