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[Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
Eismann:
Momentan denke ich noch auf dem übernatürlichen Part herum. Erst einmal geht es um die Frage, wie stark sich "Zauber" auf die Spielwelt auswirken sollen. Ich tendiere da deutlich weg von Shadowrun mit unsichtbaren, levitierenden Manablitzschmeißern hin zu Fähigkeiten, die von außen auch mit Glück, besonderem Talent oder "einem Händchen/eine Nase für X" erklären lassen könnten. Das hängt auch stark am Bild des Settings, das ich im Kopf habe. Ich möchte halt eher Richtung Mad-Max-Western mit etwas Cyberpunk und weniger Richtung "Magerun", wohin Shadowrun wohl immer mehr geht.
Außerdem werde ich wohl weg von festen Rollen (wie Priester) und hin zu Funktionen wie "Sprecher" gehen, die dann als Politiker, Sänger, Geschäftsleute oder Gangleader Fähigkeiten nutzen können, um Menschen zu manipulieren.
Man könnte dann eine Fähigkeit "Sprecher" nehmen, die dann als "kleine" oder "große" Anwendung genutzt werden kann, um beispielsweise einzelne Personen oder ganze Gruppen emotional zu manipulieren o.ä. Die Kosten in der Vergiftung durch das Konzentrat hängt dann mit der Größe der Anwendung zusammen. Je größer der Bums, desto schmerzhafter vorher die Vergiftung.
Entsprechende Skills kann man ja beim Steigern entsprechend teurer gestalten, wenns da beim Balancing kneifen sollte.
Nischen wären dann beispielsweise Sprecher (also Manipulation von Menschen), Scouts (Orientierung in Staubstürmen, Wasser finden, allgemein Dinge finden, die im Staub verborgen sind usw.), vielleicht was mit Tieren, Maschinen, Feuer, Sport/Athletik, Heiler natürlich usw.
Es darf dann nur nicht "mundane" Charaktere entwerten. Aber das hängt dann auch stark von Preis und Wirkung der Cyberware alias Biotronics/Neurotronics ab.
Eismann:
Mir rennt sowas von das Weltendesign davon... ich hatte zwar mit den Free American States, quasi den "neuen Südstaaten", eine offen rassistische, reaktionäre USA geplant gehabt, aber alter Falter, überholen die mich gerade auf der rechten Spur. Klar, offener Rassismus, Mehrklassengesellschaft, Sundown States, überbordende legalisierte Sklaverei über privatisierte Arbeitslager, juristische Freifahrscheine nach Kontostand, Gesinnungsjustiz etc., aber doch nicht gleich sofort und mit dem Tintenfisch ins Gesicht.
Naja, wenigstens ergibt es dann aber auch mehr Sinn, dass Kanada ein paar der Grenzstaaten nach Bitten um Unterstützung besetzt haben.
Der Motivation hilft das aber auch nur bedingt.
Doc-Byte:
Vielleicht wäre es eine Option das Konzept quasi umzudrehen. Statt der Abspaltung einiger "radikaler" Staaten von den USA haben sich vielleicht die gemäßigten Bundesstaaten aus den USA verabschiedet... Allerdings, wenn man die aktuelle reale Situation da drüben anschaut, wäre das wohl nicht ohne einen zweiten Sezssionskrieg vorstellbar. :think:
Hey, warte mal! Kann man die US Westküste von Alaska bis Kalifornien und vielleicht die nördlichen Bundesstaaten bis zu den Great Lakes mit Kanada und Grönland zu den UNAS (United North American Staates) verschmelzen und den verbleibenden Osten und Süden zusammen mit einem "aus Gründen der Grenzsicherung" besetzten Mexiko zu den SAFS (Southern American Free Staates) machen? - Wobei, ich würde vielleicht Kalifornien aus den UNAS raus nehmen und zusammen mit Nevada, Utah und Arizona zur CGR (California Grand Republik) erklären. Evtl. erweitert um das mexikanische Baja California, das so dem Anschluss an die SAFS entkommen ist.
Historisch gesehen würde das wiederspiegeln, dass sich Kalifornien afaik schon im amerikanischen Bürgerkrieg versucht hat, so weit wie möglich rauszuhalten und außerdem ermöglichen drei große Fraktionen mehr "Interaktionsmöglichkeiten" und Dynamik als nur zwei, die sich gegenseitig in der Wage halten.
Eismann:
Das ist im Groben auch so angedacht. Die Westküstenstaaten haben ihren eigenen, gesellschaftsliberalen und marktradikalen Oligarchen-Staat aufgemacht, ein guter Teil der Ostküste auch (und beide Seiten kooperieren mehr oder weniger gut), im Süden sind die "Conservatives" (natürlich auch marktradikale Oligarchie) mit Texas als halb teilhabender Freistaat, und dazwischen Staaten, die mal in die eine und mal in die andere Richtung pendeln. Im Norden sind dazu ein paar Staaten mehr oder weniger von Kanada besetzt/befreit und New Mexico ist Spielplatz mexikanischer Familien/Kartelle.
Das Problem ist eher, dass die Amis gerade den politischen Verstärker auf 11 drehen. Es klingt halt immer alles unplausibel, bis es irgendein Idiot tatsächlich macht. Ist halt das alte Shadowrunproblem.
Doc-Byte:
Near Future Settings sind natürlich meistens "Settings auf Abruf", dir irgendwann von der Realität überholt werden. Man könnte sich da jetzt auch voll drauf stürzen und sich was ausdenken, was aus den Plänen von Donnie hervorgehen könnte. Bspw. einen Blitzkrieg mit Dänemark und anschließende massive Sanktionen der EU, die zusammen mit den abspringenden Investoren aus den Nahen Osten für eine desolate US Wirtschaftslage führen. Wenn China sich dann noch denkt, "cool bei dem Spiel wollen wir mitmachen und besetzen mal eben Taiwan, weil sich die US da nicht mehr für interessieren", gerät das (hoffentlich fiktive) globale poltische Gefüge völlig aus den Bahnen...
Aber damit kann man sich halt als Autor auch schnell die Finger verbrennen, wenn im besten Fall die kruden Ideen des neuen US Präsidenen zumindest nicht in der radikalsten Form umgesetzt werden oder aber auch, wenn sich die Realität tatsächlich ähnlich katastrophal oder gar noch schlimmer entwickelt und man sich fragen muss, ob man daraus noch ein Szenario für ein Rollenspiel basteln möchte. :-\
Ich kann verstehen, dass du da gerade in der Zwickmühle steckst.
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