Autor Thema: R.I.P. David Lynch  (Gelesen 125 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Fulko

  • Gast
R.I.P. David Lynch
« am: 16.01.2025 | 20:00 »
David Keith Lynch ist vielen von uns als Regisseur von Dune, Lost Highway, Blue Velvet, Der Elefantenmensch, Twin Peaks etc. bekannt. Möge er in Frieden ruhen.

Offline treslibras

  • Experienced
  • ***
  • Beiträge: 213
  • Username: treslibras
Re: R.I.P. David Lynch
« Antwort #1 am: 17.01.2025 | 09:00 »

Das macht mich tatsächlich traurig.
Er war - soweit man das von außen beurteilen kann, was ja immer ein nicht unwichtiges Caveat ist - ein grundlegend anständiger Mensch, ein Humanist, Musiker, Maler, ein sehr humorvoller Mensch, ein wirklich großer Filmemacher, und jemand, der seine Schauspieler und insbesondere seine Schauspielerinnen  - genauso wie seine Zuschauer (m/w/d) - zutiefst respektierte.
- Und das in einem Milieu, dass hochgradig korrumpierend ist, und oft genug das schlimmste aus den Menschen hervorholt und Menschen brutal behandelt.

Er hat seine Ehen und Kinder aber auch oft seiner Kunst hinten angestellt und damit einiges Leid produziert, wie er selbst öffentlich zugab.

Viele seiner Filme haben mich nachhaltig geprägt und mich dazu bewegt, mich mit meinem Verhalten, Rollen- und Machtstrukturen und der "Tyrannei des Kleinhirns" auseinanderzusetzen.

Hier ein schöner Artikel über die (trügerische) "Nicht-Politik" in David Lynchs Werk.
"I don't care to belong to any club that will have me as a member." (Groucho Marx)

Fulko

  • Gast
Re: R.I.P. David Lynch
« Antwort #2 am: 17.01.2025 | 11:50 »
Das macht mich tatsächlich traurig.
Er war - soweit man das von außen beurteilen kann, was ja immer ein nicht unwichtiges Caveat ist - ein grundlegend anständiger Mensch, ein Humanist, Musiker, Maler, ein sehr humorvoller Mensch, ein wirklich großer Filmemacher, und jemand, der seine Schauspieler und insbesondere seine Schauspielerinnen  - genauso wie seine Zuschauer (m/w/d) - zutiefst respektierte.
- Und das in einem Milieu, dass hochgradig korrumpierend ist, und oft genug das schlimmste aus den Menschen hervorholt und Menschen brutal behandelt.

Er hat seine Ehen und Kinder aber auch oft seiner Kunst hinten angestellt und damit einiges Leid produziert, wie er selbst öffentlich zugab.

Viele seiner Filme haben mich nachhaltig geprägt und mich dazu bewegt, mich mit meinem Verhalten, Rollen- und Machtstrukturen und der "Tyrannei des Kleinhirns" auseinanderzusetzen.

Hier ein schöner Artikel über die (trügerische) "Nicht-Politik" in David Lynchs Werk.

Schöne Worte.

Ich ging beileibe nicht mit all seinen Werken d'accord (too much mindfuck), aber was ich ihm tatsächlich hoch anrechne, ist, dass er sein eigens Ding durchgezogen hat (wohl mit Abstrichen bei Dune, okay, obwohl ich den auch ich sehr mag, weil er so unglaublich dark ist). Neben Cronenberg und Jarmusch einer der drei nordamerikanischen Regisseure, die einfach anders sind bzw. waren.