Dean nickt kalt und grunzt ein „Ja, deine Komplizin war hier sie ist wieder weggegangen und außer ihr war da nichts!“
Er nickt mit dem Kopf zu Casey rüber.
„Jetzt sprich schon, was ist ´Es´?“
Henry scheint sich trotz der Gereiztheit in Deans Stimme ein wenig zu beruhigen, er hebt beschwichtigend die Hände.
„Okay, okay, dann könnte ich hier sicher sein!“ sagt er mehr zu sich selbst als zu euch.
„
Gut, das klingt vielleicht total verworren, aber ich schwöre bei allem was mir Heilig ist, bei Veronicas Leben, bei meinem Leben, dass das was ich euch jetzt erzähle wahr ist. Ich habe Drogen geschmuggelt, Fentanyl und andere Dinge, manchmal Waffen, manchmal Menschen. Leute die nicht durch die Grenzkontrolle wollen sowas halt. Die Mako hat das alles…“ er stockt kurz „…mein Boot, das ist mein Boot, oder war es…“ dann fährt er fort „…die Mako hat das alles gemacht, über die Seen rein in die Yachthäfen, oder draußen vor der Küste geankert und mit einem Dingi übergesetzt die Fracht. Ich war richtig gut, ein für mich sauberes Einkommen, üble Kunden hin und wieder aber ich bin nur der Fahrer bringe Ware von A nach B und frage nicht nach. Okay!“
Er schaut euch fragend an, spricht dann aber weiter bevor ihr reagieren könnt.
„Eines Tages stehen diese First Nations am Steg und wollen das ich das Kind zu Verwandten in die Staaten bringe, warum kein Plan. Ich frage nicht ich mache es. Die kleine war unheimlich. Irgendwie leer, also ich kann das nicht beschreiben und sie hatte dieses Stofftier dabei und damit fing die Scheiße an. Ich hatte noch zwei Helfer, Anlegen, Leinen, Ware transportieren, das Dingi fahren sowas halt, ich war ja der Skipper und ein Skipper braucht ´ne Crew!“
Henry räuspert sich, jetzt bildet sich auch Schweiß auf seiner Stirn.
„Seit der Nacht ist alles anders. Es ging um irgendeine Fehde zwischen den First Nations und es war nicht das Kind und nicht dieses hässliche Kuscheltier, es war etwas darin!“ Henry schluckt schwer als müsste er sich jeden Augenblick übergeben.
„Ich wusste es damals noch nicht, als es auf uns losging war es nur ein Monster, eine Dunkelheit, etwas das die zwei Zerrissen hat ich konnte mich gerade noch ins Wasser retten sonst…“ den Rest des Satzes lässt er unausgesprochen.
„Aber jetzt weiß ich es ist ein böser Geist, ein Rachegeist, ein Tupilak und er ist anders, er sollte nicht auf dem Schiff auf uns losgehen, er war für diese Fehde bestimmt. Aber etwas ist schief gegangen und seit dem Tag, Scheiße…seit dem Tag sind wir irgendwie verbunden. Ich kann den Tupilak spüren und er mich, ich weiß das er immer noch da draußen ist. Ich weiß nicht wo er war aber er ist zurück und er ist hinter mir her, ich bin eine Bedrohung für ihn, aber er ist kein Rachegeist mehr, er ist nicht mehr an die Zeremonie gebunden für die er erschaffen wurde. Er ist frei, Scheiße ja, das trifft es. Im Bay County habe ich ein paar First Nations getroffen die wussten was ich gesehen habe. Die haben mir gezeigt wie man es los wird und da ich weiß das er wieder hier ist musste ich ausbrechen, ich muss es stellen und den Tupilak zerstören, wir zwei haben noch eine Rechnung offen für meine Crew und das Kind!“