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Warum sind Paladine eigentlich schwieriger zu spielen als Kleriker?
Zed:
Die Frage stelle ich mir, seit es Paladin-Kodex-Diskussionen gibt.
Glaubensritter wie die Templer sind doch Vorbilder des Paladin, der kämpfende Orden der Geistlichkeit sozusagen. Dagegen müssten Vollzeitklerikale in ihren Orden doch viel mehr Vorgaben erfüllen als die teilzeit-geistlichen Paladine. Ich denke, dass sollte logisch herleitbar und vielleicht auch historisch belegbar sein.
Warum also reden wir seit Jahrzehnten über die Schwierigkeiten, einen lawful-good paladin zu spielen, haben aber nie Probleme mit lawful-good clerics?
Ja, die Kodizes. Aber warum zum heiligen Gral haben die Klerikalen dann nicht die doppelte Menge an verregelten Kodizes?
kizdiank:
--- Zitat von: Zed am 26.02.2025 | 18:27 ---Die Frage stelle ich mir, seit es Paladin-Kodex-Diskussionen gibt.
Glaubensritter wie die Templer sind doch Vorbilder des Paladin, der kämpfende Orden der Geistlichkeit sozusagen. Dagegen müssten Vollzeitklerikale in ihren Orden doch viel mehr Vorgaben erfüllen als die teilzeit-geistlichen Paladine. Ich denke, dass sollte logisch herleitbar und vielleicht auch historisch belegbar sein.
Warum also reden wir seit Jahrzehnten über die Schwierigkeiten, einen lawful-good paladin zu spielen, haben aber nie Probleme mit lawful-good clerics?
Ja, die Kodizes. Aber warum zum heiligen Gral haben die Klerikalen dann nicht die doppelte Menge an verregelten Kodizes?
--- Ende Zitat ---
Weil es in den heiligen Regelbüchern so geschrieben steht. Das ist ein unumstößliches Dogma. Davon abzuweichen wäre Regel-Häresie.
Lichtschwerttänzer:
Weil in 1 e und 2 e der Kodex viel härter und nicht so vergebend war, und manche SLs Paladine zum Fallen zwangen
nobody@home:
Na ja, in den alten Editionen konnte die zuständige Gottheit ungehorsamen Klerikern durchaus schon mal ihre Sprüche verweigern (oder Schwierigkeiten damit haben, sie überhaupt zu erreichen -- AD&D2-Spelljammer etwa läßt grüßen). Nur gab's natürlich keine einheitlich vorgeschriebene Gesinnung und Gebote für alle Kleriker im Gegensatz zum Immer-LG-Paladin, also waren die zumindest als Klasse flexibler...und daß der einzelne Kleriker einer bestimmten Gottheit auch noch seine einigermaßen strikt einzuhaltenden Glaubensvorschriften haben dürfte, war natürlich mangels ausdrücklicher punktweiser Auflistung derselben und der Strafen für Verstöße entsprechend leichter zu vergessen.
Arldwulf:
Um mal eine IG Erklärung zu finden: Kleriker decken ein breiteres Spektrum ihres Glaubens ab. Von vielen D&D Göttern gibt es Splittergruppen und einzelne Strömungen. Und manche davon haben gewiss ähnlich strikte Vorgaben, aber die Unterschiede sind groß.
Aber zumeist gibt es auch den nicht in einem Orden organisierten Wanderprediger.
Das ist beim Paladin seltener, dort sind es eher straff organisierte Orden die das Bild dominieren. Man könnte eigentlich sagen, dass so ein Paladinorden mit eigenem Kodex durchaus eine etwas fanatischere (zumeist sogar in positivem Sinn gemeint) Splittergruppe des eigenen Glaubens ist.
Aus Regelwerksicht macht es also durchaus Sinn dies auch so aufzuziehen. Paladine haben halt zusätzlich zu ihrem Glauben auch noch weitere Richtlinien.
Aber natürlich trägt auch diese Erklärung nur ein wenig und letztlich muss man sagen, dass das Bild des Paladins immer schon voller Widersprüche war.
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