Pen & Paper - Spielsysteme > Rolemaster

Wie designt ihr die Kämpfe bei Rolemaster?

(1/6) > >>

Namo:
Ich hoffe es gibt hier noch den ein oder anderen Rolemasterspieler (egal welche Version). Während bei D&D ja zumindest das CR System existiert, ist man als SL bei Rolemaster eigentlich relativ alleine gelassen mit der Frage des Kampfdesigns. Sich rein an der Stufe von Monstern und Gegnern zu orientieren ist oftmals wenig hilfreich. Gerade aufgrund der Tödlichkeit des kritischen Systems kann jeder Kampf auch schnell der letzte für die Gruppe sein, so dass schon Fingerspitzengefühl gefragt ist. Ich tue mich noch immer schwer mit der Ausgestaltung von Kämpfen so dass sie fordernd aber nicht überfordernd sind.

Im Prinzip schaue ich mir die Zahl der Kampfteilnehmer an, achte auf die Höhe der Trefferpunkte, des OBs und des DBs. Das versuche ich irgendwie ins Verhältnis zur Gruppe zu setzen. Sind die Charaktere in Überzahl, so werden z.B. die Werte der NSC erhöht. Wobei bei Rolemaster die zahlenmäßige Überlegenheit schon ein massiver Vorteil ist. Ein einzelner Gegner gegen 4 Spielercharaktere sieht da ganz schnell ganz schwach aus - egal was der für ein OB oder DB hat (in vernünftigen Dimensionen gedacht).

Würde man umgekehrt aber z.B. in einem Kampf gegen ein paar Krieger die in gleicher Anzahl wie Spielercharaktere vorhanden sind rein auf die Stufen schauen, sollten die Spielercharaktere aufgrund ihrer Gegenstände und normalerweise einfach besseren Ausstattung deutlich im Vorteil sein. Diesen will ich den Spielern aber grundsätzlich auch gerne immer zu stehen. Ich mag selbst einen Kampf nicht so anlegen, dass er zu tödlich wird. Wenn die Spieler einen leichten Vorteil haben, so kann der Kampf oft genug noch immer schwer werden. Sind sie aber rein zahlenmäßig stark unterlegen, kann es ziemlich düster für die Gruppe werden.

Es bleibt also schon schwierig. Am einfachsten finde ich insofern 1:1 Begegnungen. Diese kann ich am ehesten abschätzen und entsprechend designen.   

Habt ihr Tipps hierzu? Wie wird das bei euch gestaltet?

Wee Mad Bob:
Als Warhammer Fantasy Spielleiter (ist nicht minder tödlich) kann ich dir nur sagen:
Lass deine Spieler Kämpfe auch umgehen.

Bei mir zählt nur die Handlung. Wie sie durchkommen ist mir egal. Wenn sie den NSC/ das Monster töten wollen, ok. Wenn sie es mit List und Tücke oder sogar sozialem lösen, auch ok.
Dann ist auch niemand böse, wenn die SC sterben. Es war ja ihr wunsch zu kämpfen und sie kennen das System.

Namo:
Da sind wir auf einer Wellenlänge. Kämpfe haben wir wirklich auch selten. Da wir nicht so oft spielen, geht es bei uns auch schon sehr um Handlung und Dialoge. Aber manchmal kommt es natürlich dann doch zu körperlichen Gewalt. Ja auch von mir provoziert. Nicht alles lässt sich durch Worte lösen - wäre ja auch wieder langweilig  ~;D Und das soll dann aber schon so von statten gehen, dass der Kampf fair designt ist bzw. mit einem gewissen Bonus pro Spielercharaktere. Wir wollen ja noch länger spielen. Aber es soll halt auch kein Zuckerschlecken sein. Die Gefahr des Todes muss schon gegenwärtig sein.

unicum:
Meine Rolemasterzeit ist schon etwas her aber ich hab noch so auf dem Schirm das Fernkampf mit Überraschung ein Gamechanger ist. (wie in anderen Systemen meistens auch)

Namo:
Ich will die doch nicht töten  ;D

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln