Ich rätsele eigentlich schon länger (nicht nur bei Rolemaster), was man bei einem wirklichen Kampf eigentlich macht: Überlegt man sich da wirklich langfristig vorher "Ich muss mal auf das Knie zielen", wie man das im Rollenspiel tut? Zumindest ich war dazu nie gut genug. Bei mir lief das eher so: Man beobachtet, welche Schwachstellen der Gegner anbietet, und versucht dann, eine davon auszunutzen. Und man hofft, dass er diese Schwachstelle nicht absichtlich angeboten hat, um den Angreifer in die Falle zu locken...
So gesehen wäre Rolemaster gar nicht soooo unrealistisch, wenn es sagt, dass du als Angreifer gar nicht so viel Kontrolle hast, wie du glaubst, sondern eher opportunistisch kämpfst und nimmst, was du kriegen kannst. Und Spielsysteme, bei denen man unabhängig von Gegner und Kampfverlauf angesagte Treffer auf Zone XY ins Ziel bringen kann, verkaufen eher eine Illusion, die IRL nur gegen einen klar unterlegenen Gegner funktioniert.