Auf jedenfall Stift und Papier. Alles aufzulisten würde das eigentliche Thema sprengen, daher etwas allgemeingehaltener:
Vorzeichnen / Bleistiftzeichnung:
1 Set Druckbleistifte diverser Dicke, Härte und Marken. Meist irgendwelche "overengineered Pencils" Bin halt n Werbeopfer.
Zur Colorierung:
Aquarellstifte von Windsor & Newton / Aquarellpigemnte selbiger Firma
Spectrum Noir Triblend Alkoholmarker
Faber Castell Pitt Artist Pen
Tombow Irojiten Buntstifte
Faber Castell Polychronos Buntstifte
Spectrum Noir Color Blend Buntstifte
Outlines:
Windsor Blackliner in allen möglichen Stärken
Sakura Pigma Micron in allen möglichen Stärken
Papier:
Keine feste Marke. Meist aber Hahnemühle, da mein örtlicher Laden davon die größte Auswahl hat.
Hilfsmittel:
Geodreick, Zirkel, Lineal. Die Klassiker halt.
Radiergummi ist Stiftform. Bessere Kontrolle beim ausbessern
Dazu noch ne Kreisschablone. Damit komme ich beim Zeichnen von Windrosen am besten Zurande.
Vorgehen:
Entweder die Reismethode für die Outlines (Ne handvoll Reis oder anderes Kleinzeug aufs Papier werfen, alles umranden und Zack hat man seine Landmasse(n)
oder unkontrolliert anfangen und ausbessern.
Wenn die grobe Form der Welt / Insel oder so steht werden Points of Interest gesetzt. Vom Gebirge, Wald und Seen bis zu Städten, Magischen Portalen oder Klimazonen. Alles an unserer Erde orientiert. Heißt je weiter nördlich man geht, desto kälter wird es und je näher am Äquator desto wärmer wird es. Ein wenig Plattentektonik für die Gebirgsbildung spielt mit herein, wobei ich da eher auf mein Bauchgefühl höre, als mich noch tiefer in den Kaninchenbau der Geowissenschaften / Klimatheorien einzuarbeiten.
Meist Plane ich wenig im Vorfeld sondern lasse mich treiben. Viele Ideen kommen im Prozess selbst. Ich limitiere mich eher im Genre und der Beschaffenheit der Welt. Gibt es "böse" Regionen, wo Dämonen hausen, dann wird dort halt eher ein verdorrter Wald sein. Die Elfenlande sind eher grün und stark bewaldet und deren Städte natürlich mittendrin. Müssen die Menschen am Wasser siedeln, oder kann via MAgie das "Verpflegungsdilemma" gelöst werden. So werden dann die Städte /Ortschaften platziert.
Die siehst, viel kommt dann eher spontan.
Ansprüche:
Die Karte soll realistisch und plausibel im Rahmen des Genres sein. Als Negativbeispiel sollen mal Flüsse herhalten. Bei einigen Karten sehe ich, dass Flüsse sich teilen und in verschiedene Richtugen fließen. Das passiert nicht (Ausnahme Flussdellta). Zumindest nicht in einem extremen Maße. (Ausnahme Magie ist im Spiel). Sehe ich das auf einer Karte ist das ein automatisches NoGo.
Einzelne Berge inmitten einer Landmasse. Es entsteht kein 3000 Meter hoher Berg von ganz allein in der Nähe von Frankfurt. Es sind immer Gebirgszüge von großem Ausmaß, wovon ein paar oder ein einzelner Berg heraussticht. Sei es durch Form oder Höhe (Das Matterhorn z.B.). Ein Vulkan könnte eine Ausnahme bilden, aber auch da ist es unwarscheinlich, dass es nur einen enizigen in der Region gibt.
Wie bekommt man eine schöne Karte hin:
Üben, üben, üben. Wenn dann noch Zeit ist: weiterüben
Und "inspirieren" lassen von anderen Kartographen. Wie nate.was20 oder Mapeffects.co um meine frühen Inspirationsquellen zu nennen.
Wulfi hoffentlich hilfreich
Edit: Digitale Medien kommen nur zur Veröffentlichung zum Einsatz. Sprich in Affinity wird der Scan geladen und dann in mein Rahmentemplate eingefügt. Ab und an beschrifte ich die PoI dann Digital. Meist, wenn ich eine Klare KArte haben will, komplett ohne Beschriftung im Original. Oder bei Stadtplänen die Namen der Tavernen, Tempel etc.