Hallo zusammen,
will mir just for fun eine Welt bauen und habe einen ersten Ideen-Grundstock zusammengetragen, den ich hier teilen möchte. Stehe noch recht am Anfang.
Vorab: Ich denke mir für die Kulturen wie Wikinger, östliche Theokratie und die Kontinente noch andere Namen aus.
Feeling des Settings: Fantasy Postapokalypse, Earthdawn, Skandinavien zur Zeit der Klimaanomalie 536–550 & kleine Eiszeit der Spätantike, Fimbulwinter
Geographie:Nordwestlicher Kontinent in der Form des realweltlichen Indien (kleiner aber gleiche äußere Form), der an der nördlichen Polkappe (Arktis) hängt. Der Kontinent wird aufgrund seiner Form "Zunge der Götter" genannt.
Großer östlicher Hauptkontinent; grob geteilt durch ein Bergmassiv in einen westlichen Teil und einen großen östlichen Teil, der überwiegend verwüstet ist. Der westliche Teil des Kontinents ist im Süden gob mediterran, der Norden ist eher wild und bewaldet.
Zwischen der Zunge der Götter und dem Hauptkontinent gibt es sehr viele zersplitterte Inseln, die teilweise von Wikingern und östlicher Theokratie besiedelt sind.
Weitere Kontinente könnten existieren, sind aber den Menschen unbekannt.
Kultur:Zunge der Götter:Die menschlichen Bewohner der Zunge der Götter stelle ich mir wie die Wikinger im Film Pathfinder vor. Also eine Art Zwischending zwischen Wikingern und den Chaos-Norse aus Warhammer.
Szene aus PathfinderDer Kontinent wurde während der kleinen Eiszeit (Gründe werden später beschrieben) stark entvölkert und die menschliche Besiedlung auf die Küsten zurück gedrängt. Die wilderen inneren Gebiete werden gerade wieder erschlossen. Ansonsten ist das Land Troll-Land, die die Apokalypse deutlich besser überstanden haben und eine regelrechte Pest darstellen. Die verschiedenen Trolle stelle ich mir wie im Film Troll Hunter vor:
Troll Hunter TrailerTroll Hunter - Spoiler - All Troll SightingsMan versucht die wilden Inneren Gebiete des Kontinents wieder zu erschließen und von Wildnis und Trollen abzuringen. Es gibt hier Grenzgebiete mit einer Art nordischen Wehrbauern-Kultur. Die Küsten Wikinger überfallen zudem den Ostkontinent. Irgendwo auf der Zunge der Götter soll auch ein Zwergenreich exisitieren. In der Wildnis sind zudem zahlreiche Fantasy Elemente und Monster vorstellbar. Der Norden ist vereist und komplett unzugänglich und das Land der Riesentrolle.
An einer Stelle an der Küste hält sich eine Kolonie der östlichen Theokratie (später beschrieben), die ebenfalls versucht Land zu erschließen und generell mit den Wikingern im Krieg steht.
Ostkontinent - süd-westlicher Teil:Der Ostkontinent war einst überwiegend von der östlichen Theokratie beherrscht. Diese muss man sich als Mischung aus minoischer Kultur, Griechen, ASoIaF Slaver Bay und römischem Reich vorstellen. Man verehrt einen Stier-/Feuergott und wird von einer Priesterkaste beherrscht. Nach der Apokalypse beschränkt sich die östliche Theokratie überwiegend auf ihre Kerngebiete und versucht nach und nach ehemalige Kolonien zurück zu gewinnen.
Der nördliche Teil des Ostkontinents sind Wildnis, Wald oder wildes Grenzgebiet, in letzterem haben sich ebenfalls unabhängige Wehrbauern etabliert (denke Richtung Kosaken). Den nördlichen Teil stelle ich mir vom Gefühl Richtung Symbarorum vor.
Der östliche Teil des Ostkontinents ist durch ein Bergmassiv vom westlichen Teil getrennt. Der Osten ist dünn besiedelt und je weiter man nach Osten geht überwiegend verwüstet bis hin zu komplett Magie verseuchten Gebieten. Ich stelle mir das wie die "mittleren" Regionen bei Talislanta vor, die von Ödnis und Wüsten in Regionen mit gefährlichem magischem Wetter übergehen. Hab den Namen vergessen und müsste es nachschlagen. Der Kern des verseuchten Gebietes besteht aus Glas / Obsidian, da der Boden geschmolzen ist ala die Dead Lands bei Dark Sun/Athas. Warum ist das so? Das erklärt sich durch die Apokalypse. In den ganzen Gebieten sind die üblichen Fantasy Tropes denkbar, ich denke hier generell aber eher düster als bunt
Die Apokalypse:Die östliche Theokratie hat vor der Apokalypse einen Gutteil des südlichen und östlichen Teil des Ostkontinents beherrscht. Im Osten hat sich nach und nach und nahezu unaufhaltsam ein kollektives Pflanzenbewusstsein ausgebreitet, das alle organischen Lebewesen bei Kontakt assimiliert. Die Inspiration hierzu entstammt den Hohlbein Büchern Töchter des Drachen / Thron der Libelle. Es ist schon ewig her, dass ich die gelesen habe aber da gibt es doch ein sehr gefährliches Sumpf- und Dschungelgebiet mit tödlicher Natur, das Prinzip aber ein einziger bewusster Pflanzenorganismus darstellt, der sogar bewusste Einzellebewesen als eine Art Avatar aussenden kann. Oder der Araumycos im Underdark bei Forgotten Realms. Jedenfalls hat sich irgendwann im Osten ein Bewusstsein entwickelt und unaufhaltsam ausgebreitet, tierische und menschliche Lebewesen wurden assimiliert und zu einer Art Pilz Zombies wie bei Last of Us. Woher das Bewusstsein kam oder wie es entstanden ist, ist unklar.
Als die östliche Theokratie ihre Gebiete im Osten nach und nach untergehen sah und alles andere versagte, griff man zu einem drastischen Mittel. Durch ein riesiges Menschenopfer, es wurden 10.000 Sklaven in Bronzestieren verbrannt, wurden dutzende Avatare des Stiergottes beschworen (Feuerstiere ala das letze Einhorn), die in den Kern des Pflanzenbewusstseins vorgedrungen sind und es vernichtet haben.
Bronze StierFeuerbulle aus das letzte EinhornDas Kerngebiet des Pflanzenbewusstseins wurde zu Glas verbrannt (Dead Lands / magisches Wetter) und der Osten überwiegend verödet. Durch die Verbrennungen wurde das Klima verändert (s. kleine Eiszeit, die durch Vulkanausbrüche entstanden ist) und v.a. in den nördlichen Regionen sind 50% der Menschen gestorben und die Besiedlungen zurückgegangen (s. Geschichte Skandinaviens zur kleinen Eiszeit), aber auch die östliche Theokratie wurde stark getroffen. Jetzt ist die Zivilisation langsam wieder im Aufbruch, ein bisschen wie bei Earthdawn und dem theranischen Imperium.
Klimaanomalie 536s. auch Kapitel "Zeit der Winde, Zeit der Wölfe" in "Die Wahre Geschichte der Wikinger" von Neil Price, S.Fischer Verlag 2022
Einige Abenteuer Aufhänger:Erstmal ganz grob einzelne Ideen:
- Erschließung der Wildnis auf der Zunge der Götter - Kampf der Wikinger-Wehrbauern, Trolle, Kolonie der östlichen Theokratie.
- Kampf zwischen beiden Fraktionen auf den zersplitterten Inseln
- Auf dem Ostkontinent versucht sich die Theokratie wieder auszubreiten, die Wehrbauern und andere Reiche dort klammern sich an ihre Unabhängigkeit (Earthdawn, Barsaive, theransiches Imperium)
- Expeditionen nach Osten um Schätze in den Ruinen zu finden
- Im "Symbarorum" Wald gibt es ein verseuchtes Gebiet. Es hält sich hier ein Teilbewusstein des vernichteten Pflanzenbewusstseins. Das Teilbewusstsein hat nicht die Macht ein Bewusstseinskollektiv zu erschaffen und andere Lebewesen komplett zu assimilieren, verseucht und verdreht aber die umliegende Natur (ala Agrimoth Schwarze Eiche bei DSA / Evil Treant bei D&D / Dunkle Jungen von Shub-Niggurath) und die Helden müssen es vernichten, bevor es mächtiger wird und ggfs. ein volles Bewusstsein entwickelt und eine zweite Katastrophe bevorsteht.
So, erstmal mein Ideen-Wirrwar, das ich nach und nach ausbaue.
