Autor Thema: Die Reise des Gelehrten (Spiel)  (Gelesen 47283 mal)

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Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #125 am: 16.06.2005 | 23:17 »
"Ich bin einfach für verschwinden." erklärte Luana leise.
Dabei schaute sie sich aufmerksam um. Die Hütten waren schon länger nciht mehr bewohnt. Was der Oger wohl gefrassen haben mochte? Doch eigentlich wollte sie da gar nicht weiter drüber nachdenken.
Sie hatte das GEfühl nicht allein zu sein. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Nur ein Oger? Und der schläft? Noch einmal spähte sie aufmerksam über den zugewucherten Platz. Doch sie konnte nichts merkwürdiges finden.

Offline avakar

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #126 am: 17.06.2005 | 10:24 »
"Dann lasst uns schnell, aber leise, dem Flusslauf folgen."

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #127 am: 20.06.2005 | 19:12 »
Nimrott stimmte zu. Sie verloren keine Zeit jenen Ort zu verlassen, der offenbar schon seit längerem von wenigstens einem Oger bewohnt wurde. Sie fanden einen Trampelpfad, der weiter am Waldrand entlang führte. Aber kaum waren sie dabei ihre Reise wieder aufzunehmen, tauchte hinter ein paar Bäumen ein weiteres von diesen Ungeheuern auf. Dieser Oger war nicht so groß und auch nicht so fett wie die anderen, hatte dafür aber einen mindestens ebenso dummen Gesichtsausdruck. Er bemerkte die Reisenden und blickte auf. Er war in der Hocke und buddelte nach irgendetwas in der Erde. Der Gruppe fiel schnell auf, wo sich der Oger dort befand. Kaum hatte er nämlich die Reisenden gesehen, schnappte er sich einen Knüppel, der neben ihm gelegen hatte, und trümmerte mit diesem auf einen Grabstein ein, der sich direkt neben dem gegrabenen Loch befand. Er schrie dabei irgendetwas in einer fremden Sprache, die sich dukel und hart anhörte.
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Eulenspiegel

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #128 am: 20.06.2005 | 23:14 »
Talonis stellte sich vor Luana, um sie zu beschützen.
Anschließend griff er nach unten und hob einen Stein vom Boden hervor. Kampflos würd er sich nicht ergeben. Er nahm den Stein und warf ihn nach dem Oger.
Dann ergriff er seinen Stab mit beiden Händen und hielt in verkrampft fest.

Offline avakar

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #129 am: 20.06.2005 | 23:26 »
Fluchend zog Mortan wieder das Holzbeil und liess seine Tasche fallen. Nervös stellte er sich einwenig abseits. Egal auf wen sich der Oger stürzen, so könnte ein anderer ihm dann in die Seite fallen. Ausser Luana wäre schneller und würde dem Oger mit Pfeilen den Garaus machen.

Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #130 am: 21.06.2005 | 08:27 »
Während sie dabei waren den eleganten Rückzug anzutreten, bespannte Luana den Bogen. Dieses seltsame Gefühl wollte einfach nciht weichen.

Luana hatte es geahnt, es war nciht nur einer dieser Oger hier. Im Bruchteil einer Sekunde lag ein Pfeil auf dem Bogen und zerschnitt gleich darauf die Luft auf dem Weg zu dem trommelnden Oger. Leider konnte Luana nicht richtig zielen, da sich Talonis vor sie schob. Und so traf der Pfeil lediglich den rechten Oberarm. Der Oger brüllte laut auf, als ihn das Geschoss traf.
Doch Luana hatte schon den zweiten Pfeil auf der Sehne...

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #131 am: 22.06.2005 | 14:26 »
Durch das Trommeln des Ogers angelockt, stürmten aus der Entferung zwei weitere dieser Ungheuer aus dem Unterholz, als hätten sie dort gelauert. Mit lautem gegröhle trampelte auch der besonders große und kräftige Oger, welcher zuvor noch geschlafen hatte, aus der anderen Richtung heran. Wie es aussah, war die Gruppe umstellt. Um sie herum diese stinkenden, dicken Männer. Nimrott stand einen kurzen Moment wie versteinert da. Gasper war dagegen sofort bei der Stelle. Er zog sein langes Schwert und stieß Mortan hektisch mit den Worten an:
"Ich kümmere mich um die beiden da vorne, ihr nehmt euch den Dicken vor!."
Nimrott hielt die beiden auf, indem er meinte:
"Nein, ich kümmere mich um die beiden. Ihr beide nehmt euch den Dicken vor."
Mortan und Gasper verloren keine Zeit und stürmten auf ihren Feind zu. Der Gelehrte sagte nun hektisch zu Baratos:
"Eure Kunst ist das Feuer, mein Freund. Lasst Luanas Pfeile in den Flammen Eldamars erglühen!"
Der Zauberer betrachtete noch einmal Luana. Sie wirkte etwas nervös und hielt den Bogen nicht so treffsicher wie sonst. Selbst sie bräuchte wohl mehr als einen Pfeil, um den nahenden Oger niederzustrecken. Nimrott schloss die Augen, hielt seinen Zauebrstab fester und begann in einer ungewöhnlich tiefen und rauen Stimme fremde Worte zu murmeln, wobei seine Blickrichtung zu den nahenden Ogern wies. Luana wagte einen nervösen Blick zu Nimrott und Baratos. Beide sahen harmlos aus. Doch ihr zweites Gesicht sagte ihr mehr. Obwohl die Augen der Gelehrten offenkundig geschlossen waren, blickten sie tief in die Geisterwelt. Ihre Stimmen hallten in den unsichtbaren Welten wieder. Luana schauderte es ein wenig, denn die Stimmen der beiden durchstießen die Schatten und wurden in der Geisterwelt immer lauter. Kurz stockte auch Mortan in der Bewegung. Denn er vernahm ebenfalls die schemenhaften Worte. Erst als er von Gasper am Arm gezogen wurde, nahm er wieder den Angriff auf.
Talonis war ratlos. Ihm hatte niemand gesagt, was er zu tun hatte. Für den Kampf war er nicht ausgebildet. Dennoch wollte er nicht von der Seite seiner Begleiter weichen und kämpfen, falls es nötig werden sollte.
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Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #132 am: 22.06.2005 | 17:14 »
Sie wartete nicht was die beiden vorhatten. Ihr zweiter Pfeil traf den trommelnden Oger mitten in den Oberkörper. Immerhin hörte er nun mit dem Trommeln auf. Dafür wandte er sich ebenfalls der Gruppe zu. Brüllend vor Schmerz oder vor Wut. Es war auch egal.
Ein weiterer Pfeil verließ die Sehne ihres Bogens und schnellte durch die Luft. Luana war nicht sonderlich erstaunt das die Spitze dieses Pfeiles brannte, denn sie hatte die Bewegungen in der anderen Welt gespürt.
Noch während dieser Pfeil flog versuchte die Jägerin den Schwachpunkt des Ogers zu erkunden und legte einen weiteren Pfeil nach.

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #133 am: 22.06.2005 | 22:02 »
Luana erkannte, dass die brennenden Pfeilspitzen sich nicht nur mühelos in das Fleisch bohrten, sondern darüber hinaus zischten und schwelten. Die im Fleisch steckenden Pfeilschäfte fingen sofort Feuer und stoben funkend auseinander. Die Wunden aber verlangsamten oder behinderten den Oger offenbar weniger, als dass sie ihn anstachelten. Das Biest wirkte nur noch wütender.
Die Flammen Eldamars, dachte Luana. Das war etwas, was auch sie wusste, denn viele Märchen gab es über Eldamar, den Herren des Feuers, das unvorstellbare Schmerzen verursachte. Schmerz war aber offenbar etwas, was auf Oger anders wirkte, als auf die meisten irdischen Geschöpfe.
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Offline avakar

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #134 am: 23.06.2005 | 09:05 »
Gasper und Mortan rannten auf den großen Oger zu. Mortan schwirrten noch die unwirklichen Worte der Zauberer und Geister in seinem Kopf. Gasper war dem Zwerg zwei Schritte voraus, wich geschickt der großen Ogerkeule und holte zum Gegenschlag aus.
Mortan griff den Oger von der Seite an, legte alle seine Kraft und Schwung des Anlaufes in seinen Schlag. Das Beil fetze in das Bein des Ogers, traf auf einen Knochen. Mortan wurde von der Wucht des Aufpralles derart überrascht, dass er strauchelte und fluchend zu Boden stürzte. Das Beil war weg, als sich der Zwerg wieder aufrappelte.

Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #135 am: 23.06.2005 | 10:02 »
Er wird immer wütender, dachte Luana. Wenn das mal nicht schief geht. Sie schoß den Pfeil ab, welcher sich ebenfalls brennend in den Oger bohrte.
Dann versuchte sie etwas neues. Zwei Pfeile legte sie auf die Sehne des Bogens. Sie hatte schon Leute gesehen die dies taten, doch selbst hatte sie es bisher nicht probiert. Jedoch war die Situation gegeben, alle Möglichkeiten auszuschöpfen um den Oger zu erledigen. Schnellstmöglichst! Denn das Vieh bewegte sich nicht gerade langsam auf die Gruppe zu.
Sie schoß die Pfeile ab und schaute angespannt ihrmen Flug nach. Mit beiden Pfeilen verfehlte sie den Oger. Luana fluchte leise, zog aber weitere zwei Pfeile aus dem Köcher.
Mehr Konzentration! Was hast du gelernt Luana.
Sie legte die Pfeile an, schloss die Augen und konzentrierte sich. Sie zeichnete den Flug der Pfeile und den Punkt an dem sie den Oger treffen sollten in ihren Gedanken. Sie zeichnete sie Linie in die Geistwelt. Dann ließ sie die Pfeile fliegen.

Eulenspiegel

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #136 am: 24.06.2005 | 15:28 »
Talonis blickte sich hilflos um: Um ihn herum tobte der Kampf. Von Überall so schien es, waren Rufe und Schreien zu hören.
Dann hatte Talonis sich wieder im Griff. Er rannte zu dem Oger, auf den bereits Mortan einhackte, und traff ihn mit der vollen Wucht seines Stabes auf den Kopf.

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #137 am: 26.06.2005 | 12:22 »
Der von den Pfeilen angestachelte Oger stürmte scheinbar ohne sich an weiteren Treffern zu stören auf seine Feinde zu. Luana fing an zu zittern, als ihr das Ungetüm immer näher kam und seinen Knüppel hoch in der Luft schwang, offenbar nur mit einem Ziel: zu töten. Ein Treffer würde reichen, um jeden von ihnen zu erschlagen. Der nächste Pfeil streifte das Ungeheuer nur noch, ein weiterer traf den Oberschenkel, bewirkte aber nur, dass der Oger einige Momente humpelte.
Gasper hatte wenig Schwierigkeiten den Schlägen des großen Ogers auszuweichen. Allerdings kam er nicht zum Gegenangriff, da dieser wütende Gegner seinen Holzknüppel wie ein wahnsinniger, mit aufgerissenem und geifernden Maul schwang. Hin und wieder schaffte der Paladin es dann doch einen Schlag durch die offene Deckung des Ungheuers zu bringen, allerdings waren es in der Hauptsache Streifschläge oder Hiebe ohne Kraft, die gerade einmal die Haut verletzten. Talonis duckte sich etwas unbehende unter dem Schlag seines Widersachers weg, doch hatte er die Geschwindigkeit des Angriffes total falsch eingeschätzt. Der Knüppel traf ihn glücklicherweise nicht direkt, denn das hätte sicherlich den Tod zur Folge gehabt. Statt dessen streifte die Waffe über seinen Kopf hinweg und schleuderte ihn so derb zu Boden, dass er für einen Moment vollkommen die Orientierung verlor und unzählige Sterne über den sich immerzu drehenden Boden tanzten. Mortan hielt sich erstaunlich gut. Er hatte zwar wenig Kampferfahrung, doch beachtete ihn der Oger nicht so sehr, wie seine größeren Gegner. Ein Fehler wie sich herausstellte. Dem Zwerg gelang es einen heftigen Schlag gegen die Kniehscheibe zu führen, so dass der Oger laut aufschrieh und nun dem kleinen Mann doch seine Aufmerksamkeit zollte. Das Biest trat zu und grub seinen kräftigen Fuß tief im Bauch des Zwerges ein, so dass dieser strauchelte und vor dumpfen Schmerzen stöhnend zu Boden fiel.
Die Reisenden fragten sich, was Nimrott die ganze Zeit machte. Er hatte gesagt, er würde sich um die aus der Ferne nähernden Oger kümmern. Doch sie kamen ungehindert voran, nichts hielt sie auf, bis sie schon bald nah genug waren, um anzugreifen. Doch schließlich passierte es. Die Stimme des Alten hob sich beständig und wurde aggressiver, vor allem in der wiederhallenden Unendlichkeit der Geisterwelt. Die Welt schien sich um den Zauberer zu verdunkeln, als zöge er das Licht zu sich. Der Stab vollführte langsame, kreisende Bewegungen als würde er Wasser zum strudeln bringen. Seine freie Handfläche hielt er geöffnet in Richtung der sich nähernden beiden Oger. Nimrott konzentrierte sich, seine Augen blickten starr nach vorn und glänzten merkwürdig. Die letzten Worte sprach der Alte so laut, dass es jeder hörte:
"Letender Altasier Asterion!"
Für einen Augenblick drehten sich alle Anwesenden zu Nimrott. Die letzten drei Worte waren voll und dunkel, nicht nur seine eigene Stimme war da zu hören, sondern die einer höheren Wesenehit. Nicht nur in der Geisterwelt schienen Funken von Stab und Hand zu springen, obwohl sich niemand sicher war, ob es sich dabei nicht um eine Einbildung handelte. Entlang der Augenline schien sich das Licht zusammen zu ziehen. Luana und Mortan waren abgelenkt, doch die beiden waren die einzigen, die hätten sehen können wie in den unsichtbaren Welten Schatten am helligten Tag dem Blick des Alten folgten. Was allerdings jeder merkte war, wie für einige kurze Momente der Boden bebte und knarrte, wie ein altes Segelschiff. Wie in einer einzigen Entladung barst der Ungergrund und gab in einem schnellen Ruck einen eineinhalb Schritt breiten Erdspalt frei. Beide Oger stürzten noch in der Bewegung. Einer landete in einer breiteren Stelle und stürtzte auf den Grund, der nicht allzu tiefen Spalte. Der andere fing sich schnell, aber verhakte einen Fuß. Die beiden Ungeheuer hätten sich bestimmt schnell befreit, doch es dauerte nicht lange, da löste sich die Anspannung in den Zügen des Zauberers, nur um dann noch einmal aufzuflammen und zu rufen:
"Eledenir Asterion!"
Und die Spalte schnappte wieder zu, so schnell wie eine Großtierfalle und beförderte unmengen von trockenem Lehm in die Luft. Als sich der Staub wieder gelegt hatte, sah man wie ein Oger bis zur Brust im Erdreich steckte und vergeblich versuchte sich zu befreien. Von dem anderen fehlte jede Sprur.
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Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #138 am: 29.06.2005 | 20:55 »
Luana bemerkte nur aus dem Augenwinkel was mit den anderen beiden Ogern geschah, auf sie und Talonis stapfte immer noch ein wütender Oger zu. Einen weiteren Pfeil schoß sie noch ab. Dieser traf ein weiteres mal den Oberkörper, doch wie die anderen Pfeile wurde er von dem Oger ignoriert.
Dann war der Riese ran. Sein Gestank vernebelte ihre Sinne. Sie ließ den Bogen sinken und griff mit der anderen Hand nach dem Dolch an ihrer Seite. Ein kurzer Blick zu Talonis verriet ihr das er bereit war zu kämpfen.
Die Angst saß ihr im Genick. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, als die Keule des Ogers auf Luana und Talonis hinabfuhr...

Offline avakar

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #139 am: 29.06.2005 | 22:40 »
Mortan stütze sich schwer auf seine Arme. Das Atmen fiel ihm schwer, doch er schien sich förmlich die Schwerzen aus dem Leib zu husten. Noch leicht benommen und schwankend stand er auf und schaute nach seiner Axt. Sie lag irgendwo unerreichbar zwischen den Füssen der Kämpfenden. So leicht gab er nicht auf. Der Zwerg hob zwei schwere Steine vom Boden um sie dem Oger in den Rücken zu werfen. Vielleicht, so dachte er bei sich, wäre der Oger dann abgelenkt genug um von Gasper getroffen werden zu können.

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #140 am: 30.06.2005 | 15:23 »
Nicht nur Luana starrte erschrocken auf das Ungetüm von Oger vor ihr. Auch Nimrott und Baratos waren wie versteinert. Das Biest hieb zwar auf Luana ein, doch die Kraft des Schlages verebbte so schnell, dass sie leicht ausweichen konnte. Nur einen Augenblick später erschlafften die Gesichtszüge des Ungeheuers, es ließ die Keule fallen und stürzte schließlich selbst zu Boden. Der stinkende Leib hatte überall dort schwarze Flecken auf dem Körper, wo die Pfeile eingeschlagen waren. Zudem zischten und rauchten die Wunden wie Schlote und gaben den ätzenden Geruch von Elderans Flammen frei. Vielleicht mochte der Oger auf Schmerzen merkwürdig reagieren, doch brachten auch ihn Pfeile zu Fall.
Das große Ungeheuer, welches Gasper gegenüber stand, sah nun auch seinen letzten Atemzügen entgegen. Das Biest stachelte sich selbst zu enormer Wut auf, als es die anderen Oger fallen sah. Und Gasper wusste, dass er keinen Moment länger warten durfte. Wenn sein Gegner ersteinmal in einen Kampfrausch geraten sollte, wäre er nicht mehr zu stoppen. Also sprang der Paladin hervor, schwang sein Schwert und zielte genau auf den aufgedunsenen Unterleib seines Widersachers. Der Oger aber stoppte den zweihändig geführten Schlag mit seinen kräftigen Händen, indem er Gaspers Hals griff und ihn würgte. Noch bevor sein Genick brach, stach der Paladin mit dem Schwert zu. Der Oger ließ ihn los. Dann schwang Gasper das Schwert von rechts nach links und schnitt seinem Gegner den Unterleib auf, so dass unmengen an Blut und Innerein herausquollen. Ein Widerlicher Anblick und ein fürchterlicher darauf folgender Gestank. Der gestandene Krieger hüpfte hektisch und unbehende einige Schritte zurück, weil ihm das ganze Zeug entgegenkam, was ihn offenbar sehr überraschte. Dabei stolperte er über Mortan, verlor sein Schwert und blickte sich schweißüberströhmt hektisch um. Es dauerte eine Weile, bis er sich beruhigt hatte und merkte, dass ihnen keine Feinde mehr gefährlich werden konnten. Gasper sagte zu Mortan:
"Dank sei Metorn, dass ihr noch am Leben seid. Ich dachte der Tritt des Ogers hätte euch den Rest gegeben."
Die Übrigen kamen heran und halfen dem Zwerg auf. Noch immer gingen dumpfe Schmerzen von seinem Magen aus. Einen Menschen hätte solch ein Tritt umgebracht, gab Talonis zu bedenken. Die Gruppe blickte sich um. Der größte Oger lag mit geöffnetem Bauchraum vor ihnen und gab keinen Ton mehr von sich. Ein weiterer war von Luanas Pfeilen niedergestreckt worden. Einer war irgendwo unter der Erde und mit Sicherheit bereits erstickt. Der letzte aber lebte noch. Sein Unterkörper war so weit eingegraben, dass er sich aus eigener Kraft nicht befreien konnte. Der Oger schimpfte in seiner angestammten Sprache und suchte nach Steinen, die er werfen konnte. Vergeblich.

Alle Anwesenden hatten heute zum ersten mal erlebt, wozu die beiden Zauberer in der Lage waren. Mortan war erstaunt, aber nahm es mit zwergischer Gelassenheit. Dennoch fragte er sich, ob Nimrott oder sein Begleiter ihm etwas über seine teils seltsamen Visionen erzählen könnten.
Luana war weniger erstaunt über die Fertigkeiten der Magier, als viel mehr entsetzt. Macht, so hatte sie gelernt, geht immer einher mit Zurückhaltung. Was die Magier aber in den unsichtbaren Welten hinterließen, war Chaos. Ein vielleicht nie wieder gut zu machender Schaden. Sie hatte viele ihrer Fähigkeiten noch nicht enthüllt, würde es aber tun, wenn auch nur um den Zauberern zu zeigen, wie man mit der Geisterwelt umgehen musste.
Talonis sah heute zum ersten mal, wovon er schon so viel gehört hatte. Er war überzeugt, dass Metorn den Zauberern ihre Kräfte aus gutem Grund gegeben hatte. Aber ebenso bedeutsam war es wohl, dass er sich auf dieser Reise befand. Vielleicht war seine Aufgabe sicherzustellen, dass die beiden ihre Macht nicht missbrauchten.
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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #141 am: 1.07.2005 | 00:25 »
Talonis ging ein paar Schritte auf den gefangenen Oger zu. Dabei achtete er darauf, dass er außerhalb der Reichweite seiner Arme blieb.
"Verstehst du unsere Sprache?", fragte er. "Und wenn ja, wie lange wohnt ihr hier schon?"

Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #142 am: 2.07.2005 | 09:41 »
Luana sammelte sich wieder, steckte ihren Dolch weg und schaute zu Talonis. Auch ihm ging es gut, der Oger war vorher zusammen gebrochen. Jetzt näherte sie sich dem von Pfeilen gespickten Oger. Da dieser nach vorn gefallen war, lag er leider auf den meisten ihrer Pfeile drauf, jedoch konnte sie drei Pfeile aus dem Toten bergen. Mit ein wenig Nacharbeit, wären diese dann wieder so gut wie neu. Luana war zu frieden.
Erst jetzt drehte sie sich zu den anderen um.

Offline avakar

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #143 am: 2.07.2005 | 11:41 »
Mortan war nach dem schweren Treffer immer noch benommen.
"Dankt Metorn, dass er Euer Schwert so treffsicher geführt hat. Denn ohne eure Hilfe hätte der Oger sicher noch ein paarmal mehr nach mir getreten.", sagte er zu Gasper, während er sich von ihm helfen liess, wieder auf die Beine zu kommen. Dann blickte er sich um und kramte stöhnend und mit schmerzverzerrtem Gesicht kramte er seine Sachen wieder zusammen.

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #144 am: 4.07.2005 | 19:12 »
Der vom Erdboden gefesselte Oger blickte zornig zu Talonis auf. Er tastete mit einer Hand nach Steinen, fand aber keine mehr, da er schon alle umliegenden weitgehend ungezielt weggeworfen hatte. Dann änderte sich sein Gesichtsausdruck und Furcht zeichnete sich in seinen Zügen ab. Dem Priester fiel es schwer für ein solch grässliches Ungetüm Mitleid zu empfinden. Da der Oger scheinbar nicht ein Wort verstanden hatte, versuchte es Talonis mit einer anderen Sprache. Er wählte nach mehreren Versuchen einen Dialekt, den man die Stimme der Unterwelt nannte, welcher in der Heimat eigentlich nur von wenigen Ungläubigen in Form von Beschwörungen verwendet wurde. Die Oger in diesen Landen nannten diesen Dialekt offenbar als Sprache ihr eigen. Talonis wiederholte die Frage und das Biest gab zögernd Antwort:
"Viel Essen macht Dicke noch dicker und Starke noch stärker. Ihr dürft nicht töten oder wir töten. Grabt und gebt Beine wieder."
Der Priester war ein wenig verwirrt. Ob es sprachliche Hürden waren, die den Oger so schwer verständlich machten? Talonis fragte, was mit diesem Ort geschehen war. Der Oger sah in dem Moment, als er die Frage hörte, sehr dumm aus und ebenso schwer verständlich war die Antwort. Talonis verstand sowas wie:
"Der schwarze Mann und die schwarzen Männer machen große und kleine Männer kaput. Sie machen ihr Fleisch kaput. Sie nehmen ihren Saft mit und sie machen ihr Fleisch kaput. Sie machen die dicken Männer kaput und nehmen ihren Saft mit. Die dicken Männer nehmen das Fleisch von den kaputen Männern. Du machst die dicken Männer kaput und nimmst dem Dicken die Beine weg."
Der Oger blickte an seinem eingegrabenen Körper herab.
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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #145 am: 5.07.2005 | 01:33 »
Talonis schaute verwirrt. Er dacht kurz nach.
Dann erwiderte er: "Seit wann machen die schwarzen Männer die Oger kaputt? Und hast du schonmal einen schwarzen Mann kaputt gemacht?"
Zu seinen Gefährten sagte er: "Die Oger scheinen im Krieg mit irgendwelchen schwarzen Leuten zu sein, die den Ogern das Blut oder andere Körpersäfte stehlen."

Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #146 am: 5.07.2005 | 07:38 »
"Das würde doch durchaus zu dem seltsma verunstalteten Oger passen den wir vorhin gesehen hatten." Luana kam etwas näher, blieb aber ausser Reichweite für den Oger. "Schwarze Männer? Was geht hier vor in diesem Wald?"

Offline Drulak

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #147 am: 5.07.2005 | 10:59 »
"Ich denke, wir sind gerade dabei, dies herauszufinden." meinte Baratos lächelnd zu Luana, während er sein Gewand ordnete und sich dann nochmal nachdenklich durch den langen Bart fuhr. Er hielt sich zwar deutlich weiter entfernt vom Oger als Luana und Talonis aber wirkte ungleich neugieriger und interessierter an dem hässlichen Geschöpf, was da halb in der Erde steckte.
Und da ein Großteil der Rollenspieler ziemlich doofe, unkreative Kreaturen ohne soziale Fähigkeiten sind fällt es mir schwer von Eliten zu reden.
Das einzige Potential des Rollenspiels ist es fett und bärtig zu werden. Und selbstverliebt.

Offline Lady of Darkness

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #148 am: 5.07.2005 | 17:19 »
"Irgendwie habe ich das Gefühl das wir noch weit davon entfernt sind etwas heraus zu finden. Das einzige was wir seit dem Verlassen der Stadt gefunden haben waren Fragen, keine Antworten." Luana wirkte nachdenklich.

Offline Teethquest

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Re: Die Reise des Gelehrten (Spiel)
« Antwort #149 am: 5.07.2005 | 19:36 »
Der Oger stotterte sich irgendwas zusammen, nachdem Talonis gefragt hatte. Der Priester wurde aber beim besten Willen nicht aus seinen Worten schlau. Gasper ging dazwischen:
"Ich weiß vielleicht, wer die schwarzen Männer sind. Der höchste Berater des Fürsten trägt traditionell schwarze Gewandung, genau wie seine Schergen. Ob der Fürst so tief gesunken ist seine Leute in die Wildnis zu schicken, um irgendwelchen Kreaturen das Blut auszusaugen?"
Nimrott dachte nach. Er meinte:
"Das Blut von lebenden Wesen trägt die Kraft des Körpers. Wir kennen drei verschiedene Ströme der Kraft: Das Blut oder den Saft von Pflanzen. Den Fluss der Elemente und den Manaregen. Blut trägt an sich im Vergleich zu den anderen Quellen nur wenig Kraft in sich. Für magische Rituale ist es absolut ungeeignet. Es sei denn..."
Der Zauberer kratzte sich am Kopf und betrachtete noch einmal den halb vergrabenen Oger. Dann fuhr er fort:
"Es sei denn man verwendet das Blut von sehr alten und mächtigen Geschöpfen. Alt genug werden eigentlich nur Elfen. Oger sind meines Erachtens zu dumm, um große Macht in sich zu vereinen."
Talonis leuchteten die Worte von Nimrott ein. Blut gehörte aber oft zu verwerflichen Ritualen, egal welche Kraft nun wirklich in ihm steckte. Gasper fragte:
"Und was machen wir jetzt mit diesem stinkenden Oger?"
Das Ungeheuer blickte ängstlich und etwas unaufmerksam um sich. Die Aggressivität war vollständig verflogen.
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