Meine Meinung:
Magie ist keine Nische. Magie ist nur color...

Die meisten Begabungen eines Zauberkundigen sind Befähigungen aus anderen Nischen.
"Kampfzauber" sind Nische - Kampf.
"Unsichtbarkeits und so ein Zeugs"-Zauber sind Nische - Dieb (oder so).
"Beeinflussungszauber" sind Nische - Zwischenmenschlich..
und so weiter und so fort.
In den meisten Dingen beherrscht der Zauberkundige (ZaK) also auch nur das, was andere können.
Und teilweise überflügelt er sie sogar.
Wozu einen Dieb, wenn der ZaK mit Zauber "Türen öffnen", "Stille" und "Spinnenklettern" (oder Fliegen) kann?
[hypothetische Frage!]
Der ZaK ist also jemand der Nischen sprengt und sich in die Nischen einmischen kann, die er möchte
(indem er die passenden Zauber lernt). Damit das nicht überhand nimmt, bekommt er Einschränkungen
(Punktekontingent und Zauberkosten, oder ähnliches).
Die Kosten sind also nichts anderes als eine Schallgrenze, damit das Nischen-Crossing (geiles Wort

)
des ZaK nicht überhand nimmt.
Denn mal ehrlich, ansonsten spielt doch jeder irgendwann nur noch den "Alleskönner".
Natürlich gibt es da auch Abweichungen, den spezialisierten ZaK, der nur bestimmte Sachen beherrscht
(Elementalist, Illusionist, Nekromant, wie auch immer).
Und dann gibt es da noch die Magie zum Selbstzweck (ich schreibe jetzt bewusst NICHT irgendwas von
"das ist Masturbation". :

)
Also zum Beispiel die Magische Barriere, die nur durch magische Barrierebrecher behoben werden kann.
Naja, was soll ich sagen. Als Spielleiter baut man magische Barrieren ein, wenn man weiss, dass der
ZaK den Brecher NICHT hat, als Synonym für eine "Wand", die nicht durchbrochen werden kann.
Wenn man weiss, dass der ZaK den Barrierebrecher hat, ist es doch auch nur noch "Beschäftigungstherapie".
Und andersherum - Baut der ZaK die nur magisch brechbare Barriere auf, dann hat die Gegenpartei entweder
einen ZaK, der sie brechen kann, oder nicht (ob der Spielleiter jetzt schummelt oder eingesteht, sich austricksen
lassen zu haben und den Spieler den Sieg schenkt, ist da nebensächlich).
Letztendlich bleibt es also bei "Color" und "Beschäftigungstherapie".
Was macht den ZaK also so begehrt?
Letztendlich die Illusion, dass er etwas besonderes ist.
Ist er was besonderes?
Ja, denn er sprengt Nischen (im begrenzten Maß) und hat eine eigene Nische für sich.
Dafür hat er Verwaltungsaufwand.
Erfahrungsgemäß wächst das Nischensprengpotential mit der Erfahrung der Charaktere.
Am Anfang ist der ZaK bedeutungslos, später irgendwann wird er zum Hauptakteur.
(Gilt zumindestens bei den meisten klassischen Rollenspielen mit ZaK)