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Ist D&D kein Rollenspiel?

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Falcon:
surtur schrieb:
--- Zitat ---Dann spielt man diesen Charakter. Man trifft Entscheidungen über Verhalten, Vorlieben, Abneigungen, Moral und Ansichten des Charakters.
--- Ende Zitat ---
Aber wieviel davon ist denn schon wirklich geregelt? Das Alignment und ein paar halbgare Sozialchecks fallen mir ein. Zweifelsohne Rollenspieltauglich und die Meinung wird auch ewig so bleiben (ist halt das Vorrecht des Platzhirsches). Deswegen gestehe ich den Regeln auch eindeutig Einflüsse zum Ausspielen von Rollen zu, weil ich die Kriterien auch wichtig finde.

aber selbst wenn dies bisschen es als RPG auszeichnet, das Argument der fehlenden Definition funktioniert ja auch andersherum, deswegen ist Golfen ja auch Rollenspiel. Wer sagt, das es etwas mit "Entscheidungen über Verhalten, Vorlieben, Abneigungen, Moral und Ansichten des Charakters" zu tun hat? Lachhaft, wer mir diktieren will was wirklich Rollenspiel ist wenn ich auf den Rasen gehe um mal auf die Überziehung aufzuspringen.

ich hoffe es wird klar, das wir nur von Meinungen reden. Und mehr als Meinung ist es ja nicht zu sagen D&D ist kein Rollenspiel (eben weil es nicht fesgelegt ist). Niemand schreit nach Exkommunizierung von Spielern. Da finde ich leute, die die Meinung anderer nicht ernst nehmen, wesentlich unangenehmer.

reinecke:
wtf? warum macht es ein Rollenspiel aus, dass es da Regeln für die soziale Interaktion gibt?

Ist DSA nur ein Rollenspiel weil es der Sozialstatus ein unwichtiger Wert ist, der aber soziales regelt und es nicht dem Spieler überlässt?

Rollenspiel definiert doch das existieren einer Rolle und das spielen dieser.
Natürlich ist das tägliche Leben so auch ein Rollenspiel, aber golfen ist n Minispiel und kein Rollenspiel.

so what?
Die Diskussion ist müßig, wenn die Argumente ständig auf der Strecke bleiben.

Falcon:
Reinecke schrieb:
--- Zitat ---wtf? warum macht es ein Rollenspiel aus, dass es da Regeln für die soziale Interaktion gibt?
--- Ende Zitat ---
Das tut es nicht. Das ist nur meine Meinung.

Du hattest meine Intention nicht verstanden. Soziale Interaktionsregeln im RPG haben für die Allgemeinheit natürlich kein Gewicht. Rollenspiel ist Eier schälen. Wie, golfen nicht? Es gibt nichts was zählt, weil es das ist, worauf sich alle geeinigt haben. Die ultimative Toleranz, das Ergebnis ist abolutes Chaos.

Natürlich gibt es keine Argumente. Die wird niemand haben, weil nichts wahr ist aber bei dem Standpunkt muss man eben auch mit den Auswirkungen leben, die zum Beispiel auftreten wenn man sich über das RPG Thema unterhält. Das macht eigentlich alle Themen zum RPG müßig. Was ist das überhaupt?

das es eben keine "offizielle" Definition gibt (weil niemand die Gewalt dazu hat, was wohl auch gut so ist) finde ich manchmal äusserst hinderlich aber damit müssen wir wohl leben.
Es hat aber auch Vorteile, denn wenn man nicht allzusehr ins Detail geht sind sich stillschweigend viele einig. Da halte ich mich an meine Sig.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Reinecke am 12.06.2007 | 21:11 ---Rollenspiel definiert doch das existieren einer Rolle und das spielen dieser.
Natürlich ist das tägliche Leben so auch ein Rollenspiel, aber golfen ist n Minispiel und kein Rollenspiel.
--- Ende Zitat ---
Dann kann man auch mit Schach Rollenspiel betreiben.
Und bei Magic schlüpft man in die Rolle eines mächtigen Zauberers, der Kreaturen beschwört: Also auch Rollenspiel.
Und Warhammer ist auch Rollenspiel, weil man in die Rolle eines Kompaniechefs schlüpft.

Und zahlreiche TableTops, bei denen man nur 1-2 Einheiten hat, sind deiner Definition nach ebenfalls Rollenspiel.

Und wenn ich ein Belletristik Buch schreibe, ist das ebenfalls Rollenspiel.
Ganz zu schweigen von StarQuest, wo man ebenfalls in eine Rolle schlüpft. (Oder HeroQuest von MB. - Nicht zu verwechseln mit Hero Quest von Issaries.)

Nur in eine Rolle schlüpfen kann also nicht das Alleinstellungsmerkmal von RPG sein.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass TableTop kein RPG ist, müsste man sich also anschauen, was TableTop vom RPG unterscheidet. ('In eine Rolle schlüpfen' ist es nicht, da man das sowohl beim RPG als auch beim TableTop machen kann.)

Und ich bin nunmal der Meinung, TableTop und RPG unterscheiden sich im folgenden Punkt:
Beim TableTop zieht man Miniaturen über eine Karte, beim RPG nicht.

Greifenklaue:

--- Zitat ---Aber es gibt ja immer noch genügend deutsche SL's die vor lauter Schuldgefühlen nicht einschlafen können weil sie eine Karte gemalt haben um etwas zu erläutern oder, noch schlimmer, eine Miniatur benutzt haben.
"Wahre Rollenspieler"TM machen sowas nämlich nicht... Pfui Spinne !
--- Ende Zitat ---
In welchem klassischen Rollenspiel wird beim offiziellen Material denn nicht mit Karte gearbeitet??? Insofern: einige mag es da geben, aber zur Visualisierung nutzen es wohl auch viele SL, die klassische Systeme spielen, egal ob DnD, Midgard, DSA oder Runequest etc. pp.


--- Zitat ---Ich selber habe mich nämlich viele Jahre dagegen gesträubt, weil ich immer dachte, es wäre dem Rollenspiel abträglich. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass es richtig eingesetzt sogar das Rollenspiel wesentlich verbessert. Mit den Miniaturen hast Du es nämlich wesentlich einfacher die gemeinsame Vorstellungen der Gruppe in bezug auf die aktuelle Situation besser und schneller zu synchronisieren.
Abgesehen davon sagt ein Bild (oder in dem Fall Bodenplatten und Miniaturen) sowieso mehr als 1000 Worte...
--- Ende Zitat ---
Ja, das visualisieren hilft definitiv und hält einen ja nicht davon ab, trotzdem einen Lagerfeuerabend auszuspielen... Dazu gibt es sogar Dungeontiles (z.B. das vierte Set der Wizards)  ;)

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