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D&D4e. Ein Rollenspiel oder nicht?
Oberkampf:
--- Zitat von: Falcon am 13.06.2009 | 10:38 ---
p.p.s. das der SL die Spieleraktionen beschreibt ist bei uns zu.... 70% Gang und Gebe. Nicht nur bei D&D und schon immer so gewesen.
--- Ende Zitat ---
DAs ist bei uns auch so, aber ich hoffe, gerade durch 4E (und die eigentlich doofen Favour-Texte der Powers) hier den Spielern mehr Beschreibungsmöglichkeiten zukommen lassen zu können. Gerade bei Daily-Powers, vielleicht auch begegnungskräften, wird hier den Spielern doch mal ein Anreiz geboten, ihren Mitspielern am Tisch bei der Anwendung zu erzählen, was jetzt durch ihren Würfelwurf passiert ist. Dass man dafür nicht auf "Fachsprache" zur Kommunikation mit dem SL verzichten kann, ist klar.
Mich selbst als Spielleiter stört es mitlerweile einfach, dass ich alles an Beschreibung leisten muss. Ob es klappen wird, mehr traditionelle Spielleiteraufgaben in Spielerhände zu legen, steht noch in den Sternen. Aber Hoffnung stirbt zuletzt.
Enpeze:
--- Zitat von: Boba Fett am 12.06.2009 | 15:20 ---Wieso gehst Du davon aus, dass die von Dir (also einer Person) gemachten Beobachtungen dem Zustand der "überwiegenden Mehrheit" entspricht, während die Aussagen einiger (also mehrerer Personen) dass bei Ihnen ein anderer Zustand herrscht als Ausnahme gewertet werden muß?
Wenn Du bisher nur D&D4 Brettspiel wahrgenommen hast, hier aber etliche andere davon berichten, dass D&D4 Rollenspiel gemacht wird, ist Deine Wahrnehmung doch die Ausnahme und nicht die Regel.
--- Ende Zitat ---
Diese Bemerkung find ich unfair. Zum einen ist Scheckewara nicht alleine, da ich diese Beobachtung ebenso mache. Zusätzlich treffen sich gerade hier in diesem Forum m.E. nicht der Schnitt der deutschen Rollenspieler sondern eine gewisse, sagen wir mal so, interessante Auslese aus rührigen"Designern" (ich habe vor Jahren auch mal ein Rollenspiel erfunden - bin ich jetzt auch ein "Designer"?) fachkundigen Fans, fanatischen Foristen und den üblichen Wahnsinnigen im Rollenspielmantel. Somit ist dieses Forum alles andere als repräsentativ für den durchschnittlichen deutschen Rollenspieler bzw. Spieler von 4e.
Deine Einschätzung daß dies alleine Scheckewaras Wahrnehmung ist und nicht die Regel repräsentiert ist finde ich daher nicht zutreffend.
Er mit seinen Beobachtungen auf Cons bzw. in seinem Bekanntenkreis, also mit der Beobachtung von viel durchschnittlicheren Spielern wie diejenigen die hier im Forum vertreten ist somit näher an der Realität.
Falcon:
Ich behaupte: Selbst wenn man Leute in der Brettspielphase des D&D beobachtet hat man keinen Einblick darin welche Stellung der Kampf in der Geschichte einnimmt und welche Spannung und Atmosphäre er einnimmt.
Wenn man selber mitspielt und das Abenteuer ist schlecht, genauso.
@Tümpelritter: Mich ärgert es auch. Aber meine Erfahrung ist: Spieler beschreiben nicht aus Selbstzweck. Wenn sie keinen zusätzlichen Gewinn haben heisst es haben "ich klettere die Klippen hoch", statt zu beschreiben wie der Charakter seine Kletterkünste vorführt.
Das Zweite Problem: Die Spieler wissen nicht, wie weit sie gehen dürfen. Player Empowerment ist hier eine Lösung aber auch keine gute, wenn die Spieler vom SL die Reaktionen der Spielwelt erwarten, weil es sie sonst in ihrer Spielatmosphäre stört (PE funktioniert deswegen bei uns z.b. nicht).
D&D4 hat durch die Powers eine schöne Funktion um Problem Zwei zu umgehen, weil die Spiele ziemlich genau wissen wie weit sie gehen dürfen und der SL weiss, was da an Beschreibung kommen kann. Problem eins bleibt aber weiterhin.
Nur falls es überlesen wurde:
Auf meinem DMG steht James Wyatt, auf dem 4E for Dummies steht James Wyatt, kann mir freundlicherweise jemand sagen, wo hier DAS VERDAMMTE PROBLEM IST?!
Ein:
Man muss im Übrigen auch nicht alles beschreiben.
@Enpeze
Ohne empirische Erhebungen kann man nicht sagen, was hier irgendetwas repräsentativ ist. Du kannst ja gerne auf dem nächsten Con eine Umfrage machen. Wobei man wirklich strikt die Außen- von der Innenwahrnehmung trennen müsste.
Mit den Designern ist das im Übrigen wie mit den Rollenspielen, man wird keiner weil das andere so sehen, sondern weil man sich selbst so definiert. Ansonsten hat das sowas von entarteter Kunst.
Wobei ich Schekewaras Aussage hier eh wenig ernst nehmen kann, denn wenn Rollenspiel wirklich nur kreatives Erzählen wäre, frage ich mich, warum man dann das zu TRAUMA liest:
--- Zitat ---Das Grundregelwerk umfasst nicht nur die Grundregeln für abwechslungsreiches Rollenspiel in allen erdenklichen Genres, es beinhaltet auch die Charaktererschaffung, hunderte von Fertigkeiten aller Epochen, umfangreiche Kampf- und Medizinregeln, Magie und Zaubersprüche, eine Anleitung zur Erschaffung eigener Spielwelten, zahlreiche Kreaturen, Hinweise für Spielleiter sowie einigeBeispielcharaktere.
--- Ende Zitat ---
Klingt ziemlich nach einem Brettspiel.
Ein:
--- Zitat ---Auf meinem DMG steht James Wyatt, auf dem 4E for Dummies steht James Wyatt, kann mir freundlicherweise jemand sagen, wo hier DAS VERDAMMTE PROBLEM IST?!
--- Ende Zitat ---
Dass man halt irgendein hohles Argument bringen muss, damit es nicht nur Gefasel ist. ;)
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