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5e - enttäuschend für mich
Arldwulf:
Wodurch würdest du diesen Effekt begründet sehen? Gibt es etwas was an der 5e aus deiner Sicht besonders bastelfreudig ist.
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Arldwulf am 12.01.2015 | 15:51 ---Wodurch würdest du diesen Effekt begründet sehen? Gibt es etwas was an der 5e aus deiner Sicht besonders bastelfreudig ist.
--- Ende Zitat ---
1) Die Regelmodule. Mit Feats oder ohne, Mehrklassigkeit oder nicht, optionale Kampfregeln im DMG, Sanity, Spell Points etc. Jeder kann sich das Spiel so zusammenschrauben, wie er will.
2) Vorbereitungszeit bei 5E ist geringer. Das hat mir 3E als SL verlitten. Dadurch, dass ich weniger Zeit für Datenblöcke brauche, habe ich mehr Ressourcen frei, um mich um Dinge jenseits der Zahlendreierei zu kümmern. Wie, Setting, zum Beispiel.
3) Zufalls- und Begegnungstabellen ... werde wohl bald ein paar für mich basteln.
4) Ein impliziertes Setting, dass aber nicht in harte Regeln gepackt wurde. Man kann sich immer noch sein eigenes bauen, das von dem vorgegebenen abweicht.
Arldwulf:
Ist doch aber nix neues, oder? Ok, die Vorbereitungszeit bei 3.5 ist länger, (umgedreht die 4e aber wohl wieder improvisationsfreudiger) aber optionale Regeln haben bei D&D doch eigentlich durchaus Tradition.
Und implizierte Settings sind doch auch nix neues.
Aber ich merke grad, ich hab da wohl so oder so etwas anderes als du unter basteln verstanden.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Slayn am 12.01.2015 | 09:14 ---@DMG/Settings:
Reine Annahme, aber ich denke, das DMG hat hier mehr eine Alibi-Funktion. Die 5E richtet sich extrem stark an OSR-Spieler und dort ist der DIY-Gedanke dann doch arg weit verbreitet. Setting-Erstellungsregeln gehören in dem Bereich nun mal zum guten Ton und es wird schlicht und ergreifend erwartet das sie zum Grundpaket gehören, da wäre es ein ziemlich Faux-Pas gewesen, sie außen vor zu lassen.
Anders verhält es sich mit komplett fertigen Settings. Die Leute, die DIY mögen, werden wohl kaum auf die Kauf-ABs zurückgreifen, da das der Mentalität widerspricht. Ein komplett fertiges Setting das Ready2Play ist, steht aber in Konkurrenz zu den Abenteuern, die veröffentlicht werden, spätestens ab der Stelle, ab dem ein SL anfängt sich die Welt zu eigen zu machen und das AB nicht mehr mal einfach so bespielt werden kann. Also ja, auf der einen Seite ist es verschenktes Geld kein FRCS&Co. zu veröffentlichen, auf der anderen Seite eine Investition, da der Kunde als sein FR-Wissen aus den kommenden ABs ziehen muss.
--- Ende Zitat ---
Der DMG ist spitzenmäßig geworden. Wenn der "Alibifunktion" haben soll, dann möchte ich sehen, was raus kommt, wenn es mal keine Alibifunktion hat. Man kann mit dem DMG seine eigene Welt bauen und dann eigene Abenteuer entwerfen bis zum Sanktnimmerleinstag. Der DMG mit seinen ganzen Stichwortgeber Tabellen ist alles, was man sich an solider Kost für den DM wünschen kann.
Und ich glaube, Du gehst zu weit, wenn Du glaubst: "Noch nicht angekündigt" = "wird nicht veröffentlicht".
Die Planescape Grundbox hat es auf DriveThru gerade innerhalb einer knappen Woche zum SilverSeller gebracht. WotC wäre schön doof, wenn sie keine Settings veröffentlichen würden. Denn viele OSR Leute spielen durchaus gerne in einem Weltgerüst (halt nicht in ausdefinierten Konglomeraten wie Aventurien).
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Arldwulf am 12.01.2015 | 17:07 ---Ist doch aber nix neues, oder? Ok, die Vorbereitungszeit bei 3.5 ist länger, (umgedreht die 4e aber wohl wieder improvisationsfreudiger) aber optionale Regeln haben bei D&D doch eigentlich durchaus Tradition.
Und implizierte Settings sind doch auch nix neues.
Aber ich merke grad, ich hab da wohl so oder so etwas anderes als du unter basteln verstanden.
--- Ende Zitat ---
Ja, und mir ist eben gerade noch etwas aufgefallen; das ist aber mehr ein Problem von Verantwortlichkeit und Erwartungshaltungen.
1E, AD&D bis Dragonlance: Der SL ist dafür verantwortlich, ein Setting zu erschaffen, mit dem die Spieler interagieren können. Die Spieler sind dafür verantwortlich, dass ihre Charaktere überleben. Die Story entsteht retroaktiv, quasi, als Produkt der bisherigen Erlebnisse. Der Verlag ist dafür verantwortlich, dem SL die Werkzeuge zu liefern, dass das auch so funktioniert.
Beginnend bei Dragonlance: Der SL und der Verlag sind dafür verantwortlich, eine Story zu liefern, an der sich die Spieler erfreuen können.
3E: Der Verlag ist dafür verantwortlich, Produkte zu liefern, die sowohl dem SL als auch dem Spieler Spaß machen sollen. Ein Teil der Verantwortung für wohl und wehe der Spielercharaktere wird von den Spielern genommen und dem SL und dem Encountersystem übertragen (sowie Abenteuerpfaden, die alles schon vorgekaut haben).
5E: Der Verlag sagt: Macht, was Ihr wollt, wir geben Euch Werkzeuge für viele mögliche Varianten. Von: Altschuligem Dungeoncrawl über Abenteuerpfade bis hin zu Player-Empowerment-Dingen wie den Plot Points und Inspiration. (Ich privat hätte mir noch etwas mehr Werkzeuge für Sandkastenspiel gewünscht, aber hey, ich bin eh der DIY - Typ). Die Verantwortung ist wieder bei der Gruppe - vor allem, was die Vorauswahl der Komponenten angeht.
(Verantwortung = Wer dafür verantwortlich ist, das alle beteiligten Spieler Spaß haben.)
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