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Powerniveau und Magische Gegenstände
Tybalt:
Hallo,
Exemplars & Eidolons hat mich dazu gebracht, mal ein OSR-Rollenspiel auszuprobieren. Allerdings habe ich so meine Probleme mit dem einen oder anderen D&D-ismus. E&E räumt das meiste davon aus dem Weg, aber eins bleibt: magische Gegenstände. Ich mag das Konzept nicht, daß es geradezu unausweichlich ist, die SCs regelmäßig mit magischen Gegenstände auszustatten. Das würde ich gern weglassen, magische Gegenstände wird es primär nur als Gegenstände mit begrenzten Ladungen geben. Ich denke darüber nach, als Kompensation stufenabhängige Bonis zu geben: Jede 3. Stufe eine Verbesserung der Rüstungsklasse um 1, jede 4. Stufe einen Bonus von +1 auf Angriff/Schaden.
Kippe ich dadurch die Balance?
Arldwulf:
Was du in jedem Fall bedenken solltest ist die in früheren D&D Versionen enthaltene "Magische Gegenstände sind zerstörbar, verfluchbar und ab und an gefährlich" Haltung.
Wenn du die Boni stufenabhängig einfach fix verteilst ändert sich dies - die inherenten Boni lassen sich ja nicht zerstören und sind auch nie ein Fluch der auf dem Charakter liegt.
Ich kenne E&E aber nicht und weiß nicht ob dies dort überhaupt ebenfalls der Fall ist.
Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder):
--- Zitat von: Tybalt am 15.06.2015 | 16:00 ---Kippe ich dadurch die Balance?
--- Ende Zitat ---
Komplett und vollkommen. Deine Einschätzung spiegelt D&D 3 und später wider. Du mußt NICHT regelmäßig irgendwelche Goodies auf Deine SC werfen. Beachte einfach nur einen simplen Grundsatz: Erschaffe keine Encounter, in denen Deine SC machtlos sind, bzw. auf den sie nicht vorbereitet sein können. Man beachte die Emphase!
Der Rote Baron:
Bei D&D alter Schule bist du, was du hast. Der Unterschied zwischen zwei Kämpfern, Dieben, ZAuberern, Klerikern usw. gleicher Stufe ist weniger das eine oder andere Attribut, sondern (abgesehen von den Trefferpunkten) die Ausrüstung, die sie erworben haben.
Ein Kämpfer mit Stärke 18, Kon 16, GES 14 und einem Plattenpanzer und Schild ist eine Wurst gegen einen Kämpfer mit Stärke 14, Kon 12 und GES 10, der aber eine Plattenpanzer+1 einen Schild+2, ein Schwert+1, einen Elfenumhang und einen Schutzring +2 hat.
Außerdem beschneidest du den (zumndest für mich) Reiz von D&D: Schätze und Magie finden! Wenn ich ein paar Boni pro Stufe einsammeln will, dann spiel ich etwas anderes, was mir auch noch weitere Möglichkeiten der Entwiclung bietet (Talente, Fertigkeiten usw.).
Tybalt:
--- Zitat von: Der Rote Baron am 16.06.2015 | 19:26 ---Bei D&D alter Schule bist du, was du hast.
--- Ende Zitat ---
Und genau das ist der Punkt der mir eben nicht gefällt, und an dem ich schrauben will. Ich mag schon das Grundkonzept nicht. "Das ist das Schwert, was ich von meinem Vater geerbt habe, es heißt Blutdorn und ist seit Generationen in unserer Familie. Legenden ranken... Oh, wie cool, das generische Schwert+2 da hinten ist viel besser. Tschüß, Blutdorn!" Mag ich nicht. Will ich nicht.
--- Zitat ---Wenn ich ein paar Boni pro Stufe einsammeln will, dann spiel ich etwas anderes, was mir auch noch weitere Möglichkeiten der Entwiclung bietet (Talente, Fertigkeiten usw.).
--- Ende Zitat ---
Ich bin mir schon lange darüber im klaren, daß ich kein System finden werde daß mir 100% zusagt. Also nehme ich das, was ich zu 90% gut finde und passe den Rest an. Exemplars & Eidolons trifft mit dem hohen Powerniveau, dem einfachen Regelkonzept, den Talenten, die so richtig was bringen, und dem simplen und rudimentären Fertigkeitskonzept nah an Barbarians of Lemuria ziemlich genau das was ich derzeit von einem Rollenspiel will. Bis auf den erwähnten D&D-ismus eben. Und deswegen überlege ich aus den Gegenstandsboni inhärente Charakterboni zu machen.
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