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Welche Old School Spiele habt ihr gespielt?
korknadel:
Ich habe kaum D&D-basierte OSR-Spiele:
DCC RPG
Castles & Crusades
AD&D
LabLord
und streng genommen LotFP, aber das nur als PDF, was bedeutet, dass ich da eh nie reingucken werde ...
Gespielt, und zwar recht häufig:
DCC RPG
Ist für mich das Spiel, was genau den sense of wonder umsetzt, den die ersten DSA1-Publikationen in Ansätzen versprochen haben. Im Grunde deckt DCC RPG für mich alles ab, was ich im Bereich Oldschool so machen will, deshalb habe ich nicht mehr den Ehrgeiz, andere Sachen auszuprobieren.
Einziges Manko: Oneshots mit Chars Level 1+ sind nicht ganz so einfach, da man als Spieler eigentlich immer die Sonderfertigkeiten der Klassen zur Hand haben muss. Das heißt, dass man den Spielern für einen Oneshit neben dem Charbogen immer auch gleich ein paar Seiten Regelkopien in die Hand drücken muss (die der Spieler dann auch gleich erfassen muss).
D. M_Athair:
--- Zitat von: Rumpel am 9.06.2016 | 08:06 ---Die nötigen Änderungen (Reduzierung von HP Bloat) wurden nicht vorgenommen. Das führt zu einem extremen Disconnect zwischen Erschaffung/Dorf- und Charakterspiel und Abenteuerphasen.
--- Ende Zitat ---
Ich würde da tatsächlich "The Hero's Journey" zu Hilfe nehmen. Das schafften den HP-Bloat ab UND die Monster, die das GRW mitliefert, sind zu schätzungsweise 80% diejenigen, die auch bei BtW drin sind. Das heißt: Du hättest auch gleich Anschauungsmaterial um die Monster passend umzubauen. (Und die fehlenden Monster lassen sich dann - mit etwas Übung - auch leicht konvertieren.) Gibt es als pwyw. Also potentiell kostenlos als PDF.
... Crpyts & Things könnte dir vielleicht noch mehr taugen. Man merkt, dass da nebem dem OSR-Ethos auch RuneQuest-Ethos drin steckt. Autor Newt Newport hat ja auch OpenQuest geschrieben. Vielleicht auf die neue Edition von C&T warten. (Ich werd sie eh holen. Dann kann ich auch berichten.)
DCC RPG ... besetzt für mich die Schnittstelle von Vanilla-Fantasy, Sword & Sorcery und Pulp.
Deswegen wünsche ich mir mehr Abenteuer für die Shudder Mountains (Chained Coffin Box) und eine Punjar-Box.
[Aber zuerst muss ich das Buch zum Buchbinder schicken, dass der mir 4 Hefte draus macht - oder ich kaufe mir ein Lesepult. So ist die fette Regelschwarte für mich unlesbar.] Ich würd das gern spielen - auch die bisherigen Lankhmar-Sachen und v.a. die Reihe "Fairy Tales from Unlit Shores" von Purple Duck gefällt mir ganz gut. Aber ohne Regelwerk-Lesen geht das nicht. Und: Ich bin mir nicht sicher, ob ich einen "Spielslot" für DCC frei bekomme.
Achamanian:
--- Zitat von: Contains Diseases am 9.06.2016 | 14:06 --- ... Crpyts & Things könnte dir vielleicht noch mehr taugen. Man merkt, dass da nebem dem OSR-Ethos auch RuneQuest-Ethos drin steckt. Autor Newt Newport hat ja auch OpenQuest geschrieben. Vielleicht auf die neue Edition von C&T warten. (Ich werd sie eh holen. Dann kann ich auch berichten.)
--- Ende Zitat ---
Danke für den Hinweis! Ich habe das tatsächlich schon länger im Blick, weil ich ja sehr angetan von der Spielbarkeit der OpenQuest-Sachen bin.
korknadel:
--- Zitat von: Contains Diseases am 9.06.2016 | 14:06 ---Deswegen wünsche ich mir mehr Abenteuer für die Shudder Mountains (Chained Coffin Box) und eine Punjar-Box.
--- Ende Zitat ---
Ja, ja, ja, ja. JAAAAAAAAA!!!!!!!!
Vor allem Punjar!
Sorry für das OT, aber da ist die Fanboy-Begeisterung mit mir durchgegangen.
D. M_Athair:
Kein. Problem. Ich hatte mir damals extra 2 (der 3) Punjar-Abenteuer für 4E besorgt.
Spielerfahrung:
Labyrinth Lord.
Die Festung des Bergkönigs habe ich zwei oder drei Mal geleitet. Nach dem ersten Mal habe ich Tiles dafür gebastelt. (Da mir der Kartographie-Modus immer noch nicht gefällt, werde ich demnächst eine Hausregel auf mein Blog packen.) Und nach dem zweiten Mal Spielen habe ich Illus angefertigt.
Das Ankommen in Larm, das Mitbekommen des Problems der Goblin-Raids, die Verhandlungen mit dem Ortsvorsteher, das Anwerben von NSC und die Handlungen der Dorfbewohner, war ein gute "freiformiges" Reinkommen ins Rollenspiel. Tendenziell ist das jedes Mal zu lang geworden. Nie Handlungen, in die sich die SC verwickelt hatten und ihre eigenen Unternehmungen im Dorf waren cool, keine Frage, aber in Anbetracht dessen, dass wir "die Festung" als max. Two-Shot spielen wollten mMn nicht ganz stimmig.
Die Spieler(innen), von denen in den drei Runden keiner vorher Old School gespielt hatte, kamen gut ins OSR-Spiel rein. Das erste Mal gab es auch coole Kampfaktionen, die das Regelsystem über Rulings perfekt abbileden konnte und die zum Abenteuer/ins Genre passten. Das waren mit die spannendsten Kämpfe, die ich je im RSP erleben durfte. Die Gruppe hat trotzdem zwei SC verloren. Den Halbling, der durch den gefangenen Halbling ersetzt werden konnte. (Der Spieler konnte sich auch gleich in den neuen SC reindenken und spielte ihn überzeugend anders als seinen ersten SC.) Der zweite Tod konnte nicht kompensiert werden. Der tote Kleriker wurde aber nicht zurückgelassen, sondern mitgenommen. Für ein Folgeabenteuer hätte es eine Queste für seine Wiederbelebung geben können. (Nachdem dem Spieler und den anderen viel an dem SC lag, fand ich das OK.) Vielleicht schreibe ich mal "the Quest for New Life" nieder. LabLord funktioniert für offene Spielerinnen und Spieler tatsächlich recht gut. Ein Spieler der zweiten Runde hat sich sogar ein Regelbuch gekauft und seine eigene Runde an seinem Studienort aufgemacht. Die Mischung aus wenigen harten (manchmal übermäßig starren) Regeln, Rulings und Freiform, die OSR-Spiele bieten, finde ich nach wie vor toll. (Zu den Spielerinnen und Spielern: Es waren Neulinge dabei, DSA3-Spieler(innen), Cthulhu-, OSR- und Freiformspieler.
... ein Abenteuer mit der Roten Box (cD&D/Mentzer) hat mal gar nicht funktioniert. Ich kannte das System noch nicht so gut, es war auf ner Con unter Freunden und Freundesfreunden und hatte ein "zu großes" Abenteuer genommen (Palast der Silberprinzessin). Wandernde Monster nehme ich seitdem nur noch her, wenn sie wirklich Sinn machen und nicht nach den offiziellen Regeln. Einer der Spieler hat danach mit mir LabLord gespielt, die D&D4-Fans waren mehr oder weniger entsetzt. :-X
Die Kunst beim OSR-Spielen, ist mMn, dass man sich die Regeln zu eigen macht. Man sollte sie nicht "out of the box" verwenden. Auch als Neu-SL nicht. Wenn du mit einer Regel nichts anfangen kannst: Lass sie weg oder besser: denk dir eine eigene Regelung aus, von der du meinst, dass sie zum Rest des Regelwerks passt. Das einzige, was ich nicht ändern würde sind so grundlegende Designs wie AC, HP, Rettungswürfe und Attributsboni. (Innerhalb dieser Designs kann man schon Änderungen vollziehen. AC z.B. kann man auch um Schadensreduktion ergänzen: Bei THJ reduzieren Rüstung Schaden und Schilde geben Boni auf die AC; man kann 0HP=10 spielen oder nach 0HP CON-Schaden verteilen, der schwer heilt - wie C&T, ... Kurz man kann vieles modifizieren, aber die Sachen würde ich grundsätzlich nicht rauswerfen.)
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