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oD&D, cD&D, AD&D, AD&D 2nd ... die Unterschiede
Rorschachhamster:
--- Zitat von: Koronus am 27.10.2017 | 00:02 ---Ich frische das Thema Mal auf da ich denke es passt hier dazu nämlich aus BEAM D&D Sicht wie unterscheiden sich AD&D und AD&D 2nd davon und ist also der Unterschied zwischen AD&D und AD&D 2 so groß wie zwischen D&D 3 und D&D 3.5?
--- Ende Zitat ---
OK, AD&D hat einiges, was BECMI nicht hat, was aber schon Teil von oD&D war, nämlich die Trennung von Race und Class. Und mehr Völker (Gnome und Halborks).
Dann hat AD&D allgemein eine Menge Regeln für spezielle Situationen, die so bei BECMI nicht, oder anders erst im RC, zu finden sind. Waffenanpassungen an Rüstungen, Geschwindigkeitsfaktoren für Waffen, 9 Gesinnungen statt drei, Kosten für Stufenaufstieg etc.pp. Der Regelkern ist viel umfänglicher (Und wurde mEn oft in Teilen ignoriert) und hat halt oft was von Regelsammlung.
AD&D Second Edition nimmt jetzt diese Regeln und glättet diese (manchmal hin zu etwas langweiliger... >;D), ohne sie in eine allgemeingültige Form zu giessen. Moral wird mit 2W10 gewürfelt statt mit 2W6 und sowas. Insofern ist auf der einen Seite AD&D zu AD&D2e eine größere Umstellung als D&D3.0 zu 3.5, aber da weder das krampfhafte Balancing noch der uniformierte Regelwurf (W20+X gegen SG) vorherrschte, war die Umstellung auch kleiner - die Probleme, die man beim Leiten von AD&D/AD&D2e gemischt hatte, waren kleiner, weil es halt eh nicht in sich gebalancet war wie es versucht wurde bei 3.x. Encounter Level und so weiter gab es halt nur sehr begrenzt und nicht als wichtigstes Element bei einer Herausforderung.
Das sind jetzt völlig subjektive Erinnerungen und andere haben das vielleicht anders erlebt. ;D
Settembrini:
1e und 2e sind wie Merkel 2005 und die AfD: Äußerlich oft die exakt selben Inhalte, aber keiner würde die beiden wohl heute gleichsetzen.
Konkret:
1e: Permissiv
- Diebe bekommen hinterhältigen Bonus, sobald Sie von hinten oder irgendwie unbemekrt angreifen
- Suprise/Überraschung als integraler Regelbestandteil
- Teufel und Dämonen
- Halborkassasinen
- SC Klassen sind einfach
- Große Monster haben mittelviele HD
2e Restriktiv:
- Blalbla Der Dieb bekommt das nur dann wenn...und dann auber auch nur wenn blablabla
- Überraschung wird optional und marginalisiert.
- Bateezu und Tanari Kinderkram
- keine Halborks mehr Assasinen sowiesonich...
- Unausgewuchtete Subsysteme zur Ausschmückung des SCs...die Alles über Splatbooks, zwergische Schlachtenwüter...Specialty Priests
- Große Monster haben astronomisch viele HD
1e: XP für Schätze
2e: XP für Monster und DM-Willkür
1e: haufenweise Baukästen und offene Welten und vor allem Dutzende erstklassige Dungeonabenteuer
2e: geschlossene, konsumentensichere Welten und haufenweise Railroading und /oder Überlandabenteuer
Samael:
Darin steckt ein Kern Wahrheit, aber es ist maßlos überspitzt, zum Teil falsch (der 2E Dieb bekommt seinen Schaden auch sobald er unbemerkt oder von hinten angreift...). Der Systemkern ist fast gleich. Was können die Grundregeln der 2E für die Splatbooks, für den Setting-Schund der ab den frühen 90ern dafür erschienen ist?
Wenn du sagst Adnd 1 hat bei weitem die besseren Abenteuer, dann bin ich bei dir.
Aber die drei Corebooks von '89 sind auf keinen Fall wesentlich anders oder ga schlechter als die von Adnd 1.
Settembrini:
--- Zitat von: Samael am 27.10.2017 | 19:39 ---Aber die drei Corebooks von '89 sind auf keinen Fall wesentlich anders oder ga schlechter als die von Adnd 1.
--- Ende Zitat ---
Doch das DMG 2e ist eine Katastrophe und hat mit dem echten DMG nur die magischen Gegenstände gemein. Zugegeben immerhin noch ca. 80 Seiten verbatim kopiert.
Weiterhin ist der gigantische materielle Unterschied ja oben fette hervorgehoben: XP für Gold vs XP nach SL Willkür. Das ist wirklich ein fundamentaler Unterschied.
Davon ab sind beide größtenteils kompatibel, regeltechnisch, hast Du recht. Aber eben nicht philosophisch. Das wird natürlich durch die sich überlappende Publikationshistorie schwammig gemacht. Und vor allem darurch, daß in den 2e Corebooks nahezu alle 1e Regeln asl Optionen drinne sind. man KANN also mit den Büchern einfach seine 1e Kampagne weiterspielen. Haben aber gerade in Deutschland die meisten nicht gemacht.
3e hat ja am Anfang gerade wegen des philosophischen Schwenks zurück zum Dungeon so ein Riesen-Revival ausgelöst.
Ebenso sicher bin ich mir bei den Dieben, ich habe es neulich erst nachgelesen. Guck ruhig selbst.
Im Endeffekt gab es wegen der verschobenen Philosophie sehr viele Runden, die hinterhältigen Angriff in 2e nur erlaubt haben, wenn der Dieb vorher erfolgreich im Schatten versteckt war. Bei 1e reicht einfach das was 3e dann Flanking genannt hat. Ein himmelweiter Unterschied eben permissiv vs restriktiv.
Viral:
--- Zitat von: Settembrini am 27.10.2017 | 14:14 ---Konkret:
1e: Permissiv
- Diebe bekommen hinterhältigen Bonus, sobald Sie von hinten oder irgendwie unbemekrt angreifen
- Suprise/Überraschung als integraler Regelbestandteil
- Große Monster haben mittelviele HD
2e Restriktiv:
- Blalbla Der Dieb bekommt das nur dann wenn...und dann auber auch nur wenn blablabla
- Überraschung wird optional und marginalisiert.
- Unausgewuchtete Subsysteme zur Ausschmückung des SCs...die Alles über Splatbooks, zwergische Schlachtenwüter...Specialty Priests
- Große Monster haben astronomisch viele HD
1e: XP für Schätze
2e: XP für Monster und DM-Willkür
--- Ende Zitat ---
bei den Sachen stimm ich dir zu. Vorallem ist es eigentlich total bescheuert in der 2nd Edition, dass man so die Spieler zum Monster schnetzeln zwingt.
Der restlichen genannten Punkte in den Post halte ich eher für kosmetische Aspkete. Ob die nun Teufel oder Baatezu oder sonst wie heißen ist ja eigentlich egal.
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