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[Cypher System] Smalltalk
Swanosaurus:
Ich habe das Cypher-System jetzt doch tatsächlich zum ersten mal aus Spielerperspektive erlebt, bei einem Numenera-Oneshot (nachdem ich vor vielen Jahren eine lange Kampagne geleitet habe und mit gemischten Gefühlen herausgegangen bin).
Insgesamt gefällt es mir gut, besser sogar, als ich es in Erinnerung hatte. Und dass, obwohl der SL für meinen Geschmack viel zu viel hat Würfeln lassen, was bei Cypher eher problematisch ist, weil ja jedes Mal die Überlegung ausgelöst wird, ob man jetzt Effort ausgibt (und wenn dann bei neuen Spielern das Effort-Edge-System noch nicht richtig sitzt, kann das schon mühsam werden).
Schön finde ich, dass dadurch, dass insbesondere bei Numenera die Gegner sich eigentlich immer vor allem über eine einfallsreiche Spezialfähigkeit definieren, Kämpfe meistens schon an sich kleine Szenarien sind, die eigene Problemlösungsstrategien anregen.
Mir ist auch noch mal bewusst geworden, dass ich den Abnutzungs-Regenerations-Zyklus des Cypher-Systems mag. Wir haben uns viele Gedanken über unsere Rast-Ökonomie gemacht, um wieder die schnellen Regenerationen freischalten zu können, und trotzdem hat sich das organisch und settinglogisch angefühlt ("Hey, Leute, wir können jetzt nicht die ganze Nacht weiterziehen, wir müssen einfach irgendwann auch mal schlafen). in der Beziehung ist das System wirklich elegant. Und ich mag es nach wie vor, dass sich die Pools einfach konstant verbrauchen und die Übergänge zwischen Erschöpfung, Verletzung und "Glücksvorrat" fließend sind.
Ich fremdele nach wie vor mit Cyphers, die sich einfach selbst in Numenera zu sehr wie ein Spieleffekt und zu wenig wie eine Sache anfühlen, die im Rahmen des Settings wirklich einen Sinn ergibt. Die Idee mit den "subtle Cyphers" scheint mir da auch immer eine komische Notlösung zu sein, und letztendlich frage ich mich immer wieder: Wozu Cyphers im Cypher System?
Und ein bisschen unbefriedigend finde ich es nach wie vor, dass Foki in den Effekten so eng sind. Wenn ich wieder Cypher leiten würde, würde ich glaube ich über die Fokusfähigkeiten hinaus general festlegen: "Foci enable" - wenn ich Eiskräfte habe, dann kann ich damit Eissachen machen, und zwar mehr, als meiner Fähigkeitsliste steht, punkt. Und vielleicht auch: "Determiners ease" - wenn ich "Strong" bin, habe ich nicht nur die Skill, Sachen kaputtzuschlagen, sondern rein Kraftbasierte Aufgaben sind für mich prinzipiell eine Stufe leichter.
Überlege jetzt ernsthaft, ob ich mir Magnus Archives anschaffe. Den Podcast höre ich mir gerade an, und anscheinend erhält das RSP ja für das Cypher-System neue Stress-Regeln, die ganz sinnvoll klingen. Außerdem kann ich mir das Cyphersystem gerade ganz gut für Horror vorstellen, wenn man den ständigen Verlust von Poolpunkten in den Mittelpunkt stellt.
Leonidas:
Kennst du das aktuelle Magnus-Funding schon?
https://www.backerkit.com/c/projects/monte-cook-games/the-magnus-archives-rpg-tangled-in-the-web#top
Da gibt es zu jedem pledge level das core-pdf dazu.
Swanosaurus:
--- Zitat von: Leonidas am 5.03.2025 | 13:40 ---Kennst du das aktuelle Magnus-Funding schon?
https://www.backerkit.com/c/projects/monte-cook-games/the-magnus-archives-rpg-tangled-in-the-web#top
Da gibt es zu jedem pledge level das core-pdf dazu.
--- Ende Zitat ---
Ja, schon gesehen ... aber letztendlich werde ich das wahrscheinlich günstiger alles später hier in Deutschland im Print beschaffen können (und ob ich wirklich alles will, ist ja noch ne andere Frage), deshalb werde ich wohl erst mal gucken, dass ich irgendwoher das Corebook im Print bekomme.
Finde es auch sehr schön, dass das ein Horrorsetting mit einer eigenen Mythologie Abseits Vampir-Werwolf-Zombie-Kitchen-Sink, aber auch abseits des Cthulhu-Mythos ist. Das hat mir schon bei Esoterrorists gefallen, und Magnus Archives macht einen ähnlich guten Eindruck auf mich.
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