Tanelorn.net

Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: chad vader am 12.02.2017 | 21:48

Titel: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: chad vader am 12.02.2017 | 21:48
Moin!

In vielen englischsprachigen D&D-Runden sind schottisch sprechende Zwerge und irisch sprechende Feen/Gnome etablierte Klischees. Irgendwo hab ich auch schon Tieflinge mit russischem Akzent gehört.

Im Deutschen hab ich sowas bislang noch nicht gesehen. Einzig DSA hat für verschiedene mittelreichische Provinzen irdische Dialekte eingeführt. Aber für D&D-Rassen gibt es nach meinem Kenntnisstand in deutschen Runden kein verbreitetes Pendant zu den englischen Mundart-Klischees für Zwerge, Feen & Co.

Wie sieht das bei Euch aus? Habt Ihr Dialekte für bestimmte Völker in Euren D&D-Runden eingeführt?

Persönlich hatte ich mal eine Zwergengruppe mit Schwitzerdütsch sprechen lassen. Sonst hab ich mehr mit Stimmlage als mit Mundarten experimentiert. Für meine bald startende FR-Kampagne überlege ich, auch einen Alpindialekt für Schildzwerge (evtl. Südbairisch/Österreichisch) und einen osteuropäischen Akzent für Drow einzuführen. Schwäbelnde Halblinge wären eigentlich auch ganz witzig...

Grüße
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Mutifu am 12.02.2017 | 22:17
Meine Zwerge bei Pathfinder haben auch auf Deutsch einen schottisch angelehnten Akzent. Andere Sachen habe ich noch nicht ausprobiert. Dieser schottische Akzent hat auch den Vorteil, dass er schwer einzuordnen und wenig stereotypenbehaftet ist. Elfen mit französischem Akzent wären zum Beispiel sicherlich interessant, aber irgendwie auch albern.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Bad Horse am 12.02.2017 | 22:26
Ich fürchte, dass die meisten Dialekte im Deutschen ziemlich schnell zu Slapstik verkommen. Wir hatten allerdings mal eine sehr lustige Runde mit einem saarländischen Elfen und einem hessischen Zwerg... :)
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Auribiel am 12.02.2017 | 23:17
Ich hab die Quelle nicht mehr, aber angeblich war/ist es so, dass in einigen Larps die Drows Englisch sprechen, bzw. Englisch als Drowsprache gilt.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Isegrim am 12.02.2017 | 23:38
Das ist mehr als uralt, und hat mWn auch nie wirklich funktioniert. Verstehen halt zu viele. Aber ein paar Drow nutzen Drow (soweit das aus D&D-Quellen inkl Drizzt-Serie uä möglich ist).

Warum haben die "Bösen" eigentlich immer einen osteuropäischen Akzent? Sind das immer noch Tolkien-Nachwirkungen, nach denen die bad guys nun mal von Osten kommen?

Eigentlich find ich Dialekte bei Nicht-Menschen nicht wirklich passend. Außer natürlich bei SR...
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Erdgeist am 13.02.2017 | 00:05
Mir sind bisher nur Elfen mit französischem Dialekt begegnet, weil beides "schwul" ist, aber das war in Jugendzeiten und heute nicht mehr wirklich lustig.

Dass Zwerge in besonderem Dialekt gesprochen werden, kenne ich auch, aber da kann ich keinen bestimmten nennen. Schottisch ist mit der deutschen Sprachen halt eher schlecht zu emulieren und auch zu unbekannt.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Siouxy am 13.02.2017 | 08:44
Bei unserer anderen SL schwäbeln die ländlichen Halblinge tatsächlich (meine mittlerweile auch), ansonsten sind es eher einzelne NPCs.
Der Kuo-Toa Sloopidoop aus der Abyss-Kampagne klingt bei mir wie Tevye aus Anatevka - und der ist kein *Böser*.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Rabenmund am 13.02.2017 | 09:13
Warum eigentlich nur Fantasy? Bei uns in der Star Wars-Runde hat sich Schwäbisch zum "offiziellen" Dialekt der Unterschicht von Corruscant entwickelt, da der (ansonsten hochdeutsch sprechende) Corruscanti-Spieler beim Ausspielen seines Charakters betont stark schwäbelt *g*
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: chad vader am 13.02.2017 | 09:19
Leicht OT zu Bad Horse:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: chad vader am 13.02.2017 | 09:22
@Rabendmund
Hast Recht. Ich hab das Thema etwas eingegrenzt, weil ich v.a. die aus dem englischen übersetzten Rollenspiele diskutieren wollte. Mich interessiert nicht, wie urdeutsche Systeme wie DSA oder MIDGARD bestimmte Dialekte verwenden.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Hellstorm am 13.02.2017 | 09:25
Wenn ich Hochelfen NPC´s hatte, dann waren die immer "Hochdeutsch".  ~;D
Zwergisch habe ich immer durch eine sehr "abgehackte" Sprache dargestellt.


Halblinge und Gnome gabs nie ^^
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: nobody@home am 13.02.2017 | 09:30
Ich tue mich schon schwer genug mit dem gerne mal üblichen gestelzten "Fantasy-Deutsch", ich brauche nicht unbedingt auch noch Rassendialekte dazu. ::)

Ganz abgesehen davon, daß ich damit gleich wieder vor der Wahl stünde, entweder das gute (?) alte D&D-"alles, was nicht Mensch ist, ist Monokultur"-Klischee zu bedienen, oder aber jeder anderen Rasse wie den Menschen auch potentiell mehrere Dialekte zuzugestehen...was aber dann natürlich wieder mehr Arbeit wäre und den wohl erhofften spontanen "Aha, der klingt elfisch!"-Wiedererkennungswert wohl zum Großteil wieder zunichte machen würde.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Hellstorm am 13.02.2017 | 09:32
Denke das Dialekte sich vorallem durch "Redewendungen" aus. Es gab in "Sigmars Erben" eine sehr schöne Abhandlungen zu dem Thema.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Justior am 13.02.2017 | 12:40
Ich muss sagen, dass bei uns sowas bisher nie rassenspezifisch vorkam. Also wenn, dann waren das auch eher regionale Unterschiede, oder ein Akzent hatte etwas mit der Geschichte des SCs bzw. NSCs zu tun. Denn wenn man wirklich "authentisch" einen Akzent oder Dialekt reinbringen wöllte, dann müsste man sich ja erst einmal in die Elfische/Zwergische/Wasauchimmer Sprache aus dem Setting eindenken und dann überlegen, was für Akzente o.Ä. das erzeugen könnte.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Viral am 13.02.2017 | 12:50
noch nicht erlebt, aber Elfen sollten Wienerisch sprechen, Orks Oberpfälzerisch, Menschen Schweizerdeutsch, Zwerge Plattdeutsch, Halblinge Badisch und Gnome Hessisch ... und dann braucht man noch nenn Dolmetscher in jeder Runde, damit die SCs sich unterhalten können  ~;D
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Rorschachhamster am 13.02.2017 | 13:00
noch nicht erlebt, aber Elfen sollten Wienerisch sprechen, Orks Oberpfälzerisch, Menschen Schweizerdeutsch, Zwerge Plattdeutsch, Halblinge Badisch und Gnome Hessisch ... und dann braucht man noch nenn Dolmetscher in jeder Runde, damit die SCs sich unterhalten können  ~;D
Die Logik ( ~;D) dahinter verstehe ich nicht... sollten Zwerge nicht eher Schweitzerdeutsch sprechen? Berge und so? Dann Gnome Schwäbisch, weil verwandt? Plattdeutsch eher Halblinge, weil Auenland = Marschland???  ;D
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: nobody@home am 13.02.2017 | 13:12
Wenn man sich am Original-Tolkien und seinen Gedanken zur Sprache seiner Zwerge (https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachen_und_Schriften_in_Tolkiens_Welt#Khuzdul_.28Zwergisch.29) orientieren wollte, dann müßten die wohl einen hebräischen oder, mehr heiter-volkstümelnd, "jiddischen" Dialekt aufweisen...ich glaube aber, das wird sich gerade in Deutschland nicht so wirklich durchsetzen.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: murksmeister am 13.02.2017 | 13:35
In meiner Runde sprechen die Halblinge mit französischem Dialekt, allerdings leben sie auch in einer Republik, die stark nach Südfrankreich aussieht...
Ansonsten funktionieren Dialekte häufig nicht bei uns. Zu 3.5 Zeiten hatten wir mal ein Catfolk mit arabischem Akzent dabei (und bei DSA spielte ich mal einen Nobaden mit russischem Akzent), ansonsten sprechen die meisten Hochdeutsch oder eben den Dialekt den sie auch privat verwenden.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Viral am 13.02.2017 | 14:00
Die Logik ( ~;D) dahinter verstehe ich nicht... sollten Zwerge nicht eher Schweitzerdeutsch sprechen? Berge und so? Dann Gnome Schwäbisch, weil verwandt? Plattdeutsch eher Halblinge, weil Auenland = Marschland???  ;D

da kann ich nix dagegen sagen
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Greifenklause am 13.02.2017 | 14:03
Sprache ist halt behindert.
Und für Dialekte gilt im Grunde nichts anderes.
Deshalb wählt willkürlich Dialekte aus, solange es dem Spielspaß dient
und keine Real-Kultur über Gebühr belastet.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Mutifu am 14.02.2017 | 13:05
Sprache ist halt behindert.

Solltest du das nicht langsam mal zu deiner Signatur machen?  ~;D

Hast aber natürlich Recht, warum nicht einfach mal machen. Nur so kommen die Dialekte auch aus dem Tal der Albernheit irgendwann mal heraus.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Koruun am 14.02.2017 | 18:55
In meiner Welt sprechen die Hügelzwerge so Laien-Schwiizerdütsch, einfach weil ich es kann und die Gruppe es gut aufgenommen hat, odr?
Und die Bergzwerge halt einen härteren Akzent, mit härterem ch, was dann ein bisschen in Richtung russisch klingt.

Ansonsten nehme ich mich mit Dialekten zurück und beschränke mich aufs Stimme verstellen, wenn es sein muss.
Titel: Re: Dialekte für Fantasyrassen in deutschen D&D-Runden
Beitrag von: Der Rote Baron am 19.02.2017 | 20:11
noch nicht erlebt, aber Elfen sollten Wienerisch sprechen, Orks Oberpfälzerisch, Menschen Schweizerdeutsch, Zwerge Plattdeutsch, Halblinge Badisch und Gnome Hessisch ... und dann braucht man noch nenn Dolmetscher in jeder Runde, damit die SCs sich unterhalten können  ~;D

Genau! Und Dunkelelfen sprechen Sächsisch: "Gennze mier villoicht moh de Kümmsäbel gem, nuh?
Da kommt Drizzt do nochmal so cool rüber und Menzoberranzan gleich viel dunkler daher.