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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Blizzard am 30.03.2017 | 10:55

Titel: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Blizzard am 30.03.2017 | 10:55
In einer der zahlreichen Pen&Paper-Gruppen auf Facebook wird grade ein Fall heiß diskutiert, und mich würde eure Meinung dazu interessieren. Da es ja bekanntlich Leute geben soll,die FB nicht nutzen (auch wenn das wohl eine Minderheit ist) werde ich das nicht verlinken, sondern den Fall kurz schildern:

Endkampf in einem Abenteuer. Die Gruppe gewinnt den Endkampf doch noch bzw. knapp. Nach dem Abenteuer sagt einer der Spieler (Spieler A) zum SL: ""Zum Glück ist dir nicht aufgefallen, dass du Regel XY falsch angewendet hast. Hättest du das so gemacht, wie das im Buch steht, wären wir am Arsch gewesen." Spieler B hat daraufhin Spieler A gefragt, ob er denn die ganze Zeit gewusst habe, dass der SL die Regel(n) falsch anwendet/auslegt. Spieler A hat das daraufhin bejaht.

Die falsche Anwendung/Auslegung der Regel erfolgte in Unkenntnis des SL und nicht etwa beabsichtigt.

Spieler B war daraufhin fassungslos (ob dieser Aussage). Seiner Ansicht nach hätte Spieler A den SL darauf hinweisen müssen, dass er die Regel(n) falsch anwendet/auslegt. Spieler B sieht das als "Schummeln" an und fühlt sich (um den Endsieg) betrogen, weil ja nicht alles regelkonform abgelaufen ist. Spieler B meinte zudem noch, wäre er SL gewesen, hätte er den betreffenden Spieler (als Konsequenz) aus der Runde geworfen.

Wie seht ihr das? Müssen Spieler den SL in solch einer Situation darauf hinweisen, dass er die Regeln grade falsch anwendet oder dürfen sie sich (diebisch) freuen (und ins Fäustchen lachen), weil der SL das gerade nicht merkt? Besteht eine "Melde-oder Hinweispflicht" seitens der Spieler in solch einer Situation?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Noir am 30.03.2017 | 11:03
Ich finde Spieler B hat in dieser Situation recht und wir handhaben es für gewöhnlich auch so, dass Fehler angesprochen werden. Das nicht zu tun wäre für mich auch cheaten. Ich verstehe auch nicht, wie jemand daran Spaß haben könnte. Ich würde mich auch um die spannende Szene betrogen fühlen. Rauswerfen von Spieler A halte ich wiederum für eine ziemliche Überreaktion.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 30.03.2017 | 11:05
Ich denke ja, man kann das weniger hartleibig diskutieren, aber: Es kommt auf die Runde an. Wenn das taktische Schlagen der gestellten Herausforderung Kern des SPiels ist, und die korrekte Regelanwendung teil dieses "Erfolgs" ist, kann ich etwas Ärger verstehen. Aber da geht es meist auch um komplexe Systeme bei denen die SL manchmal Hilfe braucht, um die Charakerklassen im Blick zu behalten. Rauswurf? Naja. 
Persönlich würde ich sagen "buuuh, lame", und davon ausgehen dass der Spieler auf spaßige Weise eine ausgewischt bekommt :) und Meldepflicht finde ich in der Formulierung auch...ich meine, was soll das? Wenn jemand absichtlich den Spielspaß der Gruppe torpediert, wird das angesprochen, und muss gelöst werden. Gilt für jedes Problem und braucht keine gesonderten Pflichten.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Der Nârr am 30.03.2017 | 11:06
Ja, natürlich. Alle Spieler sollten sich gegenseitig unterstützen und helfen, die Regeln richtig anzuwenden. Das ist nicht nur ein Akt der Fairness, sondern auch des freundschaftlichen und respektvollen Umgangs miteinander.

Man muss das ja nicht ausdiskutieren, es reicht ja erstmal anzumerken, dass man meint dass das anders funktionieren müsste. Dann kann man immer noch entscheiden ob man das Spiel unterbricht, um das genauer zu klären oder erst nach der heißen Action da in die Tiefe geht.

Bei Spieler A lag offenbar die Vorstellung vor, dass man nicht mit dem Spielleiter zusammen ein Spiel spielt, sondern dass man gegen den Spielleiter in einem Wettbewerb steht und jeden, auch unfairen, Vorteil ausnutzen darf.

Wenn ein Spieler bemerkt, dass ein Regelbruch begangen wird - ob zu seinen Gunsten oder Ungunsten - und nichts sagt, dann ist er mit verantwortlich für diesen Regelbruch. In diesem Fall hat der SL einfach eine Regel falsch benutzt, aber der Spieler A hat betrogen, da er wissentlich von einem Regelfehler zu seinen Gunsten profitiert.

Etwas völlig anderes ist es, wenn ein Spielleiter etwa das Potential seiner Figuren nicht ausnutzt, sagen wir eine Kreatur kann Feuer speien macht es aber nicht. Ein Spieler hat die ganze Zeit Angst, dass der Feueratem kommt und wundert sich schon. Er fragt am Ende nach, wieso kein Feueratem kam, da kommt raus, dass der SL das vergessen hatte. Hier wurde aber keine Spielregel falsch angewandt, sondern einfach das Potential einer Figur nicht ausgenutzt. Der SL steht ja auch nicht in der Pflicht, den Spielern Tipps zu geben, wie sie ihren Charakter möglichst effizient spielen.

Rausschmeißen würde ich Spieler A nicht, aber mit dem klären wollen, warum er so an das Spiel herangeht und nichts gesagt hat. Da kann sich natürlich ergeben, dass man so unterschiedliche Vorstellungen davon hat, wie man zwischenmenschlich und im Spiel miteinander umgehen möchte, dass ein gemeinsames Weiterspielen keinen Sinn mehr macht.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Wandler am 30.03.2017 | 11:06
[Meine persönliche Meinung:] Natürlich hätte er ihn hinweisen müssen - aus reiner Höflichkeit. Ich hätte den Spieler wegen sowas sicher nicht aus der Runde geworfen, aber über kurz oder lang weiß ich, das ich mit solchen Einstellungen eher schlecht auf Dauer kann. Einfach weil das eine fundamental andere Herangehensweise an das Spiel ist.

Vielleicht hat der SL das absichtlich anders gehandhabt. Vielleicht ist es in der Runde Usus, dass der SL viel ändert - dann sieht das alles anders aus. Aber was du beschreibst klingt eher so, als würde wenigstens ein Spieler in der Runde davon ausgehen, dass "by the book" gespielt wird (derjenige der sich um den Endsieg betrogen gefühlt hat).

Ich sehe das auch als schummeln - wenn es absichtlich gemacht wird. Ich hab aber durchaus auch Rollenspielrunden, da gibts kein "by the book".

Die Spieler gewinnen ist ja noch der harmloseste Ausgang. Was wäre gewesen, wenn ein Spieler seinen geliebten Charakter aufgrund so eines Regelfehler verloren hätte und der andere Spieler sagt nichts?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Teylen am 30.03.2017 | 11:10
Ich persönlich finde das er nicht darauf hinweisen muss.
Respektive das man andere Spieler nicht für die eigenen Fehler verantwortlich machen kann. Geschweige den das es angemessen ist die Spieler aufgrund des eigenen Versagens zu bestrafen in dem man sie aus der Runde wirft.
 
Ansonsten wäre die Konsequenz daraus das man als Spieler halt gar nichts mehr dazu sagt.
Als sich so der Rachsucht der Spielleitung respektive Spieler auszusetzen, weil man das Spiel nicht mit einer Regelkorrektur unterbrochen hat.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.03.2017 | 11:13
(Meine persönliche Meinung) Für mich wäre es selbstverständlich einen Hinweis zu geben. Da bei jedem Menschen Erfolg eine unterschiedlich Wichtigkeit hat würde ich es auch nicht verurteilen den Fehler zu verschweigen. Im laufe der Zeit gleicht sich so was meist aus.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Wandler am 30.03.2017 | 11:13
Teylens Einwand ist ausgezeichnet. Wenn das DAUERND passiert, dann muss man abklären wie genau die Regeln zu befolgen sind und falls sie "sehr genau" zu befolgen sind warum dann dauernd Regelfehler passieren. Obwohl ich direkt darüber für "hätte sich melden sollen" gestimmt habe, wenn daraus - vor allem auf Dauer - ein Störfaktor wird, dann gebe ich Teylen absolut recht.

Das kann sogar innerhalb einer Runde für unterschiedliche Regelbereiche unterschiedlich gehandhabt wird. Selbst in Shadowrun, wo wir vieles sehr genau gehandhabt haben gab es Bereiche die durchgewunken wurden oder wo wir sehr lapidar waren und die habe ich dann möglichst auch gekennzeichnet.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Settembrini am 30.03.2017 | 11:14
Ganz schwierige Situation. Also im Prinzip hätte Spieler A das sagen müssen, wäre meine Sicht als MITSPIELER.

Als Mensch sage ich, er hätte zumindest hinterher auf ewig darüber schweigen sollen. So bekommt es ein ganz ganz übles Geschmäckle.

So ist es für alle am Beschissensten, ein Arschlochmove in seiner Gesamtheit.

Als Spielleiter würde ich niemanden rauswerfen, sondern einfach eben alle für tot erklären. Damit ist ja dann alles gewahrt, und man kann weiterspielen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: AngusMacLeod am 30.03.2017 | 11:15
Der SL hat aufgrund seiner Regelkenntnis den Endkampf doch so gestrickt wie er eingetreten ist. Wenn er Regel X nicht berücksichtigt hat, dann passt doch alles. Grad bei crunchigen Systemen gibt es doch immer irgendwelche Extraregeln, die man noch aus Hüten ziehen kann und wenn der uralte rote Drache grad Halsweh hatte und daher seine Odemwaffe nicht einsetzen konnte, dann ist es halt so.

Ich würd da weniger auf die Regelpolizei schielen sondern auf den Spielspaß am Tisch. Man kann sich ja für die Zukunft die Regel genauer anschauen und sie dann einsetzen oder man hausregelt das und lässt sie weg. Mitten im Kampf macht so ein krasser Einschnitt keinen Sinn, dann hätte der SL diese Situation wahrscheinlich gar nicht so vorgesehen oder abgewandelt.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.03.2017 | 11:15
Ach und was mir noch einfällt: wie soll der Spieler denn wissen das der SL das nicht mit Absicht falsch macht. (z.B. weil er im Kampf merkt das es nicht gut Aussieht für die SC)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Boba Fett am 30.03.2017 | 11:16
Ich würde, auch als Mitspieler auch darum bitten, dass dem Spielleiter Fehler aufgezeigt werden, auch wenn dies zum Nachteil für die von der Gruppe gespielten Figuren geschieht.
Ich lasse meine Figur lieber regelkonform sterben als durch "wider-besseren-Wissens" ignorierte Fehler gewinnen.

Die Ansicht, den Spieler, der das verschwiegen hat, aus der Runde zu befördern - soweit würde ich nicht gehen (es sei denn man stößt auf absolute Ignoranz). Ich setze da lieber auf Besserung durch Lerneffekte.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Duck am 30.03.2017 | 11:16
Aus den Kommentaren zum Facebook-Beitrag:
Zitat
Es ging darum, dass ein Angriff eines SC durch die falsche Regelauslegung wesentlich effektiver war, als eigentlich von den Regeln vorgesehen (es ging um die Fähigkeit "Energie kanalisieren" des Klerikers - von den Regeln her kann man damit entweder Untoten Schaden zufügen *oder* die Gruppe heilen - der Spieler machte aber *beides*, wodurch die Begegnung in ziemlich kurzer Zeit kippte und der Boss kaum noch effektiv etwas machen konnte, da seine Angriffe geheilt wurden und er selbst massiven Schaden erlitt).

Abgesehen davon, dass ich es grundsätzlich als fair erachten würde, die Gruppe bei einem Fehler in der Regelanwendung darauf hinzuweisen, hat der vorliegende Fall aus meiner Perspektive ein besonderes Geschmäckle, weil es sich um eine Sonderregel handelt, die direkt mit dem SC des betreffenden Spielers zu tun hat. Da würde ich mich als SL auch einfach darauf verlassen, dass der jeweilige Spieler die Regel nicht bewusst falsch anwendet.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Luxferre am 30.03.2017 | 11:20
Aus den Kommentaren zum Facebook-Beitrag:
Abgesehen davon, dass ich es grundsätzlich als fair erachten würde, die Gruppe bei einem Fehler in der Regelanwendung darauf hinzuweisen, hat der vorliegende Fall aus meiner Perspektive ein besonderes Geschmäckle, weil es sich um eine Sonderregel handelt, die direkt mit dem SC des betreffenden Spielers zu tun hat. Da würde ich mich als SL auch einfach darauf verlassen, dass der jeweilige Spieler die Regel nicht bewusst falsch anwendet.

Der Spieler wendet die Regel absichtlich falsch an?
Verstehe ich das richtig?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Boba Fett am 30.03.2017 | 11:22
Wie soll der Spieler denn wissen das der SL das nicht mit Absicht falsch macht.

Der - Die - Das!
Wer - Wie - Was!
Wieso - Weshalb - Warum!

Wer nicht fragt, bleibt dumm!

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Grandala am 30.03.2017 | 11:24
Also besonders im Hobby-Bereich finde ich es recht wenig zweckführend wenn man in den Bereich der Verpflichtung hinein geht und somit Zwang erschaffen wird. Allerdings kann ich mit den kompetativeren Spielstilen (die ich bei der Gruppe jetzt mal unterstelle) sowieso nicht viel anfangen. Ist Spieler A moralisch auf der richtigen Seite? Nein! Wurde der soziale Vertrag am Spieltisch übel verletzt, sodass ein Ausschluss gerechtfertigt werden kann? Ich glaube nicht!

Tatsächlich würde ich sagen, dass der Spieler der sich übers Ohr gehauen fühlt Konsequenzen ziehen müsste, wenn es für ihn unerträglich ist. Ich würde als SL darum bitten künftig sowas zu unterlassen und an das gemeinsame Erleben der Geschichte appellieren, grundsätzlich wäre mir das aber ziehmlich egal.

Eine Pflicht sehe ich in keiner Weise aber ich bin gespannt ob und wie für eine solche argumentiert wird.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Duck am 30.03.2017 | 11:27
Der Spieler wendet die Regel absichtlich falsch an?
Verstehe ich das richtig?

So würde ich das bezeichnen. Möglicherweise hat auch der SL gesagt: "Ah, mit deiner Fähigkeit 'Energie kanalisieren' kannst du Effekt A und B auslösen." und der Spieler hat (wider besseres Wissen) nicht widersprochen, dass es laut Spielregeln eigentlich nur A oder B ist. Ich persönlich sehe halt die Verantwortung für die korrekte Anwendung von Sonderregeln des eigenen SC genau so beim Spieler wie beim SL.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Der Nârr am 30.03.2017 | 11:29
Oh, mir ist gerade noch etwas wichtiges aufgefallen.

Spieler B meinte zudem noch, wäre er SL gewesen, hätte er den betreffenden Spieler (als Konsequenz) aus der Runde geworfen.
Die Auffassung, dass der SL einfach Spieler aus der Runde werfen könnte, ist natürlich Blödsinn. Solche Sonderrechte gibt es bei uns für SL nicht. Wenn jemand einen Spieler nicht in der Runde haben will, kann man das diskutieren, aber der letzte Fall wo wir so etwas hatten ist über 15 Jahre her und witzigerweise wurden da zwei Spieler "exmatrikuliert", von denen einer inzwischen der zweit-langjährigste ist mit dem ich zusammen spiele.
Also dieses "Rauswerfen" würde bei uns sowieso nur gemeinsam stattfinden können mit der Spielrunde. Ein SL der einfach so Spieler rauswirft, ich glaube mit dem würden wir nicht lange spielen.

Was die Gefahr langer Spielunterbrechungen angeht, meistens ist die ja gar nicht gegeben. Manche Regelfehler aufzuklären und zu korrigieren dauert nur wenige Sekunden. Es geht hier ja nicht um Regeldiskussionen ("ich find die Regel kacke" oder "die Regeln erklären nicht, was eine Aktion im Kampf ist, wie wollen wir das handhaben"), sondern um eine falsche Regel ("du machst das so, aber eigentlich geht das laut Regeln so"). Hier muss der Spieler natürlich schon auch die Bedeutsamkeit der Regelkorrektur abwägen. Ich unterbreche auch nicht jedes Mal, Schande über mich, aber dann weil ich a) selber benachteiligt bin oder b) das einfach belanglos erscheint. In dem beschriebenen Fall war aber der Spieler der geschwiegen hat bevorteilt und es offensichtlich von großem Belang.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Marask am 30.03.2017 | 11:31
Ich würde mit dem Spieler sprechen und fragen, warum dies nicht erfolgte (der Hinweis). Gleich rausschmeißen wäre dann doch ein wenig zu viel des Guten. Dies kann sich aber ändern, nach dem Gespräch.

Mir als SL entfallen leider auch ab und an Talente meiner untoten Gegner (Furchteinflößend). Die Spieler weisen mich nicht darauf hin. Das sehe ich aber nicht so dramatisch. Jedoch weiß ich ja nicht, um welchen Falle es sich bei Facebook handelt.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Wandler am 30.03.2017 | 11:32
Zitat
Was die Gefahr langer Spielunterbrechungen angeht, meistens ist die ja gar nicht gegeben
Hängt von den Spielern, dem Spielleiter und dem System ab. Hab schon die blödestens Sachen erlebt oder auch gute. Ist ganz unterschiedlich.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Hotzenplot am 30.03.2017 | 11:33
Puh, wenn ich den Ausgangspost zu lese würde ich ja dazu raten, erstmal kollektiv den Stock aus dem Hintern zu ziehen. Wenn dann alle locker sind und drei Mal durchgepustet haben, kann man ja in Ruhe reden. Es hängt sehr von der Runde ab, was dann dabei raus kommt, so allgemein könnte ich das nicht sagen. Tendenziell würde ich Spieler A raten, in Zukunft doch sofort zu sagen, wenn seiner Meinung nach irgendwas falsch läuft. Voraussetzung ist dabei zunächst, dass sonst immer alles richtig läuft. Klingt jetzt banal, aber wenn in einer Runde viel Handgewedel stattfindet, kann man hinterher auch schlecht über nicht eingehaltene Regeln diskutieren.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 30.03.2017 | 11:35
Ganz schwierige Situation. Also im Prinzip hätte Spieler A das sagen müssen, wäre meine Sicht als MITSPIELER.

Als Mensch sage ich, er hätte zumindest hinterher auf ewig darüber schweigen sollen. So bekommt es ein ganz ganz übles Geschmäckle.

So ist es für alle am Beschissensten, ein Arschlochmove in seiner Gesamtheit.

Als Spielleiter würde ich niemanden rauswerfen, sondern einfach eben alle für tot erklären. Damit ist ja dann alles gewahrt, und man kann weiterspielen.
Harharharharharharhr, eigentlich sollte ich  jetzt spitzfindig werden, dass das ja auch arschig wäre, aber das Bild ist einfach zu herrlich wie du da quasi Feuer und Schwefel auf die Unschuldigen wie die Schuldigen regnen lässt.
Aber das ist ja auch ein Aspekt: Es gibt eine etwas altmodische Art zu spielen, bei der der "dungeon master" sich selbst als rachsüchtigen Gott sieht und es der Job der Spieler ist, seine Kreationen zu besiegen, koste es was es wolle.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Duck am 30.03.2017 | 11:36
Zum Thema Rausschmeißen: Der Wortlaut bei Facebook war:
Zitat
Wäre ich der SL gewesen und ein Spieler wäre mir so gekommen, hätte der wohl nicht mehr lange in meiner Runde mitgespielt, sofern er dieses Verhalten nicht abgestellt hätte.

Er hätte den Spieler also nur dann "rausgeworfen", wenn das kritisierte Verhalten wiederholt aufgetreten wäre.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Grandala am 30.03.2017 | 11:37
Puh, wenn ich den Ausgangspost zu lese würde ich ja dazu raten, erstmal kollektiv den Stock aus dem Hintern zu ziehen. Wenn dann alle locker sind und drei Mal durchgepustet haben, kann man ja in Ruhe reden.

 :d +1  :d
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Boba Fett am 30.03.2017 | 11:38
 :Ironie:
Die Auffassung, dass der SL einfach Spieler aus der Runde werfen könnte, ist natürlich Blödsinn.

Pah! Immer diese Demokraten!
Dann holen wir den Spieler mal von der stillen Treppe ab, setzen uns auf unsere ökologischen Sitzsäcke in einen Gesprächskreis und bilden eine Gruppendynamik.
"Du, das finde ich jetzt irgendwie nicht so gut, wie das gelaufen ist, Du. Das hätte man aber auch besser transportieren können. Wollen wir einen Sozialpädagogen hinzuziehen, oder kommen wir da vielleicht so auf eine gemeinsame Linie..."

Zitat
Solche Sonderrechte gibt es bei uns für SL nicht.

Betonung liegt auf "bei uns"... ;)


-scnr-
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Gwynplaine am 30.03.2017 | 11:38
Ich finde der Spieler hätte in dem Moment als es ihm aufgefallen ist kurz etwas sagen sollen. Sich hinterher quasi drüber lustig zu machen ist arschig.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: JS am 30.03.2017 | 11:42
Ich bereite Regeln immer bestmöglich vor, kann/will mir aber auch nicht von mehreren Systemen ständig alle Details merken. Wir spielen nicht regelsklavisch, aber in allen wichtigen Bereichen (z.B. Basis, Kampf, Magie) regeltreu. Da mir als SL sofort gesagt wird, wenn eine Regel zum Nachteil der Spieler falsch ist, erwarte ich auch, daß mir gesagt wird, wenn ich ein wichtiges Regeldetail zum Nachteil der Spieler mal übersehe.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Zocat am 30.03.2017 | 11:46
Ist meiner Meinung nach abhängig von der Gruppe. Wie steht sie allgemein zum rule lawyern? Wie wurden solche Fälle vorher behandelt? Sollen zB Regelverstöße erst am Ende der Runde diskutiert werden um den Spielfluß nicht zu stören?

Ich persönlich hätte was gesagt / erwartet das was gesagt wird, weil in meinen Gruppen sofortiges Feedback erwünscht ist.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Teylen am 30.03.2017 | 11:47
Da steht nichts davon das er sich darüber lustig gemacht hat?
Vielleicht wollte er auch einfach vermeiden das es bei weiteren Runden immer wieder falsch gemacht wird?

Ganz merkwürdig finde ich ja die Einstellung wenn es heißt das eigene Nachteile bzw. die anderer Spieler anzuzeigen sind, wenn man jedoch Vorteile anderer Spieler anzeigt bzw. eine Regelanwendung seitens des Spielleiters anmerkt die zum Gruppenvorteil gereicht der Ton umschlägt. Von "Auf jeden Fall, direkt, melden" zu "Solch ein gottverdammter Regelfuchs/Regelspiesser".
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Lyonesse am 30.03.2017 | 11:49
Naja, Spieler A wird seine Gründe gehabt haben nichts zu sagen - üblicherweise Sorge um den Charakter oder die Gruppe.
Er wird allerdings auch seine Gründe gehabt haben es dem SL nach dem Abenteuer zu sagen.
Desweiteren wird Spieler B seine Gründe gehabt haben bei Spieler A nachzubohren, ob er es denn die ganze Zeit wußte und so weiter und so fort.
Der mögliche Rauswurf von Spieler A sagt mir nur, dass da irgendwas im Argen bei dieser Gruppe liegt.
Ach ja, und Spieler B soll sich mal wieder einkriegen. ;)

Generell würde ich mich Teylen's Meinung anschließen und noch ausführen, dass es nie sonderlich klug ist einen SL oder Spieler
aus welchen Gründen auch immer vorzuführen. Wobei das immer stark davon abhängt, wie gut sich die Leute kennen und
wieviel der Einzelne in der Hinsicht vertragen kann.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Settembrini am 30.03.2017 | 11:49
Harharharharharharhr, eigentlich sollte ich  jetzt spitzfindig werden, dass das ja auch arschig wäre, aber das Bild ist einfach zu herrlich wie du da quasi Feuer und Schwefel auf die Unschuldigen wie die Schuldigen regnen lässt.

Der Tod der Personnagen hat ja nichts mit Schuld zu tun. Die wären bei korrekter Regelnutzung alle tot gewesen, also waren sie sowieso tot. Mit Schuld hat das ja nichts zu tun.
Seit wann sterben Figuren weil ihr SPIELER sich schuldig gemacht hat?
Das fänd ich eher arschig.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 30.03.2017 | 12:06
Ich finde es etwas schwierig mir da ein Urteil zu erlauben ohne die Gruppe zu kennen.

Wenn man diese Geschichte nur etwas anders erzählt ist plötzlich der Spielleiter der böse Tyrann der seine Spieler vor unlösbare Aufgaben stellt und sie damit geradezu zwingt zu schummeln. Und viele würden sich jetzt über den Spielleiter empören. Und sehr viel grundsätzlicher hängt da ja jede Menge am Gruppenvertrag (oder einem Mangel des selben bzw. Uneinigkeit über den Inhalt). Es mag durchaus Gruppen geben in denen das zum guten Ton gehört. Nicht meins, aber auch nichts weswegen ich andere verurteilen wollen würde.

Natürlich kann man sich immer hinstellen und auf Basis einer Nacherzählung einen Schuldigen an den Pranger stellen. Aber die Wirklichkeit ist oft komplexer als das und weniger schwarz/weiß.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Nebula am 30.03.2017 | 12:07
bei mir käme es auf die Regel an, also war sie kampfentscheidend? In dem Fall ja eher JA

da der SL den Kampf vorbereitet hat und auch seine Schwierigkeit, sehe ich da aber kein Problem, hätte er von der Regel gewusst, hätte er den Kampf sicher an anderer Stelle abgeschwächt.

zum Thema Rauswurf:

es gibt verschiedene SL Typen und ja manche haben soviel Autorität in Ihrer Gruppe, daß Sie das locker durchziehen können und werden. Ob das gut oder schlecht ist und was das über den SL und seine Mitspieler aussagt wäre Thema für ein anderes Topic  :headbang:

Wie wäre ich damit umgegangen:
1) oh dumm, habe ich als SL übersehen, ändert aber nichts am Ergebnis, da ich den Kampf abgeändert hätte, hätte ich von der Regel gewußt
2) Replays gibts nicht, der Boss hatte die Power halt nicht
3) kommt es drauf an ob der Spieler in der Session gesagt hat: bist du dir sicher, daß der Boss so funktioniert bzw. wegen Regel XY. hätte ich "ja bin ich" geantwortet wäre alles bestens
hätte er nix gesagt und wäre mir nach der Session so schnippisch gekommen "Ätsch Bätsch wir haben dich ausgetrickst" dann wäre ich auch bisserl angefressen, aber shit happens
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 30.03.2017 | 12:09
Der Tod der Personnagen hat ja nichts mit Schuld zu tun. Die wären bei korrekter Regelnutzung alle tot gewesen, also waren sie sowieso tot. Mit Schuld hat das ja nichts zu tun.
Seit wann sterben Figuren weil ihr SPIELER sich schuldig gemacht hat?
Das fänd ich eher arschig.
Ach so. Naja hätte hätte Fahrradkette. Ist aber ein valide Art, das zu betrachten :)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Der Nârr am 30.03.2017 | 12:11
Eine Verständnisfrage. Die übermächtig eingesetzte Charakterfähigkeit, gehörte die zu Spieler A, Spieler B oder einem potentiell anwesenden Spieler C bis Z?

Ganz merkwürdig finde ich ja die Einstellung wenn es heißt das eigene Nachteile bzw. die anderer Spieler anzuzeigen sind, wenn man jedoch Vorteile anderer Spieler anzeigt bzw. eine Regelanwendung seitens des Spielleiters anmerkt die zum Gruppenvorteil gereicht der Ton umschlägt.
Das verstehe ich nicht. Natürlich sind beide Fälle anzumerken. Als SL kenne ich auch oft die Spielerregeln nicht im Detail - gerade spielen wir z.B. BtW und da sind die Spieler-Regeln für mich als SL weitgehend belanglos, da meine NPC und Monster diese Fähgkeiten nicht haben und anders funktionieren. Da verlasse ich mich darauf, dass mir die Spieler schon sagen, was sie können und wie das funktioniert. Oder mal so: Die Spieler machen das weitgehend unter sich aus, wieviel Schaden sie machen, wie ein Bonus hier oder da berechnet wird, da mische ich mich praktisch nicht ein weil die das viel besser wissen als ich. Ich käme niemals auf die Idee, jemanden als Regelficker o.ä. zu bezeichnen, weil der auf seinem Vorteil beharrt der ihm in den Regeln zugeschrieben wird. Und hier im Thread hat doch auch niemand so etwas gesagt.

Da steht nichts davon das er sich darüber lustig gemacht hat?
Die Frage im OP war, ob der Spieler sich diebisch freuen und ins Fäustchen lachen darf, wenn eine Regel zu Gunsten der Spieler falsch angewendet wird.

Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Pyromancer am 30.03.2017 | 12:13
Einen von Dritten unabsichtlich durchgeführten Regelbruch zum eigenen Vorteil zu verschweigen ist GENAU SO SCHLIMM wie selber bewusst zu bescheißen. Das darf machen, wer will, aber bitte nicht bei mir am Spieltisch.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Skyrock am 30.03.2017 | 12:34
Kommt hier ganz auf die Gruppenkultur an.
Wenn es sich in der Gruppe als üblich eingebürgert hat, fehlerhafte Regelanwendungen u.ä. nur gesammelt am Ende zu besprechen, anstatt das laufende Spiel dafür zu unterbrechen, halte ich das Verhalten von Spieler A für legitim. Er hat den Fehler bemerkt und bei der ersten schicklichen Gelegenheit darauf hingewiesen.
Wenn es hingegen üblich ist, dafür das Spiel zu unterbrechen, ist Spieler A zu spät dran.
Wenn sich keine entsprechende Kultur gebildet hat, oder die Handhabung inkonsistent ist, kommt es auf das Fingerspitzengefühl an, ob der Fehler gravierend genug ist um im laufenden Spiel darauf hinzuweisen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Teylen am 30.03.2017 | 12:51
Und hier im Thread hat doch auch niemand so etwas gesagt.
Ich habe das auch mehr auf die fB Diskussion (https://www.facebook.com/groups/Pen.and.Paper.Rollenspiel/permalink/10155083558428076/) bezogen, die ich ein wenig verfolgte.

Zitat
Die Frage im OP war, ob der Spieler sich diebisch freuen und ins Fäustchen lachen darf, wenn eine Regel zu Gunsten der Spieler falsch angewendet wird.
Das gehört aber nicht zu dem beschriebenen Vorgang, wenn ich es richtig sehe, sondern ist eine, nicht neutral formulierte, Frage nach der Bewertung des Vorgangs bzw. Handeln der Personen. Von der Beschreibung her vermag ich keine, wie auch immer geartete, Gehässigkeit zu erkennen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Finarfin am 30.03.2017 | 13:10
Naja, ein "dann sind die SCs eben am Ar***!" ist jetzt nicht mein Vertändnis von Spielleitung.

Meine zentrale Frage ist immer "Hatten alle Spaß?" bzw. "Hätten sie anders mehr oder weniger Spaß gehab?"

Hätte die korrekte Regelanwendung einen TPK verursacht, sollten alle froh sein, dass sie stattdessen einen spannenden Kampf hatten.
Wäre der Sieg nur schwieriger geworden, hätte die höhere Herausforderung mehr Spaß bedeutet.
Aber hatten beim Kampf alle Spaß?

Mir ist so ein Satz auch schon mal als SL gesagt worden. Dann dachte ich immer "Uuupsie, dann beim nächsten mal, danke dass du mich jetzt drauf hinweist. Stimmt, dann wärt Ihr alle tot gewesen. Da haben wir noch mal alle Glück gehabt!"

Ich hatte als SL nur einen TPK zu verantworten, der hat die ganze Runde letztlich gekillt. NIE WIEDER!!!!
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Blizzard am 30.03.2017 | 13:18
Das gehört aber nicht zu dem beschriebenen Vorgang, wenn ich es richtig sehe, sondern ist eine, nicht neutral formulierte, Frage nach der Bewertung des Vorgangs bzw. Handeln der Personen.
Richtig.

In der Angelegenheit selbst bin ich eher bei Teylen und Angus. Ich sehe keinen Grund für eine "Meldepflicht" seitens von Spieler A. Natürlich hätte er ihn darauf hinweisen können. Hat er aber nicht, und er wird wohl seine Gründe dafür gehabt haben. So wie es bzw. der Kampf verlaufen ist, war es doch für alle zufriedenstellend. Wieso dann hinterher kommen und sich wegen so etwas beschweren bzw. sich darüber aufregen?

Der nach dem Kampf getätigte Hinweis von Spieler A zum SL kann imho auf zweierlei Arten verstanden werden:
1) "Ätsch bätsch SL , wir haben gewonnen, weil du einen Fehler gemacht (und es nicht gemerkt) hast" (und freuen uns diebisch)
2) "Hey SL, der Kampf war echt knapp, und wir haben nur gewonnen, weil du da wohl nicht bemerkt hast, dass du einen Fehler gemacht hast"(beim nächsten Mal vielleicht versuchen, dran zu denken).

1) hat für mich so ein bisschen was von Mr.Burns, der dem Kleinkind einen Lolli klaut (und sich diebisch drüber freut).
2) wäre für mich mit einem geistigen Schulterklopfen für den SL & den spannenden Kampf inclusive konstruktiver Kritik bzw. gut gemeintem Ratschlag verbunden.

Und ich würde es so wie in 2) sehen oder interpretieren.

Abgesehen davon finde ich die Reaktion von Spieler B einfach maßlos übertrieben. Vor allen Dingen-wenn einem so etwas missfällt-kann man den Spieler darauf hinweisen, und darum bitten, das beim nächsten Mal doch so zu machen, anstatt ihm indirekt bei wiederholtem "Fehlverhalten" gleich mit dem Rausschmiss aus der Runde zu drohen. ::)
Zudem wäre die Frage, ob Spieler A selbst (und die anderen Beteiligten, außer Spieler B) die Reaktion von Spieler A ebenfalls als "Fehlverhalten" ansehen (so wie Spieler B)?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Settembrini am 30.03.2017 | 13:20
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Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 30.03.2017 | 13:23
Also wenn ich als SL für einen NSC verliere, wegen eigener Regelunkenntnis, dann haben die Spieler eben Glück gehabt.
Kurz sehe ich das als eigenes Verschulden an.
Oder im Zweifel für den Angeklagten(Spieler)
Hätte der Spieler es gemeldet, hätte es ebenso zu Unfrieden kommen können....... Alla warum hast Du nicht die Klappe gehalten? wir sind doch eine Gruppe und müssen zusammen halten. Hätte auch passieren können.
Insofern sehe ich von jeder Meldepflicht seitens der Spieler ab. Wenn es meine Regelunkenntnis ist, dann muss ich mir an die eigene Nase fassen.
Ist auch ein Spiel. Bei dem ich eh nicht gewinne, sondern lediglich leite. Meine Blödheit ist dann halt ein Vorteil für die Spieler. Sollen und dürfen sie gerne mal haben.
 :)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Wandler am 30.03.2017 | 13:26
An diejenigen die - egal warum - dafür sind, dass ein Spieler in so einer Situation nichts sagen sollte. Wie sieht es aus wenn das Resultat genau andersrum gewesen wäre:

Ein SC (... nicht jener von A) stirbt nur weil Spieler A nichts gesagt hat.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 30.03.2017 | 13:32
An diejenigen die - egal warum - dafür sind, dass ein Spieler in so einer Situation nichts sagen sollte. Wie sieht es aus wenn das Resultat genau andersrum gewesen wäre:

Ein SC (... nicht jener von A) stirbt nur weil Spieler A nichts gesagt hat.

Da würde ich mich eher fragen ob es evtl an Loyalität in der Gruppe mangelt. Die Situation ist halt doch eher die, dass die Spieler mit ihren Figuren gemeinsam gegen die NSC des SL kämpfen. Und sich gegenseitig beschützen.
Sehe ich zumindest so.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Pyromancer am 30.03.2017 | 13:34
Da würde ich mich eher fragen ob es evtl an Loyalität in der Gruppe mangelt. Die Situation ist halt doch eher die, dass die Spieler mit ihren Figuren gemeinsam gegen die NSC des SL kämpfen. Und sich gegenseitig beschützen.
Sehe ich zumindest so.

Nur hat das ganze mit der Ebene SC-NSC gar nichts zu tun, sondern spielt sich auf der Ebene Spieler-SL ab. Und da spielen doch alle ZUSAMMEN, oder?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Sethomancer am 30.03.2017 | 13:39
Ich finde bei der Einschätzung der Situation schwierig, das ich nur weiß was gesagt wurde und nicht wie und daher auch nur erahnen kann warum.
Mir fehlt da (wie so häufig) einfach Subtext.
Ist die Sutuation jetzt eher "Haha, wenn ich nicht geschwiegen hätte und Du die Regeln (besser) kennen würdest hättest Du jetzt nicht verloren" oder "Streng genommen wären wir jetzt alle Tot, aber ich wollte da nicht im Spiel so drauf rumreiten"
Es gibt zwei Arten von Spielern die ich (als SL) nicht leiden kann, das sind zum einen die Spieler die denken, dass sie gegern den SL spielen müssen (find ich unbefriedigend und kindisch bei einem kooperativen Spiel) und naseweise Regelfüchse, die mir andauernd unter die Nase reiben (wollen) wie es (ihrer Meinung nach) richtig geht.

In der Situation wird mir5 das nur durch Vermutung so dargestellt als wäre es der Fall, das der entsprechende Spieler sich im Anschluss an die Runde noch zu profilieren sucht. Für eine Profilneurose würde ich niemanden rausschmeissen sondern im einfach nur mal gelinde sagen was er mich mal kann und wann es besser wäre bestimmte Dinge einfach mal nicht zu erwähnen. Aber das ist meine Befindlichkeit.

Für mich würde die Situation innerhalb der Gruppe allerdings nach einer Aussprache schreien, damit sich alle bewußt werden können, wie sie zu der Situation stehen und wie man jetzt damit umgeht (und ja zur Info ich bin gelernter Erzieher und damit Sozialpädagoge  ;D)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: bobibob bobsen am 30.03.2017 | 13:41
Zitat
Nur hat das ganze mit der Ebene SC-NSC gar nichts zu tun, sondern spielt sich auf der Ebene Spieler-SL ab. Und da spielen doch alle ZUSAMMEN, oder?

Da habe ich es aber schon häufiger erlebt das die SL ignorant auf Fehleranmerkungen reagiert.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 30.03.2017 | 13:41
Nur hat das ganze mit der Ebene SC-NSC gar nichts zu tun, sondern spielt sich auf der Ebene Spieler-SL ab. Und da spielen doch alle ZUSAMMEN, oder?
Ja aber in verschiedenen Funktionen.
Der Spieler kann seine Figur verlieren.
Die Gruppe trägt für einander Sorge, dass das möglichst nicht geschieht.
Für den SL gibt es nichts zu verlieren. Und auch nichts zu gewinnen.
Er gewinnt nur mit der Gruppe zusammen.
Just my opinion
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Deep One am 30.03.2017 | 13:48
Nach meinem Empfinden hat Spieler A genau richtig gehandelt. Wenn der SL seine Monster nicht kennt, hat er eben Pech gehabt; tatsächlich war es ja noch nett von A, dass er am Ende überhaupt etwas gesagt hat. Genau so ist es, wenn ein Spieler seinen Charakter nicht kennt, da kann man etwas sagen, muss man aber nicht.

(Obligatorische Einschränkung: Außer bei n00bs, kleinen Kindern &c)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Feuersänger am 30.03.2017 | 13:56
Ach Loide, das kommt doch immer so sehr drauf an...

Im hier vorliegenden Fall hat ein Spieler eine Regel falsch angewandt -- vermutlich unbewusst und ohne böse Absicht. Genau das hier vorliegende Beispiel (Energie Kanalisieren) hat mich damals auch überrascht, als ich darauf hingewiesen wurde, dass der Channel _entweder_ heilt _oder_ Schaden macht. Ich gehe mal davon aus, dass der Kleriker nicht derselbe Spieler war, der es eigentlich besser wusste -- das wäre dann wirklich Bescheißen gewesen.

Bei uns wäre es selbstverständlich, dass man da darauf hinweist, wenn man sowas merkt, und damit wäre es gut.
Davon abgesehen, dass ich auch kaum glauben mag, dass es wirklich den Unterschied zwischen Sieg und TPK ausgemacht hätte.
Und wie in dem FB-Thread jemand so schön bemerkt hat: Dann hätte man immer noch sagen können, "Ja, normal ist das so und so, aber hier und jetzt war halt gerade das magische Gewebe genau richtig ausgerichtet, sodass es so funktioniert hat wie wir gesehen haben" -- dann muss man nicht retconnen oder mitten im laufenden Kampf alles umschmeißen.

Da das hier eine ziemlich grundlegende Grundfähigkeit einer Kernklasse war, dürfte man da eigentlich auch erwarten dass der SL da ne Ahnung hat wie das läuft. Bei obskureren Fähigkeiten wäre das aber zuviel verlangt. Da es ja hier wie gesagt nicht um eine Monster- sondern eine SC-Fähigkeit ging.

Trennung.

Wäre es hingegen so gewesen, dass der SL von sich aus eine Regel falsch angewandt hat, besteht da m.E. nicht unbedingt "Meldepflicht". Ich persönlich würde wahrscheinlich fragen, ob das jetzt so Absicht ist. Aber dabei ist zu beachten:
- wenn der SL den Encounter auf Basis seiner fehlerhaften Regelinterpretation vorbereitet hat, kann es sehr destruktiv sein, da mittendrin alles umzuschmeißen. Umstände die der SL in der Planung für eine Kleinigkeit gehalten hat oder nicht beachtet hat, können da auf einmal zu unüberwindlichen, tödlichen Komplikationen werden, wenn da nun ein besserwisserischer Regelanwalt darauf pocht, dass da aber alles 100% nach RAW abgewickelt zu werden hat.
- und umgekehrt: wenn ich merke, dass der SL eine Regel zu meinem Nachteil falsch anwendet, würde ich persönlich schon reklamieren. Aber in etlichen Gruppen heisst es doch da auch "Jetzt machen wir das so wie ich meine, später können wir drüber reden". Warum soll das nur gelten, wenn der SL sich zuungunsten der Spieler irrt, und nicht wenn es zu ihren Gunsten geschieht?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 30.03.2017 | 14:21
@
Feuersaenger

Hm zu obskuren SC Fertigkeiten
Klar die kommen immer mal vor.
Zauber die man nicht so gut kennt.
Hier habe ich als SL zwei Möglichkeiten:
Entweder ich lasse den Spieler nachschlagen und vertraue seinem Wort. Oder wenn ich mir nicht ganz sicher bin schlage ich selbst nach.
Es saßen vermutlich auch mehr als zwei Spieler am Tisch.
Und da schien wohl auch kein anderer Zweifel zu haben oder fühlte sich veranlasst zu helfen und nachzuschlagen.

Im Zweifelsfall muss ich als SL halt mehrere Leute zu rate ziehen oder mal selbst kurz blättern. Wenn es wirklich entscheidend für den Kampf ist.
Wenn ein Zauber neu ist und weder ich selbst noch der Anwender ihn gut kennt, muss ich damit rechnen, dass die Auslegung des Spielers vielleicht nicht genug ist.Und ihn entsprechend unterstützen bzw. ihn unterstützen lassen.

Wenn der SL sich da nicht entsprechend absichern möchte, ist das mMn. auch eine Entscheidung.

Aber ich finde keine, wegen der dann die Spieler hinterher heulen müssen.

Ich würde im Rollenspiel auch immer von einer relativen Fairness ausgehen und nicht von einer absoluten.
Denn:
Was wäre ohne dieses "Versehen" mit den Figuren passiert?
Und wer würde dann die Schuld daran tragen?
Wer wäre dann der Gewinner?


Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Swafnir am 30.03.2017 | 14:36
Also wenn mir sowas auffällt, sage ich unter "normalen" Umständen auch nichts, wenn ich davon ausgehe dass der SL weiß was er da tut.

Ich würde ihn dann auch nach der Spielsitzung darauf ansprechen. Dann kann er dass das nächste Mal besser machen. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass er sich dch was dabei denkt und ich ihn da in die Verlegenheit bringe sich rechtfertigen zu müssen.

Spielt man nur unregelmäßig oder es ist eindeutig, dass der Sl was vergessen hat - dann würde ich mich schon melden. Von einer "Meldepflicht" halte ich aber ganz und gar nichts.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Ifram am 30.03.2017 | 21:05
Wenn es nicht mein Kleriker gewesen wäre, hätte ich vermutlich auch geschwiegen, um eine Handwedelei seitens der SL nicht in Frage zu stellen. Warum sollte ein Kleriker nicht mal bisschen Rückenwind vom eigenen Boss bekommen? Die nachträgliche Rumheulerei anderer SpielerInnen kann man ja zum Anlass nehmen, sich für die Zukunft auf ein Vorgehen in solchen Fällen zu einigen. Aber man entscheidet doch nicht für andere! Niemand muss mitspielen oder für irgendwen unterträgliches spielleiten, aber den hier angelegten Maßstab finde ich sehr albern. Wer "er oder ich"-Ultimaten stellt muss mit beiden möglichen Antworten rechnen. "Werd' ich knechtisch aufstehen, wo ich mächtig sitz'?"  Doch wenn jemandem so ein Pillepalle wichtiger ist als der ganze Rest, der am Spieltisch so passiert, kann er sich meines aufrichtigen Bedauerns sicher sein, wenn er/sie für sich selber entscheidet zu gehen.
funfact am Rande: Sogar wenn's um Geld geht ist das bloße Verschweigen eines Irrtums zu eigenen Gunsten straffrei. Nur irgendetwas zu tun, was den Irrtum herbeiführt oder aufrecht erhält ist verboten.
Zitat
StGB § 263 Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Orlock am 30.03.2017 | 21:49
Interessantes Thema.
Als Spielleiter stehe ich auf dem Standpunkt, dass die Spieler schon selber auf die Fähigkeiten und Sonderregeln Ihrer Charaktere aufpassen müssen. Neulinge kriegen natürlich schon mal Tipps, aber ansonsten müssen die Spieler schon selber aufpassen.
Dann kann ich natürlich als Spielleiter auch nicht verlangen, dass mich meine Spieler darauf aufmerksam machen, wenn ich irgendeine Monsterfertigkeit übersehe oder sonst etwas vergesse. Es ist mir natürlich schon mal passiert, dass ich nach einem Kampf festgestellt habe, dass ich einen besonderen Kniff des Monsters übersehen habe. Dann haben die Spieler halt Glück gehabt.
Kommt wohl auf das Gruppenklima an, ob wann wer was sagt.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Talasha am 30.03.2017 | 21:49
Wenn ich das richtig interpretiere dann wäre es ein TPK geworden wenn der SL die REgel richtig benutzt hätte?

Da ich nicht wirklich die Fakten kenne wäre es sogar möglich das diese Lücke  vom SL fest eingeplant wurde damit die SPieler gewinnen könnten, dann wäre bei der rechtzeitigen WArnung des SLs der ganze Encounter hinüber gewesen, oder?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.03.2017 | 21:52
Wer sagt eigentlich, das es ein Standardmonster war?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 30.03.2017 | 21:53
Wer sagt eigentlich, das es ein Standardmonster war?

Niemand, es geht ja aber auch gar nicht um die Fähigkeit des Monsters, sondern um eine Regel einen Spielercharakter betreffend.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Swafnir am 30.03.2017 | 21:55
Was in der Schilderung halt völlig fehlt ist eine Aussage das SL.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.03.2017 | 21:56
 @Chiungalla

Ich bezog mich auf Orlocks Aussage
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Rhylthar am 30.03.2017 | 22:02
Niemand, es geht ja aber auch gar nicht um die Fähigkeit des Monsters, sondern um eine Regel einen Spielercharakter betreffend.
Eben.

Der SL hat keine Regel falsch angewendet/ausgelegt, ein Spieler hat es getan.
Und hier kommt es für mich drauf an:

a) Ein Spieler hat die Unkenntnis des SL bewusst ausgenutzt, weil es sein Charakter war, der die Fähigkeit angewendet hat---> sehr unschön.
b) Ein Spieler hat gemerkt, dass ein anderer Spieler die Regel falsch angewendet hat und der SL es auch nicht besser wusste--> schwierig.

Warum schwierig? Klar, man sollte entweder im Spiel was sagen oder meinetwegen hinterher unter 4 Augen dem SL. Oder aber einfach Schweigen.
Andererseits fährt man, auch wenn man Recht hat, einem anderen Spieler in die Parade und macht dessen Charakter "schwächer". Steht auch nicht jeder drauf.

Wie gesagt, hätte man besser lösen können, aber die Reaktion halte ich für übertrieben.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.03.2017 | 22:10
Die Gruppe gewinnt den Endkampf doch noch bzw. knapp. Nach dem Abenteuer sagt einer der Spieler (Spieler A) zum SL: ""Zum Glück ist dir nicht aufgefallen, dass du Regel XY falsch angewendet hast. Hättest du das so gemacht, wie das im Buch steht, wären wir am Arsch gewesen."
Irgendwo was überlesen?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Rhylthar am 30.03.2017 | 22:13
Irgendwo auf halber Strecke stand sinngemäß:
Kleriker wendet Fähigkeit an, die Schaden macht und heilt, obwohl nur eines von beiden gegangen wäre.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Lichtschwerttänzer am 30.03.2017 | 22:26
Danke
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Der Nârr am 30.03.2017 | 23:16
Ich finde diese Differenzierung weitgehend überflüssig.

Ok. Benutzt der Spieler absichtlich eine Fähigkeit falsch ist das schlicht Betrug. Da weiß ich gar nichts mehr zu zu sagen.

Aber beobachtet er, dass eine Fähigkeit von jemand anderem falsch eingesetzt wird, ob zu seinen Gunsten oder seinen Ungunsten, dann ist es für mich seine Pflicht, das zu melden:
1. Weil es fair den Mitspielern gegenüber ist.
2. Weil es freundlich und respektvoll den Mitmenschen gegenüber ist.

Wird eine Regel angemahnt, die zu eigenen Ungunsten falsch verwendet wird, macht das, weil man sich ungerecht behandelt fühlt und aus gutem Grund für sich das Recht in Anspruch nimmt, fair und nach Regeln behandelt zu werden. Dann in einer anderen Situation, in der zu eigenen Gunsten eine Regel falsch verwendet wird, dies nicht anzumerken - das bedeutet, dass man in Kauf nimmt, dass die anderen Spieler in diesem Moment nicht fair und nach Regeln behandelt werden. Und da meine ich Spieler im Sinne von: Mitspieler, alle, die gemeinsam dieses Spiel spielen. Das schließt den Spielleiter ein. Wir spielen alle zusammen dasselbe Spiel.

Ich meine, der Spieler muss hier ja nicht mal groß etwas machen, um eine Ungerechtigkeit zu überwinden. Er muss sich nicht in die Öffentlichkeit stellen. Er muss nicht an einem freien Tag auf eine Demonstration gehen. Er muss seine Stimme nicht gegen einen Diktator erheben. Er muss nicht mal in einem öffentlichen Ort Zivilcourage zeigen. Er muss einfach nur sagen, wenn ihm der Fehler auffällt: "Die Regel funktioniert eigentlich anders." Das ist alles. Ab da liegt es nicht mehr in seiner Hand, ab da trägt die gesamte Gruppe die Verantwortung. Ob der Fehler aufgeklärt wird. Ob der Fehler erst nach dem Spielabend geklärt wird. Ob eine ausufernde Regeldiskussion über Sinn und Unsinn der Regel beginnt. Aber der Spieler hat seine Pflicht erfüllt, sich fair und respektvoll gegenüber seinen Mitspielern und Mitmenschen zu erfüllen.

Und nein. Natürlich gibt es keine Pflicht im Sinne eines Zwangs oder einer gesetzlichen Notwendigkeit. Es handelt sich um eine moralische Pflicht.

Und nein. Ich möchte nicht den Spieler verurteilen, der da tatsächlich irgendwie gehandelt hat. Dazu wurde zu Recht angemerkt, dass viele Details und Abläufe uns unbekannt sind. Und selbst wenn wir alles wüssten - wir sind nicht die Richter über diesen Spieler. Worüber ich hier schreibe, das ist ein hypothetischer Fall. Er beruht zwar auf einer wahren Begebenheit, aber ich denke darüber natürlich in einem Konstrukt nach - etwa: Was wäre, wenn mir das widerfahren würde? Details sind da unwichtig. Die Suche nach Details suggeriert, einen Schuldigen finden zu können. Aber ich will gar keinen Schuldigen finden.

Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass es Aufgabe des SL ist, über die Einhaltung der Regeln zu wachen. Bei uns ist das eine Gruppenaufgabe, an der jeder gleichberechtigt teil hat. Im Moment spielleite ich u.a. BtW, wo viele der Spieler-Regeln für mich als SL keinen Belang haben, also ich muss die nicht nutzen. Da bin ich sehr froh, dass die Spieler sich gegenseitig unterstützen und diejenigen mit viel Regelkompetenz denen mit wenig Regelkompetenz helfen, zum Beispiel ihre Boni auf Angriffe richtig zu berechnen oder zu klären, wie sich ihre Rettungswürfe verändern. Aber selbst wenn man klar sagt: Regeln sind Aufgabe des SL - das ist doch kein Grund, ihn auf einen Fehler hinzuweisen?

Bei uns kann ein Spielleiter nicht einfach jemanden aus der Runde werfen. Bei uns kann der Spielleiter auch nicht über die Köpfe der anderen Spieler hinweg über Regeln bestimmen - auch wenn der SL eine Regeländerung initiiert, dann kann er das nur, weil er die Unterstützung der Runde hat. Und jeder Spieler hat bei uns das Recht, eigene Regeln einzubringen und über neue Regeln zu diskutieren. Und dann wird darüber abgestimmt. Nicht förmlich - meistens ergibt sich der Konsens aus der Diskussion. Wir gehen sehr demokratisch und egalitär in der Spielrunde miteinander und mit den Regeln um. Regeln sind für uns manchmal zwar lästig, im großen und ganzen aber wichtig. Sie geben Halt, sie geben Struktur. Sie erklären, wie das Spiel gespielt wird und welche Möglichkeiten man hat. Der richtige Einsatz der Regeln ist für uns einer der Grundpfeiler für gelingendes Spiel, denn darauf basiert ein großer Teil der Spielgerechtigkeit und Fairness. Beides geht natürlich über Regeln hinaus, es funktioniert aber nicht ohne die Spielregeln. Dabei ist natürlich der Konsens entscheidend. Wenn alle gleichermaßen eine Regel falsch anwenden, dann herrscht ja immer noch Gerechtigkeit - für alle gelten dieselben Bedingungen. So gesehen wäre der Kampf gerecht verlaufen. Aber ein Spieler war darunter, der die Regel nicht falsch angewendet hat. Er wusste, wie sie eigentlich geht. Für ihn war der Kampf ungerecht und unfair. Aber nicht ungerecht und unfair für ihn, sondern ungerecht und unfair für die anderen Spieler. Und zwar nicht nur für den Spielleiter, der unter kompetitiven Aspekten den Nachteil hatte. Auch ungerecht und unfair gegenüber den anderen Spielern. Die wollten diesen Vorteil doch gar nicht. Und Vorteil hin oder her - vielleicht wollten sie das ganze ja gar nicht unter einem kompetitiven Aspekt sehen, "wir gegen den SL". Zur Erinnerung: Rein hypothetisch natürlich. Ich kenne die Spieler ja gar nicht und selbst wenn ich sie kennen würde - in ihre Köpfe hineinsehen kann ich nicht. Jedenfalls... so spielen wir. Unter der Maßgabe schreibe ich hier. Ich schreibe immer aus meiner Perspektive, von meinen Erlebnissen und meiner Erfahrung aus. Ich erhebe damit nicht den Anspruch, dass es besser ist als andere oder dass meine Meinung die schönste, tollste, beste wäre - ich will damit nur erklären, warum ich die Dinge sehe wie ich sie sehe. Wir spielen eben so. Es ist ok, wenn jemand anders spielt und die Dinge darum verschieden sieht.

Vielleicht bin ich deshalb so aversiv gegen das beschriebene Verhalten, wie ich es mir dann ausmale, weil ich früher ganz ähnlich war. Ich erinnere mich nur noch dunkel an meine frühen Jahre als Rollenspieler, aber was haben wir da nicht alles gemacht. Manchmal waren solche Mittel ja auch die einzige Möglichkeit, sich gegen einen fiesen und bösen Meister durchzusetzen! Ich erinnere mich noch, dass wir regelmäßig den Raum verlassen mussten, wenn ein Spieler alleine etwas erlebte. Da haben wir zum Beispiel schon mal an der Tür gelauscht. Heute, über 20 Jahre später, würde ich das nicht mehr machen und ich kann aus der Distanz auf mich zurückschauen. Ich weiß nicht, ob etwas wie der beschriebene Fall vorkam, aber doch, ich kann mir vorstellen, dass ich auch mal so gehandelt haben könnte. Und ja, im Rückblick finde ich mein hypothetisches Verhalten (ich habe wirklich keine konkrete Erinnerung, aber so ein Gefühl, dass es zu meinem jüngeren Rollenspieler-Ich gepasst hätte) verwerflich. Ich wusste es aber auch einfach nicht besser und es fehlte mir an Erfahrung und Reife. Nicht nur als Rollenspieler, auch als Mensch. Meine Güte. Ich erinnere mich gerade an die Bundestagswahl 1998 - wen ich da wählen wollte! Manchmal weiß man es wirklich nicht besser.

Es gibt ja den Grund "Spiel nicht mit Arschlöchern". Man kann ja nun schnell dabei sein, so jemanden wie hier nun eben als genau solchen zu betrachten und eben nicht mehr mit ihm zu spielen - wie Spieler A es möchte: ihn rauswerfen. Dazu übrigens noch etwas - wie will man in einer Spielrunde denn noch gemeinsam spielen, wenn ein Spieler dem anderen sagt, dass er mit ihm nicht zusammen spielen möchte? Da ist doch etwas gebrochen. Darüber müsste man auch mal reden. "Ich würde dich rauswerfen, wenn ich SL wäre" heißt schließlich nichts anderes als "Ich will nicht mit dir spielen". Wieso spielt man denn überhaupt zusammen? Wie soll es nach so einer Aussage weitergehen? Aber diese Aussage "Spiel nicht mit Arschlöcher" erklärt das Problem, das viele mit dieser Diskussion haben. Wir wissen so wenig über die Situation. Aber auch: Wir sagen gerne, dass man nicht mit Arschlöchern spielen soll. Aber wenn jemand jemand anderen als Arschloch bezeichnet - das finden wir nicht nett. Diese Arschlöcher, mit denen wir nicht spielen sollen, die existieren nur hypothetisch. Sobald jemand nach vorne tritt und sagt: Mit dem spiele ich nicht mehr, der ist ein Arschloch - da wird sich Widerstand regen. Denn es wird immer andere geben, die das Arschloch eigentlich ganz nett finden und gerne mit ihm spielen würden. Das ist Rollenspiel. Es ist Vielfalt. Es ist bunt. Es ist granatenstark. Im Rollenspiel gibt es keine Arschlöcher. Höchstens hypothetisch.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Vasant am 31.03.2017 | 00:43
Ich freue mich als Spielleiter über jeden Hinweis zur korrekten Regelanwendung und erwarte auch, dass man mich darauf hinweist. Gern auch erst nach dem Spiel oder dem Kampf, um nicht zu bremsen, kein Problem. Bewusstes und ständiges (d.h. über verschiedene Spielabende hinweg) Ausnutzen meiner Unkenntnis würde ich als Betrugsversuch werten und fänd's echt uncool.
Allerdings will ich auch nicht mitten in irgendeiner Begegnung Regeln nachgucken müssen. Wenn meine Auffassung der Regeln gegenüber der des Spielers den SC benachteiligt, guck ich nach. Wenn es zum Nachteil der NSCs ist, lass ich's bleiben. Genauso lege ich Hinweise, die zum Nachteil der Spieler wären, nie zu ihrem Nachteil aus. Wenn mir z.B. eine Spielerin erzählt, dass ihr SC die Rüstung, die ich berücksichtigt hatte, vorher abgelegt hatte (und ihr SC daher eigentlich draufgegangen wäre), berechne ich den Schaden nicht neu und jedes Mal, wenn meine Aufzeichnung des Kontostands der SCs von den eigenen Aufzeichnungen der Spieler abweicht, nehmen wir einfach das Höhere, wenn die Fehlerquelle nicht sofort offensichtlich ist*. Damit klappt das eigentlich sehr gut.


*Dazu zwei Sachen: Ich habe die Charakterbögen total nerdig in ner Tabellenkalkulation und den Kontostand als Summe, kann also im Zweifelsfall spätestens mit Backups oft sehr gut nachvollziehen, warum die Summen abweichen. In die Backups guck ich aber nur für Erfahrungspunkte. Und: Mein Stand war bisher immer der Höhere, weil Spieler irgendwie jeden Drink und jede Taxifahrt sofort abstreichen, aber dann die große Belohnung am Ende des Abends verpeilen und ihre Erfahrungspunkte nicht aufschreiben, weil man gerade noch den Abend so schön bespricht.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 07:49
Ich meine, der Spieler muss hier ja nicht mal groß etwas machen, um eine Ungerechtigkeit zu überwinden. Er muss sich nicht in die Öffentlichkeit stellen. Er muss nicht an einem freien Tag auf eine Demonstration gehen. Er muss seine Stimme nicht gegen einen Diktator erheben. Er muss nicht mal in einem öffentlichen Ort Zivilcourage zeigen. Er muss einfach nur sagen, wenn ihm der Fehler auffällt: "Die Regel funktioniert eigentlich anders." Das ist alles.

Das mag zwar alles sein, aber es ist trotzdem nicht wenig:

Denn in der gegebenen Situation (ein anderer Spieler macht so seinen SC stärker als er sein sollte) fährt er damit einem Mitspieler in die Parade und demütigt vielleicht sogar den Spielleiter, falls dessen Selbstbild ist alle Regeln zu beherrschen. Zudem unterbricht er den Spielfluß und hat vielleicht am Ende einen TPK (mit) zu verantworten.

Das ganze ist nicht so einfach wie das hier viele gerne machen wollen. Es ist leicht so zu tun, als wäre das eine sehr eindeutige Geschichte solange man dem Irrglauben anhängt, dass alle Beteiligten in der Situation rational und ethisch korrekt reagieren würden. Ich finde aber sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass die handelnden Charaktere immer noch Menschen sind und diese Prämissen daher nicht erfüllt sind. Es kann gut sein, dass am Ende der Spielleiter und der Mitspieler verärgert sind obwohl sie rein logisch/ethisch betrachtet kein Recht dazu hätten.

Ein weiteres Problem ist, dass es oft sehr viel leichter ist eine Situation im Nachhinein aus der Position der Metaebene richtig zu bewerten, als es in der Situation selber war. Wer kennt es nicht, dass man eine soziale Situation im Nachhinein im Kopf zerdenkt und am Ende dann zu dem felsenfesten Urteil kommt, dass der andere falsch gehandelt hat. Der hat aber nicht Stunden oder auch nur Minuten darüber nachgedacht. Er hat vielleicht gar nicht darüber nachgedacht. Weil niemand immer über alles gründlich nachdenken kann. Dafür fehlen uns die Kapazitäten. Der andere hat ziemlich sicher einfach nur gehandelt. Und ist es wirklich fair sich hinzustellen und zu erwarten, dass er in Bruchteilen von Sekunden in seinem Unterbewusstsein zu dem selben Ergebnis hätte kommen müssen wie man selbst nach mehreren Minuten oder Stunden bewusstem Nachdenken? Ich glaube nicht.

Das ist einer der Gründe warum es wichtig ist sich über ethische Fragen bewusst Gedanken zu machen, wenn sie gerade nicht akut sind. Denn dann muss man sie nicht on the fly entscheiden, wenn man sich in der Situation befindet, sondern hat sich ja schon im Vorfeld entschieden. Es ist immer schwer einer Verlockung zu widerstehen die einen unvorbereitet antrifft. Hat man sich kategorisch auf Regeltreue festgelegt ist es leicht da standhaft zu bleiben. Aber dafür muss man sich überhaupt erst einmal hinreichend viele Gedanken über das Thema gemacht haben.

Und für mich könnte es durchaus ein Anzeichen für ein schlechtes Gewissen sein hinterher darüber reden zu wollen was man getan hat. Denn das ist typischerweise einer der ersten Dinge die man tut um mit einem schlechten Gewissen umzugehen: Erst einmal vorsichtig gucken ob es jemand anders auch schlimm findet.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 08:22
Zitat
Aber beobachtet er, dass eine Fähigkeit von jemand anderem falsch eingesetzt wird, ob zu seinen Gunsten oder seinen Ungunsten, dann ist es für mich seine Pflicht, das zu melden:
1. Weil es fair den Mitspielern gegenüber ist.
Das könnte ein Spieler ebenso als unfair empfinden (Gruppenzusammenhalt gegen die Monster bzw. NSC) oder Bloßstellen eines "möglichen" Betruges.
Zitat
2. Weil es freundlich und respektvoll den Mitmenschen gegenüber ist.
In diesem Fall vor Allem freundlich gegenüber dem SL.

Zitat
Wird eine Regel angemahnt, die zu eigenen Ungunsten falsch verwendet wird, macht das, weil man sich ungerecht behandelt fühlt und aus gutem Grund für sich das Recht in Anspruch nimmt, fair und nach Regeln behandelt zu werden. Dann in einer anderen Situation, in der zu eigenen Gunsten eine Regel falsch verwendet wird, dies nicht anzumerken - das bedeutet, dass man in Kauf nimmt, dass die anderen Spieler in diesem Moment nicht fair und nach Regeln behandelt werden. Und da meine ich Spieler im Sinne von: Mitspieler, alle, die gemeinsam dieses Spiel spielen. Das schließt den Spielleiter ein. Wir spielen alle zusammen dasselbe Spiel.
Wir spielen zusammen das selbe Spiel aber in unterschiedlichen Funktionen.
Der SL hat wie gesagt keine Figur zu verlieren. Er bekommt keine EP. Er führt lediglich kurzweilig ein paar Gegner gegen die Gruppe.
Und hätte die Gruppe aufgrund eines richtig angewendeten Zaubers ins Gras gebissen,wäre auch der SL nicht als Sieger heraus gegangen.
Die Gleichsetzung der Funktionen von Spielleiter und Spieler funktioniert deshalb nicht.

Als Spieler bildet man mit den anderen Spielern eine Gemeinschaft, die die NSC bekämpft.
Der Spielleiter ist nicht Teil dieser Gruppe, da er ja die NSC führt.
Aber trotzdem ist er Teil der Rollenspielgruppe. Eben in einer anderen Funktion und Ausgangssituation,
Weil er schlicht keine Figur hat. Und nur mit der Gruppe zusammen gewinnt. Seine Position ist mMn. neutral und möglichst objektiv.

Die Loyalität zu den Gruppenmitgliedern ist durch die gemeinsame Gruppen Situation deshalb etwas stärker als zum Spielleiter.
Grundsätzlich ist es natürlich am Besten wenn Spieler von sich aus nach Regeln spielen. Aber den Betrug eines anderen Spielers mitten im Spiel aufdecken, davon würde ich abraten.
Hier soll es ja angeblich ein Versehen gewesen sein aber wirklich sicher wäre ich mir da als Mitspieler nicht.
Und deshalb würde ich das auch bewusst erst nach dem Spiel ansprechen. Ebenso wenn ich sehe, dass jemand die Würfel dreht, halte ich dass für verkehrt ihn in dem Moment selbst bloßzustellen.
Damit ist oft wenig gewonnen.Besser ist es eine Situation nach dem Spiel abzu warten und dann mal in Ruhe mit dem jeweiligen Spieler zu sprechen als mitten im Kampf.
Ist vielleicht auch ein Stückweit Abwägungssache, ob es den Mitspieler bloßstellt oder noch als eine gutgemeinte Berichtigung durchgeht.

Zur Rolle des Spielleiters-
Wenn er darauf vertrauen will dass seine Spieler die Regeln immer richtig anwenden und sich selbst die Möglichkeit nimmt die angewendeten Regeln selbst  nachzuschauen.
Dann nimmt er auch in Kauf, dass da Dinge geschehen könnten, die seiner Auslegung der Regeln widersprechen. Er gibt hier sein Mitspracherecht ab.
Kann er natürlich tun. Aber damit nimmt er auch genau solche Ungereimtheiten in Kauf, bei denen er eigentlich in seiner gesonderten Funktion als neutraler Schiedsrichter einfach und schnell für Klarheit sorgen und einen solchen Streit verhindern könnte.

My opinion.

PS. Das Mitsprache -Recht eines Spielleiters bei der Anwendung der Regeln hat nichts mit dem so gerne an die Wand gemalten Spielleiter Despoten zu tun, der in seiner Freizeit gerne ein paar Spieler unterdrückt. Wird das nicht langsam langweilig? ;D
In seiner neutralen Position ist es das Recht eines SL aber mMn. auch ein Stück weit seine Pflicht sich da bei so wichtigen Entscheidungen einzubringen und die Spieler zu unterstützen. ;)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: sir_paul am 31.03.2017 | 09:37
Hier gehen Diskussionen ab, die vollständig an meiner Realität vorbei gehen...

Aber zuerst mal zur grundlegenden Frage! Ja, ich erwarte das mich Spieler auf meine Fehler aufmerksam machen, aber auch sich gegenseitig. Am liebsten wenn die gesamte Gruppe dabei ist, dies fördert nämlich die Regelkenntnisse von allen. Es reicht aber, wenn dies erst nach der Szene/dem Kampf oder am Ende des Spielabends passiert. Welche großer Schaden entsteht schon, wenn mal eine Szene oder ein Abend lang nach den falschen Regeln gespielt wird, da finde ich den Schaden von ausufernden Diskussion mitten in einer spannenden Szene einfach höher. Und wie oft ist es in meinen Gruppen schon vorgekommen das wir jahrelang eine Regel falsch interpretiert haben, als wir es merkten haben wir auch nur mit den Schultern gezuckt und zukünftig richtig gespielt, das hat uns aber nicht den Spaß an den vergangenen Abenteuern verdorben...

So weit so gut... Dann kommen aber plötzlich Argumente von SL Demütigungen und Spielergruppen welche Loyal zusammen stehen gegen des SL. Wirklich? Gibt es funktionierende Gruppen in denen so etwas vorkommt?

Einem SL der sich gedemütigt fühlt wenn ein Spieler auf eine möglicherweise fehlerhafte Regelanwendung hinweist muss man helfen, aber aus ganz anderen Gründen. Wenn ich einen Mitspieler auf einen Fehler hinweise, wollte er entweder betrügen und dann verdient er "die Bloßstellung" (zumindest tut es mir nicht leid) oder es war aus versehen und dann wird es ihn nicht weiter stören.

Wir sitzen zusammen um zusammen Spaß zu haben, dazu gehört auch das man offen miteinander umgeht und sich alle an die Regeln (wie sie ihnen bekannt sind) halten. Fehler können gemacht werden, damit gibt es kein Problem. Wer dann aber Probleme kriegt wenn diese Fehler offen in der Gruppe diskutiert werden, der hat sich das falsche Hobby ausgesucht oder ganz andere Probleme bei denen man ihm helfen sollte!

PS: Um es abschließend nochmal klar zu stellen, natürlich würde ich auch immer Rücksicht nehmen falls wirklich psychische Erkrankungen in der Gruppe vorhanden sind, solche Ausnahmen sind für mich aber nicht die Basis für eine "allgemeine" Diskussion und müssen sowieso getrennt betrachtet werden.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 09:50
Zitat
So weit so gut... Dann kommen aber plötzlich Argumente von SL Demütigungen und Spielergruppen welche Loyal zusammen stehen gegen des SL. Wirklich? Gibt es funktionierende Gruppen in denen so etwas vorkommt?
Welcher SL würde sich gedemütigt fühlen, wenn man ihn auf einen Regelfehler hinweist?
Vermutlich keiner. Zumindest kann man sich das schwer vorstellen.

Von einer absoluten Loyalität Spieler gegen Spielleiter war nie die Rede. Sondern von der Loyalität die vielleicht in einer Kampfsituation entstehen könnte.
Wenn es um den Kopf und Kragen der Figuren geht und der SL tatsächlich die Gegner spielt.

Zitat
Wir sitzen zusammen um zusammen Spaß zu haben, dazu gehört auch das man offen miteinander umgeht und sich alle an die Regeln (wie sie ihnen bekannt sind) halten. Fehler können gemacht werden, damit gibt es kein Problem. Wer dann aber Probleme kriegt wenn diese Fehler offen in der Gruppe diskutiert werden, der hat sich das falsche Hobby ausgesucht oder ganz andere Probleme bei denen man ihm helfen sollte!
Ja und doch gibt es Spieler die schummeln. Klar kann ich in der Situation sagen. Momentmal Du hast die Würfel gedreht,den Spielleiter angelogen, was auch immer.
Aber in der Situation selbst ist das eine Bloßstellung.
Sind alle Spieler die ab und an mal schummeln für Dich psyisch krank?
Nun also so eine Diagnose würde vorschnell nicht stellen wollen.

Schön es ist nicht. Aber so eine Kampfsituation ist halt für einige Spieler auch ne emotionale Angelegenheit.
Wo ich die Gefahr von Schummeln nachvollziehen kann.

Bevor man hier Leute rauswirft, Diagnosen stellt und die weißen Männer anruft, finde ich ein Gespräch nach dem Kampf wesentlich vielversprechender.
Wenn es die Situation erlaubt würde ich als Spieler meinen Mitspieler auch immer berichtigen.
Aber ich würde auch keinen Mitspieler verurteilen oder einweisen, der das nicht tut.

Ich finde eine Bloßstellung über das Fratzenbuch wesentlich bedenklicher.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 31.03.2017 | 09:52
[...]
Sind alle Spieler die ab und an mal schummeln psyisch krank?
Nun also so eine Diagnose würde vorschnell nicht stellen wollen.

[...]
Hat auch keiner.

Ein Beitrag Ihres Lesekompetenzassistenten
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 09:56
Zitat
Hat auch keiner.
Ich weiß.
Ich hab das mal extra überzogen. ;)

Es sitzen halt immer auch Menschen am Tisch. Und wo viele Menschen sitzen da menschelt es auch.
Man möge mir mein Verständnis dafür nachsehen.

Andeutungen und Kategorisierungen dieser Art fand ich einfach fehl am Platz,sorry.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: sir_paul am 31.03.2017 | 09:56
@KhornedBeef: Danke, dann muss ich das ja nicht mehr klar stellen :)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 10:04
Hier gehen Diskussionen ab, die vollständig an meiner Realität vorbei gehen...

Nur an der Realität die Du wahrnimmst, nicht an der in der Du lebst. Ich würde mir wünschen, dass unsere Welt Deiner Wahrnehmung entspräche, aber leider tut sie das nicht immer. Und deshalb wäre ganz wichtig, dass sich die Wahrnehmung da ändert.

Und ja, es gibt definitiv Spielleiter die sich auf den Schlips getreten fühlen, wenn man sie korrigiert. Die explodieren dann nicht immer sofort, und oft muss man schon sehr empathisch sein um das überhaupt mitzubekommen, aber die sind gar nicht so selten wie Du vielleicht denkst.

Und der Spieler der sich auf den Schlips getreten fühlt, weil Du sein Schummeln aufgedeckt hast wird auch nicht unmittelbar explodieren. Aber Du wirst auch nicht unmittelbar in seiner Gunst steigen und den einen oder anderen bösen Blick oder eine extrem kalte Schulter gibt es dann schon regelmäßig. Und manchmal auch das eine oder andere böse Wort in einem vertraulichen Gespräch zu zweit.

Es gibt halt viele Menschen denen solche subtilen Nuancen völlig entgehen und für die beschreibe ich gerade eine Welt die sie nicht kennen. Aber Menschen mit überdurchschnittlich viel Empathie wissen wovon ich rede.

Viele dieser Menschen entwicklen eine Abneigung dagegen anderen auf den Schlips zu treten. Weil sich für sie die emotionale Reaktion des anderen wie eine Ohrfeige anfühlt. Und sie seit 20+ Jahren mit "Ohrfeigen" darauf konditioniert wurden solche Situationen um jeden Preis zu vermeiden. Zum Beispiel sind meiner Erfahrung nach viele "notorische Lügner" einfach nur sehr sensibel und lügen (zwanghaft/unterbewusst) um negative emotionale Reaktionen bei anderen zu vermeiden und für sie unerträglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Sind alle Spieler die ab und an mal schummeln für Dich psyisch krank?
Nun also so eine Diagnose würde vorschnell nicht stellen wollen.

Ab wann ist man denn überhaupt psychisch krank oder gesund? Letztendlich ist es doch eine Binsenweisheit, dass fast jeder Mensch an der einen oder anderen Stelle (und in unterschiedlichem Ausmaße) von einer Therapie profitieren könnte. Und wenn jemand schummelt gibt es immer einen psychologischen Grund dafür. Und an dem könnte man sicher arbeiten und es hätte vermutlich positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Menschen. Ist er deswegen "krank"? Eher nicht, aber das ist eine Definitionssache.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 10:15
Zitat
Ab wann ist man denn überhaupt psychisch krank oder gesund? Letztendlich ist es doch eine Binsenweisheit, dass fast jeder Mensch an der einen oder anderen Stelle (und in unterschiedlichem Ausmaße) von einer Therapie profitieren könnte. Und wenn jemand schummelt gibt es immer einen psychologischen Grund dafür. Und an dem könnte man sicher arbeiten und es hätte vermutlich positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Menschen. Ist er deswegen "krank"? Eher nicht, aber das ist eine Definitionssache.
Das sehe ich genauso.
Natürlich hat Schummeln einen Grund.
Oft ist es einfach Angst die Figur zu verlieren.
Und das ist mMn. eine menschliche Angst.

Verurteilen möchte ich das nicht. Ich würde auch immer an die Fairness apellieren.
Aber in gerade diesem Fall würde ich mir sowohl als Spieler wie auch als  Spielleiter immer erstmal selber an die Nase fassen.
Ich glaube in der Situation hätte ich als der Mitspieler die anderen Spieler bzw. den SL aufgefordert den Zauber nochmal selbst nachzuschlagen, weil ich mir mit der Auslegung des Spielers da nicht ganz sicher bin. Aber ich kann auch Leuten verzeihen, die dann halt aus welchem Gründen auch immer die Klappe halten.
Als SL hätte ich mir das von den anderen Spielern entweder nochmal bestätigen lassen oder selbst nachgeschlagen. Weil viele Augen sehen immer mehr als zwei.
Das ist mMn. eigentlich auch der beste Schutz um solche Dinge zu vermeiden.
Wenn sich die Gruppe zusammen berät. Und in diesem wichtigen Fall den SL miteinbezieht.


PS. Wahrscheinlich hatte der Spieler der nichts gesagt hat, schlicht Angst seine Figur zu verlieren. Und da der Spielleiter und kein weiterer Spieler Einwände hatte, bzw. sich veranlasst gefühlt hat, die Aussagen nachzuprüfen, wurde weitergespielt.
Vielleicht hatte auch der Spieler der den Zauber angewandt hat, diesen bewusst zu seinen Gunsten interpretiert. Auch aus Angst. Um nach dem Spiel die Schuld auffallend heftig und vehement auf den Mitspieler zu schieben der geschwiegen hat.
Es wurde angedeutet, dass die Gruppe ohne diesen Fehler eventuell gestrorben wäre, weil die NSC sie sonst plattgemacht hätten.

Bitte sucht hier einen Schuldigen..........ich tue es nicht.
Bin aber der Meinung: Mit Hilfe der Mitspieler insbesondere des SL hätte die Situation so mMn. nicht verlaufen müssen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 10:25
Je mehr man sich darum bemüht andere Menschen und ihr Verhalten wirklich zu verstehen, desto schwieriger wird es sie dafür zu verurteilen.

Und ich glaube es ist ein wirklich guter Ansatz in solchen Situationen immer einen Schritt zurück zu machen, und sich zu fragen warum der Spieler in der Situation geschummelt hat. Es nicht zu tun ist auf jeden Fall immer eine verpasste Chance. Zum Beispiel könnte man im obigen Beispiel zu dem Schluss kommen, dass der betreffende Spieler vielleicht lieber keinen TPK erleben möchte. Und entgegen anderslautenen Einwürfen in diesem Thread ist das eine völlig legitime Position, wenn auch natürlich eine die man im Idealfall anders vertreten sollte als durch schummeln.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Der Nârr am 31.03.2017 | 10:39
Haben diese zwei Sichtweisen vielleicht etwas damit zu tun:

Es gibt Spielrunden, die regel-aversiv sind. Für die Regeln und Rollenspiel erstmal ein Widerspruch sind. Da hört man Sätze wie "Ich will einfach nur spielen" oder "Ich brauche doch keine Regeln für Rollenspiel". Regeln werden hier als notwendiges Übel gesehen.

Und es gibt Spielrunden, in denen Regeln und Rollenspiel zusammengehören und Regeln ein Teil von Rollenspiel. Regeln werden hier als eine Quelle für Spielspaß gesehen.

In einer Spielrunde in der von den meisten Regeln als Übel gesehen werden und daher Regelkenntnis nicht erstrebenswert ist, man vielleicht durch Regelkenntnis sogar nicht positiv auffällt, sondern negativ als "Regelficker" oder "Powergamer" - wird man dort vielleicht eher wie Spieler B handeln?

Zur Klarstellung: Ich beziehe mich nicht auf Spielrunden, die regel-leichte Systeme bevorzugen, diese Regeln dann aber auch beherrschen wollen. Die von mir beschriebenen regel-aversiven Spielrunden haben kein Problem damit, trotz ihrer Sicht auf Regeln nach einem System wie DSA4 mit allen Wege-Bänden, also einem Umfang von 1500 Seiten oder etwa 10 geisteswissenschaftlichen Doktorarbeiten, zu greifen. Umgekehrt kann eine Spielrunde, für die Regeln wichtig sind, zu einem regelleichten System greifen. Einer der extremsten Regel-Spieler und Vertreter von "Regeln sind wichtig" den ich kenne (nämlich der Autor vom Hoch-ist-gut-Blog) leitet im Moment z.B. mit Basic Fantasy.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: nobody@home am 31.03.2017 | 10:46
Meine unbescheidene Meinung: eventuelle Regelmißverständnisse sind dazu da, daß man sie anspricht, wenn man sie bemerkt. Punkt. (Wenn sich dann herausstellt, daß da gar kein Mißverständnis vorlag, sondern die Situation aus welchem Grund auch immer eine Sonderbehandlung bekommt -- auch gut, wenigstens weiß ich das dann sicher.)

Ob die Gruppe dann auch mitten im Spiel spontan auf Streng-nach-Vorschriftsmodus umschaltet oder erst mal so weitermacht wie bisher und sich erst später, wenn mehr Zeit dazu ist, entscheidet, wie das in Zukunft laufen soll, steht auf einem anderen Blatt, ist ihre Sache, und kann auch durchaus von Fall zu Fall individuell geregelt werden. Das Problem mit einem "nö, ich sag' jetzt erst mal nichts" besteht da aus meiner Sicht hauptsächlich darin, daß die Gruppe in dem Fall diese Chance erst gar nicht bekommt, weil der Stillschweiger im Alleingang schon gleich für sie mitentschieden hat.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Leonidas am 31.03.2017 | 10:59
Schwierig zu beurteilen, der Ausgangsfall bei facebook, kommt immer auf die gesamte Situation an und auf den Stil der Runde.

Generell gehört Fairness im Umgang der gesamten Spielrunde miteinander zu den absoluten Basics, ohne die gar nichts geht, aber was genau dann als unfair gelten soll und vor allem ob und welche Sanktionen für mehr oder minder schwere Unfairness gelten sollen, muss man glaube ich bei gegebenem Anlass unmittelbar mit der ganzen Gruppe besprechen.

Ich habe das zB mal nicht gemacht und das war ein Fehler: eine Mitspielerin nutzt so ziemlich jeden Cheat, der sich ihr eröffnet, vom Regelexploit über das Nichtausspielen schlechter Würfe bis hin zum Würfeldrehen ist alles, selten zwar, aber immer wieder mal dabei. Da sie andererseits kreativ&engagiert spielt, habe ich das immer als Übermotivation abgetan und versucht, sie mit Humor und Spott einzufangen. Hat nicht geklappt und nun fängt die Sache an, mich zu nerven, so dass ich jetzt auch einen offenen Cheat ihrerseits warte, um das dann anzusprechen, denn den kalten Kaffee der alten Geschichten will ich nicht mehr aufwärmen. Doofe Lage, von mir selbstverschuldet, weil ich das nicht konsequent und unmittelbar thematisiert hatte.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 11:03
Haben diese zwei Sichtweisen vielleicht etwas damit zu tun:

Ich glaube die zwei Sichtweisen unterscheiden sich eher mehr in der Akzeptanz das Menschen nun einmal komisch und fehleranfällig sind, und viele objektiv falsche Entscheidungen einfach unterbewusst getroffen und nicht wirklich zuende durchdacht wurden.

Hier sagt ja niemand so wirklich "schummelt alle bis sich die Balken biegen" sondern eher "jetzt macht mal kein Drama drum, sondern guckt lieber warum er das getan hat".
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 11:06
Zitat
Haben diese zwei Sichtweisen vielleicht etwas damit zu tun:

Es gibt Spielrunden, die regel-aversiv sind. Für die Regeln und Rollenspiel erstmal ein Widerspruch sind. Da hört man Sätze wie "Ich will einfach nur spielen" oder "Ich brauche doch keine Regeln für Rollenspiel". Regeln werden hier als notwendiges Übel gesehen.

Und es gibt Spielrunden, in denen Regeln und Rollenspiel zusammengehören und Regeln ein Teil von Rollenspiel. Regeln werden hier als eine Quelle für Spielspaß gesehen.
Nö.
Unterschied ist eher: Korrekte Regelanwendung auf die sich alle geeinigt haben, egal bei welcher Spielsituation und unter welchen Umständen.
Und korrekte Regelanwendung auf die sich alle geeinigt haben, unter Berücksichtigung menschlichen Verhaltens in besonderen Stresssituationen.

Es sind halt immer noch Menschen die die Regeln anwenden. Rollenspiel ist auch kein Brettspiel. Teilweise sind Spieler halt stärker mit ihren Figuren verwachsen als mit einer Holzfigur.
Es entsteht mehr Angst diese zu verlieren. Das macht die Regeln weder unsinnig noch wertlos.
Eine korrekte für alle gleichermaßen gültige Anwendung der Regeln bleibt genauso wünschenswert.
Der Faktor Mensch gefährdet halt in Stress Situationen unter Umständen den einwandfreien Regel Ablauf.

Und erfordert deshalb lieber mal ein paar Augen zuviel als zu wenig.
(Wenn man die (relative) Fairness unabhängig vom Faktor Mensch sicherstellen möchte)

Fairness ist sowieso ein furchtbar schwammiger Begriff im Rollenspiel- Wenn der SL mit der Stärke und der Auswahl der NSC einen Gruppenmord verursachte hätte,
können wir hier auch nicht mehr von absoluter Fairness sprechen, selbst wenn die Spieler sich an die Regeln halten. Sondern immer nur von relativer Fairness.
Der Spielleiter ist auch ein Mensch. Wir haben es trotz aller Regeln immer auch mit Menschen zu tun.
Menschen handeln teilweise auch mal emotional, subjektiv, bewerten Situationen nach ihrem Raster und oder schätzen sie danach ein.
Ein Unterschied ist auch: Beim Spieler geht es um was (Um seine Figur zu der er nicht selten eine Emotionale Bindung entwickelt hat- was ja gefördert wird durch viele Erlebnisse)

Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Leonidas am 31.03.2017 | 12:34

Fairness ist sowieso ein furchtbar schwammiger Begriff im Rollenspiel- Wenn der SL mit der Stärke und der Auswahl der NSC einen Gruppenmord verursachte hätte,
können wir hier auch nicht mehr von absoluter Fairness sprechen, selbst wenn die Spieler sich an die Regeln halten. Sondern immer nur von relativer Fairness.
Der Spielleiter ist auch ein Mensch. Wir haben es trotz aller Regeln immer auch mit Menschen zu tun.
Menschen handeln teilweise auch mal emotional, subjektiv, bewerten Situationen nach ihrem Raster und oder schätzen sie danach ein.
Ein Unterschied ist auch: Beim Spieler geht es um was (Um seine Figur zu der er nicht selten eine Emotionale Bindung entwickelt hat- was ja gefördert wird durch viele Erlebnisse)

Wohl wahr. Vielleicht hilft es noch am besten, insgesamt nicht zuviel Ernst ins Spiel zu bringen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Pyromancer am 31.03.2017 | 12:57
Wohl wahr. Vielleicht hilft es noch am besten, insgesamt nicht zuviel Ernst ins Spiel zu bringen.

Eben. Von wegen, wenn einer was sagt, dann könnte das ja die zarten Gefühle des Spielleiters mit Allmachts-Phantasien verletzen, oder ein Mitspieler bricht in Tränen aus, weil nach den Regeln, auf die man sich vor dem Spiel geeinigt hat, auf einmal die Gefahr besteht, dass seine geliebte Figur das Zeitliche segnet: Macht euch locker. Es ist ein Spiel. Und Spiele haben nunmal Regeln.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: killerklown am 31.03.2017 | 13:05
Für solche Fälle habe ich in der letzten Runden wo ich mitspiele darauf gearbeitet, Judas-Bennies (Savage Worlds) und Judas-Inspiration (D&D5) einführen zu lassen...
Damit es sich lohnt zu petzen für den Spieler, der seine Regel-Unterstützung zum Nachteil eines anderen Spielers ausspricht...

Ich persönlich finde nicht dass es einen strengen Muss ist, aber ich finde schon schön, wenn man sich meldet, auch wenn man einen Nachteil dafür bekommt...
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Leonidas am 31.03.2017 | 13:11
Für solche Fälle habe ich in der letzten Runden wo ich mitspiele darauf gearbeitet, Judas-Bennies (Savage Worlds) und Judas-Inspiration (D&D5) einführen zu lassen...
Damit es sich lohnt zu petzen für den Spieler, der seine Regel-Unterstützung zum Nachteil eines anderen Spielers ausspricht...

Ich persönlich finde nicht dass es einen strengen Muss ist, aber ich finde schon schön, wenn man sich meldet, auch wenn man einen Nachteil dafür bekommt...

Echt jetzt? Laufen die auch unter dem Namen?   ;D
Nimmt die auch wer?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 13:46
Macht euch locker. Es ist ein Spiel. Und Spiele haben nunmal Regeln.

1.) Sich locker zu machen fällt nicht allen im gleichen Maße leicht.

2.) Diejenigen die sich krampfhaft an den Regeln festbeißen würde ich auch nicht unbedingt als locker bezeichnen.  8)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 14:06
Zitat
2.) Diejenigen die sich krampfhaft an den Regeln festbeißen würde ich auch nicht unbedingt als locker bezeichnen.  8)
+1
Zitat
Es ist ein (Rollen) Spiel. Und (Rollen)Spiele haben nunmal Regeln (und Spieler die diese anwenden)
Einfügung und Hervorhebung durch mich.

Es gibt doch kein Entwederoder sondern bestenfalls einen guten Mittelweg, der zwar die Regel berücksichtigt aber die Spieler nicht ganz außer Acht lässt.
Beides gehört doch gerade beim Rollenspiel irgendwo untrennbar zusammen.
Da die Figuren halt von den Spielern geführt und gespielt werden, sind die aus der Nummer halt nie ganz raus.
Zum Glück, denn schließlich geht es ja darum sich in diese Rolle hineinzuversetzen.

Das ist vielleicht auch eine ganz besondere Herausforderung an diesem Spiel.
Humor ist immer gut.
Empathie auch.

Das mit den Judas Bennies......ist großes Kino. :D
Aber mal ehrlich wenn die Spieler beim Schummeln zusammen halten kann der SL mit seinen Monstern sowieso einpacken.
Schummeln sorgt auf Dauer für ein schlechtes Klima, verpetzen aber auch.

Wenn sowieso bekannt ist, dass mehrere Augen immer mit auf den Würfel oder auf den Zauber schauen, kommt das aber gefühlt nicht vor.
Vielleicht werde ich aber auch nur besonders gut veräppelt. Oder alle sind von Grundauf ehrlich.
Wer weiß das schon genau.

Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: sir_paul am 31.03.2017 | 14:13
Zitat von: Issi link=topic=102205.msg134480175#msg134480175 [...
der zwar die Regel berücksichtigt aber die Spieler nicht ganz außer Acht lässt. [...]

Dann sollte man halt die Regeln passend zu den Spielern wählen. Wo ist denn da das Problem. Spieler wollen ihren geliebten Charakter nicht verlieren oder verstümmelt sehen, dann bespricht man das und nimmt die Entsprechenden Regeln raus oder ändert sie ab...

Analog in anderen Bereichen der Regeln.

Aber wenn ich mich zu einer Freizeitbeschäftigung treffe welche Regeln hat, möchte ich gerne das sich alle an die Regeln halten (Irrtümer sind immer möglich). Falls die Regeln nicht passen, werden sie halt passend gemacht...
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 31.03.2017 | 14:17
EdiT: Falscher Thread, war bei der Sl-erstellten Party ;)
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 14:25
Zitat
Dann sollte man halt die Regeln passend zu den Spielern wählen. Wo ist denn da das Problem. Spieler wollen ihren geliebten Charakter nicht verlieren oder verstümmelt sehen, dann bespricht man das und nimmt die Entsprechenden Regeln raus oder ändert sie ab...
Wenn Spieler sich das eingestehen und auch zugeben könnten und es offen kommunizieren würden, ja.
Die Realität zeigt allerdings, dass das manchmal nicht der Fall ist.
Da will man halt z.B. vor anderen Spielern möglichst keine Schwäche zeigen. oder solche Dinge nicht zugeben.
Ist menschlich- vieles läuft verdeckt ab. Ohne dass sich die Teilnehmer darüber bewusst sein müssen.
Gruppendruck- Erwartungen-Eigene Einstellungen  usw.

Zitat
Aber wenn ich mich zu einer Freizeitbeschäftigung treffe welche Regeln hat, möchte ich gerne das sich alle an die Regeln halten (Irrtümer sind immer möglich). Falls die Regeln nicht passen, werden sie halt passend gemacht...
Ja das wäre ideal.  Kommt sicher auch darauf an wie gut sich die Gruppe kennt und wie offen sie miteinander kommunziert.
Wenn man allerdings liest, dass da Sachen öffentlich über das Fratzenbuch passieren, gehe ich nicht davon aus, dass die Kommunikation so gut war.
Es gibt ja auch Gruppen die sich nicht sonderlich gut kennen oder spontan zusammen spielen.

Aber ja idealerweise kann man offen und ehrlich miteinander kommunizieren und Regel Lösungen finden die für alle aktzeptabel und einhaltbar sind.

Klar gehe ich bei Regeln wo alle sagen "OK"-erstmal davon aus, dass es für alle tatsächlich OK ist.
Wenn es brenzlig wird in Stress Situationen ist der Mensch halt nicht mehr ganz so berechenbar. Manche besser als andere.
Da wird manches was vorher klar war plötzlich relativ.



Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Pyromancer am 31.03.2017 | 14:39
2.) Diejenigen die sich krampfhaft an den Regeln festbeißen würde ich auch nicht unbedingt als locker bezeichnen.  8)

Ja klar. Aber ein netter Hinweis von wegen: "Hey Leute, der Spruch heilt entweder, ODER er macht Schaden, nicht beides gleichzeitig." ist ja kein krampfhaftes Festbeißen, sondern eben ein unverbindlicher, lockerer Hinweis, dass jemand (unabsichtlich) den Boden der gemeinsam vereinbarten Regeln verlassen hat.

Dann kann die Gruppe ja immer noch gemeinsam festlegen, dass man das in diesem speziellen Fall doch so handhabt ("das haben wir bis jetzt so gemacht, das machen wir auch weiter"), oder die SL legt fest, dass es grad halt doch so funktioniert ("magisch-mystisches Feld oder so... basst scho!"), oder man beschließt eben, nach den Regeln im Buch zu spielen. Oder sonstwas.

Regeländerungen MÜSSEN aber im Gruppenkonsens passieren, und dürfen nicht einseitig und heimlich erfolgen. Dass wir darüber im Jahre 2017 überhaupt noch reden müssen finde ich extrem schade.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 14:46
Zitat
Regeländerungen MÜSSEN aber im Gruppenkonsens passieren, und dürfen nicht einseitig und heimlich erfolgen. Dass wir darüber im Jahre 2017 überhaupt noch reden müssen finde ich extrem schade.
Mit Robotern bzw. Computern hättest Du dieses Problem nicht, die sind immer zuverlässig und ehrlich.-  :)
Beim Menschen würde ich keine 100% Prozent verlangen, auch nicht 2017. Ich wäre mit einer 98% schon ziemlich zufrieden.
Ob dieser Fehler irgendwann behoben sein wird? ~;D

(Die vielseits beschriebenen 200 Lügen pro Tag halte ich allerdings auch für übertrieben)
In einem Kurzgespräch sind es etwa 2,9 Lügen......ich glaube die meisten Lügen benutzt man im Büro.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Pyromancer am 31.03.2017 | 14:57
Mit Robobtern hättest Du dieses Problem nicht, die sind immer zuverlässig und ehrlich.-  :)
Beim Menschen würde ich keine 100% Prozent verlangen, auch nicht 2017. Ich wäre mit einer 98% schon ziemlich zufrieden.
Ob dieser Fehler irgendwann behoben sein wird? ~;D

Wie sieht das in der Praxis bei dir aus? Jeder darf alle 50 Spielsitzungen eine Regel ohne Rücksprache mit der Gruppe ändern? Das ist doch Blödsinn.

Und es IST kein Problem. Menschen sind Menschen, keine Roboter. Menschen machen Fehler. Und TROTZDEM kann man bestimmte Verhaltensweisen erwarten. Ich meine, wenn jetzt einer aus meiner Gruppe so einen Regelbruch verschweigt, dann geht davon die Welt nicht unter. Deswegen wäre es trotzdem RICHTIG und WÜNSCHENSWERT, dass er seinen Mund aufmacht. Oder siehst du das anders?
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 31.03.2017 | 14:58
Leute, das eine ist Statistik, das andere Ethik. Und wir haben mit der Ethik angefangen.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 15:11
Zitat
Wie sieht das in der Praxis bei dir aus? Jeder darf alle 50 Spielsitzungen eine Regel ohne Rücksprache mit der Gruppe ändern? Das ist doch Blödsinn.
Nein, ich mag den Gruppenkonsens.
Ich lasse bei Unsicherheiten prinzipiell gerne mehrere Augen mitschauen.
Da habe ich nicht widersprochen.

Zitat
Und es IST kein Problem. Menschen sind Menschen, keine Roboter. Menschen machen Fehler. Und TROTZDEM kann man bestimmte Verhaltensweisen erwarten. Ich meine, wenn jetzt einer aus meiner Gruppe so einen Regelbruch verschweigt, dann geht davon die Welt nicht unter. Deswegen wäre es trotzdem RICHTIG und WÜNSCHENSWERT, dass er seinen Mund aufmacht. Oder siehst du das anders?
Kann man diese Verhaltensweise erwarten? Ich würde sagen ja, prinzipiell schon.
Richtig und Wünschenswert sind sie auch.
Aber nobody is perfekt.
Beziehungsweise der Mensch ist halt nicht hundert Prozent berechenbar.
Und manchmal lügt oder schweigt er, auch wenn was anderes ausgemacht war.

Ist das fehlerhaft? Sicher
Ist das menschlich? Auf jeden Fall.


Zitat
Leute, das eine ist Statistik, das andere Ethik. Und wir haben mit der Ethik angefangen.
Ok, Ethisch gesehen sollten es 100 Prozent ehrliche Spieler sein.
Wenn es weniger sind, dann ist das ein Fall für die Statistik. :)


Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 31.03.2017 | 15:15
@Issi: Anderes Beispiel: Wenn ein Spieler jetzt aus Rage am Tisch einen anderen Spieler niedersticht, sollte man das bestrafen? Sollte man das ok finden? Weil, das ist auch menschlich, bloß seltener. Verstehst du dass ihr da über zwei verschiedene Themen redet? Das "ist menschlich, kommt vor" hat erstmal nichts mit der Bewertung zu tun, ob etwas wünschenswert ist oder nicht.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Issi am 31.03.2017 | 15:24
Zitat
@Issi: Anderes Beispiel: Wenn ein Spieler jetzt aus Rage am Tisch einen anderen Spieler niedersticht, sollte man das bestrafen? Sollte man das ok finden? Weil, das ist auch menschlich, bloß seltener. Verstehst du dass ihr da über zwei verschiedene Themen redet? Das "ist menschlich, kommt vor" hat erstmal nichts mit der Bewertung zu tun, ob etwas wünschenswert ist oder nicht.
Ne hat es auch nicht.
Aber ab und an hat man dann, wie in diesem Fall, halt doch mit den Spielrealitäten zu tun.
Wo die Ethik(Was wäre wünschenswert)auf den Menschen trifft.
Die Ethik verfolgt ein Ideal, das ich auch gut und wünschenswert finde.
Es wäre nur nicht realitätsnah davon auszugehen, dass dieses Ideal allen Spielern leicht fällt.
Manchen halt auch nicht. z.B. in Stress Situationen:)

Ps. Also wenn wir jetzt mit Vergleichen wie Niederstechen anfangen wird es absurd.
Das eine verletzt eine Spielregel das andere die körperliche Unversehrtheit eines Menschen.


Aber wenn Du schon fragst: In beiden Fällen gibt es nur eine Lösung.
Den schuldigen Spieler sofort opfern. Natürlich öffentlich.........Rufmord ist schick  >;D ~;D
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: KhornedBeef am 31.03.2017 | 15:29
Alles wahr. Ich plädierte nur dafür ein Thema nach dem anderen anzugehen statt alles auf einmal. Dafür bin ich zu blöd :)

Edit: Äh, Du, Issi, bist du so nett und kennzeichnest deine Edits? Sonst stehe ich hier wie ein Horst da.
Titel: Re: "Meldepflicht" für Spieler?
Beitrag von: Chiungalla am 31.03.2017 | 15:31
Und es IST kein Problem. Menschen sind Menschen, keine Roboter. Menschen machen Fehler. Und TROTZDEM kann man bestimmte Verhaltensweisen erwarten. Ich meine, wenn jetzt einer aus meiner Gruppe so einen Regelbruch verschweigt, dann geht davon die Welt nicht unter. Deswegen wäre es trotzdem RICHTIG und WÜNSCHENSWERT, dass er seinen Mund aufmacht. Oder siehst du das anders?

Keine Ahnung ob das wer anders tatsächlich anders sieht. Aber ich würde dem auf jeden Fall so zustimmen. Mir ging hier vor allem die teilweise abwertende Art und Weise wie auf einem Unbekannten auf der Basis einer Nacherzählung rumgehackt und dabei vom hohen Ross mit der Moralkeule geschwenkt wurde gegen den Strich.