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Pen & Paper - Spielsysteme => Shadowrun => Thema gestartet von: Supersöldner am 4.09.2017 | 13:36
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habt ihr schon mal einen Konzern übernommen und damit dann weiter gespielt ? wie hat sich das so aus gewirkt und so ?
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Meinst du damit, dass dann tatsächlich die SCs die Geschäfte führen (was furchtbar klingt, für mich.) ? Oder dass Sie die Übernahme deichseln und eine Person ihres Vertrauens an die Spitze hieven?
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das erste. geht wahrscheinlich nur bei kleineren Konzernen.
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Gespielt habe ich das noch nie, aber ich denke wenn man das durchzieht sollte man sich als Gruppe überlegen, wie das Spiel jetzt weiter geht. Wenn die Gruppe an Wirtschaftsimulation Interesse hat (da wäre ich persönlich raus), dann sollte man sich ein neues Regelwerk suchen um die Situation zu bespielen, Shadowrun geht ja eher nicht auf Marktentwicklung etc. ein.
Wenn die Wirtschaftssimulation nicht gewollt ist, würde ich als SL entweder (die einfache Lösung) Einahmen aus dem Unternehmen gewähren ODER (die realistischere Variante) einen Mechanismus entwickeln (oder aus besser passenden Regelwerken klauen) um die Marktschwankungen in die Einnahmen einfließen zu lassen und den Spielern eben Runs geben, die ihrem Unternehmen nützen (Extraktionen, Industriespionage, etc.) bzw. sie mit den Großkonzernen aneinadergeraten lassen auf Grund gleicher wirtschaftlicher Interessen (und die sind ja nicht zimperlich in der 6. Welt).
War es das was du wissen wolltest oder meintest du Auswirkungen auf die Spielwelt? Da käme es natürlich klar auf den übernommenen Konzern an, aber prinzipiell denke ich, wenn der Konzern eine gewisse Größe erreicht werden die Megas ihn entweder feindlich übernehmen oder zerstören wollen.
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Was wäre jetzt der Rollenspielerische Reiz daran?
Einen freien Unternehmer oder Händler zu spielen würde mir gefallen; vielleicht eher nicht in Shadowrun.
Aber einen Konzern mit all seiner Bürokratie, seinen Verpflichtungen und Sachzwängen?
Es gibt aber einen hübschen Roman wo es um den Boss und Gründer eines Konzernes geht: Die Trilogie der Stadtwerke.
Edit:
Vielleicht habe ich in meiner neuen Shadowrun - Runde einen (leitenden) Konzernangestelten / Manager. Der wird sich mit Intrigen und Moralentscheidungen befassen müssen. Aber auch hier wird es so sein dass er eher von innen gegen den Konzern arbeitet.
8)
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Also ich könnte mir vorstellen, dass dieser Konzern von einem NPC geleitet wird der vielleicht auch seine eigenen Intrigen spinnt, oder der ab und an auch mal einen Auftrag hat, aber in erster Linie vielleicht noch für Einkommen zuständig ist. Natürlich könnte man daraus dann auch politisches Spiel machen, da die Charaktere dann ja mit Bossen aus anderen Unternehmen arbeiten müssen.
Als Alternative könnte ich mir auch vorstellen, dass die Leitung des Unternehmens ein Nebenplot ist, wie die normale Arbeit eines Runners auch. Gerade wenn er einen Stab hat der ihm viel Arbeit abnimmt.
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Ein NPC namens Johnson?
:)
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Könnte mit Spielern, die darauf abfahren, durchaus eine interessante rollenspielerische Erfahrung sein.
"Okay, ihr sitzt alle in euren ganz frisch maßgeschneiderten Geschäftsanzügen um den Tisch im abgesicherten Besprechungsraum eurer neuen Firma. Ihr habt bereits zwei 'freundliche' Anfragen von anderen Konzernen erhalten, die euch die Last gerne wieder abnehmen möchten, die PR-Abteilung der XYZ AG, mit der ihr eh immer im Clinch gelegen habt, hat schon angefangen, in den Medien die schmutzige Wäsche aus eurer Runnervergangenheit ans Licht zu bringen, und wahrscheinlich kriegen schon die ersten anderen Runnerteams Angebote für Jobs, die nicht unbedingt zu eurem Besten sind. Was macht ihr jetzt?" ;)