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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Krassgeilertyp am 19.12.2017 | 11:42
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers (mit teilweise Führungsaufgaben). Und wenn das ein SL anders gesehen hat, hatte ich eigentlich selten Spaß mit dem, sogar eigentlich nur Ärger.
Wenn er den Spielern keinen Spaß bringen möchte, warum sollte ich ihn als SL akzeptieren?
Wie seht ihr das?
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers (mit teilweise Führungsaufgaben). Und wenn das ein SL anders gesehen hat, hatte ich eigentlich selten Spaß mit dem, sogar eigentlich nur Ärger.
Wenn er den Spielern keinen Spaß bringen möchte, warum sollte ich ihn als SL akzeptieren?
Wie seht ihr das?
Verschiedene Spiele, verschiedene Runde, aber wenn ich selbst leite, kann ich nicht anders als diese Rolle auch anzunehmen. Nur Herumblödeln lassen und Monster hinstellen finde ich vertanes Potential.
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Ich bin ein Architekt, ein Dienstleister, ein Schiedsrichter, ein Unterhalter und ein Mitspieler.
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Es gibt noch was zwischen "Entertainer" und "Diktator". ;)
Zum Beispiel "Mitspieler".
Der Spaß des SL steht für mich auf einer Stufe mit dem Spaß der übrigen Spieler. Beides lässt sich aber normalerweise auch gut in Einklang bringen.
Sollte der SL jemand sein, der den Spielern keinen Spaß bringen will (bzw. nicht selbst Spaß daraus zieht, wenn alle am Tisch Spaß haben), dann ist das vermutlich auch als Spieler jemand, mit dem ich nicht spielen möchte. Ist da eher eine Frage was für ein Typ Mensch du bist.
Aber für mich ist der SL auch nicht der Sklave der Spieler, dessen einzige Aufgabe es ist, ihnen Spaß zu bereiten. Das ist keine Einbahnstraße. :)
Vielleicht meintest du das ja sogar so, aber aus deinem Punkt spricht eine gewisse Dichotomie, die ich so nicht stehen lassen wollte.
Ich selbst sehe mich als SL durchaus auch als "Dienstleister", bediene also Wünsche der Spieler nach bestimmten Abenteuertypen. Was nützt es wenn ich in meiner Star Wars Runde ein militärisches Abenteuer geplant habe, wenn alle eher Bock auf Schmugglerkram haben? Ebenso bin ich aber nicht ein Dienstleister ohne eigene Ansprüche. Würden sich alle ein Dark Side-Abenteuer mit fiesen Sith als Protagonisten wünschen (was mir keinen Spaß machen würde), dann hätte ich da trotzdem keinen Bock drauf und würde sagen, dass wir entweder andere Abenteuer spielen können oder wenn niemand da Bock drauf hat, jemand anderes spielleiten muss.
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Verschiedene Spiele, verschiedene Runde, aber wenn ich selbst leite, kann ich nicht anders als diese Rolle auch anzunehmen. Nur Herumblödeln lassen und Monster hinstellen finde ich vertanes Potential.
Das sehen wir sehr ähnlich.
Aber letztendlich ist Entertainment ja das Ziel, seine Mitspieler zu unterhalten. Das könnte, rein theoretisch, ja auch Monster hinstellen etc. sein, wenn die Spieler das möchten.
Wenn der SL dies tut und seine Spieler sind maximal unterhalten und zufrieden, kann das ja auch als Entertainment durchgehen.
Was nicht durchgeht, ist die totale Ignoranz gegegenüber den Interessen der Spieler. Wenn die Spieler mehr möchten (oder das Interesse bestehen könnte) und der SL pfeift darauf, dann ist das doch der falsche für den Job?
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Spieler mit besonderen Aufgaben. Torwart oder so.
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Ich hab mich nie als Entertainer gesehen. Das hieße ja, dass ich als für den Spaß der Runde verantwortlich bin, denn dann bin ich der Typ, der den Spielern Spaß bringen soll.
Wenn ich mir diese Verantwortung aufladen sollte, wäre ich die ärmste Sau am Spieltisch.
Wenn ein Spieler nur Bock auf Kämpfe hat, muss ich andauernd Kämpfe liefern, wenn einer nur Spaß an gelungenen Proben hat, dann muss ich wegsehen, wenn die Person die Würfel dreht oder die Schwierigkeiten entsprechend niedrig setzen,...
Als SL kümmere ich mich um die Umwelt. Ich leite Konsequenzen aus den Aktionen der SCs und überlege mir, wie Fraktionen und NSCs agieren und reagieren. Wie die Spieler und ihre SCs vorgehen, kann mich interessieren, hat aber auf meine Aufgaben keine Auswirkung.
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Ich bin kein Entertainer. Ich bin kein Dienstleister, den man an- und ausknippst und sich unterhalten lässt. Ich bin Rollenspieler wie jeder andere, und ich möchte als SL zusammen mit meinen Spielern dem Hobby nachgehen. Ich bin nicht für Taschenspielertricks und Oh-und-Ah-Effekte zustände. Wenn wir zusammen ein neues Spiel ausprobieren, dann will ich nicht derjenige sein, auf dem der Erwartungsdruck lastet, ich müsste es ihnen wie sauer Bier andrehen. Wenn es Mist ist, dann will ich das genauso sagen können, dann zucken gemeinsam mit den Schultern und ziehen es durch oder spielen was anderes. Wenn ich Entertainer sein soll, dann will ich klingende Münze sehen. Ansonsten bin ich Hobbyist.
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Erzähler, Sadist (konsensual), Worlddesigner, Künstler.*
Ich erzähle gerne eine Geschichte.
Ich unterwerf die Spieler gerne Fieslichkeiten, in Maßen, und sie wissen, dass ich sie nie hängen lasse.
Ich entwerfe gerne Welten von ganz große bis zum Hinterzimmer einer Taverne.
Und ungerne das ewig gleiche 08/15.
Wenn man von einer Hierarchie sprechen müsste, habe ich das Motto "Gruppe>Spielleiter>Einzelspieler".
Im Zweifel bringt Diplomatie einen aber weiter als Verharren auf dem Standpunkt.
* Also doch ja: Irgendwie auch Entertainer. Denn wenn die Spieler keinen Spaß dran haben, habe ich auch keinen.
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@Quendan
Ja genau wie du sagst.
Wenn ich als SL ein Angebot habe, was die Spieler nicht möchten, muss ich halt das Zepter abgeben. Zumindest dies in Aussicht stellen.
Aber so wie du das beschreibst, möchtest du ja trotzdem unterhalten. Du hast ein Konzept und andere Konzepte machst du nicht, aber du willst ein Entertainer sein. Das würde ich als angenehm empfinden.
Bin ich dir egal und du willst ein Konzept nur zum Eigennutz durchziehen, dann hätte ich da keinen Bock. Das spielt sich dann auch ganz anders.
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Ich sehe mich schon als Entertainer, aber mehr im Sinne eines Vorlagengebers. Deshalb mag ich auch nicht mit Spielern spielen, die wollen, dass ich alles selber mache. Ich habe ohnehin entdeckt, dass man mit Freunden besser spielen kann. Ich habe keine Lust mehr darauf, mit komplett unbekannten Spielern zu spielen, die dann oft nichts sagen.
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Ich hab mich nie als Entertainer gesehen. Das hieße ja, dass ich als für den Spaß der Runde verantwortlich bin, denn dann bin ich der Typ, der den Spielern Spaß bringen soll.
Wenn ich mir diese Verantwortung aufladen sollte, wäre ich die ärmste Sau am Spieltisch.
Wenn ein Spieler nur Bock auf Kämpfe hat, muss ich andauernd Kämpfe liefern, wenn einer nur Spaß an gelungenen Proben hat, dann muss ich wegsehen, wenn die Person die Würfel dreht oder die Schwierigkeiten entsprechend niedrig setzen,...
Als SL kümmere ich mich um die Umwelt. Ich leite Konsequenzen aus den Aktionen der SCs und überlege mir, wie Fraktionen und NSCs agieren und reagieren. Wie die Spieler und ihre SCs vorgehen, kann mich interessieren, hat aber auf meine Aufgaben keine Auswirkung.
Da ist jetzt die Frage, was man mit "Entertainer" meint. Elton oder Thomas Gottschalk. Den Wunschlisten der Spieler hinterherhecheln muss nicht heißen, dass man Entertainer ist, finde ich. und auch umgekehrt nicht, ein guter Teil des Entertainments ist das Element des Spontanen.
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Ich habe mich auch mal als reiner Entertainer gesehen - wer sich als SL nur so sieht brennt viel zu schnell aus wenn die Spieler regelmäßig seine ach so tollen "Plots" oder "Pläne" ignorieren. Wer nicht vorhat, seine Spieler dazu zu zwingen, an seinen Pseudoroman entlang zu leiten sollte sich einen eher reaktiven Spielstil zulegen und sich als Weltensschöpfer/simulator neu definieren.
Reine Entertainer habe ich eigentlich immer als wenig fähige Despoten erlebt, welche eine Abweichung von ihrem Plan nicht verkraften. Tolle beschreibungen, aber nicht fähig mit Spielern umzugehen, welche eigene Ideen entwickeln.
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Die Aufgabe des Spielleiters ist mMn. -Spiel-leiten.
Er ist ein Spieler mit anderen Aufgaben.
Wenn er noch Entertaining-Skills hat, und Spaß am NSC spielen, dann ist das für die Spieler idR. sehr positiv.
Ein Bisschen ist er mMn.auch Regisseur. Nicht in dem Sinne, dass er jede Szene vorausplant und festlegt. (Da sind ja auch die Spieller gefragt)
Sondern eher in dem Sinn, dass er Szenen an passender Stelle cutted, jedem Spieler einen angemessenen Spielanteil zukommen lässt, die Charakter- Entwicklung der einzelnen Figuren im Auge hat, und überhaupt für ein Thema bzw. einen Plot sorgt, der für die Spieler halbwegs interessant ist.
Edit: Eine permantene "One-man Show" egal ob vom Spielleiter oder von den Spielern, ist nicht das, was ich unter "Entertaiment" verstehen würde.
Das sollte schon ein positives Zusammenspiel von Spielern und Spielleitern sein. Man wirft sich gegenseitig Bälle zu.
Wobei der Spielleiter die Person ist, die die Spieler auch gezielt anspielt.
Es geht nicht darum "toll zu spielen", sondern darum "toll miteinander zu spielen."
Kurz- das Ego des Spielleiters hat in der Gesamtgleichung nix verloren.
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Ich habe mich auch mal als reiner Entertainer gesehen - wer sich als SL nur so sieht brennt viel zu schnell aus wenn die Spieler regelmäßig seine ach so tollen "Plots" oder "Pläne" ignorieren. Wer nicht vorhat, seine Spieler dazu zu zwingen, an seinen Pseudoroman entlang zu leiten sollte sich einen eher reaktiven Spielstil zulegen und sich als Weltensschöpfer/simulator neu definieren.
Reine Entertainer habe ich eigentlich immer als wenig fähige Despoten erlebt, welche eine Abweichung von ihrem Plan nicht verkraften. Tolle beschreibungen, aber nicht fähig mit Spielern umzugehen, welche eigene Ideen entwickeln.
Wiederum, da stellt sich mir die gleiche Frage wie oben. Was bedeutet für dich Entertainer? Ich ziehe nichtmal einen Plan durch, wenn ich einen kleinen Hund unterhalten muss.
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Entertainer... Robbie Williams - Let Me Entertain You (https://www.youtube.com/watch?v=ymPu2PdLW3I)
Nun oder um es mit Lyrics aus Chicago zu formulieren:
And the audience loves me,
And I love them.
And they love me for lovin' them,
And I love them for lovin' me.
And we love each other
Ich habe recht wenig Lust einen Schiedsrichter für Dispute Erwachsener Menschen zu geben und noch irgendwas zum reinen Selbstzweck zu bauen. Das heißt die Idee ein Architekt zu sein oder gar etwas rumzusimulieren spricht mich noch weniger an als Schiri zu sein.
Nun und als Entertainer möchte ich auch Spaß haben. Das heißt nicht nur Vorlagen geben sondern mitspielen.
Wobei Entertainment für mich heißt das die Leute am Ende Spaß haben sollten. Das verträgt sich nur bedingt, wenn überhaupt, mit all zu harten Plots & Plänen.
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Ich habe mich auch mal als reiner Entertainer gesehen - wer sich als SL nur so sieht brennt viel zu schnell aus wenn die Spieler regelmäßig seine ach so tollen "Plots" oder "Pläne" ignorieren. Wer nicht vorhat, seine Spieler dazu zu zwingen, an seinen Pseudoroman entlang zu leiten sollte sich einen eher reaktiven Spielstil zulegen und sich als Weltensschöpfer/simulator neu definieren.
Reine Entertainer habe ich eigentlich immer als wenig fähige Despoten erlebt, welche eine Abweichung von ihrem Plan nicht verkraften. Tolle beschreibungen, aber nicht fähig mit Spielern umzugehen, welche eigene Ideen entwickeln.
Deine Definition von Entertainment ist sehr eigen.
Es bedeutet nichts anderes, als dem Publikum Unterhaltung zu liefern. Das kannst du im Sinne von Thomas Gottschalk machen, der auf seine Umgebung amüsant reagiert und kein sonderlich festes Konzept hat, oder als Elton John, der ein ganz klar abgestecktes Drama abliefert, auf welches du dich einlassen musst. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Was aber ALLE Entertainer gemeinsam haben ist das Interesse, dass das Publikum eine schöne Zeit hat. Und ein guter Entertainer hat dann einen schönen Abend, wenn alle einen schönen Abend haben.
Bist du das nicht, also hast du einen Ego-Trip den du als Sadist an Spielern auslässt oder bist ein weinerlicher Abklatsch eines Unterhalters und lässt dich nur rumschubsen oder spielst eigentlich nur mit dir selbst und die Spieler schauen dir dabei zu oder was es sonst noch für Auswüchse gibt... dann lass es. Sei bitte kein SL. Denn wenn dir jemand seine Zeit schenkt, ist das schlicht Verschwendung.
Das macht niemanden Spaß. Die verbringen aus irgendwelchen Gründen die Zeit mit dir als SL, ja. Weil Sie verzweifelt sind oder dein Freund oder zu feige sich von der Gruppe abzumelden. Aber nicht, weil es toll ist mit dir zu spielen.
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Da der SL eine komplette Welt darbieten soll, sollte er schon über Entertainerfähigkeiten verfügen. Ansonsten wird es langweilig.
Allerdings müssen Spieler auch über Entertainerfähigkeiten verfügen, damit sie ihren Charakter interessant (um nicht das Wort "spaßbringend" zu benutzen) darstellen können. Sonst passiert das Gleiche wie beim SL: Es wird langweilig.
Eine Gruppe mit lauter Entertainern, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen, ist in meinen Augen das Ideal. Vor allem, wenn alle einen Sinn für Spotlights haben und ihre Mitspieler dabei unterstützen und sie anspielen, anstatt eine Solonummer hinzulegen.
Denn ausufernde Solonummern würgen Rollenspiel ab, egal ob es sich um einen Mein-Plot-SL handelt oder um einen Alphaspieler, der in jeder Szene im Rampenlicht stehen will.
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Da ist jetzt die Frage, was man mit "Entertainer" meint. Elton oder Thomas Gottschalk. Den Wunschlisten der Spieler hinterherhecheln muss nicht heißen, dass man Entertainer ist, finde ich. und auch umgekehrt nicht, ein guter Teil des Entertainments ist das Element des Spontanen.
Das Problem der Verantwortung bleibt aber gleich.
Als Entertainer bin ich dafür verantwortlich, dass die Spieler Spaß haben.
Jobs, deren Aufgabenbeschreibung lautet "Sorg dafür, dass die anderen Spaß haben", sind aber nicht meins. Ich hab Spaß an der Ausübung meiner Aufgaben. Der Spaß ist ein Nebeneffekt.
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Für meinen Teil hört sich Entertainer irgendwie erniedrigend an. Ich bin nicht derjenige, der ausschließlich für die Unterhaltung der Spieler da ist. Natürlich sind parallelen da, ich bereite meine Welt und meine Handlungsideen natürlich für die Spieler auf, aber ich fühle mich dennoch für mehr als ein Alleinunterhalter.
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Deine Definition von Entertainment ist sehr eigen.
Es bedeutet nichts anderes, als dem Publikum Unterhaltung zu liefern. Das kannst du im Sinne von Thomas Gottschalk machen, der auf seine Umgebung amüsant reagiert und kein sonderlich festes Konzept hat, oder als Elton John, der ein ganz klar abgestecktes Drama abliefert, auf welches du dich einlassen musst. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Was aber ALLE Entertainer gemeinsam haben ist das Interesse, dass das Publikum eine schöne Zeit hat. Und ein guter Entertainer hat dann einen schönen Abend, wenn alle einen schönen Abend haben.
Bist du das nicht, also hast du einen Ego-Trip den du als Sadist an Spielern auslässt oder bist ein weinerlicher Abklatsch eines Unterhalters und lässt dich nur rumschubsen oder spielst eigentlich nur mit dir selbst und die Spieler schauen dir dabei zu oder was es sonst noch für Auswüchse gibt... dann lass es. Sei bitte kein SL. Denn wenn dir jemand seine Zeit schenkt, ist das schlicht Verschwendung.
Das macht niemanden Spaß. Die verbringen aus irgendwelchen Gründen die Zeit mit dir als SL, ja. Weil Sie verzweifelt sind oder dein Freund oder zu feige sich von der Gruppe abzumelden. Aber nicht, weil es toll ist mit dir zu spielen.
Ich hoffe es war ersichtlich, dass ich den Raab-Elton meinte, nicht Sir Elton John. Weitermachen.
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Für meinen Teil hört sich Entertainer irgendwie erniedrigend an. Ich bin nicht derjenige, der ausschließlich für die Unterhaltung der Spieler da ist. Natürlich sind parallelen da, ich bereite meine Welt und meine Handlungsideen natürlich für die Spieler auf, aber ich fühle mich dennoch für mehr als ein Alleinunterhalter.
This.
Deine Definition von Entertainment ist sehr eigen.
Es bedeutet nichts anderes, als dem Publikum Unterhaltung zu liefern. Das kannst du im Sinne von Thomas Gottschalk machen, der auf seine Umgebung amüsant reagiert und kein sonderlich festes Konzept hat, oder als Elton John, der ein ganz klar abgestecktes Drama abliefert, auf welches du dich einlassen musst. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Was aber ALLE Entertainer gemeinsam haben ist das Interesse, dass das Publikum eine schöne Zeit hat. Und ein guter Entertainer hat dann einen schönen Abend, wenn alle einen schönen Abend haben.
Bist du das nicht, also hast du einen Ego-Trip den du als Sadist an Spielern auslässt oder bist ein weinerlicher Abklatsch eines Unterhalters und lässt dich nur rumschubsen oder spielst eigentlich nur mit dir selbst und die Spieler schauen dir dabei zu oder was es sonst noch für Auswüchse gibt... dann lass es. Sei bitte kein SL. Denn wenn dir jemand seine Zeit schenkt, ist das schlicht Verschwendung.
Das macht niemanden Spaß. Die verbringen aus irgendwelchen Gründen die Zeit mit dir als SL, ja. Weil Sie verzweifelt sind oder dein Freund oder zu feige sich von der Gruppe abzumelden. Aber nicht, weil es toll ist mit dir zu spielen.
Ich habe aber als Spielleiter kein Prublikum, ich habe Mitspieler, welche das Spiel und damit die Handlung, mitgestalten.
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Ich habe aber als Spielleiter kein Prublikum, ich habe Mitspieler, welche das Spiel und damit die Handlung, mitgestalten.
Jup. Aber wenn du sie nicht fesseln kannst, sie also "entertainst", wird das Spiel öde. Du entertainst sie, sie entertainen dich und sich und alle entertainen einander.
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Deine Definition von Entertainment ist sehr eigen.
Es bedeutet nichts anderes, als dem Publikum Unterhaltung zu liefern. Das kannst du im Sinne von Thomas Gottschalk machen, der auf seine Umgebung amüsant reagiert und kein sonderlich festes Konzept hat, oder als Elton John, der ein ganz klar abgestecktes Drama abliefert, auf welches du dich einlassen musst. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Was aber ALLE Entertainer gemeinsam haben ist das Interesse, dass das Publikum eine schöne Zeit hat. Und ein guter Entertainer hat dann einen schönen Abend, wenn alle einen schönen Abend haben.
Das drängt mir die Spieler*innen zu sehr in die Passivität. Ich sehe die Spieler*innen nicht als "Publikum" denen ich was "liefere". Im Idealfall tragen alle zur gelungenen Unterhaltung bei und ich bin (als Mitspieler) ebenfalls unterhalten, was bei einem "Entertainer" nicht zwangsläufig so sein muss, dieser könnte auch einfach sein Programm abspulen und trotzdem gut sein. Der Gedanke des "Lieferns" steht mir hier einfach zu sehr im Vordergrund.
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Ich bin ein Architekt, ein Dienstleister, ein Schiedsrichter, ein Unterhalter und ein Mitspieler.
So in etwa passt das.
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Natürlich sind deine Spieler dein Publikum.
Beim Rollenspiel sind im Idealfall halt alle voll mit eingebunden und somit auch Entertainer und auch der SL zeitweise Publikum.
Aber der SL ist der einzige Spieler der sein Publikum in irgendeiner Art bedienen MUSS.
Wenn er das nicht tut, braucht man ihn nicht. Der SL hat nunmal mehr Verantwortung und kann sich nicht zurücklehnen. Ein Spieler kann das mal machen, ein SL nicht. Wenn der SL sich zurücklehnt, ist das Spiel auf Pause. Der Spieler kann zumindest zeitweise nichts tun.
Diesen Unterschied muss man erkennen.
Und was daran erniedrigend sein soll, wenn man anderen Menschen und somit auch selbst ne schöne Zeit beschert, verstehe ich nicht.
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Ich leite(te) lange und häufig und sah mich zwar nie als Alleinunterhalter, aber inzwischen registriere ich mit einigem Mißmut, daß es immer mehr in diese Richtung geht. Ich muß der regelfesteste Spieler am Tisch sein, alle Details mitsamt Abenteuern vorbereiten und geschmacksgerecht präsentieren, die Spieler hindurchführen und vielen von ihnen sogar noch sagen, was sie wann machen können oder welchen Auswirkungen mit einer Probe verbunden sind oder sein können. Kurz: Ich wurde verstärkt zum Komplettlieferanten. Mir fehlt immer mehr das intensive Miteinander mitsamt befeuerndem Austausch.
Oftmals sieht es so aus, daß ich vor einer Probe gefragt werde, ob dies und das möglich und auch angemessen erfolgsträchtig sei - als eine Art Absicherung der Zukunft -, und daß ich als SL dann nach erfolgter Probe beschreiben muß, wie der Charakter diese Probe umsetzt und was genau er dann macht. Von ehemals allgemein so geschätzten Wichtigkeiten, wie z.B. der Ausarbeitung der Charaktere und dem plotfernen Verfolgen von Zielen und Wünschen, kann ich i.d.R. nur noch träumen. Die Charaktere werden mir zu oft nur noch als Zahlenwerke dargestellt, mit denen man an bestimmten Stellen (z.B. Proben oder Kämpfen) handeln kann.
Sicherlich sind viele meiner Spieler nun mit dem üblichen Krams, als Kind/Kegel/Haus/Hof/Hund, anders eingespannt als früher und erscheinen dennoch motiviert und regelmäßig zu den Rollenspielsitzungen (was ich gern registriere und ihnen hoch anrechne), aber die Arbeits- und Erfolgslast einer Sitzung ruht inzwischen (zu) stark auf meinen Schultern als SL.
"Ich bin ein Architekt, ein Dienstleister, ein Schiedsrichter, ein Unterhalter und ein Mitspieler." ist mir genehm, wenn die Mischung stimmt.
:)
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Natürlich sind deine Spieler dein Publikum.
Beim Rollenspiel sind im Idealfall halt alle voll mit eingebunden und somit auch Entertainer und auch der SL zeitweise Publikum.
Den Begriff "Publikum" finde ich tatsächlich etwas unpassend, es sei denn, jemand hält einen langen "Monolog".
Im Rollenspiel hat man mEn. vor Allem "Dialoge". Zwischen Spielleiter und Spieler oder Spieler und Spieler.
Aber der SL ist der einzige Spieler der sein Publikum in irgendeiner Art bedienen MUSS.
Der seine Mitspieler idealerweise auch durch Anspielen bedienen können SOLLTE.
Wenn er das nicht tut, braucht man ihn nicht. Der SL hat nunmal mehr Verantwortung und kann sich nicht zurücklehnen. Ein Spieler kann das mal machen, ein SL nicht. Wenn der SL sich zurücklehnt, ist das Spiel auf Pause. Der Spieler kann zumindest zeitweise nichts tun.
Diesen Unterschied muss man erkennen.
Wenn sich Spieler beraten, kann sich auch der Spielleiter mal zurück lehnen. Und auch Spieler tragen Verantwortung für ein schönes Spiel.
Und was daran erniedrigend sein soll, wenn man anderen Menschen und somit auch selbst ne schöne Zeit beschert, verstehe ich nicht.
Man beschert sich die mMn. gegenseitig.
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Aber der SL ist der einzige Spieler der sein Publikum in irgendeiner Art bedienen MUSS.
Wenn er das nicht tut, braucht man ihn nicht. Der SL hat nunmal mehr Verantwortung und kann sich nicht zurücklehnen. Ein Spieler kann das mal machen, ein SL nicht. Wenn der SL sich zurücklehnt, ist das Spiel auf Pause. Der Spieler kann zumindest zeitweise nichts tun.
Diesen Unterschied muss man erkennen.
Also ich genieße als SL immer die Gelegenheiten, wo ich mich entspannt zurücklehnen und die Spieler alleine lassen kann. Das sind i.d.R. Situation in denen es kein Richtig oder Falsch als nächsten Schritt gibt und die Spieler mit Abwägen beschäftigt sind.
Und dann denke ich mir was bin als SL für ein Krassgeilertyp solch komplexe Situationen schaffen zu können und bedaure alle Spielleiter, die es leider noch nicht so weit gebracht haben.
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@Krassgeilertyp
Es ist insofern erniedrigend, als dass man sich zum Affen macht, der für den Spaß die Haupt- oder gar Alleinverantwortung trägt, der die mit Abstand höchste Arbeitsbelastung hat und durch diese Verantwortung auch noch am wenigsten Rechte.
Er wäre quasi der Sklave des Spaßes (Dienstleister werden zumindest bezahlt), der sich selbst noch unter Druck setzt, weil er einem Diktat unterworfen ist, dass er sich selbst auferlegt.
Deshalb sehe ich auch die anderen Spieler nicht als Publikum, sondern als Leute, die mir sympathisch sind und nur am Tisch sitzen, um mit Gleichgesinnten fiktive Charaktere in einer fiktiven Welt darzustellen.
Und die (etwas dramatisch ausgedrückt) Diktatur des Spaßes sehe ich kontraproduktiv.
Und die besten Runden sind nach meiner Erfahrung jene, bei denen der SL sich zurücklehnen kann und nur etwas delegieren muss.
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Mitspieler, einer der Geschichtenerzähler, Schiedsrichter und in gewissem Rahmen aber auch Vortänzer.
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Aber der SL ist der einzige Spieler der sein Publikum in irgendeiner Art bedienen MUSS.
Wenn er das nicht tut, braucht man ihn nicht. Der SL hat nunmal mehr Verantwortung und kann sich nicht zurücklehnen. Ein Spieler kann das mal machen, ein SL nicht. Wenn der SL sich zurücklehnt, ist das Spiel auf Pause. Der Spieler kann zumindest zeitweise nichts tun.
Öhm, nein. Rollenspiel ist interaktiv, d.h. die Spieler können auch unter einander interagieren. Und einige der coolsten Sessions die ich hatte waren welche, inen ich nur die Grundsituation beschreiben musste, ein oder zwei NSCs zu spielen hatte, und die Spieler haben untereinander "Plot gemacht" bzw. miteinander gespielt. Ich mag keine SL-Losen spiele, aber mit den richtigen SPielern bin ich oft auch einfach nur ein Spieler innerhaalb der gruppe, und das ist ziemlich cool.
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Ja klar kann ich mich als SL zurücklehnen.
Aber ich muss das Geschehen ständig verfolgen. Wenn ich das nicht tue, erliegt das Spiel schlimmstenfalls.
@K1laus
Wow, du schaffst es Spieler in Situationen zu bringen, in denen Sie sich miteinander unterhalten und du kannst ein paar Minuten nix machen? Geil. Hast du Eis?
@Issi
Ja gut... SOLLTE stimmt in dem Sinne, dass man seine Aufgabe als SL auch einfach nicht wahrnehmen kann. Dann bist du halt kein SL in dem Sinne sondern tust nur so. Dann sitzt du halt zufällig hinter nem Bildschirm und darfst die ganzen NPC´s würfeln. Mein MÜSSTE bezieht sich darauf, dass man als SL bestimmte Aufgaben hat.
Bezüglich dem zurücklehnen... tja... schon klar, aber das ist eine normale Situation die den SL trotzdem als Zuschauer und Informationsspeicher benötigt. Er lehnt sich körperlich zurück, aber sonst nicht.
Und wie schon mehrmals gesagt wurde, die Spieler sind im Idealfall auch Entertainer.
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Ja klar kann ich mich als SL zurücklehnen.
Aber ich muss das Geschehen ständig verfolgen. [..]
Nein, du kannst auch einfach mit dem Ergebnis arbeiten, ohne dass es notwendig ist zu wissen welche Überlegungen sie dazu geführt haben.
Und wenn du dann flexible improvisieren kannst, dich deine Spieler überraschen und dich das dennoch beim Leiten nicht aus der Ruhe bringt, dann weißt du wieder einmal was für... der Rest ist bekannt. ^-^
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Nein, du kannst auch einfach mit dem Ergebnis arbeiten, ohne dass es notwendig ist zu wissen welche Überlegungen sie dazu geführt haben.
Jo, versuch mal bei SR den stundenlagen Planungen der Spieler zu folgen. ;D
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@Issi
Ja gut... SOLLTE stimmt in dem Sinne, dass man seine Aufgabe als SL auch einfach nicht wahrnehmen kann. Dann bist du halt kein SL in dem Sinne sondern tust nur so. Dann sitzt du halt zufällig hinter nem Bildschirm und darfst die ganzen NPC´s würfeln. Mein MÜSSTE bezieht sich darauf, dass man als SL bestimmte Aufgaben hat.
Bezüglich dem zurücklehnen... tja... schon klar, aber das ist eine normale Situation die den SL trotzdem als Zuschauer und Informationsspeicher benötigt. Er lehnt sich körperlich zurück, aber sonst nicht.
Ich habe dein MUSS insofern relativiert, weil auch die Spieler den Spielleiter anspielen können.
Die Intiative für einen Dialog liegt nicht allein beim Spielleiter.
Es ist mMn. ein gegenseitiges Ding.
Und klar, ist es wünschenswert, wenn Spielleiter gut anspielen können. Und ein stückweit ist das auch ihr Job.
Aber wie sieht es mit den Spielern aus?
Was müssen die denn deiner Meinung nach können?
Stillsitzen, warten und auf den Spielleiter reagieren?
Das ist doch Käse. Es funktioniert mMn. nur dann als gute Unterhaltung im guten Zuspiel und Zusammenspiel.
Was ich an Spielleitern mag, ist, wenn sie Spaß am NSC spielen haben, wenn sie Stimmung und Atmosphäre gut transportieren können.
Sind sie deshalb schon Entertainer? Vielleicht- aber eben nicht ausschließlich und alleine.
Spielleiter sind keine Alleinunterhalter.- Deshalb finde ich "Entertainer" als Begriff auch nicht so passend, in einer gleichberechtigten Gruppe voller toller Spieler, die daran ebenfalls Spaß haben und das Spiel genauso bereichern.
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Ok, wenn es darum geht, dass die Spielleitrung ausschließlich eine Rolle übernimmt, dann ist man als SL typischerweise gar nichts. Können wir uns davon lösen und als Normalfall besprechen, ob die SL auch Entertainer ist??
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Ok, wenn es darum geht, dass die Spielleitrung ausschließlich eine Rolle übernimmt, dann ist man als SL typischerweise gar nichts. Können wir uns davon lösen und als Normalfall besprechen, ob die SL auch Entertainer ist??
Entertainer im Sinne von "trägt zur Unterhaltung aller am Spieltisch bei"? Sicher.
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Kalr ist die SL auch Entertainer, wie jeder Mitspieler. In meinen Gruppen ist es zumindest so das jeder versucht interessante und unterhaltsame Situationen zu erschaffen (und zwar nicht nur für sich selbst).
Das ist für mich grundlage für ein gemeinsames spielen.
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Ich habe dein MUSS insofern relativiert, weil auch die Spieler den Spielleiter anspielen können.
Die Intiative für einen Dialog liegt nicht allein beim Spielleiter.
Es ist mMn. ein gegenseitiges Ding.
Und klar, ist es wünschenswert, wenn Spielleiter gut anspielen können. Und ein stückweit ist das auch ihr Job.
Aber wie sieht es mit den Spielern aus?
Was müssen die denn deiner Meinung nach können?
Stillsitzen, warten und auf den Spielleiter reagieren?
Das ist doch Käse. Es funktioniert mMn. nur dann als gute Unterhaltung im guten Zuspiel und Zusammenspiel.
Was ich an Spielleitern mag, ist, wenn sie Spaß am NSC spielen haben, wenn sie Stimmung und Atmosphäre gut transportieren können.
Sind sie deshalb schon Entertainer? Vielleicht- aber eben nicht ausschließlich und alleine.
Spielleiter sind keine Alleinunterhalter.- Deshalb finde ich "Entertainer" als Begriff auch nicht so passend, in einer gleichberechtigten Gruppe voller toller Spieler, die daran ebenfalls Spaß haben und das Spiel genauso bereichern.
- Der Spielleiter hat bestimmte Aufgaben. Hier ist kein Umkehrschluss zwingend, der den Spielern jegliche Aufgabe abspricht. Die haben natürlich auch Aufgaben, wenn auch weniger als der SL. Spieler müssen natürlich dem SL auch zuspielen, Dialog ist der Sinn des ganzen Spiels.
- Hier wurde schon oft Entertainer mit Alleinunterhalter gleichgesetzt. Das ist schlicht Unsinn. Entertainer/Unterhalter ist ein sehr viel breiterer Begriff. Ergo ist Alleinunterhalter nicht passend, Entertainer schon.
- Spieler und SL sind niemals gleichberechtigt. Zumindest nicht im klassichen Rollenspiel. Der SL hat sowohl mehr Rechte als auch mehr Pflichten. Gleich viel wert natürlich schon. Und die Spieler geben dem SL auch freiwillig mehr Berechtigungen, die man natürlich auch wieder absprechen kann. Anders gehts aber nicht (RPG ohne SL mal aussen vor, das ist ein anderes Thema).
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Ich bin halt der Spielleiter!
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Ok, wenn es darum geht, dass die Spielleitrung ausschließlich eine Rolle übernimmt, dann ist man als SL typischerweise gar nichts. Können wir uns davon lösen und als Normalfall besprechen, ob die SL auch Entertainer ist??
+1
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Rollenspiel ist ein soziales Hobby.
Hab schon super Entertainer erlebt, die ihre Runde nicht zusammen halten konnte.
Der SL (sofern es einen dedizierten gibt) ist erstmal Moderator / Teamleiter und hat eine soziale Verantwortung.
Klar kann es zwischen guten Freunden komplette Ausgeglichenheit geben, aber im Zweifel wird er immer als Instanz gesehen, der etwas durchsetzen kann.
Das beinhaltet Schlichtung bei Streit, Spielertypen und Konflikte erkennen und insgesamt mit guten Beispiel voran gehen.
Was er beim eigentlichen Spiel macht ist dann eigentlich schon egal.
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Das Stichwort Gleichberechtigung bezog sich wohl auch eher auf die Teilnehmer besagter sozialer Aktivität und nicht auf die Rollenverteilung im Spiel. Oder? Dann ist das näherungsweise ok.
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Ich finde es ist an der Zeit, eine allgemeingültige Definition für Entertainer zu finden >;D
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Wikipedia sagt:
Als Unterhaltungskünstler, auch Entertainer (engl. „Unterhalter“), wird eine Person bezeichnet, die durch Schauspiel, Tanz, Akrobatik, Musik, Gesang, Comedyeinlagen, Zauberkunst, Puppenspiel, Moderation oder Kabarett Menschen unterhält. Der Begriff wird auch mit Personen mit aufweisender Bühnenpräsenz in Verbindung gebracht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungsk%C3%BCnstler
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- Hier wurde schon oft Entertainer mit Alleinunterhalter gleichgesetzt. Das ist schlicht Unsinn. Entertainer/Unterhalter ist ein sehr viel breiterer Begriff. Ergo ist Alleinunterhalter nicht passend, Entertainer schon.
Ok, gut zu wissen
- Spieler und SL sind niemals gleichberechtigt.
Argh!! "gleichberechtigt" sind sie sehr wohl.
Blöde Formulierung.
Schreib doch bitte- Sie haben unterschiedliche Aufgaben.
Zumindest nicht im klassichen Rollenspiel. Der SL hat sowohl mehr Rechte als auch mehr Pflichten.
Diese "Rechte" sind nur von den Spielern geliehen. -Bis sie ihn absetzen und jemand anderes leitet.
Und "Rechte" klingt auch missverständlich.
Ich würde es "besondere Aufgaben und Verantwortungen auf Probe" nennen.
Gleich viel wert natürlich schon.
Als Mensch- ja selbstverständlich. Aber als Spieler eben auch.
Und die Spieler geben dem SL auch freiwillig mehr Berechtigungen, die man natürlich auch wieder absprechen kann.
Eben, aber diese Berechtigungen sind eben 1. nur geliehen. Und haben 2. Grenzen.
In der Regel bestimmt diese Grenzen und Berechtigungen nämlich der sogenannte "Gruppenvertrag", nicht der Spielleiter allein ;)
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Rollenspiel ist ein soziales Hobby.
Hab schon super Entertainer erlebt, die ihre Runde nicht zusammen halten konnte.
Der SL (sofern es einen dedizierten gibt) ist erstmal Moderator / Teamleiter und hat eine soziale Verantwortung.
Klar kann es zwischen guten Freunden komplette Ausgeglichenheit geben, aber im Zweifel wird er immer als Instanz gesehen, der etwas durchsetzen kann.
Das beinhaltet Schlichtung bei Streit, Spielertypen und Konflikte erkennen und insgesamt mit guten Beispiel voran gehen.
Was er beim eigentlichen Spiel macht ist dann eigentlich schon egal.
+1
Zustimmung bis auf den letzten Satz.
Ich hatte ja auch geschrieben, dass er auch Führungsaufgaben übernimmt. Deswegen total deiner Meinung.
Allerdings nützt umgekehrt auch eine gute Funktionalität nichts, (Pünktlichkeit, Konflikte werden sauber abgehandelt, etc.) wenn das Spiel an sich langweilig und nicht sonderlich spielenswert ist.
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Ok, gut zu wissen
Argh!! "gleichberechtigt" sind sie sehr wohl.
Blöde Formulierung.
Schreib doch bitte- Sie haben unterschiedliche Aufgaben.
Diese "Rechte" sind nur von den Spielern geliehen. -Bis sie ihn absetzen und jemand anderes leitet.
Und "Rechte" klingt auch missverständlich.
Ich würde es "besondere Aufgaben und Verantwortungen auf Probe" nennen.
Als Mensch- ja selbstverständlich. Aber als Spieler eben auch.Eben, aber diese Berechtigungen sind eben 1. nur geliehen. Und haben 2. Grenzen.
In der Regel bestimmt diese Grenzen und Berechtigungen nämlich der sogenannte "Gruppenvertrag", nicht der Spielleiter allein ;)
Ich denke hier sind nur Begrifflichkeiten ein Problem. Der SL ist in gewissen Sinne ein Anführer, der gewählt wurde. Er hat mehr Berechtigungen. Somit mehr berechtigt.
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@ Issi
Wenn die anderen Spieler dem Spielleiter mehr Rechte leihen oder verleihen, dann hat der Spielleiter ab diesem Moment "mehr Rechte".
Nur bedingt und nur unter Vorbehalt. Aber solange sie sie ihm nicht entziehen, trifft die Definition "mehr Rechte" nunmal einfach zu.
Dass er parallel dazu "mehr Aufgaben und Verantwortungen" hat, stimmt sicherlich auch.
Ergo: Mehr Rechte und Pflichten, sowie andere Rechte und Pflichten.
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Ich denke hier sind nur Begrifflichkeiten ein Problem. Der SL ist in gewissen Sinne ein Anführer, der gewählt wurde. Er hat mehr Berechtigungen. Somit mehr berechtigt.
~;D
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Natürlich sind deine Spieler dein Publikum.
Beim Rollenspiel sind im Idealfall halt alle voll mit eingebunden und somit auch Entertainer und auch der SL zeitweise Publikum.
Das ist ein Gerangel im Definitionen hier. Ist mir zu anstrengend.
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Das ist ein Gerangel im Definitionen hier. Ist mir zu anstrengend.
Kann ich verstehen.
Ein Potpourri der Empfindsamkeiten. Ähnlich albern, wie sich zu entzünden an Begriffen wie "Meister", "Spielleiter", "Erzähler" undundund.
Wenn sich jetzt schon drüber gestritten wird unter Ignorierung der Realität*, ob der SL jetzt mehr Rechte hat oder nicht oder was bitteschön unter "Recht" oder "Berechtigung" fällt, dann wird es albern.
(* Von SL-losen Systemen oder solchen mit massivem Player-Empowerment mal abgesehen)
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers.
Wie seht ihr das?
Ich denke, ein Spielleiter hat mehrere Aufgaben und die Gewichtung der einzelnen Funktionen hängt von den Vorlieben aller beteiligten Mitspieler (Spielleitung inklusive) ab, was und wie gespielt wird.
Entertainment ist eine Aufgabe des Spielleiters.
Schiedsrichter, Gegenspieler, Trainer, Teamleiter sind andere (die mir spontan einfallen, es gibt sicherlich noch viele andere).
Abgesehen davon ist er auch Mitspieler wie jeder andere.
Auch ihm muß das Ganze Spaß machen - das ist sogar ganz wichtig, denn sonst hat er ja keine Motivation, einen guten Job zu machen.
Zu Deiner Frage:
Wenn er den Spielern keinen Spaß bringen möchte, warum sollte ich ihn als SL akzeptieren?
Die Frage ist doch, was Du (und jeder andere am Tisch) als Inhalt ansiehst, aus dem Du Deinen Unterhaltungswert beziehen kannst.
Der eine will eine tolle Show erleben, der nächste eine taktische Herausforderung, der übernächste will an Rätsel rumkniffeln und noch einer will Method Acting betreiben.
Und noch einer will nur ordentlich Monster auf die Omme geben (und bekommen).
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Zu Deiner Frage:
Die Frage ist doch, was Du (und jeder andere am Tisch) als Inhalt ansiehst, aus dem Du Deinen "Spaß" beziehen kannst.
Fehler meinerseits. Ich meinte nicht Spaß im Sinne von Witze reissen und Lacher ernten. Ich meine Unterhaltung.
Ein ordentlicher Krimi oder trauriges Drama was überhaupt nicht witzig ist, meinte ich auch mit "Spaß".
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@ Issi
Wenn die anderen Spieler dem Spielleiter mehr Rechte leihen oder verleihen, dann hat der Spielleiter ab diesem Moment "mehr Rechte".
Nur bedingt und nur unter Vorbehalt. Aber solange sie sie ihm nicht entziehen, trifft die Definition "mehr Rechte" nunmal einfach zu.
Dass er parallel dazu "mehr Aufgaben und Verantwortungen" hat, stimmt sicherlich auch.
Ergo: Mehr Rechte und Pflichten, sowie andere Rechte und Pflichten.
Wenn die Mehrheit der Gruppe dagegen ist, dann kriegt auch der Spielleiter seine Interessen nicht durch.
Entscheidungen werden mEn. immer vorverhandelt, bevor sie getroffen werden. Dafür muß man nicht mal wörtlich mit den Spielern kommunizieren.
Manchmal holt sich der Spielleiter allein durch den Blick in die Gesichter ein OK, oder er merkt ob es eben nicht OK ist.
Dann wird ggf. nachverhandelt. Aber verhandelt wird mMn. immer.
Deshalb finde ich die Begriffe nicht ganz so glücklich.
Muß ich aber auch nicht. :)
Wünsche noch viel Spaß!
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Kann ich verstehen.
Ein Potpourri der Empfindsamkeiten. Ähnlich albern, wie sich zu entzünden an Begriffen wie "Meister", "Spielleiter", "Erzähler" undundund.
Wenn sich jetzt schon drüber gestritten wird unter Ignorierung der Realität*, ob der SL jetzt mehr Rechte hat oder nicht oder was bitteschön unter "Recht" oder "Berechtigung" fällt, dann wird es albern.
(* Von SL-losen Systemen oder solchen mit massivem Player-Empowerment mal abgesehen)
Dafür mag ich dich einmal virtuell drücken :-*
Schleicht sich wieder weiterhin mit dem Ziel zu entertainen Spielleiter zu sein
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Ich persönlich leite in erster Linie so, wie es mir Spaß macht. Entweder die Spieler sind auf einer Wellenlänge mit mir, und haben daran Spaß, oder halt nicht. Ich arbeite nicht (bewusst) daran sie zu entertainen oder abzuholen. Auf eine Art zu leiten, die einem nicht liegt, nur weil die Spieler das wollen, ist idR für kein Mitglied der Gruppe wirklich zufriedenstellend.
Daher: kein Entertainer.
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Fehler meinerseits. Ich meinte nicht Spaß im Sinne von Witze reissen und Lacher ernten. Ich meine Unterhaltung.
Ein ordentlicher Krimi oder trauriges Drama was überhaupt nicht witzig ist, meinte ich auch mit "Spaß".
Kein fehler, hab Dich schon korrekt verstanden - die Antwort von mir war ja auch nicht auf "Witzigkeit" gemünzt.
Wie dem auch sei, hab mein Statement noch mal angepasst...
Wichtig ist mir eigentlich nur, daß es allen gefallen muß.
Dementsprechend muß der Spielleiter das bringen, was die Spieler haben wollen, aber eben auch das bringen dürfen, was ihm gefällt.
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Hängt davon ab, was in den Regeln steht. Die "Zehn Gebote für Cthulhu-Spielleiter" gehen z.B. sehr stark in die Richtung (furchtbar!). Classic Traveller oder Hillfolk gar nicht.
Wenn ich leite und mich jemand als Entertainer nimmt, möchte ich am liebsten so reagieren:
(http://www4.pictures.zimbio.com/mp/O7cYYBTkdfzx.jpg)
Andererseits können die Leute ja oft nichts dafür.
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Wenn die Mehrheit der Gruppe dagegen ist, dann kriegt auch der Spielleiter seine Interessen nicht durch.
Entscheidungen werden mEn. immer vorverhandelt, bevor sie getroffen werden. Dafür muß man nicht mal wörtlich mit den Spielern kommunizieren.
Manchmal holt sich der Spielleiter allein durch den Blick in die Gesichter ein OK, oder er merkt ob es eben nicht OK ist.
Dann wird ggf. nachverhandelt. Aber verhandelt wird mMn. immer.
Deshalb finde ich die Begriffe nicht ganz so glücklich.
Muß ich aber auch nicht. :)
Wünsche noch viel Spaß!
Wenn wir um ein Auto verhandeln und du gibst es mir, dann habe ich ab diesem Moment mehr Auto als du.
Ab da ist ein "Mehr an Rechten (und Pflichten) beim SL. Dass da noch nachverhandelt wird, ist keine Frage.
Nur geht es da meist eher um die Details, nicht um den Grundsatz an sich.
Ich bezweifel auch nicht, dass Sprache manchmal behindert ist. Aber dieses Rumgeeiere, weil man Angst vor dem Wort "Rechte" hat und dieses Lamentieren, ob der SL jetzt Entertainer, Unterhalter oder Spaßmacher sei, geht mir schon etwas gegen den Keks.
Insbesondere ersteres.
Die Spieler geben sich ein Stückweit in die Hände des SLs und geben Verantwortung ab, mithin "Rechte". Sie wollen, dass er diese Rechte ausübt und ..... bzw "um" für alle Unterhaltung zu generieren. Möglichst nicht auf Kosten einzelner. Möglichst "Mehrspaß" für alle.
-- Mehr Rechte? Check!
-- Rücksicht auf andere? Check!
-- Entertainer? Check!
Jedenfalls im Idealfall.
Selbst Alexandro ist "Entertainer durch die Hintertür", denn wenn ihm die Spieler weglaufen, war es das ja mit dem Eigenspaß.
Er legt seine Prioritäten, wen er wie zuerst bespaßt nur anders als ein Greifenklause oder eine Issi
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Ich zitiere mich mal selbst:
Auf eine Art zu leiten, die einem nicht liegt, nur weil die Spieler das wollen, ist idR für kein Mitglied der Gruppe wirklich zufriedenstellend.
"Der SL zieht einfach sein Ding durch und eine gewisse Zielgruppe findet das zufällig gut" ist jedenfalls das Gegenteil von Entertainer. Hätte ich keine Spieler die mit meinem Leitstil kompatibel sind, würde ich einfach aufhören zu leiten - so einfach ist das.
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Ich bezweifel auch nicht, dass Sprache manchmal behindert ist. Aber dieses Rumgeeiere, weil man Angst vor dem Wort "Rechte" hat und dieses Lamentieren, ob der SL jetzt Entertainer, Unterhalter oder Spaßmacher sei, geht mir schon etwas gegen den Keks.
Insbesondere ersteres.
Ich wollte damit vor Allem abchecken wie diese Begriffe verstanden werden. Das habe ich getan.
Und damit es auch gut.
Viel Spaß mit dem Keks! :)
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@Ucalegon: Du möchtest reagieren als hättest du eine narzisstische Persönlichkeitsstörung? ~;D
Ansonsten, Ich finde es legitim zu sagen, ich mache hier mein Ding, und wer es gut findet, findet es halt gut. Eher Helge Schneider als Thomas Gottschalk quasi.
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"Der SL zieht einfach sein Ding durch und eine gewisse Zielgruppe findet das zufällig gut" ist jedenfalls das Gegenteil von Entertainer.
Finde ich gar nicht.
Der Entertainer auf der Bühne, im TV zieht auch seine Show durch und wer das nicht sehen will, bleibt weg.
Sieht man auch gut daran, dass die meisten Entertainer irgendwann nicht mehr gefragt sind, weil sie keine Hallen mehr füllen.
Und auf der anderen Seite gibt es ja auch Evolution in der Gruppe.
Leute bleiben mangels fehlendem Gefallen weg, dafür rücken andere nach, irgendwann hat sich die Gruppe formiert, so daß es passt.
Hätte ich keine Spieler die mit meinem Leitstil kompatibel sind, würde ich einfach aufhören zu leiten - so einfach ist das.
Auch das sehe ich noch nicht als "kein Entertainer" an.
Nur weil jemand seine Bandbreite kennt und die Leute zum Spielen nimmt, die damit konform gehen, heisst das doch nicht, dass er keine Rücksicht auf deren Spielvergnügen nimmt.
Rollenspiel ist ein sozialer Vorgang und da laufen viele Dinge unterschwellig ab und werden indirekt ausgehandelt.
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Der Entertainer auf der Bühne, im TV zieht auch seine Show durch und wer das nicht sehen will, bleibt weg.
Aber er hat schon das Ziel, ein möglichst breites Publikum anzusprechen (da er damit ja sein Geld verdient) - je mehr Leute, desto besser (wenn es eine Obergrenze gibt und er (im Rahmen seines persönlichen Stils/Talents/etc.) nicht mehr ansprechen kann, dann ist das halt so - aber die Idealvorstellung besteht halt darin, möglichst jeden zu erreichen). Das trifft auf einen SL überhaupt nicht zu: wenn der 3-5 Leute hat mit denen er spielen kann, ist er idR zufrieden.
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Natürlich sind deine Spieler dein Publikum.
Beim Rollenspiel sind im Idealfall halt alle voll mit eingebunden und somit auch Entertainer und auch der SL zeitweise Publikum.
Also sind alle alles, klasse. Worüber wird dann hier eigentlich noch geredet? Sind jetzt alle Entertainer oder niemand? Und wer braucht diese Kategorien dann noch?
Publikum ist für mich deutlich passiver besetzt, als dies im Rollenspiel der Fall wäre, (umgangssprachlich) Gesamtheit von Personen, die jemandem bei etwas zusehen, zuhören (https://www.duden.de/rechtschreibung/Publikum#Bedeutungd).
Dagegen spricht der Duden vom Entertainer von "jemand[em], dessen Beruf es ist, einem [größeren] Publikum leichte, heitere Unterhaltung zu bieten"
Beides trifft mE im Rollenspiel nicht zu. Wo alle zu Entertainern werden gibt es mE weder Entertainer noch Publikum. Alle gestalten mit, werden (im Falle von Rollenspiel) zu "Spielerinnen und Spielern".
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Im allgemeinen wird das vom Spielstil abhängen, bzw. von der lokalen sonstige, aber eigentlich spielfremden sozialen Konstellation. Es gibt z.B. keinen Grund, z.B. dass der S_ für Ort, Terminfindung und Futterverwaltung sorgt.
Selbst das mit der (detailierten) Regelkenntnis kann oft aber leider in kritischen Situationen nicht immer delegiert werden.
Persönlich sehe ich mich als "Provider". Ich biete eine Spielmaschine zu bestimmten Randbedingungen zum bespielen an.
Ich habe bei deren Erstellung und Ausprobierung "Spaß" und die Spieler erwarten dann eben, aus der Erkundung dieser Spielmaschine unter genannten Bedingungen "Spaß" mitnehmen zu können.
Entertainment bzw.dieser "Spaß" ist da nicht ein irgendwie gesuchtes, spezifisches Ziel mit Eigenleben, sollte aber bei korrekter Darstellung, Verständnis und folgend Umsetzung des Angebots auf "natürliche" Art und Weise generiert werden.
Als realer und sozialer Prozess wird da an den Kanten und unvorhergesehenen Ecken immer noch Platz für improvisierende Optimierung oder Adaption bleiben, aber im Kern ist es genau das.
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@Ucalegon: Du möchtest reagieren als hättest du eine narzisstische Persönlichkeitsstörung? ~;D
Ebendas ist ja nun der Grund, warum diese Szene so gut funktioniert. ;D
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Sind jetzt alle Entertainer oder niemand?
Klar sind alle Mitspieler irgendwo auch Entertainer.
Es nützt doch nichts, wenn nur der Spielleiter eine gute Performance abliefert, die anderen, die mit Dir am Tisch sitzt alles nur unsympatische Schnarchnasen sind.
Wer spielt denn schon in Runden, wo die Leute ihn anöden, gerne mit...?
Publikum ist für mich deutlich passiver besetzt, als dies im Rollenspiel der Fall wäre...
Sehe ich nicht so. Je nachdem, wer gerade agiert, setzt die anderen, die dem zusehen/-hören in die Zuschauerrolle.
Spieler wie Spielleiter sind nacheinander und manchmal sogar gleichzeitig Produzent wie Konsument (wenn Dir die Begriffe lieber sind).
Das ist ja das schöne am Rollenspiel...
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Also sind alle alles, klasse. Worüber wird dann hier eigentlich noch geredet? Sind jetzt alle Entertainer oder niemand? Und wer braucht diese Kategorien dann noch?
[..]
Ich denke, wir sollten Genaueres über den Funken hören, der den Thread hier gestartet hat.
Irgendwie muss das im Podcast anscheinend "aufregend" verstanden worden sein.
Ob das nun eine unnötige Verständnisproblematik oder eine "echte unterschiedliche Meinung" war, bekommen wir sonst nie heraus und streiten uns weiter, ob es nun Entertainer oder Spaßvogel oder Spaßbereitsteller heißt.
Schon gar nicht, ob diese Ansicht -unter welchen Umständen gerechtfertigt ist.
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@Anro: Warum? Die Frage im Eingangsbeitrag lautet doch "wie seht ihr das"?
Insofern ist doch unsere Meinung gefragt...
Die Frage lautet ja nicht "hab ich etwas mißverstanden"... ;)
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@Anro: Warum? Die Frage im Eingangsbeitrag lautet doch "wie seht ihr das"?
Insofern ist doch unsere Meinung gefragt...
Die Frage lautet ja nicht "hab ich etwas mißverstanden"... ;)
Naja, die Frage wurde doch gestellt, weil ihm etwas komisch vorkam und eine breitere Menge fragen wollte und ein paar Gedanken hören wollte.
Mir scheint es so, dass wir uns etwas in Definitionen verlieren, wenn es doch eigentlich um die Definition von Ucalegon gehen sollte, da es ja seine Frage war.
Sehe ich das falsch?
Klar ist unsere Meinung dann auch gefragt, aber mir scheint, da fehlt uns ein wenig Hintergrund/Basis um eine feste Meinung zu formulieren, ohne etwas dazu zu "raten".
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers (mit teilweise Führungsaufgaben). Und wenn das ein SL anders gesehen hat, hatte ich eigentlich selten Spaß mit dem, sogar eigentlich nur Ärger.
Wenn er den Spielern keinen Spaß bringen möchte, warum sollte ich ihn als SL akzeptieren?
Wie seht ihr das?
Nun ja ... weil dir nichts anderes übrig bleibt? In der Regel ist die Quote Spieler zu Spielleiter schon nicht besonders prickelnd, weshalb ja nicht wenige Runden rotierende Systeme haben. Oft ist es doch die Wahl zwischen "Es wird nicht gespielt" , "Mach den Scheiß doch selber" und "Immerhin muss ich nicht leiten" . Sollten sich in deiner Runde jedoch die Leute darum prügeln auf dem SL-Sessel sitzen zu dürfen, so hast du die Ausnahme-Runde, nicht die Regel-Gruppe. Ich kann mir jedoch irgendwie nicht vorstellen, dass sich Leute um diesen Job streiten.
Als eine Art "Ententrainer" habe ich einen SL noch nie gesehen, auch nicht als "Dienstgeister" ; warum auch? Er/Sie ist Hobby-ist, wie die anderen auch und macht eh schon den undankbarsten und zeitaufwendigsten Job. Bezahlt wird sie auch nicht, geschweige denn, dass es allzuoft vorkäme, dass er von den SpielerInnen gewürdigt würde. Oft ist man eher Prügelknabe, wenn es nicht so gut gelaufen ist und nicht selten ist eine lange lange Vorbereitung völlig für den Arsch. Macht man keine läuft man jedoch Gefahr, dass es so richtig richtig scheiße wird.
Wie gesagt: ich beurteile dies höchst amüsiert aus der Position des Beobachters. Da du "neu" bist: ich persönliche unterscheide zwischen Spielleiter und Gamemaster, wobei der Unterschied darin liegt, dass Spielleiter ein Spiel leiten und der Meister das Spiel beherrscht. Da ich mich zu letzterer Gruppe zähle ist es ohnehin ein Privileg mit mir zu spielen ... da sehe ich mich dann nicht als "Unterhalter", obwohl meine SpielerInnen mir immer mitteilen, wie hoch der Unterhaltungswert des Spiels war. Mein Ziel ist es jedoch nicht die SpielerInnen zu unterhalten, sondern etwas großartiges interaktiv gemeinsam zu erleben. Letztlich suche ich mir meine Mitspieler auch immer sehr genau aus. Vermutlich sind wir also alle gemeinsam "entertain-end". Irgendwie.
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Klar sind alle Mitspieler irgendwo auch Entertainer.
Es nützt doch nichts, wenn nur der Spielleiter eine gute Performance abliefert, die anderen, die mit Dir am Tisch sitzt alles nur unsympatische Schnarchnasen sind.
Wer spielt denn schon in Runden, wo die Leute ihn anöden, gerne mit...?
Genau, deswegen halte ich den Begrif "Publikum" nicht für angebracht.
Sehe ich nicht so. Je nachdem, wer gerade agiert, setzt die anderen, die dem zusehen/-hören in die Zuschauerrolle.
Spieler wie Spielleiter sind nacheinander und manchmal sogar gleichzeitig Produzent wie Konsument (wenn Dir die Begriffe lieber sind).
Das ist ja das schöne am Rollenspiel...
Nur, weil jemand mal kurz zuschaut, macht das diese Person nicht automatisch zum Publikum/Zuschauenden. Und nur, weil jemand vielleicht die meiste Sprechzeit hat, ist diese Person nicht automatisch Entertainer. In einem Gepräch mit mehreren Personen gibt es immer welche die reden und welche, die zuhören. Da sind Begriffe, wie Redner und Publikum einfach nicht passend. Alle sind Gesprächsteilnehmer.
Das ist das Problem hier im Thema. Alles schmeißen mit Wörtern um sich und jeder meint etwas anderes damit. Da offenbar der Versuch, die Begriffe zu vereinheitlichen nicht funktioniert, bin ich jetzt endgültig raus.
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Nur, weil jemand mal kurz zuschaut, macht das diese Person nicht automatisch zum Publikum/Zuschauenden. Und nur, weil jemand vielleicht die meiste Sprechzeit hat, ist diese Person nicht automatisch Entertainer.
Äh, doch!
Jeder der zuschaut oder anderweitig "mitkonsumiert", egal wie lange, wird doch automatisch zum Publikum.
Wenn meine Frau irgendeine Comedy im TV schaut und ich gerade in Youtube ein Let's Play schaue und mir den Kopfhörer abziehe und über einen Witz der im TV gerade rüberkommt mitlache, bin ich auch Publikum,
auch wenn meine Wahrnehmung zeitlich unbedeutend kurz war.
Ich ziehe aus dem Gesehenen einen Unterhaltungswert und ich unterziehe dem Wahrgenommenen ja auch eine Wertung.
Und jeder der etwas zum Rollenspiel beiträgt, wird zum Entertainer.
Wenn Du Deine Rolle besonders toll rüberbringst oder markige Sprüche klopfst und damit den Unterhaltungswert der Spielsitzung erhöhst, dann ist das Entertainment.
Und Du bist damit irgendwo ein Entertainer.
Die Funktion Publikum oder Entertainer ist doch nicht mit irgendeiner Bedingung geknüpft, dass diese als Hauptaufgabe oder Mndestzeit oder so verbunden sein muß.
Der Begriff Gesprächsteilnehmer ist in meinen Augen wenig hilfreich, denn Gespräch ist erst einmal unbewertet nur Informationsaustausch.
Im Rollenspiel hast Du aber viel mehr. Zum einen ist es kein reines Gespräch, sondern Mimik und Gestik kommen hinzu.
Zum anderen geht es im Rollenspiel primär um Entertainment. Die Leute spielen zum Vergnügen, zur Entspannung...
Und man spielt gemeinsam, um vom Gegenüber unterhalten zu werden.
Insofern kann nur jeder beteiligte im Rollenspiel gleichzeitig Entertainer und Pubilikum sein.
Da ..., bin ich jetzt endgültig raus.
Schade!
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Rollenspiel hat für mich etwas von Impro-Theater.
Zuschauer bin ich eigentlich nur dann, wenn meine Figur gerade nicht dabei ist
und andere dran sind. Bei Gruppentrennungen zum Beispiel.
Ansonsten bin ich immer "In Scene." bzw. "in Role"-(In meiner Figur (als SPL)
oder in verschiedenen Figuren (als SL))
Egal ob meine Figur gerade spricht oder eine andere.
Ich bin in Action bzw. "on stage" nicht im "auditorium."
Aber das ist KleinKlein Definitionssache.
Vielleicht erklärt es, warum "Publikum" für manche nicht so gut passt.
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Wikipedia sagt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungsk%C3%BCnstler
Der Duden: "jemand, dessen Beruf es ist, einem [größeren] Publikum leichte, heitere Unterhaltung zu bieten"
Ich kann mich als SL nicht mit dem Begriff identifizieren. Weder nach den obigen Definitionen noch nach meinen Bauchgefühl.
Ich verstehe und sehe den Spielleiter, als die Person, in "klassischen" Rollenspielen, welche die Impulse/Geschichte an die Mitspieler sendet/weitergibt und dann wiederum diese Erzählung aufnimmt usw. Ich würde sagen leiten im Sinne von: hinweisend führen, durch bestimmenden Einfluss lenken (Duden). Auch wenn ich jetzt wieder die Railroading-Diskussion befeuere.
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Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers (mit teilweise Führungsaufgaben). Und wenn das ein SL anders gesehen hat, hatte ich eigentlich selten Spaß mit dem, sogar eigentlich nur Ärger.
Was ich mich die ganze Zeit frage:gibt es da tatsächlich einen Unterschied zwischen SL und Mitspieler. Sprich wenn die Mitspieler vor sich hindösen ab und an mal einen Würfel fallen lassen ist OK.
Und wenn am Ende die Aussage steht: Das Spiel wird besser wenn sich alle beteiligen tja dann ach was soll´s.
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Ich verstehe eigentlich nicht, warum hier so oft "OHMEINGOTTICHBINAUFKEINENFALLEINENTERTAINER!!!" kommt.
Wenn du als SL nicht unterhaltsam wirkst, keine unterhaltsamen NSCs spielst, kein unterhaltsames Abenteuer vorweisen kannst etc. ... dann bist du einfach nur langweilig.
Und mal Wiki und Duden aussen vor lassen: Entertainment bedeutet Unterhaltung (wie unterhaltsam, nicht wie Gespräch ... nur zur Sicherheit). Also entweder bist du als SL gut und dann automatisch ein Entertainer oder du bist kein Entertainer und automatisch kein guter SL.
Das trifft zum Teil auch auf Spieler zu, aber let´s face it: Ein stiller Spieler ist jemand, mit dem man im Rollenspiel auch leben kann. Ein stiller SL hat seinen Job verfehlt.
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Ich verstehe eigentlich nicht, warum hier so oft "OHMEINGOTTICHBINAUFKEINENFALLEINENTERTAINER!!!" kommt.
Wenn du als SL nicht unterhaltsam wirkst, keine unterhaltsamen NSCs spielst, kein unterhaltsames Abenteuer vorweisen kannst etc. ... dann bist du einfach nur langweilig.
Und mal Wiki und Duden aussen vor lassen: Entertainment bedeutet Unterhaltung (wie unterhaltsam, nicht wie Gespräch ... nur zur Sicherheit). Also entweder bist du als SL gut und dann automatisch ein Entertainer oder du bist kein Entertainer und automatisch kein guter SL.
Das trifft zum Teil auch auf Spieler zu, aber let´s face it: Ein stiller Spieler ist jemand, mit dem man im Rollenspiel auch leben kann. Ein stiller SL hat seinen Job verfehlt.
Der Unterschied liegt genau zwischen "unterhaltsam" und Unterhalter. Bei unterhaltsam steht das Spiel imMittelpunkt und muss letztlich für sich funktionieren, was letztlich durch die Wahl eines passendesn Konzepts (und dazu passender Mitspieler) geschieht. Vorgänge können unterhaltsam sein ganz ohne dass da irgendwer gezielt die Fäden zieht.
Bei Unterhalter wird eine Person in den Mittelpunkt gestellt, welche dann irgendwie - zumindest gefühlt dann meist alleinverantwortlich - neben oder auch statt oder gegen das eigentliche Spiel für "den Spaß(tm)" sorgen soll.
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Ein stiller Spieler ist jemand, mit dem man im Rollenspiel auch leben kann. Ein stiller SL hat seinen Job verfehlt.
Ein stiller Spieler mMn ebenso.
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Das trifft zum Teil auch auf Spieler zu, aber let´s face it: Ein stiller Spieler ist jemand, mit dem man im Rollenspiel auch leben kann. Ein stiller SL hat seinen Job verfehlt.
Tragisch, wundert mich aber überhaupt nicht.
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Der Unterschied liegt genau zwischen "unterhaltsam" und Unterhalter. Bei unterhaltsam steht das Spiel imMittelpunkt und muss letztlich für sich funktionieren, was letztlich durch die Wahl eines passendesn Konzepts (und dazu passender Mitspieler) geschieht. Vorgänge können unterhaltsam sein ganz ohne dass da irgendwer gezielt die Fäden zieht.
Bei Unterhalter wird eine Person in den Mittelpunkt gestellt, welche dann irgendwie - zumindest gefühlt dann meist alleinverantwortlich - neben oder auch statt oder gegen das eigentliche Spiel für "den Spaß(tm)" sorgen soll.
+1
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Ein stiller Spieler ist jemand, mit dem man im Rollenspiel auch leben kann.
Mit einem stillen Zuschauer kann man im Rollenspiel auch leben.
Das sagt doch nichts aus.
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Der Unterschied liegt genau zwischen "unterhaltsam" und Unterhalter.
Nein, da gibt es keinen Unterschied, es sei denn, man konstruiert ihn sich herbei.
Ist ganz einfach. It´s entertaining. He´s an entertainer.
Worauf hier anscheinend so viele abgehen, ist der Alleinunterhalter. Der ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Unterhalter. Ein witziger Moderator einer Talkshow ist auch ein Entertainer, ohne die Show ganz allein zu bestreiten.
Na klar hat niemand Bock, als SL auf einer imaginären Bühne zu stehen und für die Spieler den Volker Pispers zu geben. Das ist immer ein Geben und Nehmen. Aber als Spieler erwarte ich auch, dass ich vom SL "entertained" werde. Jetzt mal ehrlich, was sollte ich auch sonst da? Ich spiele ja Rollenspiel, um unterhaltsame Abenteuer zu erleben. Wenn der SL keine Entertainerqualitäten besitzt, wird das ohne Ende dröge. Schon erlebt, das ist grauenhaft.
Mit einem stillen Zuschauer kann man im Rollenspiel auch leben.
Das sagt doch nichts aus.
Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Care to explain? :)
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...
Aber als Spieler erwarte ich auch, dass ich vom SL "entertained" werde. Jetzt mal ehrlich, was sollte ich auch sonst da? ...
Was erwartest du von einem Spielleiter da an Aktionen um "entertained zu werden" über die Elemente, welche über die "neutrale" sprich über die Funktionsbeschreibung als formell korrekt und qualifiziert ausführender Simulator/Schiedsrichter/"was auch immer ein Storyspieler will" nach Regelwerk/Spielstilvorgaben hinausgeht.
Weil meines Erachtens würde ich erst dann von einem spezifischen "Unterhalter" sprechen, da er dann einer Extrafacette einbringt, welche über die Standardumsetzung/Bereitstellung der Basics hinausgeht und den dadurch direkt erzeugten "Spaß" spezifisch auf sein Konto schreibt.
Bis dahin gibt es ein qualifiziertes spielstilkonformes Angebot, wo ich mir dann meinen Spaß HOLEN kann (OK, Mitspieler spielen auch noch mit rein), indem ich das Angebot aufnehme und selber agiere.
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Aber als Spieler erwarte ich auch, dass ich vom SL "entertained" werde. Jetzt mal ehrlich, was sollte ich auch sonst da? Ich spiele ja Rollenspiel, um unterhaltsame Abenteuer zu erleben. Wenn der SL keine Entertainerqualitäten besitzt, wird das ohne Ende dröge. Schon erlebt, das ist grauenhaft.
Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Care to explain? :)
Umgekehrt auch. Ich erwarte, dass meine Mitspieler unterhaltsam spielen. Und ich versuche selbst, meine Mitspieler zu unterhalten. 1-2 langweilige Mitspieler verträgt jede Runde, und das kann auch der SL sein.
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Was erwartest du von einem Spielleiter da an Aktionen um "entertained zu werden" über die Elemente, welche über die "neutrale" sprich über die Funktionsbeschreibung als formell korrekt und qualifiziert ausführender Simulator/Schiedsrichter/"was auch immer ein Storyspieler will" nach Regelwerk/Spielstilvorgaben hinausgeht.
Weil meines Erachtens würde ich erst dann von einem spezifischen "Unterhalter" sprechen, da er dann einer Extrafacette einbringt, welche über die Standardumsetzung/Bereitstellung der Basics hinausgeht und den dadurch direkt erzeugten "Spaß" spezifisch auf sein Konto schreibt.
Bis dahin gibt es ein qualifiziertes spielstilkonformes Angebot, wo ich mir dann meinen Spaß HOLEN kann (OK, Mitspieler spielen auch noch mit rein), indem ich das Angebot aufnehme und selber agiere.
Oh Gott, das klingt bei dir so steril, dass ich nicht weiß, ob da irgendwo ein Spaß wäre, den ich mir abholen könnte. :o
Wie spielt ihr denn NSCs aus? Wie beschreibt ihr Situationen, Stimmungen, Aktionen? Das richtige Pacing hinzubekommen hat ebenfalls etwas damit zu tun, ob jemand Entertainerfähigkeiten hat, in dem Fall das Gespür dafür, wann die Spieler neuen Input brauchen und in einer Szene "genug" rumgespielt haben. Wenn jemand Musik einsetzt, tut er das mit Bedacht und setzt er damit Akzente? Oder dudelt da nur im Hintergrund 08/15-Fantasymucke? Hat das Abenteuer einen Twist? Vielleicht sogar einen Mindfuck? Ist der SL in der Lage, auf die Flags seiner Spieler zu reagieren oder spult er nur sein Ding ab?
Fordert er mich als Spieler oder muss ich mich langweilen?
1-2 langweilige Mitspieler verträgt jede Runde, und das kann auch der SL sein.
Hab ich schon erlebt und meine Meinung dazu ist: Nein, das wird einfach nur Kacke.
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Hab jetzt noch nix vom Faden gelesen.
Entertainer - yup, aber ich möchte genauso von der Gruppe unterhalten werden. Sonst wirds mir zu öde.
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Umgekehrt auch. Ich erwarte, dass meine Mitspieler unterhaltsam spielen. Und ich versuche selbst, meine Mitspieler zu unterhalten. 1-2 langweilige Mitspieler verträgt jede Runde, und das kann auch der SL sein.
Aber nur, wenn der SL zulässt oder sie dazu bringt, dass die Mitspieler unterhaltsam sind ("die lange Leine" ist da teilweise extrem wichtig). Und da sind wir dann schon bei den Aufgaben des Entertainers. Moderatoren sind nämlich auch Entertainer.
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Oh Gott, das klingt bei dir so steril, dass ich nicht weiß, ob da irgendwo ein Spaß wäre, den ich mir abholen könnte. :o
Das erklärt vermutlich, warum du dafür meinst einen externen Dienstleister zu benötigen.
Wie spielt ihr denn NSCs aus? Wie beschreibt ihr Situationen, Stimmungen, Aktionen? Das richtige Pacing hinzubekommen hat ebenfalls etwas damit zu tun, ob jemand Entertainerfähigkeiten hat, in dem Fall das Gespür dafür, wann die Spieler neuen Input brauchen und in einer Szene "genug" rumgespielt haben. Wenn jemand Musik einsetzt, tut er das mit Bedacht und setzt er damit Akzente? Oder dudelt da nur im Hintergrund 08/15-Fantasymucke? Hat das Abenteuer einen Twist? Vielleicht sogar einen Mindfuck? Ist der SL in der Lage, auf die Flags seiner Spieler zu reagieren oder spult er nur sein Ding ab?
Fordert er mich als Spieler oder muss ich mich langweilen?
Hab ich schon erlebt und meine Meinung dazu ist: Nein, das wird einfach nur Kacke.
NSC ausspielen gehört - mit entsprechender "Färbung" je nach Stil - gehört denke ich zu den Standardaufgaben.
Das was danach kommt sehe ich nicht als zwingende alleinige Leistung des Spielleiters - wenn dann in der Form des Moderators, wenn die Spieler sich da nicht einig sein sollten.
Jeder kann Schnitte vorschlagen oder nach Hilfe fragen, wenn er nicht weiter kommt oder eben als Charakter aktiv zu werden.
Was Twist oder Mindfuck oder aber Schrott ist, hängt dann wiederum eh wieder an den individuellen Vorstellungen des Spielers.
Und bitte keine Musik, ich habe eh mit den Ohren Probleme.
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NSC ausspielen gehört - mit entsprechender "Färbung" je nach Stil - gehört denke ich zu den Standardaufgaben.
Äh ... ja. Aber es kommt drauf an, ob der SL will, dass seine NSCs in Erinnerung bleiben, oder ob er die nur als Stichwortgeber und Sprachrohr für Plothinweise benutzt.
Gute NSCs können nur von einem Entertainer kommen.
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Das neutrale Ausspielen von NPCs ist also nicht unterhaltsam sondern Standardaufgabe. Ja das kommt hin.
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Ich glaube es geht hier um Alleinunterhalter vs. alle unterhalten?
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Was ist eigentlich "neutrales Ausspielen von NSCs"?
Irgendwie verstehe ich da den Begriff "neutral" in diesem Zusammenhang nicht.
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Entertainer im professionellen Sinne? Als Beruf? Quatsch. Da gibt es ein paar wenige, (https://www.wired.com/story/its-a-living-meet-one-of-new-yorks-best-professional-dandd-dungeon-masters/) aber das ist dann die Ausnahme von der Regel.
Entertainer im Sinne von "Ich unterhalte Leute"? Klar! Unter anderem auch mich. Himmel, kann ich sogar super über meine eigenen Witze lachen. Ich betreibe Rollenspiel doch nicht zur stillen Kontemplation über existentialistische Sorgen fiktiver Orkenschlächter. Klar will ich unterhalten. Und wenn ich meine Spieler unterhalte, dann aktiviert die das doch, im Wechselspiel auch mich zu unterhalten. Wenn ich mich da vorne hin setze und meinen Stiefel durchziehe, ohne nach links und rechts zu schauen, dann ist das Murks. Rollenspiel ist ein Teamspiel zwischen den Spielern (und wenn daraus jetzt jemand die Fehlinterpretation "Rollenspiel ist ein Teamspiel zwischen den Spielfiguren" macht, finde ich dessen Adresse raus und kacke der Person vor die Tür). Rollenspiel ist Kommunikation. Da sitzt ein Haufen Leute am Tisch und möchte seine Zeit möglichst mit etwas verbringen, dass einen gewissen Genuß, eine Befriedigung erbringt, eben auch und nicht zuletzt also unterhält. Ansonsten stehe ich auf, beschwere mich ein bisschen und verlasse die Runde. Wahrscheinlich. Die Anzahl der Runden, die Rollenspiel deutlich anders aufgefasst hätte und in denen ich mitgespielt habe, konvergiert mit Schmackes gegen 0.
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Was ist eigentlich "neutrales Ausspielen von NSCs"?
Irgendwie verstehe ich da den Begriff "neutral" in diesem Zusammenhang nicht.
Ausspielen im Rahmen des vorgesehenen Spielstils. Im Falle einer Simulation dann eben settingkonform, im Falle herausforderungsorientierten Spielens im benötigten Rahmen der "fairen" Verwendung.
Ob und welche NSC und warum im Gedächtnis bleiben, ist dann wohl wieder situationsabhängig.
Letztlich kann jeder NSC im Gedächtnis bleiben. Die Stoßrichtung vom "im Gedächtnis bleiben" hört sich für mich an, als wenn NSC nur graue Masse bleiben würden, wenn ein SC sich nicht erbarmt diese special snowflake jetzt aus hoher Warte ins spotlight zu ziehen. Mein Eindruck ist eher, dass der Aufmerksamkeitfokus von Spielern da weitaus eigenständiger ist und einen ganz eigenen Geschmack hat, was nun "gut" dabei ist.
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Ausspielen im Rahmen des vorgesehenen Spielstils. Im Falle einer Simulation dann eben settingkonform, im Falle herausforderungsorientierten Spielens im benötigten Rahmen der "fairen" Verwendung.
Okay. Verstanden. Dann ist das Wort aber irreführend gewählt, weil andere Spielstile andere Ausspielregeln haben, die "unfair" gegenüber den Spielern oder der Umwelt sein sollen. Aber egal.
Ich verstehe dann allerdings nicht, wieso das nicht unterhaltsam sein sollte. Schliesslich wird ja dieses Ausspielen im Rahmen des vorgesehenen Spielstils eben genau deshalb betrieben, um den Geschmack der Spieler in der Gruppe zu bedienen. Eben um zu unterhalten.
EDIT;
Ob und welche NSC und warum im Gedächtnis bleiben, ist dann wohl wieder situationsabhängig.
Letztlich kann jeder NSC im Gedächtnis bleiben. Die Stoßrichtung vom "im Gedächtnis bleiben" hört sich für mich an, als wenn NSC nur graue Masse bleiben würden, wenn ein SC sich nicht erbarmt diese special snowflake jetzt aus hoher Warte ins spotlight zu ziehen. Mein Eindruck ist eher, dass der Aufmerksamkeitfokus von Spielern da weitaus eigenständiger ist und einen ganz eigenen Geschmack hat, was nun "gut" dabei ist.
Und genau da ist die Aufgabe eines guten Moderators (= Entertainer), diesen Aufmerksamkeitsfokus der Spieler zu "bedienen".
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Ich verstehe dann allerdings nicht, wieso das nicht unterhaltsam sein sollte. Schliesslich wird ja dieses Ausspielen im Rahmen des vorgesehenen Spielstils eben genau deshalb betrieben, um den Geschmack der Spieler in der Gruppe zu bedienen. Eben um zu unterhalten.
EDIT;Und genau da ist die Aufgabe eines guten Moderators (= Entertainer), diesen Aufmerksamkeitsfokus der Spieler zu "bedienen".
Das ist/kann unterhaltsam (sein), aber eben aus sich selbst heraus und nicht nur weil ein besonderer Spielleiter/Unterhaltungskünstler da seinen besonderen Stempel aufdrückt.
Dann ist das wieder wie "Story" - entweder ist bei der weiten Definition alles Story oder es wird eben noch/doch ein Erreichen bestimmter Qualitäten vorausgesetzt.
So ist entweder jeder Spielleiter "Unterhalter", wenn er seinen regeltechnisch vorgegebenen Grundjob halbwegs erfüllt oder es werden darüber hinausgehende Elemente mit Unterhalter verbunden.
Dieser tatsächliche Aufmerksamkeitsfokus tritt erst dann ans Tageslicht, wenn die Spieler reagieren - und das hängt meiner erafhrung nach an irgendwelchen Kleinigkeiten und deckt sich seltenst mit den "großen Rollen", welche der SL gebaut hat - was da eine gezielte Planung sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Alles was er da machen kann, wäre meines Erachtens ein breites Angebot zu machen, aber gezieltes Bedienen halte ich für zweifelhaft.
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Für mich stehen sowohl Spieler als auch Spielleiter gemeinsam auf der selben kleinen Bühne.
Nur der Spielleiter hat wesentlich mehr Rollen zu spielen.(NSC und den Geschichtenerzähler )
Nebenbei kümmert er sich noch um die Beleuchtung und das Bühnenbild.
Klar ist es super, wenn er sein Job gut kann. Er hat ja die meisten Aufgaben.
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Das ist/kann unterhaltsam (sein), aber eben aus sich selbst heraus und nicht nur weil ein besonderer Spielleiter/Unterhaltungskünstler da seinen besonderen Stempel aufdrückt.
Dieses "Stempel aufdrücken" hast Du jetzt reingebracht. :)
Dann ist das wieder wie "Story" - entweder ist bei der weiten Definition alles Story oder es wird eben noch/doch ein Erreichen bestimmter Qualitäten vorausgesetzt.
So ist entweder jeder Spielleiter "Unterhalter", wenn er seinen regeltechnisch vorgegebenen Grundjob halbwegs erfüllt oder es werden darüber hinausgehende Elemente mit Unterhalter verbunden.
Ja klar. Genau das habe ich ja auch gesagt. Nicht von ungefähr habe ich davon geredet, das der SL ein Moderator sein muss und natürlich ist ein Moderator ein Entertainer. Er muss erkennen, was die Spieler interessiert und muss die aktuellen Geschehnisse entsprechend lenken/moderieren. Diese Moderation ist natürlich eine integrale Aufgabe jedes guten Entertainers.
Dieser tatsächliche Aufmerksamkeitsfokus tritt erst dann ans Tageslicht, wenn die Spieler reagieren - und das hängt meiner erafhrung nach an irgendwelchen Kleinigkeiten und deckt sich seltenst mit den "großen Rollen", welche der SL gebaut hat - was da eine gezielte Planung sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Alles was er da machen kann, wäre meines Erachtens ein breites Angebot zu machen, aber gezieltes Bedienen halte ich für zweifelhaft.
Genau das macht aber eine gute Moderation aus, eben auf die Reaktion der Spieler zu achten und genau auf diese Kicker zu reagieren und sie ins allgemeine Spiel zu integrieren.
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Umgekehrt auch. Ich erwarte, dass meine Mitspieler unterhaltsam spielen. Und ich versuche selbst, meine Mitspieler zu unterhalten. 1-2 langweilige Mitspieler verträgt jede Runde, und das kann auch der SL sein.
Wie soll das denn funktionieren?
Du sprichst jetzt davon, dass der SL eine Schnarchtüte sein kann, aber das Spiel wird mit tollen Spielern trotzdem lustig? Nur in der Theorie.
Ich habe sowas schon erlebt. Da ist ein SL der eine 0815 Geschichte anbietet. Die NPC´s sind langweilig und total passiv. Die Umgebung wird sehr dünn beschrieben. Und da soll man als flippiger Spieler was machen können?
Langweiliger SL: "Ihr seid auf einem Berg und die Stadt Kleinstadt die von den Orks die ihr töten sollt überfallen wird steht vor euch."
Engagierter Spieler: "Wieviele sind es? Ich schauere beim Gedanken, dass diese Orks meine Familie getötet haben. Meine Faust ballt sich so stark, dass meine Fingernägel in meine Handfläche schneiden und Blut runtertropft".
SL: "20 Stufe 1 Orks, 3 Stufe 3 Orks und 1 Heerführer Stufe 5. Es ist eine normale Stadt mit Häusern."
E-Spieler: "Ich schleiche mich heran und suche etwas, um die Situation zu verbessern. Zum Beispiel eine Mühle um eine Staubexplosion zu erzeugen oder ein strategisch guter Punkt um mich reinzuschleichen. Zudem halt ich Ausschau nach Gurax, dem Ork, der meine Mutter getötet hat."
SL: *kuckt auf den Plan* "ne sowas gibt es da nicht. Du hast bei den Häusern halbe Deckung. Würfel mal auf Schleichen. Die Orks haben keine Namen. Habe ich jetzt nix vorbereitet. *als der Spieler eine Augenbraue hebt, würfelt der SL leicht genervt* Äh, dieser Stufe 1 Ork ist Gurax.
Du kannst nichts tun, wenn der SL dir keine Welt anbietet. Das ist einfach so. Wer das Gegenteil behauptet, hat schlicht noch nie mit so einem SL spielen müssen oder ist selber eine Schnarchtüte.
Der SL stellt das mögliche Maximum an Spielspaß dar. Die Spieler sind dann dafür verantwortlich dies auszuschöpfen.
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Wie soll das denn funktionieren?
Du sprichst jetzt davon, dass der SL eine Schnarchtüte sein kann, aber das Spiel wird mit tollen Spielern trotzdem lustig? Nur in der Theorie.
Ich habe sowas schon erlebt. Da ist ein SL der eine 0815 Geschichte anbietet. Die NPC´s sind langweilig und total passiv. Die Umgebung wird sehr dünn beschrieben. Und da soll man als flippiger Spieler was machen können?
Langweiliger SL: "Ihr seid auf einem Berg und die Stadt Kleinstadt die von den Orks die ihr töten sollt überfallen wird steht vor euch."
Engagierter Spieler: "Wieviele sind es? Ich schauere beim Gedanken, dass diese Orks meine Familie getötet haben. Meine Faust ballt sich so stark, dass meine Fingernägel in meine Handfläche schneiden und Blut runtertropft".
SL: "20 Stufe 1 Orks, 3 Stufe 3 Orks und 1 Heerführer Stufe 5. Es ist eine normale Stadt mit Häusern."
E-Spieler: "Ich schleiche mich heran und suche etwas, um die Situation zu verbessern. Zum Beispiel eine Mühle um eine Staubexplosion zu erzeugen oder ein strategisch guter Punkt um mich reinzuschleichen. Zudem halt ich Ausschau nach Gurax, dem Ork, der meine Mutter getötet hat."
SL: *kuckt auf den Plan* "ne sowas gibt es da nicht. Du hast bei den Häusern halbe Deckung. Würfel mal auf Schleichen. Die Orks haben keine Namen. Habe ich jetzt nix vorbereitet. *als der Spieler eine Augenbraue hebt, würfelt der SL leicht genervt* Äh, dieser Stufe 1 Ork ist Gurax.
Du kannst nichts tun, wenn der SL dir keine Welt anbietet. Das ist einfach so. Wer das Gegenteil behauptet, hat schlicht noch nie mit so einem SL spielen müssen oder ist selber eine Schnarchtüte.
Der SL stellt das mögliche Maximum an Spielspaß dar. Die Spieler sind dann dafür verantwortlich dies auszuschöpfen.
Fairerweise: Das ist wohl einer der Punkte bei so player empowerment - Sachen, dass die Spieler der SL auch mal das Heft kurz abnehmen und sagen "aber da ist jetzt das und das" und die SL sich dann aber auch drauf einlässt zu sagen "UI, das ist toll". Aber ich stimme weitgehend zu. Selbst bei Fate ist die SL soweit Welt-erklär-Onkel dass das System knirscht, wenn sie schwächelt. Robuster, gerade bei starkem Einstieg und nur späterer, zeitweise SL-Müdigkeit, aber nicht unverwüstlich.
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Der SL stellt das mögliche Maximum an Spielspaß dar. Die Spieler sind dann dafür verantwortlich dies auszuschöpfen.
Der Spielleiter selbst, ist beim Rollenspiel nichts anderes als auch nur ein Mensch. Der "Maximale Spielspass" entsteht dann erst im gemeinsamen Spiel, und zwar dann, wenn alle Beteiligten sich so einbringen, dass jeder daran Spass hat.
Jeder Mitspieler, auch der Spielleiter, stellt sich in den Dienst eines, für alle unterhaltsamen, gemeinsamen Spiels.
Man kann als Spielleiter noch so gut performen, mit lauter desinteressierten, einfallslosen Spielern gibt's auch keinen "Maximalen Spielspass " für alle.
Ohne ein paar "Entertainer" unter den Spielern, die mit Dir spielen, kannst Du deine Show vergessen.
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Fairerweise: Das ist wohl einer der Punkte bei so player empowerment - Sachen, dass die Spieler der SL auch mal das Heft kurz abnehmen und sagen "aber da ist jetzt das und das" und die SL sich dann aber auch drauf einlässt zu sagen "UI, das ist toll". Aber ich stimme weitgehend zu. Selbst bei Fate ist die SL soweit Welt-erklär-Onkel dass das System knirscht, wenn sie schwächelt. Robuster, gerade bei starkem Einstieg und nur späterer, zeitweise SL-Müdigkeit, aber nicht unverwüstlich.
Player-Empowerment ist ja letztendlich eine Teilhabe am SL-Job und kann einen derartigen SL abfedern. Aber wenn die Spieler das besser machen als der SL... warum zur Hölle ist der dann SL?
Sowohl schlechte SL als auch genervte Spieler müssen da ehrlicher werden, denke ich. Viele bringen sich um ne Menge Spielspaß weil niemand seinem Kumpel sagen will, dass er einfach als SL komplett scheisse und langweilig ist oder man vor sich selber zugeben muss, dass man das einfach nicht drauf hat. (Eine gewisse Ausbildungszeit sollte man natürlich immer einräumen. Kein Meister fällt vom Himmel.)
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Dieser tatsächliche Aufmerksamkeitsfokus tritt erst dann ans Tageslicht, wenn die Spieler reagieren - und das hängt meiner erafhrung nach an irgendwelchen Kleinigkeiten und deckt sich seltenst mit den "großen Rollen", welche der SL gebaut hat - was da eine gezielte Planung sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt. Alles was er da machen kann, wäre meines Erachtens ein breites Angebot zu machen, aber gezieltes Bedienen halte ich für zweifelhaft.
Ich habe das Gefühl, dass du immer noch an dem Alleinunterhalter hängst, der den Spaß der Runde minutiös vorbereitet hat, damit man ihn als Entertainer bezeichnen kann. wtf?
Hat aber damit nix zu tun. Ein komplett improvisierender SL dürfte sogar ein um Längen besserer Entertainer sein als ein Vorbereitungsjunkie, weil er auf die Situation reagieren und die dann passende "Unterhaltung" in Gang setzen kann.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass ein guter SL auch ein guter Entertainer ist. :)
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Aber wenn die Spieler das besser machen als der SL... warum zur Hölle ist der dann SL?
Weil die >Spieler dafür zu Faul sind.
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Player-Empowerment ist ja letztendlich eine Teilhabe am SL-Job und kann einen derartigen SL abfedern. Aber wenn die Spieler das besser machen als der SL... warum zur Hölle ist der dann SL?
[...]
Weil er die Regeln (besser) beherrscht?
Weil er das kurze Streichholz gezogen hat?
Weil Mittwoch ist und mittwochs leitet IMMER Herbert?
Weil die anderen jeweils lieber eine Rolle spielen wollen?
Weil Herbert zwar ziemlich dröge ist, aber geeignete Grundlagen für die Spieler-Impro schafft?
...
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Player-Empowerment ist ja letztendlich eine Teilhabe am SL-Job und kann einen derartigen SL abfedern. Aber wenn die Spieler das besser machen als der SL... warum zur Hölle ist der dann SL?
Sowohl schlechte SL als auch genervte Spieler müssen da ehrlicher werden, denke ich. Viele bringen sich um ne Menge Spielspaß weil niemand seinem Kumpel sagen will, dass er einfach als SL komplett scheisse und langweilig ist oder man vor sich selber zugeben muss, dass man das einfach nicht drauf hat. (Eine gewisse Ausbildungszeit sollte man natürlich immer einräumen. Kein Meister fällt vom Himmel.)
Wenn Rollenspiel ein Hausbau ist, ist die SL meist der Generalunternehmer: Er schafft Material heran, baut das Fundament, kümmert sich um beteiligte Spezialisten (Spielumwelt erklären, den Spielern unbekannte Konflikte und Personen vorbereiten, was auch immer das jeweilige Spiel über die Charaktererschaffung und das Spielerwissen hinaus braucht). Oft macht auch alles andere. Ein Spieler ist jetzt vielleicht der Da Vinci und fährt vor, malt ein bombiges Fresko an die Decke, und geht wieder. Der Unternehmer hätte im Traum nie so etwas gemalt. Da Vinci hat keine Zeit sich um das Drumherum zu kümmern. Alle gewinnen.
Muss nicht immer so sein, aber kann halt.
Edit: Oder, weniger blumig, was Infernal Teddy sagt :)
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Idealerweise sollten alle am Tisch Entertainer sein.
Als SL vor ner Gruppe von schweigenden Gesichtern zu hocken und das Ganze irgendwie am Laufen zu halten ist echt anstrengend.
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Weil er die Regeln (besser) beherrscht?
Weil er das kurze Streichholz gezogen hat?
Weil Mittwoch ist und mittwochs leitet IMMER Herbert?
Weil die anderen jeweils lieber eine Rolle spielen wollen?
Weil Herbert zwar ziemlich dröge ist, aber geeignete Grundlagen für die Spieler-Impro schafft?
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Alles ziemlich behinderte Gründe. Naja wer es mag.
Am schlimmsten ist das kurze Streichholz. Das impliziert gleich, dass die SL-Aufgabe überhaupt nicht ernst genommen wird.
Macht bestimmt Spaß mit Herbert zu spielen... :Ironie:
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"Weil's sonst keiner macht" kannst du jetzt behindert finden, deswegen springt Günther aber noch lange nicht in die Bresche. Und in Hinblick auf die Schiedsrichterfunktion ist "Sonst kann keiner die Regeln richtig" auch nicht behindert.
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Für mich ist der SL mehr so eine Art Showmaster oder Moderator - die Bühne soll (natürlich) in erster Linie den SpielerInnen gehören. ABER der SL leitet von einer Szene in die andere über, er (oder sie) stellt die Akteure und das Geschehen vor und vor allem anderen: Er bestimmt die Stimmung.
Sicher sollte er ein Entertainer sein, aber definitiv keine Alleinunterhalter :-)
Ansonsten gilt wie für jeden Moderator: Je weniger der SL sprechen muss, desto besser.
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Bei Spielleitern, die von der Gruppe als gute "Entertainer" empfunden werden, macht das Spielen idR.mehr Spaß.
Mit Spielern, die vom Spielleiter als gute" Entertainer "empfunden werden, macht idR. das Leiten mehr Spaß.
Ein guter Entertainer unterhält mMn., ohne sich auf Kosten der Mitspieler in den Vordergrund zu spielen.
Er muß auch niemandem damit etwas beweisen, weder sich selbst, noch anderen.
Edit. Und wenn ein paar stille oder gehemmte Spieler dabei sind, dann macht es auch nix.
Es muß nicht jeder eine "Rampensau" sein. Es gibt auch Leute die hören einfach gerne zu.
Und nicht selten bringen sie durch ihr gemäßigtes Temperament etwas Ruhe rein.
Edit 2. Und sogenannte "Poser" sind mEn. oft genug keine guten Performer als SL.
Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt sich selbst gut darzustellen.
Das nimmt ihnen die Möglichkeit sich zu vergessen und wirklich mal in andere Rollen zu schlüpfen.
So spielen sie mEN. meist immer nur sich selbst, mit anderem Namen.
-Das zwar halbwegs enthusiastisch- aber auf Dauer wird das dann doch schnell ziemlich langweilig.
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Wie soll das denn funktionieren?
Du sprichst jetzt davon, dass der SL eine Schnarchtüte sein kann, aber das Spiel wird mit tollen Spielern trotzdem lustig? Nur in der Theorie.
Ich hatte mal eine Art Sheldon als SL. Der war recht gewöhnungsbedürftig. Das Spiel hat trotzdem Spaß gemacht, weil die Spieler super drauf waren und dennoch eine gute Zusammenarbeit mit dem SL entstand.
Langweiliger SL: "Ihr seid auf einem Berg und die Stadt Kleinstadt die von den Orks die ihr töten sollt überfallen wird steht vor euch."
Engagierter Spieler: "Wieviele sind es? Ich schauere beim Gedanken, dass diese Orks meine Familie getötet haben. Meine Faust ballt sich so stark, dass meine Fingernägel in meine Handfläche schneiden und Blut runtertropft".
SL: "20 Stufe 1 Orks, 3 Stufe 3 Orks und 1 Heerführer Stufe 5. Es ist eine normale Stadt mit Häusern."
E-Spieler: "Ich schleiche mich heran und suche etwas, um die Situation zu verbessern. Zum Beispiel eine Mühle um eine Staubexplosion zu erzeugen oder ein strategisch guter Punkt um mich reinzuschleichen. Zudem halt ich Ausschau nach Gurax, dem Ork, der meine Mutter getötet hat."
SL: *kuckt auf den Plan* "ne sowas gibt es da nicht. Du hast bei den Häusern halbe Deckung. Würfel mal auf Schleichen. Die Orks haben keine Namen. Habe ich jetzt nix vorbereitet. *als der Spieler eine Augenbraue hebt, würfelt der SL leicht genervt* Äh, dieser Stufe 1 Ork ist Gurax.
Du kannst nichts tun, wenn der SL dir keine Welt anbietet. Das ist einfach so. Wer das Gegenteil behauptet, hat schlicht noch nie mit so einem SL spielen müssen oder ist selber eine Schnarchtüte.
Der SL stellt das mögliche Maximum an Spielspaß dar. Die Spieler sind dann dafür verantwortlich dies auszuschöpfen.
Das Beispiel ist eine Premiumvorlage für Player Empowerment. Wie Du bereits ausdrückst, nimmt der Spieler dabei Kompetenzen des SL wahr. Genau damit werden auch Runden mit langweiligeren SLs trotzdem spitze. Dann erzählst Du halt direkt, dass der Charakter zur Mühle geht, um dort eine Mehlstaubexplosion zu verursachen.
Ich mach das immer gerne und forciere es sogar, so gut ich kann, da so auch die Ideen der Spieler verstärkt Verwendung finden (die auch wesentlich mieser zu ihren eigenen Charakteren u.a. sind als der SL).
Generell halte ich die Gruppendynamik und das daraus entstehende Zusammenspiel für den entscheidenden Faktor - also wie gut spielen sich die Leute die Bälle zu.
Der SL kann noch so langweilig beschreiben. Wenn das genügt, damit die Spieler sich ein passendes Bild machen, dann reicht das. Oder die Spieler sind eher gamistisch veranlagt und wollen eher die Anzahl der EP abschätzen, die gerade die Kleinstadt überfällt. Mit schönen Beschreibungen wollen die sich nicht aufhalten. Macht Dir sicher nicht Spaß und mir auch nicht. Aber es gibt Leute, die daran Spaß haben und die wären sehr zufrieden mit so einem SL.
Ein engagierter Spieler, der voll auf Immersion abfährt, kann super sein, aber in der falschen Runde ist er für die anderen Spieler eine Belastung. In dem Beispiel oben bei einer gamistischen Runde würde er nerven.
Mich selbst stört allenfalls, wenn ich mich durch mehrere Seiten Charakterhintergrund quälen darf.
Deshalb Gruppendynamik
Übrigens sind gerade viele Details meiner Erfahrung nach eher hinderlich, während wenige Details mehr Raum für Kopfkino lassen.
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Übrigens sind gerade viele Details meiner Erfahrung nach eher hinderlich, während wenige Details mehr Raum für Kopfkino lassen.
Abgerissene Greifenklause:
Beschreibe, wenn die SC in eine aventurische Kleinstadt kommen, jeden Pups. Schließlich stehen die Pupse so im RW und der Autor wird sich was dabei gedacht haben. Achte drauf, bloß nichts freies zu erfinden.
Neue Greifenklause
Beschreibe nur ein bis drei ikonische Eckpunkte. Nimm den "Geschmack" der offiziellen Beschreibung auf, nicht jedes Detail. (I)
Wenn du eine bestimmte Kneipe oder gar eine Kanalisation baust, erfinde sie, hossa!
Im offiziellen Aventurien wird es schon zwei Monate später einen Grund geben, warum diese Dinge deines inoffiziellen Aventuriens nicht mehr existieren.
I ist sooo wichtig. Seitdem können sich meine Spieler plötzlich offizielle Ortschaften besser merken, gerade weil ich die Infos auf ein Minimum beschränke
UND
so mehr Zeit und Nerven für spannend und unterhaltsame Beschreibungen habe.
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lles ziemlich behinderte Gründe. Naja wer es mag.
Am schlimmsten ist das kurze Streichholz. Das impliziert gleich, dass die SL-Aufgabe überhaupt nicht ernst genommen wird.
puh da kann man nur hoffen das du nicht SL bist. Ein besonderes talent für Entertainment legst du zumindest nicht an den Tag.
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puh da kann man nur hoffen das du nicht SL bist. Ein besonderes talent für Entertainment legst du zumindest nicht an den Tag.
Truth.
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puh da kann man nur hoffen das du nicht SL bist. Ein besonderes talent für Entertainment legst du zumindest nicht an den Tag.
Oh weh. Schon so demotiviert sich an der Diskussion konstruktiv zu beteiligen? Naja, musst du ja nicht. Aber für so lächerliche Scharmützel hab ich keine Zeit.
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@Infernal Teddy und Bobsen
Echt jetzt? Muss das sein? Wir sind doch nicht auf FB, oder? Ich find die Diskussion interessant.
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Oh weh. Schon so demotiviert sich an der Diskussion konstruktiv zu beteiligen? Naja, musst du ja nicht. Aber für so lächerliche Scharmützel hab ich keine Zeit.
Da ich jetzt nichts nettes mehr zu sagen habe... ich bin raus. Hier hast du deinen Hut: ~;D
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@Infernal Teddy und Bobsen
Echt jetzt? Muss das sein? Wir sind doch nicht auf FB, oder? Ich find die Diskussion interessant.
Die Diskussion ist interessant. Leider ist ausgerechnet der Threadersteller kein für mich noch annehmbarer Gesprächsteilneher.
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Was hat denn jetzt der TE mit eurem Beef zu tun?
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Ich hatte mal eine Art Sheldon als SL. Der war recht gewöhnungsbedürftig. Das Spiel hat trotzdem Spaß gemacht, weil die Spieler super drauf waren und dennoch eine gute Zusammenarbeit mit dem SL entstand.
Das Beispiel ist eine Premiumvorlage für Player Empowerment. Wie Du bereits ausdrückst, nimmt der Spieler dabei Kompetenzen des SL wahr. Genau damit werden auch Runden mit langweiligeren SLs trotzdem spitze. Dann erzählst Du halt direkt, dass der Charakter zur Mühle geht, um dort eine Mehlstaubexplosion zu verursachen.
Ich mach das immer gerne und forciere es sogar, so gut ich kann, da so auch die Ideen der Spieler verstärkt Verwendung finden (die auch wesentlich mieser zu ihren eigenen Charakteren u.a. sind als der SL).
Generell halte ich die Gruppendynamik und das daraus entstehende Zusammenspiel für den entscheidenden Faktor - also wie gut spielen sich die Leute die Bälle zu.
Der SL kann noch so langweilig beschreiben. Wenn das genügt, damit die Spieler sich ein passendes Bild machen, dann reicht das. Oder die Spieler sind eher gamistisch veranlagt und wollen eher die Anzahl der EP abschätzen, die gerade die Kleinstadt überfällt. Mit schönen Beschreibungen wollen die sich nicht aufhalten. Macht Dir sicher nicht Spaß und mir auch nicht. Aber es gibt Leute, die daran Spaß haben und die wären sehr zufrieden mit so einem SL.
Ein engagierter Spieler, der voll auf Immersion abfährt, kann super sein, aber in der falschen Runde ist er für die anderen Spieler eine Belastung. In dem Beispiel oben bei einer gamistischen Runde würde er nerven.
Mich selbst stört allenfalls, wenn ich mich durch mehrere Seiten Charakterhintergrund quälen darf.
Deshalb Gruppendynamik
Übrigens sind gerade viele Details meiner Erfahrung nach eher hinderlich, während wenige Details mehr Raum für Kopfkino lassen.
Ich verstehe den Ansatz mit den Spielern als "Co-SL", aber in meinem Beispiel kann der Spieler zwar mal sagen "Da ist eine Mühle mit sehr viel Staub und ich werfe ne Fackel rein." aber leider leider kommt der SL ja doch irgendwann wieder dran und es wird wieder langweilig. Warum soll ausgerechnet der langweiligste SL am Tisch der Haupt-SL sein? Es macht einfach keinen Sinn.
Und Platz für Kopfkino lassen... das kenn ich schon. Das ist am Ende Faulheit. Diese Aussage kommt immer dann, wenn der SL keine Vision hat.
Klar kann man etwas spielen, was den Job des SL bis zur Unkenntlichkeit beschneidet, aber die echte Ursache, nämlich der langweilige SL, der ist doch einfach nur fehlbesetzt. Warum an den Symptomen arbeiten und nicht an der Ursache?
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Aber der SL ist der einzige Spieler der sein Publikum in irgendeiner Art bedienen MUSS.
Definitiv nicht! Wenn sich Spieler gar nicht in der Pflicht sehen die Mitspieler (inkl. SL) zu unterhalten, dann will ich für diese Person nicht Spielleitung sein.
Insofern: Ich sehe die SL-Rolle für mich nicht primär als Entertainer.
Spielmacher, Spielführer, Moderator, Mitspieler, Architekt und Mit-Bauherr ... sind viel, viel wichtiger. Entertainment ist hauptsächlich Gruppenaufgabe. Die SL bereitet dafür die Bühne, stellt Requisiten, ... sorgt dafür, dass die Voraussetzungen für Gute UnterhaltungTM gegeben sind. Wie beim publikumsorientierten Impro-Spiel/Theater hängt die Qualität des Entertainments letztlich von der Interaktionsqualität ab.
Das Folgende trifft es auch ganz gut. Wobei ich die Schiedrichter-Rolle, sofern die Mitspielenden dazu fähig sind, gerne auch aufteile. Möglichst auf alle - um nur "vorsitzender Richter" tatsächlich sein zu müssen.
Mitspieler, einer der Geschichtenerzähler, Schiedsrichter und in gewissem Rahmen aber auch Vortänzer.
Im Normalfall will ich für Runden leiten, die aus inhaltlichen (z.B. Exploration der Spielwelt), formalen, spielprozessualen oder Unsicherheits-Gründen kein SL-loses Rollenspiel spielen - es aber prinzipiell könnten.
Woran ich kein Interesse habe: Als SL die Dramaturgie allein zu machen, die Spieler.innen als Entertainer allein oder hauptsächlich zu unterhalten (was teilweise auch aus thematischen Gründen wenig Sinn macht - Stichwort: Exploration von Themen; Charakterexploration), ...
Umgekehrt auch. Ich erwarte, dass meine Mitspieler unterhaltsam spielen. Und ich versuche selbst, meine Mitspieler zu unterhalten. 1-2 langweilige Mitspieler verträgt jede Runde, und das kann auch der SL sein.
+1. Gerade wenn die SL ihre Aufgabe als Moderation gut hinbekommt, werden das zuverlässiger gute Runden, als wenn sie den Unterhaltungsanspruch in den Vordergrund rückt. Ist jedenfalls meine Erfahrung mit "stillen" SL - im Vergleich mit "Rampensäuen" oder "Möchtegern-Zauberkünstlern".
Für mich ist die Unterscheidung Entertainer und Moderator eine sehr wichtige! Denn: Auch ein Mediator oder Psychologe ist Moderator - aber sicher nicht Entertainer.
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Ich verstehe den Ansatz mit den Spielern als "Co-SL", aber in meinem Beispiel kann der Spieler zwar mal sagen "Da ist eine Mühle mit sehr viel Staub und ich werfe ne Fackel rein." aber leider leider kommt der SL ja doch irgendwann wieder dran und es wird wieder langweilig. Warum soll ausgerechnet der langweiligste SL am Tisch der Haupt-SL sein? Es macht einfach keinen Sinn.
Gründe wurden einige genannt, die Dir zwar nicht gefallen, aber in der Realität leider oftmals zutreffen.
Es läuft fast immer darauf hinaus:
Es ist derjenige SL, der Bock auf den Posten hat.
Bei dem Beispiel: Der SL wäre dann wieder dran und beschreibt auf seine langweilige Art und Weise "Jo, es explodiert." Dann kann der Spieler wieder agieren und beschreiben, wie er in dem entstehenden Chaos...irgendwas macht.
Und Platz für Kopfkino lassen... das kenn ich schon. Das ist am Ende Faulheit. Diese Aussage kommt immer dann, wenn der SL keine Vision hat.
Klar kann man etwas spielen, was den Job des SL bis zur Unkenntlichkeit beschneidet, aber die echte Ursache, nämlich der langweilige SL, der ist doch einfach nur fehlbesetzt. Warum an den Symptomen arbeiten und nicht an der Ursache?
Platz für Kopfkino lassen ist selbstverständlich auch Faulheit. Aber das ändert nichts daran, dass es sehr gut funktioniert. Warum soll der SL sich Zeit nehmen, einen Raum detailliert zu beschreiben, wenn die Spieler sowieso wieder alles vergessen und nachfragen. Wenn die Spieler hören "Kleinstadt im Mittelalter" spukt allen schon ein ähnliches Bild im Kopf. Die kleinen Details, die sonst der SL beifügt, bauen sie selbst ein und entwickeln so ein eigenes stimmiges Bild, ohne dass sie ständig nachfragen müssen.
Wie ich bereits zu Anfang geschrieben habe, ist für mich der Job des SL eher knapp gehalten. Bei anderen ist er wesentlich ausladender. Es gibt keine allgemeingültige Beschreibung. Es gibt SL, die mögen Player Empowerment gar nicht (und Spieler ebenso) und andere (so wie ich) lieben es. Der SL behält immer noch die Aufgabe als Moderator und Schiedsrichter.
Wie zuvor beschrieben, ist die Ursache nicht ein langweiliger SL, sondern eine kaputte Gruppendynamik. Der oben beschriebene SL ist in einer gamistischen Runde super aufgehoben, während ein SL, der gerne beschreibt dort gar nicht gern gesehen und als "langweiliger Laberonkel" gesehen werden würde.
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Ich verstehe den Ansatz mit den Spielern als "Co-SL", aber in meinem Beispiel kann der Spieler zwar mal sagen "Da ist eine Mühle mit sehr viel Staub und ich werfe ne Fackel rein." aber leider leider kommt der SL ja doch irgendwann wieder dran und es wird wieder langweilig. Warum soll ausgerechnet der langweiligste SL am Tisch der Haupt-SL sein? Es macht einfach keinen Sinn.
Und Platz für Kopfkino lassen... das kenn ich schon. Das ist am Ende Faulheit. Diese Aussage kommt immer dann, wenn der SL keine Vision hat.
Klar kann man etwas spielen, was den Job des SL bis zur Unkenntlichkeit beschneidet, aber die echte Ursache, nämlich der langweilige SL, der ist doch einfach nur fehlbesetzt. Warum an den Symptomen arbeiten und nicht an der Ursache?
Weil man eine bessere SL werden will.
Weil Langweilig nicht unbedingt eine feste Größe ist.
Weil Menschen sich ändern können.
Weil man vorher nicht wusste, wie die Spielleitung ist und es mal ausprobieren wollte und nun die Kampagne zu Ende spielen will.
Weil man nach dem Spiel drüber reden kann.
Weil die Spieler besser sind im "Spieler sein" und viel Spaß haben, auf den nüchtern vorgetragenen Fakten zu arbeiten. (Wenn keine Mühle da ist, dann wird sich sicher etwas anderes finden, was wirklich da ist.
Weil die Spieler genauso schlecht wären darin Spielleitung zu sein.
Weil die Spielleitung vielleicht gerade eine harte Phase durchmacht und auch wenn Sie langsam leitet, so wenigstens wieder unter Leute kommt und sich sehr wohl fühlt und langsam wieder Selbstvertrauen aufbaut.
Weil nicht alle gerne sagen "Du bist schlecht, wir wollen dich nicht mehr hinter dem Schirm" sondern "Hast Du schonmal überlegt, die Details zu beschränken? In der Situation vorhin, wäre das vielleicht gut gewesen. Mach keine Eile, wir überlegen viel. Halte dich vielleicht nicht so sklavisch an den Plan, wenn die Ideen Glaubwürdig und cool sind."
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Das „Platz für Kopfkino“ lassen ist nicht unbedingt ein Anzeichen von Faulheit (und oh ja - das kann es echt sein), sondern im besten Fall ein Zeichen für gekonnte Erzählkunst. Nicht, dass ich mich als großen Erzähler hinstellen will, aber hier kommt ein…
Beispiel:
Variante 1:
Die SC betreten eine Taverne. Du kannst natürlich jetzt beschreiben, wie jeder Gast aussieht und was genau auf der Karte steht und wie viele Sitzplätze vorhanden sind - natürlich erst nachdem du den Grundriss aufgemalt hast. Dann der Name des Wirtes, sein Alter und seine Frisur.
Variante 2:
Du kannst auch sagen: „ Beim Eintreten müsst ihr über einen schnarchenden Ork steigen, der offenbar direkt hinter der Schwelle eingeschlafen ist. Sofort steigt euch der Geruch von schalem Bier und Erbrochenem in die Nasen. Den Wirt scheint es nicht zu stören - er ist gerade völlig damit beschäftigt, sich das letzte eingelegte Ei aus einem Glas auf der Theke zu angeln.“
Manchmal ist es besser, sich auf einzelne Details zu konzentrieren als eine umfassende Darstellung abzuliefern. Weglassen ist eine Kunst.
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Für mich ist die Unterscheidung Entertainer und Moderator eine sehr wichtige! Denn: Auch ein Mediator oder Psychologe ist Moderator - aber sicher nicht Entertainer.
"Also für mich ist ein Moderator ein länglicher Graphitstab, deswegen habt ihr eh alle mit allem unrecht!"
Es war ziemlich offensichtlich ein Fernsehmoderator o.Ä. gemeint, kein Psychologe und insofern machst du damit keinen cleveren Punkt, sondern nur das Gespräch kaputt. Tut mir leid das so zu sagen :/
Edit: https://de.wikipedia.org/wiki/Moderator_(Physik)
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Manchmal ist es besser, sich auf einzelne Details zu konzentrieren als eine umfassende Darstellung abzuliefern. Weglassen ist eine Kunst.
"Erzählen" ist auch Kameraführung. Man spielt z.B. mit den Sinnen der Zuhörer bzw. Man kann im Reallife mit seinen Sinnen ein paar Dinge zur selben Zeit wahrnehmen. Bilder, Geräusche, Geruch, aber nicht gleichzeitig alles was es an diesem Ort gerade zu sehen, hören, reichen etc. gäbe ,und auch nicht gleich detailliert, sonst wird es unrealistisch.
Daher ist weniger manchmal mehr.
Der Spieler braucht auch Zeit, das Geschilderte nach zu fühlen.
Zu Kameraführung: Anders als im Kino kann ich als Spielleiter mehr als die beiden Sinne "Sehen" und "Hören" ansprechen.
Da kommt auch noch "Riechen", "Schmecken" und "Tasten" hinzu.
Vielleicht sogar sowas wie einen siebten Sinn. -und Gefühle die sich als körperliche Symptome äußern.
z.B. ...Frösteln, unangenehmes Gefühl in der Magengrube in Gegenwart einer bestimmten Person etc.
Normalerweise fühlt der Spieler ja selbst für seine Figur. Aber es gibt ja so besondere NSC, wie magische Wesen, Untote usw.
die halt auch in irgendeiner Form auf die Körpersensoren einer Figur einwirken können.
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Zu Kameraführung: Anders als im Kino kann ich als Spielleiter mehr als die beiden Sinne "Sehen" und "Hören" ansprechen.
Da kommt auch noch "Riechen", "Schmecken" und "Tasten" hinzu.
Alter! Wenn mein SL versuchen würde, meinen Geschmackssinn oder Tastsinn anzusprechen, dann gäbe es aber einen Satz heiße Ohren. Der Geruchssinn wird eh bei manchen Runden aktiviert (nicht unbedingt vom SL). ;D
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Alter! Wenn mein SL versuchen würde, meinen Geschmackssinn oder Tastsinn anzusprechen, dann gäbe es aber einen Satz heiße Ohren. Der Geruchssinn wird eh bei manchen Runden aktiviert (nicht unbedingt vom SL). ;D
Echt? Hast Du im Rollenspiel mit deiner Figur noch nie ein Glas Wein gehabt, das komisch geschmeckt hat (weil da z.B. Gift drin war)?
Oder hast Du noch nie eine Wand im dunkeln nach einem geheimen Mechanismus abgetastet?
Oder hast Du als Dieb noch nie in die Tasche eines NSC gegriffen, um ihm einen bestimmten Gegenstand zu stehlen, den Du gerade nicht sehen kannst?
Warst Du mit deiner Figur noch nie an einem Ort der ungewöhnlich gerochen hat?
Zum Beispiel nach -Schwefel, Moder, Pfeifentabak, was auch immer?
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Echt? Hast Du nie im Rollenspiel mit deiner Figur noch nie ein Glas Wein gehabt, das komisch geschmeckt hat (weil da z.B. Gift drin war)?
Oder hast Du noch nie eine Wand im dunkeln nach einem geheimen Mechanismus abgetastet?
Nur mein Charakter und angesprochen wurde von mir als Spieler immer nur mein Gehörsinn :)
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Im Normalfall will ich für Runden leiten, die aus inhaltlichen (z.B. Exploration der Spielwelt), formalen, spielprozessualen oder Unsicherheits-Gründen kein SL-loses Rollenspiel spielen - es aber prinzipiell könnten.
Fast signaturwürdig. :)
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Nur mein Charakter und angesprochen wurde von mir als Spieler immer nur mein Gehörsinn :)
Ich sage dazu Figur. Und wir meinen das Selbe.
Schade deine Figur bzw. dein Charakter hat doch ein paar Mehr Sinne als sein Gehör und seine Augen-die er fürs Abenteuer braucht.
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Also ich verstehe hier zwei Sachen nicht:
1. Warum wird Entertainer mit zig Synonymen umschrieben, damit man ja kein Entertainer ist? Habt Ihr Angst ein Clown zu sein oder wie? Ich verstehe dieses Getue nicht.
2. Warum kommt hier jeder mit den Spielerpflichten um SL-Pflichten zu relativieren? Ich habe locker in 100 Runden gespielt und die Aufgaben und Erwartungen waren grundlegend trotzdem so, dass man unterhalten werden wollte. Unabhängig davon, dass Spieler natürlich auch mitspielen und unterhalten sollen.
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Ich sage dazu Figur. Und wir meinen das Selbe.
Schade deine Figur bzw. dein Charakter hat doch ein paar Mehr Sinne als sein Gehör und seine Augen-die er fürs Abenteuer braucht.
OT
Was ich damit ausdrücken möchte:
Ganz gleich, welche Sinne meines Charakters angesprochen werden, so ist aus meiner Sicht der wichtigste Sinn für den Spieler allein der Gehörsinn. Ich kann hören, wie der SL erzählt, dass mein Charakter ein Glas Wein trinkt, dass komisch schmeckt. Aber die Sinneswahrnehmung über den Geschmackssinn hab ich nicht als Spieler, sondern nur der Charakter.
Wenn ich mir einen Film anschaue, dann werden nur Augen und Ohren beansprucht.
@Krassgeilertyp
Zu 1. Ich hab keine Lust auf die Verantwortung. Ein Entertainer ist für den Spaß der Runde verantwortlich. Das will ich weder als SL noch als Spieler.
Zu 2. Ist eine Begrifflichkeitsgeschichte, denke ich. Ich gehe zum Rollenspiel, um einen gute Zeit mit sympathischen Leuten zu haben bei einem Gesellschaftsspiel, bei welchem Immersion eine wichtige Rolle spielt. Den Anspruch auf Unterhaltung stelle ich nicht an meine Mitspieler. Der Spaß kommt alleine schon daher, dass ich in einer Gruppe mit funktionierender Dynamik spiele.
Was ich damit ausdrücken möchte:
Spaß ist kein gutes Ziel für eine Spielrunde.
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[...]
Spaß ist kein gutes Ziel für eine Spielrunde.
:o
Ich beantrage hiermit Ludovico den Forumstitel "Bekennender Spaßvermeider" zu verleihen ;)
Ich war auch bei Verantwortung schon auf den Barrikaden, aber da kommt es darauf an was man meint. Ich sehe mich selbst schon in der Verantwortung, mitzuspielen. Mancheiner meint mit dem Wort aber implizit "Verantwortung für andere"
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Was ich damit ausdrücken möchte:
Ganz gleich, welche Sinne meines Charakters angesprochen werden, so ist aus meiner Sicht der wichtigste Sinn für den Spieler allein der Gehörsinn. Ich kann hören, wie der SL erzählt, dass mein Charakter ein Glas Wein trinkt, dass komisch schmeckt. Aber die Sinneswahrnehmung über den Geschmackssinn hab ich nicht als Spieler, sondern nur der Charakter.
Tja, aber wenn der Spielleiter dir sagt: Der Wein schmeckt leicht bitter, oder etwas scharf, nach Chilli. Dann hast Du plötzlich eine Vorstellung davon, wie er deinem Charakter bzw. deiner Figur ungefähr schmecken muß.
Es geht auch nicht um den Gehörsinn des Spielers, sondern um den Gehörsinn seiner Figur. Es geht auch um den Geschmackssinn der Figur.
Aber der Spieler ist es, der mit seiner Figur mitfühlt und für sie Entscheidungen trifft.
Wenn ich mir einen Film anschaue, dann werden nur Augen und Ohren beansprucht.
Ja eben. Wenn wir einer Film Figur beim Weintrinken zusehen, und die plötzlich das Gesicht verzieht, dann haben wir erstmal keine Ahnung, warum ihr der Wein nicht geschmeckt hat.
Man schaut von außen zu, aus dem Kinosaal auf die Leinwand. Das ist mMn. etwas anderes als selbst der Schauspieler am Drehort zu sein, der in der Rolle der Figur gerade Wein trinkt, oder etwas stiehlt etc.
Im Rollenspiel ist man das natürlich nur in seiner Phantasie. Aber dann doch lieber als Schauspieler statt als Zuschauer.
Es geht doch vielen, (sicher nicht allen) auch um einen gewissen Grad an Immersion.
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Zu der Frage:
2. Warum kommt hier jeder mit den Spielerpflichten um SL-Pflichten zu relativieren?
Ich habe locker in 100 Runden gespielt und die Aufgaben und Erwartungen waren grundlegend trotzdem so, dass man unterhalten werden wollte.
Unabhängig davon, dass Spieler natürlich auch mitspielen und unterhalten sollen.
Weil es weder die einzigen Pflichten des Spielleiters sind, noch er der einzige ist, der diese Pflicht hat.
Ist der SpL Entertainer? Zum Teil ja!
Ist er der einzige Entertainer? Nein, alle haben die Aufgabe, der Spielleiter hat da nur etwas mehr Gewichtung!
Hat der Spielleiter keine anderen Aufgaben? Doch, natürlich, eine Menge sogar.
Gegenfrage: Wenn es Dich stört, dass die Leute das relativieren, warum legst Du diese Funktion so extrem in den Vordergrund?
Andere Aufgaben des Spielleiters sind nicht minder wichtig!
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@Krassgeilertyp
Zu 1. Ich hab keine Lust auf die Verantwortung. Ein Entertainer ist für den Spaß der Runde verantwortlich. Das will ich weder als SL noch als Spieler.
Zu 2. Ist eine Begrifflichkeitsgeschichte, denke ich. Ich gehe zum Rollenspiel, um einen gute Zeit mit sympathischen Leuten zu haben bei einem Gesellschaftsspiel, bei welchem Immersion eine wichtige Rolle spielt. Den Anspruch auf Unterhaltung stelle ich nicht an meine Mitspieler. Der Spaß kommt alleine schon daher, dass ich in einer Gruppe mit funktionierender Dynamik spiele.
Was ich damit ausdrücken möchte:
Spaß ist kein gutes Ziel für eine Spielrunde.
Zu 1: Dann bist du aber als Spieler besser geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie du eine Gruppe anleiten willst ohne Verantwortung zu übernehmen. Ein SL der dies nämlich tut ist schlicht besser.
Ich gehe aber eher davon aus, dass du durchaus Verantwortung übernimmst, es aber nicht so sehen willst. So mein Gefühl. Ist dir das zu verbindlich?
zu 2: Eine gut funktionierende Dynamik setzt voraus, dass der SL seine Aufgaben wahrnimmt und die Spieler dies zulassen.
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Es war ziemlich offensichtlich ein Fernsehmoderator o.Ä. gemeint, kein Psychologe und insofern machst du damit keinen cleveren Punkt, sondern nur das Gespräch kaputt. Tut mir leid das so zu sagen :/
Danke für die Unterstellung! Und: Du bist hier im Unrecht!
Wenn ich (und nach meiner Wahrnehmung auch andere) hier von Moderator sprechen, dann ist damit die Funktion der Gesprächslenkung und die vermittelnde Rolle in Gesprächen gemeint und eben nicht die Sonderfunktion des Ansagers (Programm, Wetter, ...) im Hörfunk oder Fernsehen und auch nicht die des Anchorman oder Showmasters.
... die therapeutische Rolle, die Rolle von Gastgebern in Polit-Talkshows, von Forenmoderatoren, ... dagegen ist dahingehend einigermaßen vergleichbar, weil es zuerst um Vermittlung und dann um Steuerung geht. Beim Entertainer, Showmaster, Ansager ist es genau anders rum. Und genau der Tausch in der Bedeutung der beiden grundegenden moderatorischen Tätigkeiten begründet für mich eine ganz entscheidende Differenz.
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Gegenfrage: Wenn es Dich stört, dass die Leute das relativieren, warum legst Du diese Funktion so extrem in den Vordergrund?
Andere Aufgaben des Spielleiters sind nicht minder wichtig!
Der Ursprung diese Funktion in den Vordergrund zu stellen war, dass dieses in einem anderen Thread bezweifelt wurde. Hier ja auch vehement. Deswegen das Thema.
Hätte man bezweifelt dass der SL z.B. die Regeln kennen sollte, hätte ich evtl. solch ein Thema eröffnet.
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:o
Ich beantrage hiermit Ludovico den Forumstitel "Bekennender Spaßvermeider" zu verleihen ;)
Ich versuche mal zu verdeutlichen, was ich meine und weshalb ich Spaß als Spielziel nicht gut finde.
-Spaß ist etwas, was ich nicht erzwingen kann. Wenn ich es erzwingen will, ist das Risiko sogar groß, dass der Spaß abnimmt. Wenn ich ein Ziel habe, dann will ich darauf hinarbeiten. Aber wie kann ich auf etwas hinarbeiten, dass gerade so nicht erreicht werden kann? Das können allenfalls vielleicht professionelle Entertainer. Ich kann das nicht.
-Spaß ist viel zu individuell und abhängig von der jeweiligen Stimmung einer Person. Als Beispiel: An bestimmten Tagen finde ich Zohan unglaublich super und lach mich scheckig. An anderen Tagen nervt er mich und ich schau mir lieber Expendables an. Und bei einer Runde hat man mehr als eine Person.
-Spaß ist nicht messbar. Ok, ich bin BWLer und finde Ziele sollten messbar sein, damit ich weiß, wo ich bei der Zielerreichung stehe und wieviel ich noch zu bewältigen habe.
Und bei der Runde kommt der Spaß wodurch zustande?
Dadurch, dass ich da bin und spiele. Spaß ist ein ganz normales Resultat des Spiels, dass sich automatisch einstellt, ohne irgendwas zu forcieren so wie Beschwipstwerden beim Trinken eines guten Whiskys.
Ich war auch bei Verantwortung schon auf den Barrikaden, aber da kommt es darauf an was man meint. Ich sehe mich selbst schon in der Verantwortung, mitzuspielen. Mancheiner meint mit dem Wort aber implizit "Verantwortung für andere"
Genau das meine ich, denn gerade als SL habe ich eine Verantwortung für die gesamte Runde, die wesentlich größer ist als jene der Charakterspieler.
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Danke für die Unterstellung! Und: Du bist hier im Unrecht!
Wenn ich (und nach meiner Wahrnehmung auch andere) hier von Moderator sprechen, dann ist damit die Funktion der Gesprächslenkung und die vermittelnde Rolle in Gesprächen gemeint und eben nicht die Sonderfunktion des Ansagers (Programm, Wetter, ...) im Hörfunk oder Fernsehen und auch nicht die des Anchorman oder Showmasters.
... die therapeutische Rolle, die Rolle von Gastgebern in Polit-Talkshows, von Forenmoderatoren, ... dagegen ist dahingehend einigermaßen vergleichbar, weil es zuerst um Vermittlung und dann um Steuerung geht. Beim Entertainer, Showmaster, Ansager ist es genau anders rum. Und genau der Tausch in der Bedeutung der beiden grundegenden moderatorischen Tätigkeiten begründet für mich eine ganz entscheidende Differenz.
Ich dachte ich wäre bloß unhöflich :o
Also der eine Moderator macht etwas ganz anderes als der andere Moderator. Wollte ich auch gesagt haben.
Ich hatte den sicheren Eindruck, dass der Talk-Moderator gemeint war, aber ich lasse mich gerne widerlegen. Vielleicht räuspert sich der erste, der das Beispiel gebracht hat mal.
Ok, also es kann beides gemeint sein. Dann verstehe ich das soweit. Dann habe ich aber auch Bedenken wegen weiterer Missverständnisse.
Edit: Jetzt sehe ich, wie ich darauf kam: Durch die Aussage, dass ein Moderator auch immer ein Stück Entertainer ist. Ich bin jetzt recht sicher dass damit kein Pschologe gemeint war :)
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zu 2: Eine gut funktionierende Dynamik setzt voraus, dass der SL seine Aufgaben wahrnimmt und die Spieler dies zulassen.
Stimmt.
Und da sind wir wieder bei Anmerkungen von Boba: Was konkret die Aufgaben der Spielleitung sind, ist Aushandlungssache.
Ob und inwieweit die SL deutlich mehr eigene Bespasser/Entertainer-Qualitäten ins Spiel bringen soll, darf oder muss als die übrigen Spielenden ist eine der zu verhandelnden Sachen. Und zwar eine ganz Wesentliche.
Was da passend ist, hängt von den Wünschen und Persönlichkeiten der am Spiel beteiligten Personen ab.
[edit]
... zur eher ablehnenden Haltung gegenüber dem Rollenverständnis der Spielleitung als Entertainerin:
Das (SL=Entertainer) war lange Zeit eine der valide Haltung im Kontext unverrückbarer Rollenspiel-Glaubenssätze in der deutschsprachigen Rollenspiellandschaft (ebenso wie "der Spielleiter hat immer Recht","gestorben wird nur, wenn der Spieler was Dummes tut", "Hack & Slay ist böse", "Dungeons sind primitiv", "alles, was der besseren Story dient, ist erlaubt", ...). Das Tanelorn ist aber gerade ein Ort, an dem sich Leute austauschen, die mehr kennen, mehr wissen, mehr gesehen haben und häufig auch andere Spielstile bevorzugen, als die, welche v.a. in den 90ern als einzig seligmachende verkauft wurden.[/edit]
-Spaß ist nicht messbar. Ok, ich bin BWLer und finde Ziele sollten messbar sein, damit ich weiß, wo ich bei der Zielerreichung stehe und wieviel ich noch zu bewältigen habe.
Dazu kann ergänzt werden: Das Ziel "Spaß" wird auch in pädagogischen Kontexten als nicht valide angesehen.
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Also entweder ist etwas an der Vorgabe, dass Ziele "messbar" sein müssen, falsch (sagt mein innerer Idealist) , oder wir sind nicht gut genug im Messen (sagt mein innerer Materialist).
So oder so sehe ich das nicht so.
Es mir ging auch nicht im "Zwingen" im Sinne von "Entgegenstehende Bestrebungen überwinden", sondern eher um Anstreben, Voraussetzungen schaffen. Ich beginne eine Tätigkeit, von der ich weiß, dass sie mir Spaß macht, mit dem Ziel Spaß zu haben. Habe ich schon hundertfach gemacht, klappt überwiegend. Und ich bin jetzt kein Magier, Entertainer oder so.
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https://www.youtube.com/watch?v=Q9CXhn-izL0 (https://www.youtube.com/watch?v=Q9CXhn-izL0)
Der Spielleiter unterhält die Spieler. Die Spieler unterhalten sich und den Spielleiter. Warum wird Spaß mit Unterhaltung gleichgesetzt? Man kann auch von einer düsteren Cthulhu-Runde gut unterhalten werden, auch wenn diese sicherlich nicht viel Spaß macht.
Der Spielleiter als Unterhalter oder Entertainer liefert einfach Impulse, die das Spiel vorantreiben. Ob diese dann den Spielern Spaß machen, oder angenommen werden, ist unglaublich subjektiv. Es ist, würde ich behaupten, egal, wie sehr sich der SL dabei zum Clown macht. Veränderte Stimme, lautes Brüllen und voller Körpereinsatz bei Kampfszenen gefällt vielleicht einigen Spielern, anderen geht das aber auf die Nerven.
Wichtig für den Spielleiter als Entertainer ist ein spannender/interessanter Plot, vielschichtige Charaktere und die passende Stimmung. Wenn aber Spieler nichts liefern, oder mitmachen, klappt das Entertainen natürlich auch nicht.
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https://www.youtube.com/watch?v=Q9CXhn-izL0 (https://www.youtube.com/watch?v=Q9CXhn-izL0)
Der Spielleiter unterhält die Spieler. Die Spieler unterhalten sich und den Spielleiter. Warum wird Spaß mit Unterhaltung gleichgesetzt? Man kann auch von einer düsteren Cthulhu-Runde gut unterhalten werden, auch wenn diese sicherlich nicht viel Spaß macht.
...
Äh, doch. Wenn ich mich gut unterhalten fühlte, hatte ich Spaß. Bei ner klassischen Cthullhu-Runde vielleicht über Spannungselement oder konsensuale SM-Anteile wie Ekel, Erschrecken etc.
Aber da ich das wollte und es mir gefiel, hatte ich Spaß und würde es beim nächsten Mal wieder tun.
Spaß ist nicht zwingend:
-- Albernheit, Witzigkeit
-- "Da habe ich aber gelacht"
----
Bzgl deines restlichen Posts aber Zustimmung.
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Der Ursprung diese Funktion in den Vordergrund zu stellen war, dass dieses in einem anderen Thread bezweifelt wurde. Hier ja auch vehement. Deswegen das Thema.
Hätte man bezweifelt dass der SL z.B. die Regeln kennen sollte, hätte ich evtl. solch ein Thema eröffnet.
Okay, aber hast Du hier auch mal analysiert, wie und aus welcher Einstellung die Verneiner argumentieren.
Das ist zumeist "ich verbiege mich nicht, sondern zieh als SpL mein Ding durch, wer daran keinen Spaß hat, braucht ja nicht mitspielen"...
Was aber ja kein "ich entertaine nicht" bedeutet, sondern nur ein "ich werde mein Angebot (an Entertainment) den Interessen oder Bedürfnissen beugen".
Impliziert also ein "ich entertaine".
Letztendlich ist ein
"wo seid ihr"
"inner Kneipe"
"okay, Johnson setzt sich zu euch und..."
doch schon Entertainment.
Jeder, der was zum Unterhaltungswert des gemeinsamen Spiels beiträgt, macht Entertainment und ist irgendwo ein Entertainer.
Niemand hat irgendwo behauptet, ein Entertainer sei jemand, der sonst nichts anderes macht.
Ansonsten solltest Du Deine Begriffsvorstellung von Entertainer mal klar definieren.
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Jeder, der was zum Unterhaltungswert des gemeinsamen Spiels beiträgt, macht Entertainment und ist irgendwo ein Entertainer.
Hier zwei Entertainer die gerade dabei sind, sich gegenseitig hart zu entertainen:
(https://www.wlz-online.de/bilder/2012/12/11/5408573/933801482-1359577-schachspieler-sind-kompliziert_reference-3ta7.jpg)
Sind beide gut unterhalten? Ich denke ja. Sie sind deshalb beide Entertainer? Ich denke nein. Sie spielen ein Spiel, das sie fesselt und beide tragen dazu bei, indem sie ihre Aufgabe als Spieler erfüllen und die Regeln einhalten. Dass ein Rollenspiel eine größere verbale Komponente hat als dieses Beispiel, macht uns trotzdem nicht zu Entertainern.
Ansonsten solltest Du Deine Begriffsvorstellung von Entertainer mal klar definieren.
Das ist er nicht alleine 8) Das ist wohl das Hauptproblem in diesem Thread.
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Zu 1: Dann bist du aber als Spieler besser geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie du eine Gruppe anleiten willst ohne Verantwortung zu übernehmen.
Wäre ohne jemand als Charspieler geeignet?
zu 2: Eine gut funktionierende Dynamik setzt voraus,
dass alle Spieler ihre Aufgaben wahrnehme und dies zulassen.
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Als was seht ihr einen SL in seiner Aufgabe?
Ich persönlich sehe im SL in jeder Hinsicht die Aufgabe eines Entertainers (mit teilweise Führungsaufgaben). Und wenn das ein SL anders gesehen hat, hatte ich eigentlich selten Spaß mit dem, sogar eigentlich nur Ärger.
Wenn er den Spielern keinen Spaß bringen möchte, warum sollte ich ihn als SL akzeptieren?
Wie seht ihr das?
Aus der Unterscheidung zwischen Spielleitern, die der Entertainerfunktion nachkommen und solchen, die es nicht tun, ziehe ich, dass es hier in dem Faden um eben Zusatzaufgaben geht, welche über die regeltechnischen Mindestanforderungen an einen spielleiter hinausgehen, oder?
Wobei "Spaß" dann ja wieder sehr geschmacksabhängig ist.
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Sind beide gut unterhalten? Ich denke ja. Sie sind deshalb beide Entertainer? Ich denke nein. Sie spielen ein Spiel, das sie fesselt und beide tragen dazu bei, indem sie ihre Aufgabe als Spieler erfüllen und die Regeln einhalten. Dass ein Rollenspiel eine größere verbale Komponente hat als dieses Beispiel, macht uns trotzdem nicht zu Entertainern.
Doch. Etwas absolut unterschiedliches als Vergleich heranzuziehen und dann die Unterschiede als obsolet darstellen... tja... das ist schlicht nutzlos.
@Lichtschwerttänzer
Jetzt geht das schon wieder los. Ja zur Hölle. Spieler müssen auch was beitragen. Ändert nichts an dem was ich für Anforderungen an den SL stelle.
Aus der Unterscheidung zwischen Spielleitern, die der Entertainerfunktion nachkommen und solchen, die es nicht tun, ziehe ich, dass es hier in dem Faden um eben Zusatzaufgaben geht, welche über die regeltechnischen Mindestanforderungen an einen spielleiter hinausgehen, oder?
Wobei "Spaß" dann ja wieder sehr geschmacksabhängig ist.
Die "regeltechnischen Grundanforderungen" sind eine verdammt niedrige Hürde. Das kann ich mir nur bei einem Rollenspiel vorstellen, was zu 99% wie ein Brettspiel gespielt wird. Aber ja, das gibts es bestimmt irgendwo.
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Das ist er nicht alleine 8) Das ist wohl das Hauptproblem in diesem Thread.
Dann doch besser alle weg von- Verallgemeinerungen und einem "Ich hab Recht"- Anspruch.
Geschmäcker sind verschieden. Und damit auch die Ansprüche an einen Spielleiter.
Solange niemand in seiner Runde vor Langeweile einschläft und genug Lust findet beim nächsten Mal wieder mitzuspielen, ist doch alles in Ordnung.
Manche wünschen sich vielleicht mehr Animation von Spielleiterseite, andere brauchen das weniger.
Im Endeffekt - merkt man doch selbst, wo man die Zeit geniest und wo eben nicht.
Und mit welchen(m) Spielleiter(n) man am liebsten seine Freizeit verbringt.
Man kriegt auch mit ob es den Spielern gefallen hat. Und man kriegt mit ob sie gerne wieder kommen.
Solange die Gruppe läuft und die Spieler gerne regelmäßig dabei sind, scheint das Ding zu laufen.
Und darauf kommt es ja im Endeffekt an.
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Ändert nichts an dem was ich für Anforderungen an den SL stelle.
Schlüsselwort markiert. DU stellst diese Anforderung. Das ist 100% legitim. Andere stellen andere Anforderungen.
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Ich nehme mal die Bedeutungsübersicht des Duden (duden.de): "jemand, dessen Beruf es ist, einem [größeren] Publikum leichte, heitere Unterhaltung zu bieten".
In diesem Sinne ist ein SL kein Entertainer, da er nicht beruflich spielleitet.
Wenn man den "Beruf" aber inhaltlich ersetzt durch "die Aufgabe, der jemand nachkommt", passt es mMn schon. Und zwar in genau solchen Situationen, in denen der SL den Spielern eine Situation/einen Ort/eine Person etc. beschreibt. In diesen Situationen monologisiert der SL nämlich und die Spieler sind Publikum.
Immer dann, wenn interagiert wird, existiert so etwas wie ein Entertainer mMn nicht, weil die Unterhaltung, die entsteht, durch alle gemeinsam erzeugt wird und es somit kein Publikum gibt, welches konsumiert.
Fazit: In bestimmten Situation wird ein SL mMn zum Entertainer, in anderen nicht.
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Schlüsselwort markiert. DU stellst diese Anforderung. Das ist 100% legitim. Andere stellen andere Anforderungen.
Es gibt Grundanforderungen die jeder stellt.
Ich persönlich habe durchaus noch mehr Anforderungen, klar.
Allerdings auch schon mehrmals hier diskutiert dieser Punkt. Ich denke der Thread wiederholt sich inzwischen nur noch.
Aber interessanter Austausch insgesamt.
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Es gibt Grundanforderungen die jeder stellt.
Jeder, alle, ist mir zu Qualle... ~;D
Ich persönlich habe durchaus noch mehr Anforderungen, klar.
Allerdings auch schon mehrmals hier diskutiert dieser Punkt. Ich denke der Thread wiederholt sich inzwischen nur noch.
Aber interessanter Austausch insgesamt.
Ich hatte weniger den Eindruck, dass es Dir um Austausch ging.
Vielleicht hat der Strang ja für andere was gebracht.
Du hattest ja, wie es mir scheint, zu keinem Zeitpunkt vor, deinen Standpunkt von anderen beeinflussen zu lassen.
Und falls doch, so ist es mir nicht aufgefallen.
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Es gibt Grundanforderungen die jeder stellt.
Jenseits von "Wir machen ins Klo und nicht daneben"? Wenige ... Ich hatte immerhin auch schon eine Rollenspielerin am Tisch, die vor dem Spielen noch eben die lästige Hose ausgezogen hat, bevor sie sich an den Tisch gesetzt hat. Zugegebenermaßen war die 4 und die Hose war nass, weil wir von draußen rein kamen.
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Im Ergebnis möchten, denke ich, fast alle Spieler entertained werden. Aber als Spieler sorge ich persönlich selbst für mein Entertainment und als Spielleiter gehe ich auch nicht mit der Maßgabe an ein Spiel heran, meine Gruppe zu entertainen; ich serviere ihnen nur die Herausforderungen, entertaining finden sie das dann schon von allein. :)
Jenseits von "Wir machen ins Klo und nicht daneben"? Wenige ... Ich hatte immerhin auch schon eine Rollenspielerin am Tisch, die vor dem Spielen noch eben die lästige Hose ausgezogen hat, bevor sie sich an den Tisch gesetzt hat. Zugegebenermaßen war die 4 und die Hose war nass, weil wir von draußen rein kamen.
Ich lachte herzhaft. :D Mit lütten Kinners is' das eben noch'n ganz anderer Schnack. ;D
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Ich glaube, dass die meisten hier den Begriff des Entertainments mit "Spaß haben" oder ähnlichem gleichsetzen. Ich halte das allerdings für nicht zielführend in so einer Diskussion.
Entertainer zeichnen sich mMn dadurch aus, dass sie andere (nicht Entertainende) unterhalten. Und das tut nahezu jeder SL in nahezu jedem klassischen Rollenspiel zumindest beim Einstieg in eine neue Spielsituation. Denn dann gibt er ein Input, dem die Spieler zunächst passiv zuhören müssen, um danach (und damit nach Beenden des Entertainments) überhaupt agieren zu können. In diesen Momenten ist mMn jeder SL Entertainer der Gruppe und der Rest ist Publikum.
Mit diesem Verständnis halte ich es durchaus für diskussionswürdig, wie wichtig es ist, dass der SL ein guter Entertainer sein muss. Eine nicht so spannende/immersive/exakte etc. Beschreibung einer Situation, die wenig unterhaltsam für die Spieler ist, wird ja schließlich auch funktionieren. Aber wenn die Beschreibung (und damit das Entertainment) gut ist (vor allem auf die Spielerbedürfnisse zugeschnitten), dann ist das sicherlich besser für den Spielspaß. Noch besser könnte es sein, wenn das Entertainment am Anfang einer Szene bereits Konfliktpotential beinhaltet, damit die Spieler praktisch gezwungen sind, sich zu positionieren und zu interagieren.
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Zu 1: Dann bist du aber als Spieler besser geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie du eine Gruppe anleiten willst ohne Verantwortung zu übernehmen.
Ich übernehme Verantwortung für meinen Aufgabenbereich. Zu diesem Aufgabenbereich hab ich in meinem ersten Post in diesem Thread einiges geschrieben. Die Gruppe zu unterhalten, gehört für mich nicht dazu.
zu 2: Eine gut funktionierende Dynamik setzt voraus, dass der SL seine Aufgaben wahrnimmt und die Spieler dies zulassen.
Ich stimme zu und würde das noch erweitern: Alle nehmen ihre Aufgaben entsprechend der Absprachen wahr.
Im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus:
Sei nett und sympathisch, pflege einen erwachsenen Umgang und spiele.
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Ich werde den verschlungenen Thread nicht lesen, hier nur meine Sicht auf den Threadtitel:
Entertainer hat für mich mehr mit Klassenclown als mit gutem Gastgeber zu tun. Nur letzteres hat finde ich etwas am Spieltisch verloren. Und wie es gute und schlechte Gastgeber gibt, gibt es auch gute und schlechte Gäste. Trotzdem nehmen die meisten Gäste träge Gastgeber als Grund für einen schlechten Abend wahr, nicht so sehr träge Mit-Gäste. Dem Gastgeber wird also mehr Verantwortung für einen gelungenen Abend gegeben, als den anderen Gästen. (Das mag hier im Forum anders sein, weil hier viel reflektiert wird). Der Verantwortung kann man sich stellen oder sie (etwas mühsam) von sich weisen, je nach Geschmack. Aber sie ist erstmal da.
Nur mal mein Blick.
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Für mich klingt 'Entertainer' auch so nach "Tanz mein Äffchen". Der SL ist keine Bespaßungsmaschine wie ein Computerspiel. Ich sage ja immer: Mitspieler mit besonderem Aufgabenbereich ("mbA").
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Naja, mir geht es beim Spielleiten schon auch darum, meine Spieler (und mich selbst) zu unterhalten. Ich frag tatsächlich auch öfter mal am Ende des Abends ob alle gut unterhalten wurden, sage was dazu ob ich selbst Spaß hatte usw.
Und klar, es gibt auch "schwieriges" Publikum usw. usf.
Also so ganz unpassend finde ich die Analogie nicht, aber auch nicht so richtig passend (etwa haben Entertainer üblicherweise eine Gage, und sie haben üblicherweise ein größeres Publikum, das aber weniger eingebunden ist)
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Für mich klingt 'Entertainer' auch so nach "Tanz mein Äffchen". Der SL ist keine Bespaßungsmaschine wie ein Computerspiel. Ich sage ja immer: Mitspieler mit besonderem Aufgabenbereich ("mbA").
;D :d
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Ich übernehme Verantwortung für meinen Aufgabenbereich. Zu diesem Aufgabenbereich hab ich in meinem ersten Post in diesem Thread einiges geschrieben. Die Gruppe zu unterhalten, gehört für mich nicht dazu.
Ich stimme zu und würde das noch erweitern: Alle nehmen ihre Aufgaben entsprechend der Absprachen wahr.
Im Endeffekt läuft es doch darauf hinaus:
Sei nett und sympathisch, pflege einen erwachsenen Umgang und spiele.
Aber spielen ist doch Unterhaltung. Ich bin verwirrt 🤷🏻♂️
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Ich lese, dass für viele hier ein Entertainer so‘n dusseliger, quirliger und bekloppter Jockel zu sein scheint.
Da vermute ich zu viel amerikanische TV Assoziation!
Typ Versicherungsvetreter-Selbsthilfe-Malkurs-ADHS-Squirrel.
Da kann ich verstehen, dass das so vehement abgestritten wird.
Aber Rollenspiel ohne Unterhaltungswert kann und will ich mir nicht vorstellen !!
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Ja genau, Luxferre
Natürlich gehört die Fähigkeit, sich anderen Menschen unterhaltsam mitzuteilen, zum Repertoire eines tollen Spielleiters. So verstanden sollte ein guter SL auch Entertainerqualitäten in die Runde einbringen. Kann man auch Rollenspiele leiten mit diesbezüglich reduzierter Kompetenz? Natürlich. Aber es leidet dann halt die Gesamtqualität der Runde.
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Aber Rollenspiel ohne Unterhaltungswert kann und will ich mir nicht vorstellen !!
Das will hier ja auch wirklich niemand. Aber nicht alles, wovon sich Menschen unterhalten fühlen ist darauf zurückzuführen, dass ein Entertainer dafür verantwortlich ist. Siehe das Schach-Beispiel oben. In unserem Falle reicht es normalerweise aus, wenn alle Spieler*innen das Spiel wie vorgesehen spielen.
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Wenn ich ein Abenteuer leite, möchte ich die Spieler überaschen, verzaubern sie mit in eine andere Welt nehmen und mit ihnen Spaß haben. Ist das Entertainment? Sicher.
Fühle ich mich deshalb als Entertainer? Nicht so . Vermutlich bin ich das aber trotzdem, auch wenn mir der Begriff etwas komisch vorkommt. Weil ich dabei, ohne es zu wollen, an TV Shows denken muss.
Bin ich die einzige Person die für Unterhaltung sorgt?
Nein, meine Spieler wollen auch unterhalten, und wissen wie sie es anstellen, so dass Spass aufkommt. Nicht wenige davon sind selbst Spielleiter, die können das auch wenn sie nur eine Figur spielen.
Fazit. Ich kann es absolut verstehen, wenn einem der Begriff Entertainer erstmal komisch vorkommt, und man dabei an Clowns, Talkshows und tanzende Äffchen denkt. Geht mir ja genauso.
Aber auf der anderen Seite passiert halt Entertainment am Spieltisch. Idealerweise nicht nur durch eine Person.
Und ich sass auch selten schon mal in einer Runde, wo der Spielleiter für den Geschmack der Gruppe zu wenig beigetragen hat, um für gute Unterhaltungen zu sorgen.
Was für die Gruppe auf Dauer auch anstrengend ist. Genauso wie wenn ein motivierter Spielleiter vor einer "wir wissen nicht wie wir für Unterhaltung sorgen können "Gruppe sitzt.
Aber das trifft jetzt nur auf meine Art zu spielen zu.
Bei Brettspielen fühlt sich auch jeder unterhalten obwohl es keinen Entertainer gibt. Warum sollte es nicht auch im Rollenspiel ohne Entertainer unterhaltsam sein können?
Und wenn Spieler sagen, sie wollen oder brauchen das nicht, dann habe ich nicht zu sagen: Ne, ihr muesst aber....!
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Im Brettspiel tragen die Regel mehr Last an Unterhaltung würde ich sagen :) aber ein Stumm gespieltes Brettspiel hat für auch eine andere Qualität als ein Rollenspiel.
Jedenfalls finde ich es ungerecht, jemanden auf einen Tanzaffen zu reduzieren, der statt
"Der Raum ist eckig. Da stehen 1 Kiste, 3 Orks, 1 Tisch. 1 Ork greift Spieler A an. 1 Ork greift Spieler B an."
lieber erzählt:
"Der Raum ist von flackerndem Licht erfüllt, und von einem großen, von Messerspuren übersähten Tisch stehen drei Orks auf und stellen sich euch entgegen. Der Blick eines Orks flackert kurz zu der großen verschlossenen Kiste in der Ecke, dann teilen sich wie auf einen unausgesprochenen Befehl hin auf und nehmen jeden von euch ins Visier...."
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@
KhornedBeef
Ich kenne Rollenspiel jetzt auch eher Movie- like mit viel Charakterspiel.
Aber als Tanzaeffchen, fühle ich mich deshalb nicht.
Das ist ja schließlich die Art zu spielen, die uns Spaß macht,
und deshalb auch eine ganz bewusste und freiwillige Sache.
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@ Issi und Khorned Beef
Solange sie dem Tanzäffchen zuklatschen ohne sich als bezahlte Jubelperser zu fühlen, mime ich gerne hinundwieder (eher selten und her punktuell) auch das Tanzäffchen.
Im Grunde leitet ein SL doch für zwei Personengruppen:
1.) Die Mitspieler
2.) Sich selbst
Solange sich beide Gruppen unterhalten fühlen und keine im Nachhinein sich verarscht verkommt, ist alles in trockenen Tüchern.
Manchmal laber ich fast ununterbrochen eine halbe Stunde und die Spieler hängen mir gebannt an den Lippen.
Manchmal unterhalten und planen die Mitspieler untereinander eine halbe Stunde und ich als SL muss NICHTS tun.
Meistens bewegt es sich irgendwo in der Mitte.
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In unserem Falle reicht es normalerweise aus, wenn alle Spieler*innen das Spiel wie vorgesehen spielen.
Ich habe den Verdacht, dass "wie vorgesehen" eher "minimalistisch durchführbar" bedeutet. Was ja ok ist, wenns euch gefällt.
Aber "wie vorgesehen" bedeutet nicht, dem Regeltext puristisch gerecht zu werden. Da müsste man vom jeweiligen System alle Designer befragen.
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@ Issi und Khorned Beef
Solange sie dem Tanzäffchen zuklatschen ohne sich als bezahlte Jubelperser zu fühlen, mime ich gerne hinundwieder (eher selten und her punktuell) auch das Tanzäffchen.
Im Grunde leitet ein SL doch für zwei Personengruppen:
1.) Die Mitspieler
2.) Sich selbst
Solange sich beide Gruppen unterhalten fühlen und keine im Nachhinein sich verarscht verkommt, ist alles in trockenen Tüchern.
Manchmal laber ich fast ununterbrochen eine halbe Stunde und die Spieler hängen mir gebannt an den Lippen.
Manchmal unterhalten und planen die Mitspieler untereinander eine halbe Stunde und ich als SL muss NICHTS tun.
Meistens bewegt es sich irgendwo in der Mitte.
Ich sag ja nur, der Tanzaffe verkörpert alles, was hier am "Dienstleistungs-SL" bemängelt wurde. Wenn man jetzt "Entertainer = Tanzaffe" setzt, dann wundert mich eine negative Bewertung nicht. Du hast natürlich sachlich recht.
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Ich habe den Verdacht, dass "wie vorgesehen" eher "minimalistisch durchführbar" bedeutet. Was ja ok ist, wenns euch gefällt.
Aber "wie vorgesehen" bedeutet nicht, dem Regeltext puristisch gerecht zu werden. Da müsste man vom jeweiligen System alle Designer befragen.
Man wird doch aber in erster Linie den Menschen am Spieltisch gerecht. Und wenn die gerne minimalistisch spielen, dann tun sie das einfach.
Oder sind wir jetzt soweit, dass wir über "richtiges und falsches Rollenspiel "reden?
Rollenspiel kann doch nur dann "richtig" sein, wenn die Teilnehmer sich wohlfühlen.
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Ich habe den Verdacht, dass "wie vorgesehen" eher "minimalistisch durchführbar" bedeutet. Was ja ok ist, wenns euch gefällt.
Aber "wie vorgesehen" bedeutet nicht, dem Regeltext puristisch gerecht zu werden. Da müsste man vom jeweiligen System alle Designer befragen.
Nein. "Wie vorgesehen" heißt, dass jeder am Tisch seine Funktion erfüllt. Das geht natürlich über stumpfe Spielregeln hinaus. Als Beispiel, was die Spielleitung angeht könnte man zum Beispiel die Agenda und Prinzipien aus Dungeon World nennen. Eine Aufgabe davon ist eben in den meisten Spielen z. B. "die Welt darstellen". Egal wie blumig und kreativ die jeweilige SL dies tut, zum Entertainer macht es sie nicht.
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Aber nicht alles, wovon sich Menschen unterhalten fühlen ist darauf zurückzuführen, dass ein Entertainer dafür verantwortlich ist. Siehe das Schach-Beispiel oben. In unserem Falle reicht es normalerweise aus, wenn alle Spieler*innen das Spiel wie vorgesehen spielen.
Sehe ich genauso. Nur dass es wie gesagt auch Rollenspiele gibt ("Zehn Gebote für Cthulhu-Spielleiter"), die vorsehen, dass die SL die Spielerinnen emotional manipuliert, täuscht et cetera, um zu der vorgesehenen Spielerfahrung zu kommen.
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Nein. "Wie vorgesehen" heißt, dass jeder am Tisch seine Funktion erfüllt. Das geht natürlich über stumpfe Spielregeln hinaus. Als Beispiel, was die Spielleitung angeht könnte man zum Beispiel die Agenda und Prinzipien aus Dungeon World nennen. Eine Aufgabe davon ist eben in den meisten Spielen z. B. "die Welt darstellen". Egal wie blumig und kreativ die jeweilige SL dies tut, zum Entertainer macht es sie nicht.
In meinen Augen schon.
Sobald sie diese Standardaufgabe "blumig und kreativ" erledigt, macht es sie zum Entertainer. Spätestens dann.
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Eine Aufgabe davon ist eben in den meisten Spielen z. B. "die Welt darstellen". Egal wie blumig und kreativ die jeweilige SL dies tut, zum Entertainer macht es sie nicht.
Also (nicht nur) meiner Meinung nach tut es das eben doch.
Wenn ich leite, will ich, dass die Spieler sich unterhalten fühlen. Ich gebe dazu mein Bestes (manchmal reicht das sogar) und entertaine sie. Und wenn ich gut genug bin, steigen sie darauf ein und ergänzen mein Entertainment mit ihrem und die Runde bleibt allen in guter Erinnerung.
Übrigens, das Schachbeispiel ist komplett daneben. Der Vergleich hinkt nicht, der liegt vom Hals abwärts gelähmt im Krankenhaus.
Entertainment ist Kommunikation.
Rollenspiel ist ein Kommunikationsspiel.
Schach ist ein rein taktisches Brettspiel, bei dem am besten so gut wie gar nichts gesagt wird.
Wenn man die Fakten derart kreativ uminterpretiert ("Die beiden fühlen sich unterhalten"), hat man einen äußerst merkwürdigen Diskussionsstil.
Argument "Ich bin kein Entertainer, weil Duden sagt, dass das ein Mensch ist, dessen Beruf es ist usw. und ich werde ja nicht bezahlt":
Aha.
Dann hat die Frau auf der Partie mich also voll angelogen, als sie mir sagte "Ich bin heute hier die Köchin", weil sie den Beruf ja gar nicht erlernt hat? Ich mein, sie hat nur Lasagne, Suppe und Kartoffelsalat zubereitet und das Buffet aufgebaut. ::)
Wenn ich SL bin, bin ich auch(!!!) unter anderem(!!!) Entertainer. SLs, bei denen ich Spaß habe, sind auch(!!!) unter anderem(!!!) Entertainer.
Ich habe auch schon mal mit einem SL gespielt, der wirklich Null Entertainerqualitäten hatte. Es war die grauenhafteste Runde aller Zeiten. Zumindest war sie in den Top 5 der grauenhaftesten Runden aller Zeiten. Sowas langweiliges musste ich gottseidank nie wieder ertragen.
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Ihr diskutiert wieder über verschiedene Begriffe von Entertainer, aber nicht zielführend, dass man Bedeutungen zusammenträgt und nebeneinander stehenlässt, sondern "nein, es ist eigentlich so". Damit redet ihr aneinander vorbei. Erinnert mich an die South Park Folge mit den Maklar-Aliens :D
Ich mein's nur gut.
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Eine Aufgabe davon ist eben in den meisten Spielen z. B. "die Welt darstellen". Egal wie blumig und kreativ die jeweilige SL dies tut, zum Entertainer macht es sie nicht.
Also (nicht nur) meiner Meinung nach tut es das eben doch.
Ich unterstütze diese Aussage!
Übrigens, das Schachbeispiel ist komplett daneben.
Finde ich nicht.
Ich finde sogar, dass beide Schachspieler durchaus Entertainer sind. Nur eben auf andere Art und Weise.
Beim Schach ist es ja keine Darstellungsform, die die Unterhaltung bietet, sondern eben das strategische und taktische Vermögen der Kontrahenten.
In einigen Rollenspielen ist ja auch das gefragt - die taktischen Fähigkeiten der Spieler und Spielleiter am Battlemap.
Und mal ganz ehrlich: Wenn Schachspielen kein Entertainment ist, warum werden dann so viele Schachturniere im Fernsehen übertragen?
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@
Sashael
Ich hatte auch schon Runden bei einem SL die ich als verschwendete Lebenszeit abhaken kann, weil er aus meiner Sicht zu wenig zur Unterhaltung beigetragen hat.
Deshalb spiele ich dort auch nicht mehr, denn bei anderen SL habe ich tausendmal mehr Spaß.
Ich weiß nicht, ob der noch eine Gruppe hat, mit der er regelmäßig spielt. Ich glaube nicht. Aber falls doch, dann fühlen die Spieler sich mit seinem Stil halt wohl und ich bin dort einfach falsch, bzw. woanders besser aufgehoben.
Das Glück endet halt auch beim Vergleich. Wenn ich woanders für mein Empfinden "besseres Rollenspiel" erlebt habe und haben kann, dann will ich auch lieber das.
Das ist ja auch nicht schlimm. Die Gruppe muß halt passen.
Ich kann gut verstehen, dass jemand mit dem Begriff "Entertainer" so seine Probleme hat. Ich tue mir schwerer zu verstehen, wenn jemand meint, Rollenspiel und der Job des Spielleiters hätte nichts mit "Unterhaltung" zu tun.
Edit. Diese "Unterhaltung" sieht halt unterschiedlich aus. Und erfüllt unterschiedliche Bedürfnisse.
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Ohne alles gelesen zu haben.
Entertainer ist imho ein völlig falscher Begriff. Treffender finde ich "Schöpfer" oder gleich "Gott" ~;D
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Ohne alles gelesen zu haben.
Entertainer ist imho ein völlig falscher Begriff. Treffender finde ich "Schöpfer" oder gleich "Gott" ~;D
Ich bin für "Master of Disaster"! :D
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Ihr diskutiert wieder über verschiedene Begriffe von Entertainer, aber nicht zielführend
Ja, das ist eigentlich alles, was in diesem Thread passiert. ;D
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Wir sollten vielleicht über den Begriff "zielführend" diskutieren, jeder hier versteht was anderes darunter.
Zumal man sich auch drüber streiten kann, was man unter "diskutieren" versteht.
Der Begriff kommt ja von "Diskus" und bedeutet sinngemäß "sich im Kreis drehen". :Ironie:
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Wir sollten vielleicht über den Begriff "zielführend" diskutieren, jeder hier versteht was anderes darunter.
Zumal man sich auch drüber streiten kann, was man unter "diskutieren" versteht.
Der Begriff kommt ja von "Diskus" und bedeutet sinngemäß "sich im Kreis drehen". :Ironie:
Strenggenommen meinst du "Sarkasmus" ;)
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Neuer Versuch: Der Spielleiter - sollte auch unterhalten können?
Und wir sparen das Wort "Entertainer" einfach aus?
Was Besseres fällt mir gerade nicht ein.
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@Issi:
Solange wir beide uns verstehen, ist schon gewaltig viel erreicht. Das meine ich sogar ehrlich.
Die meisten hier sind schon nah beieinander. Näher als in manch anderen Threads.
Alles Roger von meiner Seite.
@Khorned Beef:
Sarkasmus und Ironie schließen sich ja nicht aus. Man kann das eine auch ohne das andere sein. Auch wenn beide oft handinhand gehen.
Ich meinte das allerdings gar nicht soooo bissig, und geben meinem Post allenfalls 30% Sarkasmus. Aber sicher 95% Ironie.
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@Issi:
Solange wir beide uns verstehen, ist schon gewaltig viel erreicht. Das meine ich sogar ehrlich.
Die meisten hier sind schon nah beieinander. Näher als in manch anderen Threads.
Alles Roger von meiner Seite.
@Khorned Beef:
Sarkasmus und Ironie schließen sich ja nicht aus. Man kann das eine auch ohne das andere sein. Auch wenn beide oft handinhand gehen.
Ich meinte das allerdings gar nicht soooo bissig, und geben meinem Post allenfalls 30% Sarkasmus. Aber sicher 95% Ironie.
(https://78.media.tumblr.com/fb3f2d1e814190100a4ae401b1660d5b/tumblr_inline_ouf5tw5cuP1tmokms_540.gif)
~;D
ich wollte bloß mitmachen
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Ich hatte auch schon Runden bei einem SL die ich als verschwendete Lebenszeit abhaken kann, weil er aus meiner Sicht zu wenig zur Unterhaltung beigetragen hat.
Deshalb spiele ich dort auch nicht mehr, denn bei anderen SL habe ich tausendmal mehr Spaß.
Was waren denn dann explizit die Unterschiede zwischen dem erste und dem zweiten Spielleiter - denn das macht dann ja (zumindest jetzt für dich) den Unterschied zwischen Spielleiter und Entertainer/Unterhalter.
Ich habe den Verdacht, dass "wie vorgesehen" eher "minimalistisch durchführbar" bedeutet. Was ja ok ist, wenns euch gefällt.
Aber "wie vorgesehen" bedeutet nicht, dem Regeltext puristisch gerecht zu werden. Da müsste man vom jeweiligen System alle Designer befragen.
"wie vorgesehen" würde ich als Erfüllung der in den Regeln vorgesehenen Aufgaben verstehen - und kann sich je nach Spielstil im Inhalt demnach auch unterscheiden.
Bliebe auch an dich die Frage: Welche "Extras" willst du sehen?
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Was waren denn dann explizit die Unterschiede zwischen dem erste und dem zweiten Spielleiter - denn das macht dann ja (zumindest jetzt für dich) den Unterschied zwischen Spielleiter und Entertainer/Unterhalter.
Mein Lieblings Spielleiter kann die Welt und ihre Figuren einfach sehr authentisch und lebendig darstellen.
Man wird davon richtig eingesaugt.
Im Unterschied dazu fiel der andere Spielleiter durch seltene, und wenn dann monotone Ausdrucksweise auf. Lass vieles vom Heft ab. Und lieferte mMn. kaum Beschreibungen, die die Welt und ihre Figuren begreifbar oder erlebbar machten.
Vielleicht bin ich da aber in gewisser Hinsicht auch einfach zu verwöhnt, und konnte deshalb das gegebene Engagement nicht genug schaetzen, kann gut sein.
Wenn sich jemand Mühe gibt sollte man das eigentlich immer zu schätzen wissen. Ich hab es auch wirklich versucht.
Aber es ist mir nicht so gut gelungen, wie ich wollte.
Edit. Es stimmte wohl einfach nicht mit dem überein, was ich von Rollenspiel erwarte. (warum auch immer)
Bei den anderen Mitspielern, nach ihren Aussagen, auch nicht so.
Schuld möchte ich trotzdem nicht verteilen. Menschen sind unterschiedlich.
Edit 2.
So eine Erwartungshaltung setzt Spielleiter ja auch unter Druck. Was ja auch nicht unbedingt zielfuehrend ist.
Aber doch ist sie irgendwie da.
Echt schwieriges Thema.
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Entertainment ist Kommunikation.
Rollenspiel ist ein Kommunikationsspiel.
Schach ist ein rein taktisches Brettspiel, bei dem am besten so gut wie gar nichts gesagt wird.
Wenn man die Fakten derart kreativ uminterpretiert ("Die beiden fühlen sich unterhalten"), hat man einen äußerst merkwürdigen Diskussionsstil.
Ich wollte damit nur auf diese These hier antworten, die da hieß "es unterhält, also ist es Entertainment und alle Beteiligten sind damit Entertainer". Das Beispiel ist natürlich extra überspitzt gewählt. Das ist wohl nicht angekommen.
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Neuer Versuch: Der Spielleiter - sollte auch unterhalten können?
Und wir sparen das Wort "Entertainer" einfach aus?
Was Besseres fällt mir gerade nicht ein.
Dann würde man sich vom Threadursprung ja völlig lösen.
Das Spiel soll unterhalten. Die Spielleitung soll das machen, was vom Spiel aus von ihr erwartet wird. Das kann je nach Spiel viel sein, Regeln im Auge behalten, Rulings festlegen, Gespräch moderieren, Spotlight beachten, die Welt beschreiben, ....
Ich sage übrigens nicht, dass Entertainer-Qualitäten einer SL nicht gut tun, das tun sie bestimmt (obwohl auch das Gegenteil denkbar wäre, Stichwort Egotrip, Sehnsucht nach Applaus, aber das führt zu weit). Ich kann nur der These des Threads "Der Spielleiter- Ein Entertainer?" so eben nicht zustimmen, weil das Wechselspiel Entertainer - Publikum für mich ein statischeres ist als das in den allermeisten Rollenspielen gegeben ist.
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@
Ginster
Ich denke bei den Worten "Spielleiter -Entertainer und Spieler-Publikum" leuchten bei einigen die "Alarmlampen" auf. -Vom egomanischen Spielleiter Diktator auf der Suche nach Applaus. -Und vor lauter aktivierten Triggern und Tretminen, kommen wir hier kaum einen Schritt voran.
Deshalb war ja mein Vorschlag, die Begriffe, die triggern, mal versuchsweise wegzulassen.
Man könnte sich zumindest darüber unterhalten, welche Möglichkeiten der Unterhaltung für den SL es gibt.
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Ich denke bei den Worten "Spielleiter -Entertainer und Spieler-Publikum" leuchten bei einigen die "Alarmlampen" auf.
Und zurecht. Deswegen würde ich ja davon absehen, die SL als Entertainer zu bezeichnen. Das war die Eingangsfrage über der wir uns im Kreis drehen, weil jeder den Begriff anders interpretiert.
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Und zurecht. Deswegen würde ich ja davon absehen, die SL als Entertainer zu bezeichnen. Das war die Eingangsfrage über der wir uns im Kreis drehen, weil jeder den Begriff anders interpretiert.
Das ist ein Entscheidung die Du mMn für Dich selbst treffen kannst, jedoch nicht für den gesammten Strang und alle seine Teilnehmer. Ob und wie man diesen Begriff verwenden will muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich faende es deshalb klüger ihn einfach auszusparen. Anstatt weiter sinnlos um Allgemeingueltigkeiten zu streiten.
Aber this is just my opinion.
Und ich bin nicht der Strangersteller.
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Das ist ein Entscheidung die Du mMn für Dich selbst treffen kannst, jedoch nicht für den gesammten Strang und alle seine Teilnehmer. Ob und wie man diesen Begriff verwenden will muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich faende es deshalb klüger ihn einfach auszusparen. Anstatt weiter sinnlos um Allgemeingueltigkeiten zu streiten.
Die Entscheidung wie ich das definiere habe ich ja für mich getroffen - und andere für sich auch. Dass das nicht zusammenpasst verunmöglicht ja jeden weiteren Austausch hier. Die Versuche den Begriff genauer zu definieren wurden ja nicht aufgenommen. Stattdessen wurde einfach weiter behauptet: "Doch, SL Entertainer, Punkt!".
Wenn wir den Begriff aussparen, worum geht es dann hier, worüber diskutieren wir dann gerade?
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:Ironie: Vielleicht kommt "diskutieren" auch von "dis-cuttere" = "Entzweischneiden, zersägen, eine Schere benutzen", damit hat man zwangsläufig zwei Parteien, die nicht zusammenkommen :Ironie:
Ich für meinen Teil habe hier jedenfalls manch schöne Inspiration bekommen
und noch mehr Geschmacksbeschreibungen. In der Begrifflichkeit kommen wir vielleicht nicht zusammen, aber dennoch ist die Erkenntnis, wie verschieden Gruppen sein können (war mir bekannt) und wie unterschiedlich das Selbstbild und Selbstverständnis verschiedener SL sein kann (war mir nicht so klar), gewinnbringend für mich.
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Also ich denke die Rolle des Entertainers ist eine der vielen verschiedenen Rollen des SL. Er muss seine Spieler auch unterhalten können, also für Entertainment sorgen. Ob das nun über spannende Kämpfe, tolle NSC oder andere Faktoren kommt, hängt halt von der Tagesform und dem Geschmack der Gruppe ab.
Wie die jeweilige Rundes es sonst definiert, was für Rollen der SL einnimmt hängt wohl sehr vom jeweiligen sozialen Gefüge der entsprechenden Runde ab. Denn sein wir mal ehrlich, keine Runde gleicht einer Anderen und ein guter SL erkennt, was die Runde in einer entsprechenden Situation benötigt und gibt es ihr. Egal ob Animator, Entertainer, Diktator, Terminplaner oder Regelonkel.
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Vielleicht mal andersrum betrachtet: bei einem SL, der selbst ein partielles Ausfüllen der Rolle des Entertainers für sich empört von sich weist, würde ich nicht mitspielen. Dad Risiko einer Scheißrunde wäre mir schlicht zu groß und meine Zeit dafür zu wertvoll.
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Vielleicht mal andersrum betrachtet: bei einem SL, der selbst ein partielles Ausfüllen der Rolle des Entertainers für sich empört von sich weist, würde ich nicht mitspielen. Dad Risiko einer Scheißrunde wäre mir schlicht zu groß und meine Zeit dafür zu wertvoll.
Nochmal andersrum: Als SL würde es mich skeptisch stimmen, wenn vor dem Spiel ein Mitspieler fragte, ob ich denn auch ein Entertainer wäre.
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Neuer Versuch: Der Spielleiter - sollte auch unterhalten können?
Und wir sparen das Wort "Entertainer" einfach aus?
Was Besseres fällt mir gerade nicht ein.
Ich verlange eigentlich, dass auch meine Mitspieler mich unterhalten können. Insbesondere natürlich die SL. Aber jede*r am Tisch sollte Show machen können.
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Nochmal andersrum: Als SL würde es mich skeptisch stimmen, wenn vor dem Spiel ein Mitspieler fragte, ob ich denn auch ein Entertainer wäre.
Das wäre für mich bei Travellerfans in der Tat ein wichtiges Entscheidungskriterium. Das Spiel selbst find ich extrem dröge. Wenn der SL da für mich nicht den Eindruck zu vermitteln vermag, dass er insbesondere in der schauspielerischen Verkörperung der NSC eine gewisse Dynamik zu entfalten vermag, würde ich halt nicht mitspielen. Auf Antiseptik-RPG stehe ich nicht. Stattdessen mag ich Leben in der Bude. Dazu gehören für mich beim SL auch Entertainerqualitäten. Für die Spieler gilt das weniger. Die brauchen sowas hinreichend in der Gruppe abgedeckt, aber das ist ein Stück weit komplementär.
Und mal ganz ehrlich, Pyromancer: würden wir beide vorbehaltlos miteinander spielen wollen? Wir ticken doch in so vielerlei Hinsicht unterschiedlich, dass zumindest ein bisschen freundliches Abklopfen im Vorfeld natürlicher Weise fällig wäre. Und für mich wären dabei Entertainerqualitäten des SL bzw. anders formuliert die Bereitschaft und Fähigkeit zu potentiell exaltierten schauspielerischen Darstellungen (wo angebracht) nicht nebensächlich.
EDIT als kurze Ergänzung, bevor es zu Missverständnissen kommt: ich teile die Ansicht, dass ein flamboyantes Auftreten häufig mit unangenehmen Eigenschaften eines SL koinzidiert. Vor narzisstischen Diktator-SL würde ich ebenfalls die Flucht ergreifen.
Wenn ich aufgrund einer womöglich zu introvertiert-nüchternen Spielleitung (vulgo: zu wenig Entertainerqualitäten) ohnehin schwanke, ob ich in einer Runde mitspielen sollte, stellt sich dieses Problem nicht.
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Ich verlange eigentlich, dass auch meine Mitspieler mich unterhalten können. Insbesondere natürlich die SL. Aber jede*r am Tisch sollte Show machen können.
@
1of 3
Ich auch. ;)Du bist erst recht spät eingestiegen.
Ich zitiere mich deshalb einfach mal selbst:
Ich habe dein MUSS insofern relativiert, weil auch die Spieler den Spielleiter anspielen können.
Die Intiative für einen Dialog liegt nicht allein beim Spielleiter.
Es ist mMn. ein gegenseitiges Ding.
Und klar, ist es wünschenswert, wenn Spielleiter gut anspielen können. Und ein stückweit ist das auch ihr Job.
Aber wie sieht es mit den Spielern aus?
Was müssen die denn deiner Meinung nach können?
Stillsitzen, warten und auf den Spielleiter reagieren?
Das ist doch Käse. Es funktioniert mMn. nur dann als gute Unterhaltung im guten Zuspiel und Zusammenspiel.
Was ich an Spielleitern mag, ist, wenn sie Spaß am NSC spielen haben, wenn sie Stimmung und Atmosphäre gut transportieren können.
Sind sie deshalb schon Entertainer? Vielleicht- aber eben nicht ausschließlich und alleine.
Spielleiter sind keine Alleinunterhalter.- Deshalb finde ich "Entertainer" als Begriff auch nicht so passend, in einer gleichberechtigten Gruppe voller toller Spieler, die daran ebenfalls Spaß haben und das Spiel genauso bereichern.
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Nochmal andersrum: Als SL würde es mich skeptisch stimmen, wenn vor dem Spiel ein Mitspieler fragte, ob ich denn auch ein Entertainer wäre.
Mal rein aus Interesse.
Wenn deine Spieler einen NPC treffen. Wie spielst du den? Benutzt du indirekte Rede oder direkte Rede?
Spielst du irgendwelche Eigenarten aus, wie z.B. Arroganz oder Schüchternheit?
Verstellst du deine Stimme vielleicht sogar?
Liest du den ab oder improvisierst du?
Ich würde nur gerne wissen, ob das echt nur eine Begrifflichkeit ist, und jemand der in meinen Augen "Entertainer" ist (ja ich schreibe das ab jetzt in Anführungszeichen), sich einfach nicht so versteht.
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@
Krassgeilertyp
Ich kann jetzt nicht für Pyromancer antworten aber bei uns werden die NSC tatsächlich dargestellt.
(Theater ohne Kostüme)
Der Begriff "Entertainer" gefällt mir trotzdem nicht so gut. Ich weiß nicht ob "Darsteller" besser wäre.
Denn da denkt evtl. auch jmd sofort an "Selbstdarsteller", was aber mit "Darstellen" überhaupt nichts zu tun hat.
Ein "Selbstdarsteller" möchte sich hauptsächlich selbst profilieren. Ein "Darsteller" möchte einfach nur glaubhaft eine Figur verkörpern.
Beides wird oft und gerne in ein und den selben Topf geworfen.
Ich kann aber mit "Entertainer" für diese Diskussion als Begriff trotzdem leben, und natürlich auch mit "Darsteller".
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@
Krassgeilertyp
Ich kann jetzt nicht für Pyromancer antworten aber bei uns werden die NSC tatsächlich dargestellt.
(Theater ohne Kostüme)
Der Begriff "Entertainer" gefällt mir trotzdem nicht so gut. Ich weiß nicht ob "Darsteller" besser wäre.
Denn da denkt evtl. auch jmd sofort an "Selbstdarsteller", was aber mit "Darstellen" überhaupt nichts zu tun hat.
Ein "Selbstdarsteller" möchte sich hauptsächlich selbst profilieren. Ein "Darsteller" möchte einfach nur glaubhaft eine Figur verkörpern.
Beides wird oft und gerne in ein und den selben Topf geworfen.
Ich kann aber mit "Entertainer" für diese Diskussion als Begriff trotzdem leben, und natürlich auch mit "Darsteller".
Ja, es ist schade dass der Begriff "Entertainer" hier viele nahezu provoziert und die Diskussion sabotiert hat.
Ich dachte eigentlich es wäre klar, was ich meine.
"Alleinunterhalter" und "Selbstdarsteller" sind ja teilweise negativ besetzte Begriffe und waren sicher nicht gemeint. Deswegen habe ich noch einen letzten Versuch unternommen, meine Vorstellung einzubringen.
Jemand, der einem NPC Leben einhaucht und nicht einfach nur abliest oder abhandelt ist in der von mir genannten Begrifflichkeit des "Entertainers" z.B. inbegriffen.
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Ja, es ist schade dass der Begriff "Entertainer" hier viele nahezu provoziert und die Diskussion sabotiert hat.
Ich dachte eigentlich es wäre klar, was ich meine.
Das ist echt so. Ich glaube der Begriff ist irgendwie Angst-besetzt.
Wie ein Kiste auf der "Entertainer" draufsteht. Aber man kommt nicht dazu sie auszupacken, weil man sich immer noch über den Namen der Kiste uneinig ist.
"Alleinunterhalter" und "Selbstdarsteller" sind ja teilweise negativ besetzte Begriffe und waren sicher nicht gemeint. Deswegen habe ich noch einen letzten Versuch unternommen, meine Vorstellung einzubringen.
Jemand, der einem NPC Leben einhaucht und nicht einfach nur abliest oder abhandelt ist in der von mir genannten Begrifflichkeit des "Entertainers" z.B. inbegriffen.
Nur als Idee: Folge doch mal Bobas Vorschlag und definiere deinen Begriff des Entertainers genauer. Was verstehst du unter einem SL- Entertainer? Was gehört da alles dazu?
Dann ist für die Diskussion vielleicht klarer, was Du damit meinst.
Sonst malt sich jeder bei dem Begriff sonst was zusammen.
Und es gibt 1001 Missverständnisse.
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Welches Trampel wirft "Darsteller" und "Selbstdarsteller" in einen Topf?
Aber ja, Missverständisse aufklären, gute Idee.
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Ich versuche dann nochmal den Absprung:
Jemand, der einem NPC Leben einhaucht und nicht einfach nur abliest oder abhandelt ist in der von mir genannten Begrifflichkeit des "Entertainers" z.B. inbegriffen.
Mit dieser "Definition" von "Entertainer" würde ich die Spielleitung auch als Entertainer sehen. Wir sind uns also schon großteils einig, was eine gute SL ausmacht. Ich teile diese Definition von Entertainer nur nicht (aus oben ausreichend dargelegten Gründen) und würde das Wort daher vermeiden. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass Rollenspiel nicht unterhaltsam sein solle oder dass ich gewisse Praktiken, die du im Begriff "Entertainer" versammelt siehst, ablehne.
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Meine Definition:
Der SL als "Entertainer":
- Der Unterhaltungswert der Spielsitzung ist wichtiger Bestandteil seiner Motivation.
- Je nach Genre versucht er Spannung, Spaß, Grusel oder andere Emotionen zu erzeugen.
- Er achtet dabei auf die jeweiligen Bedürfnisse und versucht diese so gut wie möglich zu erfüllen ohne selber zu kurz zu kommen.
- Im großen und ganzen ist es ein erfolgreicher Spieleabend, wenn jeder einen unterhaltsamen und/oder interessanten Spieleabend hatte.
- Er nimmt die dem normalen Spieler gegenüber höher gewichtete Verantwortung an, dies alles zu bewerkstelligen.
- Das alles sind auch Aufgaben der Spieler, wenn auch mit Abstrichen.
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Welches Trampel wirft "Darsteller" und "Selbstdarsteller" in einen Topf?
Alles schon erlebt.
Aber nur von fremden Leuten im Netz:
Sowas Ähnliches wie: " Spielen in Direkter Rede ist nur was für Selbstdarsteller. Auch für Spieler ist das nix. Denn die können doch meist eh nicht wirklich schauspielern. Und mit einer schlechten Show verdirbt man doch für alle das Spielerlebnis. Also bitte gleich sein lassen!" ~;D
Tja, was will man da noch sagen...... :D
Edit. "Es gibt halt auch den Punkt "Charakterspiel" in Rpgs und das hat halt je nach Gruppe eine unterschiedliche Gewichtung.
Die Leute saßen natürlich nie mit Dir an einem Spieltisch, und haben an ihrem eigenen halt schlechte Erfahrungen damit gemacht, die sie meinen problemlos auf Fremde übertragen zu können.
Vielleicht sind sie auch selbst gehemmt, trauen sich das nicht zu, was auch immer, und möchten deshalb nicht, dass das Spiel von Rollen generell als ein Schwerpunkt im RPg gesehen wird. Einfach weil das nicht zu ihren Vorlieben /Stärken gehört, und deshalb Probleme bereiten würde.
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Jemand, der einem NPC Leben einhaucht und nicht einfach nur abliest oder abhandelt ist in der von mir genannten Begrifflichkeit des "Entertainers" z.B. inbegriffen.
Was heißt denn "Leben einhaucht"? Ich lege z.B. keinen besonderen Wert auf die 1. Person, gar Schauspielerei, was Figuren betrifft. Ich schätze interessante, authentische Figuren unabhängig von der verwendeten Technik. Mit Beschreibungen ist es ähnlich: Manche Rollenspiele bzw. Situationen in Rollenspielen profitieren von blumigen, sprachlich exzellenten Beschreibungen, andere erfordern vor allem präzise. Das sollte aus den Regeln klar hervorgehen, sofern es für das Design relevant ist (z.B. Okult: "You play your character in the first person. 'I do', 'I see' and 'I feel'.") oder muss in der Gruppe geklärt werden. Mit dem Unterhaltungswert eines Rollenspiels und damit der Frage nach dem "Entertainer" hat das für mich kaum zu tun. Im Gegenteil: Ich wäre misstrauisch, wenn das in den Vordergrund gestellt wird, weil die Vermutung naheliegt, das sonst nicht viel dahinter ist. Wenn ich mich von Schauspielerei unterhalten lassen will, gehe ich jedenfalls ins Kino oder ins Theater, für gute Texte lese ich ein Buch.
- Je nach Genre versucht er Spannung, Spaß, Grusel oder andere Emotionen zu erzeugen.
Wie gesagt: Rollenspiele, die das so vorsehen oder SL, die sich so sehen, sind für mich ein Warnsignal.
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Also ein Geschmacksding. Manchereiner ist ja glücklich wenn da "sonst nicht viel dahinter" ist außer einer spannenden Spielszene.
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Also ein Geschmacksding.
Unbedingt. Ist ja auch klar, wenn man das ganz unabhängig von Spielstil und Rollenspielen fragt. Dann gibt es halt Antworten von allen.
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Was heißt denn "Leben einhaucht"? Ich lege z.B. keinen besonderen Wert auf die 1. Person, gar Schauspielerei, was Figuren betrifft. Ich schätze interessante, authentische Figuren unabhängig von der verwendeten Technik. Mit Beschreibungen ist es ähnlich: Manche Rollenspiele bzw. Situationen in Rollenspielen profitieren von blumigen, sprachlich exzellenten Beschreibungen, andere erfordern vor allem präzise. Das sollte aus den Regeln klar hervorgehen, sofern es für das Design relevant ist (z.B. Okult: "You play your character in the first person. 'I do', 'I see' and 'I feel'.") oder muss in der Gruppe geklärt werden. Mit dem Unterhaltungswert eines Rollenspiels und damit der Frage nach dem "Entertainer" hat das für mich kaum zu tun. Im Gegenteil: Ich wäre misstrauisch, wenn das in den Vordergrund gestellt wird, weil die Vermutung naheliegt, das sonst nicht viel dahinter ist. Wenn ich mich von Schauspielerei unterhalten lassen will, gehe ich jedenfalls ins Kino oder ins Theater, für gute Texte lese ich ein Buch.
Wie gesagt: Rollenspiele, die das so vorsehen oder SL, die sich so sehen, sind für mich ein Warnsignal.
Mal aus Interesse. Was für Systeme spielst du denn dann bevorzugt?
Und wenn du nie in der 1. Person sprichst, machen deine Spieler dies dann auch nicht?
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Unbedingt. Ist ja auch klar, wenn man das ganz unabhängig von Spielstil und Rollenspielen fragt. Dann gibt es halt Antworten von allen.
Dann müssen wir jetzt nur noch Kant bemühen: Kannst du wollen, dass SL generell diese "Geschmacksrichtung" nicht im Repertoire haben sollen? :)
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Mal aus Interesse. Was für Systeme spielst du denn dann bevorzugt?
Und wenn du nie in der 1. Person sprichst, machen deine Spieler dies dann auch nicht?
Rollenspiele ohne SL.
Ich spreche meine Figuren gerne in der 1. Person. Wo ich SL bin, spiele ich Leute natürlich auch so an und die nehmen das dann auf, wie sie möchten und es ihnen liegt, d.h. unterschiedlich.
Dann müssen wir jetzt nur noch Kant bemühen: Kannst du wollen, dass SL generell diese "Geschmacksrichtung" nicht im Repertoire haben sollen? :)
Warum sollte ich das wollen?
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Und mal ganz ehrlich, Pyromancer: würden wir beide vorbehaltlos miteinander spielen wollen?
Dass ich nicht unbedingt mit dir spielen wollen würde liegt tatsächlich NICHT in erster Linie daran, dass ich an deinen Entertainer-Qualitäten zweifle. So weit komm ich da gar nicht.
Ich würde nur gerne wissen, ob das echt nur eine Begrifflichkeit ist, und jemand der in meinen Augen "Entertainer" ist (ja ich schreibe das ab jetzt in Anführungszeichen), sich einfach nicht so versteht.
Das liegt bei mir noch nicht mal am Begriff Entertainer. Wenn ich als potentieller SL von einem potentiellen Mitspieler gefragt würde: "Bist du als Spielleiter ein Entertainer?", das ist auf dem Level von "Kackst du als Spielleiter in die Kloschüssel?" Klar, mach ich. Das ist aber etwas, was nicht daran liegt, dass ich Spielleiter bin. Und es ist auch etwas, was ich von den Spielern erwarte.
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Pyromancer: "Puh, ich bin heute echt durch. Kann sein dass ich das entertainment nicht so ganz hinbekomme, könnt ihr was mehr beschreiben?"
"Jo" "Klar" "Vergiss keine NPCs"
Pyromancer "Puh, ich bin heute echt durch. Kann sein dass ich die Schüssel nicht ganz treffe, könnt ihre hinterherwischen?"
"......."
~;D
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Jede Analogie (hört! hört!) hat ihre Grenzen. ~;D
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Die Art der Informationen, welche bei der Charakterdarstellung rüberkommen sollen/müssen sind dann ja auch wieder spielstilabhängig. Wobei die Dosis an "unnötiger", aber ggf geschätzer Ausschmückung dann wieder geschmacksabhängig ist.
Und ein mögliches "zuviel" bzw. "viel und schlecht" gibt es auch noch.
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Also ich verstehe schon, dass es "Geschmack" gibt.
Es ist nunmal so, dass ein Rollenspieler Typus A und ein Rollenspieler Typus B so derart verschieden sein könnte, dass man gar nicht mehr vom selben Hobby spricht.
Ein gänzlich in dritter Person sprechender Spielleiter der sich komplett verweigert, mir als Spieler eine gewisse Show zu bieten... nun ja, den würde ich gar nicht als Hobby-Kollege bezeichnen.
Ich habe sowas schon erlebt und habe nach ein paar Stunden gesagt, dass ich was anderes spiele und deswegen wieder gehe. War aber kein böses Blut, weil jeder wusste was ich meine.
Es wäre als hätte man sich aus Versehen zum Tennis verabredet und wollte aber Tischtennis spielen. Das mag ähnlich sein, aber doch eine ganz andere Sportart.
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Ich kenne es halt so, dass man relevante Gespräche zwischen Figuren auspielt.
Das gehört (zumindest für mich!) zum Rollenspiel dazu.
An Tischen wo das gänzlich fehlte, saß ich tatsächlich noch nie.
Vielleicht betrachte ich Rollenspiel daher auch als ein Spiel wo man auch "Rollen" spielt.
Würde man Gespräche generell nur beschreiben oder grundsätzlich kürzen, dann würde (mir!) in einem Rollenspiel, oder das, was ich darunter verstehe, ziemlich sicher etwas Entscheidendes fehlen. Aber das muß ja nicht jedem so gehen.
Möglicherweise kommen aus dieser unterschiedlichen Sichtweise von Rollenspielern, RollenSpielern und Rollenspielern. Auch die unterschiedlichen Erwartungen an die Unterhaltungskünste des Spielleiters bzw. der Spieler im Allgemeinen.
Das bei dieser Diskussion im Hinterkopf zu haben, finde ich echt wichtig, um Missverständnisse bezüglich möglicher Erwartungshaltungen zu vermeiden.
Vielleicht braucht man je nach Spielstil tatsächlich einige "Unterhaltungskünstler" oder eben auch nicht.
Wichtig ist doch, dass es den Teilnehmern, so wie sie es am liebsten spielen, Freude macht.
Edit. Ein : -"ihr, die ihr in direkter Rede spielt, seid doch nur miese Schauspieler, die das Spiel nicht braucht." oder "ihr, die ihr ohne direkte Rede spielt, seid doch gar keine richtigen Rollenspieler," bringt die Diskussion vermutlich nicht weiter. Bzw. sicher nicht positiv.
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Also ich verstehe schon, dass es "Geschmack" gibt.
Es ist nunmal so, dass ein Rollenspieler Typus A und ein Rollenspieler Typus B so derart verschieden sein könnte, dass man gar nicht mehr vom selben Hobby spricht.
Ein gänzlich in dritter Person sprechender Spielleiter der sich komplett verweigert, mir als Spieler eine gewisse Show zu bieten... nun ja, den würde ich gar nicht als Hobby-Kollege bezeichnen.
Ich habe sowas schon erlebt und habe nach ein paar Stunden gesagt, dass ich was anderes spiele und deswegen wieder gehe. War aber kein böses Blut, weil jeder wusste was ich meine.
Es wäre als hätte man sich aus Versehen zum Tennis verabredet und wollte aber Tischtennis spielen. Das mag ähnlich sein, aber doch eine ganz andere Sportart.
Ja, wäre auch nicht so ganz mein Fall.
Aber wenn er die passende Runde hat, fühlen die sich trotzdem gut "unterhalten", wenn er z.B. gut ihrem Geschmack entsprechende Herausforderungen schaffen und managen kann.
Wäre er dann ein (guter) "Entertainer" oder nicht?
Was ich also sagen wollte:
Wer als Spielleiter die Anforderungen seines Spielstils passend rüberbringt, unterhält auch das entsprechend tickende Spielerpublikum. Je nach Proaktivität reicht ggf sogar ihnen nicht irgendwie unpassend dazwischen zu funken und ihre Anregungen passend zu bedienen únd sie schaffens ich ihre Unterhaltung dann alleine.
So generell gesehen müßte also jeder, der kein spezifisch schlechter Spielleiter ist, weil er die Anforderung seines Stils nicht erfüllt, auch direkt ein Entertainer sein.
Mein Eindruck war aber, dass da bei der These doch noch an etwas anderes gedacht worden und Entertainer deutlich spezifischer (und ggf einseitiger betrachtet ) gemeint ist.
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Direkte und indirekte Rede, Erzählperspektiven etc. sind Stilmittel, und sagen erst einmal gar nichts darüber aus, ob der, der diese Stilmittel verwendet, ein guter oder schlechter Entertainer ist.
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Aber wenn er die passende Runde hat, fühlen die sich trotzdem gut "unterhalten", wenn er z.B. gut ihrem Geschmack entsprechende Herausforderungen schaffen und managen kann.
Wäre er dann ein (guter) "Entertainer" oder nicht?
Da muss man sich danach immer gleich wegducken, aber ich habe eine jahrelange Phase als "RPG-Nomade" gehabt und wirklich viele Spieler und Runden kennen gelernt. Auch so spiele ich seit 23 Jahren regelmässig Rollenspiel und habe viele Systeme gespielt.
Ich habe viele Spieltypen und SL-Typen durchgemacht und auch immer wieder Nebenrunden eröffnet, Ersatz-SL gemacht, Spieler durchgetauscht usw. Es kam doch immer wieder mal die Situation auf, dass ich Spielern beim vergleichen zusehen konnte. Auch mal einen neuen Stil gezeigt, wo ich nicht zwingend SL war. Junge Spieler waren da auch oft dabei und am experimentierfreudigsten.
Und meine Erfahrung ist eindeutig: Die fantasievolleren, schauspielartigen Stile haben oft Angst oder vielleicht Respekt erzeugt, aber Sie waren am Ende oft das was die Leute dann wollten.
Wenn du den Spieler eines SL´s, der abliest und nur mit der Battlemap hantiert, eine Gruppe präsentierst, die in Ihrer Rolle sind und tatsächlich schauspielen... der Spieler lief über. Eigentlich immer.
Auch sozial waren die Erzählgruppen immer angenehmer als die Battlemapgruppen. Ich habe immer wieder ausserspielerische Treffen mit ersterem gehabt, mit der zweiten Gattung eigentlich nie, oder es war ätzend.
Ich behaupte mal ganz unbeliebt, dass die überwiegende Battlemap-Spielart (nicht falsch verstehen, ich spiele auch mal mit einer Battlemap) eine Art zögerliches Rollenspiel ist, nicht mehr. Im Grunde hüpft man mit der hässlichen Freundin ins Bett, weil man sich die hübsche nicht zutraut.
So jetzt könnt ihr mich hassen, lol >;D
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Direkte und indirekte Rede, Erzählperspektiven etc. sind Stilmittel, und sagen erst einmal gar nichts darüber aus, ob der, der diese Stilmittel verwendet, ein guter oder schlechter Entertainer ist.
Sagen wir es mal so, ich habe noch nie in meinem Leben einen guten SL gehabt, der überwiegend oder ausschliesslich die indirekte Rede benutzt :)
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Wenn du den Spieler eines SL´s, der abliest und nur mit der Battlemap hantiert, eine Gruppe präsentierst, die in Ihrer Rolle sind und tatsächlich schauspielen... der Spieler lief über. Eigentlich immer.
Das ist doch genau mein Punkt: Die gesamte GRUPPE reißt es am Ende. Wenn sich nur der SL abkaspert und mit verstellter Stimme in direkter Rede die NSCs darstellt und eine Show abzieht, und sich das Spiel aller anderen in "Mein Charakter haut drauf... 17 Schaden" erschöpft, dann macht dir das doch wohl auch keinen Spaß, oder?
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Oder nochmal anders herum: Ich habe an meine Mitspieler und mich höhere Erwartungen, wenn es um das unterhaltsame darstellen von Charakteren geht, als an den SL. Immerhin müssen wir im Normalfall nur eine Persona darstellen und können uns dementsprechend darauf konzentrieren und unsere gesamte Energie und Phantasie da rein stecken, während die SL ja deren mehrere hat und da auch mal im Sekundentakt wechseln muss, was schwerer und aufwändiger ist, und daher gar nicht so gut ausfallen KANN.
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Das ist doch genau mein Punkt: Die gesamte GRUPPE reißt es am Ende. Wenn sich nur der SL abkaspert und mit verstellter Stimme in direkter Rede die NSCs darstellt und eine Show abzieht, und sich das Spiel aller anderen in "Mein Charakter haut drauf... 17 Schaden" erschöpft, dann macht dir das doch wohl auch keinen Spaß, oder?
Ja klar. Da sind wir uns einig.
Allerdings kann eine Gruppe nur gut sein mit einem guten Anführer. Und das ist normalerweise der SL.
Kann auch ein Spieler sein in den seltensten Fällen, aber es ist in 99% der Fälle der SL, weil dieser naturgemäß am häufigsten im Mittelpunkt steht.
Ein schlechter SL führt zu einer Gruppe die kein Forum hat und brüchig im Zusammenhalt ist.
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Allerdings kann eine Gruppe nur gut sein mit einem guten Anführer.
Puh. Die Thesen werden steiler.
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Es ist denke ich unstrittig, dass ein einzelner schlechter Spielleiter von einer guten Gruppe schwerer kompensiert werden kann als ein einzelner schlechter Spieler. Und der Idealfall ist natürlich, dass alle Spielteilnehmer "gut" sind. 8)
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Und nochmal weiter: Ich halte die darstellerischen Qualitäten eines SLs für ein nachrangiges Kriterium bei der Beurteilung, ob ein SL gut oder schlecht ist. Das ist ein netter Bonus, den ich gerne mitnehme, aber andere Dinge sind wichtiger. Ein SL kann ein schlechter oder gar kein Schauspieler sein, und trotzdem eine unterhaltsame Runde leiten. Umgekehrt würde ich glaube ich den besten Schauspieler als SL allenfalls für kurze Zeit tolerieren, wenn der Rest, den er macht, schlecht ist.
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Puh. Die Thesen werden steiler.
Wieso? Ist doch so.
ICH bin der Meister MEINER Kampagne und meistere MEINE Gruppe auf MEINER Welt in MEINER Kampagne. Die brauchen einen guten AnFÜHRER, damit MEINE Kampagne auch richtig läuft! So wie ICH es für richtig halte. Außerdem ist doch wichtig, dass jemand (also ICH!) das Sagen hat. ICH organisiere schließlich das Abenteuer, ICH sorge für den Spaß!
Wer Ironie findet, darf sie behalten :P
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Allerdings kann eine Gruppe nur gut sein mit einem guten Anführer. Und das ist normalerweise der SL.
Mein Spielleiter muß das Spiel nur gut leiten können. Einen Anführer möchte ich bitte nicht haben.
Sorry, ist aber mMn. ziemlich unglückliche Wortwahl.
Anführer klingt so nach Bande, Gang, Clan.- Hierachien-und das ist nicht meine Sichtweise.
Und ich brauche auch niemanden, der mich bevormunden will.
Da würde ich sehr schnell das Weite suchen.
Und meine Erfahrung ist eindeutig: Die fantasievolleren, schauspielartigen Stile haben oft Angst oder vielleicht Respekt erzeugt, aber Sie waren am Ende oft das was die Leute dann wollten.
Ich habe da ausnahmsweise ähnliche Erfahrungen gemacht.
Hebe aber bestimmt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. ;)
Edit. Angst oder Respekt, jetzt eher weniger, das passt nicht. Aber es hat die mir bekannten Spieler stärker angesprochen.
Warum auch immer.
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Mein Spielleiter muß das Spiel nur gut leiten können. Einen Anführer möchte ich bitte nicht haben.
Sorry, ist aber mMn. ziemlich unglückliche Wortwahl.
Anführer klingt so nach Bande, Gang, Clan.- Hierachien-und das ist nicht meine Sichtweise.
Und ich brauche auch niemanden, der mich bevormunden will.
Und wieder Begrifflichkeiten. Lassen wirs einfach. Nennen wir es Vorbild oder wasauchimmer.
In diesem Forum sind die Leute aber schnell auf Begriffen aufgehangen, fällt mir allmählich auf ;)
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Und wieder Begrifflichkeiten. Lassen wirs einfach. Nennen wir es Vorbild oder wasauchimmer.
In diesem Forum sind die Leute aber schnell auf Begriffen aufgehangen, fällt mir allmählich auf ;)
Ist doch gut, wenn Dir das allmählich auffällt.
Worte haben halt Bedeutungen, war schon immer so. :)
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Und wieder Begrifflichkeiten. Lassen wirs einfach. Nennen wir es Vorbild oder wasauchimmer.
In diesem Forum sind die Leute aber schnell auf Begriffen aufgehangen, fällt mir allmählich auf ;)
Ja, weil mit Begriffen Definitionen einhergehen und die braucht es, damit alle über das Thema reden können (statt nur über die Definitionen). Um über Häuser reden zu können, müssen wir alle dasselbe unter dem Begriff "Haus" verstehen. Und wenn ich das Wort "Haus" benutze, dann sage ich nicht später, dass ich ja eigentlich ein Zelt meinte.
Also, statt anderen vorzuwerfen, dass sie sich an Begrifflichkeiten aufhängen, die du einführst, überleg dir halt vorher, welche du einführst und was du damit meinst. Macht es einfacher.
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Ist doch gut, wenn Dir das allmählich auffällt.
Worte haben halt Bedeutungen, war schon immer so. :)
:d
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Übrigens ein interessantes Thema: in welchem Fall ist ein guter "Entertainer" eine schlechte SL? Ich habe da eine spezielle Situation vor Augen, in der die SL lang und breit, schauspielerisch durchaus gut, den Kellner ausspielt, der die Speisekarte präsentiert - nur dass das in einem One-Shot viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt, andere wichtigere Szenen schlecht vorbereitet sind und wichtige Regeln offenbar unbekannt sind.
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Ich denke, dass ein guter Entertainer im Gegensatz zu einem schlechten, adressatenorientiert an die Sache herangeht.
Beispiel: Ein SL, der gern direkte Rede verwendet und gern schauspielert, dessen Gruppe dies aber nicht mag, würde sich als guter Entertainer also auf die Gruppe einstellen und NSCs eher indirekt und beschreibend rüberbringen.
Nun stellt sich ja die Frage, ob ein SL ein guter Entertainer sein muss. Das ist mMn nicht so, denn er kann genauso gut seinen eigenen Spilstil durchziehen und sich dazu passende Spieler suchen. Diese unterhält er dann automatisch gut, ohne sich Gedanken über die Adressaten machen zu müssen.
Ist er aber ein guter (adressatenorientierter) Entertainer, dann ist er wesentlich kompatibler was verschiedene Spielstile angeht.
Das funktioniert aber nur solange, wie der SL entweder selbst keinen Spielstil bevorzugt (also alle gut findet) oder er sein Vergnügen weitgehend daraus zieht, den anderen Vergnügen zu bereiten.
Im übrigen gilt das alles natürlich auch für die Spieler, mit der Einschränkung, dass einzelne Spieler weniger Einfluss auf das Geschehen am Spieltisch haben als der SL, weshalb Spieler meiner Erfahrung nach grundsätzlich eher egoistischer an die Sache heran gehen und kaum etwas tun würden oder unterlassen würden, bloß weil es den anderen keinen Spaß bereitet. Spieler würden dann im Zweifel eher eine Gruppe verlassen, denke ich.
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Ein guter Entertainer ist einfach immer da und macht irgendwas. Ein guter SL muss aber auch ab und zu mal die Klappe halten und die Spieler machen lassen, ohne selbst etwas zu tun.
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Das ist doch genau mein Punkt: Die gesamte GRUPPE reißt es am Ende. Wenn sich nur der SL abkaspert und mit verstellter Stimme in direkter Rede die NSCs darstellt und eine Show abzieht, und sich das Spiel aller anderen in "Mein Charakter haut drauf... 17 Schaden" erschöpft, dann macht dir das doch wohl auch keinen Spaß, oder?
Ehrlich gesagt wäre das ein guter Anfang, besser als umgekehrt, und ich würde damit rechnen, dass die Spieler sich davon mitreissen lassen.
Kann mir keiner erzählen, dass Legenden von Andor nicht genau so funktioniert und das also offensichtlich bei sehr vielen Leuten als Spaß durchgeht. Natürlich mit Potential nach oben.
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Ehrlich gesagt, habe ich schon viele stille oder auch verunsicherte Spieler erlebt, die sich durch das Charakterspiel eines Spielleiters haben mitreißen lassen, und natürlich auch von anderen Mitspielern. Die sind dann mit der Zeit richtig aufgetaut, wurden immer sicherer im Auftreten und selbstverständlicher beim Freien Sprechen.
Rollenspiel kann tatsächlich das freie Sprechen und Auftreten auf spielerische Art und Weise fördern. Das ist ja das Geniale. Damit werden die im Spiel gemachten Erfahrungen auch wertvoll für das Reallife. Egal ob es jetzt um Vorträge, Referate oder Kommunikation im allgemeinen geht.
Es ist einfach leichter das in kleiner vertrauter Runde zu testen, beim Spielen in einer Fantasy Welt.
Und das passiert ja nebenbei, weil es kein explizites Ziel ist, (sondern alleine die Geselligkeit und der gemeinsame Spaß).
Dass jemand gesagt hat, es gefällt ihm nicht, dass Figuren auch mal in direkter Rede gesprochen werden, habe ich noch nie erlebt.
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Dass jemand gesagt hat, es gefällt ihm nicht, dass Figuren auch mal in direkter Rede gesprochen werden, habe ich noch nie erlebt.
Entscheidend ist das "auch mal", sonst wäre ich wohl der Erste. Es gibt für mich eine Cringe-/Schmerzgrenze, die oft überschritten wird. Gleichzeitig finde ich es schade, wenn Leute sich selbst dazu drängen, nur diejenigen Chars zu spielen, die sie auch sprechen können.
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Gleichzeitig finde ich es schade, wenn Leute sich selbst dazu drängen, nur diejenigen Chars zu spielen, die sie auch sprechen können.
Was wäre den die Alternative? Stumme SC?
Oder solche die nur knurren oder grunzen?
Das kann natürlich auch Spaß machen,großen sogar. :D
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Ja, grunzen. Finde ich gut, gerade zur Weihnachtszeit. Danach kann man auch wieder mehr 3. Person zur 1. ins Gemisch einfließen lassen. ~;D
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Entertainer, Märchenonkel, Schiedsrichter :w20:
Aber eins werde ich nicht mehr sein die Bücherrei, der das Hobby für andere Mitbezahlt oder der Kauf doch mal das weil du es für mich leiten könntest. :q