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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Spielleiterthemen => Thema gestartet von: Fieselschweif am 9.09.2018 | 11:40
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Ich möchte hier negative Spielleitererfahrungen auflisten.
Ihr seid herzlich willkommen dazu beizutragen.
Vorausschickend: es gibt natürlich gute Spielleiter und schlechte Spieler - kein Zweifel - aber man sollte Erfahrungen wie diese nicht durch Whataboutism kleinreden!
Folgendes erlebt:
- Spielleiter liest aus dem Abenteuer vor inkl stottern und verhaspeln und blättern
- SL fährt mir über den Mund weil er nicht flexibel genug ist seinen Plot anzupasen
- SL brüllt mich geraume Zeit via seinen DMC an, weil ich seinen Plot gestoppjt habe (vermutlich da er behauptete das sei ingame, der DMC war vorher nie aufgefallen)
- SL dreht bei berechtigter Nachfrage/Kritik komplett durch und will den Spieler nicht mehr teilnehmen lassen (die Nachfrage war in normalem Ton interessehalber vorgebracht)
- SL boykottiert es wenn Spieler in einer Riesenstadt versuchen gutes +3/+4 gear zu erhalten nach dem Motto : fällt aus wegen ist nicht (ist glaub ich ein Balancingfetish)
- SL lästert in Abwesenheit der anderen Player über diese dass er sie extrem sch...lecht fände
- der Angetrauten des SL widerfährt natürlich nie was Unangenehmes und sie löst immer alles
Könnt noch mehr schreiben.
Tu ich auch möglicherweise, denn menschlich kann man den Typ auch vergessen.
Wollt mir das auch einfach von der Seele schreiben.
Und ja, der SL ist für mich passe.
Wie sind eure Erfahrungen mit so psycho Spielleitern?
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Ach, was ist schon "schlecht"?
Ich erlebte Runden, in denen ich den/die SL unfaßbar, ja legendär schlecht fand, und die halbe Runde hatte ihren Spaß. Daher bin ich vorsichtig mit solchen Bewertungen und denke, daß ein SL für mich dann schlecht ist, wenn er das Spiel nicht am Laufen hält, sozial aus der Rolle fällt oder permanent komplett an den Interessen seiner Gruppe vorbei meistert.
Beides habe ich auch selbstredend so erlebt.
:)
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Geht ja ab hier derzeit mit negativen Diskussionen :)
Es gibt jede Menge Dinge, die man als Spielleiter falsch und schlecht machen kann.
Grundsätzlich gilt: Wer sich beschwert, darf dann gern seinerseits spielleiten.
Und natürlich kann man über diese Dinge diskutieren, ich fände es aber konstruktiver, (auch) über Verbesserungsmöglichkeiten zu sprechen.
Grundfragen: Warum kommt es zu sowas? Und wie kann man das vermeiden?
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Anschreien ginge gar nicht, aber das habe ich auch noch nicht erleb (Lästern auch nicht). Spielleiten ist, gerade wenn man wenig Übung hat, auch nicht ganz trivial, daher bin ich da auch nicht so arg streng dabei.
Das Einzige, was mal passiert ist, und was ich wirklich sehr ärgerlich fand: in einer neuen Runde hatten wir eine Frau dabei und einer der Spieler meinte sie nachher so penetrant angraben zu müssen, dass sie sich verabschiedet hat. Da konnte aber der Spielleiter nichts für (der war zu dem Zeitpunkt ja schon nicht mehr da) und das fällt wohl unter "Idioten gibt es überall".
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Schlecht ist immer das, was man selbst als schlecht empfindet.
Mir ist folgendes vor ewigen Zeiten mal übel aufgestossen.
Ein Paladin. Seinerzeit in einer AD&D Runde.
Schon mal von vorn herein wesentlich schlechter als ein DuelClass 7 lvl Fighter / n lvl Priest.
Spieler verzichtet auf seinen ST Bonus zugunsten eines ultimativen CHA Wertes.
Bei dem Wert...
Die Frauen hätten ihm Blumen streuen müssen; die Händler hätten ihm Preisnachlässe gewähren müssen, damit sie damit werben dürfen, dass er bei ihnen kaufte; die Kinder hätten ihm nachlaufen müssen, in der Hoffnung, dass er ihnen von seinen Abenteuern erzählt.
Und was passiert? Jeder Tölpel macht ihn dumm an.
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Ich fände es immer auch interessant, ob denn über das beschriebene Problem geredet wurde und was das Resultat des Gesprächs war.
Meine persönlich schlechtesten Erfahrungen sind übrigens einerseits Spielleiter, die auf haarkleines Ausspielen von Einkäufen und dergleichen bestehen. Und natürlich auch darauf bestehen, dass Szenen ausgespielt werden, auch nachdem der betreffende Spieler (ich) erklärt hat, das nicht ausspielen zu wollen und sich dazu auch theatralisch nicht in der Lage zu fühlen.
Andererseits ein sadistischer Spielleiter. Der Typ ist aber auch persönlich ein ziemliches A..., nahe an der Grenze zur Psychopathie, würde ich meinen. (Halt die Sorte Leute, mit denen man nur zu tun hat, weil es in dem Kaff nicht viele andere Leute gibt). Jedenfalls hatte der extrem viel Spaß daran, alles das kaputt zu machen, was offensichtlich mit Herzblut erdacht worden war. Damals war DSA und wir dachten, dass man das dann halt so hinnehmen muss, wenn der Meister das so sagt.
(War übrigens der gleiche Typ, der dann beim Steigern regelmäßig geschummelt hat und der jede Menge ominöse Erfahrungspunkte aus Abenteuern hatte, die angeblich seine Schwester für die Spielfigur geleitet hatte.... Heute ist der - passenderweise - im Aktiengeschäft tätig).
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Ich fände es immer auch interessant, ob denn über das beschriebene Problem geredet wurde und was das Resultat des Gesprächs war.
Das ist etwas, das ich eigentlich auch gern propagiere, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass einige Leute Kritik mit ihrem Ego nicht vertragen. Erst recht nicht, was ihre vermeintlichen _Meister_künste angeht ...
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Könnt noch mehr schreiben.
Tu ich auch möglicherweise, denn menschlich kann man den Typ auch vergessen.
Wollt mir das auch einfach von der Seele schreiben.
Und ja, der SL ist für mich passe.
Zum Auskotzen gibt es übrigens diesen Thread (http://tanelorn.net/index.php/topic,19805.0.html). ;)
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Das Glück endet beim Vergleich.......ja, es gibt auch meinem Empfinden nach starke Unterschiede.
Wobei ich zwischen "hat schlecht geleitet, weil er es nicht besser wusste oder konnte."
Oder "hat schlecht geleitet, weil da auf der sozialen Ebene was nicht gestimmt hat" differenzieren würde."
Wenn beides zusammen kommt ist es natürlich suboptimal.
Wenn beides nicht der Fall ist, sondern das Gegenteil, ist es idR. super.
Es gibt auch Zwischendinger(Mischformen)- wo ein Bereich gut funktioniert aber der andere nicht.
Wenn man mal wirklich gute SL hatte, dann weiß man wie es sein kann oder sein könnte.
Es gibt Dinge die sind einfach Spielstil unabhängig Mist, über die kann man auch nicht als Geschmacksfrage diskutieren.
Ich biete hier noch.....Figuren sterben idR. immer in Grad 6, weil sie dem SL sonst zu stark werden....
Auch blöd sind "Lieblingsspieler oder das Gegenteil". schlicht Ungleichgewicht bzw. mangelnde Neutralität.
Oder ein "Gegen die Gruppe spielen" statt mit der Gruppe.
Dass besondere magische Waffen nicht einfach zu kaufen sind, ist in manchen Settings aber Standard.
Daran würde ich mich jetzt z.B. nicht aufhängen.
Edit. "Mit der Gruppe zu spielen" bedeutet mMn. aber nicht, dass Figuren nicht sterben dürfen.
Sondern einfach nur "faire Abhandlung und Handhabung der Regeln" statt "Euch zeige ichs aber, heute kriege ich meine Quote"... :P
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Das einzige was mir wirklich übel in Erinnerung geblieben ist, war der Typ aus der Schulzeit, der Abenteuer geschrieben hat in denen dann sein Charakter geiles Zeug für sich gefunden hat.
Die haben immer mit wechselnden SL gespielt. Gottseidank hatte ich meine eigene Runde.
Achso ja, und ich hatte mal ne Spielerin die hat Attributwerte auf dem Charakterbogen manipuliert, geht also in beide Richtungen.
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Kommt immer auf die Sichtweise an. Ich hatte als SL mal eine Szene geschnitten, in der die Gruppe beim untereinander Kennenlernen ewig gebraucht hat. Gefühlt kam da bei mir nichts Neues mehr an, also habe ich die Szene gewechselt, woraufhin mich einer der Spieler verbal ziemlich aggresisv angemacht hat.
Aus seiner Sicht war ich wahrscheinlich ein "schlechter SL". Aus meiner Sicht halte ich mich als SL auch für einen Moderator, der dafür sorgt, dass alle eingebunden werden und langweilige Szenen aufgepeppt bzw. gekürzt werden. Haben wir dann auch so besprochen und seitdem gehts.
Insgesamt kann ich es nicht mehr ab, wenn SL den Spielern die Türen vor der Nase zuschlagen. Spieler hat eine Idee, Antwort, ne geht nicht weil doof. Hatte auch schon den Fall, dass wir als Gruppe einen Auftrag bekamen, bei dem wir halt einfach mal ständig als die Volldeppen rüberkamen. War nur Gastspieler und hab mich kurzerhand selbst aus der Gruppe gekickt, da ich den anderen auch nicht auf die Nerven gehen wollte.
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Mir ist folgendes vor ewigen Zeiten mal übel aufgestossen....
Die Erfahrung musste ich auch machen bei einen der wenigen Male, wo ich Spieler war: DSA4.1, Ich war Bannstrahler mit hohen CH und Gesellschaftswerten, Wir spielten in einer Praiostreuen und mittelreichischen Stadt. Ich habe sozial nichts gerissen bekommen. Bei meinen Messen waren zwei Hanseln dabei, keinen hat die Position auch nur im geringsten interessiert und letztlich landete ich wegen eine plotbedingten falschen Verdachts im Gefängnis. Währenddessen waren eine weibliche Magierin und eine Maraskanerin (beide eher mäßige CH-Werte, aber gutaussehend) die Lieblinge der Stadt und konnten alle zu allem umstimmen.
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Die schlechtesten Spielleiter sind diejenigen, die meine Lebenszeit vergeuden, z.B. indem sie offenbar froh darüber sind, wenn sie die Handlung dermaßen in die Länge ziehen können, bis sie sich über die Zeit gerettet haben. Meine schlimmste Erfahrung war zweifellos, als uns der SL geschlagen 3 Stunden ECHTZEIT hat einen Raum durchsuchen lassen, in dem es nichts zu finden gab ...
(Immer neue Suggestivfragen gestellt, Vorschläge gemacht, Alternativideen sofort im Sande verlaufen lassen, so dass der Eindruck bei allen entstand, da MÜSSTE doch was sein, wenn man nur wüsste, wo man suchen muss. Pustekuchen. Und das ganze noch auf einer Convention, wo dann der Zeitslot gnadenlos überzogen wurde.)
Ja, Zeitverschwendung ist das Schlimmste.
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Einen kompletten Abend mit dem durchspielen einer Schiffsreise in Echtzeit vergeutet in dem nichts passiert ist.
Zeck war uns zu zeigen das eine Schiffsreise echt langweilig ist. Wir hatten das schon nach 20 Minuten verstanden, leider war die SL nicht davon zu überzeugen.
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@Fieselschweif: Das Kabinett der skurrilen Spielleitertypen findest Du hier (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,106671.0.html). ;)
Mein schlimmstes Erlebnis (auf einer Con):
SL, der sich den Job mit seiner Freundin teilt, preist das System an und die Vorzüge des Magiesystems und die cineastischen Kämpfe. Wir bauen entsprechend Charaktere. Er leitet den Einstieg in seine Kampagne, wobei das tolle Magiesystem dann nicht zur Verfügung steht, muss nämlich erst freigespielt werden. :o
Langweilige Eisenbahn, unbesiegbare Plotgegner, Cineastik voll fürn A****. ::)
1h Charaktererschaffung, gefolgt von 3h Langeweile.
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Ich kann da eigentlich recht viel verzeihen. SL sein ist ein harter Job, der viele verschiedene Tätigkeiten umfasst, den einem niemand richtig erklärt und den man sich selbst irgendwie beibringt, während man Sitzung um Sitzung allein gegen eine Überzahl an Spielern steht.
Ich sehe und lese von anderen SLs immer wieder Dinge, die ich für mich übernehmen oder verbessern will. Und jahrelang habe ich immer wieder die ganzen schrecklichen Fehler, Don'ts und No-Gos für SLs begangen, die mir auch heute immer noch passieren — Railroading, inkonsistente Rulings, Einschränkung und Übergehen von Spielern, übermächtige NSCs und Gegner, unlogische Handlung, zähes Langeweilespiel, hartwurstige Detailverregelung und Handwedeln von wichtigen Elementen, Würfeldrehen, Retconning, verbissene Simulation und willkürliches Erzählonkeln, das ganze Programm. Auch wenn ich inzwischen mehr positives Feedback bekomme, bin ich noch lange nicht der SL, der ich gern sein würde.
Dabei war es eigentlich immer mein Ziel, den Spielern etwas zu bieten. Und wenn das von mir aus nicht immer gut geklappt hat, dann lag es an Wissen, Erfahrung und Gelassenheit, die mir gefehlt haben. Und das ist es auch, was ich bei den meisten SLs sehe, die nicht die beste Leistung abgeben — das sind meistens Leute, die einfach *noch* nicht soweit sind, aber irgendwo muss jeder mal anfangen. Und ich möchte ungern der alte Hase sein, der jeden Versuch, mit diesem harten Job klarzukommen, bemäkelt, nur weil er es schon einmal irgendwo besser gesehen hat. Bei ein paar Leuten, die ich erlebt habe, hat es einfach menschlich nicht gepasst, mit denen hätte ich nichtmal Fahrstuhl fahren wollen. Aber beim Rest überwiegt für mich der Spaß daran, Leuten dabei zuzusehen, wie sie versuchen, auf ihre Art ein Spiel auf die Beine zu stellen meistens jede Enttäuschung darüber, dass jemand meine tollen Ansprüche nicht erfüllt hat. ;)
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Toller Beitrag Scimi! (ich vermisse schon wieder die Like-Funktion)
Vielen Dingen kann ich zustimmen, auch der Lernkurve, die man selbst wohl hat. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich Dinge so tue, wie sie eigentlich nicht getan werden sollten.
Allerdings muss ich sagen, dass ich die paar SL, mit denen ich nicht wirklich klar kam, in die Schiene "unverbesserlich" schieben würde: Zu sehr von dem eigenen Stil überzeugt, als dass sie auch mit kritischem Feedback etwas ändern könnten.
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Ich denke es gibt keine objektiv schlechten SL-Hinweise. Die meißten "schlechten" Techniken sind nur deshalb schlecht, weil Spielleiter das halt immer machen, egal ob das für ihre Mitspieler geeignet ist.
Früher standen in den Rollenspielzeitschriften so fesche "Patentlösungen", wie "lassen sie die Spieler ab und zu mal auf Wahrnehmung würfeln, auch wenn es gar nichts zu entdecken gibt - dadurch erzeugen sie ein Gefühl von Gefahr und Spannung". Das mag vielleicht für diesen SL, in einer ganz bestimmten Gruppe, so funktioniert haben, aber in meiner Runde damals war das eher unangebracht und der SL hat das schnell wieder aufgegeben, nachdem es eher zum Running-Gag wurde. ;)
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Meiner Erfahrung nach sind es immer die Spieler, die sich am lautesten über Spielleiter beschweren, welche niemals im Leben hinter dem Schirm getreten sind und es auch niemals tun würden.
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Ach, ich finde solche nostalgischen Retrospektiven eigentlich ganz nett. Vor allem, wenn man sich mal frei machen kann und erkennt, dass man selbst früher auch ganz schön schlecht war (und auch heute weit entfernt von "perfekt" ist). Insofern:
- ein Spielleiter hat mal versucht, ein Sci Fi Rollenspielabenteuer zu leiten, das aus der Battletech Romanvorlage "Entscheidung am Thunderrift" abgekupfert war. Was er nicht wusste, war die Tatsache, dass alle seine Spieler den Roman nicht nur kannten, sondern ihn als totale BT Fans auswendig kannten. Leider war er dann so unflexibel, dass er nicht fähig war, irgend einen Twist einzubauen. Hach, an die "meint der Typ das wirklich ernst? Will der uns gerade vereimern" Blicke kann ich mich heute noch erinnern (das war 1989 und der Spielleiter - das war ich...)
- ein Spielleiter hat mal versucht, Battletech zu leiten und daraus ein Alien in Raumstation Abenteuer zu machen - wohlgemerkt gedacht war das ohne Mechas. Leider war er völlig überfordert und Unflexibel.
Es gab keinen Grund, nicht in die Mechas zu klettern und die Aliens zu zerschroten. Weil es aber unbedingt spannend sein musste, kamen dann spontan GROSSE Aliens, die es dann mit den Mechs aufnehmen konnten.
Die Charaktere zogen sich dann ins Weltall zurück. Daraufhin konnten die großen Aliens natürlich das Vakuum aushalten und nachdem alle mit Sprungdüsen rumkurvten in Schwerelosigkeit agieren.
Als die Einheit sich dann entnervt mit dem Sprungschiff in ein anderen Sonnensystem gerettet haben, dachten wir es sei vorbei - weit gefehlt, denn die GROSSEN Aliens waren natürlich überlichtfähig.
Wir haben dann das Spiel abgebrochen. Noch heute ist der Begriff "Überlicht-Aliens" bei uns ein stehender Begriff, der spontan zu Gelächter führte.
Eigentlich war der Spielleiter zu bedauern. Denn der war echt motiviert und verzweifelte an uns.
Der gleiche Spielleiter versuchte es später nochmal mit uns und Fantasy. Das war so öder, dass er einen TPS (total party suicide) auslöste. Als der erste Spieler seinen Charakter absichtlich verheiz hatte und "dann kann ich jetzt gehen?" fragte, und die Antwort "ja, natürlich" lautete, machten die anderen ihm das ohne Worte nach. Bis alle tot waren und der Spielleiter echt am Boden zerstört war.
Das war damals echt fies...
Ach ja, einen hab ich noch... (hätte fast meine Lieblingsanekdote vergessen)
Ich war mal Zeuge einer DSA Spielrunde (auf Einladung) wo der Spielleiter die alten DSA Kaufabenteuer für die gesamte Runde Wort für Wort vorgelesen hat. Und zwar alles, inklusive "Spezielle Informationen" und "Meisterinformationen". Nach dem "Die Helden können jetzt..." hat sich die Spielerrunde kurz beraten und dann sagte irgendwer "Wir nehmen A!" und dann ging es weiter.
Auf meine Fragen am Ende, ob sie denn nicht mal was anderes Spielen wollten, Shadowrun oder so, kam die Antwort "och nee, die haben so wenig Kaufabenteuer" und auf die Frage, ob sie sich denn vorstellen könnten, mal selbst Abenteuer zu entwickelt "Was? Wer soll das denn alles aufschreiben?".... Ich habe sie in dem Wissen gelassen, denn ob man es glaubt oder nicht - die Spielrunde hatte wirklich echt viel Spaß.
Die hat sich jeden Sonntag getroffen und es waren bestimmt 6-8 Leute, die da zusammengekommen sind.
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Ich kann da eigentlich recht viel verzeihen. SL sein ist ein harter Job, der viele verschiedene Tätigkeiten umfasst, den einem niemand richtig erklärt und den man sich selbst irgendwie beibringt, während man Sitzung um Sitzung allein gegen eine Überzahl an Spielern steht.
Ich sehe und lese von anderen SLs immer wieder Dinge, die ich für mich übernehmen oder verbessern will. Und jahrelang habe ich immer wieder die ganzen schrecklichen Fehler, Don'ts und No-Gos für SLs begangen, die mir auch heute immer noch passieren — Railroading, inkonsistente Rulings, Einschränkung und Übergehen von Spielern, übermächtige NSCs und Gegner, unlogische Handlung, zähes Langeweilespiel, hartwurstige Detailverregelung und Handwedeln von wichtigen Elementen, Würfeldrehen, Retconning, verbissene Simulation und willkürliches Erzählonkeln, das ganze Programm. Auch wenn ich inzwischen mehr positives Feedback bekomme, bin ich noch lange nicht der SL, der ich gern sein würde.
Dabei war es eigentlich immer mein Ziel, den Spielern etwas zu bieten. Und wenn das von mir aus nicht immer gut geklappt hat, dann lag es an Wissen, Erfahrung und Gelassenheit, die mir gefehlt haben. Und das ist es auch, was ich bei den meisten SLs sehe, die nicht die beste Leistung abgeben — das sind meistens Leute, die einfach *noch* nicht soweit sind, aber irgendwo muss jeder mal anfangen. Und ich möchte ungern der alte Hase sein, der jeden Versuch, mit diesem harten Job klarzukommen, bemäkelt, nur weil er es schon einmal irgendwo besser gesehen hat. Bei ein paar Leuten, die ich erlebt habe, hat es einfach menschlich nicht gepasst, mit denen hätte ich nichtmal Fahrstuhl fahren wollen. Aber beim Rest überwiegt für mich der Spaß daran, Leuten dabei zuzusehen, wie sie versuchen, auf ihre Art ein Spiel auf die Beine zu stellen meistens jede Enttäuschung darüber, dass jemand meine tollen Ansprüche nicht erfüllt hat. ;)
Toll be/geschrieben
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Ach ja, einen hab ich noch... (hätte fast meine Lieblingsanekdote vergessen)
Ich war mal Zeuge einer DSA Spielrunde (auf Einladung) wo der Spielleiter die alten DSA Kaufabenteuer für die gesamte Runde Wort für Wort vorgelesen hat...
Also so eine Art Choose-your-Own-Adventure-Buch, nur in der Gruppe? Ich gebe zu, auf diesen Gedanken, Kaufabenteuer so zu verwenden, wäre ich wirklich nicht gekommen (ich glaube auch nicht, dass mir das Spaß machen würde, aber ich finde das trotzdem irgendwie interessant).
Ansonsten, schließe ich mich dem Lob für Scimis Beitrag an.
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Also so eine Art Choose-your-Own-Adventure-Buch, nur in der Gruppe? Ich gebe zu, auf diesen Gedanken, Kaufabenteuer so zu verwenden, wäre ich wirklich nicht gekommen...
Ich habe auch lange gegrübelt, wie man darauf kommt.
Meine Vermutung: Wenn man viele DSA Soloabenteuer gespielt hat, darüber die Regeln kennt und dann ein Gruppenabenteuer kauft, dann kann man mit der "Wie Soloabenteuer nur mit Freunden zusammen" schon irgendwie darauf kommen, wenn man nicht die Spielregeln komplett gelesen hat - was man ja aber auch nicht brauchte...
Ich finde es inzwischen egal, wie die Leute ihren Unterhaltungswert konstruieren. Die hatten Spaß, also war es okay. Was solls?
Andere Leute hören Hörbuch (ich zum Beispiel) oder lesen mit EBook-Reader (wieder ich). Das sind dann die No-Gos für wieder andere...
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Och naja, für DSA-abenteuer ist diese Handhabung wahrscheinlich gar nicht mal so unpraktisch.
Ich würde aber dennoch dafür plädieren, spezifische Anekdoten lieber im "SL würgen" Thread zu posten, auch wenn es nicht mehr akut weh tut. ^^
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Ich würde aber dennoch dafür plädieren, spezifische Anekdoten lieber im "SL würgen" Thread zu posten, auch wenn es nicht mehr akut weh tut. ^^
Dann ab in die Watchlist und der zust. Moderator entscheidet... 8)
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Einen kompletten Abend mit dem durchspielen einer Schiffsreise in Echtzeit vergeutet in dem nichts passiert ist.
Zeck war uns zu zeigen das eine Schiffsreise echt langweilig ist. Wir hatten das schon nach 20 Minuten verstanden, leider war die SL nicht davon zu überzeugen.
Schauder... ;D
… da mussten wir auch durch...scheint dasselbe Kaufabenteuer gewesen zu sein.
Mein persönliches Highlight:
Spielleiter-Ankündigung: "Heute geht hier keiner lebend raus." Und dann kam die Stadtwache inkl. Armee - ein Angriff ohne Grund ... Dutzende, ja Hunderte armer Söldner hat es gekostet unsere Level 18 DSA Gruppe umzunieten. ich glaube wir haben stunden gewürfelt. ;D ;D ;D
Ich habe hinterher sogar alle magischen Gegenstände weggeworfen um irgendwie meinen Elfen am leben zu erhalten...
Hat nixx genutzt... Worte des "Meisters" halt...
Alle tot.
War richtig Sch*** aber wir waren 14 und da regt man sich ein bißchen auf und
probiert dann mal Shadowrun oder AD&D ~;D und lässt den kleinen Wüterich nie, nieee wieder den Spielleiter machen geschweige denn den "Meister"...
Cheers,
der Seb
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Hm. Da habe ich ein ähnliches Erlebnis gehabt: Ein Mitspieler leitet zum ersten Mal und hatte sein Abenteuer selbst geschrieben: eine Orkfestung im Berg war bis ins kleinste Detail ausgearbeitet: Wo stehen die Orks? Was für Verteidigungsoptionen haben sie? Wie dick sind die Wände? Was gibt es für Fallen? Was für Ressourcen stehen den Orks zur Verfügung? Undsoweiter. Bis hin zu den Säuglingen in der Brutkammer war alles komplett mit Spielwerten ausgestattet.
Zum ersten Mal erstaunt angesehen haben wir ihn, als er das Abenteuer mit den Worten begann: "Na, dann geht ihr als erstes wohl ´mal auf den Haupteingang zu!" Wir hatten zwar Charaktere dabei, die schon ein bisschen fortgeschrittener waren, aber sie hatten überhaupt keine Motivation, das Höhlensystem zu betreten. Wir fragten uns, wo denn eigentlich der Aufhänger sei... und stellten etwas später fest, dass es gar keinen gab.
Nagut, wie wollten spielen, also haben wir ihm den Gefallen getan. Wir sind also in die Orkfestung hinein marschiert. Vielleicht ließe sich das Ganze irgendwie so ein bisschen sandboxig aufziehen. Mal sehen, was es da gibt, mal sehen, was man draus machen kann.
Dann haben wir erstmal zwei Stunden gekämpft, um uns einen Zugang zum Eingangsportal freizuschaufeln. Und dann passierte nichts mehr. Wir waren drin, konnten in irgendeinem Gang mal Luft holen und schmiedeten Pläne, aber bei allem, was wir taten, stellte sich heraus, dass unser Spielleiter eigentlich nur das Kampfsystem, eine heftige Zufallsbegegnungstabelle und seine vorbereiteten Fallen drauf hatte. Wir versuchten heimlich Orks gefangenzunehmen und aus ihnen herauszuquetschen, wo in dieser Festung eigentlich was ist, wir schlichen zu den Gefängnissen und versuchten Gefangene zu befreien, wir beschatteten den großen Ork und warteten auf eine Gelegenheit ihn als Geisel zu nehmen. Es half alles nichts: Orks sprachen nicht mit uns, die Zellen ließen sich beim besten Willen nicht öffnen und der große Ork hatte stets eine gewaltige Leibwache um sich herum - selbst beim Schlafen. Der Spielleiter war nicht in der Lage einen Dialog zu führen und er sah auch überhaupt keinen Grund dafür, zu irgendeinem Zeitpunkt mal die gegenwärtige Lage der Spielercharaktere (und vor allem die schechte Laune der Spieler) in Betracht zu ziehen. Seine Orkfestung war vorbereitet... und damit stand das Abenteuer. So schnetzelten wir uns durch die Festung, bis es uns dämmerte, dass das Abenteuerziel offenbar erst dann erreicht ist, wenn wir den letzten Ork ausgelöscht haben. Da haben wir dann eingepackt und uns verabschiedet.
Der Spieler hat dann nicht mehr lange bei uns mitgespielt. Ich habe später gehört, dass er lange Zeit keinen Spielleiter mehr gegeben hat und dann, viele Jahre danach, noch einen Versuch gemacht hat, bei dem er schon sehr bald von einer anderen Gruppe gefeuert wurde. Er spielt jetzt kaum noch Rollenspiele.
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Die Frage ist ja immer, ob sich da was durch drüber reden verbessern lässt. Die wirklich schlechten Spielleiter sind nicht die, die nix auf die Reihe kriegen, sondern die, die das nicht wahrhaben wollen, und diejenigen, die dann ihren Spaß haben, wenn sie anderen selbigen verderben.
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:o ohhha, sehr gut auf den Punkt gebracht. Respekt!
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Die Frage ist ja immer, ob sich da was durch drüber reden verbessern lässt. Die wirklich schlechten Spielleiter sind nicht die, die nix auf die Reihe kriegen, sondern die, die das nicht wahrhaben wollen, und diejenigen, die dann ihren Spaß haben, wenn sie anderen selbigen verderben.
Also für mein Erlebnis kann ich ziemlich sicher sagen, dass der Typ uns unseren Spaß sicherlich nicht verderben wollte. Der wollte, dass wir genauso Spaß haben wie er. Ging nur nicht. "Nicht-wahrhaben-wollen" trifft es auf den Punkt. Der hat bis zum Ende geglaubt, dass das eigentlich ein super Abenteuer war, weil er ja seine Orkfestung so toll vorbereitet hat.
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Meine schlimmste Erfahrung war zweifellos, als uns der SL geschlagen 3 Stunden ECHTZEIT hat einen Raum durchsuchen lassen, in dem es nichts zu finden gab ...
Wir haben mal in Shadowrun eineinhalb ganzen Abende erfolglos nach erwachten Tigern mit einer Katzenschamanin mit Knowlegde "Katzen 9" gesucht. Alternative Plothooks oder so gab es nicht.
Ebenso war da mal die VtM Runde wo mein Charakter patzte als es um die Reihenfolge beim aufwachen ging und per SL Ansage für etwa 3-4 Stunden Echtzeit und die gesamte Nacht bis auf eine bzw. ne halbe Stunde Spielzeit in quasi Torpor.
Also starr, konnte gar nix machen. Ich dementsprechend auch nicht.
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Schlechter Spielleiter: Ich.
Blöder Tag, sowieso genervt gewesen...und dann wollte ich die Shadowrun Piraten-Kampagne endlich vernünftig starten lassen und die Spieler wollen ihre Charaktere nach Hawaii-Hemden suchen lassen.
Abgebügelt, gibt es nicht in New York. Kampagne aufgrund schlechter Stimmung am Tisch schon beschissen gestartet damals. :-\
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Allerdings muss ich sagen, dass ich die paar SL, mit denen ich nicht wirklich klar kam, in die Schiene "unverbesserlich" schieben würde: Zu sehr von dem eigenen Stil überzeugt, als dass sie auch mit kritischem Feedback etwas ändern könnten.
Das war ich aber auch mal und bin drüber hinweggekommen. Vor ein paar Jahren war ich sehr nah an dem, was ich mir damals unter einem SL vorgestellt habe und hatte da auch meine Erfahrungen und meine Kompetenzen. Keine Ahnung, ob ich mit meinem damaligen Ich aus heutiger Sicht unbedingt spielen wollte. Aber ich hätte damals über jeden gelacht, der mir gesagt hätte, ich würde meine Sache schlecht machen — einfach weil ich objektiv so nah am Ideal dran war.
Mein Denkfehler war einfach, dass ich mir ein falsches Vorbild gedacht habe, dass ich die SL-Rolle und das Funktionieren einer Gruppe nicht so verstanden habe, wie heute (und ich bin sicher, dass sich das über die Jahre auch noch entwickeln wird).
Viele Leute versuchen, als SL so zu sein, wie ein Buch die Rolle beschreibt oder so zu sein, wie sich das in Kaufabenteuern liest oder auch wie sie es in einem Actual Play sehen. Und das Problem ist, das das immer nur *eine* Ausprägung des Jobs ist, im Kontext von SL-Persönlichkeit, Runde, Spielweise, System usw. Das ist, als wenn sich jemand fürs Kochen interessiert und danach überall Thymian reinkippt, weil der Fernsehkoch das so macht — nur der Fernsehkoch hat seinen Job gelernt und weiß, was er tut und warum, während der Hobbykoch es einfach nachäfft, weil er denkt, er kocht auf Sterneniveau, und dann seine Familie gnadenlos mit Thymiankeksen, Thymianpudding, Thymianlimonade und Thymianrisotto heimsucht. Aber woher soll der SL es besser wissen? Ist ja nicht so, dass man eine IHK-geprüfte dreijährige Berufsausbildung als Rollenspielleiter/Rollenspielleiterin Fachgebiet Fantasy-Abenteuer absolvieren könnte, wo einem erfahrene Dozenten die Theorie vermitteln, während man in einem Rollenspielbetrieb dann von echten Spielleitern in der Praxis angeleitet wird. ;)
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Mein "schönstes" Erlebnis ...... wobei ich habe einige.
Aber das hat mich dermaßen angekotzt. Ich war oft dauer SL und bin es immer noch
Jetzt durfte ich also mal rann, also mache ich mir meinen Char:
Halbelfen Magier aus Lowangen Halle der Macht nach DSA 4
Soweit so gut dauerte ungefähr eine Stunde 20 Minuten
SL hatte schon gestartet mit den anderen die schon welche auf Vorrat hatten.
Ich melde mich also das ich fertig bin. Er okay bringe dich dann rein, habe schon im Vorfeld ihm paar Infos über meinen Char gegeben.
Es vergehen geschlagenen 2 Stunden ab und an Zwischenfragen der anderen und mir wann ich denn nun erscheinen würde,
wurden mit glaubt mir das wird klasse abgewunken. Mir war es dann auch schon Egal.
Ich beschäftigte mich also weiter mit dem Vorbereiten meines Abenteuers, nach ungefähr einer Stunde 30 mein Auftritt.
Ich erscheine also in einer Taverne und bin mit den anderen Spielern(3) dem Wirt, der Ehefrau des Wirtes und seiner Tochter
alleine Er: So das war es die Gruppe ist zusammen und ich habe nicht weiter vorbereitet.
Aber du hast doch weiter gemacht spielen wir jetzt deines? |:(( |:(( |:(( :bang: :bang: ~;P
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....wait, what? :o
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Wow! Dreist!
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Dabei war es eigentlich immer mein Ziel, den Spielern etwas zu bieten. Und wenn das von mir aus nicht immer gut geklappt hat, dann lag es an Wissen, Erfahrung und Gelassenheit, die mir gefehlt haben. Und das ist es auch, was ich bei den meisten SLs sehe, die nicht die beste Leistung abgeben — das sind meistens Leute, die einfach *noch* nicht soweit sind, aber irgendwo muss jeder mal anfangen. Und ich möchte ungern der alte Hase sein, der jeden Versuch, mit diesem harten Job klarzukommen, bemäkelt, nur weil er es schon einmal irgendwo besser gesehen hat.
Witzig, meine Erfahrung ist da eher umgekehrt. :D
Ich kenne das eher von einigen alten Hasen SL, die glauben sie wüssten aufgrund ihrer Erfahrung genau wie der Hase läuft.
Bei SL -Frischlingen sieht es mEn. ganz anders aus. Die sind auch offener für Veränderung, Kritik und Feed Back.
Erfahrene SL die trotzdem noch offen sind für Kritik und dazu lernen wollen, finde ich dagegen seltener.
Die sind aber Klasse! :)
Edit. Manche SL hatten jahrelang vermutlich einfach extrem dankbare SPL, die sie nie kritisiert oder sogar auf einen Thron gehoben haben.
Wie soll sich da die Selbstwahrnehmung ändern?
Edit2, - Ich kann jetzt nur für mich sprechen- aber ich war noch klein und unwissend, als ich ins Rollenspiel einstieg. Ich wusste noch nicht, dass der Spielleiter dort Dinge falsch macht.
Und wie ich das äußern soll.
Ich hatte keinen Vergleich zu anderen SL und als SPL FRischling nicht den Mut bei so einem alten Hasen Dinge anzusprechen die mich stören.
Hätte ich die Gruppe nicht verlassen, hätte ich das vielleicht nie heraus gefunden.
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Schlecht: Der Spielleiter liest Texte vor und kann nichts in eigenen Worten wiedergeben.
Ansonsten hatte ich nur gute Spielleiter (bis auf den oben genannten) oder leite selber (ohne mich bewerten zu wollen).
Tragisch finde ich es, wenn die Einschätzung des Spielleiters zwischen den Spielern extrem auseinanderfällt. Wir hatten einmal eine Runde mit einem Spielleiter, der einigen als zu . . . fanatisch/nerdig . . . rüberkam. Ich fand das hingegen sehr unterhaltsam.
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Meine schlimmste Erfahrung war zweifellos, als uns der SL geschlagen 3 Stunden ECHTZEIT hat einen Raum durchsuchen lassen, in dem es nichts zu finden gab ...
das kann ich toppen ;)
Con(Ratcon ? ) ,SR (3 IIRC)
Der Johnson war ein Reeder, der die Runner anheuerte sein Schiff so zu sabotieren, das es sinkt & wie ein Unfall aussieht .Und als Nebenplott den zentralen SchiffsSafe ausräumen.
Wir haben 6 Stunden , die ganze Nacht, durchgeplant bis Morgens früh, aber der SL hat alle Pläne torpediert, weil sein Schiff und die Sicherheitsmassnahmen so komplett dicht & überzogen waren, das es einfach keine Möglichkeit gab.
Ich denke, das der SL einfach nur seinen Spass daran hatte alle Pläne zunichte zu machen (ob im Vorneherein geplant oder Ad Hoc ausgedacht, kann ich nicht mehr sagen.Aber das ist schon sehr lange her ....
Ich hab dann Morgens um 4 oder 5 die "Handbremse " gezogen und ausgestiegen .
HokaHey
Medizinmann
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Ebenso war da mal die VtM Runde wo mein Charakter patzte als es um die Reihenfolge beim aufwachen ging und per SL Ansage für etwa 3-4 Stunden Echtzeit und die gesamte Nacht bis auf eine bzw. ne halbe Stunde Spielzeit in quasi Torpor.
Also starr, konnte gar nix machen. Ich dementsprechend auch nicht.
Diese Unregel mit Patzer bei der Aufwachprobe, grausam, habe ich gekotzt als die in unsere DarkAge-Kampagne eingeführt wurde.
...So das war es die Gruppe ist zusammen und ich habe nicht weiter vorbereitet.
Respekt, ganz großer Sport. :q
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Die meisten SL, die ich bisher erleben durfte, fallen für mich in diese Rubrik. Wobei ich diese SL nicht als schlecht, sondern als für das Amt des SL mal mehr und mal weniger geeignet oder völlig ungeeignet bezeichnen würde. Die Gründe dafür sind zu vielfältig, um sie hier aufzuführen. Es sind menschliche, darstellerische, organisatorische, sprachliche, motivationstechnische, logische und noch einige mehr. Einige wurden in diesem Thema ja bereits im Detail genannt.
Seit einigen Jahren habe ich mir angewöhnt meine Spieler zu fragen, was ihnen an meiner Spielleitung gefallen oder nicht gefallen hat. Besonders auf Conventions, mit für mich neuen Mitspielern, ist sehr interessant was ich da zu hören bekomme. Sowohl das Lob, als auch die Kritik sind nützlich.
Das Amt des SL ist meiner Meinung nach sehr anspruchsvoll. Einiges dafür kann man wohl lernen, aber es gehört viel angeborenes Talent dazu.
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Wir hatten mal einen Conan Spielleiter, der uns bei einer Geiselbefreiung gezwungen hat statt unserem Plan, einen abstrusen Plan, aus irgendeinem Roman zu benutzen.
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Die meisten SL, die ich bisher erleben durfte, fallen für mich in diese Rubrik.
Leitest du auch selbst?
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Leitest du auch selbst?
Ja, ich schätze es sehr der SL sein zu dürfen.
Ich dachte der zweite Absatz meines Beitrags würde aufzeigen, daß ich auch selbst SL bin.
Als Referenzmuster für den Vergleich mit anderen SL und Spielern, nehme ich einfach mich selbst. :o ::) :d :q :Ironie:
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... Dutzende, ja Hunderte armer Söldner hat es gekostet unsere Level 18 DSA Gruppe umzunieten.
Also der SL war wohl echt schlecht-welch'eine Verschwendung von Gegnern. ~;D
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Also der SL war wohl echt schlecht-welch'eine Verschwendung von Gegnern. ~;D
Ach, wo die hergekommen sind, gibt's immer noch mehr.
Interessant wäre vielleicht mal wirklich, zu beobachten, ob und inwieweit sich SL-Verhalten ändern würde, wenn auch die betreffende SL nur ein begrenztes Budget (an Punkten oder was auch immer) für Gegner, Fallen, sonstige Gefahren und ganz allgemein Veränderungen an der Spielwelt zur Verfügung hätte und damit auch tatsächlich akkurat haushalten müßte, anstatt sich immer nur einfach alles für lau aus den Fingern saugen zu dürfen... ;)
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das kann ich toppen ;)
Con(Ratcon ? ) ,SR (3 IIRC)
Der Johnson war ein Reeder, der die Runner anheuerte sein Schiff so zu sabotieren, das es sinkt & wie ein Unfall aussieht .Und als Nebenplott den zentralen SchiffsSafe ausräumen.
Wir haben 6 Stunden , die ganze Nacht, durchgeplant bis Morgens früh, aber der SL hat alle Pläne torpediert, weil sein Schiff und die Sicherheitsmassnahmen so komplett dicht & überzogen waren, das es einfach keine Möglichkeit gab.
Ich denke, das der SL einfach nur seinen Spass daran hatte alle Pläne zunichte zu machen (ob im Vorneherein geplant oder Ad Hoc ausgedacht, kann ich nicht mehr sagen.Aber das ist schon sehr lange her ....
Ich hab dann Morgens um 4 oder 5 die "Handbremse " gezogen und ausgestiegen .
HokaHey
Medizinmann
Ich habe mal gehört, dass sei eine Run-Abenteuer-Sollbruchstelle:
1. Auftrag annehmen
2. Spieler knostern stundenlang (Realzeit) an einem ausgebufften Plan der Sonderklasse, denn eigentlich ist ja ein guter Run ein unbemerktes Rein-Raus-Ätsch-Werissesgewesen.
3a) Alles läuft nach Plan - laaaangweilig!
3b) Oder wahrscheinlicher: Der Plan funktioniert nicht. "Wofür haben wir doch gleich drei Stunden Realzeit verplemmpert? DUDUDUDUDU-ZISSSS-BÄNG! ICH BIN LEERGESCHOSSEN! - Saniiiii! - Runter, Renate: Granate!"
Resultat für die Zukunft:
1. Auftrag annehmen.
2. Straßensamurai, Trollsöldner und Orkgangmitglied legen Plan A1 ("Wir nähern uns heimlich, bis sie uns entdecken und schießen dann alles kurz und klein!"), Plan A2 ("Wir nähern uns weitgehend offen und schwerer bewaffnet und schießen alles kurz und klein, wenn sie uns bemerken.") oder Plan A3 ("Wir greifen mit allem, was wir haben, sofort an und schießen alles kurz und klein!") vor.
3. Umsetzung des Plans
4. Belohnung vom Schmidt holen oder neue SC machen (diesmal mit mehr Cyberware und dickeren Knarren!).
Wie gesagt: Für Run-Szenarios erscheint mir das wirklich ein gewisser Webfehler, denn solche Gaunerstücke sind nur im Film spannend (und im echten Leben vielleicht ...), aber im Spiel doch eher langweilig, wenn man was Kämpferisches spielt.
Und wofür hat man denn sonst das ganze Spielzeug und den Cyberschrott im Körper?
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Interessant wäre vielleicht mal wirklich, zu beobachten, ob und inwieweit sich SL-Verhalten ändern würde, wenn auch die betreffende SL nur ein begrenztes Budget (an Punkten oder was auch immer) für Gegner, Fallen, sonstige Gefahren und ganz allgemein Veränderungen an der Spielwelt zur Verfügung hätte und damit auch tatsächlich akkurat haushalten müßte, anstatt sich immer nur einfach alles für lau aus den Fingern saugen zu dürfen... ;)
Ressourcenbeschränkung für SLs gibt es teilweise bei z.B. ptbA oder Fate, wenn man das so sehen will. An sich kann so eine Beschränkung ganz wertvoll sein, weil man nicht alles haben kann, was man will, sondern gezwungen ist, sich für eine Möglichkeit zu entscheiden und aus der alles rauszuholen.
Aber das System dafür muss auch sinnvoll funktionieren. Für die nWoD habe ich mal ein Spukabenteuer gelitten — der Geist/die Geister hatten systemtypisch einen Vorrat an Essence/Mana/Astralpunkten/Vril-Energie, die gleichzeitig die Lebenspunkte waren. Damit mussten dann alle Geister-Effekte bezahlt werden, also sowohl Atmosphärekram wie Cold Spots und Wände bluten lassen und einfache Kommunikation als auch Angriffe, Widerstand gegen Austreibungsversuche etc. Und wenn die Energie alle war, musste der Spuk erstmal ein paar Stunden regenerieren, bevor er irgendwie aktiv werden konnte. Klang beim Lesen gut, beschränkte Ressource als Pacing-Element, der Spuk kann nur über Visionen, rückwärts geschriebene Worte am Badspiegel usw. kommunizieren, er hat Werte… Alter, war das eine blöde Idee! Wenn das vorher wer ausprobiert oder durchgerechnet hat, fresse ich einen Besen. Dem dummen Geist ist dauernd der Saft ausgegangen, weswegen die Gruppe blöd abwarten musste, bis wieder etwas passieren *konnte*, es war unmöglich, auf die Weise mit den Effekten Story Beats zu treffen und die ganze Idee war vorn und hinten nicht gebalanced (der Geist verbraucht Lebenspunkte, um zu kämpfen oder zu reden, selbst wenn ich nichts gegen ihn ausrichte, macht er sich selbst platt). Und ich habe das knallhart mit meiner Gruppe durchgezogen (sorry, Leute!), weil ich dachte, ich bin der Depp und muss einfach nur mit diesen total wichtigen und guten Regeln klarkommen, damit es klappt. Heute würde ich mir das Abenteuer schnappen und meinem Vergangenheits-Ich damit die Autoritätsgläubigkeit aus dem Schädel klopfen…
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"Huhuhua! Ich bin der Special-Effect-Geist!
Seht - die Schrift!
Seht - das Blut an der Wand!
Hört - meine hohle Gruselstimme!
So, und nun muss Huibuh wieder in die Kiste bubu machen. Bis morgen - zur Geisterstunde!"
:d ;D ~;P
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Wie gesagt: Für Run-Szenarios erscheint mir das wirklich ein gewisser Webfehler, denn solche Gaunerstücke sind nur im Film spannend (und im echten Leben vielleicht ...), aber im Spiel doch eher langweilig, wenn man was Kämpferisches spielt.
Und wofür hat man denn sonst das ganze Spielzeug und den Cyberschrott im Körper?
Jap - man kann natürlich schon "filmreife" bzw. filmartige Heists spielen und das spannend oder alternativ auch "nur" unterhaltsam aufziehen.
Aber das ist eben eine ganz bestimmte Ausrichtung und dann ist es völlig daneben, einem Teil der Spieler zu suggerieren, dabei würde an irgendeiner Stelle herausforderungsorientiert und auch sonst "ehrlich" gekämpft.
Interessant wäre vielleicht mal wirklich, zu beobachten, ob und inwieweit sich SL-Verhalten ändern würde, wenn auch die betreffende SL nur ein begrenztes Budget (an Punkten oder was auch immer) für Gegner, Fallen, sonstige Gefahren und ganz allgemein Veränderungen an der Spielwelt zur Verfügung hätte und damit auch tatsächlich akkurat haushalten müßte, anstatt sich immer nur einfach alles für lau aus den Fingern saugen zu dürfen... ;)
(Das könnte sich vielleicht als eigenes Thema lohnen...mal schauen :))
Der Knackpunkt daran ist: Welche Zielsetzung(en) hat der Spielleiter und was will man grundsätzlich damit erreichen?
Z.B. Rune hat das ja bis ins Letzte durchdekliniert mit der expliziten Ansage, dass der Spielleiter 100% kompetitiv spielen darf/muss (Anmerkungen: a) Der Spielleiter rotiert und erspielte "SL-XP" übertragen sich auf den aussetzenden Charakter des jeweiligen SL. b) Der SL bekommt Punkte für den SCs abgezogene HP u.Ä., aber massiven Punktabzug für tote SCs).
Dann klappt das natürlich zwar einwandfrei, prägt aber das gesamte Spiel derart massiv, dass man dann vielleicht doch merkt: So wollten wir das eigentlich gar nicht.
Da, wo das aber nur ein mehr oder weniger durchdachtes Pacing-Element ist wie von Scimi beschrieben, kann das ganz schön daneben gehen - eben weil da die Grundannahme eigentlich immer noch ist: "Primäraufgabe des SL ist es, eine gute Geschichte zu erzählen/die Spieler zu unterhalten. Und wenn die Regeln im Weg sind, dann darf/muss man sie ignorieren".
Das funktioniert nur, wenn man weiß, warum man es so macht und das obendrauf auch praktisch zu Ende gedacht hat.
Und zuletzt hebt da wieder die schwammige "Settingtreue" ihr Haupt: Das ist unterm Strich auch nichts anderes als ein implizites "Budget", was der SL wann in welcher Form darf. Ist eben nicht bis ins Kleinste ausdefiniert, funktioniert aber i.d.R. relativ gut.
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Ach, wo die hergekommen sind, gibt's immer noch mehr.
Interessant wäre vielleicht mal wirklich, zu beobachten, ob und inwieweit sich SL-Verhalten ändern würde, wenn auch die betreffende SL nur ein begrenztes Budget (an Punkten oder was auch immer) für Gegner, Fallen, sonstige Gefahren und ganz allgemein Veränderungen an der Spielwelt zur Verfügung hätte und damit auch tatsächlich akkurat haushalten müßte, anstatt sich immer nur einfach alles für lau aus den Fingern saugen zu dürfen... ;)
Der user Myrmidon hatte seinerzeit im B! unter dem titel "Epos" eine entsprechende Eigenentwicklung vorgestellt, das sah ganz interessant aus.
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Zumindest in D&D 3E und neuer wäre eine solche Ressourcenbeschränkung prinzipiell babyleicht zu kodifizieren. Eigentlich ist sie da ja sogar schon impliziert, durch die "4 Encounter mittlerer Schwierigkeit" Richtlinie - es krankt halt an der Unzuverlässigkeit des CR-Systems, und dass es wirklich nur eine grobe Richtlinie statt Regel ist.
Aber prinzipiell wäre das wie gesagt leicht zu machen. In Pathfinder etwa teilt man die vom aktuellen zum nächsten Level benötigte XP durch 3, multipliziert das mit der Anzahl der SC, und presto, das ist dein XP-Budget pro Abenteuertag. Da dieses Budget in Form von Standardmonstern allerdings von einer solide geskillten Gruppe auf dem linken Nasenloch weggeschnupft wird, dürfte man sich als SL drauf einstellen, jeden einzelnen Gegner von Grund auf überarbeiten zu dürfen, verschiedene Gegner mit Synergien rauszusuchen usw usf, um sein Budget möglichst effektiv auszuschöpfen.
Wenn man aber mit seiner Zeit noch andere Sachen vorhat außer eine Woche lang die nächste Sitzung vorzubereiten, nimmt man halt dann am Ende doch lieber Standardgegner, aber dafür mehr davon. ;)
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Es ist also prinzipiell leicht zu machen, funktioniert dann aber nicht bzw. nur mit enormem Aufwand? :P ;D
Da war Rune dann doch deutlich weiter - eben hauptsächlich deswegen, weil man über die Anreizstruktur (auch) direkt strategische und taktische Entscheidungen des SL in die gewollte Richtung schiebt anstatt nur ein mehr oder weniger passendes Budget ohne jede weitere Anleitung oder Handlungsmaßgabe hinzuwerfen.
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Tja, der Teufel steckt halt oft im Detail. ;)
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Also der SL war wohl echt schlecht-welch'eine Verschwendung von Gegnern. ~;D
Er wollte die Spieler zusätzlich mit Langeweile quälen - aber als damals vierzehnjährige, reine Herrenrunde, ist man durch die Schule was Langeweile betrifft, extrem "abgestumpft" gewesen. 8)
Also stundenlang alles ausgewürfelt... ~;D
Sehr viel später hat er uns mal gestanden, das er einen Restart der Gruppe wollte, weil die SC alle zu stark gewesen wären...
Komisch war, dass sein SC ein paar Abende vorher hopps gegangen war (Endgegner Dämonen-Drache)....
"Nachtigall ihr hör dir trappsen" wtf? (Eine Art Spielleiterrache)
Egal 8) - ich kann mich glücklich schätzen jetzt (über 20 Jahre später) eine Gruppe zu haben, die es schafft unterschiedliche Meinungen und Pläne zu haben,
diese übel auszudiskutieren - und auch wenn einem die Sicherung durchbrennt und der SC "einfach macht" - zusammenhalten.
Großes Kino! Der Spielleiter der Gruppe ist, glaube ich, soweit ich gehört habe auch "ok" ;)
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Das schöne an solchen Negativerlebnissen ist ja, dass wir hinterher alle schön darüber lachen können. Zumindest ich find meine schlimmsten Spielerfahrungen im Nachhinein fast alle irgendwie lustig. Ich hab die bestimmt auch schonmal irgendwo zum Besten gegeben, aber ich erzähls immer wieder gern. :D
Da war dieser Shadowrun-Abend, an dem wir viele Stunden lang Charaktere bauten. Der Rigger baute am längsten, weil er sein Fahrzeug auch aussuchen und zusammenbauen musste. Und dann startete, gegen 23 Uhr, die Runde... wir wurden entführt und ohne jegliche Ausrüstung wortwörtlich in die Wüste geschickt. Den Rest des Abends hat der Spieler des Riggers so ausgesehen, als würde er gleich den Tisch essen. ;D
Beim gleichen SL hatte ich diese super WoD-Runde. Er kündigte an, dass es ein Polizei-Abenteuer würde und wir alle Polizisten spielen sollten. Ich sagte, dass ich sowas nicht so mag und fragte, ob es möglich sei, einen anderen Char zu spielen. Ich habe explizit gefragt, ob er den eingebunden bekommt und es hieß, das sei kein Problem. Ich solle einfach die Sekretärin des Polizeipräsidiums spielen. Ergebnis war, dass mein Spielanteil (nachdem ich nach Stunden erstmals auftauchte), daraus bestand, den anderen SC zu sagen, in welchem Raum der Polizeichef sitzt und wie sie dahin kommen. Im Endkampf wollte mich der SL dann gnädig doch mal einbinden und machte mir das Spielangebot, dass der letzte blutige Mord im Haus meines IT-Nachbarn geschah. Meine Sekretärin könne da jetzt mal hingehen und gucken, was da so los ist. Meine unbewaffnete Sekretärin... mit den Werten einer Sekretärin... hatte wenig Lust, sich in einem Haus mit einem herumlaufenden Serienkiller "mal umzusehen". Und so beobachtete ich dann durch die Geranien auf meiner Fensterbank den Endkampf. ::) Ich wäre nur halb so sauer gewesen, wenn ich ihm diesen Char aufgenötigt hätte - aber ich habe explizit gefragt, ob es möglich ist, einen Nicht-Polizei-Char in diese Runde einzubauen und diese Rolle war der Vorschlag des SL! >:(
Ein Quell eher ungeiler Runden war auch der damals noch existierenden Rollenspielabend im Mytholon.
Da war einmal diese Runde "Shadowrun im Mittelalter". Irgendeine Firma beaufftragte uns, in die Vergangenheit zu reisen, um da irgendwas zu erledigen. War zunächst auch echt witzig: Wir so voll gerüstet in die Vergangenheit gereist und dann haben wir da alles mit unserer überlegenen Technik gerockt. Kindisch? Ja. Aber unglaublich befriedigend. Was unsere SC allerdings nicht wussten - die Zeitmaschine war kaputt und konnte uns nur in die Vergangenheit, aber nicht in die Zukunft befördern. Ehe der Fehler auffiel und eine Ersatzmaschine geschickt werden konnte, sollten 12 Jahre IT vergehen, die wir halt in der Vergangeheit festsaßen. Nicht mehr ganz so befriedigend, aber auch noch ok. Und dann wollte der SL, dass wir diese zwölf Jahre minutiös ausspielen, statt sie einfach schnell zusammenzufassen. Keine Ahnung, wie er sich das vorgestellt hatte, aber wir haben dann den restlichen Abend damit verbracht, ein Weingut aufzubauen. Wolltet ihr nicht auch alle schonmal SR spielen, um darin ein mittelalterliches Weingut einzurichten? Nein? Wir auch nicht.
Oder der Abend, als mir jemand erzählte, ein Kranich-Courtier sei eine gute Einsteigerrolle in Legend of the five Rings. Also eine Figur, die dafür bekannt ist, sämtliche geschriebenen wie ungeschriebenen Hofreglements zu kennen und ganz tolle, netzwerkartige Intrigen zu spinnen. Naja, wie der Abend aussah, brauch ich wohl nicht weiter ausführen.
Ein einziges Negativerlebnis hatte ich, über das ich nicht lachen kann - weil es Teil einer ganzen Reihe von Negativerlebnissen war, die menschlich einfach völlig daneben waren: Dieser Vampire-Abend, an dessen Ende ich negative Erfahrungspunkte (also Erfahrungspunkteabzug) bekam, für schlechtes Rollenspiel. War, meine ich, meine allererste Vampire-Runde - entsprechend "gut" kannte ich den Hintergrund. Es hieß, Vampire haben Angst vor Feuer. Als es also hieß "Das ist eine Bombe im Haus!", lief mein Charakter weg und ließ dabei die anderen Charaktere (die er IT ja sowieso erst seit drei Stunden kannte) zurück. Das war dann offenbar irgendwie falsch und ich bin dafür am Ende des Oneshots "bestraft" worden. Schönen Dank auch. Dazu habe ich mir den ganzen Abend Witze und Sprüche auf meine Kosten geben müssen und dazu noch lachen, weil ich Angst hatte, sonst als überempfindlich und humorlos zu gelten. Naja. Im Lauf der Zeit hab ich dann einfach gemerkt, dass dieser SL am Spieltisch wie abseits davon ein Arschloch ist, der sich gerne groß macht, indem er Schwächere um sich herum klein macht. Da seine Runden den Nimbus hatten, unglaublich gut und immersiv zu sein, galt es dann auch noch als Auszeichnung, dort mitspielen zu dürfen, weswegen so Newbies wie ich sich geehrt fühlen durften, von ihm IT wie OT verbal angespuckt zu werden. Ekelhaft. Aber musste ich halt auch erstmal auf die harte Tour lernen. Hab bei dem Typen einige Male gespielt und mich jedes Mal hinterher wie Dreck gefühlt, weil er mir ja sooo überlegen war. Hat eine Weile gedauert, bis ich auf den Trichter gekommen bin, was der da tut und dass es nicht ok ist, wenn andere mich so behandeln.
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Den Rest des Abends hat der Spieler des Riggers so ausgesehen, als würde er gleich den Tisch essen. ;D
Und mit was? Mit Recht ;)
Und so beobachtete ich dann durch die Geranien auf meiner Fensterbank den Endkampf. ::)
Selbst schuld *duck und weg* ~;D
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Ich hatte auch mal so ein Exemplar:
Er hat XP nie verteilt nur neue Level gehandwedelt. Gibt eine Theorie, dass SL die während des AB keine XP gönnen, sehr faule SL sind und ich glaube das stimmt in diesem Fall leider.
Die Freundin klassisch bevorzugt und er legt einem Narzissmus an den Tag, der sich 1:1 mit dem Wikipedia Artikel deckt :D merkt selbst nichts davon, denke ich, sondern hält alle andern für blöd, bin ich sicher.
Ich glaub die Freundin hat einen starken Beschützerinstinkt und plappert ihm ausserdem nach dem Mund.
Ich denke beide müssten es mal kapieren weil er andauernd im Mittelpunkt stehen muss. Das ist zwanghaft (Lieblingsverb: ich). Kann nicht mit Kritik, verprellt dauernd Freunde und lästert über Abwesende: Klassische Narzissmus Diagnose.
Könnte einem leid tun wenn er sich nicht für die coolste Sau auf dem Planeten halten würde.
Könnte weiter erzählen aber s wird dann zu persönlich.
Ist jedenfalls verantwortlich dafür (und meine eigene Langmut) dass ich seit Jahren nicht mehr rollenspiele.
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Könnte weiter erzählen aber s wird dann zu persönlich.
Das war schon ziemlich persönlich für den allerersten Beitrag. Und wenn schon: Ich ist ein Personalpronomen :P
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Und wenn schon: Ich ist ein Personalpronomen :P
Das manche öfter, viel öfter verwenden als andere, incl. Mir Mein Mich.
Und zwar in Zusammenhängen die mit dem SL nix zu tun haben, also eine Person die richtig um sich kreist.
Vielleicht hat er sich mittlerweile geändert, drauf wetten tät ich nicht.