Eine seltsame Serie. Das Ende war prima haette aber wirklich ein richtiges Scheitern / schlechtes Ende sein soll ohne Zeitsprung in eine 2te Staffel. das haette besser gepasst
Ich weiß gar nicht, warum man da unbedingt "sympathische" Leute in der Geschichte sucht. Wo sollen die denn herkommen? Reginald Hargreeves hat so ziemlich ALLES falsch gemacht, was man als Erzieher von Kindern falsch machen kann und dass die dann auch noch Superkräfte haben, hat seine Fehler einfach nur noch potentiert. Seine "Lösung" für das Vanya-Problem ist so ultradämlich und fehleranfällig, dass man doch stark an seinem Intellekt zweifeln muss.
Zudem muss man ja auch mal festhalten, dass sein Plan, durch seinen Selbstmord die Kinder wieder zusammen zu bringen
überhaupt erst die Apokalypse möglich gemacht hat.
Ich finde tatsächlich so ziemlich alle Supers in ihren Handlungen nachvollziehbar. Die machen teils wirklich dämlichen Scheiss, aber ich habe mich nie gefragt, warum. Das war für mich immer in ihren Erfahrungen sehr gut begründbar. Und Vanya ist halt von klein auf eine mörderische Psychopathin
gewesen. ;D
Die einzige Figur, deren Handlungen ich für total dämlich halte, ist Reginald Hargreeves.
Ich sage aber nicht einmal bei dem, dass er eine unlogische Figur ist. Nur ein abgrundtief dämlicher Mensch. Und das beißt sich dann etwas mit dem Bild, was die Serie sonst von ihm zeichnet.
Er ist wie wir aus der letzten Folge wissen ein Außerirdischer
Das ganze ist in der Szene mit seiner Frau sichtbar.
Er geht mit der Dose Sparkle-Zeug zu dem Fenster und sieht auf eine Feldlandschaft hinaus.
Dort sind einige merkwürdige Objekte und hunderte von (Flucht-)Raketen die abheben und wegfliegen.
In der nächsten Szene kommt er mit einem Schiff im New York der 10er oder 20er Jahre an.
Das heißt, die ganzen Raketen haben sich wohl nicht von der Erde weggemacht.
Ich mochte die Serie, auch wenn ich zwei Anläufe gebraucht habe. Die erste Folge nimmt sich sehr viel Zeit für die Exposition, aber das macht sie meiner Meinung nach ein wenig lustlos. Ab Folge 2 war ich aber voll dabei, und ja, vielleicht sind die Charaktere nicht besonders sympathisch, aber ich mag sie, weil sie auf mich "echt" wirken. Und man entwickelt über die Zeit Verständnis für sie, weil ja wirklich für jeden ein Rückblick in die Kindheit gezeigt wird.
Besonders herausheben möchte ich übrigens die Leistung von Aidan Gallagher. Als ich den Trailer gesehen habe, dachte ich noch, dass sei ein Erwachsener, der aus einem anderen Blickwinkel gefilmt wurde, aber dann war in seiner ersten Szene recht schnell klar, dass er ein Teenie ist. Aber der spielt ja wirklich sehr überzeugend und man glaubt ihm auch
dass er eigentlich ein alter Mann ist, der über die Einsamkeit verrückt und zum Alkoholiker geworden ist.
Da jetzt Staffel 4 da ist, und ich sie auch durchgesehen habe, wird dieser Thread schreiend und zappelnd wieder aus dem Limbus gezerrt.
Ich bin immer noch leicht traumatisiert vom Ende, denn
daß sich das Umbrella-Academy-Multiversum letzten Endes selbst annulliert hat, das ist schon ein bitterer Brocken. Aber unpassend ist es nicht.
Und ich werde mir dieses blöde Lied besorgen müssen ("Ba-by Shark, doo-doo-doo-doo-doo-doo-doo..."), bleibende Schäden können nicht geleugnet werden.