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Medien & Phantastik => Andere Spiele => Brett- und Gesellschaftsspiele => Thema gestartet von: gilborn am 24.11.2020 | 22:00
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Weihnachten rückt näher ~;D
Welches der beiden Spiele ist besser?
Was haben sie für Vor- und Nachteile im direkten vergleich?
Ich kenne lediglich TI 4E.
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Wieviele Spieler/innen mit Sitzfleisch hast du im Zugriff?
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Eclipse dürfte im Regelfall nur die halbe Spielzeit beanspruchen. Das Gameplay ist weniger zufallsabhängig und planbarer, benötigt aber auch viel Planung und fühlt sich für viele trockener an. Diplomatie ist wohl in TI4 etwas prominenter.
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Ich persönlich würde kein bißchen Spiel-, Frei- oder Lebenszeit mehr für Twilight Imperium opfern.
Meine Stimme bekommt ganz klar Eclipse - da kann ich spassige 2-3 Stunden in 2-3 Stunden haben, nicht 1-2 in 7+. :)
Abseits vom Thema sind die beiden Spiele schwer vergleichbar.. Eclipse bietet zwar auch typische Würfelei in Kämpfen, atmet dazwischen aber fast schon ein bißchen Euro-Luft und das Konfigurieren der eigenen Schiffe hat etwas von Galaxy Trucker.
TI ist da eher ein aufgeblähtes Risiko mit angezogener Handbremse.
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Ich bin auch pro Eclipse. Oder gleich Space Empires 4X, aber das ist ziemlich konfliktlastig.
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Eclipse! Aus oben genannten Gründen.
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TI ist da eher ein aufgeblähtes Risiko mit angezogener Handbremse.
Da muss ich leider widersprechen. Das trifft nur zu, wenn man es rein auf Truppenbewegen und Raumkampf reduziert. Das ist, zugegebenermaßen, tatsächlich statisch und nicht die Stärke von TI. Das lebt vielmehr von der Interaktion zwischen den Spielern - Handeln, Schachern, Bündnisse schmieden, Bündnisse brechen uvm und bietet da auch enorm viele Optionen.
Die Dauer ist natürlich ein Hindernis - deswegen kommt man leider nicht so oft dazu, wie man es möchte. Aber die paar mal die ich es bislang spielen konnte waren jedes Mal großartig, von vorne bis hinten.
Ist aber aufgrund der Wichtigkeit der Interaktion vermutlich nochmal deutlich abhängiger von den Mitspielern als andere Spiele. Und der Anzahl - zu Viert ist die Anzahl der möglichen Bündnis- und Konfliktkonstellationen einfach zu eingeschränkt.
Ich verstehe, wenn einem das zu lang, zu dick, zu sperrig ist - aber "1 Stunde Spaß von 8 Stunden Spielzeit" kann ich null nachvollziehen und der Risikovergleich hinkt ganz immens.
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Eclipse. besonders seit der 2nd.
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Wieviele Spieler/innen mit Sitzfleisch hast du im Zugriff?
Wenns gut läuft und sich die Corona Situation es zulässt: 4 bis 6
Hört sich gut an, danke euch, dann wird's Eclipse werden (Vor allem da im Bekanntenkreis TI4 eh vorhanden ist - und das find ich schon super...)
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Denk dran, dass Eclipse2nd bald auf deutsch erscheint, falls Sprache ein Hindernis für die Spieler ist.
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Das lebt vielmehr von der Interaktion zwischen den Spielern - Handeln, Schachern, Bündnisse schmieden, Bündnisse brechen uvm und bietet da auch enorm viele Optionen.
(...) der Risikovergleich hinkt ganz immens.
All das in Deiner Aufzählung ging auch in Risiko - genau so ungeregelt und frei und ohne irgendwelchen groß unterstützenden Mechanismen in der Hinsicht.
Da jeglicher Fortschritt in TI auf ein "episches" Zeitlupentempo runtergebremst ist, sorgt es in der Praxis dafür, dass jemand in Führung meist verbündet angegangen wird - d.h. zwei Schritte vor und einen wieder zurück. Was nach 5 Std. entschieden sein könnte, verschlingt dann 7 und mehr.
Ich habe mir insgesamt zwei Partien angetan (ich verurteile ein Spiel nie nach nur einem Versuch) und ärgere mich bis heute über die investierten 20+ Std.
Für das Gebotene bzw. dieses Spielgefühl gibt es spannendere, vielfältigere und ganz sicher kompaktere Alternativen.
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Ich stimme Chobe zu. Meine beiden TI3-Partien waren quälende, langatmige Rumsitzereien. Mein Kumpel hat mir danach sogar das Spiel geschenkt, weil er es so öde fand, daß er es nicht mehr haben wollte.
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All das in Deiner Aufzählung ging auch in Risiko - genau so ungeregelt und frei und ohne irgendwelchen groß unterstützenden Mechanismen in der Hinsicht
Aber diese Mechanismen gibt es doch in Ti. Handelswaren, Verträge, Gesetze im galaktischen Rat.
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Ich sehe da auch weniger das Problem bei TI4, dass es keine unterstützenden Mechanismen in dieser Hinsicht gäbe. Die gibt es. mehr als genug. (In Risiko nicht)
Ich sehe bei TI4 eher das Problem, dass es ne Menge Spieler gibt, die nicht oder nur sehr ungern bei langen Aufbauspielen gegen andere Spieler frontal intrigieren wollen. Deshalb führt dann eine Partie mit entsprechend eingestellten Spielern zu einem gähnend langweiligen Beamtenmikado (oder zu einem schlechten Spielerlebnis, weil Deine Sandburg gefühlt ohne Grund eingetreten wurde oder das Spiel von Dir verlangt die Sandburg eines Mitspielers zu zertreten)
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ich glaube, wenn man es als reines Brettspiel betrachtet, ist TI eine katastrophale Wahl. Man muss schon den rollenspielerischen Aspekt des Spielkonzeptes aktiv nutzen, um das Maximum rauszuholen, und dazu braucht es eine ganze Spielrunde, die entsprechend drauf ist.
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Eine weitere Stimme für Eclipse, kennen zwar nur die 1st Edition, aber die war auch schon gut. Die Übermacht der Plasma-Raketen konnte ich nie nachvollziehen und ich meine die sollen sie generft haben.
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All das in Deiner Aufzählung ging auch in Risiko - genau so ungeregelt und frei und ohne irgendwelchen groß unterstützenden Mechanismen in der Hinsicht.
Naja, aber wie Samael sagt: Die Mechanismen gibt es doch. Handelswaren/Commodities, Promissory Notes und Regeln für Deals. Das ist es ja.
TI3 hab ich nie gespielt, aber TI4 war jedes mal ein Event von dem alle Teilnehmenden durch die Bank hellauf begeistert waren.
Aber wie Crimson King (und ich weiter oben auch schon) sagte: Da muss die ganze Spielrunde mitziehen. Und die Dynamik kommt eigentlich nur, wenn es mindestens 5, besser 6 Leute sind. Wenn man das zu dritt oder zu viert spielt und sich nur auf das Forschen sowie Aufbauen und Verschieben von Flotten konzentriert, dann wird's ganz sicher lahm - das glaub ich sofort. Das ist nämlich auh weder die Stärke noch der Kernaspekt des Spiels.
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Sowohl TI4 als auch Eclipse2 wurden sehr positiv von SuSD bewertet. Sind halt zwei unterschiedliche Spiele, ich sehe die Kritikpunkte die erwähnt werden, aber so langweilig wie Risiko ist TI4 wirklich nicht.
TI4:
https://www.youtube.com/watch?v=PLybps39ZwM
Eclipse2:
https://www.youtube.com/watch?v=oO-YqmlY9XE
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Sowohl TI4 als auch Eclipse2 wurden sehr positiv von SuSD bewertet. Sind halt zwei unterschiedliche Spiele, ich sehe die Kritikpunkte die erwähnt werden, aber so langweilig wie Risiko ist TI4 wirklich nicht.
TI4:
https://www.youtube.com/watch?v=PLybps39ZwM
Eclipse2:
https://www.youtube.com/watch?v=oO-YqmlY9XE
Über dieses Review bin ich auf Eclipse2 tatsächlich gekommen.
Eclipse1 erschien mir immer etwas blutleer, zu sehr auf Kampf fokussiert - aber Su&Sd hat mich da aber tatsächlich angefixt.
TI4 habe ich schon 5+ Mal gespielt, und als Kenner von TI3, das tatsächlich sehr sperrig sein kann, muss ich sagen, die haben da richtig, richtig gutes Streamlining betrieben, obwohl ich zuerst skeptisch war. Schade finde ich nur, dass sie das Kampfsystem nicht angepasst haben, das stammt einfach aus einer anderen Zeit. Da hätte ich mir mehr Mut gewünscht.
Und gerade da punktet Eclipse anscheinend mit den Mod-Möglichkeiten der Schiffe.
Fazit:
Ich werde mir Eclipse2 zulegen!
Und ich werde auf die deutsche Version warten, danke für die Info!
TI3 hab ich nie gespielt, aber TI4 war jedes mal ein Event von dem alle Teilnehmenden durch die Bank hellauf begeistert waren.
Event trifft es sehr gut, genauso empfinde ich das auch!
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Ich wollte auch nie sagen, dass TI und Risiko identisch wären. Der Kampf-Anteil allerdings (mit dem man ja recht viel Zeit verbringt) ist imho nicht viel interessanter. Belanglose Würfelei bleibt für mich auch mit einem cleveren Aktionsmechanismus und einem Deck voller Regelbrecher-Karten immer noch.. ziemlich belanglos. :)
Da bin ich einfach deutlich anderes gewöhnt. Es braucht nicht gleich ein Wargame-Regelsatz wie im grandiosen Space Empires: 4X, aber 1-2 intelligente Mechanismen, die einen im Kampf entweder ein paar Entscheidungen abringen oder dafür sorgen, dass man nicht einfach nur mit der Prämisse "viel hilft viel" an die Sache herangehen muss, sind das mindeste für meinem Geschmack.
Und die kleinen Regelbrecher (hab vergessen, wie diese Karten hießen) waren für mich ebenfalls schnell entwertet - nichts drückt für mich deutlicher aus, dass ein Designer der Balance seines eigenen Kartendecks nicht traut, wenn es diese unsäglichen "Negiere die letzte Karte"-Karten braucht.
Und die Dynamik kommt eigentlich nur, wenn es mindestens 5, besser 6 Leute sind. Wenn man das zu dritt oder zu viert spielt und sich nur auf das Forschen sowie Aufbauen und Verschieben von Flotten konzentriert, dann wird's ganz sicher lahm - das glaub ich sofort.
In meinen zwei Runden waren wir 7 und 5 Leute. :)
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@chobe:
Also ich hatte bei den Runden in denen ich gespielt habe eher nicht den Eindruck, dass man besonders viel im Kampfmodus bei TI4 unterwegs ist. Eher im Gegenteil.
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Eclipse kann man für 120 auf deutsch vorbestellen. Denkt ihr, das ist ein guter Preis?
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Eclipse 2 entspricht ja Eclipse 1 mit Erweiterungen inklusive, wenn ich recht informiert bin. Von daher ist der hohe Preis u.U. angemessen.
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Nein, es ist mMn ein absurder Preis für ein Grundspiel - Erweiterungsgedöns hin oder her.
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Du hast aber schon gesehen, was da drin ist JS?
Ich bin ja generell eher Preisunempfindlich, aber ich finde selbst wenn man da etwas kritischer ist, ist der Preis gerechtfertigt.
Eclipse2 enthält das alte Grundspiel und ein paar kleine Erweiterungen des Grundspiels, außerdem ist das Insert dabei.
Also 50€ Spiel+30€ Erweiterungen+40€ Insert=120€ Finde ich einen fairen Preis, vor allem da die Qualität recht gut ist.
Wenn man natürlich kein Interesse an Plastikraumschiffen und dem Spiel hat, bekommt man für 120€:
Splendor 30€
ArcticScavengers 30€
Inis 50€
Oder:
Terraforming Mars und Gaia Project
Aber darum geht es ja nicht und die Preisfrage und was man stattdessen dafür bekommt ist auch in beiden Rezensionen drin soweit ich mich erinnere.
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Ja, habe ich. Eine vielleicht angemessen eingepreiste Grundbox bekommt völlig überteuerte Erweiterungen beigelegt und wird dann ebenfalls (mMn) absurd überteuert.
Diese Sympathie hier im T für Brettspielpreise um die 120, 140 EUR herum werde ich fast nie verstehen.
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Haben wir für Preisdiskussionen nicht einen eigenen Thread (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116095.0.html)?
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@chobe:
Also ich hatte bei den Runden in denen ich gespielt habe eher nicht den Eindruck, dass man besonders viel im Kampfmodus bei TI4 unterwegs ist. Eher im Gegenteil.
Kämpfen tut man da meiner Einschätzung nach nur, wenn es klar ist, dass man keinen anderen Weg zum Sieg mehr hat. Einen Krieg anzufangen ist viel zu riskant.
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Kämpfen tut man da meiner Einschätzung nach nur, wenn es klar ist, dass man keinen anderen Weg zum Sieg mehr hat. Einen Krieg anzufangen ist viel zu riskant.
...und vor allem: Frisst Ressourcen ohne Ende, selbst im Erfolgsfall fehlen die dann gerne woanders.
Bzw.: Danach bleibt man als gefundenes Fressen für Nichtbeteiligte zurück.
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Wobei letztes mal bei uns der Spieler des Virus fast gewonnen hätte - der Virus kann Technologie nur stehlen und das nur in Gefechten, bei denen er eine Einheit des Gegners vernichtet hat, muss also kämpfen. - die Kunst ist, keinen All-In-Krieg anzufangen, sondern immer nur so kleine Scharmützel.
Da Problem war, dass er sich mich als Opfer erkoren hatte, alle anderen ihn in Ruhe ließen (um nicht selber beschädigt zu werden) und es mir an der Power fehlte, ihn ein für alle mal fertig zu machen (ohne meine andere Flanke für die Menschen komplett zu öffnen). Geht also schon. Aber prinzipiell stimme ich Euch da zu: Gefechte sind ressourcenintensiv und risikoreich und werden deswegen tatsächlich im normalfall gerne vermieden.
Wobei es in der beschriebenen Partie in der zweiten Hälfte tatsächlich sehr viele Kämpfe gab, war schon spannend. Und am Ende war's wieder einmal ein Foto-Finish, 3 Parteien hätten in der Runde die erforderlichen Siegpunkte zusammenbringen können.
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Wobei letztes mal bei uns der Spieler des Virus fast gewonnen hätte - der Virus kann Technologie nur stehlen und das nur in Gefechten, bei denen er eine Einheit des Gegners vernichtet hat, muss also kämpfen. - die Kunst ist, keinen All-In-Krieg anzufangen, sondern immer nur so kleine Scharmützel.
Da Problem war, dass er sich mich als Opfer erkoren hatte, alle anderen ihn in Ruhe ließen (um nicht selber beschädigt zu werden) und es mir an der Power fehlte, ihn ein für alle mal fertig zu machen (ohne meine andere Flanke für die Menschen komplett zu öffnen). Geht also schon. Aber prinzipiell stimme ich Euch da zu: Gefechte sind ressourcenintensiv und risikoreich und werden deswegen tatsächlich im normalfall gerne vermieden.
Wobei es in der beschriebenen Partie in der zweiten Hälfte tatsächlich sehr viele Kämpfe gab, war schon spannend. Und am Ende war's wieder einmal ein Foto-Finish, 3 Parteien hätten in der Runde die erforderlichen Siegpunkte zusammenbringen können.
Der Nekro-Virus hat schon seine eigene Taktik, ja...