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Medien & Phantastik => Sehen, Lesen, Hören => Lesen => Thema gestartet von: Supersöldner am 15.12.2020 | 10:49
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Warum ist Fantasy Erfolgreicher als Urbane Fantasy ? Und Beliebter ? Zwar habe ich für beides keine absoluten Zahlen aber bin mir nach Jahren des Lesen und beobachten was es so gibt und was als Beliebt gilt ziemliche sicher das es so ist. Doch warum eigentlich ?
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Ich vermute wir hatten das schon. Einer der Gründe liegt in der zumindest vorgestellt geringeren Eingegrenztheit einer dünn besiedelten Fantasywelt mit Einsamen Bergen, unerforschten Wäldern und narrativen Raum für Wunder hinter jedem Busch. Natursehnsucht gehört sicher auch dazu.
Demgegenüber ist eine Stadt scheinbar eine bekannte Größe, von bloßen Sterblichen erschaffen und jede Ecke zumindest für die unmittelbaren Anwohner banal.
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Ist es das? Ich würde tippen, dass Vampir-Romanzen, Jugendabenteuer und Kinderhexereien ein wichtiger Markt ist.
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Bei den Jugendromanen waren das eher urbane SciFi als Fantasy wie z.B. "Die Tribute von Panem", "Mazerunner" und "Die Bestimmung".
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Es gibt aber auch Rubinrot, Tintenherz, Percy Jackson, Bartimäus, Insel der besonderen Kinder, Twilight, Warrior Cats, usw.
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- Die Vielfalt der Abenteuer ist in Standard-Fantasy größer, denn neben in der Wildnis und in Ruinen, kannst Du auch in Städten Deine Abenteuer spielen. Urban Fantasy ist Bestandteil von Standard-Fantasy.
- Daraus folgt, dass die Charaktere, die Du spielen kannst, vielfältiger sind, denn Du hast bei der Standard-Fantasy sind noch die Naturvölker, Wildniskrieger und Naturpriester sinnvoller.
- Das Entdecken neuer Kontinente, Länder, Welten ist ein großer Bestandteil der Faszination von Abenteuerspielen.
Ab und an gibt es erfolgreiche Fantasy-Werke, die sich auf Städte konzentrieren, wie Lankhmar (https://en.wikipedia.org/wiki/Lankhmar). Terry Pratchett wechselt von Roman zu Roman immer mal wieder zum Fokus auf die zentrale Stadt Ankh-Morpork (https://www.pratchett-buecher.de/karte_morpork.php).
Edit: Ich sehe gerade, dass in Mittelalter-Städten im engeren Sinne gar keine Urban Fantasy (https://en.wikipedia.org/wiki/Urban_fantasy) stattfinden kann. Hier nochmal zur Definition von "Urban Fantasy". (https://de.wikipedia.org/wiki/Contemporary_Fantasy) Die Frage ist bezieht sich also weniger nach dem Handlungsort als eher nach der Epoche: Historical-Fantasy vs Contemporary Fantasy.
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Rivers of London, Alex Verus, Skulduggery Pleasant, Nightside, Dresden Files, Rachel Morgan...ist nicht so, als gäbe es da nicht genug Lesefutter....