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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Rezensionen => Thema gestartet von: Thallion am 10.11.2021 | 11:38
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Hier könnt ihr eure Meinung zum Abenteuer Die Gruft der Schlangenkönige abgeben und nach Punkten bewerten.
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Shop-Artikel
Die Gruft der Schlangenkönige (https://www.drivethrurpg.com/product/218942/Die-Gruft-der-Schlangenkonige)
Abenteuer-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Abenteuer:
https://rollenspiel-bewertungen.de/tanelorn/abenteuer/
Klappentext:
Jeder kennt die Dungeonklassiker – Gruft des Grauens, Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler, Rabenhorst und so weiter. Aber um diese Abenteuer zu verstehen, benötigt man bestimmte Grundlagen. Sowohl die Gruft des Grauens als auch Death Frost Doom reagieren auf etwas, aber dieses etwas lässt sich nirgends greifen.
Es wirkt ein wenig so, als wären alle veröffentlichten Abenteuer das Gegenstück zu Bachs Cembalokonzerten. Es werden beständig neue, großartige Werke erschaffen, aber es gibt nirgendwo einen Grundlagenkurs: „Spielen mit Tasteninstrumenten“.
Dieser Dungeon wurde im Stil der Klassiker erschaffen, ohne sich in Erinnerungen und Nostalgie zu verlieren. Es enthält viele, aber nicht alle der typischen Eigenarten, die zudem erläutert werden.
Dieses Modul ist gedacht für
Erfahrene Meister mit unerfahrenen Spielern
Meister, die mehr über die Gestaltung von Dungeons lernen wollen
Meister und Spieler, die Erfahrung in anderen Spielstilen haben und sich mit dem OSR-Stil vertraut machen wollen
Es kann auch von Meistern ohne Vorerfahrung genutzt werden, in dem Fall wird es aber ein Sprung ins kalte Wasser.
Aufbau
Die Gruft der Schlangenkönige besteht aus drei unterirdischen Ebenen und vier Themenbereichen. Je tiefer man in ihn eindringt, desto bizarrer und weltfremder wird er. Zu Beginn bricht man hölzerne Särge auf, um kleine Amulette zu stehlen, gegen Ende wühlt man im Mist von Funglins, um Kronen und Wertgegenstände zu finden, verhandelt mit einem untoten Schlangenmenschen oder schleppt Schatztruhen voller Gold an die Oberfläche.
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Ich hab noch keine abschließende Bewertung, aber einige Kritikpunkte: Keine Monsterwerte in den einzelnen Räumen, einspaltiges Layout mit kleiner Schrift, zwar sind die Wertgegenstände einzeln abgesetzt, aber dann mit doppeltem Zeilenabstand - macht das unübersichtlich, finde ich. Das ist aber mehr Layout als Inhalt. Und Funglings sollten Pilzlinge osä heißen,
plus die Werte habe ich auf Anhieb gar nicht gefunden... ;D
Sagt jetzt erstmal nichts über das Abenteuer an sich aus, aber hat schon nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Spielbarkeit. :q
Später mehr.
EDIT: Ich bin blind! ~;D
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Ja also das deutsche Layout ist deutlich simpler als das aktuelle englische. Aber ich habe es schon auf deutsch geleitet und bin gut damit zurecht gekommen. Es versucht halt eine Lehrstunde in OSR-Spielstil zu sein und funktioniert meiner Meinung am besten wenn man dann auch die dazugehörigen Infotexte an die Spieler kommuniziert, was mit dem was grad im Spiel passierte ausgedrückt werden sollte und warum es platziert wurde. Man kann es natürlich auch als erfahrene Gruppe spielen, aber mMn lebt das Abenteuer davon ein OSR-Einstiegsdungeon zu sein.
Gegen Ende wird es mir etwas zu extravagant für diese Prämisse, aber wenn man das deutsche Layout an die neue Version des Originals anpasst wäre es ein Abenteuer, für das man durchaus Geld verlangen könnte ohne sich hinter anderen vergleichbaren Produkten verstecken zu müssen.
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Hat einige echte Schnitzer, aber kann man relativ simpel für die eigenen Zwecke anpassen. (Tja, dafür gibt es weder einen Bonuspunkt, noch einen Mitleidspunkt).
Das größte Manko ist das fehlen jedes Foreshadowing: jede Raum steht eigentlich ganz für sich. Es gibt keine Indizien für das, was kommen wird.
Der gefährlichste Gegner kann eigentlich hauptsächlich durch Spielleitergnädigkeit überstanden werden. Wird aber auch nicht weiter ausgeführt.
Dawischen gibt es auch einige tolle Elemente und spannende Räume, aber als Gesamtkunstwerk gibt es trotzdem im besten Fall eine 3.
(Habe sowohl englisch als auch deutsch gelesen, aber jetzt keine speziellen Elemente der deutschen Version im Kopf- außer dass es regeltechnisch für einen seltsamen OSR/pbtA-Bastard angepasst wurde.)
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Ich bin mal nett, und sage die Übersetzung hat ihre eigenen Probleme, als Beispiel (nicht das einzige):
Original: This room contains a giant statue of a hideous snake-man god, resembling a cross between a toad, a heap of intestines, and a melted candle. Water leaking into the tomb has eroded the floor,
Übersetzung: Dieser etwa 7 m breite und 7 m lange Raum wird von der Statue eines Schlangengötzen dominiert. Die von Schimmel überwucherte Rückwand fließt ein kleines Rinnsal Wasser herunter. Das Wasser hat im Laufe der Jahrtausende einen Teil des Sockels erodiert,
wtf? Nichtmal eine riesige Statue? Schlangengötze? Einfach nur Schlangengötze. Stattdessen Schimmel??? Der nichts zur Sache tut?
Das zieht sich, bei der Hammerfalle zum Beispiel, auch ins Spielmechanische rein.
Dann noch die Karten - im Original sind die beschriebenen Teilabschnitte direkt als Kartenabschnitt auf jeder Seite vorhanden. (Und die Monsterwerte, deren Abwesenheit vorher schon bemängelt wurde, tatsächlich im Text, sind ja auch nur 3 (HD, Morale, ATK). ::)
Echter Fail Fehlschlag. Wenn man Englisch kann, ist man mit dem Original viel besser bedient... :q
Und es sind 6*6m 8)