Tanelorn.net

Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: Alteisen am 10.10.2022 | 22:07

Titel: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Alteisen am 10.10.2022 | 22:07
Angelehnt an das Thema zu Red Flags bei Mitspielenden: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel (inkl. Setting, System, Aufmachung...)?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Bospa am 10.10.2022 | 22:12
Was mir überhaupt nicht zusagt sind:

Das fiel mir spontan ein, aber da kommt sicherlich noch was ;)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: felixs am 10.10.2022 | 22:16
- Anime/Manga-Stil.
- Übermäßige Grausamkeit, Brutalität.
- Übermäßig freizügig/sexualisierte Darstellungen.
- Komplexe und komplizierte Regeln.

Und natürlich auch alles, was mit Genres zu tun hat, die mich nicht interessieren.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: takti der blonde? am 10.10.2022 | 22:18
Tipps zum Schummeln für die Spielleitung
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: 1of3 am 10.10.2022 | 22:27
Alles aus einem Point Buy.

Schwammige SL-"Tipps"

Undefinierte Core Story
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: schneeland am 10.10.2022 | 22:28
Analog zum anderen Thread wären "Red Flags" vor allem Sachen, die man schon vor dem Kauf bemerkt, oder?

In der Kategorie bei mir:
- Furries
- 5e Logo, verstärkt durch die Nennung der Anzahl der neuen Klassen und Subklassen in der Produkt-/Projektbeschreibung
- Biedere Illustrationen
- (Sehr) hohe Seitenzahl

Von den anderen genannten Dingen stören mich auch ein paar (und die Aufforderung zum Würfeldrehen ist tatsächlich eine rote Linie). Aber da ist es dann ja üblicherweise schon zu spät und ich hab' das Ding bereits auf der Platte bzw. im Regal :)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 10.10.2022 | 22:36
Charakterbögen, mit denen ich mich schon als Noch-Systemuneingeweihter spontan nicht anfreunden kann. Worüber ein Spiel von seinen Spielern Buch zu führen erwartet, sagt schließlich rein an und für sich schon so einiges aus. ;)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 10.10.2022 | 22:53
Pointbuy, das schon recht weit unten das Ende der Fahnenstange erreicht. ZB, wenn bei einer 3-18 Skala schon bei 14 oder 15 fertig ist. Oder der Pointbuy-Durchschnitt unter dem Würfelschnitt liegt.

Charakteroptionen, die absolut keinen Nutzen haben oder für ihren Nutzen zu teuer sind.

Verschiedene Probensysteme.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 10.10.2022 | 23:12
- Anime/Manga-Stil.
- Komplexe und komplizierte Regeln

- Kitchensink - und seine kleine Schwester:
- "Mit mir kannst du alles machen und auf jede erdenkliche Weise spielen"

Ich will lieber fokussierte Sachen, die ihr Ding durchziehen.

- Rollenspiele "die für Kinder sind".
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: takti der blonde? am 10.10.2022 | 23:15
Analog zum anderen Thread wären "Red Flags" vor allem Sachen, die man schon vor dem Kauf bemerkt, oder?

Viele der genannten Elemente lassen sich ja zum Glück auch vor dem Kauf herausfinden. Das Spektrum reicht da von Rezension über "Let's Plays" bis hin zu sog. "Raubkopien" (LOL).
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Boba Fett am 10.10.2022 | 23:24
- Übermäßige Grausamkeit, Brutalität.
- Übermäßig freizügig/sexualisierte Darstellungen.
- Rollenspiele, in denen man Emo-Charaktere spielt (also Vampire, Harry Potters, Frodos und all so wehleidig jammerndes und Selbstmitleid verseuchtes Zeug)
- Komplexe und komplizierte Regeln, die keinen tatsächlichen Mehrgewinn im Spielerlebnis liefern
- Cuarakterbögen mit mehr als 2 Seiten und/oder übermäßig viel das an Spielwerten Platz finden muß
- kleine Schrift im Buch
- mangelnder Kontrast zwischen Schriftfarbe und Hintergrund
- unverständliche Regelerklärungen ohne gute Beispiele
- Beispiele, die nicht die komplizierten Sachverhalte erläutern
- Setting mit schwammigen Andeutungen, die niemal vernünftig aufgeklärt / klargestellt werden
- Crowdfundings mit Stretchgoals bei denen man sich fragt, wer die jemals brauchen wird
- Crowdfundings mit Neuauflagen alter Rollenspielesysteme, die dann trotz wirklich guter Fundingsumme schlecht und Fehlerhaft durch die Texterkennung gejagd und nicht vernünftig korrigiert werden (obwohl es das Original bereits als PDF im elektronischen Textformat gab und man sich die Arbeit hätte einfach machen können) und deren Grafiken oder Karten pixelig eingescannt werden, anstatt dass man sich die Mühe gibt und sie einfach einmal neu designed.
- uneinheitliche Würfelsysteme (w6 bis w12 für schaden, w20 für Kampfproben und w100 für fertigkeiten… oder: 3w20 fürfertigkeiten aber w20 für kampf)
- Inhaltsverzeichnisse, die entweder ganz grob (einstellige Kapitelzhl bei mehr als 250 Seiten) oder aber so dtailliert sind, dass sie mehr Einträge als der Index zu haben scheinen.
- kein Index oder einer, der zu wenige Einträge und Kreuzverweise enthält (Tauchen, siehe Schwimmen, siehe Fortbewegung im Wasser, siehe Boote, siehe Schiffe, siehe Wasser, siehe Eelemente)…
- vollmundige Versprechen, was alles an Übersetzungswerken geplant sind, von denen dann keines erscheint.
- übersetzungstexte deren Satzbau zeigt, aus welcher Sprache das Buch übersetzt wurde.
- Bücher aus einem Crowdfunding, bei denen die Liste der Unterstützer schlicht vergessen wird
- Rollenspiele, bei denen man Tokens, Chips, Spezialwürfel, Spielkarten und spezielle Deckbau-Unterlagen benötigt, um sie wirklich gut spielen zu können, ohne, dass dies irgendwie das Spielerlebnis bereichert (abgesehen davon, dass die Regeln das Spiel völlig unbefriedigend gestalten, wenn man das Zeug nicht extra erwirbt).
- Rollenspiele, die nicht das metrische System nehmen (es gibt genau EINE Nation, die noch auf das imperiale System baut, weil ihre Schulbildung so schlecht finanziert ist) alle anderen nutzen das metrische Einheitensyste!
- Rollenspiele, die ein eigenes Einheitensystem erfinden, um ihre Welt möglichst plausibel erscheinen zu lassen, wo man dann zwei Stock groß und 50 Großsteine schwer, der Weg ein drolzend Pferdefluchten weit ist, und natürlich verwendet man ein Zahlensystem nicht auf dem Zehnersystem, sondern auf dem Siebzehnersystem, das macht es so schön realistisch.
- Rollenspiele, die auf Realismus setzen.(und nicht auf Plausibilität)
- Mittelaltermarktsprech im Setting („He da, Kassen-Knecht, sagt eurem Pfeffersack von einem Krämer, dass er seine Preise für diesen Haufen vergilbter und gebundener Pergamente in des Götz von Bärchilingens Lagerstätte parken kann, denn ein Gekritzel von solch unerquicklicher Wortwahl werde wohl kaum ein redlicher Recke sein eigen nennen wollen. Vielleicht kann er diesen jenen ja noch als wärmenden Fidibus verwenden, wenn das Furzgas in seiner Heimstätte ihn nicht länger erwärmen sollte. Und sollte er erzürnen, erinnere ihn daran, dass man auch die Büttel ob des Wuchers, den er da betreibe, rufen könne und das das Feuer des inneren Zornes auch warm halten mag in so unerquicklichen Zeiten!.“)
- ich hab noch eine Flagge, aber die verrate ich aus political correctness nicht…

Und ja den Götz hat man anders geschrieben, damals aber das ist doch Fäntelalter Setting, da muss man Namen doch verblödeln.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Bospa am 10.10.2022 | 23:31
...
- ich hab noch eine Flagge, aber die verrate ich aus political correctness nicht…

Das weckt jetzt natürlich sehr die Neugier ;)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Boba Fett am 10.10.2022 | 23:32
Das weckt jetzt natürlich sehr die Neugier ;)
Deswegen schrub er es doch
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Bospa am 10.10.2022 | 23:34
Deswegen schrub er es doch
Ach so, Dramaturgie und so, alles klar ;D
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: takti der blonde? am 10.10.2022 | 23:34
Das weckt jetzt natürlich sehr die Neugier ;)

Ich wette, es geht um schlecht gemachte gendergerechte Sprache.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Boba Fett am 10.10.2022 | 23:42
Ich wette, es geht um schlecht gemachte gendergerechte Sprache.

Eine Wette ist irrelevant (anything that does not relate to elefants is irrelefant) weil ich hier kein Rateversuch positiv oder negativ kommentieren werde.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Bospa am 10.10.2022 | 23:46
Eine Wette ist irrelevant (anything that does not relate to elefants is irrelefant) weil ich hier kein Rateversuch positiv oder negativ kommentieren werde.

OK, fair enough. Aber warum hast Du den Punkte denn angeführt, wenn Du Dich nicht darüber austauschen möchtest?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 11.10.2022 | 07:06
Wenn das System Spezialzubehör zwingend braucht und dieses nur sehr umständlich oder sehr teuer zu erhalten ist.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: bobibob bobsen am 11.10.2022 | 07:55
mit Nachteilen Vorteile erkaufen
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: phant am 11.10.2022 | 08:08
Wenn im Laufe der SC-Progression zwingend magische Gegenstände erforderlich sind, um das Überleben der SC zu sichern.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Marask am 11.10.2022 | 08:13
Ein 5e-Logo...
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: KhornedBeef am 11.10.2022 | 08:18
Da muss ich mal fragen: ist das auf 5e bezogen eine rote Fahne im Sinne von "ich weiß von weitem, dass ich das wahrscheinlich nicht spielen will" oder im erweiterten Sinne "da stecken höchstwahrscheinlich weitere Eigenschaften mit drin, die nichts mit 5e zu tun haben, die ich aber negativ bewerte" ?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: ghoul am 11.10.2022 | 08:29
Tipps zum Schummeln für die Spielleitung

+1
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: ghoul am 11.10.2022 | 08:33
Rules-light Hacks von Spielen, die Original schon wenig regellastig sind.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Jenseher am 11.10.2022 | 08:46
Gibt es analog zum Wutbürger (ich bin mir da nicht so sicher ob es den Wutbürger gibt, ich bin bis jetzt noch keinem begegnet) auch den Wutrollenspieler oder allgemein den Wutspieler? Man müsste in diesem Forum vielleicht mal recherchieren.

Da soll es so zwei Themen mit roten Tüchern geben (XXXXX - hier bitte den Namen für das rote Tuch der Stierkämpfer einsetzen) …
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Ainor am 11.10.2022 | 09:11
Ich würde sagen ja. Wenn manche Leute schon so eine tiefe Abneigung gegen bestimmte Würfel haben...

Aber Red Flags, also Warnhinweise die nicht als solche gedacht sind wären bei mir Bewerbung mit
"Mächtige Magie" (Die SCs bekommen aber meistens keine), "Realistisch" (kompliziert) oder "tödlich" (klingt voll cool, bis dann in Session 2 der mühsahm erstellte Charakter von einem Kritischen Treffer einer Ratte getötet wird).

Ein 5e-Logo...

Das ist eigentlich keine Red Flag. Es beschreibt einfach nur präzise den Inhalt.

 
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Jens am 11.10.2022 | 09:16
Charakterbögen unter sechs Seiten zeigen mir oft wie unterkomplex ein Spiel ist und wie wenig Commitment ich von den Spielern erwarten kann. 🎩🧐

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Edit: Spoiler erweitert
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: ghoul am 11.10.2022 | 09:17
Da soll es so zwei Themen mit roten Tüchern geben (XXXXX - hier bitte den Namen für das rote Tuch der Stierkämpfer einsetzen) …
Du meinst die beiden Roten Tücher "OSR" und "Nicht-OSR"?
 ~;D
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Kurna am 11.10.2022 | 09:51
Wenn mit Begriffen wie "grim-dark" oder "düster" geworben wird. Abgeschwächt wohl auch bei "postapokalyptisch".
Große Würfelpools.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 11.10.2022 | 10:07
Charakterbögen mit mehr als 2 Seiten (OK bei Charakterwachstum im Lauf einer Kampagne, aber nicht für Startcharaktere)
Lange Fertigkeitenlisten (>20)
Kein Point Buy
Kleinteilig zu verrechnende Modifikatoren (-2 bei Nebel, +3 wenn das Ziel sich nicht bewegt hat, etc.)
Explodierende Würfel
Mehr als 150 Seiten "echte" Regeln (ohne Charaktergenerierung und Ausrüstungslisten)
Bekannte/beworbene hohe Tödlichkeit
NSCs/Kreaturen funktionieren genauso/sind genauso aufgebaut wie SCs
Sonderfähigkeiten werden bei Kreaturenprofilen nicht ausgeschrieben, sondern nur aufgezählt
Mehr als 2-3 unterschiedlich zu handhabende Ressourcenpools
Unbedingt notwendige Spezialwürfel, Token...
Keine pdfs
Oberflächliche EDO- oder Kitschen-Sink-Fantasy ohne echtes Alleinstellungsmerkmal
Fokus auf Militär
Illus, die nicht meinem Geschmack entsprechen (verleidet mir leider selbst bei guten Systemen/Settings das Lesen)
Uplifted Animals (Ich hab seltsamerweise kein Problem mit Tierwesen in Fantasy, aber bei "technischen" Varianten/SciFi mit intelligenten Tieren stellt es mir aus irgendeinem Grund die Haare auf)

Nichts davon ist ein absolutes No-Go und ich habe für jeden Punkt Systeme im Regal, die ihn brechen, aber es sind eben Red Flags, dass das System wahrscheinlich nichts für mich ist, vor allem wenn mehrere davon zusammen kommen.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 11.10.2022 | 11:12
"NSCs/Kreaturen funktionieren genauso/sind genauso aufgebaut wie SCs"

ähm... ich muss gestehen das ich den Punkt nicht verstehe. Sollte es nicht so sein das NSCs (der Ork Krieger, der Elfen Magier, der Kultist usw) nicht genauso "funktionieren" wie Spieler charaktere und keine "super special awesome" Fähigkeiten haben auf die du als Spieler keinen Zugriff hast (wie z.b. Magie)?

Bei Kreaturen verstehe ich das ja noch.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 11.10.2022 | 11:37
"NSCs/Kreaturen funktionieren genauso/sind genauso aufgebaut wie SCs"

ähm... ich muss gestehen das ich den Punkt nicht verstehe.?
Ich bevorzuge es, wenn ich als SL mit einfacheren Profilen arbeiten kann. Also nur die wichtigsten Werte und Fähigkeiten und letztere ausgeschrieben, während SC detaillierter sind und mehr Optionen haben.
Ich nenne das meist assynchrone Regeln. Viel Freiheit für die Spieler (die sich jeweils nur auf ihren Charakter konzentrieren können/müssen) und einfache Handhabbarkeit für den SL.
Ein positives Beispiel für mich ist hier D&D5, wo übliche NSC/Kreaturen-Profile inkl. (!) ausgeschriebene Erklärung ihrer Sonderregeln selten mehr als eine viertel bis halbe Seite umfassen und ein positives Extrembeispiel das Cypher System, wo sich NSC/Kreaturen theoretisch bis auf einen Wert reduzieren lassen.
Ein für mich klassisches Negativ-Beispiel ist DSA(5), wo z.B. das Profil des Heshtot, eines niederen (!) Dämons folgendes umfasst:

Vorteile/Nachteile: Dunkelsicht II / Schlechte Eigenschaft (Rachsucht)
Sonderfertigkeiten: Finte I+II (Heshthot-Schwert, Waffenlos), Haltegriff (Waffenlos), Schildspalter (Heshthot-Schwert),  Vorstoß  (Heshthot-Peitsche, Heshthot-Schwert, Waffenlos), Wuchtschlag I+II
(Heshthot-Schwert, Waffenlos)
Zauber: Dunkelheit 15 (16/12/12), Horriphobus 6 (16/14/12)

Jede Sonderfertigkeit und Zauber muss nachgeschlagen oder auswendig gelernt und nach den selben Regeln wie bei SC abgehandelt werden (weitere spezifische Sonderregeln werden noch extra aufgeführt).
So was wird dann richtig spaßig, wenn man einen Beschwörer mit zwei Dämonen und einer Gruppe Kultanhänger steuern soll...
Hilfsmittel wie Referenz-Karten sind hier eine möglich Unterstützung, die ich aber am liebsten gar nicht erst brauche.

Ein ähnliches Beispiel ist Shadowrun, wo (in der V6) beim Profil "Elite-Konzernsicherheit" folgendes angegeben ist:
Bodytech: Cyberaugen [Deltaware, Stufe 3; Bildverbindung, Kamera, Restlichtverstärkung, Sichtverbesserung, Smartlink], Cyberohren [Deltaware, Stufe 2; Audioverbesserung, Audio-
verbindung, Dämpfer, Selektiver Geräuschfilter 2], Muskelstraffung [Stufe 3], Muskelverstärkung [Stufe 3], Orthoskin [Stufe 4], Schmerzeditor, Synapsenbeschleuniger [Stufe 2],
Thrombozytenfabrik

Da hätte ich gerne einfach  nur die relevanten Auswirkungen beschrieben bzw. in die Profilwerte eingerechnet, anstatt jede Bodyware nach den selben Regeln wie für Spieler recherchieren und handhaben zu müssen (was macht nochmal der Schmerzeditor und die Thrombozytenfabrik genau?).

d.h. wenn ich für SC definierte Sonderfertigkeiten oder Ausrüstung listenweise in einem NSC-Profil sehe, ist das für mich eine Red Flag.

Sollte es nicht so sein das NSCs (der Ork Krieger, der Elfen Magier, der Kultist usw) nicht genauso "funktionieren" wie Spieler charaktere und keine "super special awesome" Fähigkeiten haben auf die du als Spieler keinen Zugriff hast (wie z.b. Magie)?
Tatsächlich habe ich keine Probleme damit, wenn es je nach Setting Fähigkeiten gibt, die NSC erlangen können und SC nicht (z.B. besonders mächtige Magie für Drachen oder jahrhundertealte Magierinnen). Aber mir ist klar, dass da die Meinungen stark auseinander gehen.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: KhornedBeef am 11.10.2022 | 11:43
"NSCs/Kreaturen funktionieren genauso/sind genauso aufgebaut wie SCs"

ähm... ich muss gestehen das ich den Punkt nicht verstehe. Sollte es nicht so sein das NSCs (der Ork Krieger, der Elfen Magier, der Kultist usw) nicht genauso "funktionieren" wie Spieler charaktere und keine "super special awesome" Fähigkeiten haben auf die du als Spieler keinen Zugriff hast (wie z.b. Magie)?

Bei Kreaturen verstehe ich das ja noch.
Wenn du jetzt ein klassischer Tactician bist, empfindest du es vielleicht als befriedigender, wenn dein Gegner beim Schach nicht ohne
Springer und Türme antreten muss :)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 11.10.2022 | 11:44
"NSCs/Kreaturen funktionieren genauso/sind genauso aufgebaut wie SCs"

ähm... ich muss gestehen das ich den Punkt nicht verstehe. Sollte es nicht so sein das NSCs (der Ork Krieger, der Elfen Magier, der Kultist usw) nicht genauso "funktionieren" wie Spieler charaktere und keine "super special awesome" Fähigkeiten haben auf die du als Spieler keinen Zugriff hast (wie z.b. Magie)?

Bei Kreaturen verstehe ich das ja noch.

NSC funktionieren sowieso grundsätzlich ein Stück weit anders als Spielercharaktere, sonst wären sie ja welche -- komplett mit eigenen Spielern, Start auf Stufe 1 oder Systemäquivalent, müßten sich den für ihre Rolle im Abenteuer nötigen Rang und Status erst mal genauso im Spiel verdienen, statt sie von der SL handwedelnderweise direkt gestellt zu bekommen, und so weiter. Das macht kein System so, von dem ich jemals gehört hätte, also ist die Forderung in dieser Hinsicht erst mal trivial. ;)

Knifflig wird's allerdings, wenn jeder einzelne NSC (und am besten auch gleich noch jedes "Monster", was ja auch nur eine Unterart von NSC ist) mit genauso viel Detail und Aufwand erstellt und all denselben Werten versehen werden will wie ein SC, obwohl seine beim Abenteuerentwurf vorgesehene Funktion vielleicht nur darin besteht, der Gruppe einmal kurz zu begegnen und dann nie wieder. Es gibt Spiel- und Leitstile, für die so eine Vorgehensweise zumindest ein Stück weit Sinn ergibt, aber es bedeutet halt auch mehr Arbeit für die SL und nagelt sie beim Weltenbau und NSC-Entwurf ein Stück weit auf ganz bestimmte "erlaubte" Praktiken fest ("Der Typ hat offensichtlich Klerikerzauber XY benutzt, der muß also Kleriker mindestens der x-ten Stufe mit allem Brimborium sein, was dazugehört -- sonst wär's ja geschummelt!").

Nachsatz: Nebenbei mag "NSC folgen denselben Regeln wie SC" eventuell speziell in klassenlosen Systemen besser funktionieren als in klassenbasierten. Da ist dann ggf. einfach die Erwartungshaltung, daß alles exakt nach Schema F zuzugehen hat, etwas niedriger.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Sphyxis am 11.10.2022 | 11:50
Vieles von dem Untenstehenden ist sehr subjektiv und fußt zum Teil auf persönlichen Erfahrungen damit. Andere mögen anders darauf blicken als ich. Aber es geht hier um subjektive Meinungen, nicht wahr?


- Chauvinismus (Texte, Illustrationen etc.)
- Charakterbögen mit mehr als 2 Seiten
- fehlender Index
- separat erhältliches und notwendiges Spielmaterial (Würfel, Chips) kommen mich teurer als das GRW-PDF oder der optionale SL-Schirm.
- ausgegliederter Regelteil, den du aber brauchst im direkt loszuspielen
- wenig Transparenz wie Dinge gebaut wurden, die ausschließen soll, dass SL kreativ neue Inhalte basteln (z.B. Bestien)
- Edition wir NUR als Sammleredition  (Kunstledereinband, Metallecken so'n Kram) veröffentlicht
- Autor*innen loben sich schon im Vorwort über alle Maßen selbst
- Vorwort fehlt
- Charakterbau benötigt einen Charaktergenerator
- kein erstes Abenteuer im Band oder kostenlos erhältlich. Abenteuer drücken immer ein Stück auch die angedachte Spielweise aus, das hilft manhcmal Rolllenspiele besser zu verstehen. Wenn es aber keines bei Publikation des Rollenspiels gibt oder ich erst mal wieder 10 Euro zahlen muss, um ein erstes in die Hand zu bekommen... naja...
- Autor*innen erklären groß und breit, warum sie keine gendergerechte Sprache nutzen und führen Argumente an  wie "schlechter Lesefluss", "keine Notwendigkeit" etc. an... [gilt für neuerscheinende Rollenspiele oder neue Editionen]
- Rollenspiel erscheint für zwei Regelsysteme gleichzeitig
- Rollenspiel ist die neuauflage einer bestehenden Edition, nur für anderes Rollenspiel [Werd ich skeptisch und wird scharf beäuft, ob es dass überhuapt brauch, oder ob das Muttersystem so schlecht war, dass es das braucht...]
- OSR
- Rollenspiel kommt ins Crowdfunding und/oder erscheint dann nach Ankündidung Jahre lang nicht im Handel
- Ein Rollenspiel hinter dem Prometheus Games oder dessen Verlagschef steht [meine Annahme: Das erscheint eh nie!]
- Wikinger-Themen/Asatru-Rollenspiel
- keine vielfältige Spielwelt
- kompliziertes Währungssystem mit mehr als 2 Münzeinheiten [Euro & Pfennig ist ok; Kupfertaler, Silbertaler und Goldtaler ist mir schon zu komopliziert...]
- jeder Scheiß ist kaufbar und in endlosen Tabellen abgedruckt
- endlose Tabellenanhänge
- Rollenspielbuch muss direkt nach Erscheinen stark erratiert werden.
- Gedruckte Erstauflagen von Ulisses-Rollenspielen [Die kaufe ich persönlich (meist) erst in der zweiten erratierten Auflage]
- Neuauflagen von irgendwelchen 80er/90er Jahre Kultsettings/Rollenspielen, die seitdem jahrzehnte lang nicht mehr erhältlich waren. Sorry, verklärende Nostalgie und wird einen Grund haben, dass es seitdem keine neue Edition gab...
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 11.10.2022 | 11:53
Wenn du jetzt ein klassischer Tactician bist, empfindest du es vielleicht als befriedigender, wenn dein Gegner beim Schach nicht ohne Springer und Türme antreten muss :)
Den Vergleich verstehe ich jetzt nicht.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Runenstahl am 11.10.2022 | 12:00
Zum 5e Logo:
Das ist eigentlich keine Red Flag. Es beschreibt einfach nur präzise den Inhalt.

Wenn man 5e nicht mag, dann ist das 5e Logo mit Sicherheit eine deutliche Rote Flagge. Paßt also schon.

Persönlich:
Mir fallen derzeit kaum echte Red Flags für mich ein. Ich kaufe nichts was mich nicht irgendwie interessiert. Ob ich es dann auch spielen will steht auf einem anderen Blatt. Im Thread wurden durchaus schon Auswahlkriterien genannt denen ich zustimmen würde, aber vieles davon bemerkt man nur wenn sich vorher mit dem Produkt befasst (Rezensionen etc.) oder es durchliest.

Ein paar "Pseudo" Red Flags für mich:
- Systeme die versuchen das "Innenleben" der Charaktere in Regeln zu gießen. Ich möchte meinen Charakter dynamisch spielen und andere auch damit überraschen können das er etwas tut was eigentlich nicht seinem Charakter entspricht. Wenn mir da dann plötzlich Regeln im Weg stehen ist das doof.
- Zuviel "Crunch"
- Tödliche Systeme mit nach oben offenen Ergebnissen wo theoretisch jeder Angriff (wenn auch mit kleiner Wahrscheinlichkeit) zum Ableben des Charakters führen kann
- Pointbuy für Vor- und Nachteile

Letztlich kommt es aber immer auf das Gesamtpaket an. Es gibt Systeme die in einzelnen Punkten meine "Red Flags" triggern, die ich in ihrer Gesamtheit aber dennoch mag.

Was gar nicht geht: Systeme die offen für realweltliche Dinge stehen die ich nicht ausstehen kann (Nazis, Haß auf Frauen, Homophobie und dergleichen). Ist mir in der Form bei Rollenspielen allerdings noch nicht untergekommen. Habe vor ein paar Monaten aber z.B. ein PC-Spiel deinstalliert und von meinem Steam Account verbannt weil der Entwickler echt daneben ist (SEHR diplomatisch ausgedrückt).
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: RackNar am 11.10.2022 | 12:37
Metaplots
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: KhornedBeef am 11.10.2022 | 12:53
Den Vergleich verstehe ich jetzt nicht.
Na wegen der super Fähigkeiten der SC, die NSC nicht haben. Ich meinte: es hat seinen eigenen Reiz, jemanden unter sehr fairen Bedingungen zu schlagen, und Regelgleichheit kann so ein Aspekt davon sein
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 11.10.2022 | 12:57
Ich finde es an der Stelle sehr erheiternt das was einige hier Red Flags sind, sind für mich fast schon kaufanreize,...
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 11.10.2022 | 13:00
Na wegen der super Fähigkeiten der SC, die NSC nicht haben. Ich meinte: es hat seinen eigenen Reiz, jemanden unter sehr fairen Bedingungen zu schlagen, und Regelgleichheit kann so ein Aspekt davon sein
Hmm. Sehe ich anders bzw. zweifle ich an, dass ein Spiel überhaupt so faire Bedingungen schaffen kann und dabei immer noch ein  Rollenspiel bleibt und nicht zum Tabletop-Strategiespiel wird, aber das führt definitiv zu weit vom Thema weg.

Ich finde es an der Stelle sehr erheiternt das was einige hier Red Flags sind, sind für mich fast schon kaufanreize,...
Verständlich. Sonst gebe es ja auch nicht so viele verschiedene Rollenspiele, wenn nicht jeder Punkt irgendwen ansprechen würde.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Ainor am 11.10.2022 | 13:07
Zum 5e Logo:
Wenn man 5e nicht mag, dann ist das 5e Logo mit Sicherheit eine deutliche Rote Flagge. Paßt also schon.

Naja, die Definition wurde ja im anderen Thread geliefert:

Red Flags sind Warnsignale (oftmals subtil), die einem schon vorab anzeigen, dass die Person problematisch ist oder auf ein Problem hindeuten.

Der Punkt ist dass eine Red Flag auf ein Problem hindeutet ohne das das Problem offensichtlich ist. 
Ansonsten müsste der Threadtitel: Welche Rollenspiele oder eigenschaften von Rollenspielen mögt ihr nicht? lauten.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Maarzan am 11.10.2022 | 13:08
Naja, die Definition wurde ja im anderen Thread geliefert:

Der Punkt ist dass eine Red Flag auf ein Problem hindeutet ohne das das Problem offensichtlich ist. 
Ansonsten müsste der Threadtitel: Welche Rollenspiele oder eigenschaften von Rollenspielen mögt ihr nicht? lauten.
Also müsste man sich eher auf Sachen beschränken, welche auf dem Cover oder der Rückseite erkennbar wären.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 11.10.2022 | 13:10
Also müsste man sich eher auf Sachen beschränken, welche auf dem Cover oder der Rückseite erkennbar wären.
Ich hätte es interpretiert als "was bei einem oberflächlichen Drüberschauen/Durchblättern im Laden erkennbar ist".
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 11.10.2022 | 13:19
Ich hätte es interpretiert als "was bei einem oberflächlichen Drüberschauen/Durchblättern im Laden erkennbar ist".

Natürlich könnte man auch "eingeschweißtes Buch, das man im Laden nicht durchblättern kann" als Red Flag betrachten. ;D
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Aedin Madasohn am 11.10.2022 | 13:20
Also müsste man sich eher auf Sachen beschränken, welche auf dem Cover oder der Rückseite erkennbar wären.

oder auf "Marketingsprech", welches von den "Influencern/Vertriebsagenten" herumposaunt wird

bei welchem Werbeslogan habt ihr 10 Automatische Erfolge auf Kaufzurückhaltung  ~;D
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 11.10.2022 | 13:39
Ein paar rot/weisse Flaggen. Quasi Sachen, die abstossend sind und dennoch bespielt werden.
Charaktere/klassen, die sich erst nach einer gewissen Spielzeit/Levels als das anfühlen, was sie sein sollten. ZB ein OSR-Magier, der sich erst ab Level 5 als Magier anfühlt.
Kämpfer, die von ihren Kampfzauberkollegen so richtig in den Schatten gestellt werden. ZB Midgard 5 Ordenskrieger gegen einen normalen Krieger.

Rote Flaggen:
Riesige Würfelpools (mehr als 10 Würfel), die auch noch explodieren können.
Klassen, die Zwangsvorteile oder -nachteile kaufen müssen. ZB DSA5 Nivesisches Wolfkind muss 60 Punkte Zwangsvorteile kaufen und kann so kaum weitere Vorteile kaufen.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 11.10.2022 | 15:12
Nach einigem überlegen ist mir eingefallen was ich nicht abkann in Rollenspielen.

Dunkelgraue Schrift auf Hellgrauem Grund, wurde von anderen auch schon mal als positiv gewertet (Ich glaube ich hab das in einem Post-Apokalyptischen Setting in Europa mal gesehen) das geht einfach garnicht.

Ach ja - Katzenmenschen / Drachenmenschen ist auch so ein ding.
Also ohne wirklichen Backgrpund so etwas einzuführen nur weil Verlag vieleicht denkt "na das wollen doch sicher alle spielen" ne will ich nicht!
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 11.10.2022 | 16:36
NSC funktionieren sowieso grundsätzlich ein Stück weit anders als Spielercharaktere, sonst wären sie ja welche -- komplett mit eigenen Spielern, Start auf Stufe 1 oder Systemäquivalent, müßten sich den für ihre Rolle im Abenteuer nötigen Rang und Status erst mal genauso im Spiel verdienen, statt sie von der SL handwedelnderweise direkt gestellt zu bekommen, und so weiter. Das macht kein System so, von dem ich jemals gehört hätte, also ist die Forderung in dieser Hinsicht erst mal trivial. ;)

Knifflig wird's allerdings, wenn jeder einzelne NSC (und am besten auch gleich noch jedes "Monster", was ja auch nur eine Unterart von NSC ist) mit genauso viel Detail und Aufwand erstellt und all denselben Werten versehen werden will wie ein SC, obwohl seine beim Abenteuerentwurf vorgesehene Funktion vielleicht nur darin besteht, der Gruppe einmal kurz zu begegnen und dann nie wieder. Es gibt Spiel- und Leitstile, für die so eine Vorgehensweise zumindest ein Stück weit Sinn ergibt, aber es bedeutet halt auch mehr Arbeit für die SL und nagelt sie beim Weltenbau und NSC-Entwurf ein Stück weit auf ganz bestimmte "erlaubte" Praktiken fest ("Der Typ hat offensichtlich Klerikerzauber XY benutzt, der muß also Kleriker mindestens der x-ten Stufe mit allem Brimborium sein, was dazugehört -- sonst wär's ja geschummelt!").

Nachsatz: Nebenbei mag "NSC folgen denselben Regeln wie SC" eventuell speziell in klassenlosen Systemen besser funktionieren als in klassenbasierten. Da ist dann ggf. einfach die Erwartungshaltung, daß alles exakt nach Schema F zuzugehen hat, etwas niedriger.

ähm...

sorry wenn ich einen BBEG habe der ist z.b. ein Beschwörer oder Magier... will ich schon das er seine Magie die er einsetzt IRGENDWIE regeltechnisch wenigstens ÄHNLICH ist als das was ein gleichstufiger PC schaffen KÖNNTE wäre er genauso skrupelos.

Nochmal: ich rede hier ausdrücklich von "Gegnern" wie Räuber, Kämpfer, Magier usw. die sollten wenigstens "ähnlichere" Fähigkeiten haben sonst kommt man sich als Spieler ja doch etwas blöd vor weil der dinge machen kann von denen man noch nie was gehört hat.

Wenn ich in einem Magie Setting keine "beschwöre einen Dämon" Zauber habe... ist es immer seltsam wenn dann ein NPC genau diesen (total unbekannten) Zauber anwenden kann und die SCs das natürlich nicht lernen dürfen

(oder verstehe ich dein Aussage jetzt komplett falsch? Und ja auch NPC Gegner haben ja "Stufen" sei es bei D&D oder sonstwo. Klar kann ich bei Schatten des Dämonenfürsten relativ easy einen Stufe 5 Ork Krieger als Anführer einer Ork gruppe machen der funktioniert dann auch genauso. Im Regelbereich ist sogar eine "machs einfacher und hau einfach x punkte auf Wert y und gebe ihn Fähigkeit Y" was aber dennoch die gleichen "Skills" bringt wie ein "normal" gesteigerter PC
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 11.10.2022 | 17:30
ähm...

sorry wenn ich einen BBEG habe der ist z.b. ein Beschwörer oder Magier... will ich schon das er seine Magie die er einsetzt IRGENDWIE regeltechnisch wenigstens ÄHNLICH ist als das was ein gleichstufiger PC schaffen KÖNNTE wäre er genauso skrupelos.

Nochmal: ich rede hier ausdrücklich von "Gegnern" wie Räuber, Kämpfer, Magier usw. die sollten wenigstens "ähnlichere" Fähigkeiten haben sonst kommt man sich als Spieler ja doch etwas blöd vor weil der dinge machen kann von denen man noch nie was gehört hat.

Wenn ich in einem Magie Setting keine "beschwöre einen Dämon" Zauber habe... ist es immer seltsam wenn dann ein NPC genau diesen (total unbekannten) Zauber anwenden kann und die SCs das natürlich nicht lernen dürfen

(oder verstehe ich dein Aussage jetzt komplett falsch? Und ja auch NPC Gegner haben ja "Stufen" sei es bei D&D oder sonstwo. Klar kann ich bei Schatten des Dämonenfürsten relativ easy einen Stufe 5 Ork Krieger als Anführer einer Ork gruppe machen der funktioniert dann auch genauso. Im Regelbereich ist sogar eine "machs einfacher und hau einfach x punkte auf Wert y und gebe ihn Fähigkeit Y" was aber dennoch die gleichen "Skills" bringt wie ein "normal" gesteigerter PC

Ob ein NSC andere Tricks draufhaben kann und soll als ein SC, ist erst mal eine Frage der gewünschten Spielwelt -- nicht der Regeln. (Und natürlich kann die SL ohnehin immer mogeln, wenn sie ihre NSC unbedingt ganz toll überlegen haben möchte, daran kann sie auch kein Regelwerk der Welt körperlich hindern; da muß man als Spieler entweder selber Einspruch erheben oder, falls das nix bringt und der Leidensdruck zu groß wird, eben auch mal aufstehen und gehen.) Insofern ist ein Anspruch, daß NSC gaaanz pingelig genau nach nur denselben Regeln gebaut werden und nur ja niemals nie irgendwas anderes können sollen wie und als potentielle SC auch, also eigentlich von vornherein in die falsche Richtung gezielt...und macht nebenbei. wenn man ihn denn aufgreifen und umsetzen wollte, auch gleich die Spielwelt an sich aus meiner Sicht eih gutes Stück langweiliger, weil es in letzter Konsequenz darauf hinausläuft, daß alles, was einem an NSC begegnet, gefälligst ins Standard-SC-Klassen-oder-sonstiges-Schema gepreßt werden soll, das dafür aber in den wenigsten Fällen tatsächlich gedacht und gemacht ist.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Maarzan am 11.10.2022 | 18:27
Ob ein NSC andere Tricks draufhaben kann und soll als ein SC, ist erst mal eine Frage der gewünschten Spielwelt -- nicht der Regeln. (Und natürlich kann die SL ohnehin immer mogeln, wenn sie ihre NSC unbedingt ganz toll überlegen haben möchte, daran kann sie auch kein Regelwerk der Welt körperlich hindern; da muß man als Spieler entweder selber Einspruch erheben oder, falls das nix bringt und der Leidensdruck zu groß wird, eben auch mal aufstehen und gehen.) Insofern ist ein Anspruch, daß NSC gaaanz pingelig genau nach nur denselben Regeln gebaut werden und nur ja niemals nie irgendwas anderes können sollen wie und als potentielle SC auch, also eigentlich von vornherein in die falsche Richtung gezielt...und macht nebenbei. wenn man ihn denn aufgreifen und umsetzen wollte, auch gleich die Spielwelt an sich aus meiner Sicht eih gutes Stück langweiliger, weil es in letzter Konsequenz darauf hinausläuft, daß alles, was einem an NSC begegnet, gefälligst ins Standard-SC-Klassen-oder-sonstiges-Schema gepreßt werden soll, das dafür aber in den wenigsten Fällen tatsächlich gedacht und gemacht ist.

Nein, das macht sie meiner Ansicht nach konsistenter und glaubhafter und damit interessanter für alle mit einem Erkundungsfokus und ich vermute auch mal für Leute mit Herausforderungsfokus.
Es wäre gerade nicht eine Frage der Spielwelt, denn die weiß nicht, wer SC und wer NSC ist.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Ainor am 11.10.2022 | 19:09
sorry wenn ich einen BBEG habe der ist z.b. ein Beschwörer oder Magier... will ich schon das er seine Magie die er einsetzt IRGENDWIE regeltechnisch wenigstens ÄHNLICH ist als das was ein gleichstufiger PC schaffen KÖNNTE wäre er genauso skrupelos.

Also das sehe ich eher umgekehrt. Der BBEG studiert finstere Magie und verbotene Künste etc., dann ist es eher enttäuschend wenn er am Ende mit einem Feuerball, schwarz angemalt ankommt.

 Aber das ist eher eine Präferenz, kann man auch anders machen. Ist sicher kein Zeichen eines schlechten Rollenspiels wenn es anders ist.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Alexandro am 11.10.2022 | 19:47
Na wegen der super Fähigkeiten der SC, die NSC nicht haben. Ich meinte: es hat seinen eigenen Reiz, jemanden unter sehr fairen Bedingungen zu schlagen, und Regelgleichheit kann so ein Aspekt davon sein

Asymmetrische Spiele gibt es zuhauf, willst du sagen, die wären alle nicht taktisch fordernd? Etliche Spieler würden dir energisch widersprechen.
Sogar beim Schach gibt es Schachrätsel, wo beide Spieler unterschiedliche Figuren auf dem Feld haben, und eingefleischte Schachspieler empfinden das nicht als sinnlose Zeitverschwendung, die vom "richtigen" Schach ablenkt, sondern haben Spaß daran die zu lösen.
 
Zum Thema:
Bei Rollenspielregeln habe ich erstmal keine Red Flags. Ich versuche erstmal das Spiel in seiner Gesamtheit zu verstehen, ohne mich von einzelnen Details gleich abschrecken zu lassen. Es kann dann sein, dass ich nach dem ausführlichen Kennenlernen nicht überzeugt bin, aber das ist dann ja keine "Red Flag".

Bei Settings schreckt es mich ab, wenn es keine Beschreibung Ist-Zustands des Settings gibt (besonders wenn das Buch erstmal mit der Geschichte des Settings anfängt, lege ich es schnell weg), ebenso wie die schon erwähnten -ismen (inkl. -fetischismen), wenn diese nicht ironisch gebrochen werden.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 12.10.2022 | 08:32
Also das sehe ich eher umgekehrt. Der BBEG studiert finstere Magie und verbotene Künste etc., dann ist es eher enttäuschend wenn er am Ende mit einem Feuerball, schwarz angemalt ankommt.

 Aber das ist eher eine Präferenz, kann man auch anders machen. Ist sicher kein Zeichen eines schlechten Rollenspiels wenn es anders ist.

es sollte halt eine Magie sein die es regeltechnisch gibt -> wie "Verbotene zauber" halt ... also Dinge die evtl. auch ein SC lernen könnte WENN er den skrupellos ist und die Nebenwirkungen sag ich mal in Kauf nimmt (Wahnsinnig werden, Köperliche veränderungen whatever)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Irian am 12.10.2022 | 09:11
es sollte halt eine Magie sein die es regeltechnisch gibt -> wie "Verbotene zauber" halt ... also Dinge die evtl. auch ein SC lernen könnte WENN er den skrupellos ist und die Nebenwirkungen sag ich mal in Kauf nimmt (Wahnsinnig werden, Köperliche veränderungen whatever)

Kommt das nicht furchtbar auf den Fokus des Setting an? Wenn man jetzt z.B. ein Horror-Setting hat, wo die Charaktere bestenfalls mal ein etwas wirkungsvolleres Gebet oder ein mystisches Symbol aus nem alten Buch kennen im Bereich "Magie", dann läge der Fokus halt klar nicht darauf, dass die Charaktere auch in die tiefsten Ebenen des Wahnsinns hinabsteigen um wirklich mächtige Magie zu erlernen.

Oder wenn das Setting halt einfach "Mächtige, aber eben doch Sterbliche Helden" ist, dann mag es halt Wesen geben, die auf ner anderen Ebene spielen, welche die Charaktere rein konzeptionell nie erreichen werden: Auch wenn es rein theoretisch "denkbar" wäre, dass ein Mensch zu nem Gott wird und das bei NPC x auch passiert ist, bedeutet es nicht, dass den Spielercharakteren das auch passieren wird.

In einem "Anything goes" setting, klar, da macht es Sinn, dass die Charaktere eben auch jeden Weg gehen können. "Klar kannst du deine eigenen Dämonenarmee haben, du mußt nur 13 mächtige Dämonen persönlich im Mau Mau bezwingen, deine Seele opfern, deine Familie und das alles im rosa Tütü."
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 12.10.2022 | 09:31
Ich frage mich ob es für den ein oder anderen hier überhaupt noch Rollenspiele gibt die ohne red Flag daherkommen,...
 ;D
Ich glaub es sollte hier aber nur die Red Flags aufgezählt und nicht über einzelne diskutiert werden (woebei es mich in den Fingern juckt).
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Jens am 12.10.2022 | 12:20
Es ist ja auch ein Diskussionsforum.

Interessant wird dann die Gegenprobe: weiches Spiel hat keine roten Flaggen für den einzelnen Nutzer?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Bospa am 12.10.2022 | 12:34
Es ist ja auch ein Diskussionsforum.

Interessant wird dann die Gegenprobe: weiches Spiel hat keine roten Flaggen für den einzelnen Nutzer?

Das wäre dann doch in einem neuen Faden besser aufgehoben, oder?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Maarzan am 12.10.2022 | 13:01
Kommt das nicht furchtbar auf den Fokus des Setting an? Wenn man jetzt z.B. ein Horror-Setting hat, wo die Charaktere bestenfalls mal ein etwas wirkungsvolleres Gebet oder ein mystisches Symbol aus nem alten Buch kennen im Bereich "Magie", dann läge der Fokus halt klar nicht darauf, dass die Charaktere auch in die tiefsten Ebenen des Wahnsinns hinabsteigen um wirklich mächtige Magie zu erlernen.

Oder wenn das Setting halt einfach "Mächtige, aber eben doch Sterbliche Helden" ist, dann mag es halt Wesen geben, die auf ner anderen Ebene spielen, welche die Charaktere rein konzeptionell nie erreichen werden: Auch wenn es rein theoretisch "denkbar" wäre, dass ein Mensch zu nem Gott wird und das bei NPC x auch passiert ist, bedeutet es nicht, dass den Spielercharakteren das auch passieren wird.

In einem "Anything goes" setting, klar, da macht es Sinn, dass die Charaktere eben auch jeden Weg gehen können. "Klar kannst du deine eigenen Dämonenarmee haben, du mußt nur 13 mächtige Dämonen persönlich im Mau Mau bezwingen, deine Seele opfern, deine Familie und das alles im rosa Tütü."

Dann wäre wohl Horror oder dyster mit auf der redflag-Liste.

Aber das Problem liegt hier doch ganz woanders als du beschreibst.
Das der Drache gepanzert fliegen und Zaubern kann ist doch keins.

Das Problem ist, dass dein NSC-Mitkommilitone an der Magieruniversitaät, den du 5 Jahre danach als BBG wieder triffst, plötzlich auf eine Weise Zaubern kann, was für dich als Systementscheidung ohne Spielwelterklärung nie und nimmer möglich sein soll.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: KhornedBeef am 12.10.2022 | 13:27
Nur weil die Regeln das zulassen, muss Bauer Gustl ja nichts anderes können als Bauer Franzl.
Aber ich denke der Thread hat bewiesen, dass man das eine oder andere mögen kann, und nur die Annahme, eines davon wäre selbstverständlich, ist definitv falsch. Also weiter Fähnchen sammeln!
Schön wäre auch, wenn man den Informationswust in kompaktes Wissen überführen kann: Für Leute, die Spielrunden oder Systeme anderen vorstellen wollen, damit sie häufige Knackpunkt direkt ansteuern können, oder Vorbehalte abbauen. Also so eine Art Erweiterung von Lawsschen Spielertypen zu Nichtmitspielwoll-Typen ;)
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 12.10.2022 | 13:57
Generell sehe ich "OMG, der NSC da kann was, was unsere Charaktere nicht können! HAXX!" einfach nicht als großes Problem an, solange nicht gerade eine Spielleitung das als Taktik verwendet, um Spieler kleinzuhalten -- und in letzterem Fall ist das halt wieder kein Problem der Regeln an sich.

Aus der reinen Spielweltkonsistenzperspektive heraus würde ich da grob drei Fälle unterscheiden:

-- Der NSC kann was, was die SC nicht können, wovon sie aber generell schon wissen, daß und ggf. in etwa wie es geht: schlichter Normalfall, kaum jemand wird jemals alles gelernt haben.

-- Der NSC kann etwas völlig Neues, das den SC noch nie untergekommen ist: kann auch passieren, schließlich wissen die Wenigsten buchstäblich alles über die Welt, in der sie leben. Um das angesprochene Beispiel zu zitieren, nehmen wir mal an, in einer Welt, in der Dämonen eigentlich nicht vorkommen, taucht jemand auf, der anscheinend doch welche beschwören kann. Das läßt sich beispielsweise erklären, indem derjenige in Wirklichkeit andere Mittel verwendet, um nur so zu tun, als könnte er das...oder er könnte über eine völlig neue (oder auch alte und aus gutem Grund unterdrückte und vergessene) Form von Zauberei gestolpert sein und den Dreh wirklich mehr oder weniger gut heraushaben. In letzterem Fall hat die Begegnung mit ihm natürlich auch das Potential, die Spielwelt, wie man sie bisher gekannt hat, völlig umzukrempeln, und selbst, wenn die Spieler hinterher warum auch immer keinen einzigen Gedanken mehr daran verschwenden sollten, werden andere NSC, die die Nase an die Ereignisse kriegen, entsprechend reagieren... -- Und natürlich kann dann im Anschluß prinzipiell auch ein interessierter Spielercharakter versuchen, diesen Typen nachzuahmen oder seine eigenen Studien zum Thema zu betreiben, und wenn er die Dämonen für sich interessieren kann (>;D), funktioniert das gegebenenfalls auch.

-- Der NSC kann etwas, was SC ausdrücklich nicht und niemals können sollen: Okay, da würde ich mich erst mal fragen, warum eigentlich nicht. Was ist an diesem bewußten NSC-Trick so aus der Reihe, daß ein Spielercharakter nur ja nie die Hände drankriegen soll...und wenn es da etwas gibt, warum ist es dann okay, daß ein NSC ihn trotzdem hat? Aber schön, nehmen wir mal an, da ist etwas. (Um's mit D&D zu formulieren, vielleicht hat der NSC ja so was wie Wunsch/3x am Tag einfach so und die SL denkt sich, das wäre schon okay, ist ja "nur" ein NSC und also voll unter Kontrolle, und vielleicht nicht einmal ein Gegner.) Aus Spielweltsicht muß es dann natürlich trotzdem noch irgendeinen Grund geben, warum er das überhaupt kann...und dann zusätzlich noch einen, warum das andere nicht einfach "auch lernen" können. Was dann letztendlich vermutlich auf "dieser NSC ist ein Einzelstück oder höchstens Teil einer sehr kleinen Gruppe, und er oder sie hat/haben seine/ihre Extrafähigkeit wahrscheinlich schlichtweg gar nicht gelernt, sondern durch irgendwelche kaum bis gar nicht wiederholbaren Umstände (siebter Sohn eines siebten Sohns um Mitternacht seines siebten Geburtstags bei Vollmond an einem Kreuzweg vom Blitz getroffen oder so...) anderweitig erworben" hinausläuft und unter anderem halt heißt, daß diese Art von NSC in den meisten Settings verdammt selten sein dürfte, auch wenn sie prinzipiell mal vorkommen kann.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 12.10.2022 | 14:25
Also ich hab in meinen Fantasyrollenspielen eigentlich immer irgendwelche NSC die so exorbitant mehr können, auch dinge welche die SC nie lernen können werden. Diese NSC Gruppe nennt sich Götter, zum Teil werden sie sogar von SC (Priestern) angebetet.

NSC welche vom SL geführt werden und eher richtung Mary Sue gehen sind imho kein Problem eines Rollenspiel Systemes.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 12.10.2022 | 14:29
Also ich hab in meinen Fantasyrollenspielen eigentlich immer irgendwelche NSC die so exorbitant mehr können, auch dinge welche die SC nie lernen können werden. Diese NSC Gruppe nennt sich Götter, zum Teil werden sie sogar von SC (Priestern) angebetet.

Na ja, nach Zanji123s Definition sind Götter ja keine NSC. ~;D
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Eismann am 12.10.2022 | 14:52
Red Flag, bevor ich das eigentliche Spiel gesehen habe:
"Ich schreibe da jetzt 12 Jahre dran und bin fast fertig."
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Maarzan am 12.10.2022 | 16:36
Red Flag, bevor ich das eigentliche Spiel gesehen habe:
"Ich schreibe da jetzt 12 Jahre dran und bin fast fertig."

Unter 20 Jahren ist das ja auch Kinderkacke ...  :korvin:

Also ich hab in meinen Fantasyrollenspielen eigentlich immer irgendwelche NSC die so exorbitant mehr können, auch dinge welche die SC nie lernen können werden. Diese NSC Gruppe nennt sich Götter, zum Teil werden sie sogar von SC (Priestern) angebetet.

Das sehe ich als Strohmann.

Die Krotik kommt doch typischerweise da, wo innerhalb der Welt beide Verglichene dasselbe Potential haben sollten, aber auf der Metaebene einer ein "(N)SC" drangeschrieben hat.

...
-- Der NSC kann etwas, was SC ausdrücklich nicht und niemals können sollen: Okay, da würde ich mich erst mal fragen, warum eigentlich nicht. Was ist an diesem bewußten NSC-Trick so aus der Reihe, daß ein Spielercharakter nur ja nie die Hände drankriegen soll...und wenn es da etwas gibt, warum ist es dann okay, daß ein NSC ihn trotzdem hat? Aber schön, nehmen wir mal an, da ist etwas. (Um's mit D&D zu formulieren, vielleicht hat der NSC ja so was wie Wunsch/3x am Tag einfach so und die SL denkt sich, das wäre schon okay, ist ja "nur" ein NSC und also voll unter Kontrolle, und vielleicht nicht einmal ein Gegner.) Aus Spielweltsicht muß es dann natürlich trotzdem noch irgendeinen Grund geben, warum er das überhaupt kann...und dann zusätzlich noch einen, warum das andere nicht einfach "auch lernen" können. Was dann letztendlich vermutlich auf "dieser NSC ist ein Einzelstück oder höchstens Teil einer sehr kleinen Gruppe, und er oder sie hat/haben seine/ihre Extrafähigkeit wahrscheinlich schlichtweg gar nicht gelernt, sondern durch irgendwelche kaum bis gar nicht wiederholbaren Umstände (siebter Sohn eines siebten Sohns um Mitternacht seines siebten Geburtstags bei Vollmond an einem Kreuzweg vom Blitz getroffen oder so...) anderweitig erworben" hinausläuft und unter anderem halt heißt, daß diese Art von NSC in den meisten Settings verdammt selten sein dürfte, auch wenn sie prinzipiell mal vorkommen kann.

Fall 3 dürfte das flag sein.

Wobei: Bei entsprechender Geburtenrate sollte sich so etwas mit etwas Aufwand finden lassen und das mit dem Blitz zur rechten Zeit erledigt dann der Magier.  8)
Dann wird es interessant die Reaktion des Spielleiters zu sehen. 
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 12.10.2022 | 17:18
Das sehe ich als Strohmann.

Nein, es ist eine Extremwertbetrachtung.
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 12.10.2022 | 17:24
Red Flag, bevor ich das eigentliche Spiel gesehen habe:
"Ich schreibe da jetzt 12 Jahre dran und bin fast fertig."

 ~;D

funny, weil wahr
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 13.10.2022 | 07:59
Nein, es ist eine Extremwertbetrachtung.

Götter sind eher weniger NSCs imho.

und einerseits "ne Mary Sue als NSC is voll okay" und andererseits wird gemeckert das bei DSA Nahema und co rumlaufen :-P
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: Ainor am 13.10.2022 | 08:49
Vielleicht sollten winr die Diskussion über die Fähigkeiten von NSCs auslagern ?
Titel: Re: Was sind für euch Red Flags bei einem Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 13.10.2022 | 09:17
Vielleicht sollten winr die Diskussion über die Fähigkeiten von NSCs auslagern ?
Ja, bitte lagert es aus. Danke.