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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: Koruun am 10.11.2022 | 12:31

Titel: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 10.11.2022 | 12:31
Themenauslöser und Grundlage der Frage:

https://www.youtube.com/watch?v=BQpnjYS6mnk

Vor dem Posten einmal in Ruhe die halbe Stunde reinziehen.

Und dann:

/discuss
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Wonko am 10.11.2022 | 12:44
Wow, ich schaffe es leider nicht, mich eine halbe Stunde lang von dem Typen anschreien zu lassen.

/bin raus
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Marduk am 10.11.2022 | 13:19
Wow, ich schaffe es leider nicht, mich eine halbe Stunde lang von dem Typen anschreien zu lassen.

/bin raus

Wo schreit der bitte?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 10.11.2022 | 13:24
Das ist halt die typisch engagierte Art von Matt Colville zu sprechen.
Im Zweifel hilft es vielleicht die Lautstärke etwas runter zu drehen?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: RackNar am 10.11.2022 | 14:01
Ich finde jetzt keinen Punkt, bei dem ich ihm hätte widersprechen können. Wenn du darüber diskutieren willst, wäre es hilfreich zu wissen, worauf du genau hinaus willst.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: skorn am 10.11.2022 | 14:04
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Derailt es jetzt den Thread wenn ich frage:
Welche modernen Spiele untersützen denn das "Survival Horror" Dungeoncrawling gut und vor allem wieso?

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 10.11.2022 | 14:09
Ich finde jetzt keinen Punkt, bei dem ich ihm hätte widersprechen können. Wenn du darüber diskutieren willst, wäre es hilfreich zu wissen, worauf du genau hinaus willst.
Im Zweifel auf die Frage im topic:

Ist die 5E ein sinnvolles System um Dungeons zu plündern?


Derailt es jetzt den Thread wenn ich frage:
Welche modernen Spiele untersützen denn das "Survival Horror" Dungeoncrawling gut und vor allem wieso?
Ich habe ihn so verstanden, dass er hat "Horror" à la Cthulhu und dedizierte Dungeon Crawling Systeme als etwas voneinander getrenntes dargestellt hat. Auch wenn er hier und da mal sagte, dass Dungeon Crawling auch ein bisschen "Survival Horror" hat.

Welche modernen Spiele Dungeon Crawling unterstützen? Auf jeden Fall schon mal die Retroklone wie OSRIC/ALRIK (https://alrik.snafu.zone/wiki/Alrik direkt mal verlinken, weil von Usern die auch teilweise hier posten gemacht), LabLord, OSE, S&W.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 10.11.2022 | 14:09
Das ist tatsächlich einfach nur Matts normale Art, sich an sein Publikum zu wenden, und wenn ich spekulieren müßte, würde ich vermuten, daß sie sich auch beim Spielleiten und im Beruf einigermaßen bewährt hat. Besonders laut würde ich es auch nicht unbedingt nennen...höchstens vielleicht "enthusiastisch", und das ist ja nicht unbedingt das Schlechteste. ;)

Was das Thema angeht, denke ich, daß er im Wesentlichen richtig liegt: D&D hat mal als Dungeoncrawler und damit eine Form von "Survival Horror" angefangen, aber über die Jahrzehnte hat es sich davon ganz schön wegentwickelt, und tatsächlich würde ich schon die ersten Versionen, die ich persönlich kennengelernt habe (Basic D&D a la Mentzer und AD&D2), gar nicht mehr primär in dieser Richtung verorten. Und wenn er anspricht, daß speziell die 5. Edition sich liest, als ob sie sich möglichst auf gar kein konkretes Genre oder einen definitiven Spielstil zu sehr einlassen will, um nur ja keine potentiellen Käufer zu vergrätzen...nun, da mag er auch recht haben. Könnte zumindest sowohl die anscheinende allgemeine Popularität dieser Edition als auch meinen persönlichen Mangel an Interesse an ihr miterklären -- Haferbrei ist normalerweise in der Tat nicht ganz so meins. 8]
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: RackNar am 10.11.2022 | 14:22
Im Zweifel auf die Frage im topic:

Ist die 5E ein sinnvolles System, um Dungeons zu plündern?

Er hat ja schon erklärt, warum es kein gutes Dungeon Crawler System ist. Und da kann ich ihn nicht widersprechen. Ein System um Dungeons zu plündern, vielleicht schon, da es einem das leichter macht ;-)

Wenn Du einen Punkt hast, an dem Du anderer Meinung bist, gerne her damit. Ich sehe halt keinen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 10.11.2022 | 14:24
Er hat ja schon erklärt, warum es kein gutes Dungeon Crawler System ist. Und da kann ich ihn nicht widersprechen. Ein System um Dungeons zu plündern, vielleicht schon, da es einem das leichter macht ;-)

Wenn Du einen Punkt hast, an dem Du anderer Meinung bist, gerne her damit. Ich sehe halt keinen.

Nee, sehe ich auch nicht anders.

Wenn am Ende des Fadens hier im :T: Einigkeit darüber besteht, dass die 5E nicht gut für Dungeon Crawling ist, bin ich damit auch fein.
Ich wollte eher hören, ob das hier jemand anders sieht.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Quaint am 10.11.2022 | 14:27
Welche modernen Spiele Dungeon Crawling unterstützen? Auf jeden Fall schon mal die Retroklone wie OSRIC/ALRIK (https://alrik.snafu.zone/wiki/Alrik direkt mal verlinken, weil von Usern die auch teilweise hier posten gemacht), LabLord, OSE, S&W.

Und wie sieht diese Unterstützung für Dungeon Crawling aus? Was muss ein Dungeon Crawler haben? Was darf er auf keinen Fall haben?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: RackNar am 10.11.2022 | 14:30
Wichtig ist halt, dass man unter Dungeon Crawling auch das versteht, was er damit meint. Das hat er aber auch sehr gut aufgebaut, wie er es definiert und warum er es so definiert. Ich kenne halt auch schwammigere Definitionen, da könnte man diskutieren, aber so ... zu gut vorgearbeitet ;-)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 10.11.2022 | 14:45
Wenn am Ende des Fadens hier im :T: Einigkeit darüber besteht, dass die 5E nicht gut für Dungeon Crawling ist, bin ich damit auch fein.
Ich wollte eher hören, ob das hier jemand anders sieht.

Noch drei Postings und die ersten Empfehlungen für System X, Y und vor allem D&D4 werden eintrudenln. ;D

Gibt es in 5E Regelvarianten, um z.B. den Verbrauch von Vorräten/ Ausrüstung zu simulieren (Fackeln!) oder um Bewegung von Monster*innen im Dungeon darzustellen?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: aikar am 10.11.2022 | 15:14
Ja, prinzipiell hat er recht. D&D(5) ist kein spezialisiertes System und der Stil den es pflegt, ist halt "der D&D-Stil".
Ich versteh nur den Sinn des Videos nicht, weil ich nicht weiß, warum man sich drüber aufregen bzw. krampfhaft die Frage "What is D&D" stellen sollte?

Wenn einem der "D&D-Stil" Spaß macht und man damit in alle Richtungen leicht schnuppern kann, was spricht dagegen?
Mich nervt es ehrlich gesagt, wenn man krampfhaft ein RP dafür kritisieren muss, was es nicht ist. Wenn ich OSR spielen will, gibt es genug Auswahl dafür.
Sagt er am Schluss eh, geht etwas unter.
Also evtl. geht es einfach nur drum, D&D5-Spieler auf andere Systeme aufmerksam zu machen. Das ist ok und wünschenswert, aber dafür fühlt sich der Video für mich zu rantig an.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Marduk am 10.11.2022 | 15:17
Das Problem bei D&D 5 ist halt das es so stark auf die 6-8 Encounter (=Kämpfe) pro Tag ausgelegt ist. Bei einem klassischen Dungeoncrawl willst du aber Kämpfe eher vermeiden
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 10.11.2022 | 15:28
Und wie sieht diese Unterstützung für Dungeon Crawling aus? Was muss ein Dungeon Crawler haben? Was darf er auf keinen Fall haben?

Also jetzt mal auf die Schnelle was runter getippt (längere Zeit in Foren stecken lohnt nicht mehr):

Wenn du dir hier die Erkundungsregeln im Dungeon anschaust, hast du einen Ablauf wie das ganze von statten geht
https://alrik.snafu.zone/wiki/Labyrinth-Regeln

D.h. die Regeln geben da schon mal ein Gerüst vor.

Neben diesen Regeln ist der Dungeon an sich aber auch wichtig. Anders als in der 3E / 5E sollten Dungeons nicht einfach nur Abfolgen von Kämpfen sein, sondern ein Ort gegen den du agierst. Die Umgebung selbst ist die Herausforderung, nicht zwingend die Kämpfe. Ist jetzt sehr schwammig beschrieben. Werd ich auch nicht tiefer drauf eingehen können ohne mehr Zeit hier zu verbringen als ich opfern möchte.
Kurz gesagt: ich kenne einige Spieler, die mit 3E oder 5E angefangen haben und Dungeons nur als lästige Aneinanderreihung von Kämpfen ohne große andere Interaktion kennen. Die sind dann immer baff, wenn die sehen, wie ein old school dungeon crawl à la 70er/80er Jahre D&D sich spielt. Ich hatte bisher nie jemanden, der danach nicht meinte, das macht mehr Laune als erwartet.

Das nur kurz zu der Frage, ohne komplett zu entgleisen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 10.11.2022 | 15:54
D&D 5E ist schon deutlich stärker auf Dungeon Crawling ausgelegt als die direkt vorherigen Editionen und hat diesen Spielstil letztlich wieder zur "Core Story" des Spiels gemacht. Indem natürlich vorherige Regeln für Spielsituationen außerhalb dieses Bereiches zusammengestrichen wurden. Gibt es bessere Dungeon Crawler? Klar. Bloß ändert das wenig daran, dass dies den wesentlichen Spielstil ausmacht und den Fokus der Regeln.

Was die Ausrüstungsliste angeht: Natürlich ist diese vor allem für Nostalgie da. Der Spielstil ist nicht der gleiche wie in AD&D - dafür ist das Spiel einfach nicht tödlich genug, und natürlich hat das Spiel seinen eigenen "Ton", seine eigene Nische.

Vieles von dem was M.Colville anspricht, gerade bezüglich dem Thema "magiearmes Spiel" finde ich ziemlich sinnvoll und gut. Und natürlich ist dies eine Schwäche der 5E, wenn man es als ein Designziel ansieht. Ich glaube schlichtweg aber nicht, das es dies ist. Oben wurde die "Core Story" ja schon genannt, und das war eine Aussage der Designer welche klarstellen sollte: Wir wollen uns wieder mehr auf eine einzelne Sache fokussieren und diese gut machen.

Und das ist durchaus gelungen. Ja, das was rauskam ist ein Bier und Brezel spiel bei dem man immer mal wieder ein wenig die Augen zudrücken muss bei einzelnen Regeln und bei dem es für viele Abweichungen von der "vorgesehenen" Story wenig Unterstützung gibt. Aber manchmal ist das alles was nötig ist und darum halte ich auch die Ausrüstungsliste mit der 10ft pole nicht "nur" für Nostalgie. Und es gibt eine Menge solcher Elemente die angedeutet werden und trotzdem eigentlich Bereiche sind in denen das Spiel weniger bereitstellt als früher. Es ist Werbung. Ein Mittel um genau das zu erreichen was Matt anspricht. Das Leute sagen "na klar kann man das damit spielen", ohne das die Designer tatsächlich Regelunterstützung dafür bereit stellen müssen und ohne das Leute drüber nachdenken ob das wirklich gute Regeln dafür sind.

Ich hätte auch lieber bessere Regeln als bessere Werbung. Aber letzteres hat dem Spiel schlichtweg eine Menge Spieler gebracht und genau aus diesem Grund ist D&D5e so gut für dieses casual Spiel geeignet.

Das was ich bei Matts Ansatz problematisch sehe ist, das er "Dungeon Crawler" mit "Survival Game" gleichsetzt. Dabei muss dies nicht der Fall sein. Manchmal geht es auch einfach nur drum in den Dungeon rein zu gehen und die Monster zu verhauen. Und das ist auch nichts was nur in 5E existiert, das gab es durchaus auch in AD&D und anderen D&D Editionen schon.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 11.11.2022 | 09:36
Waaas? 5E ist gar kein OSR?
 ~;D
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 11.11.2022 | 11:16
Du lachst, aber je mehr 5E-Spieler Anreize erhalten, sich auch andere Systeme anzuschauen, desto besser.

D&D 5E kann ein Segen für die Rollenspielszene sein, wenn sie Leute zum Hobby bringt, die dann langfristig und systemoffen dabei sind.
Oder sie kann ein Fluch sein, indem beinahe alle weiterhin nur 5E spielen wollen, bis sie in 4 Jahren wieder mit Rollenspielen aufhören weil die 5E auf Dauer halt nicht so die Laune macht.

Und von OSR ist in dem Video auch nicht die Rede, der Bogen ist zwar indirekt da, aber hier ging es nicht primär um OSR. :)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Noir am 11.11.2022 | 11:24
Oder sie kann ein Fluch sein, indem beinahe alle weiterhin nur 5E spielen wollen, bis sie in 4 Jahren wieder mit Rollenspielen aufhören weil die 5E auf Dauer halt nicht so die Laune macht.

Oder sie bleiben ihr Leben lang Rollenspieler, weil ihnen 5E viel Spaß macht und ihnen das gibt, was sie brauchen. Ich glaube, eine "Systemoffenheit" bedarf es nicht.

Zum Video: All Hail The Roleplay-Pope! Ich liebe diesen Mann. Ich finde nicht sehr vieles, was ich in dem Video irgendwie anders sehen würde. Vielleicht den Detailgrad des Dungeoncrawlings ... ob man nun den krassen survival Ansatz braucht für "echtes Dungeoncrawling" mag man diskutieren können. Aber so ist das eigentlich immer bei Matts Videos. Er wirft auch Fragen auf, die ich mir nie gestellt habe und so bekomme ich auch Antworten, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie mir etwas bringen. Es ist aber so! Deshalb hab ich mir auch mit Freuden seine Running the Game Reihe angeguckt, die ja eigentlich für Anfänger gedacht war ... selbst mit 20 Jahren Rollenspielerfahrung hab ich da noch viel gelernt.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 11.11.2022 | 11:36
Naja, aus anekdotischer Evidenz kenne ich halt die meisten Fälle so, dass die Leute - jetzt nicht nach ein, zwei Jahren, sondern eher so nach vier, fünf Jahren 5E-only - entweder ganz aufgehört oder das System gewechselt haben.
Jemanden, der nach 4-5 Jahren weiterhin nur 5E spielt und daran Spaß hat, kenn ich jetzt nicht. Aber ist wie gesagt nur eine Beobachtung aus meinem Umfeld.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Noir am 11.11.2022 | 11:51
Na, eventuell bleiben sie nicht bei 5e. Aber wechseln dann zum Beispiel zu einer potentiellen 6e ... oder One D&D ... oder wie es auch sonst heißen mag. Ich kenne tatsächlich inzwischen einige Leute, die einfach nie etwas anderes als D&D gespielt haben. Die Edition wechselte sicherlich mit den Jahren. Es gibt ja auch Leute, die für immer DSA spielen und es geil finden.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Mouncy am 11.11.2022 | 12:40
Ich finde den Typen furchtbar unsympathisch. Außerdem merkt man ihm an, dass er eigentlich nur D&D in verschiedenen Geschmacksrichtungen kennt. Typischer Ami D&D Youtuber halt, die sind alle austauschbar in meinen Augen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Runenstahl am 12.11.2022 | 22:40
Ich finde den Typen furchtbar unsympathisch. Außerdem merkt man ihm an, dass er eigentlich nur D&D in verschiedenen Geschmacksrichtungen kennt. Typischer Ami D&D Youtuber halt, die sind alle austauschbar in meinen Augen.

Sympathie ist Geschmackssache, das muss jeder selbst entscheiden. Das er nur D&D kennt ist schlichtweg falsch und die Aussage erweckt bei mir den Anschein das du das Video auch nicht wirklich gesehen hast. Er weist ja ausdrücklich darauf hin das es deutlich bessere Systeme gibt wenn man "Old-School-Dungeon-Crawling" haben will. Und überhaupt geht er auch auf andere Systeme und deren Spezialisierung auf bestimmte Spielstile ein, was er in den Gegensatz zu D&D stellt das eben keinen bestimmten Spielstil hat.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Noir am 12.11.2022 | 23:03
Ich finde den Typen furchtbar unsympathisch. Außerdem merkt man ihm an, dass er eigentlich nur D&D in verschiedenen Geschmacksrichtungen kennt. Typischer Ami D&D Youtuber halt, die sind alle austauschbar in meinen Augen.

Klassischer Fall von „Nicht angesehen, will es aber blöd finden, weil die Leute es gut finden“

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 13.11.2022 | 09:56
"Hier, der spricht ja über D&D5, denScheiß für die ungewaschenen Massen! Das kann nur schlecht sein!"

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: YY am 13.11.2022 | 10:05
Lustigerweise geht er mit 5E stellenweise recht hart ins Gericht.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 13.11.2022 | 10:18
Letzten Endes kann ich eins recht definitiv sagen: Dungeoncrawling im klassischen Stil ist eher nicht meins. Ich kann die Leute, die so etwas mögen, zwar zumindest ansatzweise verstehen, aber um in einem kompletten größeren Dungeon immer schön systematisch einen Raum oder Sechs-Meter-Tunnelabschnitt nach dem anderen und natürlich mit angemessener Vooorsicht zu erkunden und dabei ständig die Ressourcen nachzuhalten, fehlt mir als Spieler schnell schlicht die nötige Geduld.

Womit sich dann für mich persönlich die Frage "What are dungeons for?" noch mal ganz anders stellt -- denn wenn ich da schon von vornherein nicht wirklich reinwill, was soll ich dann mit einer Spielwelt anfangen, in die jemand trotzdem an allen Ecken und Enden eigens Dungeons hineingequetscht hat? ;)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 13.11.2022 | 10:28
Na nichts. Ist eben nicht Dein Ding. Gibt ja noch zig andere Geschmacksrichtungen Rollenspiel und keine davon ist neutral betrachtet besser als eine Andere.

 :)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Mr. Ohnesorge am 13.11.2022 | 10:32
Lustigerweise geht er mit 5E stellenweise recht hart ins Gericht.

Du willst nur unsere Kenntnis des Videos überprüfen! Netter Versuch, Mr. Bond. Netter Versuch... ;D
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 13.11.2022 | 22:44
Lange Rede, aber was sagt er eigentlich ?

Er beschreibt lange den "Survival Horror" wo man schnell stirbt und jeder Gegenstand wichtig ist.

AD&D ist bei mir etwas her, aber ich meine mich zu erinnern dass man da auch Schätze finden und aufsteigen konnte.
Sobald man was findet kann man sich halt genug Pfeile kaufen, und irgendwann hat man dan halt genug. TP hat man irgendwann auch etwas mehr. Und auch damals konnte ein Kleriker furchtbare Verletzungen mehrmals am Tag heilen.

Was er also als den original D&D Stil beschreibt ist das Spiel auf der 1. Stufe.

Die Gleichsetzung von Dungeon Crawl und Survival Horror macht meiner Ansicht nach auch wenig Sinn.

Was im Endeffekt den Spilstil bestimmt ist das Bedrohungsniveau. Wenn ich die Monster verdreifache werden 5E Spieler
auch ganz schnell vorsichtig. Und auch damals fühlte man sich mit 60TP gegen 1w8 Schaden Gegner recht sicher. Insofern bleibt von dem Vortrag wenig mehr als "Früher mussten wir uns noch richtig anstrengen, nicht so wie die verwöhnte Generation von heute"
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 04:45
Sehe ich nicht so. Allein das jetzt quasi alle Klassen Magie wirken, macht einen großen Unterschied. Und dadurch das Light ein Cantrip ist, kann man sich Fackeln und Laternen komplett sparen.

Fallen kosten heute HP, aber selten das Leben. Es gibt quasi keine Deathsaves mehr.

Wandernde Monster als Uhr funktionieren nicht mehr, weil das Erkunden nicht mehr in turns strukturiert wird. Und ein Dungeon ohne Zeit und Ressourcendruck ist imho nicht besonders spannend.

Ich sage nicht, dass das alles Jedermanns Sache war/ist oder sein muss, aber es hat einen anderen Spielstil gefördert.

Was ich heute erlebe ist eher ein Dungeon Hack: Wir hauen alles um, weil die Encounter ja so designed sind. Und wenn unsere stärksten Fähigkeiten leer sind machen wir eine Rast. So läuft, das aktuell in meiner Gruppe.

Der Dungeon Crawl hingegen ist eher ein, wie komme ich mit wenig Kämpfen an das Gold. Matt hat das ja ganz gut erklärt.

Dass das ganze ein Spiel der niedrigen Stufen war glaube ich eher nicht. Es gab laut Elusive Shift wohl bereits 1975 Spieler die mit Charakteren aufgelaufen sind, die Hohe zweistellige Stufen hatten.




Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Raven Nash am 14.11.2022 | 07:47
Ich halte die Fragestellung für grundsätzlich verkehrt. Die müsste lauten: "What Were Dungeons Ever Good For?"
Gerade solche Wortmeldungen wie das Video erscheinen mir immer mehr wie die Sehnsucht nach Föhnfrisur und Jogging High. "Damals, in den 70ern und 80ern, damals waren Dungeons noch gefährlich!"

Ich (und meine damaligen Gruppen) hatten damals schon keinen Bedarf dafür. Wir haben damals schon nicht Buch über jeden verschossenen Pfeil oder die Fackeln geführt, dafür gibt's bei mir in der 5e regelmäßig Deathsaves.

IMHO alles durch die - im Moment moderne - Nostalgiebrille verzerrte Sehnsucht, wieder 14 in den 80ern zu sein...
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 09:05
What Were Dungeons Ever Good For?

Impliziert ja imho schon, dass sie nutzlos sind. Und das geht an der Spielpraxis vorbei. Sie sind ja nun schon seit Urzeiten ein Teil des Hobbies und haben darin auch Ihren berechtigten Platz.

Dementsprechend ist die Frage, was ein guter Dungeon ist und welche Elemente ihn unterhaltsam machen, auch zu allen Zeiten eine diskutierenswerte.

Matt hat eine Form definiert, die Ihm gefällt und gesagt, dass DnD 5E das nicht mehr unterstützt. Die Einschätzung teile ich erstmal. Er empfindet das als Etikettenschwindel. Kann er ja machen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 14.11.2022 | 09:30
Sehe ich nicht so. Allein das jetzt quasi alle Klassen Magie wirken, macht einen großen Unterschied. Und dadurch das Light ein Cantrip ist, kann man sich Fackeln und Laternen komplett sparen.

Also AD&D1 hat bereits dauerhaftes Licht auf Grad 2.

Fallen kosten heute HP, aber selten das Leben. Es gibt quasi keine Deathsaves mehr.

Das ist richtig. Aber es gibt 2 Arten von tödlichen Fallen. Vermeidbare und unvermeidbare. Gegen vermeidbare muss man hat den Boden mit der 10 Fuss Stange abklopfen. Dass hat man ein paar Jahre lang gemacht, aber irgendwann reicht es zu sagen dass man immer und überall klopft anstatt in jedem Feld einzeln. Und dann verliert das ganze halt seine Bedeutung.
Unvermeidbare Todesfallen sind halt quasi Russiches Roulette. MAcht man aus gutem Grund nicht mehr.



Wandernde Monster als Uhr funktionieren nicht mehr, weil das Erkunden nicht mehr in turns strukturiert wird. Und ein Dungeon ohne Zeit und Ressourcendruck ist imho nicht besonders spannend.

Die Funktionieren ganz hervorragend. Allerdings sind sie nicht mehr ein zentrales Designelement. Heute geht man davon aus dass das Abenteuer auch auf andere weise Zeitdruck aufbauen kann (was durchaus gelegentlich schlecht funktioniert).


Was ich heute erlebe ist eher ein Dungeon Hack: Wir hauen alles um, weil die Encounter ja so designed sind. Und wenn unsere stärksten Fähigkeiten leer sind machen wir eine Rast. So läuft, das aktuell in meiner Gruppe.

Der Dungeon Crawl hingegen ist eher ein, wie komme ich mit wenig Kämpfen an das Gold. Matt hat das ja ganz gut erklärt.

Das kann man durchaus unterscheiden aber ich bezweifle dass die Bezeichnung Dungeon Hack/Dungeon Crawl hilfreich ist (Hack/Nethack sind ja nun alles andere als fair). Es ist zwar richtig dass seit 3E die Tendenz in Richtung "fair" geht, aber das ist vor allem eine frage wie man leitet.


Dass das ganze ein Spiel der niedrigen Stufen war glaube ich eher nicht. Es gab laut Elusive Shift wohl bereits 1975 Spieler die mit Charakteren aufgelaufen sind, die Hohe zweistellige Stufen hatten.

Eben. Auch damals ist man aufgestiegen und hat die Resourcenknappheit der Stufe 1 hinter sich gelassen. Das Video redent aber quasi nur von Stufe 1 als Spielgefühl des alten D&D.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Zanji123 am 14.11.2022 | 09:35
Sehe ich nicht so. Allein das jetzt quasi alle Klassen Magie wirken, macht einen großen Unterschied. Und dadurch das Light ein Cantrip ist, kann man sich Fackeln und Laternen komplett sparen.

Fallen kosten heute HP, aber selten das Leben. Es gibt quasi keine Deathsaves mehr.

Wandernde Monster als Uhr funktionieren nicht mehr, weil das Erkunden nicht mehr in turns strukturiert wird. Und ein Dungeon ohne Zeit und Ressourcendruck ist imho nicht besonders spannend.

Ich sage nicht, dass das alles Jedermanns Sache war/ist oder sein muss, aber es hat einen anderen Spielstil gefördert.

Was ich heute erlebe ist eher ein Dungeon Hack: Wir hauen alles um, weil die Encounter ja so designed sind. Und wenn unsere stärksten Fähigkeiten leer sind machen wir eine Rast. So läuft, das aktuell in meiner Gruppe.

Der Dungeon Crawl hingegen ist eher ein, wie komme ich mit wenig Kämpfen an das Gold. Matt hat das ja ganz gut erklärt.

Dass das ganze ein Spiel der niedrigen Stufen war glaube ich eher nicht. Es gab laut Elusive Shift wohl bereits 1975 Spieler die mit Charakteren aufgelaufen sind, die Hohe zweistellige Stufen hatten.

ja und sobald du auf höhere Stufen bist ballert der Magier halt einfach mal alles weg und macht halt den Krieger ziemlich sinnfrei bzw. höchstens als Meat Shield. Durch "Create Food" und "Create Water" sind dann auch diese "Survival Aspekte" eigentlich hinfällig.

Ich empfinde das "früher war Dungeon Crawl noch survival Horror" ja eher als "ich gucke mir dinge in meiner Kindheit mit rosaroter Brille an"
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 14.11.2022 | 09:37
Eben. Auch damals ist man aufgestiegen und hat die Resourcenknappheit der Stufe 1 hinter sich gelassen. Das Video redent aber quasi nur von Stufe 1 als Spielgefühl des alten D&D.

Korrekt. Das ist ein häufiger Tunnelblick der B/X-OSR-Anhänger auf Einfachheit und Low-Level-Sweetspot.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 14.11.2022 | 09:41
ja und sobald du auf höhere Stufen bist ballert der Magier halt einfach mal alles weg und macht halt den Krieger ziemlich sinnfrei bzw. höchstens als Meat Shield. Durch "Create Food" und "Create Water" sind dann auch diese "Survival Aspekte" eigentlich hinfällig.

Tut der Magier das? In den tiefen Fungeon-Ebenen, wo Kreaturen mit Magieresistenz herumlaufen?
Nahrung und Licht sind dann vielleicht nicht die knappen Ressourcen, sondern Heiltränke, Ladungen von Stäben, Weihwasser, verbleibende Sprüche ...

Ob Survival Horror der richtige Begriff ist, weiß ich nicht, aber gutes AD&D-Spielgefühl ist auf allen Stufen der schmale Grat der Balance zwischen Neugier und Paranoia, Kontrolle und Panik.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 14.11.2022 | 10:00
What Were Dungeons Ever Good For?

Impliziert ja imho schon, dass sie nutzlos sind. Und das geht an der Spielpraxis vorbei. Sie sind ja nun schon seit Urzeiten ein Teil des Hobbies und haben darin auch Ihren berechtigten Platz.

"D&D: Das Spiel, bei dem man zum Abenteuern in den Keller geht!" ~;D
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 10:11
Zu den Zaubern.
Ein Cantrip ist unendlich vorhanden, also keine beachtenswerte Ressource mehr.
Das ist bei einem Zauber der Slots verbraucht anders.
Das ist mein Punkt.

Es darf von mir aus auch jeder den oldschool Dungeon doof finden. Und dieser Stil und die Regeln haben auch Ihre eigenen Schwächen. Aber pauschal zu sagen, dass braucht es nicht, geht imho eben an der Realität vorbei.

@Dungeon Hack: Das war nicht dispektierlich gemeint. Ich wollte darauf hinaus, dass sich das Taktische Element vor allem auf den Kampf bezieht.
Während Crawl eben noch weitere Ressourcen mit einbezieht.

Ich glaube aber, das beide Stile schon immer existiert und miteinander gerungen haben. Insofern teile ich auch die Einschätzung das die OSR da etwas rosarot unterwegs ist bzw. oft einen Alleingeltungsanspruch hat, der nicht wirklich haltbar ist.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Feuersänger am 14.11.2022 | 10:31
Muss man sich da echt eine halbe Stunde Gelaber anhören, oder kann man das vielleicht auch in sagen wir 6 Zeilen zusammenfassen?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 10:42
Naja, Matt behauptet halt, dass D&D 5e zu generisch und wenig spezifisch ist. Z. B. für den Dungeoncrawl; da gäbe es bessere Systeme, weil spezifischere System in denen Ressourcenmanagement ein zentrale(re) Rolle spielt.

Hat er wahrscheinlich nicht ganz unrecht.
Ich kenne mich da zu schlecht mit anderen aktuellen Systemen aus.

Was mich einfach nervt ist Matt's konstantes 5e-Bashing. Er profitiert mit seinem Unternehmen extrem von D&D 5e, nagt aber unentwegt an genau diesem System.
Er wird mMn bald ein eigenes System rausbringen, das schwer auf VTT ausgelegt ist. Erwähnt er glaube ich sogar in genau diesem Video wieder! Aber es nervt, dass er 5e andauernd schlecht machen muss.
Es gibt sicher genug an dem System zu kritisieren, keine Frage, ich finde es nur super, störend und negativ.
Ich mag Matt's Videos, ich mag Arcadia, ich mag viele Produkte von MCDM, aber das turnt echt ab.

Ich finde es jedoch super, dass er die Breite D&D 5e-Base für andere Systeme öffnet und aufklärt, dass es noch andere Rollenspiele gibt!
Ich finde auch toll, dass er manchen Legacy Content erklärt, aber muss das zunehmend negativ ausfallen?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 14.11.2022 | 11:01
Tut der Magier das? In den tiefen Fungeon-Ebenen, wo Kreaturen mit Magieresistenz herumlaufen?
Nahrung und Licht sind dann vielleicht nicht die knappen Ressourcen, sondern Heiltränke, Ladungen von Stäben, Weihwasser, verbleibende Sprüche ...

Wenn die Gegner stark genug sind nicht. Ist ja bei den neueren Editionen nicht anders.



Ob Survival Horror der richtige Begriff ist, weiß ich nicht, aber gutes AD&D-Spielgefühl ist auf allen Stufen der schmale Grat der Balance zwischen Neugier und Paranoia, Kontrolle und Panik.

Genau das.

Zu den Zaubern.
Ein Cantrip ist unendlich vorhanden, also keine beachtenswerte Ressource mehr.
Das ist bei einem Zauber der Slots verbraucht anders.
Das ist mein Punkt.

Ja aber was kann der Cantrip. Viele ersetzen Angriffe, die ja auch nicht begrenzt sind. Und Licht ist nach Stufe 1 bei AD&D eben auch keine begrenzte Ressource. Welcher Cantrip macht hier einen echten Unterschied ?


@Dungeon Hack: Das war nicht dispektierlich gemeint. Ich wollte darauf hinaus, dass sich das Taktische Element vor allem auf den Kampf bezieht.Während Crawl eben noch weitere Ressourcen mit einbezieht.

Wie gesagt: die Bezeichnung ist nicht unbedingt hilfreich. Im Grunde ist es ein "Fair" gegenüber "nicht Fair", was stark mit Combat as War/Sports verwandt ist.

Muss man sich da echt eine halbe Stunde Gelaber anhören,

Nö.

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Antariuk am 14.11.2022 | 11:13
Was mich einfach nervt ist Matt's konstantes 5e-Bashing. Er profitiert mit seinem Unternehmen extrem von D&D 5e, nagt aber unentwegt an genau diesem System.
[...]
Ich finde es jedoch super, dass er die Breite D&D 5e-Base für andere Systeme öffnet und aufklärt, dass es noch andere Rollenspiele gibt!
Ich finde auch toll, dass er manchen Legeacy Content erklärt, aber muss das zunehmend negativ ausfallen?

Mir ist auch aufgefallen dass er oft sehr kritisch gegenüber 5E ist, aber ich glaube das ist auch der Spieldesigner in ihm, der nicht anders kann. Für mich ist das meilenweit von toxischem Bashing in der Hoffnung auf mehr Klicks entfernt, weil er immer sehr konstruktiv sagt, was genau ihn stört oder woher er fremde Ideen importiert. Und das höre ich mir gern an, weil eine Echokammer des ständigen Jubels hilft mir auch nicht wirklich weiter ;)

Zumal Matt hier, finde ich, besonders recht hat: Wenn man die Dungeoncrawler-Mechaniken von sagen B/X oder OSE als Neuauflage mit denen von 5E vergleicht, zieht letzteres einfach den kürzeren. Zumindest wenn man Mechaniken sucht, die das explizit fördern. Die Aussage, dass 3E da sogar noch besser wäre, fand ich allerdings etwas steil ~;D
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 11:25
Mir ist auch aufgefallen dass er oft sehr kritisch gegenüber 5E ist, aber ich glaube das ist auch der Spieldesigner in ihm, der nicht anders kann. Für mich ist das meilenweit von toxischem Bashing in der Hoffnung auf mehr Klicks entfernt, weil er immer sehr konstruktiv sagt, was genau ihn stört oder woher er fremde Ideen importiert. Und das höre ich mir gern an, weil eine Echokammer des ständigen Jubels hilft mir auch nicht wirklich weiter ;)

So extrem verstehe ich seine Kritik auch nicht. Und, klar: alles schön reden bzw. behaupten die 5e sei perfekt, ist auch Käse.
Ich glaube aber weniger, dass es der Designer ist der da mit uns kommuniziert, sondern der Unternehmer und das nervt mich.

Zumal Matt hier, finde ich, besonders recht hat: Wenn man die Dungeoncrawler-Mechaniken von sagen B/X oder OSE als Neuauflage mit denen von 5E vergleicht, zieht letzteres einfach den kürzeren. Zumindest wenn man Mechaniken sucht, die das explizit fördern.

Klar. Da bin ich auch bei ihm. Auch wenn ich erst bei AD&D 2e eingestiegen bin und die Vorgängerinnen nur auf einer akademischen Ebene kenne. Und davon nicht besonders viel. Ich glaube ihm sofort, dass es bessere System für Dungeoncrawls gibt als die 5e. Es ist halt immer eine Sache wie man etwas ausdrückt, nicht nur was.

Die Aussage, dass 3E da sogar noch besser wäre, fand ich allerdings etwas steil ~;D

Er glorifiziert eben gerne ältere Editionen. Vor allem die 4e. Und ich glaube das läuft stark auf seinen eigenen Systemansatz raus. Regelmechanisch wie unternehmerisch.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 14.11.2022 | 11:27
Ich denke man muss dort zwei Sachen trennen. Matts Aussagen zur Wahrnehmung der Spielbarkeit, zu der Frage "wie gut ist ein Spiel für etwas geeignet und gibt es tatsächlich Regeln darin welche dies unterstützen" finde ich richtig und sinnvoll.

Ja, es stimmt - die 5E unterstützt manche Dinge nicht mehr welche andere Editionen mit konkreten Regelhilfen unterstützten. Das ist durchaus auch Absicht, der Fokus des Spiels wurde eben etwas eingeschränkt um genau diesen Bereich besser zu unterstützen. Und dabei wurden explizit Regeln gestrichen welche andere Bereiche betrafen.

Das betrifft natürlich auch "Survival", "Magiearmes Spiel" und dergleichen. Man findet selbst im D&D Umfeld (und bei anderen Regelwerken ohnehin) problemlos bessere Alternativen wenn man von der 5E Core Story abweichen will und wenn man etwas anderes möchte als diese. Trotzdem hat WotC es super geschafft Spieler zu der von Matt genannten Aussage zu bringen "na klar kann man das damit machen!".

Das ist also ein Unterschied zwischen Ruf und Regeln und dort kann man ihm eigentlich vollumfänglich zustimmen: Klar gibt es dort eine ganz schön große Diskrepanz.

Der andere angesprochene Punkt im Video ist schon fragwürdiger, eben seine Gleichsetzung mit Survival Spielweise. Dungeons an sich sind aber nicht ausschließlich dafür geeignet und auch Dungeon Crawl würde ich nicht nur mit derartigen Dingen verbinden. Es gibt viele Dinge wie man Dungeons nutzen kann und wie sie über die Jahrzehnte genutzt wurden und natürlich ist "wir gehen da rein und verhauen die Monster" eine legitime Variante. Man kann es ganz kurz machen: Dungeons ins Spiel einzubringen geht nicht nur auf die AD&D / OD&D Weise.

Nicht einmal wenn man die retrospektive, leicht Rosarote Brille nutzt "wie es früher war".
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Antariuk am 14.11.2022 | 11:42
Der andere angesprochene Punkt im Video ist schon fragwürdiger, eben seine Gleichsetzung mit Survival Spielweise. Dungeons an sich sind aber nicht ausschließlich dafür geeignet und auch Dungeon Crawl würde ich nicht nur mit derartigen Dingen verbinden. Es gibt viele Dinge wie man Dungeons nutzen kann und wie sie über die Jahrzehnte genutzt wurden und natürlich ist "wir gehen da rein und verhauen die Monster" eine legitime Variante. Man kann es ganz kurz machen: Dungeons ins Spiel einzubringen geht nicht nur auf die AD&D / OD&D Weise.

Nicht einmal wenn man die retrospektive, leicht Rosarote Brille nutzt "wie es früher war".

Guter Punkt!

Das ist auf jeden Fall nicht die einzig wahre Methode, das zu spielen. Ich glaube aber, die reine Idee des Oldschool-Dungeons als eine harsche Umgebung mit mindestens leicht übernatürlichen Elementen (Türen, die immer zufallen... ) und Horror-Atmosphäre (schwindende Ressourcen à la Fackeln und Hitpoints, je tiefer man reingeht, umso mehr entfernt man sich von der "Normalität" der oberen Welt) ist nach wie vor sehr reizvoll. Zumal eine gewisse Hilflosigkeit durch den Mangel von Spezialfähigkeiten bei SCs in Oldschool-D&D auch direkt transportiert wird - wenn du als Spieler keine guten Ideen hast, gibt es eben keine Sachen auf dem Charakterbogen, die man abwürfeln kann, um sich aus der Misere zu bringen.

Wer D&D gern als Superheldenspiel begreift (und das ist hier gar nicht abwertend gemeint), wird daran natürlich wenig Freude haben.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 11:43
Ja, man kann auch in der 5e SC in einem Dungeon an die Grenze des Überlebbaren bringen. Vor allem mit einer Kombination aus gegnerischen Kreaturen, Fallen und Environment. Die Maßnahmen die die SL ergreifen muss, um es spannend zu machen, sind halt vermutlich unterschiedlich von Edition zu Edition.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 14.11.2022 | 12:01
Man kann es ganz kurz machen: Dungeons ins Spiel einzubringen geht nicht nur auf die AD&D / OD&D Weise.

Absolut. Mein persönlicher Vergleich geht da in die Richtung "virtuelles Abenteuercamping" -- der ganz "altmodische" Dungeoncrawl fängt aus meiner Sicht halt damit an, daß man erst mal spielerseitig sorgfältig seine imaginären Koffer packt (in der Hoffnung, so auf alles einigermaßen vorbereitet zu sein) und dann loszieht, um herauszufinden, ob man richtig gelegen hat, und sich an den sich dabei fast zwangsläufig auftuenden Lücken möglichst clever unter Einsatz ebenfalls von Spielergehirnschmalz vorbeizuimprovisieren. Der Charakter, den man spielt, läßt sich dabei durchaus auf die reine Avatarfunktion reduzieren.

Und das ist dann natürlich ein ganz eigenes Spielgefühl...aber eben nicht unbedingt auch nur das, was jeder nun eigentlich unter Rollenspiel versteht, geschweige denn die einzige "wahre" Art, Dungeons ins Spiel einzubauen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.11.2022 | 12:18
@Dungeon Hack: Das war nicht dispektierlich gemeint. Ich wollte darauf hinaus, dass sich das Taktische Element vor allem auf den Kampf bezieht.
Während Crawl eben noch weitere Ressourcen mit einbezieht.
Wobei sowas wie Fackeln, Nahrung ect hat sobalt Geld kein Problem mehr ist und man einen Bag of Holding o.ä. trivial werden.
Und da eh fast Alle Rassen Dunkelsicht haben sind Fackeln eh nur bedingt nötig.

Bei den zumindest in modernen Abenteuern typischen kleinen Dungeons, ist bei 5E aus meiner Sicht das Hauptproblem irgendwie sinnvoll kurze Rasten einzubauen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 12:51
@Ainor den Punkt fair vs. unfair hast Du jetzt angesprochen. Ich nicht. Zumindest nicht mit den Begriff Dungeon Hack.

Und wie schon geschrieben. Ist ein Level 2 Zauber eine endliche Ressource zumindest bis Level 10.

Ein Cantrip ist das ab Level 1 nicht, weil ich den unendlich oft sprechen kann.

Wenn Du da keinen Unterschied siehst, ok. Für mich macht es einen  :)

@ Dämon auf Abwegen: Dunkelsicht ist auch ein gutes Beispiel für geändertes Regeldesign. Früher gab es nicht so viele Völker mit Dunkelsicht. Auch das macht Lichtquellen weniger wertvoll in der 5e.

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 12:53
An der Stelle ein kleiner Einschub aus meiner Homebrew-5e-Kampagne und ein konkretes Beispiel, wenn auch kein Dungeoncrawl.
Die Gruppe ist im Unterreich und hexcrawlt sich gerade durch einen Pilzwald. Die SCs sind Stufe 7 und nur der Mensch-Druide hat keine Dunkelsicht. Die zaubert er sich aber routinemäßig beim Abmarsch. Licht ist aber schon allein dahingehend kein Problem weil er zaubern kann (light). Essen (goodberry) und Trinken (create water) sind auch keine Probleme weil er zaubern kann. Ich hätte echt Lust gehabt auf Ressourcenmanagement, aber die Magie macht mir - und z. B. dem Survivalist's Guide to Spelunking (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124007.0.html) für die 5e - einen Strich durch die Rechnung.

Die Zauber Light, Goodberry und Create Water gibt es auch in der 3e (Pathfinder 1e), 2e und 1e...

Hatte überlegt das stellenweise mit Faerzress zu torpedieren, aber das ist ein anders Thema.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 12:57
Ein Cantrip ist das ab Level 1 nicht, weil ich den unendlich oft sprechen kann.

Wenn Du da keinen Unterschied siehst, ok. Für mich macht es einen  :)

Es ist halt nicht so schwerwiegendes Ressourcenmanagement, weil Spell Slots täglich bzw. long restlich wieder aufgefüllt werden.

Dunkelsicht ist auch ein gutes Beispiel für geändertes Regeldesign. Früher gab es nicht so viele Völker mit Dunkelsicht. Auch das macht Lichtquellen weniger wertvoll in der 5e.

Ja, viele Völker haben Dunkelsicht und viele Völker/Klassen können zaubern. Den Zauber Licht gibt es aber schon lang.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 13:11
Ja den Level 1 Zauber Licht gibt es seit ODnD, aber a) muss ich den auf meiner Spruchliste haben, und b) muss ich mich entscheiden, ob ich einen meiner wenigen und damit Wertvollen Slots dafür aufwende.

Ich habe es bei DSA z.B. gehasst als Stehlampe missbraucht zu werden, nur weil die Anderen zu faul waren sich Fackeln zu kaufen.

Aber das hängt sich imho jetzt sehr an Details auf.

Ich sage nur der von MCDM beschriebene Spielstil übt auf mich ein gewisse Faszination aus und wird nach meinem Empfinden von der 5E nicht gut unterstützt.
Dadurch sind für mich längere Dungeonerkundungen wie Dungeon of the Mad Mage langweilig.

Bei kurzen Dungeons spielt Ressourcenmanagement eh kaum eine Rolle.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 14.11.2022 | 13:13
Der andere angesprochene Punkt im Video ist schon fragwürdiger, eben seine Gleichsetzung mit Survival Spielweise. Dungeons an sich sind aber nicht ausschließlich dafür geeignet und auch Dungeon Crawl würde ich nicht nur mit derartigen Dingen verbinden. Es gibt viele Dinge wie man Dungeons nutzen kann und wie sie über die Jahrzehnte genutzt wurden und natürlich ist "wir gehen da rein und verhauen die Monster" eine legitime Variante. Man kann es ganz kurz machen: Dungeons ins Spiel einzubringen geht nicht nur auf die AD&D / OD&D Weise.

Nicht einmal wenn man die retrospektive, leicht Rosarote Brille nutzt "wie es früher war".
Nur sind eben Dungeons, die hauptsächlich dazu dienen Kampfencounter zu liefern, für mich auf Dauer meh, repetetiv, stinklangweilig. Und viel mehr bietet die 5E Regelseitig da auch nicht.

Darum spielen die meisten Leute mit der 5E auch keine Megadungeons, sondern eher diese schön verdaulichen 5-Room-Dungeons, wo du dann die ausbalancierten Encounter häppchenweise einbauen kannst, bevor die Leute eine 5E-Dungeondepression erleiden.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 14.11.2022 | 13:14
Nur sind eben Dungeons, die hauptsächlich dazu dienen Kampfencounter zu liefern, für mich auf Dauer meh, repetetiv, stinklangweilig. Und viel mehr bietet die 5E Regelseitig da auch nicht.

Darum spielen die meisten Leute mit der 5E auch keine Megadungeons, sondern eher diese schön verdaulichen 5-Room-Dungeons, wo du dann die ausbalancierten Encounter häppchenweise einbauen kannst, bevor die Leute eine 5E-Dungeondepression erleiden.

Durchaus - aber auch dies ist doch eine legitime Spielweise. Und natürlich auch eine auf die seitens des Regelwerks hin das Spiel ausgelegt wird.

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 14.11.2022 | 13:18
Ja, viele Völker haben Dunkelsicht und viele Völker/Klassen können zaubern. Den Zauber Licht gibt es aber schon lang.

Klar -- nur, im D&D-Altertum reden wir da noch von einem Spruch, der für jedes Mal, das man ihn einsetzen möchte, separat im Vorfeld memoriert werden will und der auch nur in Plätze für Sprüche genau der 1. Stufe (und keiner höheren) hineinpaßt. Deren Anzahl ist aber begrenzt und wird es auch immer bleiben, und dann will man ja vielleicht auch doch mal einen anderen Erststufenzauber zur Anwendung bringen...letztendlich steht der Zauber also da noch in einem völlig anderen Kontext.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.11.2022 | 13:56
Ein Cantrip ist das ab Level 1 nicht, weil ich den unendlich oft sprechen kann.
Allerdings sind Cantrips in ihrer Wirkung deutlich eingeschränkter als normale Zauber.
Und du wirst nur sehr wenige Herausforderungen nur mit einem Cantrip lösen können.

Und an Dunkelsicht über die Rasse oder einen Magischen Gegenstand zu kommen war iirc auch in 3.5 nicht so schwierig.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ma tetz am 14.11.2022 | 14:14
Mir ging es im engeren Sinne um Cantrips, die Survivalelemente aushebeln, wie z.B. Licht. Ich habe nichts gegen Cantrips per se. Ich finde die Kampfcantrips z.B. gut, weil sich ein Zauberer dadurch auch schon auf niedrigeren Stufen nützlich und eben wie ein Zauberer anfühlt.

Und mit altem DnD meine ich 70er/80er DnD und dessen Klone bzw. Nachahmer.

DnD 3.x und 5 finde ich, bezogen auf Dungeonspiel, nicht so wahnsinnig unterschiedlich.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Zanji123 am 14.11.2022 | 14:20
evtl. liegt's einfach daran das die meisten keine reinen "Dungeoncrawls" mehr spielen wollen das 5E hierfür einfach... keine detailierten Regeln mehr hat? (ich weis....krasse Idee)  Also die klassischen mit zich räumen, sinnfreien Gängen und Monstern die brav in ihren Räumen warten.

Ich mein Abenteuer die viele Dungeons drin hatten wurden ja auch dafür teils kritisiert.


Die jetzt einen auf OSR usw machen sind ja eher die "Altspieler" und die sind evtl. einfach micht mehr "Target Demographic" für Wizards
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 14:26
Ich sage nur der von MCDM beschriebene Spielstil übt auf mich ein gewisse Faszination aus und wird nach meinem Empfinden von der 5E nicht gut unterstützt.
Dadurch sind für mich längere Dungeonerkundungen wie Dungeon of the Mad Mage langweilig.

Bei kurzen Dungeons spielt Ressourcenmanagement eh kaum eine Rolle.

Verstehe was du meinst und bin da auch nahezu bei dir, allerdings würde ich diesen Satz:
"Dadurch sind für mich längere Dungeonerkundungen wie Dungeon of the Mad Mage langweilig."
So enden lassen: "... Dungeon of the Mad Mage mit der 5e einfach deutlich anders als bei anderen, älteren D&D-Editionen oder Systemen."

Wir haben beispielsweise unser/mein Homebrew Setting mit einem Dungeoncrawl in einem Megadungeon mit 5e-Regeln eingeweiht. Es ging nur über Tier 1 (Level 1-4) und der Megadungeon bestand quasi aus sog. Encounter Clustern, die jeweils als die mittlerweile bemühten 5 Room Dungeons ausgebildet waren. Es war spassig, aber halt kein hartwurst Grind. (Auch wenn ich sowas mal ganz cool fände!)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.11.2022 | 14:30
evtl. liegt's einfach daran das die meisten keine reinen "Dungeoncrawls" mehr spielen wollen das 5E hierfür einfach... keine detailierten Regeln mehr hat?
Ich denke es liegt er daran das die meisten Spieler keinen Bock haben Dinge wie die Fackeln, Rationen, Munition,  ect. als zusätzliche Ressource zu verwalten, und auch nicht der Meinung sind, dass das Spiel viel besser macht.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Zanji123 am 14.11.2022 | 14:54
Ich denke es liegt er daran das die meisten Spieler keinen Bock haben Dinge wie die Fackeln, Rationen, Munition,  ect. als zusätzliche Ressource zu verwalten, und auch nicht der Meinung sind, dass das Spiel viel besser macht.

naja aber man hat jahrelang gemeckert das D&D nur dungeoncrawl ist und die D&D Fraktion immer "damit geht noch soooo viel mehr"

.... nur um jetzt wieder zu jammern "warum kein Dungeoncrawl" :-) schon n bisschen witzig
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 14.11.2022 | 14:54
evtl. liegt's einfach daran das die meisten keine reinen "Dungeoncrawls" mehr spielen wollen das 5E hierfür einfach... keine detailierten Regeln mehr hat? (ich weis....krasse Idee)  Also die klassischen mit zich räumen, sinnfreien Gängen und Monstern die brav in ihren Räumen warten.

Ich mein Abenteuer die viele Dungeons drin hatten wurden ja auch dafür teils kritisiert.

Ich denke die Kritik geht darüber hinaus. Natürlich gibt es inzwischen weniger "überlebt ihr den tödlichen Dungeon der eure Spielerfähigkeiten testet" als früher. Und natürlich bietet die 5e dafür weniger Regelunterstützung.

Aber es gibt ja auch andere Dinge welche eingeschränkt wurden, z.B. die im Video genannte Möglichkeit magiearmen Spiels, aber auch die Unterstützung für Fertigkeiten und Investigativen Spiel. Der Fokus ist stärker als zuvor auf den Dungeon und die Monster darin ausgerichtet - nur eben nicht unbedingt in Form eines Survivalspiels.

Es ist ja jetzt nicht so als ob sich D&D 5e breiteren Spielstilen öffnen würde, im Gegenteil.  Trotzdem wird es oft so dargestellt.

Kurz gesagt geht es um die Frage warum trotz eingeschränkter Regelunterstützung das Spiel als sehr flexibel im Spielstil wahrgenommen wird.

Matt spricht dort Spieler an welche dann sagen "na klar kann man das damit spielen" und hinterfragt wo im Regelwerk das ganze aktiv unterstützt würde. Und klassisches Survival Dungeoncrawling ist dabei nur ein Beispiel von vielen.

Die einfachste Antwort darauf ist natürlich "gar nicht, aber das macht ja nix" aber das ist natürlich unbefriedigend.

Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: tartex am 14.11.2022 | 15:03
evtl. liegt's einfach daran das die meisten keine reinen "Dungeoncrawls" mehr spielen wollen das 5E hierfür einfach... keine detailierten Regeln mehr hat? (ich weis....krasse Idee)  Also die klassischen mit zich räumen, sinnfreien Gängen und Monstern die brav in ihren Räumen warten.

Die jetzt einen auf OSR usw machen sind ja eher die "Altspieler" und die sind evtl. einfach micht mehr "Target Demographic" für Wizards

Also ich spiele ja mehr OSR als D&D5, aber finde Megadungeons auch bei OSR auf Dauern nicht besonders spannend. Und das ging eigentlich allen meinen Mitspielern so. Nach 3 Sessions Dungeon darf es für ein paar Sessions gerne auch mal wieder was ganz anderes sein.

Ansonsten verteidige ich gute Dungeons bis aufs Blut. Monster warten nur brav in den Räumen, wenn die Spielleiter nicht gut vorbereiten.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 15:13
Was mir übrigens auch abgeht ist die Definition "Dungeon" in diesem Kontext.
Für mich ist nämlich jedes Location Based Adventure ein Dungeon Adventure.
Auch wenn das Burgverlies irgendwie dungeoniger ist als der Prinzessinnenturm.
Und selbst in solchen Location Based Adventures sind die Übergänge zu Event Based Adventures fließend, siehe z. B. jüngste Aussage von tartex.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 14.11.2022 | 15:16
naja aber man hat jahrelang gemeckert das D&D nur dungeoncrawl ist und die D&D Fraktion immer "damit geht noch soooo viel mehr"

.... nur um jetzt wieder zu jammern "warum kein Dungeoncrawl" :-) schon n bisschen witzig
Du mMn sind Dungeons auch wunderbar soielbar ohne das man Dinge wie Fackeln, Rationen ect. verwaltet.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 14.11.2022 | 15:20
Was mir übrigens auch abgeht ist die Definition "Dungeon" in diesem Kontext.
Für mich ist nämlich jedes Location Based Adventure ein Dungeon Adventure.
Auch wenn das Burgverlies irgendwie dungeoniger ist als der Prinzessinnenturm.
Und selbst in solchen Location Based Adventures sind die Übergänge zu Event Based Adventures fließend, siehe z. B. jüngste Aussage von tartex.

Ist in der Tat ein bißchen schwabbelig definiert. Ich meine, nehmen wir beispielsweise ein schlichtes Bergwerk -- ist das schon ein Dungeon? Wenn nicht, kann es wenigstens zu einem werden, und wenn das wiederum der Fall ist...na ja, was braucht es konkret dazu?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Zanji123 am 14.11.2022 | 15:21


Aber es gibt ja auch andere Dinge welche eingeschränkt wurden, z.B. die im Video genannte Möglichkeit magiearmen Spiels, aber auch die Unterstützung für Fertigkeiten und Investigativen Spiel. Der Fokus ist stärker als zuvor auf den Dungeon und die Monster darin ausgerichtet - nur eben nicht unbedingt in Form eines Survivalspiels.


aber war D&D überhaubt einmal... Magiearm? Also Höchstens zu AD&D Zeiten aber dann auch nur im Regelbereich und nicht in der Lore (vergleiche die Romane in den D&D Welten zu den eigentlichen Regeln ... ist grad bei Drachenlanze das ich im Moment zum ersten Mal lese sehr interessant vor allem wenn man sich dann mal so die Module dazu ansieht. die FR Romane die ich habe da weis ich nicht ob das noch AD&D war).

Zum Thema Fertigkeiten: ich versteh da die Fokussierung nicht darauf. Das Spiel hat welche... man könnte es aber genauso gut ohne spielen. Allerdings klar es macht es für Spieler einfacher wen die auf "Betören" würfeln können anstatt RP zu machen. Oder beim investigativen Spiels. Klar ist es einfacher auf "Verstecktes bemerken" zu würfeln anstatt zu beschreiben wo man den genau sucht und was man anfasst. Oder lieg ich da jetzt komplett falsch und du meinst was anderes.



Generell: Für mich sind "Dungeons" auch jeder "Ort an dem Encounter/Begenungen stattinfinden können". Von einem Hotel das von Räubern belagert ist und die Geiseln genommen haben, bis zum klassischen untergrund Tempel und ja ich mag die auch (auch wenn ich vorher sowas nie mochte was aber eher an DSA und dem Kampfsystem lag *lach*)
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tintenteufel am 14.11.2022 | 15:26
Ist in der Tat ein bißchen schwabbelig definiert. Ich meine, nehmen wir beispielsweise ein schlichtes Bergwerk -- ist das schon ein Dungeon? Wenn nicht, kann es wenigstens zu einem werden, und wenn das wiederum der Fall ist...na ja, was braucht es konkret dazu?

Eben. Und wann wird aus einem Dungeon Delve ein Dungeon Crawl? Fragen über Fragen...
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 14.11.2022 | 15:54
Dungeon: Ich nöchte noch den Begriff "Mythic Underworld" in den Raum werfen.

Mega-Dungeon, @tartex: Nach DMG, 1e, ein Dreh- und Angelpunkt des Milieus (aka. Kampagnenwelt), an den immer wieder Abenteuer hinführen. Es besteht also keine Verpflichtung, ihn Level für Level systematisch abzuarbeiten.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: tartex am 14.11.2022 | 17:36
Mega-Dungeon, @tartex: Nach DMG, 1e, ein Dreh- und Angelpunkt des Milieus (aka. Kampagnenwelt), an den immer wieder Abenteuer hinführen. Es besteht also keine Verpflichtung, ihn Level für Level systematisch abzuarbeiten.

Klar. Wollte nur klarstellen, dass OSR nicht mit "Wie wollen nur Dungeon spielen!!" gleichzusetzen ist. Manchmal kriegt man den Eindruck, dass manche Leute das so sehen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 14.11.2022 | 18:02
Klar. Wollte nur klarstellen, dass OSR nicht mit "Wie wollen nur Dungeon spielen!!" gleichzusetzen ist. Manchmal kriegt man den Eindruck, dass manche Leute das so sehen.

Stimmt, ein wichtiger Gedanke!  :d
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 14.11.2022 | 21:44
@Ainor den Punkt fair vs. unfair hast Du jetzt angesprochen. Ich nicht. Zumindest nicht mit den Begriff Dungeon Hack.

Ja. Die Unterscheidung die du maschst ist ja durchaus sinnvoll. Aber Ich glaube nicht dass Dungeon Hack/Dungeon Crawl eine sinnvolle Bezeichnung ist (Fair vs Unfair ist aber auch nicht ideal)

Und wie schon geschrieben. Ist ein Level 2 Zauber eine endliche Ressource zumindest bis Level 10.

Dauerhaftes Licht ist ... dauerhaft. Wenn man es einmal hat kostet es keine Ressourcen mehr.
Das ist dann praktisch dasselbe wie der Cantrip (nur dass man mehr davon haben kann).

Nur sind eben Dungeons, die hauptsächlich dazu dienen Kampfencounter zu liefern, für mich auf Dauer meh, repetetiv, stinklangweilig. Und viel mehr bietet die 5E Regelseitig da auch nicht.

Ich glaube nicht dass da so ein großer Unterschied zwischen den Editionen besteht.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Koruun am 14.11.2022 | 23:18
Ich glaube nicht dass da so ein großer Unterschied zwischen den Editionen besteht.
Das erinnert mich an mein früheres Ich von so vor 4 oder 5 Jahren.
Damals noch nie einen echten Dungeon Crawl im Stile der 70er/80er mitgemacht, aber schnell mit Urteil und Meinung zur Hand. :D
Das muss nicht auf dich zutreffen. Aber ich sehe in einem Dungeon Crawl in B/X oder 1E doch einen riesigen Unterschied zu einem Dungeon Delve in der 5E oder 3E.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 15.11.2022 | 01:29
aber war D&D überhaubt einmal... Magiearm?

Sagen wir es so: Es hat solches Spiel mal stärker unterstützt. Mit Regeln um magiearme Klassen individueller und abwechslungsreicher darzustellen, Regeln um die Boni magischer Gegenstände auszugleichen, Lehrmeisterbelohnungen oder auch speziellen Fähigkeiten für mundane Klassen außerhalb der Kämpfe.

Als ganzes würde ich kein D&D als Magiearm bezeichnen. Im Detail und gerade was die Frage angeht "gibt es konkrete Regeln um diesen Spielstil zu unterstützen?" würde ich aber sagen: Die Unterschiede sind gravierend.

Und das gilt natürlich für viele derartige Beispiele, die Regeln welche im Design der 5e gestrichen wurden sind eigentlich ausschließlich in solchen Randbereichen zu finden, dort wo man vom klassischen "Geh in den Dungeon, verhau die Monster" abweicht.



Oder lieg ich da jetzt komplett falsch und du meinst was anderes.

Ich fürchte da hast du mich wirklich missverstanden, gemeint war das einige weitere der gestrichenen Regelhilfen beim Thema Fertigkeiten zu finden sind. Das Fertigkeitssystem wurde halt ebenfalls recht zusammengekürzt - gleichzeitig wurde der Zugriff auf Fertigkeiten ersetzende Zauber wieder erleichtert. Was in der Folge fertigkeitenlastige Abenteuer halt etwas schwieriger umsetzbar macht, beispielsweise solche bei denen Investigation oder Überzeugungsarbeit gefragt sind.

Was erst einmal ja nichts schlimmes ist, für sich genommen. Gerade im Kontext eines Fokus auf eine zentrale Spielweise reicht es ja durchaus zu sagen "Wir unterstützen dort nicht so sehr, aber wer das mag kann es ja einbringen".

In dem Video wird nun ein interessanter Punkt angeschnitten: das trotzdem viele Spieler das Regelwerk gerade für solche Aspekte empfehlen bei denen Unterstützung seitens konkreter Regeln eigentlich weniger vorhanden ist als zuvor.

Das klassische "Kann man doch trotzdem machen, dafür braucht man ja keine Regeln!" sozusagen.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 15.11.2022 | 08:16
Das erinnert mich an mein früheres Ich von so vor 4 oder 5 Jahren.
Damals noch nie einen echten Dungeon Crawl im Stile der 70er/80er mitgemacht, aber schnell mit Urteil und Meinung zur Hand. :D
Das muss nicht auf dich zutreffen.

Das bezog sich auf "Regelseitig". D&D Regeln auserhalb des Kampfes waren nie so furchtbar detailiert.


Aber ich sehe in einem Dungeon Crawl in B/X oder 1E doch einen riesigen Unterschied zu einem Dungeon Delve in der 5E oder 3E.

Klar, aber das liegt eher am Stil als an den Regeln. Z.b. der Einsatz von Spigeln ist ja eine Free form/GMV Sache und nicht speziell von den OD&D Regeln abgedeckt.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Zanji123 am 15.11.2022 | 09:50
Sagen wir es so: Es hat solches Spiel mal stärker unterstützt. Mit Regeln um magiearme Klassen individueller und abwechslungsreicher darzustellen, Regeln um die Boni magischer Gegenstände auszugleichen, Lehrmeisterbelohnungen oder auch speziellen Fähigkeiten für mundane Klassen außerhalb der Kämpfe.

Als ganzes würde ich kein D&D als Magiearm bezeichnen. Im Detail und gerade was die Frage angeht "gibt es konkrete Regeln um diesen Spielstil zu unterstützen?" würde ich aber sagen: Die Unterschiede sind gravierend.

Und das gilt natürlich für viele derartige Beispiele, die Regeln welche im Design der 5e gestrichen wurden sind eigentlich ausschließlich in solchen Randbereichen zu finden, dort wo man vom klassischen "Geh in den Dungeon, verhau die Monster" abweicht.



Ich fürchte da hast du mich wirklich missverstanden, gemeint war das einige weitere der gestrichenen Regelhilfen beim Thema Fertigkeiten zu finden sind. Das Fertigkeitssystem wurde halt ebenfalls recht zusammengekürzt - gleichzeitig wurde der Zugriff auf Fertigkeiten ersetzende Zauber wieder erleichtert. Was in der Folge fertigkeitenlastige Abenteuer halt etwas schwieriger umsetzbar macht, beispielsweise solche bei denen Investigation oder Überzeugungsarbeit gefragt sind.

Was erst einmal ja nichts schlimmes ist, für sich genommen. Gerade im Kontext eines Fokus auf eine zentrale Spielweise reicht es ja durchaus zu sagen "Wir unterstützen dort nicht so sehr, aber wer das mag kann es ja einbringen".

In dem Video wird nun ein interessanter Punkt angeschnitten: das trotzdem viele Spieler das Regelwerk gerade für solche Aspekte empfehlen bei denen Unterstützung seitens konkreter Regeln eigentlich weniger vorhanden ist als zuvor.

Das klassische "Kann man doch trotzdem machen, dafür braucht man ja keine Regeln!" sozusagen.


aber auch hier: war es in AD&D anders? evtl. in der ganz alten Version mit der Red box und so aber seit AD&D gibt's ja z.b. den Knock spell, das einfach mal jede Tür öffnet. Das Problem war schon immer das egal was andere Klassen können -> der Magier kann das ebenfalls.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 15.11.2022 | 10:00

aber auch hier: war es in AD&D anders? evtl. in der ganz alten Version mit der Red box und so aber seit AD&D gibt's ja z.b. den Knock spell, das einfach mal jede Tür öffnet. Das Problem war schon immer das egal was andere Klassen können -> der Magier kann das ebenfalls.

Äh, exakt diesen Spruch zu haben, ist in AD&D nicht selbstverständlich.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 15.11.2022 | 10:08

aber auch hier: war es in AD&D anders? evtl. in der ganz alten Version mit der Red box und so aber seit AD&D gibt's ja z.b. den Knock spell, das einfach mal jede Tür öffnet. Das Problem war schon immer das egal was andere Klassen können -> der Magier kann das ebenfalls.

In AD&D ist es leicht anders, die Zauber sind dort nicht so einfach verfügbar und man muss vorab wissen welche man benötigt.

In anderen Editionen ging das dann aber darüber hinaus und es gab wesentlich mehr Regelhilfen.

Und damit auch mehr unterstützte Spielstile. Man kann sagen, es hatte sich im Lauf der Jahrzehnte nochmal einiges getan und bis zur 5e wuchs der Anteil an möglichen Spielstilen und Regelhilfen dafür. 5e macht dort halt ein paar Rückschritte - oder je nach Blickwinkel kann man auch sagen es hat einen klareren Spielfokus.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: tartex am 15.11.2022 | 10:24
Ich fürchte da hast du mich wirklich missverstanden, gemeint war das einige weitere der gestrichenen Regelhilfen beim Thema Fertigkeiten zu finden sind. Das Fertigkeitssystem wurde halt ebenfalls recht zusammengekürzt - gleichzeitig wurde der Zugriff auf Fertigkeiten ersetzende Zauber wieder erleichtert. Was in der Folge fertigkeitenlastige Abenteuer halt etwas schwieriger umsetzbar macht, beispielsweise solche bei denen Investigation oder Überzeugungsarbeit gefragt sind.

Old School Dungeon Crawl und ein Fertigkeitssystem auf das man sich in irgendeiner Weise verlassen kann, sind für mich halt diametral entgegengesetzt. Erforscht wird durch Beschreibungen der konkreten Charakterhandlungen und nicht Würfelergebnisse.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Arldwulf am 15.11.2022 | 11:12
Old School Dungeon Crawl und ein Fertigkeitssystem auf das man sich in irgendeiner Weise verlassen kann, sind für mich halt diametral entgegengesetzt. Erforscht wird durch Beschreibungen der konkreten Charakterhandlungen und nicht Würfelergebnisse.

So klar würde ich dies nicht trennen wollen, da ja auch im Old School Dungeon Crawl gewürfelt wird (man denke nur mal an Detect Secret Doors, Klettern und Fallen öffnen beim Schurken oder vergleiche die Diskussion über verschlossene Türen und wann man auf open doors würfeln müsse um sie aufzubekommen zuletzt hier im OD&D/AD&D/Klone & OSR Unterforum). Natürlich ist es auch anno dazumal nicht nur die Spielerfertigkeit, auch die Charakterfertigkeit und das Würfelglück wurden gefordert.

Aber der von dir zitierte Satz bezog sich eigentlich überhaupt nicht auf Dungeon Crawl, sondern auf eine Aussage aus dem Video. Konkret: Dass ob etwas unterstützt wird von einem Regelwerk anhand der konkreten Regeln betrachtet werden sollte, und dass dies häufig nicht gemacht wird. Sondern ein wenig leichtfertig "na klar kann man das damit machen!" gesagt wird, ohne das die Regeln dafür etwas vorsehen.

Matt nennt im Video zwei Beispiele dafür. Magiearmes Spiel und Dungeon Crawl. Und in meinem Zitat oben ging es darum, dass es noch weitere Beispiele gibt - eben beim Fertigkeitssystem zum Beispiel.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Antariuk am 15.11.2022 | 12:57
Ich finde den Punkt, wie die jeweiligen Dungeons eigebtlich ge- und beschrieben sind, total interessant. Zum einen, mit welcher Edition im Hinterkopf die Autoren da am Werk waren und wie gut das im Speziellen und im Allgemeinen (für andere Systeme und Varianten) geklappt hat. Rückzugsräume für Pausen oder lange Rasten sind sicher unabhängig von der Edition schmackhaft, nicht zuletzt wegen anwesenden Magiern in der Gruppe - aber gibt es vielleicht Details, die aus spielmechanischen Gründen unterschiedlich interessant sind zwischen 5E und altem D&D?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Tomas Wanderer am 15.11.2022 | 13:22
Ich finde den Punkt, wie die jeweiligen Dungeons eigebtlich ge- und beschrieben sind, total interessant. Zum einen, mit welcher Edition im Hinterkopf die Autoren da am Werk waren und wie gut das im Speziellen und im Allgemeinen (für andere Systeme und Varianten) geklappt hat. Rückzugsräume für Pausen oder lange Rasten sind sicher unabhängig von der Edition schmackhaft, nicht zuletzt wegen anwesenden Magiern in der Gruppe - aber gibt es vielleicht Details, die aus spielmechanischen Gründen unterschiedlich interessant sind zwischen 5E und altem D&D?
Wenn ich die Frage richtig verstehe, hat Melan dazu geschrieben: Megadungeon Mapping (https://www.darkshire.net/jhkim/rpg/dnd/dungeonmaps.html) und The Anatomy of a Dungeon Map (http://beyondfomalhaut.blogspot.com/2020/05/blog-anatomy-of-dungeon-map.html) sind mir z.B. bekannt.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: tartex am 15.11.2022 | 14:53
So klar würde ich dies nicht trennen wollen, da ja auch im Old School Dungeon Crawl gewürfelt wird (man denke nur mal an Detect Secret Doors, Klettern und Fallen öffnen beim Schurken oder vergleiche die Diskussion über verschlossene Türen und wann man auf open doors würfeln müsse um sie aufzubekommen zuletzt hier im OD&D/AD&D/Klone & OSR Unterforum).

Deshalb sagte ich ja auch "Fertigkeitssystem auf das man sich in irgendeiner Weise verlassen kann", denn bei 2-in-6 ist das reine Lotterie und man kann darauf keine Taktik aufbauen.

Zumindest bei der heute üblichen Spieleranzahl. Vielleicht hat Gygax die Wahrscheinlichkeiten ja so berechnet, weil er von einem Dutzend Spieler ausgegangen ist? Wurde diese These schon mal wo diskutiert?
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Antariuk am 15.11.2022 | 14:58
Zumindest bei der heute üblichen Spieleranzahl. Vielleicht hat Gygax die Wahrscheinlichkeiten ja so berechnet, weil er von einem Dutzend Spieler ausgegangen ist? Wurde diese These schon mal wo diskutiert?

Meinst du wirklich Spieler? Weil ein Dutzend SCs ist naheliegender, das wurde ja - je nach Edition oder Variante - durchaus angenommen, dafür waren Henchmen ja da.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: ghoul am 15.11.2022 | 15:54
Meinst du wirklich Spieler? Weil ein Dutzend SCs ist naheliegender, das wurde ja - je nach Edition oder Variante - durchaus angenommen, dafür waren Henchmen ja da.

Stell dir vor, du leitest deine Kampagne in einem Club und die Teilnehmer variieren. Ein manchen Tagen wollen ein Dutzend Spieler bei dir mitspielen und du leitest für sie alle.
Das ist das D&D der 70er, für die AD&D (1e) geschrieben wurde.
Du siehst es auch noch an den D&D-Modulen der 80er, wo dann draufsteht "für 6-12 Spieler" o.dgl.

Dass die Gefolgsleute die Anzahl der SC erhöhen, ist natürlich auch vollkommen richtig.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Natithem98 am 19.10.2023 | 08:50
Ich finde den Typen furchtbar unsympathisch. Außerdem merkt man ihm an, dass er eigentlich nur D&D in verschiedenen Geschmacksrichtungen kennt. Typischer Ami D&D Youtuber halt, die sind alle austauschbar in meinen Augen.
Das denke ich auch.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Trollkongen am 30.10.2023 | 04:17
Ein Cantrip ist das ab Level 1 nicht, weil ich den unendlich oft sprechen kann.

Wenn Du da keinen Unterschied siehst, ok. Für mich macht es einen  :)

Ja, die Cantrips ändern durchaus eine Menge.

Auch gerade die Kampfcantrips. Früher war der Magier halt die schwere Artillerie: eventuell sehr harte Offensivzauber, aber konnte man nicht permanent loslassen (weil nur begrenzt Spellslots). Jetzt kann er jede Runde ordentlich und kostenlos was rausballern, durchaus in gewisser "Konkurrenz" mit den Frontschweinen. Damit verändert sich seine Rolle, und die Ressource "Fernkampf" kriegt auch eine andere Betonung. Vor allem ändert das das Spielgefühl.

Was nicht heißt, dass ich nicht die Beweggründe hinter dieser Gestaltung verstehe. Aber gerade für mich fühlt sich der ründliche Firebolt (oder was immer) halt sehr anders an als eine wie auch immer begrenzte magische Ressource.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 5.11.2023 | 14:08
Der ründliche Firebolt fühlt sich tendentiell an wie der ründliche Armbrustbolzen.

Zum Thema. Kein D&D ist ein Dungeon Crawler. Dungeon sind nur das Fundament auf dem sich komplexere Inhalte entwickeln.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: nobody@home am 5.11.2023 | 15:21
Der ründliche Firebolt fühlt sich tendentiell an wie der ründliche Armbrustbolzen.

Wobei der für Magier meiner Erinnerung nach seinerzeit auch erst von WotC eingeführt worden ist -- an so viele Armbrustschützen unter denen kann ich mich aus TSR-Zeiten (also bis einschließlich AD&D2) eher nicht erinnern.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Ainor am 5.11.2023 | 17:48
Da hatten sie Wurfpfeile. Auch kein wirklicher Unterschied.
Titel: Re: What Are Dungeons For? - oder: ist 5E ein Dungeon Crawler?
Beitrag von: Trollkongen am 6.11.2023 | 20:32
Der ründliche Firebolt fühlt sich tendentiell an wie der ründliche Armbrustbolzen.

Jein. Armbrustbolzen sind begrenzt und brennen nicht. Gerade, dass es etwas "Übersinnliches" ist, sorgt, finde ich, für das andere Spielgefühl. (Ähnliches gilt übrigens auch dafür, dass es schwer wird, eine unmagische Klasse zu spielen.)

Und: Im Armbrustschießen (oder was auch immer) sind Magier meist nicht so wunderbar. Cantrips gehen ja übers Primärattribut.

Aber ja, führt vom eigentlichen Thema weg, sorry.