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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Thema gestartet von: HEXer am 8.12.2022 | 13:24

Titel: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: HEXer am 8.12.2022 | 13:24
Es gab ja schonmal einen Thread zu "guilty pleasures" allgemein. Aber mich würde mal interessieren, was denn eure guilty pleasures in Bezug auf Rollenspiele sind. Sied ihr heimlich gerne Taschenlampenfallenlasser, spielt ihr gerne power, müsst ihr eure Charaktere immer selbst zeichnen, muss euer Charakterbogen im fleckenfrei oder unbedingt mit Kaffeeflecken versehen sein...?

Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Crimson King am 8.12.2022 | 13:39
Ich weiß nicht, ob guilty pleasure da das richtige Wort ist, aber ich spiele gerne Swashbuckling-Rollenspiele mit tendenziell chauvinistischem Mindset. Damsels in Distress, die hinterher dem Helden in die Arme fallen, sind da keine Seltenheit.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Husk am 8.12.2022 | 14:03
Für alle festen Runden und auch bei meinen eigenen Charakteren lass ich die Charakterdatenblätter im Copyshop auf das dickste Papier dort drucken, meist 280g/m² oder 300g/m². Für lang anhaltende Runden oder welche, die ich lange vorbereiten kann, erstelle ich in Photoshop oft spezifische Charakterdatenblätter für jeden einzelnen Charakter...

Für die nächste Fantasy-Runde wird jeder ein dickes Charakterdatenblatt bekommen, ein eigener Satz Würfel mit Würfelbeutel und eine kleine Glasphiole mit Korken aus dem Bastelmarkt, gefüllt mit Smoothie (als Heiltrank).

Stuff like that.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Vampirwurst am 8.12.2022 | 14:06
Meine Würfel müssen zu meinem Charakter passen. Und ja ich möchte immer meine Chars selbstzeichnen und ihre "Besitztümer" auch.

Am besten ist es, wenn der Heldenbrief dazu auch noch passt.

Und ja, ich bin am überlegen noch so ein Fancy Character Journal zu basteln.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 8.12.2022 | 14:16
Ich layoute alle meine Fancreations im Rollenspiel, damit sie zum Layout des Originalspiels passen. Wirklich alle. Ohne Not.

Wenn ich als SL ein Abenteuer vorbereite, gibt es kein schnelles Geschmiere auf einem unlinierten A4-Blatt. Nein: Ich habe meine eigenen Notizpapiere für jedes System, die so aussehen, wie der hochoffizielle Shit. Mit Fonts und Grafiken und allem.

Ich möchte eine Lazy GM-Vorbereitung für "7te See" machen? Dann nehme ich meinen laminierten Lazy-GM-Bogen zur Hand, der im Stil der 7te See-Regelwerke designt und gelettert ist.

Ich schreibe eine "Exalted"-Konvertierung für Fate? Dann wird daraus kein steriles 3 Seiten-Word-Dokument, sondern ein mit Farbillus aufgepepptes 30 Seiten-Machwerk, das aus sich selbst heraus voll spielbar ist.

Ich bespiele ein Setting, z.B. aus Film oder Videospiel, mit einem anderen, bekannten Rollenspielsystem? Alles klar, dann werde ich nicht einfach die normalen Charakterbögen dieses Systems an die Spieler verteilen: Ich werde spezielle Charakterbögen für die Konvertierung machen, die den Geist der Vorlage einfangen – schon auf der Basis von anderen Fanbögen, aber mit viel Eigenaufwand (siehe Anhang).

Und selbstverständlich wird das alles, wenn es Englisch sein sollte, ins Deutsche übersetzt. Ich vermeide Denglisch an meinen Spieltischen und kann's nicht leiten, wenn Leute "dengeln". Selbst wenn mir es selbst passiert.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Antariuk am 8.12.2022 | 14:17
- Das Erstellen von diegetischen Charakterbögen für meine eigenen Abenteuer und Hacks, wo ich überproportional viel Zeit damit verbringe, Lesbarkeit und Übersichtlichkeit zu gewährleisten, aber auch ein paar optische Spielereien einzubauen.

- Das Zusammenstellen von Soundtracks passend zum Thema und Abenteuer, die ich am Ende dann doch nicht benutze. Oder nur 1-2 Tracks nutze. Das weiß ich auch beim Suchen, Reinhören und Kurieren dieser Listen schon. Ist einfach so, ich hab das akzeptiert >;D

- Abenteuer oder Runden mit einem hohen Anteil von "Barbiespiel", wo man also einfach mit den NSCs und dem Rest der Gruppe den Alltag bespielt, ohne dass es um die Rettung der Welt geht (zumindest in dem Moment gerade nicht).

- Meine Meinung zu Systemen und Aspekten des Hobbys vonseiten meiner favorisierten Youtuber/Forenschreiber bestätigt zu bekommen.

Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Crimson King am 8.12.2022 | 14:30
Ich habe den Eindruck, hier haben einige das Konzept des guilty pleasure nicht verstanden. Mit den meisten beschriebenen Sachen lädt man keine Schuld auf sich.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Antariuk am 8.12.2022 | 14:36
Ich habe den Eindruck, hier haben einige das Konzept des guilty pleasure nicht verstanden. Mit den meisten beschriebenen Sachen lädt man keine Schuld auf sich.

Nicht, wenn die beschriebenen Dinge im Widerspruch zu dem stehen, was man bei anderen kritisiert - oder wie man sich selbst vielleicht in anderen Runden/ mit anderen Systemen gibt. Den Kontext nachvollziehar für alle herzustellen dürfte aber eher schwierig werden.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 8.12.2022 | 14:43
Ich habe den Eindruck, hier haben einige das Konzept des guilty pleasure nicht verstanden. Mit den meisten beschriebenen Sachen lädt man keine Schuld auf sich.

Weiß nicht.
Ich persönlich würde gerne weniger solche eigentlich sinnlosen Vorbereitungen in eine Runde versenken. Allein, ich schaffe es nicht.
Gerade weil alle sich ja gerne so präsentieren, als würden sie so locker flockig die geilsten Runden spielen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Crimson King am 8.12.2022 | 14:45
Ich persönlich würde gerne weniger solche eigentlich sinnlosen Vorbereitungen in eine Runde versenken. Allein, ich schaffe es nicht.

Ist dieser Teil der Vorbereitung dann überhaupt ein Vergnügen für dich? Für mich z.B. nicht. Ich find Vorbereitung genau bis zu dem Punkt geil, an dem sie beginnt, Arbeit zu machen. Und deshalb höre ich an dem Punkt oft mit dem Vorbereiten auf.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Vampirwurst am 8.12.2022 | 14:47
Guilty Pleasure ist aber auch einfach etwas, was von der Mehrheit belächelt/kritisiert wird. Man aber selber toll findet, man sich aber nicht unbedingt immer traut, das laut auszusprechen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 8.12.2022 | 14:48
Guilty Pleasure ist aber auch einfach etwas, was von der Mehrheit belächelt/kritisiert wird.

Das.

Oh, noch ein Guilty Pleasure:
Ich spiele gerne Romantikplots und Beziehungsplots. So richtig wie in RomComs oder Romantic Dramas. Das macht mir Spaß.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Antariuk am 8.12.2022 | 14:50
Vielleicht schaffen wir es ja, hier jetzt nicht :t:-typisch Begriffe und Verständnisse definieren zu wollen... ?

More guilty pleasures please ;)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Noir am 8.12.2022 | 14:57
Ich hab definitiv guilty pleasures. Nur komm ich kaum dazu, weil ich so gut wie nie selber spiele, sondern eigentlich immer leite.

Im Rollenspiel als Spieler liebe ich es, Charaktere zu spielen, die abgrundtief böse sind und im geheimen GEGEN die Intime-Wünsche der Gruppe arbeiten. Das heisst nicht, dass ich aktiv gegen die Lösung des gerade bespielten Abenteuers agiere, sondern eher eine Ebene darüber. Oh, ihr seid Streiter der Guten und bekämpft die Pläne des finsteren Gottes Tzeentch? Super! Ich mach mit ... und bin eigentlich ein Anhänger Tzeentchs und warte auf meinen Moment. Ich kann nicht sagen, warum ich das so gern mag. Wirklich zu Konflikten ist es nur ganz selten mal gekommen und für gewöhnlich immer nur dann, wenn ein Spieler sein Spielerwissen genutzt hat und einfach der festen Überzeugung war, dass mein Charakter sich jetzt durch irgendeine Handlung verraten hat, obwohl das ganz definitiv nicht der Fall war. Da wollte jemand einfach den großen Knall vorher schon aufdecken (und ER war der schlaue Detektiv!). Das sorgt dann dafür, dass ich mein Vorhaben beende, die Guten gewinnen lasse (zum Beispiel, indem mein Charakter flieht) und einen neuen Charakter spiele. Aber das ist wie gesagt nur ganz ganz selten mal passiert ... es kam auch schon zu richtig coolen In Game Twists, wo alle am Tisch total schockiert waren.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 8.12.2022 | 15:03
Ich mache gerne anderen Spielfiguren die Türen auf,... das sie in räume reinstürmen können und dort als erste verdroschen werden.
Gerne auch wenn alles der Beschreibung des SL nach FALLE riecht, irgendjemand aber trozdem rein will.

Aber nur solange ich abschätzen kann das ich nicht auch zu viel dresche abbekomme. (Siehe ein Nachbarstrang Einzelfigurenvorprescher: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,124370.0.html )
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: tartex am 8.12.2022 | 15:28
Ich freue mich jedesmal, wenn der Charakter eines Mitspielers drauf geht.  >;D

Okay, zumindest dann nicht, falls es echt unfair vom Spielleiter war. Z.B. Charaktere abwesender Spieler killen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Zed am 8.12.2022 | 15:50
Das Wetter und die Jahreszeit. Wenn es nach mir ginge, wäre es in unserer Welt immer Spätsommer.  ^-^ Meine Gruppe nimmt es halb als running Gag, halb ernst:

Die Zeiten zwischen den Kämpfen liegen vorzugsweise im Spätsommer, wenn sich das goldene Licht in den feinen Spinnfäden, die in der Luft schweben, verfängt, die Felder zu einem Teil abgeerntet sind, und das Land ruhig und für den Moment friedlich da liegt. Die erste Nachtkälte hat die Natur schon einmal auf den Herbst eingestimmt, aber einige Tage lang entwickelte die Sonne noch einmal eine starke Kraft. Quasi als Ruhe nach und vor dem Sturm. Die Musik, die diese Stimmung für mich am besten übersetzt, ist aus Neverwinter Nights 1, der Forest (https://www.youtube.com/watch?v=gcG-pEqGBwo).*

Wichtige, aufgeladene Kämpfe jedoch finden in unserer Kampagne irgendwie fast immer bei Unwetter statt, Epik schlägt hier im Zweifel immer jede Wettertabelle.

(*Naja, gut, manchmal variiert die Jahreszeit dann doch...)

Edit: Ich sehe gerade: Mein Forumsbild hat's auch eingefangen  ;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Noir am 8.12.2022 | 16:05
Oh, das könnte eines meiner guilty pleasures als Spielleiter sein:

Meine Szenarien finden sehr SEHR häufig immer im tiefsten Winter statt. Schneestürme. Riesige Schneewüsten. Alles "stirbt" ... wenn ich darüber nachdenke, kommt sowas fast immer vor, wenn ich mir Szenarien selbst ausdenke ~;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 8.12.2022 | 16:28
Und ich hab's gerne, wenn es in Rollenspielabenteuern Nacht oder Abend ist. Wenn man die Laternen anzünden muss. Oder die Neonlichter so schön glühen. Wenn ich was Urbanes leite, dann versuche ich möglichst viel Abends stattfinden zu lassen, wenn es sich ergibt.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: tartex am 8.12.2022 | 17:33
Leute, ich glaube ihr übersteht das "guilty" bei der Pleasure...

Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 8.12.2022 | 17:38
Leute, ich glaube ihr übersteht das "guilty" bei der Pleasure...

Das gibt dem Thread aber immerhin auf mehreren Ebenen eine starke humoristische Grundströmung.  ~;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: takti der blonde? am 8.12.2022 | 17:41
Das gibt dem Thread aber immerhin auf mehreren Ebenen eine starke humoristische Grundströmung.  ~;D

Vorsicht, das Tanelorn nicht ernst genug zu nehmen, ist bereits der gelben Karte würdig!

Mein guilty pleasure ist das Rollenspiel "Engel" als solches. Aber bitte nicht der PESA verraten!
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 8.12.2022 | 17:46
Mein guilty pleasure ist das Rollenspiel "Engel" als solches. Aber bitte nicht der PESA verraten!

Ah, endlich mal ein produktiver Blickwinkel!

Mein guilty pleasure ist, dass mir schonungsloses aventurien-touristisches Rollenspiel - punktuell! Wenn die Gruppe stimmt! Und wenn ich mich von seriösen Rollenspielern ganz und gar unbeobachtet fühle! - schon auch Spaß machen kann.

"Wirt, bringe er mir eine geräucherte Salzarelle und einen Humpen Knat, und spute er sich, in Travias Namen!" - das ist der Stoff, aus dem die Träume sind  ~;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Issi am 8.12.2022 | 18:00
Don't feel guilty for my pleasures!

Selbstverständlich bemale Ich meinen Charakterbogen bis zur Unkenntlichkeit!
So sahen schließlich auch meine Schulhefte aus!
(Ich bemale aufgefordert sogar fremde)

Und selbstverständlich bin ich die extra fieseste, und gemeinste Spielleitung für meine Gruppe, die ich sein kann. Aber solange ihnen das Lachen nicht vergeht, und mir auch nicht, haben wir Spaß!
( Ich werde als Spieler schließlich auch durch den Kakao gezogen)


Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 8.12.2022 | 18:08
Wie viel Guilty Pleasures sind eigentlich das Spielen von weiblichen Charakteren als Mann?  :o 8]
Weibliche SCs habe ich in Midgard 1x, in D&D 5e 1x, VsDarkmaster 1x, Ruin Master 1x und in Keys 1x.
Die Männer sind da in Unterzahl: 2x D&D 5e und einmal SotDL.  >;D

Und das "Dengeln" ist auch bei mir ein Problem.

Ein Charakterbogen ohne Charakterbild ist schon bald ein Sakrileg.  :o
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: tartex am 8.12.2022 | 18:17
Wie viel Guilty Pleasures sind eigentlich das Spielen von weiblichen Charakteren als Mann?  :o 8]

Hatte ich fast erwähnt, aber nur weil meine Heldinnen alle Charisma 18 oder 5 und darunter haben...

Das ist schon ziemlich peinlich.

Ansonsten sollte die Rollenspielpolizei eher vorbeikommen, wenn man nie genderbendet.  >;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: felixs am 8.12.2022 | 18:17
Wie viel Guilty Pleasures sind eigentlich das Spielen von weiblichen Charakteren als Mann?  :o 8]
Weibliche SCs habe ich in Midgard 1x, in D&D 5e 1x, VsDarkmaster 1x, Ruin Master 1x und in Keys 1x.
Die Männer sind da in Unterzahl: 2x D&D 5e und einmal SotDL.  >;D

Und das "Dengeln" ist auch bei mir ein Problem.

Ein Charakterbogen ohne Charakterbild ist schon bald ein Sakrileg.  :o

Sehe da grundsätzlich kein Problem. Außer, die sind alle großbrüstig, gutaussehend und sehr... ....sexpositiv.

Wenn man die Sache ernst nimmt und keine "niederen Beweggründe" dafür hat, spricht ja nichts dagegen, ein anderes Geschlecht zu spielen. Allerdings sehe ich auch den Vorteil nicht so richtig und habe meist den Eindruck gehabt, dass es in der Praxis nicht so gut funktioniert.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 8.12.2022 | 18:35
Hatte ich fast erwähnt, aber nur weil meine Heldinnen alle Charisma 18 oder 5 und darunter haben...

Das ist schon ziemlich peinlich.

Ansonsten sollte die Rollenspielpolizei eher vorbeikommen, wenn man nie genderbendet.  >;D
Also meine Girls sehen wenigstens anständig aus (Charisma über 9)  8] und sind keine nackten Tatsachen.  wtf?
Vor allem für Elfenladies ist es schlimm, was Anständiges finden zu können.

Sehe da grundsätzlich kein Problem. Außer, die sind alle großbrüstig, gutaussehend und sehr... ....sexpositiv.

Wenn man die Sache ernst nimmt und keine "niederen Beweggründe" dafür hat, spricht ja nichts dagegen, ein anderes Geschlecht zu spielen. Allerdings sehe ich auch den Vorteil nicht so richtig und habe meist den Eindruck gehabt, dass es in der Praxis nicht so gut funktioniert.
Bei den Zwergen kann ich nur weibliches spielen, dann ich mag keine Bärte.  8] :o Und Bart geht bei mir gar nie.
Darum sind die Männer bei mir alles Spitzohren: 1x Halbelf, 1x Hochelf und 1x Goblin.
Bei den Frauen sind es: 1x Zwergin, 1x Hochelfin, 1x Silberelfin, 1x Mensch und 1x Orkin.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jaylee am 8.12.2022 | 21:11

Oh, noch ein Guilty Pleasure:
Ich spiele gerne Romantikplots und Beziehungsplots. So richtig wie in RomComs oder Romantic Dramas. Das macht mir Spaß.

Jip, ebenfalls schuldig.
Und ich lasse meine Charaktere gern misstrauisch sein gegenüber den Chars von Spielern die ich in Wirklichkeit mag. Aus den seltsamsten Gründen. Mehr Drama!
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Weltengeist am 8.12.2022 | 22:26
Neue Rollenspiele zu kaufen, obwohl ich weiß, dass ich am Ende doch wieder Savage Worlds spielen werde...
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Sidekick-Kai am 8.12.2022 | 22:41
Neue Rollenspiele zu kaufen, obwohl ich weiß, dass ich am Ende doch wieder Savage Worlds spielen werde...

Neue Rollenspiele kaufen, sie nicht lesen und dann mit dem Weltengeist als SL Savage Worlds spielen.  ;)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Ma tetz am 8.12.2022 | 22:45
Mehr Abenteuer kaufen als ich leiten/spielen kann. Ich bin für die nächsten Jahre eigentlich schon ausgebucht, aber es gibt soviel schönes Zeug da draußen :D

Charakterbögen regelmäßig neu ausdrucken.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Metamorphose am 8.12.2022 | 23:19
Ich mag bestimmte NSC-Typen enorm und bringe die immer wieder in die Spiele mit rein:
-Finstere, harsche Personen mit einem Herz aus Gold. Irgendwo.
-Verspielte Personen, die viel quasseln und womöglich irgendwann die Gruppe retten.
-Personen mit grossen Lastern, die viele Infos für die SC haben - gegen Gefallen.
-Wahnsinnig sympathische NSC die das pure böse sind.

Ich kopiere gewisse nsc sogar immer wieder in Abenteuer rein, weil ich sie so mag.

Das ist bei zwei Runden ein bisschen zum running Gag geworden... Besonders wenn der NSC mal von Aventurien nach Golarion geht ;)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: tartex am 9.12.2022 | 00:32
Oh, noch ein Guilty Pleasure:
Ich spiele gerne Romantikplots und Beziehungsplots. So richtig wie in RomComs oder Romantic Dramas. Das macht mir Spaß.

Also ich mache das auch gerne und finde das nur 733t. Klar, die anderen 12jährigen Jungs finden das gehört sich nicht für Jungs, aber ich fühle mich eh schon zumindest 17.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Issi am 9.12.2022 | 05:45
Oh, noch ein Guilty Pleasure:
Ich spiele gerne Romantikplots und Beziehungsplots. So richtig wie in RomComs oder Romantic Dramas. Das macht mir Spaß.
Ich verstehe den Schuldgedanken auch nicht wirklich - außer der Rest der Gruppe ist noch in der "Peinlichphase".

Wobei "der Abgrund des Kitsch"  natürlich eine ernstzunehmende Gefahr darstellt. Und der Grad auf dem man wandelt, ist sehr sehr schmal. :think:


Bei der letzten "romantischen Hochzeit", die ich im Rollenspiel erleben durfte, war die Schwiegermutter in Wahrheit eine böse Hexe mit Hausdrachen, die versucht hat, die Braut auf perfide Weise umzubringen. -
-( und noch ein paar andere) - das taugte dann auch für ein Abenteurer. ~;D





Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Sphyxis am 9.12.2022 | 07:05
Ich habe eine Schwäche für kluge Magier oder als anderes Extrem tumbe Schlägertypen mit geringerem IQ oder welchen, die zumindest danach aussehen.

Jeder meiner Charaktere hat sein eigenes Würfelset! Selbst Charaktere im Oneshot bekommen eigene (neue!) Würfel!

Hm, guilty pleasure als SL müsste ich noch tiefer in mich gehen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Boba Fett am 9.12.2022 | 08:56
Unstetigkeit - wenn du mich heute fragst, was ich gerne spielen möchte, bekommst Du eine andere Antwort als gestern.
Und das finde ich genau so schön, wie blöd. Zum einen ist es manchmal echt  schwer, etwas konstant durchzuziehen (spielen, lesen), weil man zwischendurch immer wieder so wahnsinnig Lust auf anderen geilen Scheiß hat, zum anderen würde ich es auch extrem langweilig finden, immer nur das gleiche zu spielen.
Manchmal beneide ich diejenigen, die „ihr“ System gefunden haben, aber genauso find ich dann auch wieder was, das mich flashed und wäre traurig, wenn ich das nicht wahrgenommen habe.

Guilty in jedem Fall, pleasure meistens auch.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 9.12.2022 | 09:51
Wie viel Guilty Pleasures sind eigentlich das Spielen von weiblichen Charakteren als Mann?  :o 8]

Ich bin der SL,... soll es auf meiner Welt nur männliche NSC geben?

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 9.12.2022 | 10:47
- ich spiel irgendwie immer Diebe / Barden / Skalden egal ob CRPG oder TRPG
- meist langhaarig und mit Bart
- in DSA NUR Thorwaler (ja ... weil... öhm... ich mag die)
- sollte es keine Barden/Skalden geben dann wird mein Charakter trotzdem eher im "leute belabern" gut sein als alles andere und eher "locker drauf sein". Auch ein Magier den ich in DSA gespielt habe war eher der "lockere" Typ der wohl gerade so sein Studium hinter sich bringen konnte

Edit: ich habe auch kaum eine große Hintergrundgeschichte für meine Charaktere. Das meiste wird on the fly improvisiert und dann notiert das ich dies auch fest setze... hab ich nämlich bei einem Skalden vergessen der dann halt eine RIESEN Familie hatte und die schon ALLES erlebt haben :D

Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: dicemice am 9.12.2022 | 11:13
Ich arbeite daran meinen Hang zu überdramatischen und überladenen Hintergrundgeschichten abzubauen, das läuft mittel würde ich sagen.
Meistens starte ich mit einem ganz soliden und einfachen Konzept und dann fehlt mir irgendwas und anstatt es so zu lassen, dichte ich zB einen toten Geliebten an oder so. Teilweise bin ich einfach nicht kreativ genug dafür mir auszudenken, warum jemand sein kuschliges zuhause verlassen sollte, auch wenn zB mein Harnmaster Charakter einfach gegangen ist, weil sie schlicht keine Lust auf ein Leben als Bäuerin hatte und der Meinung war, da müsse noch mehr für sie drin sein. Und die spielt sich wirklich schön, ganz ohne tote Verwandte oder Geliebte.

Anderer gulity pleasure, definitiv Würfel, ich habe sehr sehr sehr viele und kann ohne die richtigen Würfel kaum richtig spielen und mit digitalen schonmal gar nicht  ;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 9.12.2022 | 11:18
Den Spleen mit den bestimmte Würfeln pro Rasse habe ich auch.

Und dass ich neuerdings auf Heiler abfahre. Meistens hübsche Heilerinnen. 8] ;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Eliane am 9.12.2022 | 11:42
Ich mag Schneeflocken. Und sei es nur in Form von aufwendigen Namen und ungewöhnlichem Äußeren.

Meine Charaktere haben sehr hohe Charisma-Werte. Okay, in letzter Zeit nicht mehr ganz so schlimm, aber wenn ich genug Punkte habe: immer. (edit: wie bei meinem Nachredner meint das meistens auch hauptsächlich Aussehen)

Ich kann mich in Details verlieren.

Ich glühe nochmal nach, wenn ich Diary schreibe. Das ist wie zweimal Spielen. Obwohl es mich manchmal stresst, es zu schreiben. Da spinne ich schon mal nach den Spielrunden in meinem Kopf weiter, was passieren könnte. Das war mal extrem, inzwischen lässt es nach, weil ich es schlecht verknuse, wenn meine Phantasiegebilde dann auf die Realität der nächsten Spielsitzung treffen.

Ich neige dazu, sehr ausufernde Hintergründe zu entwerfen. Auch das etwas, was ich seit Jahren versuche, in den Griff zu kriegen. Aber ab und zu eskaliert es trotzem.

Ich lese viel weniger Regeln, als ich sollte. Vor allem, weil ich zumindest während der Charaktererschaffung ein kleiner Powergamer bin. Im Spiel dann nicht mehr so.

Ich setzte mich mit der Charaktererschaffung und REgeln eher dann auseinander, wenn ich meinen Spielleitern/ mich unterstützenden Spielern nicht zutraue, meine Charakterkonzepte zu treffen. Statt es als Anerkennung bei den Spielleiter zu machen, die verstehen, was ich mag.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: tartex am 9.12.2022 | 12:57
Bei genauere Überlegung hat das Geschlecht bei mir mit dem Charisma-Wert nichts zu tun.

Auch meine männlichen Charaktere haben entweder Charisma unter 7 oder über 15, wenn ich die Wahl habe. Und Charisma meint in meinem Kopfkino natürlich auch Aussehen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Grubentroll am 9.12.2022 | 13:26
Ich hab so eine etwas seltsame Vorliebe für nordische, germanisch angehauchte low magic Settings.
Schnee, Wälder, Nebel, alles etwas rau und geheimnisvoll.

Damit kriegt man mich irgendwie immer... :D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Feuersänger am 9.12.2022 | 13:59
Meine Fantasy-Charaktere sind oft raging Rassisten. Also im Fantasy-Sinn, zB kann Elfen nicht leiden, Orks sind für ihn kaum mehr als tollwütigen Tiere, von Nicht-Humanoiden mal ganz zu schweigen...

Naja, ansonsten, ich weiss nicht wie sehr das als guilty pleschor qualifiziert, aber ich optimiere auch gerne und ertappe mich oft bei dem Anspruch, den meisten Schaden rauszudrücken. Vroom vroom!
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: HEXer am 9.12.2022 | 14:19
Naja, ansonsten, ich weiss nicht wie sehr das als guilty pleschor qualifiziert, aber ich optimiere auch gerne und ertappe mich oft bei dem Anspruch, den meisten Schaden rauszudrücken. Vroom vroom!

So einer bist du also…  8] ;)

Ich bin Settingtourist. Sowohl als SL als auch als Spieler. Gib mir ne tolle, detaillierte Karte und passende Settingbeschreibung und ich wander munter durch die Fiktivwelt. Plot kann, muss aber nicht. Und Charakterdrama schon gar nicht. Einfach virtuelle Vistas.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Raven Nash am 9.12.2022 | 14:36
Na ja, kA ob das ein "guilty pleasure" ist, aber meine Settings werden immer zu Büchern. Also mit Layout, Illustrationen, usw. Und es wird dann auch (meist mehrfach) gedruckt, sobald eine Version soweit vollständig erscheint.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Zed am 9.12.2022 | 14:47
Na ja, kA ob das ein "guilty pleasure" ist, aber meine Settings werden immer zu Büchern. Also mit Layout, Illustrationen, usw. Und es wird dann auch (meist mehrfach) gedruckt, sobald eine Version soweit vollständig erscheint.
Und wo veröffentlichst Du?
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Zanji123 am 9.12.2022 | 15:06
Meine Fantasy-Charaktere sind oft raging Rassisten. Also im Fantasy-Sinn, zB kann Elfen nicht leiden, Orks sind für ihn kaum mehr als tollwütigen Tiere, von Nicht-Humanoiden mal ganz zu schweigen...

Naja, ansonsten, ich weiss nicht wie sehr das als guilty pleschor qualifiziert, aber ich optimiere auch gerne und ertappe mich oft bei dem Anspruch, den meisten Schaden rauszudrücken. Vroom vroom!

jop... meine Thorwaler sind so ("alle blöde diese Südländer").... und irgendwie auch mein Shadowrun Zwerg ("alle doof die Menschen")
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Noir am 9.12.2022 | 15:12
Mir ist ein weiteres guilty pleasure eingefallen:

Ich liebe - und ich meine wirklich lieben - Klischee-Charaktere. Den bärbeißigen, biertrinkenden, etwas Hygiene vermissenden, bärtigen Zwerg, der Elfen hasst und mit einer Axt/einem Hammer Orkschädel zertrümmert ... ich liebe ihn. Genau SO müssen meine Zwerge sein. So und NUR so.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 9.12.2022 | 15:34
Ich liebe Klischeecharaktere, aber auch total abgedrehte Charaktere wie meinen Goblin in SotDL.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Raven Nash am 9.12.2022 | 15:56
Und wo veröffentlichst Du?
Ich lass mir das über epubli drucken. Wirklich "veröffentlichen" tu ich das nicht (zumindest bisher).
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 9.12.2022 | 16:52
Ich liebe - und ich meine wirklich lieben - Klischee-Charaktere. Den bärbeißigen, biertrinkenden, etwas Hygiene vermissenden, bärtigen Zwerg, der Elfen hasst und mit einer Axt/einem Hammer Orkschädel zertrümmert ... ich liebe ihn. Genau SO müssen meine Zwerge sein. So und NUR so.

Ok mir fällt noch ein guilty pleasure ein: ich hasse solche Figuren.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Weltengeist am 9.12.2022 | 17:08
Na ja, kA ob das ein "guilty pleasure" ist, aber meine Settings werden immer zu Büchern. Also mit Layout, Illustrationen, usw. Und es wird dann auch (meist mehrfach) gedruckt, sobald eine Version soweit vollständig erscheint.

Das kann ich SO gut nachvollziehen. Würde ich auch so machen, wenn eines meiner guilty pleasures nicht "ständig neue Sachen anfangen" wäre... ;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: aingeasil am 9.12.2022 | 17:39
Ich liebe es, unerwartete NSCs in meine Hintergrundgeschichtenzu erfinden - die nichts anderes sein sollen, als unerwartete NSCs, ohne irgendwelche Vorteile zu bringen.
(und dementsprechend bin ich fast immer enttäuscht, wenn einerseits ein Spielleiter diese aus Angst / "passt nicht in mein Weltbild" /wasauchimmer nicht zulassen möchte oder andererseits (und noch schlimmer) plötzlich meint, aus diesen Schneeflöckchen irgendwas großes, besonderes machen zu müssen.)

Oder NSCs für Mitspieler zu entwickeln, die der Spielleiter einbauen kann. (So bekam ein Mitspieler, mit dem man es machen konnte, im passenden Mantel und Degen Setting seine ihm unbekannte Ehefrau, die mit allen legalen Dokumenten am Anwesen auftauchte und im Hintergrund als "Feind" klassifiziert war - das Gesicht des Spielers war es sowas von Wert).
(Und wieder ist es enttäuschend, wenn Welten so eng ausgedacht werden, dass diese keinen Platz finden dürfen)

Oh... und im Zuge dessen: ich liebe Namen. Ich kann Stundenlang über dem richtigen Namen sitzen... für SC oder NSC, egal... Und über Namensregeln in anderen Kulturen... ;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 9.12.2022 | 18:10
Oh... und im Zuge dessen: ich liebe Namen. Ich kann Stundenlang über dem richtigen Namen sitzen... für SC oder NSC, egal... Und über Namensregeln in anderen Kulturen... ;D

In dem Zusammenhang: ich mag ganz gerne mal bewußt leicht "alberne" Namen. Nicht unbedingt gleich übertrieben mit der Tür ins Haus, aber für Sachen, die's in der Realität allemal auch geben könnte ("Guten Tag, Herr Doktor...äh...Kranck?") und/oder sich aus der Spielwelt selbst begründen lassen (ja, es gibt eine Burg Schurkenstein. An genau dem strategisch gut gelegenen Ort, wo sie heute steht, gab es einst aus exakt denselben Beweggründen ein berüchtigtes Räuberlager...), fühle ich mich nicht unbedingt genötigt, mich erst mal eigens dreimal zu entschuldigen -- so viel besser ist das Ergebnis beim fantastischen Zufallssilbenhäckseln meist eh auch nicht. ;)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Gunthar am 9.12.2022 | 18:32
Ach, Namen sind auch so eine Sache. Früher war mir das sowas von egal. Jetzt aber gar nicht mehr. Jetzt muss der Namen zum Charakter passen. Hatte schon mal einen Charaktername einer meiner Charakter abgeändert. Aus dem albernen Namen Plundra für eine Zwergin wurde Vanyra Eisenhammer und der Spielleiter hatte diese Aktion sogar mit XPs belohnt.  8] :D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Noir am 9.12.2022 | 21:17
Ok mir fällt noch ein guilty pleasure ein: ich hasse solche Figuren.

Für mich muss natürlich nicht jede Figur vollstes Klischee sein ... aber ich kann Figuren wiederum nicht leiden, die komplett vom Klischee weg sind. Warum sollte das der Fall sein? Ein Klischee ist nicht umsonst ein Klischee. Es bietet eine gewisse gemeinsame Basis. Das Klischee gekonnt an einigen wenigen Stellen zu durchbrechen ist hingegen sicherlich reizvoll. Aber komplett vom Klischee weg? Das wäre absolut gar nichts für mich. Der Baumverliebte, Berge hassende, Duftwässerchen verkaufende Zwerg ohne Bart mit Vorliebe für Katzenbabys ... würde mir wohl nie im Gedächtnis bleiben. Aber der stinkende Zwergenslayer, der Elfen hasst, Bier säuft wie ein Loch, ständig schlecht gelaunt ist, mit Vorliebe Orks die Schädel spaltet UND seine Katzenbabys hegt und pflegt ... SOWAS macht mir dann durchaus Freude.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: unicum am 10.12.2022 | 00:56
Für mich muss natürlich nicht jede Figur vollstes Klischee sein ...

Ich finde halt - gerade bei zwergen - es ist immer das gleiche,...
Und diesen Hass gegen Elfen,... den finde ich sowas von megaöde, jedesmal wenn ich einen Settingband in die Hand nehme und darin lese das dies so drin steht roll ich mit den Augen, und es steht VERDAMMT oft drin.
Ich sage jezt mal frei heraus was ich mir manchmal denke "Aha da will unbeding mal jemand probeweise einen Rassisten spielen und sich dann darauf berufen 'ich bin im recht'" ja mir ist bewusst das dies eine "böswillige unterstellung" ist aber wir schreiben hier ja über ... guilty pleasure ;)


Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Issi am 10.12.2022 | 05:59
@
unicum

Denke, das nennt sich dann, streng genommen, sogar eher "Speziesismus"
statt "Rassismus."

Elfen und Zwerge haben, in den meisten Fantasywelten zumindest, unterschiedliche Schöpfer und keine gemeinsamen Vorfahren.

Hat mehr was von "Vulkanier gegen Klingonen" oder so...

Das wäre wahrscheinlich auch so, wenn man jetzt einen Elfen oder Zwerge- hassenden Menschen spielen würde.

Ist per Weltenbau- strenggenommen- eine andere Spezies, auch wenn sie den Menschen z.T. ähnlich sehen.

Ändert natürlich nichts daran, dass man darüber Figuren mit Feindbild spielen kann.
Allerdings endet das anfängliche Vorurteil doch in vielen Fällen auch später in Freundschaft, wie bei Legolas und Gimli, z.B.
Will sagen: Viele Vorurteile/ Feindschaften schreien förmlich danach im Laufe des Spiels gebrochen/ verwandelt zu werden.

Und das ist mEn. sogar häufig der Grund für SPL so eine Figur zu spielen:  Das Ziel - Negatives zu transformieren.
D.h. "Hass in Freundschaft zu verwandeln" oder " Vorurteile Stückweise abbauen."
( Nicht - die Lust daran irgendeiner Art von Hass dauerhaft zu frönen)
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 10.12.2022 | 08:14
Der Baumverliebte, Berge hassende, Duftwässerchen verkaufende Zwerg ohne Bart mit Vorliebe für Katzenbabys ... würde mir wohl nie im Gedächtnis bleiben.

Und doch beschreibst du ihn und redest mit Verve über ihn.  ;)

Ich verstehe ja den Reiz hinter Klischees durchaus. Aber Leute: Die Menschen dieser Welt haben so unterschiedliche und komplexe Persönlichkeiten. Warum sollte das anders sein, nur weil Zwerg oder Elf draufsteht. Interessant wäre da eine Figur, die zwar diese kulturellen Prägungen aufführt, aber insgeheim damit fremdelt. Und dann irgendwann umschwenkt.  :think:
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: HEXer am 10.12.2022 | 08:39
Kann man so sehen, ganz klar.

Hängt aber glaube ich auch damit zusammen, was man von einem Rollenspiel eigentlich möchte.

Ich glaube aber, manche Spieler wollen in ihrer Freizeit einfach mal eine Pause von komplexen sozialen Und psychologischen Zusammenhängen. Und auch das finde ich völlig legitim. Vorausgesetzt natürlich, das Thema und Setting des Rollenspiels gibt das her und vor allem die Spielgruppe geht damit d‘accord.

Ich finde, man sollte da (wenn man so allgemein drüber spricht und nicht über spezielle Fälle) nicht zu viel hineininterpretieren.

Ich spiele gerne Zwerge. weil die irgendwie häufig die Underdogs sind. Manchmal komplexe Zwerge, manchmal ganz stereotype Zwerge. Macht beides Spaß.

Und darum gehts doch eigentlich.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 10.12.2022 | 09:34
Stereotypen sind so 'ne Sache. Prinzipiell kann man ja auch einen "totalen Klischeezwerg" in einer Welt spielen, in der alle anderen Zwerge qua Kanon gerade nicht so sind wie er und ihn deshalb schon komisch angucken... ~;D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 10.12.2022 | 10:29
Ich habe mal einen Zwerg gespielt mit dem Hintergedanken, dass er in Kampfrunde 1 mit der schweren Armbrust Gegner headshottet und ich auf diese Weise die abendfüllenden Kämpfe aus dem Freitag Abend entfernen kann.

Es hat nicht funktioniert.  ~;D Die abendfüllenden Kämpfe sind nämlich der eigentliche abendfüllende Kampf. Aber freilich halt der Kampf mit der eigenen Existenz, mit der Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit, mit dem heideggerschen in-die-Welt-geworfen-Sein, usw.

Klischeefiguren haben den griffigen Vorteil, dass sie unmittelbar anspielbar sind. Man kann Zwerge respektieren oder veräppeln, man kann den Geweihten anfrömmeln oder ablehnen, oder was auch immer.

Ganz schlimm sind die unendlich deepen, vielschichtigen Figuren, die operativ nicht funktionieren, weil einfach niemand ein ehrliches Interesse dafür aufbringen kann / weil ihr großer Twist voll lame ist / weil sie nur eine Projektionsfläche für ihren Spieler sind, der selber eigentlich ein lebendes Klischee ist, der aber gerne vielschichtig und deep wäre - und das auf den ersten Blick für alle ersichtlich ist.

Insofern entdecke ich ein neues guilty pleasure von mir: Mir reichts voll, wenn jemand sagt, er spielt "einen Dieb", und der Rest ergibt bzw. entwickelt sich dann im Feld.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Radulf St. Germain am 10.12.2022 | 10:55
Klischeefiguren haben den griffigen Vorteil, dass sie unmittelbar anspielbar sind. Man kann Zwerge respektieren oder veräppeln, man kann den Geweihten anfrömmeln oder ablehnen, oder was auch immer.

Ich komme auch immer mehr zu diesem Schluss. Und das sage ich, der eigentlich gerne ausgefallene Sachen mag. Am Tisch funktionieren die aber halt oft nicht.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jens am 10.12.2022 | 10:57
@topic: ich habe auch eine Schwäche für romantische Subplots, sowohl als Spieler als auch als Spielleiter. Je unmöglicher desto besser...
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: nobody@home am 10.12.2022 | 11:11
Ich komme auch immer mehr zu diesem Schluss. Und das sage ich, der eigentlich gerne ausgefallene Sachen mag. Am Tisch funktionieren die aber halt oft nicht.

Und die, die funktionieren, werden dann durch hinreichenden Gebrauch irgendwann selber zu Klischees. Damned if you do... ;)

Entsprechend habe ich mir die frühere Gewohnheit, Klischees und Stereotypen allzu "clever" ins Gegenteil verkehren zu wollen, auch schon vor Jahren so gut wie möglich wieder abtrainiert. Mit ihnen spielen kann ich ja immer noch (der von Megavolt angesprochene "Dieb" etwa deckt beispielsweise seinerseits auch noch eine gute Bandbreite an möglichen Figuren zur Auswahl ab -- Abu aus dem "Dieb von Bagdad" ist nicht Robin Hood ist nicht Arsène Lupin, und keiner der drei ist einfach "nur" ein Profikrimineller von der Stange), aber manchmal macht's eben auch Spaß, sie einfach nur konsequent durchzuziehen.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Megavolt am 10.12.2022 | 11:15
Und die, die funktionieren, werden dann durch hinreichenden Gebrauch irgendwann selber zu Klischees. Damned if you do... ;)

Entsprechend habe ich mir die frühere Gewohnheit, Klischees und Stereotypen allzu "clever" ins Gegenteil verkehren zu wollen, auch schon vor Jahren so gut wie möglich wieder abtrainiert. Mit ihnen spielen kann ich ja immer noch (der von Megavolt angesprochene "Dieb" etwa deckt beispielsweise seinerseits auch noch eine gute Bandbreite an möglichen Figuren zur Auswahl ab -- Abu aus dem "Dieb von Bagdad" ist nicht Robin Hood ist nicht Arsène Lupin, und keiner der drei ist einfach "nur" ein Profikrimineller von der Stange), aber manchmal macht's eben auch Spaß, sie einfach nur konsequent durchzuziehen.

Der Fluch der Postmoderne ist halt, dass alles schon da war, und "clevere neue Figuren" normalerweise scheitern, weil sie sonst bereits schon Klischees geworden wären. :D

Jetzt stell dir mal vor, es wäre 1974 und wir beide säßen herum und hätten als Erste die "clevere neue Figuren-Idee", ich könne doch einen taffen Krieger spielen und du spielst meinen Buddy, einen grantigen Zwerg mit einem Herz aus Gold. Bäm! :D
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Issi am 10.12.2022 | 13:06
Ich finde Klischees insofern spannend, weil man so wunderbar damit spielen kann.
Vieles wurde auch schon genannt.

Man kann sie z.B. überzeichnen.
(Der hünenhafte Barbar, der sich vor lauter Muskeln kaum noch bewegen kann. Natürlich trägt er auch im tiefsten Winter nur nen Lendenschurz.- Er ist schließlich kein Weichei. etc.)
Man kann sie stückenweise brechen
(Gut, dass niemand weiß, dass er im Dunkeln Angst hat. Und nicht schwimmen kann)
Man kann sie stark brechen
( Er ist in Wahrheit Pazifist und Vegetarier, würde nie einer Fliege was zu Leide tun. Die große Keule trägt er nur zur Show)
Man kann alles ins Gegenteil verkehren.
( Der Barbar ist optisch nur ein halbes Hemd, und hat seinen Stamm verlassen, weil ihm die Sitten und Gewohnheiten dort zu rauh waren.
Er fühlt sich eher der Poesie und Dichtkunst verpflichtet.)

Man kann einen Klischee Charakter auch auf weiteren Ebenen aufbauen.
(Ist zum Beispiel - in menschlicher Hinsicht vielschichtig. Hat differenzierte Gedanken, zweifelt an seiner Vergangenheit, Hadert mit seinem Schicksal/ seiner vorgesehenen Aufgabe usw.)
Das macht ihn weniger platt.

Denke bei Fantasy Wesen sind Klischees deshalb so verankert, weil es viele dieser Wesen/ Gestalten/ Figuren real nicht gibt.
Folglich ist das Klischee eine Art "Gedankenplattform" auf der man sich zunächst trifft (sich gem. orientiert), und von dort aus weiter sieht.

Wären Zwerge z.B. real und alltäglich, würde jeder welche persönlich kennen, dann wäre der Blick sicher differenzierter.
(Es bräuchte das Klischee nicht so stark als "Gedankenbrücke")
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Vampirwurst am 26.01.2024 | 22:00
*tief einatmet*

Ich habe von meinem Tisch-Charakter eine Conversion für eine neuere Version des Rollenspiels gebastelt, weil ich wissen wollte wie der Charakter zu diesem Zeitpunkt, in dieser Art Abenteuer agiert. Und ich möchte diese Conversion in meinem Concharakterordner weiterhin behalten. Ich weiß, es macht die Sache nicht besser, dass jeder sein eigenes "Journal" und eigene Zeitlinie hat🫣

*ausatmet*
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: aikar am 27.01.2024 | 09:15
Ich stehe auf schön und ordentliche PC-designte Charakterbögen und drücke die meinen Spieler:innen dann auch beim Kampagnenstart aufs Auge  ;D
Es gibt dann halt solche, die nutzen das weiter und aktualisieren brav am PC, andere nehmen es nur zum Start und streichen dann mit dem Bleistift rum und dritte wechseln dann doch aufs Handy/Tablet. Bei letzterem beiden blutet mir immer etwas das Herz, aber letztendlich ist es natürlich ihre Entscheidung  ;)

Und ich verbiege die Regeln und Situation manchmal recht stark um Charaktere zu retten, die sonst sterben würden. Zum Glück können die meisten meiner Spieler:innen damit sehr gut.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Weltengeist am 27.01.2024 | 09:34
Ich hab noch einen: "Lustige" Sprüche am Spieltisch.

Eigentlich versucht man ja, in character zu spielen, eine Atmosphäre aufzubauen usw. - aber dann ist da diese Versuchung, diesen gerade total superguten Brüller rauszuhauen, der sich zwar auf den Film von letzter Woche bezieht, aber irgendwie voll zur Situation am Spieltisch passt (außer natürlich dass er die ganze dramatische Atmosphäre killt)... Ja. Ich weiß. Schäm.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Metamorphose am 27.01.2024 | 11:52
NSC die ich mag sind meist liebenswürdig-verwirrt, griesgrämig-lieb (harte schale weicher kern) oder extrem niederträchtig. Die Bauern meist das erstere, die Tavernenbesitzer zweiteres.

Ich haue auch in einer guten Runde mal Sprüche raus, die mit unserer Welt zusammenhängen. Findet aber bis jetzt niemand schlimm, solange es im Rahmen vorkommt ;) Ich bin zudem grosser fan von Running-Gags oder unstimmigkeiten der Welt auf die Schippe zu nehmen... Oder den unstimmigen Umständen besonderes Gewicht geben.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Radulf St. Germain am 28.01.2024 | 10:40
Mein guilty pleasure sind automatische Waffen und Raktenwerfer - dakka dakka.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Prisma am 28.01.2024 | 11:26
Wie viel Guilty Pleasures sind eigentlich das Spielen von weiblichen Charakteren als Mann?  :o 8]
Weibliche SCs habe ich in Midgard 1x, in D&D 5e 1x, VsDarkmaster 1x, Ruin Master 1x und in Keys 1x.
Die Männer sind da in Unterzahl: 2x D&D 5e und einmal SotDL.  >;D
Ist das heute nicht schon quasi ... progressiv?

Ich kenne das noch so, dass das merkwürdig bis ablehnend von der ganzen Gruppe, sowohl von Männern als auch Frauen, beäugt wird. Wenn eine Frau aber einen männlichen Charakter gespielt hat, sogar sexuell überzeichnet, störte sich niemand dran. Ich hatte auch schon Runden wo die Mädels ihre Charaktere stark sexuell aufgeladen gespielt haben und es völlig in Ordnung war. Komische Welt.


Ein Charakterbogen ohne Charakterbild ist schon bald ein Sakrileg.  :o
Oh ja, das habe ich auch sehr lange so gemacht. EDIT: Irgendwann hatten wir eine Mappe mit lauter Bögen voll von Charakterprotraits aus dem Netz von allen möglichen Personen, Wesen und Settings, die wir am Spieltisch dann ausgeschnitten und auf die Charakterbögen geklebt haben.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Quaint am 28.01.2024 | 14:31
Ich hab kein Problem damit, wenn sich Geschlecht von Spieler und Charakter unterscheiden. Wohl aber habe ich ein Problem wenn das vor allem geschieht um irgendwelche sexuelle Phantasien auszuleben. Ich hab das leider schon mehrmals erlebt. Insofern sag ich dann dazu: mach, aber fick bitte nicht alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Meine guilty pleasure sind glaube so Kriegs-Szenarien wo dann auch mit großen Gegnermengen und teils auch verbündeten Truppen unter dem eigenen Kommando hantiert wird. Ich hab da immer *voll* Bock, aber nicht mit allen Regelsystemen geht das ohne Knirschen im Getriebe und ich glaube auch die Mehrzahl meiner Spieler hat da andere Interessen. Aber manchmal gönn ich mir das.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: bolverk am 28.01.2024 | 15:39
Mein guilty pleasure ist Auszeitgelaber. Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, eine Gruppe nicht entgleisen zu lassen, wenn ich im Spiel an ein interessantes Thema oder eine witzige Anekdote erinnert werde. Manchmal kann ich mein Maul einfach nicht halten.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Jiba am 28.01.2024 | 15:42
Ist das heute nicht schon quasi ... progressiv?

Ich kenne das noch so, dass das merkwürdig bis ablehnend von der ganzen Gruppe, sowohl von Männern als auch Frauen, beäugt wird. Wenn eine Frau aber einen männlichen Charakter gespielt hat, sogar sexuell überzeichnet, störte sich niemand dran. Ich hatte auch schon Runden wo die Mädels ihre Charaktere stark sexuell aufgeladen gespielt haben und es völlig in Ordnung war. Komische Welt.

Naja, ob das wirklich progressiv ist...

Ich spiele seit über 20 Jahren Rollenspiele. 2000 habe ich meine erste Runde gespielt. Und schon ab da war das in keiner meiner Runden (und ich habe in vielen Konstellationen gespielt) niemals auch nur im Geringsten ein Problem. Nein, wirklich nicht. Wir hatten eigentlich, selbst in rein-männlichen Spielerkonstellationen, meist auch immer mindestens 1 weiblichen Charakter in der Runde. Völlig normal.

Und ich habe auch schon zwei Spielerinnen kennengelernt, die am Tisch ihre männlichen Charaktere hypersexualisiert haben. Da wurde was gesagt von einigen Spieler:innen, von anderen nicht. Umgekehrt gab's auch Spieler, die ihre weiblichen Figuren sexuell aufgeladen haben. Einige Spieler:innen haben was gesagt, andere nicht.
Also, wenn's dich gestört hat, warum hast du nicht selbst was gesagt?

So oder so, in meiner Erfahrung waren solche Spieler:innen die absolute Ausnahme.

Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Prisma am 28.01.2024 | 16:07
Also, wenn's dich gestört hat, warum hast du nicht selbst was gesagt?
Ich bin ein "Holodeck-SL". Mich stört nicht wer was und wie spielt. Mich hat aber der Doppelstandard gestört. Das anzusprechen war je nach Gruppe nicht immer sinnvoll, im Sinne von zielführend.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: Blizzard am 28.01.2024 | 19:22
Mein guilty pleasure ist Auszeitgelaber. Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, eine Gruppe nicht entgleisen zu lassen, wenn ich im Spiel an ein interessantes Thema oder eine witzige Anekdote erinnert werde. Manchmal kann ich mein Maul einfach nicht halten.
Oh, das kenne ich auch nur zu gut...und ja, manchmal muss ich dann eben diese Anekdote oder jenen Insider zum Besten geben. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre gemerkt, dass ich zum Glück dann doch nach kurzer Zeit mich selbst bremsen kann und den Weg wieder zurück zum On-Topic und zum Rollenspiel finde. Und mich die Spieler nicht mehr mit rümpfender Nase darauf hinweisen müssen...

Ich bin ja auch jemand, der eigentlich zu jedem System (seine) eigenen Würfel braucht. Und dann, bitte, wenn möglich, entweder die offiziellen Originalwürfel (sofern es Welche dazu gibt) oder aber dann möglichst farblich passend zum Setting oder zum GRW. (z.B. sandfarbene Würfel für Deadlands:Classic).
Ist das auch ein guilty pleasure ?
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: bolverk am 29.01.2024 | 11:21
Oh, das kenne ich auch nur zu gut...und ja, manchmal muss ich dann eben diese Anekdote oder jenen Insider zum Besten geben. Allerdings habe ich im Laufe der Jahre gemerkt, dass ich zum Glück dann doch nach kurzer Zeit mich selbst bremsen kann und den Weg wieder zurück zum On-Topic und zum Rollenspiel finde. Und mich die Spieler nicht mehr mit rümpfender Nase darauf hinweisen müssen...
Tja, meine Spieler machen da auch gerne mit, deswegen kommt es gelegentlich zu ziemlichen Abschweifungen bei uns. Aber jeder aus der Gruppe - mich eingeschlossen - hat sowohl das Geschehen entgleisen lassen, als auch alle wieder zurück ins Spiel geholt. Wir geben uns da nicht so furchtbar viel. Trotzdem kommt es oft vor, dass ich mir irgendwas verkneife, weil es gerade nicht zum Geschehen passt, was mir mitunter ziemliche Selbstbeherrschung abverlangt. Meine Frau meint, man würde das daran merken, dass ich in dem Moment so ein knirschendes Geräusch mache.
Titel: Re: Eure "guilty pleasures" im Rollenspiel?
Beitrag von: gilborn am 29.01.2024 | 18:48
Ich spiele gerne Liebes-Romanzen, sowohl als Spielleiter als auch Spieler.
Wir haben eine reine Männerrunde und machmal hab ich den Eindruck, dass es hauptsächlich mir gefällt.

Vielleicht ist es bei den anderen aber auch ein guilty pleasure so dass sie es nicht sagen können  ~;D